Freitag, 5. Dezember 2014

BMW schließ DTM-Wintertest ab

In der Vorbereitung auf die kommende DTM-Saison 2015 hat BMW Motorsport in dieser Woche einen dreitägigen Wintertest in Jerez de la Frontera (ES) absolviert. Die BMW DTM Teams testeten mit insgesamt vier BMW M4 DTM. Im Einsatz waren DTM-Champion Marco Wittmann (DE), Augusto Farfus (BR), Maxime Martin (BE), Bruno Spengler (CA), Timo Glock (DE) und António Félix da Costa (PT).
 
Timo Glock testet im Crowne Plaza Hotels BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
Im Rahmen dieses Drei-Tages-Tests bot BMW Motorsport zudem zahlreichen Piloten die Gelegenheit, erstmals DTM-Luft zu schnuppern. Dazu zählten Tom Blomqvist (GB), Jack Harvey (GB), Alex Lynn (GB) und Sam Bird (GB). Außerdem waren BMW Werksfahrer Lucas Luhr (DE) sowie Robin Frijns (NL) und Richie Stanaway (NZ) zum ersten Mal mit dem BMW M4 DTM unterwegs.

Die Fahrer und Teams nutzten die drei Tage von Dienstag bis Donnerstag für ausgiebige Fahrwerks- und Reifentests. Bei Sonne und Temperaturen von bis zu 17 Grad Celsius herrschten dafür gute äußere Bedingungen. Insgesamt absolvierten die Fahrer in den vier BMW M4 DTM 1.735 Runden und 7.683 Testkilometer. Außerdem trainierten die Crews die an den neuen Zeitplan der DTM angepassten Arbeitsabläufe. Ab der kommenden Saison werden pro Veranstaltung zwei Rennen gefahren, eines am Samstag und eines am Sonntag.

Stimmen zum Wintertest in Jerez:
Marco Wittmann
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann:
„Es war ein guter Test. Es war schön, nach über sechs Wochen wieder im Auto zu sitzen, bevor es nun in die Weihnachtspause geht. Wir haben viele Runden abgespult, um die einen oder anderen Kleinigkeiten zu testen und Daten zu sammeln, die wir nun in der Winterpause auswerten werden. Wir waren schnell unterwegs, wobei die Rundenzeit beim Test keine so große Rolle spielt. Man versucht eher, viele verschiedene Dinge durchzuprobieren, und unser Programm hat gut funktioniert. Von daher war es ein positiver und produktiver Test.“

Augusto Farfus:„Es war wirklich gut. Wir hatten einen langen Testtag und dank des sonnigen Wetters auch passende Bedingungen. Es ist immer gut, nach der Saison wieder ins Auto zu steigen und mit der Vorbereitung auf das nächste Jahr zu beginnen. Die Arbeit, die wir hier geleistet haben, war sehr produktiv. Natürlich ist der Winter noch lang, und es ist schwierig, zu diesem Zeitpunkt bereits Schlüsse zu ziehen. Doch ich denke, dass wir Schritte in die richtige Richtung machen.“

Maxime Martin: „Es ist immer klasse, wieder ins Auto steigen und auf die Strecke gehen zu können. Es war ein guter Test. Wir haben eine Menge verschiedener Dinge getestet und ein umfangreiches Arbeitsprogramm absolviert. Alles lief bestens, wir sind 600 Kilometer gefahren, ohne dass irgendwelche Schwierigkeiten aufgetreten wären. Ich bin zufrieden. Nun gehen wir in die Winterpause, und ich freue mich schon darauf, im neuen Jahr wieder ins Auto zurückzukehren.“
Bruno Spengler
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler: „Es macht einfach immer Spaß, im Auto zu sitzen. Das letzte Rennen ist lange her, und deshalb habe ich mich richtig gefreut, als ich morgens aufgestanden bin und wusste, dass ich wieder in den BMW M4 DTM steigen und auf der Strecke Gas geben kann. Ich habe es genossen, hatte viel Spaß, und das Wetter hat auch gepasst. Wir haben gute Fortschritte gemacht und einiges gelernt. Ich bin viele Runden gefahren und auch ein paar Longruns. Es war ein erfolgreicher Testtag, und ich freue mich schon auf den nächsten Test im neuen Jahr.“

