Sonntag, 4. Oktober 2015

Bentley und Ford auf der Pole beim ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim

  • Stolz holt zweite Pole Position für Bentley im ADAC GT Masters
  • Kechele beim Comeback des Ford GT auf dem ersten Startplatz
  • Gute Ausgangslage für Tabellenführer Ludwig/Asch

holen die Pole Luca Stolz (l.) für Sonnabend und Frank Kechele für Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport
Die letzten beiden Pole Positions der ADAC GT Masters-Saison 2015 gehen an Bentley und an Ford. Luca Stolz (20, Brachbach/Bentley Team HTP) sicherte sich im Bentley Continental den ersten Startplatz für das Rennen am Samstag. Die Pole Position für das Finalrennen der „Liga der Supersportwagen“ am Sonntag sicherte sich Frank Kechele (29, München/Lambda Performance) beim Comeback des Ford GT nach zwei Jahren Pause. Für die Tabellenführer Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/beide Team Zakspeed) lief im Qualifying alles nach Plan. Ihr Mercedes-Benz SLS AMG geht von den Startplätzen drei und zwei in die beiden Rennen und startet damit zwei Mal vor dem engsten Verfolger Dominik Baumann (22, A/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Der Österreicher wird in Hockenheim von DTM-Star Bruno Spengler (32, CA) unterstützt und startet von den Positionen fünf und sechs. „Nach dem Qualifyingergebnis können wir heute gut schlafen, die Ausgangsposition für beide Rennen ist gut“, sagte Asch nach dem Qualifying. „Der BMW von Baumann steht in beiden Rennen hinter uns. Das Wichtigste ist am Samstag gut durchzukommen und den Titel zu gewinnen. Sollte uns das nicht gelingen, haben wir als Notfallplan immer noch das Rennen am Sonntag.“
 
Qualifying 1 für das Rennen am Samstag
 
Stolz sicherte sich in einem hart umkämpften Qualifying mit Supersportwagen von sechs verschiedenen Marken auf den ersten sechs Positionen den besten Startplatz für das vorletzte Rennen des Jahres. Im Bentley Continental fuhr er zur zweiten Pole Position der Saison und hat am Samstag die Supersportwagen aller drei Titelkontrahenten im Rückspiegel. Stolz verdrängte kurz vor Ende der Session Christian Engelhart (28, Kösching/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 um 0,087 Sekunden vom ersten Startplatz. Aus der zweiten Reihe gehen Tabellenführer Asch und Rahel Frey (29, CH/YACO Racing) im Audi R8 ins Rennen. „Beim Saisonstart stand ich auf der Pole und nun auch beim Finale, das hat schon eine gewisse Ironie“, sagte Stolz. „Die Pole tut sehr gut, denn zuletzt haben wir im Qualifying einige Rückschläge hinnehmen müssen. Das Ziel ist von der Pole das Rennen zu gewinnen, aber dazu müssen wir noch 60 Rennminuten hinter uns bringen.“
 
Spengler fuhr mit seinem BMW Z4 in seinem ersten Qualifying im ADAC GT Masters auf Startplatz fünf, neben ihm geht Nico Verdonck (29, B/Lambda Performance) im Ford GT ins Rennen. DTM-Star Spengler war mit seinem ersten Tag im ADAC GT Masters zufrieden. „Es war ein schöner Tag, ich habe viel gelernt. Es war wichtig, mich an die im ADAC GT Masters verwendeten Reifen zu gewöhnen. Mit Startplatz fünf bin ich zufrieden. Es hätte mich gefreut, noch weiter vorn zu stehen, aber wir haben eine gute Ausgangsposition und müssen nun in beiden Rennen maximal punkten.“
Luca Stolz im Bentley Continantal
Foto: ADAC-Motorsport
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top - Five):

1. Luca Stolz (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3),
2. Christian Engelhart (GW IT Racing Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
3. Sebastian Asch (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
4. Rahel Frey (YACO Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Bruno Spengler (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3).
 
