Sonntag, 4. Oktober 2015

Packendes ADAC GT Masters-Finale: Frey/Geipel holen ihren ersten Sieg

  • Rahel Frey und Philip Geipel feiern ersten Sieg im Audi R8
  • Tabellenführer Ludwig/Asch scheiden nach Startunfall aus
  • Verfolger Baumann holt mit Spengler im BMW Punkte auf
  • Titelentscheidung bei den Gentlemen und in der Teamwertung erst am Sonntag

Rahel Frey und Philip Geipel holen ihren ersten Sieg in der ADAC GT-Masters
Foto: ADAC-Motorsport
Packender kann eine Meisterschaftsentscheidung nicht sein als im ADAC GT Masters: Beim spannenden Finale in Hockenheim fallen die Titelentscheidungen in allen drei Wertungen erst im letzten Saisonlauf am Sonntag. Während Rahel Frey (29, CH) und Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing) über den ersten Sieg im ADAC GT Masters mit ihrem Audi R8 jubelten, war der Frust bei den Tabellenführern Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG nach einem Aus bereits in der Startrunde groß. Verfolger Dominik Baumann (22, A) fuhr mit Unterstützung von DTM-Star Bruno Spengler (32, CA/beide BMW Sports Trophy Team Schubert) auf Rang vier und machte vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag zwölf Punkte auf die Tabellenführer gut. Bei Frey, Geipel und YACO war der Jubel über den ersten Sieg bei Spätsommerwetter in Hockenheim groß. „Heute ist ein wahrer Feiertag, passend zum 25. Tag der deutschen Einheit gewinnt ein Team aus Sachsen erstmals im ADAC GT Masters“, jubelte Geipel.
 
Stolz scheidet nach kurzer Führung schnell aus
 
Das vorletzte Saisonrennen begann mit einer Schrecksekunde. Nach einem Unfall von Neueinsteiger Nicklas Mackschin (20, Barsinghausen/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4 wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. Mackschin blieb unverletzt und konnte sich eigener Kraft aus dem Fahrzeug befreien. Eine Schrecksekunde gab es auch für Tabellenführer Asch und Titelkontrahent Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport). In der zweiten Kurve kollidierte Asch mit dem Porsche 911 von Bachlers Teamkollege Christian Engelhart (28, Kösching). Weder der Mercedes-Benz noch der Porsche konnte das Rennen fortsetzen. Während Asch/Ludwig im Finalrennen am Sonntag einen zweiten Matchball haben, den Titel zu gewinnen, endeten die Titelträume von Bachler, der am Sonntag keine rechnerische Chance mehr hat, Meister zu werden.
 
 Nach kurzer Unterbrechung wurde das Rennen über eine neue Distanz von 50 Minuten fortgesetzt. Polesetter Luca Stolz (20, Brachbach/Bentley Team HTP) setzte sich beim Restart im Bentley Continental vor Rahel Frey im Audi und Nico Verdonck (29, BEL/Lambda Performance) im Ford. Die Führung des Bentley währte nur vier Runden. Dann rollte Stolz ohne Vortrieb auf der Strecke aus und Frey übernahm die Spitze. Der Schweizerin blieb trotz hohem Druck von Verdock cool, der Boxenstopp verschaffte dem Audi-Team an der Spitze Luft. Während die Verfolger im Ford fünf Sekunden verloren, funktionierte der Fahrerwechsel von Frey auf Geipel reibungslos. Fabian Hamprecht (20, Hagen) übernahm durch den längeren Stopp des Ford im Bentley die Rolle Verfolgers, kam aber nicht in Schlagdistanz zu Geipel und beendete das Rennen mit Clemens Schmid (25, A/beide Bentley Team HTP) auf Rang zwei.
 
„Der Sieg ist der Wahnsinn“, jubelte Frey über ihren Triumph im ADAC GT Masters. „Pech und Glück liegen nah zusammen. Nach dem ersten Start wurden wir schon umgedreht, doch beim Restart konnten wir unseren Startplatz wieder einnehmen und anschließend waren wir konstant schnell unterwegs. Es war ein toller Lohn für die harte Arbeit des gesamten Teams.
 
„Ein tolles Gefühl“, freute sich auch Geipel. „Rahel hat eine unglaublich gute Leistung gezeigt. Nach dem Startunfall war unser Audi nicht mehr ganz optimal eingestellt und in so einer Situation cool zu bleiben, und das Rennen zu gewinnen, war eine tolle Leistung.“
In einem Duell im Rang vier setzten sich Stefan Wackerbauer (19, Landshut)/Kelvin van der Linde (19, ZA/beide C.Abt Racing) im Audi R8 gegen dem BMW von Baumann/Spengler durch. Durch Platz vier reduzierte Baumann seinen Rückstand vor dem Finalrennen auf 19 Zähler.
 
Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) kämpften sich nach einem turbulenten Rennen in ihrer Corvette auf Rang fünf nach vorn, Verdonck und Teamkollege Frank Kechele (29, München) beendeten das Rennen im Ford GT auf Rang sieben hinter dem Audi R8 von Edward Sandström (36, S)/Daniel Dobitsch (31, A/kfzteile24 MS Racing). In einem weiteren Audi R8 wurden Jordan Lee Pepper (19, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) Siebte.
 
Auch in der Gentlemenwertung wurde die Titelentscheidung auf Sonntag vertagt. Marc Gassner (24, Kempen) belegte mit Florian Strauß (30, Berlin/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R Gesamtrang neun und feierte damit seinen dritten Klassensieg vor Tabellenführer Andreas Weishaupt (42, Ulm/C.Abt Racing), der im Audi R8 mit Christer Jöns (28, Ingelheim) als Zweiter in der Gentlemen-Klasse und Zehnter in der Gesamtwertung ins Ziel kam.
 
Offen ist der Kampf um die Teamwertung: Vor dem Finalrennen liegen das BMW Sports Trophy Team Schubert und das Team Zakspeed punktgleich auf Rang eins. Nur das BMW-Team und die Mercedes-Benz-Mannschaft haben am Finalrennen am Sonntag noch Chancen auf den Sieg in der Teamwertung.
 
Titelthriller am Sonntag
 
Tabellenführer Ludwig hat am Sonntag nicht nur 19 Punkte Vorsprung in der Meisterschaft, sondern auch einen guten Startplatz. Der Sohn von Tourenwagenlegende Klaus Ludwig startet als Zweiter aus der ersten Reihe, dahinter gehen die beiden Audi von Sandström und Thiim ins Rennen. Titelkontrahent Baumann startet als Sechster in die finalen 60 Rennminuten der Saison 2015.
 
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
1. Rahel Frey/Philip Geipel (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
2. Clemens Schmid/Fabian Hamprecht (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
3. Stefan Wackerbauer/Kelvin van der Linde (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
4. Bruno Spengler/Dominik Baumann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),
5. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3).

Bentley und Ford auf der Pole beim ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim

  • Stolz holt zweite Pole Position für Bentley im ADAC GT Masters
  • Kechele beim Comeback des Ford GT auf dem ersten Startplatz
  • Gute Ausgangslage für Tabellenführer Ludwig/Asch

holen die Pole Luca Stolz (l.) für Sonnabend und Frank Kechele für Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport
Die letzten beiden Pole Positions der ADAC GT Masters-Saison 2015 gehen an Bentley und an Ford. Luca Stolz (20, Brachbach/Bentley Team HTP) sicherte sich im Bentley Continental den ersten Startplatz für das Rennen am Samstag. Die Pole Position für das Finalrennen der „Liga der Supersportwagen“ am Sonntag sicherte sich Frank Kechele (29, München/Lambda Performance) beim Comeback des Ford GT nach zwei Jahren Pause. Für die Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) lief im Qualifying alles nach Plan. Ihr Mercedes-Benz SLS AMG geht von den Startplätzen drei und zwei in die beiden Rennen und startet damit zwei Mal vor dem engsten Verfolger Dominik Baumann (22, A/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Der Österreicher wird in Hockenheim von DTM-Star Bruno Spengler (32, CA) unterstützt und startet von den Positionen fünf und sechs. „Nach dem Qualifyingergebnis können wir heute gut schlafen, die Ausgangsposition für beide Rennen ist gut“, sagte Asch nach dem Qualifying. „Der BMW von Baumann steht in beiden Rennen hinter uns. Das Wichtigste ist am Samstag gut durchzukommen und den Titel zu gewinnen. Sollte uns das nicht gelingen, haben wir als Notfallplan immer noch das Rennen am Sonntag.“
 
