Mittwoch, 29. Juli 2015

Comeback von Ralf Waldmann in Schleiz

Alter schützt vor Vollgas nicht

 
Die SuperNaked-Klasse bekommt unerwartet Zuwachs: Der 20-fache Grand Prix-Sieger und zweifache Vizeweltmeister Ralf Waldmann wird am nächsten Wochenende in Schleiz und zum Saisonabschluss in Hockenheim als Gaststarter auf einer Ducati Monster 821 ins Renngeschehen der SuperNaked-Klasse eingreifen.
Ralf Waldmann
Foto: Jens Hawrda
Die Ducati Monster 821 wurde von Ducati Frankfurt, einem der größten deutschen Ducati-Händler, aufgebaut und Waldmann zur Verfügung gestellt. An der Rennstrecke wird Waldi vom Team Triple-M-Racing by Barni betreut, das ebenfalls auf Ducati in der Superstock 1000-Klasse der Superbike-WM unterwegs ist.
 
Ralf Waldmann:
„Ich habe mich sehr darüber gefreut, als mich Matthias Moser, der Eigentümer von Ducati Frankfurt, anrief und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mal auf der Rennstrecke zu zeigen, welches Potential in einem Motorrad wie der Ducati Monster 821 steckt. Das wird sicherlich ein Riesenspaß und ich kann es gar nicht erwarten, endlich mal wieder mittendrin statt nur dabei zu sein.“
 
Matthias Moser:
„Ich kenne Waldi schon sehr lange und habe ihn in den vergangenen Jahren sehr schätzen gelernt. Wir bei Ducati Frankfurt fühlen uns natürlich geehrt, dass einer der besten deutschen Motorradrennfahrer aller Zeiten auf unsere Monster 821 steigt und uns dadurch hilft, die Marke Ducati und auch die aktuellen Modelle noch bekannter zu machen. Wir werden alles geben, um Ralf optimal zu unterstützen.“

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen in Spielberg

Gary Paffett ist optimistisch für Spielberg
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (34 Jahre, England):
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich freue mich wirklich sehr auf Spielberg. Zandvoort war gleichermaßen ermutigend und enttäuschend. Der Speed war da, aber mir gelang nicht das erwünschte Ergebnis. Die Strecke in Spielberg sollte uns aber gut liegen. Im vergangenen Jahr war die Performance vorhanden. Angesichts unserer zuletzt gezeigten Form und des Speeds können wir optimistisch nach Österreich reisen, um dort hoffentlich auf das Podium zu fahren.“
 
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich freue mich auf das Wochenende. Der Kurs in Spielberg sollte uns sehr gut liegen und uns dabei helfen, Zandvoort hinter uns zu lassen. Ich glaube, dass wir unsere Performance mit Blick auf den Speed vom vergangenen Jahr wiederholen können. Jeder im Team ist hochmotiviert, die bevorstehende Herausforderung anzunehmen und auch mir geht es dabei nicht anders.“
 
Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich habe das Gefühl, dass ich nach dem vergangenen Jahr noch eine offene Rechnung mit Spielberg habe. Im letzten Jahr stand ich auf der Pole Position. Daher habe ich hohe Erwartungen und will an diesem Wochenende zwei starke Ergebnisse einfahren. Zandvoort war ein Desaster und das gesamte Team ist motiviert, um den Spieß umzudrehen.“
Christian Vietoris hofft auf gutes Ergebnis am Red-Bull-Ring
Foto: Jens Hawrda
Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Nach Zandvoort, wo wir mit einem einigermaßen guten Ergebnis abgereist sind, freue ich mich jetzt auf Spielberg. Ich denke, dass wir dort stärker sein werden als in Holland. Die Strecke sollte unserem Auto entgegenkommen. Es gibt viele langsame Kurven, aber auch die ein oder andere lange Gerade, wo man gut überholen kann. Von daher glaube ich, dass Spielberg auch für die Zuschauer ein Highlight wird. Wir reisen auf jeden Fall mit breiter Brust an.“
 
Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich fühle mich gut vorbereitet für die nächsten DTM-Rennen. Letzte Woche war ich bei den 24 Stunden von Spa. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Spielberg war in der Vergangenheit immer eine gute Strecke für mich. In der Formel 3 habe ich dort schon Rennen gewonnen. Der Kurs zählt zu meinen Lieblingsstrecken im DTM-Kalender. Jetzt wird es Zeit, dass ich dort auch in der DTM ein gutes Ergebnis einfahre. Mein Ziel ist in diesem Jahr, auf das Podium zu fahren. Bislang ist mir das noch nicht gelungen. Wenn wir unsere Performance der letzten zwei, drei Rennwochenenden mitnehmen können, haben wir in Österreich eine gute Chance auf ein Topresultat. Dafür werde ich hart kämpfen.“
 
Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich freue mich riesig auf mein Heimrennen in Spielberg. Das wird sicher ein super Wochenende. In der Formel 3 war ich auf der Strecke oft erfolgreich. Das hat zwar nichts zu sagen, aber zumindest gehe ich so mit einer hohen Motivation in das Rennwochenende. Was im Endeffekt rauskommt, da lasse ich mich überraschen. Ich denke, Mercedes-Benz wird wie auf allen Strecken konkurrenzfähig sein. Wir müssen hart arbeiten und dann hoffentlich ein gutes Resultat erzielen.“
 
Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Es ist immer sehr cool, nach Spielberg zu fahren. Die Atmosphäre, die Lage der Strecke, die Mädels in Dirndln, die mir als Bayer natürlich sehr gut gefallen, und natürlich auch mein österreichischer Fanclub - das alles trägt dazu bei, dass ich mich schon sehr auf das Wochenende freue. Dazu habe ich auch noch schöne Erinnerungen an Spielberg. In den letzten Jahren war ich im GT dort immer erfolgreich. Ich hoffe, dass das ein gutes Omen ist. Ich will auf jeden Fall da weitermachen, wo ich in Zandvoort aufgehört habe. Mit einem guten Qualifying-Ergebnis und hoffentlich meinen ersten Punkten. Eine kleine Zusatzmotivation ist, dass mein Vater sechzig wird. Ein gutes Ergebnis wäre ein tolles Geburtstagsgeschenk.“
 
Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Nach unserem Rennwochenende in Zandvoort hatte ich die Gelegenheit, ein Wochenende Zuhause bei Familie und Freunden zu verbringen. Darüber war ich sehr happy. Direkt danach ging es auch schon wieder weiter mit unserer DTM-Fitnesswoche in La Manga. Für Spielberg fühle ich mich gut vorbereitet und freue mich sehr auf die Strecke. Die letzten Jahre konnte ich immer gute Ergebnisse erzielen. Durch meinen Rennausfall im letzten Jahr habe ich allerdings noch eine Rechnung mit Spielberg offen und freue mich schon sehr, endlich wieder im Auto zu sitzen.“

Stimmen der BMW-Piloten vor dem fünften Rennwochenende 2015 in Spielberg

Marco Wittmann (Startnummer 1, BMW Team RMG):
„Spielberg verbinde ich immer mit guten Erinnerungen. In den vergangenen beiden DTM-Rennen konnte ich dort den ersten bzw. den zweiten Platz feiern. Das lässt sich schon fast nicht mehr toppen. Außerdem habe ich auf dem Red Bull Ring vor wenigen Wochen meinen Formel-1-Test absolviert. Deshalb ist die Vorfreude auf das Rennwochenende in Spielberg besonders groß. Natürlich hoffe ich, dass wir in Österreich wieder erfolgreich sind.“
 
Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RMG):
„Spielberg ist eine vollkommen andere Strecke als der Kurs in Zandvoort. Letztes Jahr waren wir dort sehr stark. Wie es in dieser Saison aussehen wird, müssen wir zunächst abwarten. Ob wir um die Spitzenplätze kämpfen können, hängt von einigen Faktoren ab, vor allem natürlich von unserem Auto. Ich glaube, dass unser Gesamtpaket für Spielberg stimmt, und wir werden natürlich alles versuchen, um wieder auf das Podium zu kommen.“
Martin Tomczyk in Spielberg immer vorn dabei
Foto: Jens Hawrda
Martin Tomczyk (Startnummer 77, BMW Team Schnitzer):
„Der Red Bull Ring ist eine sensationelle Rennstrecke, die wunderschön in die Natur eingebettet ist. Es gibt fantastische Bergauf- und Bergabpassagen, schnelle, langgezogene Kurven, aber auch lange Geraden, die Überholmanöver möglich machen. Ich freue mich schon sehr darauf, denn beim Spielberg-Rennen 2011 konnte ich dort auf Anhieb gewinnen und war auch sonst immer vorne dabei. Deswegen hoffe ich, dass es auch in diesem Jahr ähnlich gut läuft.“
 
António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer):
„Spielberg ist die Heimstrecke für Red Bull – und ich habe den Bullen ja direkt auf meinem Auto. Ich werde in Österreich wieder mein Bestes geben und bin nach meinem ersten DTM-Sieg in Zandvoort top-motiviert. Ich mag den Red Bull Ring mit seinen Highspeed-Passagen. Jeder Rennfahrer liebt diese Art von Kurven. Der Kurs ist also ziemlich perfekt für uns.“
Augusto Farfus hofft in Spielberg auf gute Platzierung
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team RBM):
„In Zandvoort lief es zuletzt sehr gut für uns. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die anderen Autos mit Zusatzgewichten beladen waren. Aber natürlich waren diese Erfolge und die gewonnenen Punkte gut für unsere Motivation und den Teamspirit. Jetzt reisen wir nach Spielberg. Die Strecke passt gut zu unserem BMW M4 DTM. Deshalb freue ich mich bereits sehr darauf und denke, dass wir durchaus auf eine Spitzenplatzierung hoffen können.“
 
Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM):
„Ich bin optimistisch, dass es in Spielberg gut für uns laufen wird, nachdem wir in Zandvoort solch ein fantastisches Ergebnis erzielen konnten. Das gibt natürlich Aufwind für das nächste DTM-Wochenende. Der Red Bull Ring gehört zu den Strecken, auf denen ich sehr gerne fahre. In der Vergangenheit konnte BMW dort immer überzeugen. Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr gute Ergebnisse holen können.“
 
Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK):
„Es freut mich, dass es jetzt Schlag auf Schlag geht. Direkt nach den 24 Stunden von Spa-Francorchamps geht es in Spielberg weiter. Die Strecke ist sensationell, die Landschaft traumhaft schön und die Stimmung außergewöhnlich. Die Fans sind sehr motorsportbegeistert. Was unsere Leistung betrifft, müssen wir jetzt erst einmal abwarten. Wir werden Zusatzgewichte erhalten, während die anderen einige Kilos ausladen dürfen. Deshalb könnte es für uns etwas schwieriger werden. Aber wir lassen uns überraschen, werden unser Bestes geben und versuchen, uns weiter zu verbessern.“
Timo Glock in Spielberg bisher zwei mal auf dem Podium
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team MTEK):
„Die bisherigen Rennen in Spielberg liefen immer recht gut für mich. Zweimal habe ich es dort bereits auf das Podium geschafft. Die Strecke liegt unserem BMW M4 DTM. Natürlich wird es schwierig, solch einen Erfolg zu wiederholen, vor allem, weil wir jetzt Gewicht zuladen müssen, während die anderen etwas abgeben können. Dadurch werden die Karten neu gemischt. Dennoch freue ich mich bereits sehr auf das Wochenende auf dem Red Bull Ring. Die Atmosphäre dort ist einfach fantastisch.“