 
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag

Im Qualifying für das Rennen am Sonntag meldete sich Kechele eindrucksvoll im ADAC GT Masters zurück. Der Fahrer mit den meisten Pole Position in der Serie fuhr nach zwei Jahren Pause in der „Liga der Supersportwagen“ mit einem neuen ADAC GT Masters-Qualifyingrekord zu seiner insgesamt neunten Pole Position. „Vor zwei Jahren haben wir uns hier in Hockenheim mit einem Doppelsieg verabschiedet und in der Zwischenzeit habe ich das Rennen fahren auch nicht verlernt. Die Voraussetzungen waren gut uns das Auto läuft sehr gut. Ich bin sehr glücklich, die Pole Position tut schon sehr gut.“

Neben Kechele geht Ludwig im Mercedes-Benz ins Rennen, in der zweiten Startreihe lauern die beiden Audi R8 von Edward Sandström (36, S/kfzteile24 MS RACING) und Nicki Thiim (26, DK/C.Abt Racing) auf ihre Chancen. Daniel Keilwitz (26, Villingen/Callaway Competition), im vergangenen Jahr Doppelsieger in Hockenheim, startet als Fünfter vor Baumann im BMW. Klaus Bachler, der als Tabellendritter beim Finale ebenfalls noch Titelchancen besitzt, geht am Sonntag von Startplatz sieben in die letzten 60 Rennminuten der Saison.

Frank Kechele im Ford GT
Foto: ADAC-Motorsport
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top - Five):

1. Frank Kechele (Lambda Performance-Ford GT GT3),
2. Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
3. Edward Sandström (kfzteile24 MS RACING-Audi R8 LMS),
4. Nicki Thiim (C.Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
5. Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),

Freitag, 2. Oktober 2015

Comeback des Ford GT im ADAC GT Masters

Kechele/Verdonck 2013 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
Zum Saisonfinale in Hockenheim wird wieder ein Ford GT in der Startaufstellung stehen. Nach zwei Jahren Pause bringt Lambda Performance den spektakulären US-Supersportwagen wieder an den Start. Frank Kechele und Nico Verdonck werden den legändären Sportwagen pilotieren. Beide fuhren im Jahr 2013 in Spa-Francorchamps den Debütsieg des Ford ein.

Vor zwei Jahren verabschiedete sich der Ford GT mit einem Doppelsieg in Hockenheim aus dem ADAC GT Masters. Auf Initiative von Andreas Müller, dem Sohn des im vergangenen Jahr verstorbenen Lambda Performance-Teamgründers Harald Müller, kommt der Ford nun wieder zurück auf die Rennstrecke.
Kechele/Verdonck 2013 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda
"Unser Ergebnis von Hockenheim 2013 ist natürlich schwer zu toppen", sagt Frank Kechele, der ebenfalls nach zwei Jahren Pause in das Cockpit zurückkehrt, über das Ford-Comeback "Bei Tests in den vergangenen Wochen war der Ford schnell, konstant und zuverlässig und auch ich habe mich schnell wieder eingefunden. Nun bin ich sehr gespannt, wie konkurrenzfähig wir am Wochenende sind."

ADAC GT Masters: News vor dem Finale in Hockenheim

  • Limitierte Zusatztickets für den Zugang zur Startaufstellung
  • Neue Teamkollegen für Assenheimer und Bachler
  • Action für Fans: Autogrammstunde, Pit-Walk, Fan-Boxen, Videowall
  • Neue ADAC TCR Germany stellt sich vor
Foto: Jens Hawrda
Neue Fahrer, viel Action für Fans und die Titelentscheidung in allen drei Wertungen: Das ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim bietet am kommenden Wochenende viele Highlights. Hier die aktuelle News vor den beiden titelentscheidenden Finalrennen:

Matchball für Ludwig/Asch:
Hochspannung herrscht beim ADAC GT Masters in Hockenheim schon am Samstag. Die Tabellenführer Luca Ludwig und Sebastian Asch haben am Samstag bereits den ersten Matchball. Verlieren die Mercedes-Benz-Piloten im ersten Lauf nicht mehr als fünf Punkte auf Verfolger Dominik Baumann, ist ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen.

Neue Teamchampions:
Eines steht bereits vor dem Finale fest: In der Teamwertung gibt es einen neuen Champion. Welche Mannschaft das beste Team im ADAC GT Masters 2015 ist, entscheidet sich in einem Dreikampf zwischen dem Team Zakspeed, dem BMW Sports Trophy Team Schubert und GW IT Racing Team Schütz Motorsport. Bisher sind alle drei Teams noch ohne Titelgewinn im ADAC GT Masters.

Finale live bei SPORT1:
Die beiden Finalrennen des ADAC GT Masters sind Samstag und Sonntag live und in voller Länge ab 13:00 Uhr bei SPORT1 zu sehen. Online werden die Finalläufe im kostenlosen Livestream auf www.adac.de/motorsport gezeigt . SPORT1 überträgt auch alle drei Finalrennen der ADAC Formel 4 aus Hockenheim am Samstag und Sonntag live

Neuer Teamkollege für Assenheimer:
Patrick Assenheimer startet bei seinem Heimspiel in der Corvette von Callaway Competition mit einem neuen Teamkollegen. Da Diego Alessi am Finalwochenende verhindert ist, springt Andreas Simonsen für den Italiener ein. Simonsen fuhr bei einigen Rennen in diesem Jahr bereits im Mercedes-Benz SLS AMG von HP Racing, seinen Platz dort übernimmt beim Finale DTM-Rekordchampion Bernd Schneider.

