Dienstag, 15. Oktober 2013

DTM Finale in Hockenheim - Audi hat große Ziele


DTM-Fans erwartet in Hockenheim ein spannendes Saisonfinale. Zwar hat sich Audi-Pilot Mike Rockenfeller bereits beim neunten Lauf in Zandvoort vorzeitig den Fahrertitel gesichert. Doch in der Team- und Herstellerwertung verspricht die Ausgangslage einen packenden Dreikampf: Das Audi Sport Team Phoenix liegt nur drei Zähler vor dem besten BMW-Team und zehn Punkte vor der besten Mercedes-Mannschaft. Im Hersteller-Klassement führt Audi mit sieben Zählern Vorsprung auf BMW. Der Gewinn aller drei Titel war Audi zuletzt beim werksseitigen Comeback 2004 gelungen.
Audi hat sich für das Saisonfinale in Hockenheim viel vorgenommen
Foto: Audi-Motorsport
Für die Audi-Piloten ist Hockenheim traditionell ein gutes Pflaster. Aus dem aktuellen Kader haben Mattias Ekström, Jamie Green und Timo Scheider auf dem Kurs bereits Siege erzielen können. Seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 stand fünfmal ein Audi-Fahrer ganz oben auf dem Podium. Im Mai dieses Jahres startete der zweimalige Champion Timo Scheider in Hockenheim mit einer Pole-Position in die Saison. Neuzugang Green gewann das Finale in seiner Karriere schon zweimal.

Der 4,574 Kilometer lange Hockenheimring zählt zu den Lieblingskursen vieler DTM-Piloten. Grund ist neben der einmaligen Stimmung im stadionähnlichen Motodrom auch die Charakteristik der Strecke, die als technisch anspruchsvoll gilt und einen Mix aus schnellen Kurven und langsamen Passagen parat hält. Die lange Parabolika mit anschließender Spitzkehre bietet eine der besten Überholmöglichkeiten im ganzen DTM-Kalender. Die lange Gerade ist auch ein optimaler Bereich für den Einsatz des „Drag Reduction Systems“ (DRS), mit dem die Fahrer den Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach stellen können. Hockenheim ist zudem die erste Strecke, auf der Teams und Fahrer bereits Erfahrungen mit dem Optionsreifen gesammelt haben. Die neue, weichere Reifenmischung wurde beim Saisonauftakt im Mai zum ersten Mal im Rennen eingesetzt.
 
Mike Rockenfeller über Hockenheim:
„Der Hockenheimring ist anspruchsvoll und macht sehr viel Spaß – und er ist etwas Besonderes, weil er gefühlt die Heimat der DTM ist. So empfinde ich das jedenfalls. Ich fühle mich sehr wohl dort und besonders heimisch, obwohl ja der Nürburgring meine Heimstrecke ist. Es ist auch insgesamt eine gute Gegend mit sehr vielen Motorsport- und DTM-Fans. Man hat dort immer volle Tribünen, speziell beim Finale. Natürlich ist auch für uns als Fahrer das Gefühl beim Finale ein anderes als beim ersten Rennen. Beim Finale weißt du, wie die Saison gelaufen ist. Nach einer schlechten Saison bist du froh, dass sie vorbei ist. Nach einer guten hast du schon etwas zu feiern. Und anschließend gibt es immer eine gute Party. Die schwierigste Stelle in Hockenheim ist für mich die Spitzkehre. Man kommt mit sehr hoher Geschwindigkeit an und muss sehr stark bremsen. Theoretisch gibt es mehrere Linien, weil die Strecke so breit ist. Aber am Ende ist doch nur eine schnell. Und die zu treffen, finde ich persönlich sehr schwierig. Ich muss mich jedes Mal ganz besonders darauf fokussieren.“

