Sonntag, 4. August 2013

GT-Masters Mercedes-Benz-Sieg durch Buhk/Götz am Nürburgring

  • Erster Saisonerfolg für Mercedes-Benz auf dem Nürburgring
  • Maximilian Buhk und Maximilian Götz feiern ersten gemeinsamen Sieg
  • Corvette-Doppelsieg in der Gentleman-Wertung
Siegerpodest Sonnabendrennen vom Nürburgring
Foto: ADAC

Maximilian Buhk  und ADAC GT Masters-Titelverteidiger Maximilian Götz (Polarweiss Racing) erleben eine der besten Wochen ihres Lebens: Am vergangenen Sonntag gewannen die beiden Mercedes-Benz-Piloten gemeinsam mit Bernd Schneider die 24h von Spa. Sechs Tage später feiern Buhk und Götz gemeinsam im Mercedes-Benz SLS AMG auf dem Nürburgring, rund 100 km von Spa entfernt, ihren ersten Saisonsieg im ADAC GT Masters. Götz/Buhk siegten in der Eifel mit 2,6 Sekunden Vorsprung auf den ehemaligen Formel 1-Piloten Markus Winkelhock, der sich über seine bisher beste Platzierung im ADAC GT Masters freuen durfte, und Christer Jöns (Prosperia C. Abt Racing) im Audi R8. Den Erfolg für Mercedes-Benz machten Sergey Afanasiev und Andreas Simonsen (Polarweiss Racing) in einem weiteren Flügeltürer-Mercedes als Dritte perfekt. „Ich hoffe, dass wir auf unserer Erfolgswelle weiter schwimmen können", jubelte FIA GT3-Europameister Buhk nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg.


Corvette-Dreher verhilft Mercedes-Benz zum ersten Saisonsieg
 
Den Weg zum Sieg von Buhk/Götz ebnete ein Patzer von Corvette. In der ersten Rennhälfte lag Polesetter Diego Alessi gefolgt von Andreas Wirth, beide Callaway Competition) in seiner Corvette Z06 an der Spitze. Nach dem Fahrerwechsel von Alessi auf Daniel Keilwitz und Wirth auf Christian Hohenadel erlaubte sich Hohenadel einen Fehler. Nach einem Kontakt mit Keilwitz in der ersten Kurve drehten sich beide Corvette. Als lachender Dritter übernahm Götz im Mercedes-Benz SLS AMG die Führung und fuhr unbedrängt seinem ersten Saisonsieg im ADAC GT Masters entgegen. Auf dem Weg zum Sieg mussten Götz/Buhk aber noch zittern. Bei einem Überholmanöver von Götz vorbei am Ford GT von Dominik Schwager, der mit einem beschädigten Vorderreifen unterwegs war, gab es einen Kontakt zwischen dem Mercedes-Benz und dem Ford. Die Sportkommissare bewerteten den Zwischenfall als Rennunfall, die Mercedes-Benz-Piloten konnten über den Sieg jubeln.
Startphase Sonnabendrennen Nürburgring
Foto: ADAC

„Ich konnte meine Führung kontrollieren und habe versucht, den Abstand auf Markus Winkelhock immer gleich zu halten, in den letzten Runden hat er aber noch richtig Druck gemacht", beschreibt Götz den Weg zu seinem zweiten ADAC GT Masters-Sieg. „Der Kontakt mit Dominik Schwager tut mit sehr leid, aber ansonsten ist unser Rennen perfekt gelaufen. Unser Boxenstopp war super und Max hat mit einem guten Start den Grundstein zum Sieg gelegt." Für Buhk war es der erste Sieg im ADAC GT Masters: "Ich hatte einen guten Start und saß dann hinter den beiden Corvette fest und kam nicht vorbei, obwohl ich schneller war. Ich wollte keinen unüberlegten Angriff starten und schließlich haben uns die Corvette selbst den Gefallen getan, uns den Weg zum Sieg frei zu machen."

Mit einer perfekten Taktik landeten Markus Winkelhock und Christer Jöns auf dem zweiten Rang. Die Audi-Piloten stoppten erst spät zum Fahrerwechsel und machten damit Position um Position gut. Nach dem Fahrerwechsel ging Winkelhock als Zweiter zurück auf die Strecke.
„Ich bin jede Runde wie im Qualifying gefahren, aber ich hatte keine Chance den Mercedes noch einzuholen", so Winkelhock. Sergey Afanasiev/Andreas Simonsen fuhren mit ebenfalls taktisch kluger Fahrt in einer packenden zweiten Rennhälfte ihr bestes Saisonergebnis ein und machten den Triumph für Polarweiss Racing auf Rang drei perfekt.

