Sonntag, 31. Mai 2015

DTM-Qualifying Samstag: Vier Audi an der Spitze

Eindrucksvolle Leistung von Audi auf dem Lausitzring: Die Marke mit den Vier Ringe sicherte sich im Qualifying für das Samstag-Rennen (Start um 18.08 Uhr) die besten vier Startpositionen. Bester Mercedes-Pilot wurde Pascal Wehrlein auf Startplatz fünf gefolgt vom Vorjahresmeister Marco Wittmann (BMW).

Startplatz eins fürs Samstagsrennen: Miguel Molina
Foto: Jens Hawrda
Startplatz eins holte Miguel Molina im Teufel Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline vor seinen Markenkollegen Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM), Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM) und Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM). Damit starten die drei punktbesten Fahrer der Gesamtwertung aus den ersten beiden Reihen.

die Pole für Miguel Molina wird besonders seinen Sponsor freuen
Foto: Jens Hawrda
„Wir haben schon in Hockenheim gesehen, wie stark unser Audi RS 5 DTM in diesem Jahr ist“, sagte Miguel Molina nach der vierten Pole-Positions seiner DTM-Karriere. „Dass ich ausgerechnet beim Heimspiel meines neuen Sponsors Teufel den besten Startplatz geholt habe, ist natürlich doppelt schön.“

Tambay, Wittmann und Farfus zurückversetzt

Adrien Tambay (Audi) wurde für das Samstagsrennen in die letzte Startposition zurückversetzt. Die Sportkommissare bestaften den Franzosen wegen der Verwendung eines Motors, bei dem aufgrund von Reparaturarbeiten die Plombe geöffnet wurde.

Marco Wittmann uns Augusto Farfus (beide BMW) wurden beide wegen Blockierens im Qualifying um fünf Startplätze zurückversetzt.

DTM: Jamie Green Schnellster im zweiten freien Training

Jamie Green Trainingsschnellster im zweiten freien Training
Foto: Jens Hawrda
Auch im zweiten Freien Training bei der DTM auf dem Lausitzring zeigte Audi eine starke Leistung. Jamie Green fuhr im Hoffmann Group Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg mit 1.17,430 Minuten die schnellste Zeit und unterbot dabei auch den aus dem Jahr 2013 stammenden Streckenrekord von Gary Paffett um 33 Tausendstelsekunden. Einziges Problem: Der Audi-Pilot ist extrem heißer und kann sich auch über Funk kaum mit seinem Team verständigen. „Trotzdem bin ich für das Qualifying recht optimistisch“, so Teamchef Arno Zensen. „Es sieht derzeit ganz gut aus für uns.“
 
Tabellenführer Edoardo Mortara sorgte im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline für eine Audi-Doppelspitze. Mit sieben Audi RS 5 DTM in den Top Ten bestätigte Audi Sport das starke Bild vom Vortag. Für BMW und Mercedes endete das zweite freie Training durchwachsen. Schnellste Piloten der beiden Hersteller waren Tom Blomqvist für BMW auf Platz 3 und Robert Wickens für Mercedes auf Platz 4.

Freitag, 29. Mai 2015

DTM: Freies Training Lausitzring - Audi stark

Guter Start von Tabellenführer Audi in das zweite Rennwochenende der DTM: Im ersten Freien Training auf dem Lausitzring kamen am Freitagnachmittag Fahrer aller drei Audi Sport Teams in die Top Fünf und sechs der acht Audi RS 5 DTM in die Top Ten. Schnellster Audi-Pilot war Mattias Ekström im Red Bull Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline auf Position zwei.
Mattias Ekström am Lausitzring wieder stark
Foto: Jens Hawrda
„Es war ein guter Tag für uns“, sagte der Schwede, der auf dem Lausitzring schon zweimal siegte. „Lange Zeit lag ich sogar vorne, am Ende war Tom Blomqvist ein paar Zehntel schneller. Wir haben das Qualifying simuliert und zwei Mini-Long-Runs absolviert. Alles gut. Nur das Starttraining hat nicht geklappt – es hat mächtig gequalmt, das muss morgen im Rennen besser klappen.“
 
Nach dem ersten Freien Training der DTM auf dem Lausitzring lassen sich die Kräfteverhältnisse für dieses Wochenende zumindest erahnen. Audi war stark, lange Zeit lagen auf den ersten sechs Plätzen nur Audi-Piloten, doch als die Trainingszeit abgelaufen war lag Rookie Tom Blomqvist ganz vorn.
Tom Blomqvist schnellster im freien Training
Foto: Jens Hawrda
Der Youngster in BMW-Diensten unterbot mit einer Zeit von 1:18,145 sogar den Rundenrekord aus dem Jahr 2013, wenngleich das Freie Training in diese Wertung nicht mit eingeht. Somit dient sein Ergebnis leider nur dem eigenen Selbstbewusstsein.
 
