Montag, 5. Oktober 2015

ADAC GT-Masters: Die neuen Champions Ludwig/Asch

  • Söhne von Klaus Ludwig und Roland Asch schreiben deutsche Motorsportgeschichte
  • Asch erster zweifacher Champion in der Geschichte des ADAC GT Masters
  • Ludwig: „Perfektes Teamwork war der Schlüssel zum Erfolg.“
die Meister 2015 Asch (l.) und Ludwig
Foto: ADAC-Motorsport
Wie die Väter, so die Söhne: Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch) haben beim Finale des ADAC GT Masters im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 der Traditionsmannschaft Zakspeed deutsche Motorsportgeschichte geschrieben. Die Söhne der beiden Tourenwagenlegenden Klaus Ludwig und Roland Asch setzen die Erfolgsstory ihrer Väter fort und sind die neuen Champions des ADAC GT Masters. Asch gewann als erster Fahrer in der Geschichte der„Liga der Supersportwagen“ zum zweiten Mal die Fahrerwertung. „Das war Teamwork in Bestform, nun zum zweiten Mal mit dem Mercedes-Benz den Titel zu gewinnen ist Wahnsinn“, jubelte Asch am Sonntagnachmittag in Hockenheim. Auch für Ludwig ist es der zweite Titel: Im Jahr 2010 wurde der Jura-Student Deutscher GT-Meister.

Gemeinsam waren Asch und Ludwig, deren Väter sowohl bei Mercedes-Benz in der DTM Teamkollegen waren und auch schon für Zakspeed fuhren, unschlagbar. In der ersten Saisonhälfte fuhren die Rennfahrersöhne in acht aufeinanderfolgen Rennen in die Top-Vier. Zur Saisonhälfte hatte kein Duo je zuvor mehr Punkte gesammelt als die Mercedes-Benz-Piloten. Doch ausgerechnet beim Heimrennen von Ludwig am Nürburgring und anschließend am Sachsenring lief es nicht optimal. Doch die neuen Champions antworteten Meisterlich: Beim vorletzten Wochenende in Zandvoort folgte Saisonsieg Nr. 3. Kein anderes Fahrerduo konnte auch nur annähernd so viel Erfahrung im ADAC GT Masters mitbringen wie die Kombination Ludwig/Asch. Der Weitblick aus der gemeinsamen Erfahrung von mehr als 190 Starts im ADAC GT Masters brachte Ludwig/Asch auch in schwierigen Situationen nicht aus dem Konzept.
Foto: ADAC-Motorsport
Die Karriere von Ludwig und Asch ist eng mit dem ADAC GT Masters verwoben. Ludwig startete 2009 mit einem Paukenschlag in der „Liga der Supersportwagen“. Ohne größere Erfahrung im Automobilsport stieg er in das ADAC GT Masters ein, gewann auf Anhieb die ersten beiden Rennen und fuhr in seinem Debütjahr um den Titel. In den beiden darauffolgenden Jahren startete er im Audi von Christian Abt und kämpfte abermals um die Meisterschaft. Es folgten sporadische Rennen im McLaren und Audi, ehe zum Saisonende 2013 ein Gasteinsatz beim Finale im Mercedes-Benz der Vorbote für neue Erfolge sein sollte. Mit dem Team Zakspeed fuhr Ludwig im Flügeltürer 2014 wieder in die Erfolgspur, in der zweiten Saison im Team von Peter Zakowski folgte dann der große Coup mit dem Titel. Der Weg zurück zum Erfolg im ADAC GT Masters war für Ludwig aber eine lange Durststrecke: Knapp 1500 Tage blieb er ohne Laufsieg, ehe der Erfolg in Spa-Francorchamps im Juni den Grundstein zum Titel legte. „Im vergangenen Jahr haben wir das Team aufgebaut, solide Arbeit gemacht und in diesem Jahr haben wir den Durchbruch geschafft und waren die Besten“, sagte Ludwig nach dem Titelgewinn.