Nach dem Dreher zur Rennmitte beendeten Alessi/Keilwitz das Rennen noch als Vierte vor den beiden Porsche 911 von Mario Farnbacher (21, Ansbach)/Philipp Frommenwiler (Farnbacher Racing) und Michael Christensen /Robert Renauer (Tonino by Herberth Motorsport). Max Sandritter und Jörg Müller (PIXUM Team Schubert) steuerten den schnellsten BMW Z4 auf Rang sieben. Die Tabellenführer und Sieger beim vorherigen ADAC GT Masters-Wochenende auf dem Sachsenring, Christopher Mies und René Rast (Prosperia C. Abt Racing), belegten Rang 10 und sammelten so noch einen Meisterschaftszähler.

Buhk/Götz führen am Nürburgring
Foto ADAC


Corvette-Doppelsieg in der Amateurwertung durch Seiler/Bleekemolen
 
In der Gentlemen-Wertung führte auf dem Nürburgring kein Weg an den Corvette Z06.R vorbei. Nach dem Start lagen die Schweizer Corvette-Piloten Remo Lips und Toni Seiler (beide Callaway Competition) an der Spitze. Nach dem Fahrerwechsel drehte sich die Reihenfolge. Jeroen Bleekemolen , der Teamkollege von Seiler, übernahm die Führung und stellte für seinen Schweizer Teamkollegen souverän den Sieg in der Gentlemen-Wertung sicher. Rang zwei ging an Remo Lips, der von ADAC Stiftung Sport Förderpilot Lennart Marioneck  unterstützt wurde. Christina Nielsen und Sean Edwards (Farnbacher Racing) komplettierten im Porsche 911 das Podium in der Gentlemen-Wertung.
 
Ergebnis Rennen 1 Nürgurgring (Top-Five):
1. M. Buhk/M. Götz (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
2. C. Jöns/M. Winkelhock (Prosperia C. Abt Racing-Audi R8 LMS ultra),
3. A. Simonsen/S. Afanasiev (Polarweiss Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
4. D. Alessi/D. Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
5. M. Farnbacher/P. Frommenwiler (Farnbacher Racing-Porsche 911 GT3 R),

 
 

IDM-Superbike Schleiz: Markus Reiterberger dominiert Zeittraining

Markus Reiterberger, Zweiter in der Superbike-Tabelle dominierte in beiden Zeittrainings. Der Führende in der Meisterschaft und derzeit verletzte Damian Cudlin vom RAC-Team, der sich vor einer Woche bei der Endurance-WM schwer verletzt hatte, ließ sich trotz Schienbeinbruch nicht lumpen und ergatterte den dritten Startplatz.
Das Meisterschaftsduell Markus Reiterberger vor Damian Cudlin
Foto: Jens Hawrda
 
Gleich zwei Fremdfabrikate zerstörten auf dem Schleizer Dreieck die sonstige Dominanz der BMW-Armada auf den ersten Startplätzen: Yamaha und Honda. Matej Smrz (Platz zwei) wie auch Michi Ranseder als Vierter setzten sich noch vor Titelverteidiger Erwan Nigon (BMW). Sie holten ihre beste Trainingszeit jeweils in der ersten Qualifikation am Samstagmorgen.

In der nachmittäglichen Hitzeschlacht verbesserte sich Stefan Nebel auf der HP4 des Wilbers-BMW-Teams. Auch Suzuki-Neuzugang Joshua Day von HPC Power Racing legte fünf Hundertstel zu und legte bei seiner Deutschland-Premiere den Grundstein in der Superbike-Klasse mit Startplatz 16.

Markus Reiterberger:
„Ich hatte eine richtig geile Runde, da hat alles gepasst. Sechs Zehntel Vorsprung auf den Zweiten sind doch eine gute Sache. Außerdem will ich unbedingt die ROCKWELL-Uhr haben, die es ab heute für den Trainings-Schnellsten in der Superbike- und Supersport-Klasse gibt."