Comeback für Engelhart:
Pünktlich zum Finale ist Christian Engelhart zurück im ADAC GT Masters und unterstützt Klaus Bachler im Porsche 911 im Titelkampf. Mit dem Österreicher fuhr Engelhart beim Saisonstart zum Sieg, anschließend startete Bachler mit Philipp Eng und Martin Ragginger. Aufgrund einer Terminüberschneidung von Ragginger kehrt nun Engelhart zurück.

Drei neue BMW-Piloten:
Neben DTM-Star Bruno Spengler debütieren noch zwei weitere Fahrer in Hockenheim in einem BMW Z4. Bei Senkyr Motorsport teilt sich Michael Joos einen BMW mit Lennart Marioneck. Im Z4 des BMW Sports Trophy Team Schubert startet Niklas Mackschin an der Seite von Claudia Hürtgen.

ADAC TCR Germany stellt sich vor:
Im kommenden Jahr geht die ADAC TCR Germany an den Start. Einen Ausblick auf die neue Tourenwagenserie gibt es bereits am Wochenende in Hockenheim. Neben der Greschbachhalle in Fahrerlager sind ein Honda Civic, Subaru Impreza, Seat Leon und Volkswagen Golf aus der neuen Serie ausgestellt.

Grid-Walk-Tickets:
Frühes Aufstehen lohnt sich – am Samstag und Sonntag werden an der Tageskasse in Hockenheim jeweils 100 Zusatztickets für den Zugang der Startaufstellung verkauft. Die streng limitierten Tickets zum Preis von 20 Euro sind ausschliesslich an den Tageskassen erhältlich.

Pit-Walk:
Pflichttermin für Fans ist der Pit-Walk. Am Samstag und Sonntag ist die Boxengasse jeweils von 11:10 bis 11:40 Uhr für Fans geöffnet. Für Fans neben der Autogrammstunde „Meet the Drivers“ (Samstag, ab 15:30 Uhr vor der Greschbachhalle im Fahrer) eine gute Gelegenheit mit den Stars und den Supersportwagen aus dem ADAC GT Masters auf Tuchfühlung zu gehen.

Volle Action:
Fans auf der Südtribüne verpassen am Wochenende keine Sekunde Rennaction. Gegenüber der Südtribüne werden die Rennen auf einer großen Videowall übertragen.

Ganz nah dran:
Einen tiefen Einblick in die „Liga der Supersportwagen“ bekommen Fans in Hockenheim in den „Fanboxen“. In zwei eigens dafür reservierten Boxen haben Besucher einen ungehinderten Blick in die Boxengasse und können den Teams in den angrenzenden Boxen bei der Arbeit zusehen. Die beiden „Fanboxen“ in Hockenheim sind zwischen den Boxen von RWT Racing und kfzteile24 MS RACING sowie zwischen Senkyr Motorsport und GW IT Racing Team Schütz Motorsport. Der Zugang zu den Fanboxen ist kostenlos.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Showdown in Hockenheim: Dreikampf um ADAC GT Masters-Titel

  • Mercedes-Benz-, BMW- und Porsche-Fahrer kämpfen um den Titel
  • Titelentscheidungen in allen drei Wertungen fallen am Finalwochenende
  • ADAC GT Masters-Premiere für Ex-DTM-Champion Bruno Spengler
Foto: Jens Hawrda
Zwei Heißsporne aus Österreich kämpfen mit Söhnen von zwei deutschen Rennfahrerlegenden um den Titel im ADAC GT Masters: So lautet die Ausgangslage vor dem spannenden Finale der „Liga der Supersportwagen“ am Wochenende (2. bis 4. Oktober) in Hockenheim. Vor dem Finale liegen Luca Ludwig (26, Bonn) und Sebastian Asch (29, Ammerbuch/Team Zakspeed) im Mercedes-Benz SLS AMG mit 31 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze vor Verfolger Dominik Baumann (22, A/BMW Sports Trophy Team Schubert) im BMW Z4. Der Österreicher bekommt von BMW im Titelkampf prominente Verstärkung. Da Stamm-Teammkollege Jens Klingmann (26, Leimen) das Finale aufgrund einer Terminüberschneidung auslassen muß, unterstützt Ex-DTM-Champion Bruno Spengler (32, CA) Baumann in Hockenheim. Mit Außenseiterchance kommt Klaus Bachler (24, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 zum Finale. Der Tabellendritte hat 37 Punkte Rückstand und will mit Unterstützung von Martin Ragginger (27, A) die Fahrerwertung noch zu seinen Gunsten drehen. In den beiden Finalrennen werden für die Siege insgesamt noch 50 Punkte vergeben. Spannung herrscht vor dem Finale auch noch in der Team- und Gentlemen-Wertung, die ebenfalls erst in Hockenheim entschieden werden. SPORT1 überträgt die beiden Finalrennen aus Hockenheim am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live und in voller Länge.

