Sonntag, 9. November 2014

Nachgefragt bei … Edoardo Mortara

Edoardo Mortara Dauergast auf dem Podium in Macau
Foto: Audi-Motorsport
2009 und 2010 Sieg im Formel-3-Rennen, 2011 bis 2013 Sieg im GT-Cup. Am kommenden Wochenende können Sie Ihren sechsten Sieg in Folge beim Macau Grand Prix holen. Wer sind die größten Konkurrenten?

Das sind einige. Im GT-Cup starten mit Marco Wittmann und Augusto Farfus zwei aktuelle sowie mit Maro Engel und Renger van der Zande zwei ehemalige DTM-Piloten. Die sind stark einzuschätzen. Genauso wie natürlich Laurens Vanthoor, der im Team der Audi race experience dieses Jahr mein Teamkollege ist. Er hat mit dem Audi R8 LMS ultra die Blancpain Endurance Series und die GT Series gewonnen. Aber vielleicht gibt es auch Überraschungen. Immerhin starten jetzt Fahrer mit Autos elf unterschiedlicher Marken. Es ist schwierig, die Stärken im Vorfeld einzuschätzen.
 
Ist es eher ein Fluch oder ein Segen, einen starken Teamkollegen an der Seite zu haben?

Es ist nicht das erste Mal, dass Laurens und ich für dasselbe Team antreten. Wir haben die Saison 2010 zusammen in der Formel 3 Euro Serie für das Volkswagen-Team Signature bestritten. Von daher kennen wir uns gut. Einen starken Teamkollegen zu haben, ist positiv. Laurens ist sehr talentiert und er hat in den vergangenen zwei, drei Jahren einen enormen Sprung in seiner Karriere gemacht. Ich denke, er wird mein härtester Konkurrent in Macau sein.
 
Können Sie Ihre Herangehensweise in Macau nach so vielen erfolgreichen Jahren immer noch perfektionieren?

Ich habe mir in den vergangenen Jahren großes Wissen zu der schwierigen Strecke angeeignet. Ich weiß, was funktioniert und was nicht. Gegenüber Neulingen habe ich natürlich einen Vorteil. 100 Prozent wird man aber nie erreichen. Ich arbeite daran, so nah wie möglich an die Perfektion heranzukommen. Ich schaue mir zum Beispiel Videos von Macau-Rennen an, um mir den Kurs immer wieder zu vergegenwärtigen.
 
Haben Sie bei der Abstimmung des Autos für Macau eine besondere Strategie im Kopf?

Nein. Macau ist so vielfältig, dass es nicht möglich ist, die Abstimmung in eine bestimmte Richtung, sei es Höchstgeschwindigkeit oder möglichst viel Abtrieb, vorzunehmen. Es gibt schnelle Kurven, langsame Kurven und lange Geraden. Man muss im Prinzip auf alles vorbereitet sein.

Samstag, 8. November 2014

Ducati 3C-Racing Teampiloten starten erfolgreich in der Superbike-WM

Bei ihrem WM-Debüt hat die Mannschaft vom 3C-Racing Team aufhorchen lassen, mit vier Top-10 Platzierungen gelang ein erfolgreicher internationaler Einstand. Damit hat das Team bewiesen das es reif ist für die WM.
Xavie Forès
Foto: Jens Hawrda
Vor Ort wurde das Team von fünf Ducati-Ingenieuren und seinen IDM-Partnern Öhlins und Pirelli unterstützt. Die WM-Maschinen unterscheiden sich zum Teil doch erheblich von dem in der Supebike-IDM eingesetzten Motorrädern. Zwar absolvierte das Team zur Vorbereitung auf den  WM-Einsatz einen Kurztest in Mugello aber das reichte für die Fahrer nicht um ausreichen Gefühl für die WM-Motorräder von Ducati zu entwickeln, die gerade im Bereich Motor und Fahrwerk starke Unterschiede zu den IDM-Bikes aufweisen.
Lorenzo Lanzi vor Xavie Forès
Foto: Jens Hawrda
So nutzen alle drei Fahrer das freie Training in Magny Cours um möglichst viele Runden zu absolvieren. In der Superpole schließlich qualifizierten sich Xavie Forès für Startplatz 11, Max Neukirchner und Lorenzo Lanzi starteten von 12 bzw. 15. Das ließ schon einmal aufhorchen.

Am verregneten Rennsonntag wurden beide Rennen als "Wet-Race" gestartet. Für Xavie Forès lief es fantastisch, er hatte in beiden Rennen die Chance auf eine Platzierung in den Top-Five. Leider stürzte Xavi in Rennen eins auf Platz sechs liegend und müsste auch in Rennen zwei in aussichtsreicher Position wegen technischem Defekt aufgeben.

Lorenzo Lanzi stellte in Magny Cours seine Qualitäten als Regenfahrer einmal mehr unter Beweis. Im ersten Rennen passierte er die Ziellinie direkt hinter Davide Giugliano (Ducati Werksteam) auf Platz 8 und damit einen Platz vor Max Neukirchner. Im zweiten Rennen gelang Lorenzo Lanzi mit Platz 5 eine kleine Sensation, denn die umgebaute IDM-Maschine des 3C-Racing Teams sollte in diesem Rennen die bestplatzierte Ducati sein – über 40 Sekunden vor der Werksmaschine von Chaz Davies (Platz 9). Das war ein Paukenschlag.
Max Neukirchner
Foto: Jens Hawrda
Max Neukichner setzte noch einen drauf und kam auf Platz 6 und 9 ins Ziel und sicherte sich damit seine besten WM-Platzierungen seit 2009 und für sein Team zwei Top-Ten-Ergebnisse im WM-Debüt.

