Sonntag, 25. Januar 2015

Nachgefragt bei ... René Rast

Renè Rast wird 2015 sein Debüt im Audi R18 e-tron quattro geben
Foto: Audi-Motorsport
Hätten Sie sich vor einem Jahr vorstellen können, dass Sie 2015 Ihr Debüt im Audi R18 e-tron quattro geben würden?

Ich habe schon lange davon geträumt und dafür gekämpft so ein Cockpit zu bekommen, aber nur sehr wenige Rennfahrer auf der Welt erhalten diese Chance. Nun einer zu sein, der es geschafft hat, ist eine große Ehre und freut mich außerordentlich, zumal ich bisher keine großen Erfahrungen mit Sportprototypen habe und 2014 lediglich bei meinem Debüt in Le Mans einen LMP2 pilotiert habe. Ohne diese Lernkurve wäre es allerdings unmöglich gewesen, in einen LMP1 einzusteigen. Das ist ein wirklich großer Schritt, denn der Audi R18 e-tron quattro ist der wohl komplexeste und beste Rennwagen, den es gibt – ein Traumauto!
 
Und wie waren die Reaktionen auf Ihren Aufstieg?

Ich habe viele Nachrichten und Anrufe erhalten. Die Resonanz war durchweg positiv. Viele haben mir gesagt, dass ich nach meinen Erfolgen den Platz im Audi Sport Team Joest verdient habe. Das war schön zu hören.
 
Sie ergänzen das WEC-Fahrerteam bei den 6 Stunden Spa und bei den 24 Stunden von Le Mans im dritten Audi R18 e-tron quattro. Wie laufen die Vorbereitungen? 

Ich bin den Audi R18 e-tron quattro Ende 2014 gefahren. Das war bislang mein einziger Einsatz im LMP1, aber es ist noch viel geplant bis zu meinem ersten Start als Audi-Werksfahrer bei den 6 Stunden von Spa im Mai. Mein neues Team greift mir hervorragend unter die Arme und ich bin gespannt auf die kommende Saison – ganz besonders auf die 24 Stunden von Le Mans. Ich stecke mir keine unmöglich hohen Ziele. Ein Platz auf dem Podium wäre natürlich gigantisch und sollte unser Ziel sein.
 
Renè Rast in den letzten Jahren eine feste Größe in der ADAC GT-Masters und immer vorn dabei
Foto: Jens Hawrda

Sie waren ein ganzes Jahrzehnt lang als GT-Pilot unterwegs. Ist dieses Kapitel Ihrer Karriere nun endgültig vorbei?

Ich werde dem GT-Sport auch weiterhin treu bleiben. Wie das im Einzelnen aussieht, werden wir noch definieren.

Callaway Competition will Corvette-Erfolgsbilanz 2015 ausbauen

  • Callaway Competition startet mit zwei Corvette im ADAC GT Masters 2015
  • US-Sportwagen nach Siegen erfolgreichster Supersportwagen im ADAC GT Masters
  • Callaway Competition will auch 2015 um Siege kämpfen
Callaway Competition geht 2015 mit zwei Corvette Z06 auf Titeljagt
Foto: Jens Hawrda
Das erfolgreichste Team im ADAC GT Masters stellt sich auch 2015 wieder der Konkurrenz. Callaway Competition, mit der Corvette Z06 seit der ersten Stunde im ADAC GT Masters aktiv, startet auch in der Saison 2015 in der „Liga der Supersportwagen“. Das Team um Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone ist mit mittlerweile 21 Laufsiegen die nach Siegen erfolgreichste Mannschaft im ADAC GT Masters und setzt in der Saison 2015 zwei Corvette Z06 ein.

„Das ADAC GT Masters ist unsere sportliche Heimat und wir freuen uns, dass wir auch 2015 wieder dabei sind“, sagt Giovanni Ciccone. „Die Saison 2015 bringt wieder neue Herausforderungen mit sich, denen wir uns gerne stellen, dazu sind wir sehr gespannt auf die neuen Reifen von Pirelli. In den vergangenen drei Jahren lagen wir stets bis zum Saisonende im Titelkampf und wir sind zuversichtlich, dass wir auch 2015 um Siege kämpfen können.

Zum Einsatz kommt 2015 im ADAC GT Masters nochmals die Corvette Z06, der dienstälteste und mit 23 Laufsiegen seit 2007 auch der erfolgreichste Supersportwagen im ADAC GT Masters. Callaway Competition gewann 2009 die Teamwertung des ADAC GT Masters und 2013 die Fahrerwertung mit Daniel Keilwitz und Diego Alessi.

Wer die beiden Corvette von Callaway Competition fahren wird, bestätigt das Team zu einem späteren Zeitpunkt.