Die Karriere von Asch hat viele Parallelen zu der von Ludwig. Der dienstälteste Fahrer der Serie trat erstmals 2008 im ADAC GT Masters im Lamborghini an, wechselte später auf Porsche und machte 2012 im Mercedes-Benz gemeinsam mit dem aktuellen DTM-Fahrer Maximilian Götz sein Meisterstück. Dann folgte auch für Asch eine Durststrecke. 2013 im Audi R8 und 2014 im Porsche blieb er ohne Podestplatz, erst der Wechsel zurück in den Mercedes-Benz brachte ihn in diesem Jahr zurück auf Titelkurs. “Ich bin sehr stolz über den Titel und auch froh, zur Erfolgsgeschichte von Zakspeed noch ein Kapitel beigetragen zu haben. Zakspeed ist im Motorsport ein legendärer Name und in der Kombination mit den Namen Ludwig und Asch ist das großartig.“

Ludwig und Asch sind beide im Fahrerlager gross geworden. Vielleicht ein Grund, dass sich beide nicht nur blind verstehen, sondern auch über den Speed oder die Konstanz zu schlagen waren. Auch wenn nicht überliefert ist, ob die beiden schon in Kindertagen zusammen durch das Fahrerlager jagten: Das Erfolgsgeheimnis der neuen Champions ist perfektes Teamwork, sagt Ludwig, dem Starallüren ebenso fremd sind wie Asch. „Wir harmonieren einfach sehr gut und haben dieselbe Einstellung. Es ist ein großes Miteinander, so etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Das ist keine Ego-Show, sondern Teamwork. Das macht uns letztlich so stark."

Sonntag, 4. Oktober 2015

Luca Ludwig/Sebastian Asch gewinnen das ADAC GT Masters 2015

  • Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim siegen im Finalrennen
  • BMW Sports Trophy Team Schubert gewinnt Teammeisterschaft
  • Andreas Weishaupt neuer Gentlemen-Champion

Meister 2015 Sebastian Asch und Luca Ludwig
Foto: ADAC-Motorsport
Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch sind die neuen Champions des ADAC GT Masters. In einem spannenden Finale in Hockenheim bei schwierigen abtrocknenden Bedingungen reichte den neuen Meistern im Mercedes-Benz SLS AMG ein fünfter Platz zum Titelgewinn. Der Sieg beim Finalrennen ging an Jordan Lee Pepper (19, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/beide C.Abt Racing) im Audi R8 vor Frank Kechele (29, München)/Nico Verdonck (29, B/beide Lambda Performance) im Ford GT und Bruno Spengler (32, CA/Dominik Baumann (23/A/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Baumann ist neuer Vizemeister im ADAC GT Masters, dem Österreicher hätte im Finalrennen nur ein Sieg zum Titelgewinn verholfen. "Das Gefühl zum zweiten Mal den Titel im ADAC GT Masters zu holen ist unglaublich. Ich bin unheimlich stolz", sagte Asch. "Heute haben wir zu alter Frische und Coolness zurückgefunden und uns den Titel geholt." Ludwig war überwältigt: "Ich kann es überhaupt noch nicht realisieren. Nach dem Rennen gestern sind schon einige nervös geworden und die Mischbedingungen hätten heute nochmals alles durcheinander würfeln können. Wir waren heute immer in einer Position in der wir Meister wurden, es gab keine wirklich brenzlige Situation."
 
Zwei lange Safety-Car-Phasen prägen erste Rennhälfte

Das Finale wurde nicht nur für die Titelkontrahenten zu einer Nervenprobe. Zwei Safety-Car-Phasen nach Unfällen von Florian Strauß (30, Berlin/MRS GT Racing) im Nissan GT-R und Andreas Simonsen (25, S/Callaway Competition) in einer Corvette bremsten das Rennen in der ersten Halbzeit. Nach dem Start auf nasser Strecke übernahm Daniel Keilwitz in seiner Corvette die Führung in der zweiten Kurve vor Kechele im Ford, doch Keilwitz konnte sich nicht lange vorn behaupten. Von hinten drückte Thiim im Audi und zog in der fünften Runde an der Corvette vorbei in Führung. Von dem Moment an war der Audi für die Gegner uneinholbar. Als nach dem Fahrerwechsel auf Pepper eine dritte Safety-Car-Phase nach einem Ausrutscher des BMW von Michael Joos (24, Geislingen/MRS GT-Racing) angezeigt wurde, lag der Südafrikaner Pepper schon mit mehr als 15 Sekunden Vorsprung an der Spitze. Nach dem Restart fuhr er seinen ersten ADAC GT Masters-Sieg kontrolliert vor dem Ford ins Ziel.
 
"Ein toller Abschluß, es war das Beste was uns hier passieren konnte und ich glaube, wir haben den Erfolg verdient", so Thiim. "Wir hatten in diesem Jahr oft Pech, aber das Team hat hart gearbeitet und ich freue mich über den Sieg. Ich habe heute alles gegeben und nachdem ich einmal an der Spitze lag, habe ich nach wenigen Kurven schon keinen Gegner mehr im Rückspiegel gesehen."
 