Dennoch dürfte dieses Resultat nicht nur für sein Team RBM, das bislang auf dem vorletzten Platz der Mannschaftswertung liegt, ein gutes Zeichen sein – auch den Mannen von BMW wird es Hoffnung machen: Nach einem durchwachsenen Start in die Saison deutet sich eine Wende an, denn mit Marco Wittmann auf Platz drei findet sich noch ein weiterer Fahrer in Weiß-Blau ganz weit vorne wieder.
 
Eine Überraschung war das, obwohl der Lausitzring eigentlich als Mercedes-Strecke gilt kein Mercedes Pilot ganz vorn zu finden war. Robert Wickens schaffte es mit einem neunten Platz als einziger Mercedes Pilot in die Top-Ten.

DTM: Kurzvorstellung Lausitzring

Bild: Audi-Motorsport
Der Lausitzring liegt im früheren Braunkohleabbaugebiet zwischen Berlin und Dresden. Die Strecke ist 3,478 km lang und wird gegen den Uhrzeigersinn befahren. Sie weist neben einer langen Geraden ein technisch sehr anspruchsvolles Infield mit vielen langsamen Kurven und Schikanen auf. Im vergangenen Jahr erzielte Pascal Wehrlein in der Lausitz seinen ersten DTM-Sieg. Damit wurde er zum jüngsten Sieger in der Geschichte der Tourenwagenserie.

DTM: Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen am Lausitzring

Nach drei Podestplätzen in den ersten beiden Saisonläufen in Hockenheim reist das Mercedes-AMG DTM Team am kommenden Wochenende für die Saisonrennen drei und vier an den Lausitzring.

Gary Paffett (34 Jahre, England):
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das erste Rennen in Hockenheim war eine richtige Achterbahnfahrt für uns. Das Auto war schnell und mit der Podiumsplatzierung am Sonntag hatten wir einen guten Abschluss. Andererseits hatten wir aber leider auch ein paar Probleme und haben Fehler gemacht, die uns unsere guten Qualifying-Ergebnisse gekostet haben. Das war natürlich enttäuschend. Aber wir haben das alles aufgearbeitet und sind bereit, am Lausitzring wieder anzugreifen, um weitere Podiumsplatzierungen einzufahren. Der Lausitzring ist auf jeden Fall eine Strecke, zu der ich immer gerne fahre und auf der ich schon einige Erfolge verbuchen konnte. Im Gegensatz zu anderen Strecken gibt es hier einige Überholmöglichkeiten. Das macht die Rennen in der Lausitz immer zu einer spaßigen Veranstaltung.“
Paul di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Die Podiumsplatzierung in Hockenheim war sicherlich eine Erleichterung. Es tat gut, zu sehen, dass sich die harte Arbeit über den Winter ausgezahlt hat und wir auf Kurs sind, unser Ziel zu erreichen, den Abstand zu den anderen Herstellern zu verkürzen. Ich denke, wir sind in einer guten Verfassung und können am Lausitzring durchaus um Podiumsplatzierungen und eventuell sogar Siege fahren. Aber ich denke auch, dass BMW stärker sein wird als noch in Hockenheim und Audi war im letzten Rennen schon stark. Alles in allem würde ich sagen, dass die Hersteller alle nah beieinander liegen, was sehr gut ist, da nun die Fähigkeiten der Fahrer wieder mehr in den Vordergrund treten. Wenn wir in beiden Rennen unter den Top-Fünf sind, wäre es ein erfolgreiches Wochenende.“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG (
Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM
„Es macht mir persönlich unheimlich viel Spaß, am Lausitzring fahren. In den letzten beiden Jahren landete ich hier auf einem vierten und einem fünften Platz. Ich mag die Strecke einfach. Nachdem das Auftaktrennen in Hockenheim für mich enttäuschend verlaufen ist, hoffe ich, dass wir am nächsten Rennwochenende einige Punkte einfahren können.“
Christian Vietoris
Foto: Jens Hawrda
Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: Original-Teile Mercedes-AMG C 63 DTM
„Nach zwei schweren Rennwochenenden in Hockenheim, aber auch beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring kommt der Lausitzring jetzt genau richtig. Dort habe ich bisher immer gute Ergebnisse erzielt und reise mit einem sicheren Gefühl an. Ich bin mittlerweile auch lange genug dabei, um zu wissen, dass es im Motorsport mal schlechte Wochenenden gibt und dann aber auch wieder ein Gutes kommt. Die Schlechten hatte ich jetzt, dementsprechend freue ich mich extrem auf den Lausitzring. Jetzt fängt die Saison für mich richtig an. Es ist schön zu wissen, dass wir, wenn alles passt, ein konkurrenzfähiges Auto haben.“