Qualifying 1 für das Rennen am Samstag
 
Stolz sicherte sich in einem hart umkämpften Qualifying mit Supersportwagen von sechs verschiedenen Marken auf den ersten sechs Positionen den besten Startplatz für das vorletzte Rennen des Jahres. Im Bentley Continental fuhr er zur zweiten Pole Position der Saison und hat am Samstag die Supersportwagen aller drei Titelkontrahenten im Rückspiegel. Stolz verdrängte kurz vor Ende der Session Christian Engelhart (28, Kösching/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 um 0,087 Sekunden vom ersten Startplatz. Aus der zweiten Reihe gehen Tabellenführer Asch und Rahel Frey (29, CH/YACO Racing) im Audi R8 ins Rennen. „Beim Saisonstart stand ich auf der Pole und nun auch beim Finale, das hat schon eine gewisse Ironie“, sagte Stolz. „Die Pole tut sehr gut, denn zuletzt haben wir im Qualifying einige Rückschläge hinnehmen müssen. Das Ziel ist von der Pole das Rennen zu gewinnen, aber dazu müssen wir noch 60 Rennminuten hinter uns bringen.“
 
Spengler fuhr mit seinem BMW Z4 in seinem ersten Qualifying im ADAC GT Masters auf Startplatz fünf, neben ihm geht Nico Verdonck (29, B/Lambda Performance) im Ford GT ins Rennen. DTM-Star Spengler war mit seinem ersten Tag im ADAC GT Masters zufrieden. „Es war ein schöner Tag, ich habe viel gelernt. Es war wichtig, mich an die im ADAC GT Masters verwendeten Reifen zu gewöhnen. Mit Startplatz fünf bin ich zufrieden. Es hätte mich gefreut, noch weiter vorn zu stehen, aber wir haben eine gute Ausgangsposition und müssen nun in beiden Rennen maximal punkten.“
Luca Stolz im Bentley Continantal
Foto: ADAC-Motorsport
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top - Five):

1. Luca Stolz (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
2. Christian Engelhart (GW IT Racing Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
3. Sebastian Asch (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
4. Rahel Frey (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Bruno Spengler (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3).
 
 
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag

Im Qualifying für das Rennen am Sonntag meldete sich Kechele eindrucksvoll im ADAC GT Masters zurück. Der Fahrer mit den meisten Pole Position in der Serie fuhr nach zwei Jahren Pause in der „Liga der Supersportwagen“ mit einem neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord zu seiner insgesamt neunten Pole Position. „Vor zwei Jahren haben wir uns hier in Hockenheim mit einem Doppelsieg verabschiedet und in der Zwischenzeit habe ich das Rennen fahren auch nicht verlernt. Die Voraussetzungen waren gut uns das Auto läuft sehr gut. Ich bin sehr glücklich, die Pole Position tut schon sehr gut.“

Neben Kechele geht Ludwig im Mercedes-Benz ins Rennen, in der zweiten Startreihe lauern die beiden Audi R8 von Edward Sandström (36, S/kfzteile24 MS RACING) und Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) auf ihre Chancen. Daniel Keilwitz (26, Villingen/Callaway Competition), im vergangenen Jahr Doppelsieger in Hockenheim, startet als Fünfter vor Baumann im BMW. Klaus Bachler, der als Tabellendritter beim Finale ebenfalls noch Titelchancen besitzt, geht am Sonntag von Startplatz sieben in die letzten 60 Rennminuten der Saison.

Frank Kechele im Ford GT
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top - Five):

1. Frank Kechele (Lambda Performance-Ford GT GT3),
2. Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
3. Edward Sandström (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS),
4. Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),

Freitag, 2. Oktober 2015

Comeback des Ford GT im ADAC GT Masters

Kechele/Verdonck 2013 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
Zum Saisonfinale in Hockenheim wird wieder ein Ford GT in der Startaufstellung stehen. Nach zwei Jahren Pause bringt Lambda Performance den spektakulären US-Supersportwagen wieder an den Start. Frank Kechele und Nico Verdonck werden den legändären Sportwagen pilotieren. Beide fuhren im Jahr 2013 in Spa-Francorchamps den Debütsieg des Ford ein.

Vor zwei Jahren verabschiedete sich der Ford GT mit einem Doppelsieg in Hockenheim aus dem ADAC GT Masters. Auf Initiative von Andreas Müller, dem Sohn des im vergangenen Jahr verstorbenen Lambda Performance-Teamgründers Harald Müller, kommt der Ford nun wieder zurück auf die Rennstrecke.
Kechele/Verdonck 2013 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
"Unser Ergebnis von Hockenheim 2013 ist natürlich schwer zu toppen", sagt Frank Kechele, der ebenfalls nach zwei Jahren Pause in das Cockpit zurückkehrt, über das Ford-Comeback "Bei Tests in den vergangenen Wochen war der Ford schnell, konstant und zuverlässig und auch ich habe mich schnell wieder eingefunden. Nun bin ich sehr gespannt, wie konkurrenzfähig wir am Wochenende sind."