Timo Glock: „Es war schön, wieder zurück im Auto zu sein, vor allem bei dem gutem Wetter. Es hieß zwar zunächst, dass es an meinem Testtag regnen sollte, doch wir hatten Glück und trockene Bedingungen. Ich war mit dem Test sehr zufrieden. Wir hatten ein strammes Testprogramm und sind mit allen Punkten, die wir abarbeiten wollten, sehr gut durchgekommen. Es hat viel Spaß gemacht, ich bin viele Runden gefahren. Jetzt hoffe ich, dass Weihnachten und die Winterpause schnell vorbei gehen, damit wir bald wieder im Auto sitzen und auf der Strecke weiterarbeiten können, weil das eine oder andere natürlich schon noch auf dem Plan steht und wir schauen müssen, dass wir uns für nächstes Jahr noch ein bisschen verbessern.“

António Félix da Costa: „Es war wirklich schön, wieder im BMW M4 DTM zu sitzen. Ich genieße es immer sehr, mit diesem Auto zu fahren. Diese drei Testtage vor der Winterpause waren sehr wichtig, um uns gut auf die Saison 2015 vorzubereiten. Ich bin recht zufrieden mit dem Test. Wir hatten eine Menge verschiedener Dinge auf unserer Testliste. Wir konnten unser gesamtes Testprogramm abarbeiten, und ich bin insgesamt 122 Runden gefahren. Das ist immer positiv.“
Lucas Luhr testet im Ice-Watch BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
Lucas Luhr:
„Der Abtrieb des Autos ist beeindruckend. Man spürt die Downforce sofort, und sie ist wesentlich höher als bei den Fahrzeugen, die ich aus meiner früheren Zeit in der DTM kenne. Ich bin in der Vergangenheit sehr viel mit LMP1-Sportwagen gefahren, und in Sachen Abtrieb ist der BMW M4 DTM da sehr nah dran, wenn nicht sogar auf einem ähnlich hohen Niveau. Es hat mich gefreut, dass ich die Gelegenheit hatte, mit einem solchen Auto zu fahren. Ich hatte sehr viel Spaß dabei und hoffe, dass ich den Jungs mit meinen Eindrücken in der Vorbereitung auf die kommende Saison etwas helfen konnte.“

Robin Frijns:„Es war klasse. Natürlich muss man sich erst an das Auto gewöhnen, denn man hat ein Dach über sich, und das Auto bewegt sich etwas mehr als ein Formelfahrzeug. Doch ich denke, dass der Test recht gut gelaufen ist. Und das Wichtigste ist, dass es mir großen Spaß gemacht hat. Ich war überrascht, wie direkt der BMW M4 DTM reagiert. Er ist wirklich bissig, genau wie ein Monoposto. Er ist wie ein Formelrennwagen mit Dach.“
Richie Stanaway (rechts) im Gespräch mit Stammpilot Maxime Martin
Foto: BMW-Motorsport
Richie Stanaway: „Nachdem ich Ende 2011 bereits mit dem BMW M3 DTM gefahren bin, war es fantastisch, erneut für BMW testen zu dürfen. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Möglichkeit geboten wurde. Der BMW M4 DTM ist einfach toll zu fahren, und so hat mir der Test großen Spaß gemacht. Es war schön, wieder mit BMW zusammenzuarbeiten. Wir hatten einige gute Runs und ich habe eine Menge Runden absolviert. Ich war in dieser Saison sowohl im Formel- als auch im GT-Sport aktiv, und es war schön, ein Auto zu fahren, das von seiner Charakteristik her beiden ähnlich ist. Und es war großartig, einen Tourenwagen mit so viel Downforce und Performance zu fahren. Ich habe es wirklich genossen.“
Jack Harvey (rechts) und Sam Bird
Foto: BMW-Motorsport
Jack Harvey: „Es war absolut unglaublich. Ich bin noch nie mit einem Rennwagen mit Dach gefahren, von daher war das eine vollkommen neue Erfahrung für mich – und es hat mir unheimlich gut gefallen. So ein DTM-Auto ist ganz anders als die Fahrzeuge, die ich bisher gefahren bin, aber ich könnte mich wirklich daran gewöhnen. Der Test hat mir großen Spaß gemacht. Ich war sehr beeindruckt von der Bremseffizienz des BMW M4 DTM. Ich bin noch nie mit Karbonbremsen gefahren, und die Bremseffizienz war wesentlich größer, als ich erwartet hatte. Ich fühle mich sehr privilegiert, dass ich hier dabei sein durfte, denn ich kann mir vorstellen, dass unzählige andere Fahrer auch gern hier fahren würden. Deshalb bin ich recht stolz darauf, dass ich für eine Teilnahme an diesem Test in Betracht gezogen wurde. Ich möchte BMW und BMW Motorsport dafür danken, dass sie mir diese Chance gegeben haben. Es waren unglaublich tolle Tage.“