Samstag, 24. Januar 2015

Audi-Pilot Ekström führt Neureuther aufs Glatteis

  • Audi quattro challenge im Vorfeld des Hahnenkamm-Rennens
  • Deutsches Slalom-Ass „testet“ Mattias Ekströms Audi S1 EKS RX
  • Felix Neureuther: „Sensationelles Erlebnis“ 
Felix Neureuther (links) und Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Heiße Testfahrt im kalten Tirol: Am Rande des Audi FIS Ski Weltcup in Kitzbühel hat Slalom-Ass Felix Neureuther einige Runden am Steuer des Audi S1 EKS RX von DTM-Star Mattias Ekström gedreht. Beim Slalom-Training der etwas anderen Art zeigte der Skistar seine schnelle Auffassungsgabe.
 
Unweit der legendären Hochgeschwindigkeits-Skipiste „Streif“ fanden die beiden Profisportler im Vorfeld des Hahnenkamm-Rennens perfekte Bedingungen für eine neue Audi quattro challenge vor. Ekström fungierte für den Skistar als Instruktor im 412 kW (560 PS) starken Audi S1 EKS RX, mit dem der Schwede im vergangenen Jahr sein Heimspiel in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft gewonnen hatte.
Ekström demonstriert wie man den 560 PS Audi handelt, ....
Foto: Audi-Motorsport
Der zweimalige DTM-Champion zeigte zunächst, was mit dem Rallycross-Auto möglich ist, und führte Neureuther anschließend mit präzisen Kommandos über den glatten Parcours. Unter einem Soundteppich aus Motorengeräuschen, freudigem Lachen und Jubelschreien vollführte der Führende im Slalom-Weltcup spektakuläre Drifts, bei denen er die Überlegenheit und Sicherheit des quattro-Antriebs im Grenzbereich erleben konnte.
 
„Es hat heute richtig viel Spaß gemacht, obwohl ich die meiste Zeit auf dem Beifahrersitz Platz nehmen musste“, sagte Ekström mit einem Augenzwinkern. „Aber die Begeisterung, mit der Felix bei der Sache war, hat mich einfach mitgerissen. Er hat einen sehr guten Job gemacht. Nach dieser Einheit kennt er die optimale Kurvenlage und weiß, wie sich 560 PS und quattro-Antrieb auf Schnee und Eis anfühlen.“
dann darf Felix Neureuther selbst ans Steuer und ist begeistert
Foto: Audi-Motorsport
Neureuther stellte mit einem breiten Grinsen im Gesicht fest: „An diese Art von Slalom kann ich mich gewöhnen. Eki hat mich unglaublich gepusht, dadurch hatte ich maximalen Spaß. Es war das verrückteste ‚Abschlusstraining’, das ich je hatte und ein sensationelles Erlebnis. Spätestens jetzt bin ich für den Slalom am Sonntag gerüstet.“
 
Mattias Ekström muss auf das erste Rennen der neuen Saison noch etwas warten: Die FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft beginnt am 25./26. April in Montalegre (Portugal), die DTM-Saison 2015 eine Woche später auf dem Hockenheimring (Deutschland). Tickets für den DTM-Auftakt sind auf www.audi-motorsport.com erhältlich.

YACO Racing auch 2015 mit Audi im ADAC GT Masters

  • Rennstall aus Sachsen engagiert sich weiterhin im ADAC GT Masters
  • Dritte Saison mit dem Audi R8
  • YACO Racing plant Expansion mit zweitem Audi und Nachwuchspiloten
YACO Racing setz auch 2015 auf den Audi R8
Foto: Jens Hawrda
YACO Racing startet auch 2015 im ADAC GT Masters. Das Team um den ehemaligen Rallye-Piloten Uwe Geipel hat die Chance genutzt, sich frühzeitig einen Startplatz in der „Liga der Supersportwagen“ 2015 zu sichern. YACO Racing nimmt bereits seit 2012 am ADAC GT Masters teil und startet 2015 in der dritten Saison mit dem Audi R8.
der Rennstall aus Sachsen geht 2015 in seine dritte GT-Masters Saison
Foto: Jens Hawrda
„Wir freuen uns sehr auf eine weitere Saison im ADAC GT Masters mit dem Audi R8“, sagt Uwe Geipel. „In den beiden vergangenen Jahren haben wir sehr viel Erfahrung mit dem Audi gesammelt und mit der Unterstützung unserer Sponsoren und Partner freuen wir uns auf die vierte Saison im ADAC GT Masters.“
Rahel Frey ist hoffentlich auch 2015 für YACO Racing im Einsatz
Foto: Jens Hawrda
Für die Fahrer des R8 hat Geipel bereits klare Vorstellungen. „Am liebsten würden wir in der Fahrerkombination von 2014, mit Rahel Frey und Philip Geipel, in die zweite Saison gehen, auch wenn wir das zum momentanen Zeitpunkt noch nicht bestätigen können. Die Zusammenarbeit zwischen Rahel, Philip und dem gesamten Team war in der vergangenen Saison hervorragend, ich würde mir wünschen, dass wir darauf in diesem Jahr aufbauen können.“