ADAC GT Masters: News vor dem Finale in Hockenheim

  • Limitierte Zusatztickets für den Zugang zur Startaufstellung
  • Neue Teamkollegen für Assenheimer und Bachler
  • Action für Fans: Autogrammstunde, Pit-Walk, Fan-Boxen, Videowall
  • Neue ADAC TCR Germany stellt sich vor
Foto: Jens Hawrda
Neue Fahrer, viel Action für Fans und die Titelentscheidung in allen drei Wertungen: Das ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim bietet am kommenden Wochenende viele Highlights. Hier die aktuelle News vor den beiden titelentscheidenden Finalrennen:

Matchball für Ludwig/Asch:
Hochspannung herrscht beim ADAC GT Masters in Hockenheim schon am Samstag. Die Tabellenführer Luca Ludwig und Sebastian Asch haben am Samstag bereits den ersten Matchball. Verlieren die Mercedes-Benz-Piloten im ersten Lauf nicht mehr als fünf Punkte auf Verfolger Dominik Baumann, ist ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen.

Neue Teamchampions:
Eines steht bereits vor dem Finale fest: In der Teamwertung gibt es einen neuen Champion. Welche Mannschaft das beste Team im ADAC GT Masters 2015 ist, entscheidet sich in einem Dreikampf zwischen dem Team Zakspeed, dem BMW Sports Trophy Team Schubert und GW IT Racing Team Schütz Motorsport. Bisher sind alle drei Teams noch ohne Titelgewinn im ADAC GT Masters.

Finale live bei SPORT1:
Die beiden Finalrennen des ADAC GT Masters sind Samstag und Sonntag live und in voller Länge ab 13:00 Uhr bei SPORT1 zu sehen. Online werden die Finalläufe im kostenlosen Livestream auf www.adac.de/motorsport gezeigt . SPORT1 überträgt auch alle drei Finalrennen der ADAC Formel 4 aus Hockenheim am Samstag und Sonntag live

Neuer Teamkollege für Assenheimer:
Patrick Assenheimer startet bei seinem Heimspiel in der Corvette von Callaway Competition mit einem neuen Teamkollegen. Da Diego Alessi am Finalwochenende verhindert ist, springt Andreas Simonsen für den Italiener ein. Simonsen fuhr bei einigen Rennen in diesem Jahr bereits im Mercedes-Benz SLS AMG von HP Racing, seinen Platz dort übernimmt beim Finale DTM-Rekordchampion Bernd Schneider.

Comeback für Engelhart:
Pünktlich zum Finale ist Christian Engelhart zurück im ADAC GT Masters und unterstützt Klaus Bachler im Porsche 911 im Titelkampf. Mit dem Österreicher fuhr Engelhart beim Saisonstart zum Sieg, anschließend startete Bachler mit Philipp Eng und Martin Ragginger. Aufgrund einer Terminüberschneidung von Ragginger kehrt nun Engelhart zurück.

Drei neue BMW-Piloten:
Neben DTM-Star Bruno Spengler debütieren noch zwei weitere Fahrer in Hockenheim in einem BMW Z4. Bei Senkyr Motorsport teilt sich Michael Joos einen BMW mit Lennart Marioneck. Im Z4 des BMW Sports Trophy Team Schubert startet Niklas Mackschin an der Seite von Claudia Hürtgen.

ADAC TCR Germany stellt sich vor:
Im kommenden Jahr geht die ADAC TCR Germany an den Start. Einen Ausblick auf die neue Tourenwagenserie gibt es bereits am Wochenende in Hockenheim. Neben der Greschbachhalle in Fahrerlager sind ein Honda Civic, Subaru Impreza, Seat Leon und Volkswagen Golf aus der neuen Serie ausgestellt.

Grid-Walk-Tickets:
Frühes Aufstehen lohnt sich – am Samstag und Sonntag werden an der Tageskasse in Hockenheim jeweils 100 Zusatztickets für den Zugang der Startaufstellung verkauft. Die streng limitierten Tickets zum Preis von 20 Euro sind ausschliesslich an den Tageskassen erhältlich.

