Montag, 27. Juli 2015

Halbzeit in der DTM: Audi stärkste Marke

Der Red Bull Ring im österreichischen Spielberg ist am ersten August-Wochenende Schauplatz der beiden nächsten DTM-Rennen. Audi kommt mit einer Doppelspitze in der Fahrerwertung und als führender Hersteller in die Steiermark.

Mit dem neunten Saisonrennen endet am Samstag die erste Halbzeit der DTM 2015, in der Audi bisher die stärkste Marke war: Vier Siege gehen auf das Konto des Audi RS 5 DTM, viermal Startplatz eins und vier schnellste Rennrunden. Dazu die Führung in der Hersteller-Meisterschaft mit 48 Punkten Vorsprung und die Positionen eins, zwei und vier in der Fahrer-Meisterschaft mit Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM/81 Punkte), Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM/76 Punkte) und Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM/58 Punkte).

„Wir sind in Hockenheim und auf dem Lausitzring mit vier Siegen in Folge perfekt in die Saison gestartet“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Dafür haben wir die Quittung in Form von Performance-Gewichten erhalten, die uns am Norisring und in Zandvoort das Leben im wahrsten Sinne des Wortes schwer gemacht haben. Unser Ziel für Spielberg ist die Rückkehr aufs Podium.“
 
Aufgrund der extremen Leistungsdichte in der DTM haben die erfolgsbedingten Performance-Gewichte einen großen Einfluss auf die Ergebnisse – ganz besonders im Zeittraining. Im Vorjahr trennten die Top Sechs der Startaufstellung in Spielberg ganze 0,091 Sekunden. „Die Gewichtsunterschiede sind dieses Mal etwas geringer als zuletzt in Zandvoort, aber die BMW-Rennwagen sind im Mittel noch immer rund zehn Kilogramm leichter als unsere Autos“, so Dieter Gass. „Nach unseren Hochrechnungen macht das am Red Bull Ring fast zwei Zehntelsekunden pro Runde aus“, so Dieter Gass.

Mattias Ekström am Red-Bull-Ring das schwerste Auto im Feld
Foto: Jens Hawrda
Das schwerste Auto im Feld hat Mattias Ekström, der sich mit einem vierten Platz am Norisring und einem siebten Platz in Zandvoort bis auf fünf Punkte an Tabellenführer Jamie Green heranpirschen konnte. „Für unseren Partner Red Bull wäre es natürlich toll, wenn ich ausgerechnet am Red Bull Ring die Führung übernehmen könnte“, sagt der Schwede, der in Spielberg noch eine Rechnung offen hat: Es ist die einzige aktuelle DTM-Strecke, auf der er noch nicht auf dem Podium stand. „Es wird also höchste Zeit, zumal der Red Bull Ring für mich ein Heimspiel ist. Ich lebe inzwischen in Österreich und habe neben den Rennen schon viele Events am Red Bull Ring besucht.“
kommt als Tabellenführer nach Spielberg: Jamie Green
Foto: Jens Hawrda
 Auch Jamie Green kommt mit einer offenen Rechnung nach Spielberg. Im vergangenen Jahr kämpfte er in der Spitzengruppe, handelte sich dann jedoch eine Durchfahrtstrafe ein, weil er eine Runde zu spät zur Box kam. „Das war natürlich ärgerlich“, erinnert sich Green. „Aber es hat mir gezeigt, dass wir auf dem Red Bull Ring schnell sein können. Allerdings habe ich mir abgewöhnt, Prognosen abzugeben – das ist in der DTM einfach nicht möglich.“
Als einziger der acht aktuellen Audi-Piloten stand bisher Edoardo Motrara in Spielberg auf dem Siegerpodest – und zwar ganz oben: Der Italiener feierte 2012 auf dem Red Bull Ring seinen ersten DTM-Sieg. Mit 23 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze rechnet auch er sich weiter Titelchancen aus. „Ein Sieg und ich bin wieder im Rennen“, sagt Mortara.

