Sonntag, 19. Januar 2014

Nachgefragt bei ... Markus Winkelhock

Der ehemalige DTM-Pilot (Audi) startet am kommenden Wochenende für das Audi-Kundenteam Flying Lizard Motorsports bei den 24 Stunden von Daytona. Hier lest Ihr ein kurzes Interview mit dem sympatischen Rennfahrer:

Markus Winkelhock
Foto: Jens Hawrda
Am kommenden Wochenende starten Sie mit einem Audi R8 LMS des neuen Audi-Kundenteams Flying Lizard Motorsports bei den 24 Stunden von Daytona – denken Sie dabei noch an die denkwürdige letzte Runde im Vorjahr zurück ?
 
Dass wir den Sieg letztes Jahr in Führung liegend rund 200 Meter vor dem Ziel verloren haben, war Pech und natürlich sehr ärgerlich. Aber die Karten sind jetzt neu gemischt und ich freue mich auf meinen zweiten Einsatz bei den 24 Stunden in Daytona. Die Voraussetzungen sind gut: Auto, Team und Teamkollegen passen perfekt zusammen. In dieser Konstellation haben wir eine gute Chance um den Sieg mitzukämpfen.

US-Version des Audi R8 LMS
Bild: Audi-Motorsport
Wie gut kommen Sie mit der neuen US-Version des Audi R8 LMS zurecht ?
 
Ich kenne den Audi R8 LMS gut und weiß, wie er sich auf der Rennstrecke verhält. Er ist schnell und lässt sich sehr gut fahren. Bei den traditionellen Testfahrten in Daytona konnte ich mich problemlos auf das neue GTD-Auto einstellen. Zwar müssen wir auf ABS und Traktionskontrolle verzichten, aber gemeinsam haben wir eine sehr gute Abstimmung gefunden. Ich bin sicher, dass der Audi R8 LMS wie gewohnt seine Standfestigkeit auf der Langstrecke beweisen wird.
US-Version des Audi R8 LMS
Bild: Audi-Motorsport
Nur zwei Wochen nach den 24 Stunden von Daytona steht die nächste große Herausforderung bei den 12 Stunden Bathurst an. Freuen Sie sich auf Ihren ersten Auftritt in Australien mit dem Team United Autosports ?
 
Sehr sogar. Ich war noch nie in Bathurst und bin richtig heiß auf das Rennen. Zur Vorbereitung habe ich mir bereits ein paar Onboard-Aufnahmen im Internet angesehen und bin begeistert. An einigen Stellen muss man recht nah an die Mauer fahren, es geht bergauf und bergab und man könnte meinen, zeitweise auf einem Stadtkurs oder der Nordschleife unterwegs zu sein. Bathurst ist ganz sicher eine Reise wert.
US-Version des Audi R8 LMS
Bild: Audi-Motorsport
 

 

Samstag, 18. Januar 2014

Steckbrief: Der neue Audi-Werksfahrer Nico Müller (CH)

Nico Müller bei seinem DTM-Test 2013
Foto: Audi-Motorsport
Geburtsdatum: 25. Februar 1992
Geburtsort: Thun (CH)
Wohnort: Blumenstein (CH)
Familienstand: ledig (Partnerin Lara)
Größe/Gewicht: 1,85 m/73 kg
Motorsport seit: 2004 (Audi-Fahrer seit 2014)

Karriere:
2004–2007 Kart
2006 2. Platz Schweizer Kart-Meisterschaft (Kategorie Junior)
2007 1. Platz Bridgestone-Kart-Cup (Kategorie KF3)
2008 5. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 3. Platz Italienische Formel Renault Wintermeisterschaft, bester Rookie
2009 1. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 11. Platz Formel Renault Eurocup
2010 3. Platz GP3-Serie, bester europäischer Fahrer
2011 4.
Platz GP3-Serie
2012 9. Platz World Series by Renault 3.5
2013 5. Platz World Series by Renault 3.5
2014 DTM (Audi RS 5 DTM)

www.nicomueller.ch
www.facebook.com/NicoMuellerOfficial
Twitter @nico_mueller

Freitag, 17. Januar 2014

Viele DTM-Fahrer in Daytona am Start


Vom 23.-26. Januar findet auf einer  5,729 Kilometer langen Streckenvariante des Daytona International Speedways das traditionsreiche 24h Rennen statt. Es ist das erste Rennen der neuen amerikanischen United Sportscar Championship.
Die Audi-Werksfahrer Mike Rockenfeller und Filipe Albuquerque haben von Ihrem Arbeitgeber die Freigabe zur Teilnahme am 24h-Rennen von Daytona erhalten. Mike Rockenfeller feierte 2010 bereits in Daytona einen Gesamtsieg, in diesem Jahr geht er für das das Team „Spirit of Daytona Racing“ und wird in einem Corvette-Prototypen an den Start.  Markenkollege Filipe Albuquerque geht mit einem Audi R8 LMS ins Rennen.

Augusto Farfus startet in Daytona im BMW Z4 GTD für Turner Motorsport
Foto: BMW-Motorsport
Auch die BMW-Piloten Augusto Farfus, Joey Hand und Maxime Martin werden in Daytona starten. Joey Hand und Maxime Martin starten für das BMW Team RLL im BMW Z4 GTLM, Augusto Farfus wird für das Team Turner Motorsport mit einem BMW Z4 GTD antreten.
Joey Hand wird in Daytona für das Team RLL im BMW Z4 GTLM starten
Foto: Jens Hawrda

Neben den aktuellen DTM-Werksfahrern von Audi und BMW ist auch eine Reihe ehemaliger DTM-Piloten in Florida am Start. Beim Vortest am 3. bis 5. Januar waren Katherine Legge im Delta Wing sowie Jeroen Bleekemolen, Oliver Gavin, Patrick Huisman, Pedro Lamy, Lucas Luhr, Jan Magnussen, Stefan Mücke, Andy Priaulx, Darren Turner, Dirk Werner und Renger van der Zande im Einsatz.