Asch will ADAC GT Masters-Geschichte schreiben


Asch könnte in Hockenheim ADAC GT Masters-Geschichte schreiben. Der Champion von 2012 hat die Chance, als erster Fahrer zwei Mal die Fahrerwertung des ADAC GT Masters zu gewinnen. „Unser Vorsprung ist mit 31 Punkten solide, aber zuletzt in Zandvoort haben wir gesehen, wie schnell man einen Vorsprung auch wieder verlieren kann“, sagt der Sohn von Tourenwagenlegende Roland Asch. „In Hockenheim kann noch alles passieren, es kann sich noch schnell drehen. 2012 habe ich den Titel in einem dramatischen Finale gewonnen, damals waren wir vor dem letzten Rennwochenende Dritte.“

Ludwig teilt die Meinung seines Teamkollegen und ist aber ebenso fest entschlossen, den Titel in Hockenheim einzufahren. „Wir haben die Saison geprägt und mit uns wird man auch beim Finale rechnen müssen. Von der Papierform sieht es gut aus und im vergangenen Jahr hatte ich in Hockenheim mit einer Pole und langer Führung einen guten Auftritt. Ich will diesen Titel unbedingt.“

Baumann kennt die Situation des Verfolgers vor dem Finale nur zu gut. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte er vor dem Finale Titelchancen und nimmt die Situation daher gelassen. Baumann: „Ich versuche vor dem Finale entspannt zu bleiben. Realistisch gesehen ist es nicht einfach diesen großen Vorsprung aufzuholen, denn der Mercedes-Benz wird in Hockenheim schnell sein.“ An der Seite von Baumann gibt DTM-Star Spengler sein Debüt im ADAC GT Masters. Erstmals startet mit dem Kanadier ein aktiver DTM-Pilot in der „Liga der Supersportwagen“.

Als Dritter mit 37 Punkten will Bachler die Fahrerwertung in Hockenheim noch drehen. Das dieses Vorhaben nicht unmöglich ist, bewies sein Team GW IT Racing Schütz Motorsport zuletzt im vergangenen Jahr, als die Mannschaft aus dem nahen Bobenheim-Roxheim mit 37 Punkten Rückstand in das Finalwochenende startete und auf Titelkurs lag, ehe ein missglückter Boxenstopp die Titelträume beendete.

Nicht nur der Dreikampf zwischen den Mercedes-Benz, BMW und Porsche sorgt für Spannung in Hockenheim. Bentley brennt nach guter Leistung in der zweiten Saisonhälfte ebenso auf einen weiteren Sieg wie die starken Audi-Teams kfzteile24 MS RACING, C.Abt Racing und YACO Racing, die drei von zuletzt sechs Läufen gewannen. Angreifen wollen auch die Hockenheim-Doppelsieger aus 2014, Lokalmatador Andreas Wirth (30, Heidelberg) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition). Die Corvette-Piloten sind noch ohne Saisonsieg und wollen beim Heimspiel von Callaway ihre Corvette würdig verabschieden. Die Corvette wird in der Saison 2016 von dem neuen Modell C7 abgelöst, das beim ADAC GT Masters in Hockenheim seine Weltpremiere feiert.

Enger Dreikampf in der Team- und Gentlemen-Wertung

Spannend ist beim Finale in Hockenheim nicht nur der Kampf um die Fahrerwertung: Eng ist auch noch in der Teammeisterschaft. Vor dem Finale liegt das Team Zakspeed an der Spitze, nur zwölf Punkte dahinter liegt das BMW Sports Trophy Team Schubert. Das GW IT Racing Team Schütz Motorsport hat mit 38 Punkten Rückstand noch theoretische Chancen auf den Teamtitel.