Der 4,326 Kilometer lange Red Bull Ring gilt als eine der anspruchsvollsten und vielfältigsten DTM-Rennstrecken. Die schnellste Kurve wird mit 230 km/h durchfahren, die langsamste mit 60 km/h. Dazu geht es bergauf und bergab mit einer maximalen Steigung von 12 Prozent und einem maximalen Gefälle von 9,3 Prozent. Den DTM-Streckenrekord im Rennen hält Audi-Pilot Mike Rockenfeller im Schaeffler Audi RS 5 DTM mit einer Rundenzeit von 1.25,266 Minuten.
 
Auch in Spielberg geht es zweimal um Punkte: Rennen eins startet am Samstag um 18.23 Uhr (ab ca. 18.20 Uhr live im „Ersten“), der zweite Durchgang beginnt am Sonntag um 15.18 Uhr (ab 15 Uhr live im „Ersten“). Unter www.dtm.com/live, www.sportschau.de und www.bild.de gibt es zusätzliche Livestreams.
 
Im Rahmenprogramm absolviert der Audi Sport TT Cup zwei weitere Läufe mit den Skistars Felix Neureuther, Marcel Hirscher und Aksel Lund Svindal als prominente Gaststarter. Auch Ex-DTM-Pilotin Rahel Frey gibt ein Gastspiel. Tickets für das Spielberg-Wochenende sind unter www.audi-motorsport.com erhältlich.

Vorfreude auf die SUPERBIKE*IDM am Schleizer Dreieck

Mit der SUPERBIKE*IDM auf dem Schleizer Dreieck steht vom 31. Juli bis 02. August die Lieblingsveranstaltung vieler Fahrer und Fans an. Zwischen Buchhübel und Seng stellen die Piloten ihren Mut unter Beweis.

Schleiz ist für viele Fans und Fahrer einer der Höhepunkte des Jahres
Foto: Jens Hawrda
So sieht Vorfreude aus. Wer sich in den vergangenen Wochen mit den SUPERBIKE*IDM Fahrern über den Stopp auf dem Schleizer Dreieck unterhalten hat, blickte in strahlende Augen. Das Gros schwärmte von der Atmosphäre der Naturrennstrecke, der Begeisterung der Zuschauer, dem Motorradsportfieber, das in Thüringen ungebrochen ist. Für viele Fahrer ist Schleiz das Highlight der SUPERBIKE*IDM Saison. Anstrengend sei der Kurs und mutig müsse man sein, meinen viele Piloten. 3.805 Meter gilt es pro Runde zurückzulegen, 14 Kurven sind zu bewältigen. Zwischen dem Buchhübel, der höchsten Stelle der Strecke und der Seng, dem tiefsten Punkt, liegen 44 Meter Höhenunterschied. Vertreten sind alle Klassen der SUPERBIKE*IDM: Superbike, Superstock 1000, Supersport 600, SuperNaked, Moto3 Standard, Moto3 GP und Sidecar. Mit dabei sind auch die Fahrer der Supportklassen Yamaha R6-Dunlop-Cup, Suzuki GSX-R 750 Challenge, Suzuki Gladius Trophy und IG Königsklasse.
 