Tom Blomqvist: „Ich habe es wirklich genossen, und ich möchte mich bei BMW dafür bedanken, dass mir dieser Test ermöglicht wurde. Ich denke, dass ich im Laufe des Tests ganz gute Fortschritte gemacht habe. Zunächst habe ich etwas Zeit benötigt, um mich an das Auto zu gewöhnen. Ich bin in der vergangenen Saison in der Formel 3 gefahren, wo die Autos recht leicht sind und keine Servolenkung haben. Die größte Herausforderung war also, mich an das Gewicht und die Servolenkung des BMW M4 DTM zu gewöhnen. Doch nach einigen Runden hatte ich gelernt, wie ich das Auto fahren muss, und ich hatte wirklich großen Spaß.“

Alex Lynn: „Der BMW M4 DTM ist ein fantastisches Auto, und es war ein Privileg für mich, einen solchen Rennwagen fahren zu dürfen. Verglichen mit den anderen Autos, die ich bisher in meiner Karriere gefahren bin, ist es toll, mit einem Fahrzeug auf die Strecke zu gehen, das ganz darauf ausgelegt ist, gegen andere Hersteller Rennen zu gewinnen. Man merkt, dass auf so viele verschiedene kleine Details viel Wert gelegt wurde. Die Downforce ist mehr als beeindruckend. Wenn man wie ich aus dem Formelsport kommt, meint man gar nicht, in einem Tourenwagen zu sitzen. Der Grip ist unglaublich, vor allen in schnellen Kurven. Auch das Bremsverhalten ist sensationell. Es war ein fantastischer Tag, und ich freue mich sehr, dass man mir ermöglicht hat, einmal ein solches Auto zu fahren.“

Sam Bird im BMW M-Performance M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport
Sam Bird: „Es hat mir großen Spaß gemacht, mit BMW zu arbeiten. Das Team war klasse, und das Auto ist mehr als beeindruckend. Ich starte in dieser Saison in der Formel E, und mit dem BMW M4 DTM zu fahren, ist etwas ganz anderes. Man muss sich erst daran gewöhnen, da dieser Rennwagen einen speziellen Fahrstil erfordert. Man muss sehr präzise fahren. Die Downforce und das Bremsverhalten sind beeindruckend. Der einzige geschlossene Rennwagen, den ich bisher gefahren bin, war ein GT-Fahrzeug. Doch der BMW M4 DTM hat wesentlich mehr Downforce und viel bessere Bremseigenschaften. Es war eine tolle Erfahrung, und ich konnte einiges lernen.“
 

Audi ermöglicht Talenten Test im DTM-Auto

Audi testet in Jerez Nachwuchspiloten
Foto: Audi-Motorsport
Bei Testfahrten im spanischen Jerez hat Audi in dieser Woche jungen Talenten eine Chance im DTM-Auto gegeben. Alex Palou (Spanien), Marco Mapelli und Antonio Giovinazzi (Italien) sowie Dean Stoneman (Großbritannien) und Nicki Thiim (Dänemark) gaben unter Anleitung von Audi-Werksfahrer Miguel Molina ihr Debüt im Audi RS 5 DTM. Auch Laurens Vanthoor (Belgien), der 2014 im Audi R8 LMS ultra unter anderem die 24 Stunden von Spa gewonnen hatte, absolvierte den Test im DTM-Auto.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Mercedes-Benz startet 2015 mit acht DTM Mercedes AMG C-Coupés

Mercedes-Benz geht in der DTM-Saison 2015 mit acht DTM Mercedes AMG C-Coupés an den Start. Das gab die Marke mit dem Stern im Rahmen des Mercedes-Benz Sportjahresabschlusses "Stars & Cars" in Stuttgart bekannt.