Freitag, 2. August 2013

GT Masters-Qualifying auf dem Nürburgring

  • Corvette auf Pole Position für beide ADAC GT Masters-Rennen in der Eifel
  • Diego Alessi und Jeroen Bleekemolen fahren auf Startplatz eins
  • Hohe Leistungsdichte: 17 Fahrzeuge von sechs Marken innerhalb einer Sekunde

ADAC GT-Masters Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Corvette meldet sich im ADAC GT Masters mit einem Paukenschlag aus der Sommerpause zurück. Auf dem Nürburgring ging die Pole Position für die beiden Rennen am Samstag und Sonntag an Piloten mit dem legendären US-Sportwagen. Diego Alessi (41, I / Callaway Competition) stellte seine Corvette auf den ersten Startplatz für den Lauf am Samstag. Der ehemalige DTM-Pilot Jeroen Bleekemolen (31, NL, Callaway Competition) fuhr auf die Pole Position für den zweiten Lauf am Sonntag.

Packender Dreikampf um Pole Position für Rennen am Samstag

Corvette, BMW und Porsche lieferten sich bei hochsommerlichen Temperaturen um 33 Grad auf dem Nürburgring einen heißen Schlagabtausch um den ersten Startplatz für das Rennen am Samstag. Simon Knap (24, NL / DB Motorsport) im BMW Z4 und Corvette-Pilot Alessi wechselten sich an der Spitze ab, bevor sich Porsche-Förderpilot Michael Christensen (22, DK / Tonino by Herberth Motorsport) bei seinem ersten ADAC GT Masters-Start seit der Saison 2011 im Porsche 911 an die Spitze setzte. Der Däne wähnte sich schon auf dem ersten Startplatz, als drei Minuten vor dem Ende des Qualifyings Alessi seine Bestzeit nochmals unterbot und Christensen auf Rang zwei verdrängte. “Ich mag den Nürburgring sehr gerne, schon im vergangenen Jahr stand ich hier auf dem ersten Startplatz“, sagte Alessi nach seiner dritten Pole Position im ADAC GT Masters. “Im Verlauf des Qualifying ist die Asphalttemperatur leicht gefallen. Ich habe das genau beobachtet, denn jedes Grad zählt und ich bin dann kurz vor dem Ende nochmals auf die Strecke und konnte meine Zeit nochmals verbessern.“
Die zweite Startreihe teilen sich am Samstag Knap und Andreas Wirth (28, Heidelberg / Callaway Competition) in einer weiteren Corvette. Dahinter folgen Maximilian Buhk (20, Dassendorf / Polarweiss Racing), Sieger der 24h von Spa am vergangenen Wochenende, im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und Christer Jöns (26, Ingelheim / Prosperia C. Abt Racing) im schnellsten Audi R8.
ADAC GT-Masters Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Bleekemolen holt sich zweite ADAC GT Masters-Pole auf dem Nürburgring

Im zweiten Qualifying, in dem über die Startplätze für das Rennen am Sonntag entschieden wurde, setzte sich Jeroen Bleekemolen gleich zu Beginn an die Spitze. Sowohl sein Teamkollege Christian Hohenadel (36, Quierschied / Callaway Competition), als auch Porsche-Pilot Sean Edwards (26, GB / Farnbacher Racing) und Dominik Baumann (20, A / PIXUM Team Schubert) versuchten die Bestzeit des Niederländers zu schlagen. Doch Bleekemolen unterbot seine eigene Bestzeit erneut und sicherte sich so die Pole. „Ich habe schon alle möglichen Versionen von Corvette gefahren, aber starte hier am Nürburgring erstmals mit der GT3-Version“, sagte Bleekemolen nach dem Qualifying. “Das Auto lässt sich toll fahren, schon in den Trainings waren wir sehr schnell. Das macht mich zuversichtlich für die beiden Rennen, denn auch mein Teamkollege Toni Seiler war bisher sehr schnell.“

Für Bleekemolen ist es die zweite Pole Position im ADAC GT Masters, erstmals stand der Niederländer 2007 beim Premierenwochende der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring auf der Pole Position. Neben Bleekemolen startet am Sonntag Baumann im BMW aus der ersten Startreihe, die zweite Startreihe teilen sich Sean Edwards im Porsche und Christian Hohenadel in einer Corvette. Von den Startplätzen fünf und sechs gehen Sportwagen-Ass Jörg Müller (43, Hückelhoven / PIXUM Team Schubert) im BMW Z4 und Nicolas Armindo (31, F / Team Geyer & Weinig – Schütz Motorsport) im Porsche 911 ins Rennen. Ein schwieriges Qualifying erlebten die beiden Tabellenführer Christopher Mies (24, Heiligenhaus) und René Rast (26, Frankfurt / beide Prosperia C. Abt Racing), die in ihrem Audi R8 von den Positionen elf und 14 starten.