Superbike: Reiterberger bekommt neue Konkurrenz
Man könnte fast von Heimvorteil sprechen. Zwar fährt Markus Reiterberger nach Schleiz um die 375 Kilometer, dennoch liegt keine Rennstrecke im Kalender der SUPERBIKE*IDM näher an der Heimat des Obingers. „Für mich ist Schleiz meine Heimstrecke und die schönste Veranstaltung im Jahr. Mein Fanclub und meine Kumpels begleiten mich“, sagt der 21-Jährige vom Team Van Zon-Remeha-BMW. Seine Lieblingsstelle sei die Kuppe, die zur Stadt runterführt. „Da hebst Du im sechsten Gang fast ab, das ist genial“, schwärmt er. Der unangefochtene Spitzenreiter will auf dem Schleizer Dreieck am liebsten einen Doppelsieg holen, was ihm in dieser Saison bereits dreimal gelang. Den Rundenrekord hält im Moment Xavi Forés vom 3C-Racing Team. Er liegt bei 1:24.403 Minuten, der Spanier stellte ihn im vergangenen Jahr auf. Forés konnte sich zuletzt auf dem Hungaroring gegen Reiterberger behaupten und seinen ersten Saisonsieg einfahren. Konkurrenz bekommen die beiden Favoriten aus den eigenen Reihen. Reiterbergers Teamkollege Bastien Mackels und Forés‘ Teamkollege Lorenzo Lanzi wollen um die Spitze mitkämpfen. Das Team Yamaha MGM wartet nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Max Neukirchner und Damian Cudlin mit zwei Stars aus der internationalen Superbike-Szene auf: Kev Coghlan und Cameron Beaubier sind auf Yamaha in der Superstock 1000-WM respektive MotoAmerica vorne mit dabei und springen in Schleiz als Ersatzfahrer ein.
 
Superstock 1000: Gines oder Stamm?
Roman Stamm ist dran an Mathieu Gines. Und das seit Saisonbeginn. Doch nur selten schaffte es der Schweizer vom Kawasaki Schnock Team Motorex bislang, an dem schnellen Franzosen vom Team Langenscheidt Racing by Fast Bike Service auch vorbeizukommen. Das soll sich in Schleiz ändern. Hier hat Stamm einiges an Erfahrung voraus und die ist auf der anspruchsvollen Naturrennstrecke, die zum Testen nicht zur Verfügung steht, elementar. Auf dem Schleizer Dreieck hat der Schweizer im vergangenen Jahr zweimal die Rennen der Klasse Supersport 600 gewonnen. Er ist hochmotiviert, seinen Doppelsieg in der Klasse Superstock 1000 zu wiederholen und in dem Zuge Gines die Führung abzuknöpfen. Der Franzose ist das erste Jahr in der SUPERBIKE*IDM unterwegs und fängt was Erfahrung auf dem Schleizer Dreieck betrifft, bei null an. Gegenwind bekommen sie von Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing), Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) und Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team). Alle drei waren bereits im vergangenen Jahr auf dem Schleizer Dreieck erfolgreich.
 
Supersport 600: Von Gunten kehrt zurück
Christian von Gunten unterstrich sein Können Ende Mai auf dem Lausitzring mit dem ersten Saisonsieg in der Klasse Supersport 600. Als der Schweizer vom Team Kawasaki Schnock Team Motorex auf dem Nürburgring auf Wiederholung drängte, stürzte er und brach sich das Schlüsselbein. Jetzt kehrt von Gunten hochmotiviert zurück und will sich mit Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer), Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha), Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) und seinem Teamkollegen Jasha Huber anlegen. Das Gesamtklassement führt Lauslehto mit 28 Punkten Vorsprung auf Bühn an, gefolgt von Stange und Huber. Als einzige Frau im Feld überzeugt Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen) durch ihre konstanten Leistungen. Die 27-Jährige liegt derzeit an Platz fünf der Gesamtwertung. Christian von Gunten fiel aufgrund seiner Verletzung auf Platz sechs zurück.
 
SuperNaked ohne Michael Galinski
Michael Galinski, Chef von Team Yamaha MGM, wird sich in Schleiz voll und ganz auf seine beiden neuen Fahrer konzentrieren. Die SuperNaked-Klasse muss also ohne den Routinier auskommen. „Ich muss mich um Cameron und Kev kümmern, damit sie sich schnell bei uns zurechtfinden. Da kann ich mir leider nicht die Zeit nehmen, selbst zu fahren, auch wenn es mir richtig Spaß macht“, sagt Galinski. Der aktuelle Tabellenführer Kjel Karthin, der in Galinski einen ebenbürtigen Rivalen gefunden hat, wird sich in Schleiz also mit Udo Reichmann (Völpker NRT 48) und Frank Behrje messen und sicherlich auch wieder mit den Supersport 600-Fahrern anlegen.
 