Teamchef Karsten Jerschke: „Das Niveau von Technik und Fahrern in der World Superbike ist beeindruckend hoch. Es ist spannend auf einmal so viel Konkurrenz zu haben, das führt zu minimalen Abständen zwischen allen Fahrern. 3C konnte, was das Gesamtpaket betrifft, mit der Weltspitze gut mithalten. Das Team hat aus dem Stand heraus einen WM-Einsatz mit einer völlig veränderten Basis als in der IDM auf die Beine gestellt. In Anbetracht dessen, dass die Konkurrenz ein Jahr zum Optimieren hatte, ist unser Ergebnis geradezu sensationell.“

Freitag, 7. November 2014

DTM-Familie trifft sich im Allgäu

Mattias Ekström beim Abschlag
Foto: Audi-Motorsport
Wiedersehen nach der Saison: Beim traditionellen Golfturnier von ABT Sportsline, der DTM-Dachorganisation ITR sowie weiteren Partnern trafen sich auch viele Mitglieder der DTM-Familie. Am Start waren neben den beiden Audi-Piloten Mattias Ekström und Mike Rockenfeller unter anderem die Teamchefs Hans-Jürgen Abt und Ernst Moser, die beiden ARD-Männer Claus Lufen und Norbert Haug sowie ITR-Vorstandschef Hans Werner Aufrecht. Bei einer Tombola nach den 18 Löchern wurden mehr als 40.000 Euro für wohltätige Zwecke gesammelt.

Donnerstag, 6. November 2014

Martin Tomczyk feiert Gastspiel im Renntruck

BMW DTM-Fahrer Martin Tomczyk (DE) war letztzte Woche auf dem Lausitzring (DE) im Einsatz. Er tauschte seinen BMW M Performance Zubehör M4 DTM gegen einen Renntruck und drehte mit dem 5,5 Tonnen schweren und 1.200 PS starken Fahrzeug mehr als 30 Runden. Tomczyk wurde vom international erfolgreichen Team Reinert Racing zu der Testfahrt eingeladen und war von seinem Ausflug in eine deutlich höhere Gewichtsklasse des Motorsports beeindruckt.
Martin Tomczyk beeindruckt vom Renntruck
Foto: Jens Hawrda
„Das war eine fantastische Erfahrung“, sagte Tomczyk. Nach einer kurzen Einweisung durfte er selbst ans Steuer und war vor allem beeindruckt vom gewaltigen Drehmoment und der Bremsleistung des Renntrucks. Wenn man bedenkt, wie schwer er ist, dann ist die Verzögerung beim Bremsen wirklich bemerkenswert. Natürlich kann man das Gefühl am Steuer nicht mit dem in einem DTM-Fahrzeug vergleichen, aber ich bin sehr dankbar, dass mir das Team Reinert Racing die Chance auf ein völlig neues Fahrerlebnis gegeben hat.“

Mittwoch, 5. November 2014

„Drive like Bruno“: Spengler als Fahrlehrer

Auch nach Ende der DTM-Saison 2014 gönnt sich Bruno Spengler (CA) keine Ruhepause. Zwei Wochen nach dem zehnten und letzten Lauf auf dem Hockenheimring (DE) kehrte der BMW Team Schnitzer Pilot an den Schauplatz des Finales der Tourenwagenserie zurück. Bei einem Fahr-Event der besonderen Art, das bereits Anfang Oktober in gleicher Weise auf dem Sachsenring (DE) stattgefunden hatte, vermittelte der Kanadier den Siegern des BMW Bank Gewinnspiels „Drive like Bruno“ den Spaß am Rennsport und zeigte ihnen, was Fahrdynamik pur bedeutet. Auf dem Sicherheitsparcours gab Spengler den BMW Fans Anschauungsunterricht und Tipps, wie sie selbst in schwierigen Situationen ihr Fahrzeug perfekt beherrschen können. Anschließend fuhr der DTM-Champion von 2012 auf der Rennstrecke gemeinsam mit den Gewinnern im neuen BMW M4. Auf dem Kurs driftete Spengler durch die Kurven und drehte zur Freude der BMW Fans unzählige Donuts.
Bruno Spengler als Fahrlehrer beim Gewinnspiel "Drive like Bruno"
Foto: Jens Hawrda
„Natürlich habe ich die Reifen richtig qualmen lassen. Das gehört dazu“, sagte Spengler. „Sonst würde die Aktion ja auch nicht ,Drive like Bruno’ heißen.“ Als weiteres Highlight konnten die Gewinner im Rahmen der Formel BMW Racing Experience am Steuer des Formel BMW FB02 Rennwagens ihr Rennsport-Talent unter Beweis stellen. „Das Event hat super viel Spaß gemacht. Es war einfach sensationell, die BMW Fans zu treffen und ihnen mit dieser Aktion eine große Freude zu bereiten“, sagte Spengler. „Ich habe viele lachende Gesichter gesehen. Wir hatten alle zusammen eine fantastische Zeit.“