"Ich habe das Auto mit einem sehr komfortablen Vorsprung übernommen und es gab kein Grund ein zu hohes Risiko einzugehen", sagte Pepper. "Nach dem Restart der dritten Safety-Car-Phase wurde es aber nochmals eng, aber ich konnte die Führung kontrollieren und hatte noch Reserven. Es war eine harte Saison für uns, aber so verabschieden wir uns natürlich sehr gerne."
 
Ludwig/Asch kontrollieren den Titelkampf
 
Im Kampf um die Fahrerwertung war die Ausgangslage eindeutig: Ludwig/Asch benötigten mindestens Rang sechs zum Titelgewinn, wohingegen Baumann zwingend einen Sieg brauchte. Die Titelkontrahenten verfolgten ihre Ziele konsequent: Während Asch/Ludwig sich bei einem turbulenten Rennen unter schwierigen abtrocknenden Bedingungen in den Top-Sechs hielten, arbeiteten sich Baumann mit Unterstützung von DTM-Star Spengler mit einem kompromißlos zweikampfstarken Rennen nach vorn. Doch für benötigten Sieg reicht es am Ende bei Baumann nicht, während Ludwig/Asch kontrolliert zum Titel fuhren. Jubeln durfte die BMW-Mannschaft aus Oschersleben aber dennoch. Durch den Podiumsplatz machten Spengler/Baumann das BMW Sports Trophy Team Schubert zum Sieger in der Teamwertung und damit zur erfolgreichsten Mannschaft im ADAC GT Masters 2015.
 
 Daniel Dobitsch (31, A)/Edward Sandström (36, S/beide kfzteile24 MS RACING) beendeten die Saison im Audi R8 LMS vor den neuen Champions Rang vier. Die Sieger vom Samstag, Rahel Frey (29, CH)/Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing), fuhren in einem weiteren Audi R8 auf Rang sechs vor ihren Markenkollegen Stefan Wackerbauer (19, Landshut) und dem nun abgelösten Meister Kelvin van der Linde (19, ZA/beide C.Abt Racing). Das Audi-Duo Florian Stoll (34, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau/kfzteile24 MS RACING) belegte nach einem turbulenten Rennen noch Rang acht. Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) lagen lange auf Podiumskurs, ehe ein Ausrutscher von Wirth eine mögliche Top-Drei-Platzierung zu Nichte machte und die Corvette auf Rang neun ins Ziel kam.
 
Auf Rang zehn kam als Sieger der Gentlemen-Wertung Remo Lips (32, CH) mit Sven Barth (34, Weinheim/beide RWT Racing Team) ins Ziel, doch für den Schweizer war es ein bitterer Erfolg. Denn hinter ihm reichte Andreas Weishaupt (42, Ulm/C.Abt Racing) Platz zwei im Audi zum Titel in der Gentlemen-Wertung. Weishaupt beeindruckte in seiner Debütsaison im ADAC GT Masters. In seinem ersten Jahr in einer Sprint-Serie und mit dem Audi R8 gewann er mit Unterstützung von Christer Jöns (28, Ingelheim) auf Anhieb den Titel und holte dabei auch mehr Klassensiege als seine Gegner.
 
Ergebnis Rennen 2 (Top - Five):
 
1. Jordan Lee Pepper/Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Nico Verdonck/Frank Kechele (Lambda Performance-Ford GT GT3),
3. Bruno Spengler/Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),
4. Daniel Dobitsch/Edward Sandström (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS ultra),
5. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3).
 
Meisterschaftsendstand Fahrerwertung 2015 (Top-Five):
 
1. Sebastian Asch      199 Pkt.
1. Luca Ludwig           199 Pkt.
2. Dominik Baumann  186 Pkt.
3. Jens Klingmann      156 Pkt.
4. Klaus Bachler         150 Pkt.
5. Hari Proczyk           109 Pkt.
 
Meisterschaftsendstand Teamwertung 2015 (Top-Five):
 
1. BMW Sports Trophy Team Schubert   221 Pkt.
2. Team Zakspeed                                   215 Pkt.
3. kfzteile24 MS RACING                        173 Pkt.
4. Schütz Motorsport                               165 Pkt.
5. C Abt Racing                                       164 Pkt.        
 