Montag, 14. Oktober 2013

Superbike - Saisonfinale Lausitzring


Nachdem Michi Ranseder das Zeittraining am Sonnabend deutlich dominiert hatte, war von Ihm beim Saisonfinale am Sonntag auf dem Lausitzring einiges zu erwarten. Ransender fur als Einziger eine 1:40er-Zeit. Teamkollege Freddy Foray blieb mit 1:41,059 min bereits 0,431 Sekunden darüber. Allerdings waren auch sowohl mit Damian Cudlin und Erwan Nigon zwei starke fahrer an diesem Wochenende nicht am Start. Der Australier hatte, nachdem der Superbike-Titel bereits vor drei Wochen in Hockenheim an Markus Reiterberger vergeben worden war, einen CRT-Einsatz in der MotoGP-WM nicht ausschlagen können, der in Malaysia zeitgleich zum SUPERBIKE*IDM-Finale auf dem Lausitzring stattfindet. Nigon wiederum ist wegen seines gebrochenen Fußes noch immer außer Gefecht.

Markus Reiterberger holte sich zum Saisonabschluss nochmals zwei Siege
Foto: Jens Hawrda

Mit Markus Reiterberger und Stefan Nebel gesellten sich zwei BMW-Fahrer mit in die erste Reihe, wenn auch der Bayer mit einer S1000 RR und der Nordrhein-Westfale auf einer HP4 unterwegs ist. Die zweite Startreihe eröffnet Mark Aitchison, der wie schon zuletzt in Hockenheim den an der Hand verletzten Matej Smrz (Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy) vertritt.

Ein kurzes Comeback in der Superbike-Klasse hat Ghisbert van Ginhoven (RAC Racing). Der Gesamt-Neunte von 2012 ist im Team inzwischen eigentlich der Experte für das Data Recording, übernimmt aber den verwaisten Platz auf der BMW von Damian Cudlin. Der 31-jährige Niederländer geht nach einem Jahr Abstinenz vom 15. Startplatz ins Rennen.
1.     Rennen:
Aus der ersten Startreihe heraus setzte sich Stefan Nebel (BMW) sofort an die Spitze und dominierte in der ersten Hälfte des Rennens. Bis Markus Reiterberger (BMW) kam. Dem Superbike-Champion 2013 hatte Nebel auf Dauer nichts entgegen zu setzen, auch wenn er die ersten Angriffe erfolgreich abwehren konnte. Reiterberger hatte Michi Ranseder (Honda) im Schlepptau. Der Österreicher war durch seine Pole Position sichtlich beflügelt und verdrängte Nebel noch auf den dritten Rang, der jedoch froh war, überhaupt einen Podestplatz in dieser Saison erreicht zu haben. Damit war das Teamziel endlich erreicht.

Michael Ranseder konnte seine Pole-Position nicht in einen Sieg umsetzen
Foto: Jens Hawrda

Freddy Foray holte als Vierter Punkte für das Honda Holzhauer Racing Team. Mark Aitchison, Vertreter des am Karpaltunnel operierten Matej Smrz (Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy), wurde mit lediglich vier Zehntelsekunden hinter dem Australier Fünfter.
Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
1.     Markus Reiterberger (BMW),
2.     Michael Ranseder (Honda),
3.     Stefan Nebel (BMW),
4.     Freddy Foray (Honda),
5.     Marks Aitchison (Yamaha).

2.     Rennen:
Den zweiten Lauf führte zuerst Michi Ranseder bis in Runde sieben zum Teil deutlich an. Dann konnte Reiterberger ihn überholen. Auch Mark Aitchison und sein Yamaha-Teamkollege Gareth Jones stürmten am Österreicher vorbei, der sich trotzdem den Vizetitel sichern konnte. Denn er holte immer noch so viele Punkte, dass er den in Malaysia bei der MotoGP weilenden Damian Cudlin in der Fahrer-Gesamtwertung der Superbikes übertrumpfte.