Dienstag, 28. Juli 2015

DTM-Action in den Bergen: BMW Motorsport vor Gastspiel in Österreich

Nach dem erfolgreichen Wochenende in Zandvoort (NL) mit einem Siebenfachsieg am Samstag und einem Fünffachtriumph im Sonntagsrennen macht BMW Motorsport vom 31. Juli bis zum 2. August in Spielberg (AT) Station. Der „Red Bull Ring“ ist Austragungsort der DTM-Saisonrennen neun und zehn sowie Schauplatz für das zweite Gastspiel der Serie in der aktuellen Saison außerhalb Deutschlands.
Kann BMW die Erfolge von Zandvoort in Spielberg wiederholen ?
Foto: Jens Hawrda
Auch auf der 4,326 Kilometer langen Strecke in der Steiermark war den BMW Teams in den vergangenen beiden Jahren jeweils Historisches gelungen: Nach dem Dreifachsieg 2013 konnten sie in der vergangenen Saison noch einmal einen Gang höher schalten und den ersten Vierfachtriumph für BMW seit 22 Jahren feiern. Neben Sieger Marco Wittmann (DE) machten Augusto Farfus (BR), Timo Glock (DE) und Martin Tomczyk (DE), der am Samstag in Spielberg sein 150. DTM-Rennen bestreitet, auf den weiteren Plätzen das starke Gesamtergebnis perfekt.
 
In Spielberg treffen Tradition und Moderne aufeinander. Bereits seit 1969 – damals noch unter dem Namen Österreichring – werden dort Rennen ausgetragen. Nur ein Jahr nach der Eröffnung trat 1970 die Formel 1 zum ersten Mal auf diesem Kurs an. Das aktuelle Streckenlayout stammt aus der Feder von Rennstreckendesigner Hermann Tilke (DE). Die DTM fuhr bereits in den Jahren 2001 bis 2003 auf dem damaligen „A1-Ring“ und kehrte 2011 nach Spielberg zurück. Die Zuschauer am „Red Bull Ring“ sind motorsportbegeistert: In der vergangenen Saison verfolgten im Verlauf des Wochenendes 47.500 Fans die Action auf der Strecke.
 
Vier BMW DTM-Piloten waren schon am vergangenen Wochenende wieder im Renneinsatz. Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA) standen im Mittelpunkt eines ganz besonderen Projekts: Erstmals teilten sie sich mit dem beinamputierten Alessandro Zanardi (IT) das Cockpit. Für diese außergewöhnliche Premiere hatten die Ingenieure von BMW Motorsport den BMW Z4 GT3 mit innovativen technischen Lösungen modifiziert. Ein technisches Problem in der letzten Rennstunde zwang das Trio jedoch zur vorzeitigen Aufgabe. Farfus und Maxime Martin (BE) schieden beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) jedoch gemeinsam mit Dirk Werner (DE) in Führung liegend aus. Dennoch hatte BMW Motorsport beim Klassiker in den Ardennen Grund zum Jubeln: BMW Werksfahrer Lucas Luhr (DE), Markus Palttala (FI) und Nick Catsburg (NL) sorgten im BMW Z4 GT3 vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS für den 22. Gesamtsieg von BMW auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“.
 
Statistik Spielberg:
 
Länge:                              4,326 km
Sieger 2014:                    Marco Wittmann, BMW
Pole-Zeit 2014:                1:25,175 Minuten (Robert Wickens, Mercedes)
DTM-Debüt:                     2011

Montag, 27. Juli 2015

Nico Müller bester DTM-Pilot in Spa - Sieg für BMW

Sieg in Spa  für Marc VDS mit Catsburg, Luhr, Palttala
Foto: BMW-Motorsport
BMW hat seine Erfolgsgeschichte in Spa-Francorchamps (BE) fortgeschrieben: 50 Jahre nach dem ersten Sieg beim 24-Stunden-Klassiker sorgten Nick Catsburg (NL), Lucas Luhr (DE) und Markus Palttala (FI) vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS für den 22. Gesamterfolg der Marke bei diesem Rennen. Nach 536 Runden auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“ sah der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 46 bei der 67. Auflage des Marathons in den Ardennen trotz einer Durchfahrtsstrafe auf dem ersten Platz die Ziellinie. Damit hat das Fahrzeug bei seinem letzten großen Auftritt eines der bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt für sich entschieden.
 