Daniel Juncadella (24 Jahre, Spanien):
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: PETRONAS Mercedes-AMG C 63 DTM
„Im letzten Jahr war das Rennen auf dem Lausitzring für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zwar konnte ich mit Rang vier mein bis dato bestes DTM-Ergebnis erzielen. Aufgrund einer Durchfahrtsstrafe hat es aber eben nicht für das Podium gereicht. Das Ziel für dieses Jahr ist daher ganz klar, ein Podium einzufahren. Der Lausitzring ist die Heimstrecke von Mücke Motorsport, was das Rennen hier immer zu etwas besonderem macht. Zudem haben wir diese Saison meiner Meinung nach ein starkes Auto und mit zwei Rennen die doppelte Chance auf ein gutes Ergebnis. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Rennwochenende.“
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):
Team: EURONICS/BWT Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team ART)
Fahrzeug: BWT Mercedes-AMG C 63 DTM
„Obwohl ich noch nie ein Rennen auf dem Lausitzring gefahren bin, kenne ich die Strecke sehr gut, da sie die Teststrecke von Mücke Motorsport ist. Für das Team von Peter Mücke bin ich ja in der Formel 3 gestartet. Alles was im Auftaktrennen passiert ist, ist abgehakt und Schnee von gestern. Ich weiß jetzt wie ein Rennwochenende in der DTM abläuft und was mich erwartet. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir am kommenden Rennwochenende eine Leistungssteigerung zeigen werden und ein gutes Ergebnis einfahren. Um am Lausitzring erfolgreich zu sein, muss man einerseits technisch fahren, andererseits muss man es auch fliegen lassen können.“
Maximilian Götz
Foto: Jens Hawrda
Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
Team: PETRONAS Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team Mücke)
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das erste DTM-Rennwochenende war nicht ganz einfach – aber zumindest war ich bisher immer bester Rookie. Seit Hockenheim habe ich nochmal viel Zeit im Simulator verbracht. Ich blicke positiv auf den Lausitzring, da ich die Strecke sehr gut kenne. Im letzten Jahr habe ich im Rahmen des ADAC GT Masters einen Sieg eingefahren. Ich werde mir aber trotz allem gezielt die Videos der letzten Rennen anschauen und viel Zeit vor dem Computer verbringen. Zusätzlich steht wie immer eine Menge Fitnesstraining auf dem Programm. Im Qualifying haben wir in Hockenheim nicht das optimale Fenster erwischt – da müssen wir am Lausitzring noch besser werden. Beim Rennen werde ich mich voll auf die Strecke konzentrieren und Ruhe bewahren. Dann werden wir sehen, zu welcher Platzierung es letztendlich reicht.“
Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
Team: gooix/Original-Teile Mercedes-AMG (Mercedes-AMG DTM Team HWA)
Fahrzeug: gooix Mercedes-AMG C 63 DTM
„Ich freue mich schon sehr auf das nächste Rennen auf dem Lausitzring. Letztes Jahr habe ich dort meinen ersten Sieg geholt und habe dadurch natürlich besonders gute Erinnerungen an die Strecke. Zudem war der Lausitzring die letzten Jahre immer eine sehr erfolgreiche Strecke für die Mercedes-Fahrer und ich denke, dass wir auch dieses Jahr wieder sehr stark sein werden. Mein Ziel ist natürlich, zwei Podiumsplätze einzufahren und wie immer mein Bestes zu geben. Es macht Spaß zu sehen, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Unser Team hat hart gearbeitet. Ich bin mir sicher, dass wir mit einem konkurrenzfähigen Auto an den Start gehen werden.“