Samstag, 1. März 2014

Vitaly Petrov startet für Mercedes-Benz in der DTM


Vitaly Petrov startet 2014 für Mercedes in der DTM
Vitaly Petrov (29, Russland) schreibt erneut russische Motorsport-Geschichte: Der erste Formel 1-Pilot seines Landes wird in der kommenden DTM-Saison auch erster russischer DTM-Fahrer. Dies gaben der 29-jährige St. Petersburger und Mercedes-Benz am Freitag, 28. Februar 2014 auf einer Pressekonferenz im Gebäude des russischen Staatsfernsehsenders Russia 2 bekannt.

Petrov gibt sein Renndebüt am Steuer eines DTM Mercedes AMG C-Coupés beim DTM-Saisonauftakt am 4. Mai in Hockenheim. Exakt 100 Tage vor seinem ersten DTM-Rennen absolvierte der frühere Formel 1-Fahrer am 23. Januar mit Mercedes-Benz seinen ersten DTM-Test im portugiesischen Portimao. Bereits im vergangenen Jahr fuhr Petrov ein Mercedes-Benz DTM-Renntaxi beim Moscow City Race rund um den Roten Platz und bei der DTM-Premiere auf dem Moscow Raceway.

Petrov belegte in der Saison 2009 den zweiten Platz in der GP2-Gesamtwertung und stieg im Jahr darauf als Einsatzfahrer in die Formel 1 auf. Dort startete er bei 57 Grands Prix für Renault, Lotus Renault GP und Caterham. Zwischen 2010 und 2012 erzielte Petrov insgesamt 64 WM-Punkte und stand beim Saisonauftakt in Melbourne 2011 als Dritter auf dem Podium. 
 
Vitaly Petrov:

"Die DTM ist eine großartige Rennserie und ich bin sehr glücklich, dass mir Mercedes-Benz die Chance gibt, mich in der DTM mit den besten Tourenwagenfahrern der Welt zu messen. Mir ist bewusst, dass eine steile Lernkurve vor mir liegt, aber ich liebe Herausforderungen und stelle mich dieser gerne. Bei meinem ersten Test in Portimao konnte ich erste Erfahrungen bei der Arbeit mit dem Team sammeln und ein Gefühl für das Auto bekommen, was für mich sehr wichtig ist, um meine Stärken ausspielen zu können. Der Motorsport wird in Russland immer beliebter - im vergangenen Jahr debütierte die DTM auf dem Moscow Raceway und in diesem Jahr gastiert die Formel 1 erstmals in Sotschi. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft viele russische Rennfahrer in verschiedenen Serien erleben werden und hoffe, dass ich in der DTM meinen Teil dazu beitragen kann, unseren Sport in meinem Heimatland noch bekannter zu machen." 

 
Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:

"Vitaly hatte in Portimao einen erfolgreichen Test in unserem DTM Mercedes AMG C-Coupé und ich bin mir sicher, dass er ein wertvolles Teammitglied sein wird. Vitaly ist ein großartiger Sportsmann und Vertreter seines Landes, der sein Können unter anderem schon mit einem Podestplatz in der Formel 1 bewiesen hat. Er ist für unsere Marke Mercedes-Benz insbesondere für den russischen Markt eine Bereicherung. Jetzt bin ich gespannt, wie er sich in der DTM entwickeln wird."