Lange sprach jedoch vieles dafür, dass das Schwesterauto der Sieger ganz oben auf das Podest fahren würde. Denn Maxime Martin, Augusto Farfus und Dirk Werner spulten einen souveränen Auftritt herunter und führten das Feld lange Zeit an. Am Sonntagvormittag ereilte das Auto dann in Front liegend das Aus in Form eines Motorschadens – ein technischer Defekt war die Ursache.
 
„Über weite Strecken sah es für uns sehr gut aus. Die Pace hat gestimmt. Im Morgengrauen haben wir dann angefangen zu pushen, um den Abstand auf den Zweitplatzierten auszubauen. Alles lief nach Plan. Doch dann kam das überraschende Aus“, sagte Farfus.

Auch für alle DTM-Piloten, die beim belgischen Langstrecken-Klassiker am 25. und 26. Juli mitmischten,  sah es lange ebenfalls nach einem äußerst erfolgreichen Wochenende aus.  Doch das Schicksal machte einigen von ihnen einen Strich durch die Rechnung. So war, wie beim 24h-Rennen am Nürburgring, einmal mehr Nico Müller der bestplatzierte DTM-Fahrer. Der Schweizer belegte zusammen mit Frank Stippler und Stephane Ortelli im Audi R8 LMS den zweiten Platz.
 
Eine starke Vorstellung bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bei einem 24-Stunden-Rennen boten Alessandro Zanardi (IT), Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA). Bereits im Warm-up vor dem Rennen hatte Spengler bei starkem Regen im #9 BMW Z4 GT3 von ROAL Motorsport die Bestzeit erreicht. In der Nacht fuhr das Fahrzeug zeitweise auf Rang fünf. Zanardi, Glock und Spengler standen in Spa-Francorchamps im Mittelpunkt eines ganz besonderen Motorsport-Projekts: Erstmals teilte sich der beinamputierte Zanardi das Cockpit mit anderen Piloten. Für diese außergewöhnliche Premiere hatten die Ingenieure von BMW Motorsport den BMW Z4 GT3 mit innovativen technischen Lösungen modifiziert.

Eine Stunde vor Schluss des Rennens fuhr das Trio in den Top-10, bevor Glock das Auto in der 500. Runde aufgrund eines technischen Problems neben der Strecke abstellen musste.
 
Großes Pech hatte auch Mercedes-Benz-Pilot Daniel Juncadella. Der hatte mit Nico Bastian und Stef Dusseldrop besonders in der chaotischen Anfangsphase die Übersicht behalten und nach sechs Stunden sogar die Führung inne.  Am Sonntagmorgen fiel der Mercedes SLS AMG GT3 (Team Rowe) zwar etwas zurück, lag jedoch weiter in Schlagdistanz zum Podium.  Doch 45 Minuten vor dem Rennende schlug das Schicksal unbarmherzig zu – eine defekte Lichtmaschine bedeutete den Ausfall für Juncadella und seine Kollegen.
 
Auch für den zweitplatzierten Nico Müller verlief das Rennen nicht ohne Probleme. Dennoch sprang nach Fallen der Zielflagge der zweite Rang heraus.
 
„Es war ein hartes Rennen. Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme. Als die Safety-Cars das Feld aufgeteilt haben, verloren wir viel Zeit. Davon haben wir uns nicht mehr erholt". Es war mein erstes 24-Stunden-Rennen in Spa. Es hat viel Spaß gemacht, Teil dieses Projekts mit dem neuen Audi R8 LMS zu sein. Das Doppelpodium war eine schöne Leistung der ganzen Mannschaft. Alle können stolz auf dieses Ergebnis sein.“, sagte Nico Müller, der mit Stippler und Ortelli (Team WRT) vor dem Audi mit der Startnummer 5 (Nicki Thiem/Christian Mamerow/Christopher Mies) ins Ziel kam.

DTM-Markenkollege Mike Rockenfeller kam im Phoenix-Audi noch auf den fünften Rang, obwohl er mit seinen Teamkollegen Andre Lotterer und Marcel Fässler nach der falschen Reifenwahl zu Beginn das Rennens zwischenzeitlich außerhalt der Top-30 unterwegs war.