Pit-Walk:
Pflichttermin für Fans ist der Pit-Walk. Am Samstag und Sonntag ist die Boxengasse jeweils von 11:10 bis 11:40 Uhr für Fans geöffnet. Für Fans neben der Autogrammstunde „Meet the Drivers“ (Samstag, ab 15:30 Uhr vor der Greschbachhalle im Fahrer) eine gute Gelegenheit mit den Stars und den Supersportwagen aus dem ADAC GT Masters auf Tuchfühlung zu gehen.

Volle Action:
Fans auf der Südtribüne verpassen am Wochenende keine Sekunde Rennaction. Gegenüber der Südtribüne werden die Rennen auf einer großen Videowall übertragen.

Ganz nah dran:
Einen tiefen Einblick in die „Liga der Supersportwagen“ bekommen Fans in Hockenheim in den „Fanboxen“. In zwei eigens dafür reservierten Boxen haben Besucher einen ungehinderten Blick in die Boxengasse und können den Teams in den angrenzenden Boxen bei der Arbeit zusehen. Die beiden „Fanboxen“ in Hockenheim sind zwischen den Boxen von RWT Racing und kfzteile24 MS RACING sowie zwischen Senkyr Motorsport und GW IT Racing Team Schütz Motorsport. Der Zugang zu den Fanboxen ist kostenlos.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Showdown in Hockenheim: Dreikampf um ADAC GT Masters-Titel

  • Mercedes-Benz-, BMW- und Porsche-Fahrer kämpfen um den Titel
  • Titelentscheidungen in allen drei Wertungen fallen am Finalwochenende
  • ADAC GT Masters-Premiere für Ex-DTM-Champion Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Zwei Heißsporne aus Österreich kämpfen mit Söhnen von zwei deutschen Rennfahrerlegenden um den Titel im ADAC GT Masters: So lautet die Ausgangslage vor dem spannenden Finale der „Liga der Supersportwagen“ am Wochenende (2. bis 4. Oktober) in Hockenheim. Vor dem Finale liegen Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/Team Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG mit 31 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze vor Verfolger Dominik Baumann (22, A/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Der Österreicher bekommt von BMW im Titelkampf prominente Verstärkung. Da Stamm-Teammkollege Jens Klingmann (26, Leimen) das Finale aufgrund einer Terminüberschneidung auslassen muß, unterstützt Ex-DTM-Champion Bruno Spengler (32, CA) Baumann in Hockenheim. Mit Außenseiterchance kommt Klaus Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 zum Finale. Der Tabellendritte hat 37 Punkte Rückstand und will mit Unterstützung von Martin Ragginger (27, A) die Fahrerwertung noch zu seinen Gunsten drehen. In den beiden Finalrennen werden für die Siege insgesamt noch 50 Punkte vergeben. Spannung herrscht vor dem Finale auch noch in der Team- und Gentlemen-Wertung, die ebenfalls erst in Hockenheim entschieden werden. SPORT1 überträgt die beiden Finalrennen aus Hockenheim am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge.

Asch will ADAC GT Masters-Geschichte schreiben


Asch könnte in Hockenheim ADAC GT Masters-Geschichte schreiben. Der Champion von 2012 hat die Chance, als erster Fahrer zwei Mal die Fahrerwertung des ADAC GT Masters zu gewinnen. „Unser Vorsprung ist mit 31 Punkten solide, aber zuletzt in Zandvoort haben wir gesehen, wie schnell man einen Vorsprung auch wieder verlieren kann“, sagt der Sohn von Tourenwagenlegende Roland Asch. „In Hockenheim kann noch alles passieren, es kann sich noch schnell drehen. 2012 habe ich den Titel in einem dramatischen Finale gewonnen, damals waren wir vor dem letzten Rennwochenende Dritte.“

Ludwig teilt die Meinung seines Teamkollegen und ist aber ebenso fest entschlossen, den Titel in Hockenheim einzufahren. „Wir haben die Saison geprägt und mit uns wird man auch beim Finale rechnen müssen. Von der Papierform sieht es gut aus und im vergangenen Jahr hatte ich in Hockenheim mit einer Pole und langer Führung einen guten Auftritt. Ich will diesen Titel unbedingt.“

Baumann kennt die Situation des Verfolgers vor dem Finale nur zu gut. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte er vor dem Finale Titelchancen und nimmt die Situation daher gelassen. Baumann: „Ich versuche vor dem Finale entspannt zu bleiben. Realistisch gesehen ist es nicht einfach diesen großen Vorsprung aufzuholen, denn der Mercedes-Benz wird in Hockenheim schnell sein.“ An der Seite von Baumann gibt DTM-Star Spengler sein Debüt im ADAC GT Masters. Erstmals startet mit dem Kanadier ein aktiver DTM-Pilot in der „Liga der Supersportwagen“.