Freitag, 28. Februar 2014

Weiterer erfolgreicher Test für Allesando Zanardi im BMW Z4 GT3 in Vallelunga


Alessandro Zanardi (IT) hat die Vorbereitungen auf seine Comeback-Saison als BMW Werksfahrer fortgesetzt. Der 47-Jährige absolvierte am 27. Februar einen umfangreichen Test am Steuer des BMW Z4 GT3, mit dem er 2014 an den Start gehen wird. Diese Woche verbrachten Zanardi und ROAL Motorsport mehrere Testtage im „Autodromo Vallelunga“ bei Rom (IT).
Alessandro Zanardi
Foto: BMW-Motorsport
Die Ingenieure evaluierten weitere Modifikationen für den BMW Z4 GT3, die das Team und BMW Motorsport auf Basis der Erkenntnisse vom ersten Roll-out Ende Januar in Adria (IT) vorgenommen hatten. Einige der speziellen Steuerungselemente im Fahrzeug wurden weiter überarbeitet, um den Bedürfnissen des beinamputierten Rennfahrers optimal gerecht zu werden. Zudem begannen Zanardi und ROAL Motosport bereits mit der Abstimmungsarbeit. Es herrschte überwiegend trockenes Wetter. Am ersten Tag schien die Sonne, ehe es am Nachmittag des zweiten Tages zu regnen begann. Am dritten Tag verbesserten sich die Bedingungen wieder. Allerdings kam Zanardi am Vormittag, als der Belag noch feucht und rutschig war, von der Strecke ab. Dabei wurde sein Fahrzeug beschädigt. Das Team entschied, den Test nicht fortzusetzen, sondern das Auto zuhause in der Werkstatt des Teams zu reparieren. Trotz des Unfalls am letzten Tag zog Zanardi ein positives Fazit nach dem ersten richtigen Test in seinem BMW Z4 GT3.
ROAL Teamchef  Roberto Ravaglia mit Alessandro Zanardi
Foto: BMW-Motorsport
„Es ist sehr schwierig, nicht zu begeistert zu wirken, und ich auch möchte nicht zu optimistisch klingen: Aber nach diesem Test habe ich allen Grund, zuversichtlich zu sein“, sagte er. „Denn der Mechanismus zum Gasgeben, das Bremspedal, die spezielle Kupplung und all die anderen Steuerungskomponenten, die für meine persönlichen Bedürfnisse entwickelt wurden, funktionieren schon so gut, dass wir uns bereits an die Abstimmungsarbeit machen konnten. Allein diese Tatsache ist schon positiv. Außerdem reisen wir mit dem Wissen nach Hause, dass wir im Hinblick auf die Rundenzeiten eine bemerkenswerte Performance gezeigt haben. Der BMW Z4 GT3 bedeutet im wahrten Sinn des Wortes Freude am Fahren. Wir waren auf gebrauchten Reifen schnell, wir konnten das Auto richtig kennenlernen und Änderungen am Fahrzeug vornehmen. Dadurch haben wir viel darüber gelernt, was wir bei der Abstimmung für das Qualifying und für das Rennen beachten müssen, um ein konstantes Auto zu haben. Wir kehren also mit vielen Erkenntnissen heim. Es wird gar nicht so einfach, noch weitere Verbesserungen vorzunehmen. Wir hängen uns weiter voll in diesem Projekt hinein, denn wir alle sind hochmotiviert und begeistert. Deshalb kann ich es kaum erwarten, wieder ins Auto zu steigen.“
Alessando Zanardi bei Vorbereitungen auf dem Test in der BMW-Box
Foto: BMW-Motorsport
„Wir sind recht zufrieden, denn die Arbeit, die wir seit dem ersten Roll-out mit Alex in Adria geleistet haben, war erfolgreich“, ergänzt Roberto Ravaglia, Teamchef von ROAL Motorsport. „Wir konnten einige Dinge verbessern und sind bereits jetzt recht gut aufgestellt. Alle Spezialanfertigungen funktionieren gut. Zudem konnte Alex hier in Vallelunga viele Runden absolvieren und dadurch lernen, wie sich das Auto auf einer richtigen Strecke verhält. Und er hat bereits mit der Abstimmungsarbeit begonnen. Ich muss sagen, dass ich überrascht war. Denn in Adria, was keine schwierige Strecke ist, war Alex schon gut unterwegs. Aber hier in Vallelunga war er noch besser. Deshalb bin ich optimistisch, dass Alex schon in den ersten Rennen konkurrenzfähig sein kann.“
Alessandro Zanardi im für ihn umgebauten BMW-Cockpit
Foto: BMW-Motorsport
Zanardi hatte bei einem schweren Rennunfall 2001 beide Beine verloren, kehrte aber nur zwei Jahre später mit BMW erfolgreich in den Motorsport zurück. Unter anderem startete er mehrere Jahre in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) und feierte vier Laufsiege. Nachdem er 2012 bei den Paralympics in London (GB) zwei Goldmedaillen auf dem Handbike gewonnen und im selben Jahr eine Testfahrt im BMW M3 DTM absolviert hat, bestreitet er 2014 nun zum ersten Mal seit 2009 wieder eine komplette Rennsport-Saison für BMW. Zanardis erstes Rennen in der Blancpain Sprint Series steht am 21. April in Nogaro (FR) auf dem Programm.

Alessando Zanardi noch dem Test optimistisch
Foto: BMW-Motorsport



Mittwoch, 26. Februar 2014

GT-Masters: Farnbacher Racing greift mit zwei Porsche an

Farnbacher Racing startet mit zwei Porsche 911 und dem bisher stärksten Fahreraufgebot des fränkischen Porsche-Teams in die ADAC GT Masters-Saison 2014. Gut zwei Monate vor dem Saisonstart der „Liga der Supersportwagen“ in der Motorsport Arena Oschersleben vom 25. bis 27. April hat Farnbacher Racing beide Porsche 911 besetzt und sich mit einem prominenten Neuzugang verstärkt. Sebastian Asch (27, Ammerbuch), ADAC GT Masters-Champion von 2012, kehrt nach zwei Jahren mit Mercedes-Benz und Audi in einen Porsche zurück und teilt sich das Cockpit des 911 mit Philipp Frommenwiler (24, CH).

Farnbacher Racing setzt auch 2014 auf Porsche
Foto: ADAC-Motorsport
Stark besetzt ist auch der zweite Porsche des Teams aus Ansbach. Mario Farnbacher (21, Ansbach) startet gemeinsam mit Neuzugang Nathan Morcom (21, AUS), dem ersten Fahrer aus Australien im ADAC GT Masters. Morcom ist neu im GT-Sport und wechselt aus der australischen Formel-3-Meisterschaft in den rund 500 PS starken Porsche 911. Farnbacher und Morcom starten gemeinsam bei fünf Rennwochenenden, drei Veranstaltungen muss Farnbacher aufgrund von Verpflichtungen in den USA auslassen. Wer den zweifachen ADAC GT Masters-Laufsieger dann an der Seite von Morcom ersetzt, bestätigt das Team zu einem späteren Zeitpunkt.