Packendes ADAC GT Masters-Finale: Frey/Geipel holen ihren ersten Sieg

  • Rahel Frey und Philip Geipel feiern ersten Sieg im Audi R8
  • Tabellenführer Ludwig/Asch scheiden nach Startunfall aus
  • Verfolger Baumann holt mit Spengler im BMW Punkte auf
  • Titelentscheidung bei den Gentlemen und in der Teamwertung erst am Sonntag

Rahel Frey und Philip Geipel holen ihren ersten Sieg in der ADAC GT-Masters
Foto: ADAC-Motorsport
Packender kann eine Meisterschaftsentscheidung nicht sein als im ADAC GT Masters: Beim spannenden Finale in Hockenheim fallen die Titelentscheidungen in allen drei Wertungen erst im letzten Saisonlauf am Sonntag. Während Rahel Frey (29, CH) und Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing) über den ersten Sieg im ADAC GT Masters mit ihrem Audi R8 jubelten, war der Frust bei den Tabellenführern Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG nach einem Aus bereits in der Startrunde groß. Verfolger Dominik Baumann (22, A) fuhr mit Unterstützung von DTM-Star Bruno Spengler (32, CA/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) auf Rang vier und machte vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag zwölf Punkte auf die Tabellenführer gut. Bei Frey, Geipel und YACO war der Jubel über den ersten Sieg bei Spätsommerwetter in Hockenheim groß. „Heute ist ein wahrer Feiertag, passend zum 25. Tag der deutschen Einheit gewinnt ein Team aus Sachsen erstmals im ADAC GT Masters“, jubelte Geipel.
 
Stolz scheidet nach kurzer Führung schnell aus
 
Das vorletzte Saisonrennen begann mit einer Schrecksekunde. Nach einem Unfall von Neueinsteiger Nicklas Mackschin (20, Barsinghausen/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. Mackschin blieb unverletzt und konnte sich eigener Kraft aus dem Fahrzeug befreien. Eine Schrecksekunde gab es auch für Tabellenführer Asch und Titelkontrahent Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport). In der zweiten Kurve kollidierte Asch mit dem Porsche 911 von Bachlers Teamkollege Christian Engelhart (28, Kösching). Weder der Mercedes-Benz noch der Porsche konnte das Rennen fortsetzen. Während Asch/Ludwig im Finalrennen am Sonntag einen zweiten Matchball haben, den Titel zu gewinnen, endeten die Titelträume von Bachler, der am Sonntag keine rechnerische Chance mehr hat, Meister zu werden.
 
 Nach kurzer Unterbrechung wurde das Rennen über eine neue Distanz von 50 Minuten fortgesetzt. Polesetter Luca Stolz (20, Brachbach/Bentley Team HTP) setzte sich beim Restart im Bentley Continental vor Rahel Frey im Audi und Nico Verdonck (29, BEL/Lambda Performance) im Ford. Die Führung des Bentley währte nur vier Runden. Dann rollte Stolz ohne Vortrieb auf der Strecke aus und Frey übernahm die Spitze. Der Schweizerin blieb trotz hohem Druck von Verdock cool, der Boxenstopp verschaffte dem Audi-Team an der Spitze Luft. Während die Verfolger im Ford fünf Sekunden verloren, funktionierte der Fahrerwechsel von Frey auf Geipel reibungslos. Fabian Hamprecht (20, Hagen) übernahm durch den längeren Stopp des Ford im Bentley die Rolle Verfolgers, kam aber nicht in Schlagdistanz zu Geipel und beendete das Rennen mit Clemens Schmid (25, A/beide Bentley Team HTP) auf Rang zwei.
 
„Der Sieg ist der Wahnsinn“, jubelte Frey über ihren Triumph im ADAC GT Masters. „Pech und Glück liegen nah zusammen. Nach dem ersten Start wurden wir schon umgedreht, doch beim Restart konnten wir unseren Startplatz wieder einnehmen und anschließend waren wir konstant schnell unterwegs. Es war ein toller Lohn für die harte Arbeit des gesamten Teams.
 
„Ein tolles Gefühl“, freute sich auch Geipel. „Rahel hat eine unglaublich gute Leistung gezeigt. Nach dem Startunfall war unser Audi nicht mehr ganz optimal eingestellt und in so einer Situation cool zu bleiben, und das Rennen zu gewinnen, war eine tolle Leistung.“
In einem Duell im Rang vier setzten sich Stefan Wackerbauer (19, Landshut)/Kelvin van der Linde (19, ZA/beide C.Abt Racing) im Audi R8 gegen dem BMW von Baumann/Spengler durch. Durch Platz vier reduzierte Baumann seinen Rückstand vor dem Finalrennen auf 19 Zähler.
 
Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) kämpften sich nach einem turbulenten Rennen in ihrer Corvette auf Rang fünf nach vorn, Verdonck und Teamkollege Frank Kechele (29, München) beendeten das Rennen im Ford GT auf Rang sieben hinter dem Audi R8 von Edward Sandström (36, S)/Daniel Dobitsch (31, A/kfzteile24 MS Racing). In einem weiteren Audi R8 wurden Jordan Lee Pepper (19, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) Siebte.
 
Auch in der Gentlemenwertung wurde die Titelentscheidung auf Sonntag vertagt. Marc Gassner (24, Kempen) belegte mit Florian Strauß (30, Berlin/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R Gesamtrang neun und feierte damit seinen dritten Klassensieg vor Tabellenführer Andreas Weishaupt (42, Ulm/C.Abt Racing), der im Audi R8 mit Christer Jöns (28, Ingelheim) als Zweiter in der Gentlemen-Klasse und Zehnter in der Gesamtwertung ins Ziel kam.
 
Offen ist der Kampf um die Teamwertung: Vor dem Finalrennen liegen das BMW Sports Trophy Team Schubert und das Team Zakspeed punktgleich auf Rang eins. Nur das BMW-Team und die Mercedes-Benz-Mannschaft haben am Finalrennen am Sonntag noch Chancen auf den Sieg in der Teamwertung.
 
Titelthriller am Sonntag
 
Tabellenführer Ludwig hat am Sonntag nicht nur 19 Punkte Vorsprung in der Meisterschaft, sondern auch einen guten Startplatz. Der Sohn von Tourenwagenlegende Klaus Ludwig startet als Zweiter aus der ersten Reihe, dahinter gehen die beiden Audi von Sandström und Thiim ins Rennen. Titelkontrahent Baumann startet als Sechster in die finalen 60 Rennminuten der Saison 2015.
 
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
1. Rahel Frey/Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Clemens Schmid/Fabian Hamprecht (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
3. Stefan Wackerbauer/Kelvin van der Linde (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
4. Bruno Spengler/Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),
5. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3).

Bentley und Ford auf der Pole beim ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim

  • Stolz holt zweite Pole Position für Bentley im ADAC GT Masters
  • Kechele beim Comeback des Ford GT auf dem ersten Startplatz
  • Gute Ausgangslage für Tabellenführer Ludwig/Asch

holen die Pole Luca Stolz (l.) für Sonnabend und Frank Kechele für Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport
Die letzten beiden Pole Positions der ADAC GT Masters-Saison 2015 gehen an Bentley und an Ford. Luca Stolz (20, Brachbach/Bentley Team HTP) sicherte sich im Bentley Continental den ersten Startplatz für das Rennen am Samstag. Die Pole Position für das Finalrennen der „Liga der Supersportwagen“ am Sonntag sicherte sich Frank Kechele (29, München/Lambda Performance) beim Comeback des Ford GT nach zwei Jahren Pause. Für die Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) lief im Qualifying alles nach Plan. Ihr Mercedes-Benz SLS AMG geht von den Startplätzen drei und zwei in die beiden Rennen und startet damit zwei Mal vor dem engsten Verfolger Dominik Baumann (22, A/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Der Österreicher wird in Hockenheim von DTM-Star Bruno Spengler (32, CA) unterstützt und startet von den Positionen fünf und sechs. „Nach dem Qualifyingergebnis können wir heute gut schlafen, die Ausgangsposition für beide Rennen ist gut“, sagte Asch nach dem Qualifying. „Der BMW von Baumann steht in beiden Rennen hinter uns. Das Wichtigste ist am Samstag gut durchzukommen und den Titel zu gewinnen. Sollte uns das nicht gelingen, haben wir als Notfallplan immer noch das Rennen am Sonntag.“
 