YACO arbeitet darüber hinaus am möglichen Einsatz eines weiteren Audi im ADAC GT Masters. „Wir planen einen zweiten R8 einzusetzen, in dem wir jungen Nachwuchsfahrern eine Chance geben möchten“, sagt Geipel über die Expansionspläne seines Teams.

Freitag, 23. Januar 2015

Bruno Spengler und Augusto Farfus starten beim 24h-Rennen von Daytona

Wenn das BMW Team RLL am Wochenende bei der 53. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Daytona (US) seine zweite Saison in der United SportsCar Championship (USCC) eröffnet, ist dies zugleich der Auftakt für ein ganz besonderes Jubiläum: Das Rennen läutet die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen von BMW of North America ein. Die beiden vom BMW Team RLL eingesetzten BMW Z4 GTLM werden beim USCC-Saisonstart die Nummern 24 und 25 tragen und damit an die legendären BMW 3.0 CSL Rennwagen erinnern, die vor vier Jahrzehnten in Nordamerika ihr Debüt gefeiert hatten.

2015 bestreitet der BMW Z4 seine dritte Saison in Nordamerika. Für dieses Jahr wurden zwei neue Chassis aufgebaut und im Rahmen von zwei vorbereitenden Tests auf dem „Daytona International Speedway“ (US) ausgiebig erprobt. Beim 24-Stunden-Klassiker an gleicher Stelle schickt BMW ein Aufgebot von Top-Fahrern an den Start, darunter die beiden DTM-Stars Augusto Farfus (BR) und Bruno Spengler (CA). Spengler wird erstmals in seiner Karriere an einem 24-Stunden-Rennen teilnehmen.
der BMW Z4 startet in Daytona in seine dritte Nordamerikasaison
Foto: BMW-Motorsport
Die beiden DTM-Piloten wechseln sich mit Bill Auberlen (US) und Dirk Werner (DE) am Steuer des BMW Z4 GTLM mit der Nummer 25 ab. Bereits 2012 waren Auberlen und Werner gemeinsam für das BMW Team RLL angetreten – damals noch im BMW M3 GT. John Edwards (US) und Lucas Luhr (DE), die ebenfalls die komplette USCC-Saison bestreiten, werden beim 24-Stunden-Rennen im BMW Z4 GTLM mit der Nummer 24 von Jens Klingmann (DE) und Graham Rahal (US) unterstützt.

Mit dem Einsatz des erfahrenen Piloten Luhr hat das BMW Team RLL aktuell zwei von drei Fahrern in seinen Reihen, die auf der Siegerliste im nordamerikanischen Sportwagensport ganz oben stehen: Luhr liegt mit 51 Erfolgen auf Platz drei, Auberlen hat mit 53 Triumphen Position zwei inne. Damit reihen sich beide nur knapp hinter Scott Pruett (US) ein, der mit 59 Siegen an der Spitze liegt.
Bill Auberlen, Bruno Spengler, Dirk Werner (verdeckt) u.
Augusto Farfus (v.l.) starten für BMW in Daytona
Foto: BMW-Motorsport
Augusto Farfus (#25 BMW Z4 GTLM):

„Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu Daytona, da ich hier 2003 mein erstes 24-Stunden-Rennen bestritten habe. Ich liebe die Strecke, die Atmosphäre, einfach alles hier. Im vergangenen Jahr feierte der BMW Z4 GTLM sein Debüt in Daytona, so dass wir in dieser Saison auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Alles fühlt sich an, als hätten wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

Bruno Spengler (#25 BMW Z4 GTLM):

„Das wird das erste 24-Stunden-Rennen meines Lebens, und es freut mich sehr, dass ich mein Debüt in Daytona für das BMW Team RLL bestreiten darf. Es ist etwas ganz Besonderes, dieses Rennen neben der DTM meinem Kalender hinzufügen zu können. Meine ersten Runden während unseres Tests im Dezember waren eine komplett neue Erfahrung für mich, da ich bisher noch nie in so steiler Kurvenlage gefahren bin. Das 24-Stunden-Rennen wird eine neue Herausforderung für mich – aber genau danach suche ich immer.“