Um die Krone in der Gentlemen-Wertung kämpfen vier Titelkandidaten auf Supersportwagen drei verschiedener Hersteller. Der Kampf ist noch enger als ganz an der Spitze. Mit seinem Doppelsieg in Zandvoort hat Andreas Weishaupt (42. Ulm/C.Abt Racing) im Audi R8 mit den Tabellenführer Dominic Jöst (37, Absteinach)/Florian Scholze (42, München/beide MRS GT-Racing) im Nissan GT-R an der Spitze gleichgezogen. Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team), der in seiner Corvette nur knapp neun Punkte Rückstand hat, hofft ebenfalls noch auf den Titel.

Reifenmanagement spielt große Rolle im Titelkampf

Zum Finale in Hockenheim kann auch Exklusivreifenpartner Pirelli auf eine gelungene Debütsaison im ADAC GT Masters zurückblicken. „Hockenheim kennen wir natürlich nicht zuletzt aus der Formel 1 gut“, sagt Anna Playford, Pirelli Trackside Engineer. „Der technisch anspruchsvolle Kurs bietet schnelle sowie enge, winklige Kurven, zudem schnelle Geraden und einige harte Bremspunkte, bei denen die Reifen extrem beansprucht werden. Der Asphalt ist relativ glatt und bei voraussichtlich milden Wetterbedingungen gehen wir von einem geringen Verschleiß aus.“

Ausblick auf 2016: Neue Supersportwagen und ADAC TCR Germany

Fans bekommen in Hockenheim schon einmal einen Ausblick auf die Saison 2016, wenn zahlreiche neue Supersportwagen ihre Premiere feiern. Im Fahrerlager von Hockenheim sind der neue Audi R8 LMS, BMW M6 GT3, Mercedes-AMG GT3 und Porsche 911 GT3 R sowie nach der Weltpremiere am Samstag auch die Corvette C7 GT3-R ausgestellt. Dazu gibt es einen Ausblick auf die neue ADAC TCR Germany, die ab 2016 im Rahmen des ADAC GT Masters an den Start geht.

ADAC Formel 4-Titel wird auch in Hockenheim entschieden

Hockenheim bringt nicht nur die Titelentscheidung im ADAC GT Master, auch die ADAC Formel 4 sucht in Hockenheim ihren ersten Champion. Dazu sorgen noch die GT- und Tourenwagen der Spezial Tourenwagen Trophy (STT), die Markenpokal-Renner des Renault Clio Cup Central Europe und die Nachwuchsasse der Formel Renault 2.0 NEC für viel Rennaction am Samstag und am Sonntag.

Mittwoch, 30. September 2015

Nachgefragt bei … Miguel Molina

Mit Pole-Position, schnellster Rennrunde und seinem ersten DTM-Sieg erlebte Miguel Molina einen Traumtag am Nürburgring. Der Katalane im Interview.
Miguel Molina feiert seinen Sieg
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina, Sieger des DTM-Rennens am Nürburgring – wie klingt das?

Das klingt fantastisch. In der DTM zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes, denn es ist eine hochprofessionelle und stark besetzte Rennserie. Ich habe lange für diesen Moment gearbeitet, immer an mich geglaubt und nicht aufgegeben. Das alles macht diesen Tag so schön, dass ich ihn sicher nicht vergessen werde.

Sie haben mit den Tränen bei der Zieldurchfahrt Ihre Gefühle nicht versteckt. Was ist Ihnen in diesen Sekunden durch den Kopf gegangen?

Die Zieldurchfahrt war eine riesige Erleichterung. „Du hast es geschafft, du hast es endlich geschafft“ – das habe ich mir immer wieder gesagt. Ich habe dabei aber nicht nur an mich gedacht, sondern an die vielen Menschen um mich herum, die mich unterstützt haben: Audi, mein Team, meine Familie und natürlich auch die Fans. Der Pokal gehört jedem von ihnen ein bisschen.

In drei Wochen geht es nach Hockenheim. Dort können Sie jetzt eigentlich ganz befreit hinfahren, oder?

Genau andersherum: Wenn man einmal einen Sieg erreicht hat, dann möchte man immer mehr. Aber diesen Druck mag ich sehr, denn er gehört zu meinem Job als professioneller Rennfahrer einfach dazu. Ich freue mich auf Hockenheim: Die Strecke liegt mir und ich bin dort immer gut zurechtgekommen. Warum also nicht auch dieses Jahr?

Und davor: Eine große Party zu Hause?

Ich werde auf jeden Fall ein großes Abendessen mit meinen Leuten organisieren, wo wir den Sieg ein wenig feiern. Danach ein bisschen Relaxen und dann volle Konzentration auf das Finale. Wir haben noch einiges vor am Wochenende in Hockenheim.