Mittwoch, 25. September 2013

DTM Vorschau Zandvoort - Audi-Pilot Rockenfeller greift nach dem Titel

Die Motorsportfans erwartet ein spannendes Wochenende an der niederländischen Nordseeküste: Zum neunten Lauf der DTM in Zandvoort (27. bis 29. September) reist Audi-Pilot Mike Rockenfeller mit einem Vorsprung von 33 Punkten und kann sich damit bereits im vorletzten Rennen der Saison den ersten DTM-Titel seiner Karriere sichern.
Mike Rockenfeller hat beste Chancen auf den Meistertitel 2013
Foto: Jens Hawrda
Acht Fahrer, eine Meinung: Zandvoort zählt zu den absoluten Lieblingsstrecken der Audi-Piloten. Grund dafür ist die Charakteristik des Kurses mit Kuppen, schnellen Kurven und mehreren Überholmöglichkeiten sowie die einzigartige Lage in den Dünen direkt an der niederländischen Nordseeküste. Die Statistik bestätigt das gute Gefühl der Rennfahrer: Auf keiner anderen Strecke im Rennkalender war Audi seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 erfolgreicher als in Zandvoort. Sieben Mal stand ein Pilot der Vier Ringe bisher ganz oben auf dem Podium. Spitzenreiter ist Mattias Ekström mit insgesamt drei Siegen in den Niederlanden.

In diesem Jahr richten sich die Augen der Motorsportfans auf das Duell von Mike Rockenfeller gegen BMW-Pilot Augusto Farfus, dem einzig verbliebenen Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft. Der Audi-Fahrer reist mit 33 Zählern Vorsprung nach Zandvoort und würde bei einem Sieg oder einem zweiten Platz bereits vorzeitig als neuer DTM-Champion feststehen. Augusto Farfus muss den Abstand zu dem Deutschen auf maximal 25 Punkte verkürzen, um beim Finale in Hockenheim am 20. Oktober noch eine Titelchance zu haben.

Neben Tabellenführer Mike Rockenfeller haben sich auch die Markenkollegen Mattias Ekström, Tom Kristensen und Edoardo Mortara bereits in die Siegerliste dieser Rennstrecke eingetragen. Der ehemalige Audi-Pilot Laurent Aiello feierte 2002 in Zandvoort vorzeitig seinen Titelgewinn. Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider startete hier schon vier Mal von der Pole-Position, ein Sieg blieb ihm allerdings bisher verwehrt.

Der 4,307 Kilometer lange Kurs liegt rund 45 Minuten von Amsterdam entfernt, steht seit 2001 jedes Jahr im Rennkalender und gilt als eine der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken der Saison. Feiner Sand von den Dünen macht den Asphalt neben der Ideallinie oft extrem rutschig. Der Einsatz des "Drag Reduction System" (DRS), mit dem die Fahrer den Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach stellen, bietet sich vor allem auf der Start-Ziel-Geraden an. Mattias Ekström sieht aber auch in der schnellen Kombination nach Turn 3 eine Möglichkeit: "Wenn es dort geht, dann wird das die aufregendste DRS-Passage des ganzen Jahres sein."


Alle Zandvoort-Sieger seit 2001:

2001 Uwe Alzen (Mercedes-Benz)
2002 Mattias Ekström (Abt-Audi)
2003 Christijan Albers (Mercedes-Benz)
2004 Mattias Ekström (Audi)
2005 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2006 Tom Kristensen (Audi)
2007 Martin Tomczyk (Audi)
2008 Mattias Ekström (Audi)
2009 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2010 Gary Paffett (Mercedes-Benz)
2011 Mike Rockenfeller (Audi)
2012 Edoardo Mortara (Audi)

Dienstag, 24. September 2013

DTM Statistik - Zahlen und Fakten zum 400. Rennen der DTM-Geschichte


Beim Rennen in Oschersleben feierte die DTM ein ganz besonderes Jubiläum: Der achte Saisonlauf in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben war das 400. Rennen in der 30-jährigen Geschichte der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Seit der Premiere am 1. März 1984 in Zolder fasziniert die DTM ihre Fans und hat viele interessante Fakten produziert.
 