Moto3: Freitag ist an Meggle dran
Die Favoriten der Moto3-Klasse sind längst ausgemacht. Jonas Geitner (Freudenberg Racing Team) führt mit vier Siegen aus vier Rennen die Moto3 GP-Wertung an, in der Klasse Moto3 Standard fährt sein Teamkollege Tim Georgi der Konkurrenz davon. Das war auch am Sachsenring nicht anders, wo die Nachwuchshoffnungen zuletzt im Rahmen des Deutschland-Grand Prix ihr viertes Saisonrennen austrugen. Spannend wird es besonders in der Moto3 Standard-Wertung: Dort liefern sich Matthias Meggle (Freudenberg Racing Team) und Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) einen ehrgeizigen Kampf um Platz zwei. In einer knappen Entscheidung setzte sich Freitag auf dem Sachsenring zum ersten Mal in dieser Saison gegen Meggle durch und kam 0,059 Sekunden vor ihm ins Ziel. Zweite und dritte Plätze reichen Meggle aber nicht. Sein Ziel ist es, endlich ganz oben zu stehen. Auf dem Schleizer Dreieck fühlt sich Meggle wohl, da will er seine Chance nutzen. „Schleiz liegt mir. Das ist eine richtige Mutstrecke und einzigartig. Die Atmosphäre mit den vielen Zuschauern und den Feldern ringsherum ist toll“, sagt Meggle, der am 29. Juli seinen fünfzehnten Geburtstag feiert. Vielleicht macht er sich selbst ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk und holt in Schleiz den ersten Saisonsieg.
 
Sidecar: Gürck/Wechselberger verzichten wegen Schleiz auf WM-Start in Assen
Uwe Gürck und Manfred Wechselberger wägten lange ab, ob sie in Schleiz starten sollten. Denn die Spitzenreiter der Sidecar-Klasse der SUPERBIKE*IDM sind auch erfolgreich in der Seitenwagen-WM unterwegs. Zeitgleich mit dem Rennwochenende in Schleiz geht es auf dem TT Circuit Assen um Punkte in der Weltmeisterschaft. Schließlich hat sich das Team für den Start auf dem Schleizer Dreieck entschieden. Es darf mit spektakulären Fights gerechnet werden. Denn mindestens die ersten vier Teams der Klasse Sidecar fahren absolut auf Augenhöhe. Neben André Kretzer und Jens Lehnertz ist auch das Mixed-Team Mike Roscher und Anna Burkard (ebenfalls Starter in der Sidecar-WM) vorne mit von der Partie. Auf dem Hungaroring dominierte der amtierende Meister Josef Sattler mit Beifahrer Uwe Neubert die Trainings-Sessions durchwegs und fuhr im Rennen einen Sieg und einen vierten Platz ein. Der Titel ist in dieser Saison noch für alle vier Teams möglich.

Sonntag, 26. Juli 2015

Timo Scheider und Maximilian Götz beim „ZDF Fernsehgarten“

Eine Woche vor dem DTM-Lauf im österreichischen Spielberg bestritten Timo Scheider (Audi) und Maximilian Götz (Mercedes) ein außergewöhnliches Rennen:
Timo Scheider (Audi) siegt bei einem etwas anderen Rennen im ZDF-Fernsehgarten
Foto: Audi-Motorsport
Bei herrlichem Wetter und vor vollen Zuschauerrängen im „ZDF Fernsehgarten“ drehte der zweimalige DTM-Champion in einem Audi RS 5 DTM drei Runden über das Studio-Gelände gegen seinen DTM-Konkurrenten Maximilian Götz. Der Clou: Beide DTM-Piloten hatten prominente Beifahrer, die während der rasanten Fahrt so viele hart gekochte Eier wie möglich schälen mussten. In Scheiders Audi RS 5 DTM, der anlässlich der ersten Teilnahme von Audi Sport in der DTM vor 25 Jahren eine Sonderlackierung bekam, nahm Schlagersängerin Linda Hesse Platz. Nach dem launigen Rennen hatten alle Grund zur Freude: Der Audi-Werksfahrer überquerte als Erster die Ziellinie, mehr geschälte Eier präsentierte die Konkurrenz.