Chales Pic testete in Jerez einen Mercedes AMG C-Còupe
Foto-Mercedes-Motorsport
Mercedes-Benz setzt in der kommenden DTM-Saison auf drei Einsatzteams. Neben den etablierten Teams des DTM-Entwicklungspartners HWA AG und von Mücke Motorsport gibt der französische Rennstall ART Grand Prix im Jahr 2015 sein Debüt in der international populären Tourenwagenserie.
 
Mercedes-Benz und ART Grand Prix verbindet eine langjährige Partnerschaft in der Formel 3. Gemeinsam erzielten ART Grand Prix (zunächst als AMS Formule 3) und Mercedes-Benz in der Formel 3 Euroserie zwischen 2003 und 2010 78 Siege, 55 Pole Positions und 70 schnellste Rennrunden. Der Rennstall gewann sieben Mal die Teammeisterschaft (2003-2009) und sechs Mal den Fahrertitel (2004 mit Jamie Green, 2005 mit Lewis Hamilton, 2006 mit Paul Di Resta, 2007 mit Romain Grosjean, 2008 mit Nico Hülkenberg, 2009 mit Jules Bianchi).
Maximilian Götz absolvierte in Jerez seinen zweiten DTM-Test für Mercedes
Foto: Mercedes-Motorsport
ART Grand Prix wurde im Jahr 1996 von Frédéric Vasseur unter dem Namen ASM F3 Team gegründet. Nach erfolgreichen Anfangsjahren in der Formel 3 stieg das Team 2005 in die neu gegründete GP2 Serie im Rahmen der Formel 1 ein. Dort stellte ART Grand Prix 2005 und 2006 die ersten beiden GP2-Champions der Geschichte: Die heutigen MERCEDES AMG PETRONAS Formel 1-Fahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Im Verlauf ihrer Formel 3-Laufbahn starteten unter anderem die Formel 1-Fahrer Sebastian Vettel, Romain Grosjean, Nico Hülkenberg und Valtteri Bottas sowie Mercedes-Benz DTM-Pilot Paul Di Resta für ART Grand Prix.
 
Frédéric Vasseur, Teamchef ART Grand Prix: "Wir kennen Mercedes-Benz bereits aus unserer langjährigen Zusammenarbeit in der Formel 3 Euroserie. Dabei haben wir sie als Partner sehr zu schätzen gelernt. Es erfüllt uns mit enormem Stolz, von der erfolgreichsten Marke der DTM-Geschichte als neues Einsatzteam auserwählt worden zu sein. Vor uns liegt eine steile Lernkurve. Dennoch können wir es kaum erwarten, bis wir beim Saisonauftakt in Hockenheim zum ersten Mal in unserer Teamgeschichte mit dem DTM Mercedes AMG C-Coupé in einer DTM-Startaufstellung stehen werden."

Felix Rosenquist
Foto: Mercedes-Motorsport
Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef: "Wir freuen uns sehr, mit unserem langjährigen Partner ART Grand Prix ein starkes drittes Einsatzteam für die DTM-Saison 2015 gewonnen zu haben. Gemeinsam mit ART Grand Prix haben wir in der Vergangenheit schon viele Erfolge in der Formel 3 erzielt. Daran möchten wir gerne in der DTM in Zukunft anknüpfen. Wir haben stets betont, dass wir die Anzahl unserer Fahrzeuge nur dann erhöhen wollen, wenn wir auch sicherstellen können, dass alle Autos gleich gut betreut werden können. Mit HWA AG, Mücke Motorsport und ART Grand Prix haben wir im nächsten Jahr drei starke Mannschaften, die 2015 eine erfolgreiche Saison mit dem DTM Mercedes AMG C-Coupé bestreiten können."
 
Mit einem achten Fahrzeug für die Saison 2015 dürfte sich ein zusätzlicher Fahrer Hoffnung auf ein DTM-Cockpit machen. Wer das sein könnte, darauf geben vielleicht die Testfahrten in Jerez einen Hinweis. Dort testeten einige Fahrer, unter anderem der Franzose Charles Pic, sowie Maximilian Götz, Esteban Ocon, Felix Rosenquist und Lucas Auer ein Mecedes AMG C-Coupè. Es wird aber auch gemunkelt das der ehemalige Marussia Formel-1-Pilot Max Chilton ein Angebot von Mercedes für die DTM-Saison 2015 erhalten hätte.