  • Bislang trugen sich 63 unterschiedliche Fahrer in die Siegerliste ein.
  • Insgesamt starteten bis heute 17 verschiedene Marken in der DTM: Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Fiat, Ford, Mazda, Mercedes-Benz, MG, Mitsubishi, Nissan, Opel, Rover, Toyota, Vauxhall, Volkswagen, Volvo. 
  • Insgesamt neun verschiedene Marken holten Siege in der DTM. Die meisten Erfolge holte Mercedes-Benz (170, 42,5 Prozent) vor Audi (65/16,25 Prozent) und BMW (57/14,25 Prozent). 
  • Die meisten Siege bei den Fahrern feierte Bernd Schneider (Mercedes-Benz), der insgesamt 43 Mal triumphierte. Mit fünf Titeln ist „Mr. DTM“ auch Rekordchampion. 
  • Nur vier Fahrer schafften es in der DTM-Geschichte, mehr als einmal den Titel zu gewinnen. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) schaffte es fünfmal, Klaus Ludwig (Ford und Mercedes-Benz) dreimal. Jeweils zweimal triumphierten Mattias Ekström und Timo Scheider (beide Audi). Insgesamt gab es inklusive ITC-Champion Manuel Reuter (Opel/1996) bislang 18 verschiedene Titelträger. 
  • Ellen Lohr ist die einzige Frau, die ein DTM-Rennen gewann. 1991 siegte sie für Mercedes-Benz auf dem Hockenheimring. 
  • Mit 44 Piloten startete 1988 in Hockenheim das größte Fahrerfeld. Den knappsten Zieleinlauf verfolgten 1996 die Fans beim DTM-Rennen am Norisring. Der Abstand zwischen dem Sieger Klaus Ludwig und Uwe Alzen (beide Opel) betrug hauchdünne 0,089 Sekunden. Winfried Vogt (BMW) siegte dagegen beim Flugplatzrennen in Mainz-Finthen 1985 mit 51,96 Sekunden Vorsprung. 
  • Mercedes-Benz belegte gleich zweimal in der DTM-Geschichte bei einem Rennen die ersten sechs Plätze: 2001 in Hockenheim und 2007 in Barcelona. Audi gelang dieses Kunststück 2011 in Valencia. 
  • Die längste Siegesserie verbuchte Mercedes-Benz. Im Jahr 1995 standen bei acht Rennen hintereinander immer Piloten der Stuttgarter als Sieger auf dem Podest.
 

Nachgefragt bei … Mattias Ekström



Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda

Welche Erinnerungen haben Sie an Zandvoort?
 
"So schöne, dass ich fast eine Gänsehaut bekomme, wenn ich daran denke. Ich habe dort 2002 meinen allerersten DTM-Sieg überhaupt gefeiert. Das war ein unbeschreiblicher Moment – vor allem, weil mein damaliger Teamkollege Laurent Aiello im gleichen Rennen den DTM-Titel gewonnen hat. An die gemeinsamen Minuten auf dem Podium erinnere ich mich heute noch, als wäre es gestern gewesen. Und an die Party danach auch.“
 
Sie haben das Rennen in Zandvoort schon dreimal gewonnen – verraten Sie uns das Geheimnis?


„Wenn man mit einer Strecke besondere Erinnerungen verbindet, dann fühlt man sich von Anfang an wohl. Das sorgt schon mal für eine gute Grundstimmung bei Audi, meinem Team und bei mir. Und vielleicht liegt mir einfach der Charakter der Strecke: Es gibt viele schnelle Kurven, blinde Kuppen und ein paar Stellen, wo man Mut braucht. Im Rennen wird es manchmal ein bisschen rutschig wegen des Sandes, der auf die Strecke geweht wird – aber auch damit komme ich ganz gut klar.“
 

Sie sind zweimaliger Meister, jetzt kämpft Ihr Markenkollege Mike Rockenfeller um den Titel. Haben Sie einen Ratschlag für die heiße Phase?


„Wer in der DTM beim vorletzten Saisonrennen um den Titel kämpft, der braucht gewöhnlich nicht mehr besonders viele Ratschläge. Das gilt auch für Mike, der in diesem Jahr einen einmaligen Lauf hat. Er hat in jedem Rennen gepunktet und den Titel damit zweifellos verdient. Mir persönlich hat in der heißen Phase der Saison immer das starke Team um mich herum geholfen, das viel Ruhe reingebracht und mir damit den Rücken freigehalten hat. Lockerheit ist wichtig, denn wenn in der Box alles angespannt ist, dann verkrampft man auch im Cockpit schnell.“

Sie selbst liegen auf Platz sieben in der Tabelle. Sind Sie damit zufrieden?


„Überhaupt nicht. Ich gehöre nicht zu denen, die gern Punkte holen und in die Top Fünf kommen wollen. Ich möchte Rennen gewinnen und um den Titel fahren. Einen großen Pokal will ich in Zandvoort oder Hockenheim also auf jeden Fall noch holen – auch als Dankeschön an die ganze Mannschaft, weil sie nie aufgegeben hat.“


Montag, 23. September 2013

Supersport 600 Hockenheim - Kevin Wahr mit sechstem Sieg in Folge


1.     Lauf:
Das  erste Rennen der Supersport 600-Klasse am Hockenheimring bot eine Menge Spannung Von Position zwei aus gestartet, war für Jan Bühn (Yamaha) schon in der zweiten Runde Schluss. In der Sachskurve machte er einen Ausflug ins Kiesbett, blieb aber unverletzt.  

Roman Stamm (Kawasaki) übernahm zwar kurzzeitig die Führung stürzte dann aber auch und schied aus.

Somit war für den derzeitigen Tabellenführer Kevin Wahr (Yamaha) die Strecke frei. Mit einem überragenden Zeitabstand von mehr als 4 Sekunden, sah er als erster die schwarz/weiße Flagge.