„Wir freuen uns sehr, wieder im ADAC GT Masters zu starten“, sagt Farnbacher Racing-Teammanager Dominik Farnbacher. „In diesem Jahr treten wir mit zwei top-besetzten Porsche an und wollen ein Wort bei der Vergabe des Titels mitreden. Ich bin sehr froh, dass wir vier professionelle Fahrer verpflichten konnten, und bin mir sicher, dass Sebastian, Philipp, Nathan und Mario sehr gute Chancen in der Fahrerwertung haben werden. Wir stehen mit zwei neuen und bestens vorbereiteten Porsche in den Startlöchern und stellen uns der Sportwagenelite im ADAC GT Masters.“

Das ADAC GT Masters startet vom 25. bis 27. April in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben bei Magdeburg in die Saison 2014. Alle 16 Rennen des ADAC GT Masters werden auch 2014 wieder live und in voller Länge in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Fernsehen bei kabel eins übertragen.





Dienstag, 25. Februar 2014

Jörg Müller startet 2014 mit BMW in der japanischen Super GT Serie


Die Japanese Super GT Championship bekommt in der Saison 2014 prominenten Zuwachs aus Deutschland. Jörg Müller (DE) wird für das BMW Sports Trophy Team Studie einen BMW Z4 GT3 in der GT300-Klasse fahren. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Seiji Ara (JP) tritt Müller an acht Rennwochenenden auf den bekanntesten Rennstrecken Japans an. Die Saison beginnt am 5./6. April in Okayama (JP) und endet am 15./16. November in Motegi (JP). Bereits im vergangenen Jahr hatte Müller einen Lauf der Serie gemeinsam mit dem BMW Sports Trophy Team Studie erfolgreich bestritten.
Jörg Müller
Foto: BMW-Motorsport


Drei Fragen an… Jörg Müller.

Jörg, wie ist der Kontakt zum BMW Sports Trophy Team Studie zustande gekommen?

Jörg Müller: „Wir haben uns im vergangenen Jahr getroffen, als ich für das Team bei den 1000 Kilometern von Suzuka gefahren bin. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden, und die Teamverantwortlichen waren mit meinen Leistungen sehr zufrieden. Ich habe mich im Kreis meiner Teamkollegen sofort wohl gefühlt und deshalb auch nicht lange gezögert, als ich das Angebot bekam, in der kommenden Saison in der Japanese Super GT Meisterschaft zu fahren.“

Welche Eindrücke haben Sie im Laufe Ihrer langen Karriere vom Rennsport in Japan gesammelt?

Müller: „Ich bin schon im Rahmen der Formel 3, der FIA GT1-Weltmeisterschaft und der FIA WTCC in Japan Rennen gefahren. Am meisten hat mich dabei immer die Rennsport-Begeisterung der Fans beeindruckt. Die Zuschauerränge sind immer voll, und das Publikum ist sehr fachkundig. Ich habe an kaum einem anderen Ort mehr Autogramme gegeben als in Japan.“



Mit welchen Zielen gehen Sie in Ihre erste Saison in der Super GT?

Müller: „Die Japanese Super GT Meisterschaft ist eine Top-Serie, in der die Leistungsdichte hoch ist. Ich kenne zwar die Strecken in Okayama und Suzuka sehr gut, muss aber viele der anderen Kurse völlig neu lernen. Das wird eine Herausforderung für mich. Aber wie immer trete ich nicht in einer Rennserie an, um das Feld aufzufüllen. Ich will mich so schnell wie möglich eingewöhnen und möglichst um Spitzenplätze kämpfen.“


Donnerstag, 20. Februar 2014

DTM: BMW DTM-Teams absolvieren Testfahrten in Monteblanco

Martin Tomczyk
Foto: Jens Hawrda
In der vergangenen Woche haben die BMW DTM-Teams im Rahmen eines dreitägigen Tests in Monteblanco (ES) die Vorbereitungen auf die kommende DTM-Saison fortgesetzt. Dabei kamen zum ersten Mal auch zwei neue BMW M4 DTM zum Einsatz. Der Fokus der Tests lag auf Basis-Arbeiten an der Aerodynamik. In den Cockpits der Fahrzeuge waren die sechs BMW Piloten Augusto Farfus (BR), Bruno Spengler (CA), Timo Glock (DE), António Félix da Costa (PT), Marco Wittmann (DE) und Maxime Martin (BE) im Einsatz. Sie spulten bei unbeständigem Wetter insgesamt rund 2.500 Kilometer ab. Joey Hand (US) und Martin Tomczyk (DE) reisten ebenfalls nach Monteblanco, um am jährlichen BMW Motorsport Fotoshooting vor der Saison teilzunehmen.