Qualifying 1 für das Rennen am Samstag
 
Stolz sicherte sich in einem hart umkämpften Qualifying mit Supersportwagen von sechs verschiedenen Marken auf den ersten sechs Positionen den besten Startplatz für das vorletzte Rennen des Jahres. Im Bentley Continental fuhr er zur zweiten Pole Position der Saison und hat am Samstag die Supersportwagen aller drei Titelkontrahenten im Rückspiegel. Stolz verdrängte kurz vor Ende der Session Christian Engelhart (28, Kösching/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 um 0,087 Sekunden vom ersten Startplatz. Aus der zweiten Reihe gehen Tabellenführer Asch und Rahel Frey (29, CH/YACO Racing) im Audi R8 ins Rennen. „Beim Saisonstart stand ich auf der Pole und nun auch beim Finale, das hat schon eine gewisse Ironie“, sagte Stolz. „Die Pole tut sehr gut, denn zuletzt haben wir im Qualifying einige Rückschläge hinnehmen müssen. Das Ziel ist von der Pole das Rennen zu gewinnen, aber dazu müssen wir noch 60 Rennminuten hinter uns bringen.“
 
Spengler fuhr mit seinem BMW Z4 in seinem ersten Qualifying im ADAC GT Masters auf Startplatz fünf, neben ihm geht Nico Verdonck (29, B/Lambda Performance) im Ford GT ins Rennen. DTM-Star Spengler war mit seinem ersten Tag im ADAC GT Masters zufrieden. „Es war ein schöner Tag, ich habe viel gelernt. Es war wichtig, mich an die im ADAC GT Masters verwendeten Reifen zu gewöhnen. Mit Startplatz fünf bin ich zufrieden. Es hätte mich gefreut, noch weiter vorn zu stehen, aber wir haben eine gute Ausgangsposition und müssen nun in beiden Rennen maximal punkten.“
Luca Stolz im Bentley Continantal
Foto: ADAC-Motorsport
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top - Five):

1. Luca Stolz (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
2. Christian Engelhart (GW IT Racing Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
3. Sebastian Asch (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
4. Rahel Frey (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Bruno Spengler (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3).
 
 
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag

Im Qualifying für das Rennen am Sonntag meldete sich Kechele eindrucksvoll im ADAC GT Masters zurück. Der Fahrer mit den meisten Pole Position in der Serie fuhr nach zwei Jahren Pause in der „Liga der Supersportwagen“ mit einem neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord zu seiner insgesamt neunten Pole Position. „Vor zwei Jahren haben wir uns hier in Hockenheim mit einem Doppelsieg verabschiedet und in der Zwischenzeit habe ich das Rennen fahren auch nicht verlernt. Die Voraussetzungen waren gut uns das Auto läuft sehr gut. Ich bin sehr glücklich, die Pole Position tut schon sehr gut.“

Neben Kechele geht Ludwig im Mercedes-Benz ins Rennen, in der zweiten Startreihe lauern die beiden Audi R8 von Edward Sandström (36, S/kfzteile24 MS RACING) und Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) auf ihre Chancen. Daniel Keilwitz (26, Villingen/Callaway Competition), im vergangenen Jahr Doppelsieger in Hockenheim, startet als Fünfter vor Baumann im BMW. Klaus Bachler, der als Tabellendritter beim Finale ebenfalls noch Titelchancen besitzt, geht am Sonntag von Startplatz sieben in die letzten 60 Rennminuten der Saison.

Frank Kechele im Ford GT
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top - Five):

1. Frank Kechele (Lambda Performance-Ford GT GT3),
2. Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
3. Edward Sandström (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS),
4. Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),

Freitag, 2. Oktober 2015

Comeback des Ford GT im ADAC GT Masters

Kechele/Verdonck 2013 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
Zum Saisonfinale in Hockenheim wird wieder ein Ford GT in der Startaufstellung stehen. Nach zwei Jahren Pause bringt Lambda Performance den spektakulären US-Supersportwagen wieder an den Start. Frank Kechele und Nico Verdonck werden den legändären Sportwagen pilotieren. Beide fuhren im Jahr 2013 in Spa-Francorchamps den Debütsieg des Ford ein.

Vor zwei Jahren verabschiedete sich der Ford GT mit einem Doppelsieg in Hockenheim aus dem ADAC GT Masters. Auf Initiative von Andreas Müller, dem Sohn des im vergangenen Jahr verstorbenen Lambda Performance-Teamgründers Harald Müller, kommt der Ford nun wieder zurück auf die Rennstrecke.
Kechele/Verdonck 2013 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
"Unser Ergebnis von Hockenheim 2013 ist natürlich schwer zu toppen", sagt Frank Kechele, der ebenfalls nach zwei Jahren Pause in das Cockpit zurückkehrt, über das Ford-Comeback "Bei Tests in den vergangenen Wochen war der Ford schnell, konstant und zuverlässig und auch ich habe mich schnell wieder eingefunden. Nun bin ich sehr gespannt, wie konkurrenzfähig wir am Wochenende sind."