Mit großem Equipment, aber weitgehend abgeschirmt, war auch wieder das 3C-Racing-Team am Start. Diesmal brachte es mit Ivan Goi und Matteo Baiocco gleich zwei Fahrer auf der Panigale an den Start, die direkt aus dem Ducati-Stall stammen. Baiacco ist Testfahrer der italienischen Marke, Goi Vierter der italienischen Superbike-Meisterschaft. Ausbeute: in beiden Rennen gab es Top-Ten-Platzierungen.
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five):
1.     Markus Reiterberger (BMW),
2.     Mark Aitchison (Yamaha),
3.     Gareth Jones (Yamaha),
4.     Freddy Foray (Honda),
5.     Michael Ranseder (Honda).
Internationaler Deutscher Superbike-Meister 2013: Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Ergebnis Meisterschaft (Top-Five):
1.     Markus Reiterber (BMW),
2.     Michael Ranseder (Honda),
3.     Damian Cudlin (BMW),
4.     Gareth Jones (Yamaha),
5.     Freddy Foray (Honda).

Sidecar Finale am Lausitzring


Sprintrennen (Sonnabend):
Für die Sidecar-Führenden in der SUPERBIKE*IDM, Roscher / Neubert, ist die Luft an der Spitze dünner geworden. Kretzer / Lehnertz schnappten ihnen im Endspurt der Saison 2013 noch zwei Punkte im Titelkampf weg. Im Rennen am morgigen Sonntag kommt es somit zum großen Showdown.

Hock/Becker setzten sich gleich zu Beginn des Rennens ab und siegten mit gut vier Sekunden Vorsprung. Auf Rang zwei hatten sich zunächst Dieter Eilers / Michael Prudlik positioniert mussten aber ständig mit den Schweizern Jakob Rutz / Thomas Hofer um diese Position kämpfen. Am Ende des Rennens landete keines der beiden  Teams auf dem Treppchen. Sie mussten sich zuerst Roscher geschlagen geben und dann auch noch Kretzer.
Foto: Jens Hawrda


Für die Sidecar-Führenden in der SUPERBIKE*IDM, Roscher / Neubert, ist die Luft an der Spitze nach dem Samstagsrennen dünner geworden. Kretzer / Lehnertz schnappten ihnen im Endspurt der Saison 2013 noch zwei Punkte im Titelkampf weg. Im Rennen am Sonntag kahm es somit zum großen Finale.
 
Ergebnis Sprintrennen (Top-Five):
 
1. Hock/Becker,
2. Kretzer/Lehnertz,
3. Roscher/Neubert,
4. Rutz/Hofer,
5. Eilers/Prudlik.
 
Hauptrennen (Sonntag):
In den ersten sieben Runden dominierten Hock / Becker das Tempo an der Spitze. Die Schweizer Jakob Rutz / Thomas Hofer versuchten dranzubleiben, wurden aber schon in der zweiten Runde von Kretzer / Lehnertz verdrängt. In der zweiten Halbzeit feierten die Youngster ihren großen Triumph, indem sie sich zuerst Hock / Becker schnappten und später nicht nur das Rennen, sondern auch die Gesamtwertung gewannen. So wurde das Team Hock / Becker, das sich eigentlich aus dem Titelkampf heraushalten wollte, nun doch zum Zünglein an der Waage. Denn als zweitplatziertes Duo sorgten sie genau für den Abstand zwischen Kretzer / Lehnertz und Roscher / Neubert, der den Youngstern Kretzer /Lehnertz zum Titelgewinn verhalf. Roscher wirkte bei der Siegerehrung sichtlich angesäuert.

Hock/Becker vor Kretzer/Lehnertz
Foto: Jens Hawrda

Mit Kretzer / Lehnertz ist das mit Abstand jüngste Sidecar-Team neuer SUPERBIKE* IDM-Champion. Kretzer zählt 28 Lenze, Lehnertz feiert Ende Oktober seinen 24. Geburtstag. Vor dem letzten Saisonrennen hatten beide noch fünf Punkte Rückstand auf Roscher / Neubert um nach dem Rennen mit einem Vorsprung von vier Zählern die Meisterschaft zu gewinnen.
 