Der Österreicher und Markenkollege Stefan Kerschbaumer konnte sich vom Rest des Feldes absetzen und kam rund 6,5 Sekunden eher durchs Ziel, wie der Rest. Endresultat: Platz zwei auf dem Podium.
 
Spannend wurde noch einmal in der letzten Runde. Der bis dahin konstant auf Platz drei fahrende  Australier Jed Metcher wurde er in den letzten Sekunden von dem Kawasaki-Piloten Philippe von Gunten und Yamaha-Pilot Luca Grünwald überholt und auf Platz fünf durchgereicht. Für Philippe von Gunten war die Freude groß, denn  er sicherte sich damit sein erstes Podium in seiner Supersport 600-Karriere der SUPERBIKE*IDM.

Luca Grünwald (Yamaha) fuhr als Vierter über die Zielgerade, gefolgt von dem Australier Jed Metcher (Suzuki). Pilotin des Team Suzuki Laux Sarah Heide fuhr sich von Startplatz 19 auf Position 12 nach vorn in die Punkte.
 
Rennergebnis Hockenheim 1. Lauf (Top-Five):
 
1. Kevin Wahr, Yamaha YZF-R6,
2. Stefan Kerschbaumer, Yamaha YZF-R6,
3. Philippe van Gunten, Yamaha YZF-R6,
4. Luca Grünwald, Yamaha YZF-R6,
5. Jed Metcher, Suzuki GSX-R600.
 
2.     Lauf:
Im zweiten Rennen am Hockenheimring fuhr Kevin Wahr auf seiner Yamaha YZF-R6 den sechsten Sieg in Folge ein. Mit 2,6 Sekunden Zeitvorsprung kam er als Erster über die Ziellinie.

Roman Stamm kämpfte bis zum Schluss konnte dem überlegenen Wahr aber gar nichts entgegensetzen und wurde Zweiter. Jan Bühn drückte von hinten musste sich aber schließlich mit dem dritten Platz zufrieden geben. 

Für Stefan Kerschbaumer endete das Rennen bereits vorzeitig durch einen Sturz, er blieb dabei unverletzt, konnte das Rennen aber nicht wieder aufnehmen.

Rennergebnis Hockenheim 2. Lauf (Top-Five):
 
1. Kevin Wahr, Yamaha YZF-R6,
2. Roman Stamm, Kawasaki ZX-6R,
3. Jan Bühn, Yamaha YZF-R6,
4. Tatu Lauslehto, Yamaha YZF-R6,
5. Jed Metcher, Suzuki GSX-R600.




Superbike Hockenheim – Markus Reiterberger holt dem Meistertitel

Markus Reiterberg Dt.Superbike Meister 2013
Foto: Jens Hawrda
1.     Lauf

Nachdem der erste Lauf wegen mehreren Stürzen abgebrochen (Mackels und Neumann stürzten) und neu gestartet werden musste, lief für Markus Reiterberger alles nach Plan. Er wollte den Titel und hatte das bereits mit der Trainingsbestzeit am Sonnabend ganz deutlich gemacht. Ein vorzeitiger Titelgewinn in Hockenheim war für „Reiti“ möglich, wenn  er den ersten Lauf gewinnt und Damian Cudlin maximal Dritter würde. 

Genauso kam es dann auch. Cudlins Start war alles andere als gut und er musste sich trotz hohem Kampfgeist mit Platz drei zufrieden geben, an Arie Vos, der vor ihm auf Platz zwei fuhr gab es keinen Weg vorbei.  Damit war für Reiterberger nach seinem dritten Saisonsieg der vorzeitige Meistertitel sicher. Michael Ranseder tat sich im ersten Rennen schwer und wurde nur Fünfter.

 
Ergebnisse 1. Lauf Hockenheim (Top-Five):
 
1.     Markus Reiterberger, BMW S 1000 RR,

2.     Arie Vos, BMW S 1000 RR,

3.     Damian Cudlin, BMW S 1000 RR,

4.     Gareth Jones, Yamaha YZF-R1,

5.     Michael Ranseder, Honda CBR 1000 RR.

2. Lauf

Im zweiten Lauf dokumentierte Reiterberger noch einmal, dass er zurecht Meister geworden ist und sicherte sich einen unangefochtenen Sieg vor Cudlin und Jones.
Ein tatelloses Rennen lieferte lieferte Mark Aitchinson ab, der den verletzten Matej Smrz auf der Yamaha R1 vertrat. Der WM-Superbiker wurde vierter, nachdem er das erste Rennen bereits auf Platz sieben beendet hatte.  Für Michael Ranseder lief es auch im zweiten Lauf nicht. Nachdem er seinen Markenkollegen Freddy Foray überholt hatte, stürzte er und musste das Rennen aufgeben.
 

Ergebnisse 2. Lauf Hockenheim (Top-Five):
1. Markus Reiterberger, BMW S 1000 RR,

2. Arie Vos, BMW S 1000 RR,

3. Damian Cudlin, BMW S 1000 RR,

4. Mark Aitchinson, Yamaha YZF-R1,

5. Freddy Foray, Honda CBR 1000 RR.