Neun DTM-Piloten starten bei den 24h von Spa-Francorchamps

Neun DTM-Piloten nehmen dieses Wochenende am 24h-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps teil. Besonders beachtet wird dabei der BMW Z4 GT3 von Roal Motorsport. Zum ersten Mal werden sich im Motorsport ein körperlich beeinträchtigter Fahrer und zwei unbeeinträchtigte Piloten einen Wagen teilen. Die DTM-Piloten Timo Glock und Bruno Spengler starten gemeinsam gemeinsam mit dem beidseitig beinamputierten Alessandro Zanardi (siehe unseren Beitrag vom Freitag hier im Blog).
Nico Müller startet im Audi R8 LMS
Foto: DTM-Media
Ebenfalls an den Start geht DTM-Fahrer Nico Müller. Der Audi Pilot ist spätestens nach seinem Sieg beim 24h-Rennen am Nürburgring  auf den Langstrecken-Geschmack gekommen und wird sich den Audi R8 LMS (Audi Sport WRT Team) mit Stéphane Ortelli und Frank Stippler teilen. Der Wagen mit der Startnummer 2 gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Sieg. Doch auch sein Markenkollege Mike Rockenfeller kann um den Titel ein Wörtchen mitreden. Im Phoenix-Audi mit der Startnummer 6 sitzen gleich drei Le-Mans-Sieger am Steuer – Rockenfeller, Marcel Fässler und Andre Lotterer. Die Phalanx der Audi-Piloten, die am Wochenende auf DTM-Abwegen unterwegs sind, komplettieren Edoardo Mortara und Adrien Tambay, die im R8 LMS für das Team Sainteloc an den Start gehen.
Augusto Farfus startet mit Maxime Martin für das Marc VDS Team
Foto: DTM-Media
Die größte Konkurrenz der Ingolstädter dürfte aus dem BMW-Lager kommen. Allen voran das Marc VDS Team. Das verpasste auf dem Nürburgring den fest anvisierten ersten Platz und hat somit noch eine Rechnung offen. Um diese zu begleichen, kämpfen Augusto Farfus und Maxime Martin gemeinsam mit Dirk Werner um möglichst schnelle Rundenzeiten. 
Maxime Martin mit Heimvorteil ?
Foto: DTM-Media
Martin: „Dieses Rennen ist jedes Jahr aufs Neue etwas ganz Besonderes für mich. Es ist sozusagen mein Heimspiel, da ich nur dieses eine Rennen in Belgien fahre. Mein Vater hat dort vier Mal gewonnen, deshalb ist es schon beinahe so etwas wie eine Familienveranstaltung. Ich möchte dort unbedingt einmal gewinnen.“
Daniel Juncadella startet im Mercedes-Benz SLS AMG GT3
Foto: DTM-Media
Beim letzten großen 24h-Rennen des Jahres soll endlich der lang ersehnte Gesamtsieg gelingen. Auf diesen kann sich der einzige DTM-Mercedes-Benz-Pilot im Feld weniger Hoffnungen machen: Daniel Juncadella genießt im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit Indy Dontje und Nicolai Sylvest (Team Astana by Rowe) nur Außenseiterchancen. 

Zahlen und Fakten zur GT Masters-Halbzeit (Teil 2)

Alt und jung: 
Schneider ist nicht nur der schnellste Pilot, sondern mit 50 Jahren auch der älteste Fahrer im Feld. Jüngster Pilot ist der Südafrikaner Jordan Lee Pepper aus dem Audi-Team von Christian Abt mit 18 Jahren.