Ergebnis Hauptrennen (Top-Five):
 
1. Kretzer/Lehnertz,
2. Hock/Becker,
3. Roscher/Neubert,
4. Rutz/Hofer,
5. Kaspar/Fries.
 
Ergebnis Meisterschaft (Top-Five):
 
1. Andre Kretzer,
2. Mike Roscher,
3. Peter Schröder,
4. Kurt Hock,
5. Dieter Eilers
 

Samstag, 12. Oktober 2013

DTM - Drei Fragen an… Augusto Farfus


Mit bärenstarken Leistungen in der zweiten Saisonhälfte hatte sich Augusto Farfus zum ärgsten Rivalen von Mike Rockenfeller vorgearbeitet. Der BMW-Pilot war bis zum Rennen in Zandvoort der letzte Fahrer, der dem Audi-Piloten den Titel noch hätte streitig machen können. An der Nordseeküste fuhr der Brasilianer zwar zu seinem dritten Saisonsieg - das reichte aber nicht aus, den Titel-Kampf bis zum Finale in Hockenheim offen zu halten.
 
warten auf den Einsatz Augusto Farfus und sein Team
Foto: Jens Hawrda
Augusto, Sie haben in Zandvoort gewonnen, aber der Titel ging an Mike Rockenfeller. Wie fühlen Sie sich?
 
Augusto Farfus: „Ich bin absolut zufrieden, denn ich habe mein Bestes gegeben. Nicht nur in Zandvoort, sondern auch in den acht Rennen davor. Es gibt deshalb nichts, was ich bereuen würde. Glückwunsch noch einmal an Mike. Er ist ein guter Typ und ein fairer Fahrer. Er hat einfach die beste Saison von allen zusammenbekommen und sich diesen Triumph verdient. Ich habe großen Respekt vor dem, was sein Team und er geleistet haben.“
 
Wie hart war das Rennen in Zandvoort?
 
Farfus: „Jedes DTM-Rennen ist hart. Darum macht es uns Fahrern auch solchen Spaß – und den Fans genauso. Der Start war gut, und ich konnte nach der ersten Kurve davonziehen. Mein Markenkollege Marco Wittmann hat es mir nicht schwer gemacht, wofür ich mich bedanke. Das zeigt, wie gut wir als Team zusammenarbeiten. Gegen Ende meines ersten Stints musste ich etwas kämpfen, der Vorsprung schrumpfte von über drei Sekunden auf eine Sekunde. Danach hatte ich das Rennen jedoch unter Kontrolle. Das Auto und die Strategie waren fantastisch.“
 
Wie gehen Sie jetzt ins letzte Rennen in Hockenheim?
 
Farfus: „Um ehrlich zu sein, bin ich erleichtert. Ich hätte natürlich gerne bis zur letzten Runde um den Titel gekämpft. Aber es ist auch so ein gutes Gefühl zu wissen, dass mir niemand mehr den zweiten Platz nehmen kann. In der DTM habe ich zwei unglaubliche Jahre erlebt. Im ersten Jahr war ich der beste Rookie, und meine zweite Saison schließe ich auf dem zweiten Gesamtrang ab. Das ist ein Traum. Jetzt werde ich im letzten Rennen einfach Spaß haben und mein Bestes geben. Zwei Titel gibt es für uns als BMW noch zu gewinnen.“

Freitag, 11. Oktober 2013

ADAC GT Masters stellt die Weichen für die Saison 2014

  • acht Veranstaltungen mit 16 Rennen geplant
  • auch 2014 Live-TV-Übertragung durch Kabel 1
  • Preisgelder wieder 150.000 Euro
  • Reglement bleibt weitgehend unverändert
  • Gentleman-Wertung wird 2014 aufgewertet
ADAC-GT-Masters bleibt auch 2014 attraktiv
Foto:Jens Hawrda