Drei Fragen an… Marco Wittmann

Marco Wittmann
Foto: BMW-Motorsport
Marco, Sie haben in der vergangenen Woche Journalisten bei Ihren Fahrten im Ice-Watch BMW M4 DTM mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Wie ist es gelaufen ?

Marco Witmann: „Die gesamte Veranstaltung hat sehr viel Spaß gemacht. Es ist großartig, dass es BMW Motorsport Journalisten ermöglicht, selbst Erfahrungen in einem Rennauto zu sammeln. Ich habe den Teilnehmern eine Einweisung in meinen Ice-Watch M4 DTM gegeben und nach ihren Fahrten gemeinsam mit ihnen die Daten analysiert. Das war für mich sehr interessant. Einige der Fahrer hatten schon zuvor Erfahrungen in anderen Rennautos gesammelt und kamen gut mit dem DTM-Fahrzeug zurecht.“
 
Welches war Ihr persönliches Highlight ?

Wittmann: „Ich hatte die Gelegenheit, die legendären BMW DTM-Fahrzeuge aus den 1980er Jahren zu fahren – den BMW 635 CSi und den BMW M3. Für mich war es beeindruckend, die Unterschiede am eigenen Leib zu erfahren und zu sehen, wie sich die Technik in den vergangenen 30 Jahren entwickelt hat. Früher musste man als Fahrer am Lenkrad und mit der Schaltung viel härter arbeiten. Dafür muss man heute in den Kurven die Linie viel perfekter treffen und generell exakter fahren als damals. Mir hat der Ausflug in die historischen Fahrzeuge extrem viel Spaß gemacht. Besonders der BMW M3 von 1987 ist mein absoluter Favorit – ein Traumauto.“
 
Generell kommen Sie seit Wochen aus dem Reisen und dem Besuch von Veranstaltungen nicht mehr heraus. Wie erleben Sie den Stress nach dem Gewinn des DTM-Titels ?

Wittmann: „Natürlich war die Zeit seit dem Saisonende der DTM für mich extrem stressig. Ich war kaum einen Tag zu Hause. Aber ich genieße diese Zeit trotzdem sehr, schließlich steht hinter allen Terminen die Tatsache, dass ich DTM-Champion geworden bin. Vor diesem Hintergrund macht mir diese Zeit, die ich gerade erlebe, unheimlich viel Spaß. Zudem ist es eine Ehre für mich, dass meine Erfolge von so vielen Seiten gewürdigt werden - wie nun mit der Wahl zum ‚Tourenwagen-Fahrer des Jahres‘ und mit der Verleihung des ‚goldenen Rennfahrer-Schuhs‘. Das ist etwas ganz Besonderes für einen Rennfahrer.“

Spannendes Programm bei den BMW Motorsport Media Track Days in Spanien

In der vergangenen Woche hat BMW Motorsport zahlreichen Medienvertretern aus aller Welt die Gelegenheit gegeben, auf dem „Circuito Monteblanco“ (ES) nahe Sevilla (ES) verschiedene BMW Rennwagen selbst zu fahren und die Faszination Motorsport am eigenen Leib zu erleben.

Insgesamt 31 Teilnehmer aus 15 Nationen gingen auf die 3,357 Kilometer lange Strecke. Alle vier Fahrzeuge, mit denen BMW in der DTM seit 1984 den Titel gewinnen konnte, kamen zum Einsatz. Neben dem aktuellen Siegerfahrzeug, dem Ice-Watch BMW M4 DTM, waren die Journalisten auch im BMW Bank M3 DTM (2012) sowie selbst oder bei Renntaxi-Fahrten im BMW 635 CSi (1984) und im BMW M3 (1987) unterwegs. Alle vier Rennwagen hatten jeweils gleich in ihrer Debütsaison in der DTM den Titel errungen.

Auch am Steuer von zwei BMW M235i Racing sammelten die Medienvertreter Erfahrung als Rennpiloten. Als prominente Instruktoren waren der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann (DE), Martin Tomczyk (DE), António Félix da Costa (PT), Dirk Adorf (DE) und BMW Motorsport Junior Jesse Krohn (FI) in Spanien vor Ort. Sie gewährten den Medienvertretern Einblicke in ihre Arbeit und gaben ihnen wertvolle Ratschläge zum Handling der Fahrzeuge.