Außerdem werden in verschiedenen Audi-Kundenteams Oliver Jarvis, Frank Stippler und Markus Winkelhock an den Start gehen. Die endgültige Starterliste für das Langstreckenrennen in Daytona ist gegenwärtig aber noch nicht offiziell.

Filipe Albuquerque verlässt die DTM

Filipe Albuquerque
Foto: Audi-Motorsport
Während Nico Müller in die DTM wechselt, zieht es Filipe Albuquerque nach drei Jahren im Tourenwagen auf die Langstrecke. Der 28 Jahre alte Audi-Werkpilot aus Portugal wird für die Vier Ringe sowohl im LMP-Programm als auch im GT-Sport antreten. Seine Saison beginnt bereits am 25./26. Januar mit einem Einsatz bei den 24 Stunden von Daytona in einem Audi R8 LMS des Teams Flying Lizard Motorsport. Im Vorjahr hat Albuquerque dort die GT-Klasse gewonnen.

Mit dem neuen Hybrid-Sportwagen Audi R18 e-tron quattro wird der Portugiese im Rahmen der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (3. Mai) und bei den 24 Stunden von Le Mans (14./15. Juni) starten. Albuquerque hat für Audi Sport bereits erfolgreich Testfahrten im LMP1-Sportwagen absolviert und freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich kann es kaum erwarten: Ich werde mit dem Audi R18 e-tron quattro in Le Mans starten, also mit dem besten Auto beim größten Rennen der Welt. Hybrid, quattro, Traktionskontrolle – ich werde dabei viele für mich neue und spannende Technologien kennenlernen. Es ist gut, dass ich dabei auf das Know-how erfahrener Teamkollegen zurückgreifen kann. Das wird die Eingewöhnung beschleunigen.“
 
Schade das wir den sympatischen Rennfahrer im nächsten Jahr nicht mehr in der DTM sehen werden, aber er bleibt Audi erhalten und wird sicher im Langstreckenprogramm für Audi weitere Erfolge einfahren. Wir sagen, danke Filipe für die Zeit in der DTM und viel Erfolg für Deine sportliche Zukunft.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Neuzugang bei Audi - Nico Müller startet in der DTM

Ein neues Gesicht im Audi-Fahrerkader für die DTM-Saison 2014: Nico Müller wird im Zeichen der Vier Ringe sein Debüt in der populärsten internationalen Tourenwagen-Rennserie geben. Der 21 Jahre junge Schweizer übernimmt den Platz von Filipe Albuquerque, der in das LMP- und GT-Programm von Audi wechselt.


Nico Müller wechselt für Audi in die DTM
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller hat sich mit starken Leistungen bei Testfahrten für das frei gewordene Cockpit eines Audi RS 5 DTM empfohlen. „Wir beobachten Nicos Karriere schon seit geraumer Zeit. Er hat einige Hundert Testkilometer mit unseren DTM-Autos absolviert und dabei einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Ich bin zuversichtlich, dass er die Lücke, die durch den Wechsel von Filipe Albuquerque in unser LMP- und GT-Programm entstanden ist, schnell schließen wird“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich.

Auch Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchstalent: „Nico passt sowohl vom Speed als auch von seiner Persönlichkeit gut zu Audi und ist sicherlich eine Bereicherung für die DTM insgesamt. Ich halte sehr viel von ihm und denke, dass er in seiner Rookie-Saison für die eine oder andere Überraschung sorgen kann.“

für Nico Müller geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung - Audi Werksfahrer in der DTM
Foto: Audi-Motorsport
Für Nico Müller geht mit der Berufung zum Audi-Werkpiloten in der DTM-Saison 2014 ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Ich habe die Serie schon als Kind verfolgt. Und spätestens seit ich das erste Mal einen DTM-Audi getestet habe, träume ich davon, mit so einem Auto im Rennen antreten zu dürfen“, sagt der Schweizer. „Die DTM gehört zu den professionellsten und bekanntesten Rennserien weltweit und steht bei so gut wie jedem Fahrer auf dem Wunschzettel. Daher ist es eine große Ehre für mich, dass mir Audi das Vertrauen schenkt, mit einem RS 5 DTM anzutreten.“

An den Umgang mit leistungsstarken Rennautos ist Müller gewöhnt. In der Saison 2013, seinem insgesamt sechsten Jahr im Formelsport, trat er mit einem 530 PS starken Monoposto in der World Series by Renault an und belegte dort mit zwei Siegen – unter anderem beim Saisonhöhepunkt in Monaco – den fünften Tabellenplatz. „Ungewohnt ist für mich weniger die Motorleistung als das Fahren mit einem Dach über dem Helm, aber das wird mir schnell in Fleisch und Blut übergehen“, ist sich der Tourenwagen-Neuling sicher. Seine persönliche Zielsetzung für die Debütsaison ist von vorsichtigem Optimismus geprägt: „Die DTM hat eine einzigartig hohe Leistungsdichte innerhalb des Fahrerfeldes. Entsprechend schwer wird es sein, Punkte zu erobern. Mein Ziel ist es, schnell und stetig zu lernen und in der zweiten Saisonhälfte das eine oder andere Mal den Sprung unter die besten zehn zu schaffen.“