Als Dritter mit 37 Punkten will Bachler die Fahrerwertung in Hockenheim noch drehen. Das dieses Vorhaben nicht unmöglich ist, bewies sein Team GW IT Racing Schütz Motorsport zuletzt im vergangenen Jahr, als die Mannschaft aus dem nahen Bobenheim-Roxheim mit 37 Punkten Rückstand in das Finalwochenende startete und auf Titelkurs lag, ehe ein missglückter Boxenstopp die Titelträume beendete.

Nicht nur der Dreikampf zwischen den Mercedes-Benz, BMW und Porsche sorgt für Spannung in Hockenheim. Bentley brennt nach guter Leistung in der zweiten Saisonhälfte ebenso auf einen weiteren Sieg wie die starken Audi-Teams kfzteile24 MS RACING, C.Abt Racing und YACO Racing, die drei von zuletzt sechs Läufen gewannen. Angreifen wollen auch die Hockenheim-Doppelsieger aus 2014, Lokalmatador Andreas Wirth (30, Heidelberg) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition). Die Corvette-Piloten sind noch ohne Saisonsieg und wollen beim Heimspiel von Callaway ihre Corvette würdig verabschieden. Die Corvette wird in der Saison 2016 von dem neuen Modell C7 abgelöst, das beim ADAC GT Masters in Hockenheim seine Weltpremiere feiert.

Enger Dreikampf in der Team- und Gentlemen-Wertung

Spannend ist beim Finale in Hockenheim nicht nur der Kampf um die Fahrerwertung: Eng ist auch noch in der Teammeisterschaft. Vor dem Finale liegt das Team Zakspeed an der Spitze, nur zwölf Punkte dahinter liegt das BMW Sports Trophy Team Schubert. Das GW IT Racing Team Schütz Motorsport hat mit 38 Punkten Rückstand noch theoretische Chancen auf den Teamtitel.

Um die Krone in der Gentlemen-Wertung kämpfen vier Titelkandidaten auf Supersportwagen drei verschiedener Hersteller. Der Kampf ist noch enger als ganz an der Spitze. Mit seinem Doppelsieg in Zandvoort hat Andreas Weishaupt (42. Ulm/C.Abt Racing) im Audi R8 mit den Tabellenführer Dominic Jöst (37, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R an der Spitze gleichgezogen. Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team), der in seiner Corvette nur knapp neun Punkte Rückstand hat, hofft ebenfalls noch auf den Titel.

Reifenmanagement spielt große Rolle im Titelkampf

Zum Finale in Hockenheim kann auch Exklusivreifenpartner Pirelli auf eine gelungene Debütsaison im ADAC GT Masters zurückblicken. „Hockenheim kennen wir natürlich nicht zuletzt aus der Formel 1 gut“, sagt Anna Playford, Pirelli Trackside Engineer. „Der technisch anspruchsvolle Kurs bietet schnelle sowie enge, winklige Kurven, zudem schnelle Geraden und einige harte Bremspunkte, bei denen die Reifen extrem beansprucht werden. Der Asphalt ist relativ glatt und bei voraussichtlich milden Wetterbedingungen gehen wir von einem geringen Verschleiß aus.“

Ausblick auf 2016: Neue Supersportwagen und ADAC TCR Germany

Fans bekommen in Hockenheim schon einmal einen Ausblick auf die Saison 2016, wenn zahlreiche neue Supersportwagen ihre Premiere feiern. Im Fahrerlager von Hockenheim sind der neue Audi R8 LMS, BMW M6 GT3, Mercedes-AMG GT3 und Porsche 911 GT3 R sowie nach der Weltpremiere am Samstag auch die Corvette C7 GT3-R ausgestellt. Dazu gibt es einen Ausblick auf die neue ADAC TCR Germany, die ab 2016 im Rahmen des ADAC GT Masters an den Start geht.

ADAC Formel 4-Titel wird auch in Hockenheim entschieden

Hockenheim bringt nicht nur die Titelentscheidung im ADAC GT Master, auch die ADAC Formel 4 sucht in Hockenheim ihren ersten Champion. Dazu sorgen noch die GT- und Tourenwagen der Spezial Tourenwagen Trophy (STT), die Markenpokal-Renner des Renault Clio Cup Central Europe und die Nachwuchsasse der Formel Renault 2.0 NEC für viel Rennaction am Samstag und am Sonntag.