Klaus Bachler bester Rookie zur Halbzeit der Meisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport
Bester Rookie:
Klaus Bachler (23, A/GW IT Racing Team Schütz Motorsport) ist nicht nur engster Verfolger der Tabellenführer Asch/Ludwig, sondern als Tabellenzweiter auch erfolgreichster Neueinsteiger in der „Liga der Supersportwagen.“ Der Österreicher schaffte das seltene Kunststück, in Oschersleben im Porsche 911 sein Debütrennen im ADAC GT Masters zu gewinnen.
 
Top-Debüt:
Als erstem Hersteller in der Geschichte der Serie gelang Bentley gleich beim ADAC GT Masters-Debüt der erste Sieg. In Oschersleben fuhr das Power-Coupé aus England gleich zwei Mal auf den ersten Startplatz und siegte im zweiten Lauf.
Lamborghini gleichauf mit Corvette: Auf dem Red Bull Ring feierte Lamborghini einen Doppelsieg. Die Modelle Gallardo R-EX und Huracán GT3 siegten dort bei ihrem Debütwochenende und sorgten für die Lamborghini-Sieg Nr. 22 und 23 im ADAC GT Masters. Damit zog Lamborghini wieder mit Corvette als erfolgreichste Marke in der „Liga der Supersportwagen“ gleich.
 
Die meiste Erfahrung:
Der Tabellenführer Asch ist auch der dienstälteste, aktive Fahrer im ADAC GT Masters. Bisher hat der Champion von 2012 exakt 99 Rennen hinter sich. Beim Start in die zweite Saisonhälfte auf dem Nürburgring folgt Rennstart Nr. 100.
 
Spannung pur:
Den engsten Zieleinlauf gab es im ersten Rennen in Oschersleben. Klaus Bachler und Christian Engelhart (28, Kösching) siegten im Porsche 911 knappe 0,6 Sekunden vor Asch/Ludwig im Mercedes-Benz SLS AMG.
 
Umkämpfte Pole Position:
Acht Qualifyings, acht verschiedene Pole-Setter: Keinem Fahrer gelang es in diesem Jahr zwei Mal vom besten Startplatz aus in Rennen zu gehen. Am erfolgreichsten im Qualifying waren Mercedes-Benz-Piloten, die in drei Rennen von der Pole starteten. Vielfalt herrscht auch beiden schnellsten Rennrunden. Acht verschiedene Fahrer fuhren bisher in acht unterschiedlichen Supersportwagen die jeweils schnellste Rennrunde.
 
Heiß und kalt:
26 Grad betrug der Temperaturunterschied zwischen den Rennen in Spa-Francorchamps und dem Lausitzring. Nach kühlen 12 Grad und Regen in Belgien wurde das Wochenende in der Lausitz mit Spitzenwerten von 38 Grad zum bisher heißesten Wochenende in der Geschichte der „Liga der Supersportwagen.“
 
Schneller Gentlemen:
Gentlemen-Tabellenführer Remo Lips (32, CH/RWT Racing Team) gelangen bisher in der Klassenwertung die meisten Siege. Drei Mal stand der Corvette-Pilot aus der Schweiz ganz oben aus dem Podest. Insgesamt gelang sechs Gentlemen-Fahrern in diesem Jahr mit Corvette, Nissan, BMW und Audi bereits ein Klassenerfolg.
 
Was bringt die zweite Saisonhälfte?
Auf der Sprintstrecke des Nürburgrings startet das ADAC GT Masters vom 14. bis 16. August in die zweite Saisonhälfte. Weiter geht es vom 28. bis 30. August auf dem Sachsenring, bevor das „Halbfinale“, das vorletzte Rennwochenende der Saison, vom 18. bis 20. September in Zandvoort in den Niederlanden ausgetragen wird. Das Finale findet vom 2. bis 4. Oktober in Hockenheim statt. Tickets zu allen Rennen inklusive Zugang zum Fahrerlager gibt es im Vorverkauf bereits ab 20 Euro. Fernsehpartner SPORT1 zeigte alle Rennen live und in voller Länge samstags und sonntags ab 13:00 Uhr.