Donnerstag, 1. August 2013

DMSB-Berufungsgericht bestätigt Ekström-Ausschluss

Was war am Norisring passiert ? Unmittelbar nach Zieldurchfahrt waren Mattias Ekström zwei Flaschen Wasser in den Rennoverall entleert worden. Nach der Siegerehrung auf der Ekström noch als Sieger gefeiert wurde, kam am Abend dann die Meldung Ekström wurde wegen Verstoß gegen die Parc-Fermé-Bestimmungen disqualifiziert. Alle danach platzierten Fahrer rückten eine Position auf.
 
Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda
Fakt ist das das vorgeschriebene Mindestgewicht von Ekström und seinem Audi beim Wiegen nach dem Rennen deutlich überschritten wurde (um genau sieben Kilo). Ekström hätte also auch ohne die Zuführung des Wassers in seine Overall das Mindestgewicht bei Weitem nicht unterschritten.
Es bleibt festzustellen Ekström und Audi haben am Norisring einen sauberen Rennsieg auf der Strecke herausgefahren.

DTM – Streckenvorstellung Moscow Raceway

Am kommenden Wochenende findet der sechste Lauf zur DTM statt. Die Besonderheit bei dieser Veranstaltung ist die neue Strecke in einem neuen Land. Die DTM expandiert nach Russland und wird Ihre sechste Saisonveranstaltung auf dem Moscow Raceway austragen.
Für uns Anlass Euch die Strecke kurz vorzustellen.
 
Streckenlayout Moscow Raceway
Grafik: Sentoan
Der Moscow Raceway ist eine permanente Rennstrecke in der Nähe der Stadt Wolokolamsk ca. 80 Km vor der Hauptstadt Moskau. Die Rennstrecke wurde 2012, nach vier Jahren Bauzeit und Baukosten von 150 Millionen US-Dollar, eröffnet.
 
Architekt der Strecke ist Hermann Tilke aus Aaachen, der in den letzten Jahren bereits mehrere der modernsten Rennstrecken weltweit entworfen hat. Ziel war es internationale Rennserien, wie die Formel 1 nach Russland zu holen. Das Formel 1-Projekt wurde aber 2009 zugunsten eines neuen Projektes in Sotschi aufgegeben.
 
Die Strecke ist in der FIA-Kategorie FIM A eingestuft und kann deshalb als Austragungsort für alle Rennserien genutzt werden. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 4,070 Kilometer. Die Breite variiert zwischen zwölf und einundzwanzig Metern, die der Start-Ziel-Gerade beträgt fünfzehn Meter. Die Länge der Gegengeraden, die zu Start-Ziel führt beträgt einen Kilometer.
 
Der maximale Höhenunterschied liegt bei zweiundzwanzig Metern. Insgesamt können auf der Strecke Rennen auf siebzehn verschiedenen Varianten gefahren werden, wobei deren Streckenlänge zwischen 1,3 und 4 Kilometern betragen kann. Die DTM wird eine verkürzte Streckenvariante von 2,555 Km fahren.
 
Seit Eröffung der Strecke wurden dort bereits Läufe zur Superbike-Weltmeisterschaft und der Renault World Series ausgetragen.
 
Am 21.Juli diesen Jahres verunglückte der italienische Supersport Pilot Andrea Antonelli während des Rennens zur Supersport-Weltmeisterschaft auf dem Moscow Raceway tötlich. In der ersten runde des Rennen stürzte Antonelli aufgrund sinnflutartiger Regenfälle mit seiner Kawasaki. Sein Landsmann Lorenzo Zanetti konnte nicht mehr ausweichen und fuhr mit dem Vorderrrad seiner Honda über Antonellis Hals. Antonelli Erlitt einen Schädelbasisbruch und verstarb, Zenetti trifft keine Schuld. Die Rennstrecke stand unter Wasser, die Bedingungen waren Irregulär und werfen die Frage auf ob bei solchen Bedingungen ein Rennen überhaupt noch gestartet werden darf.

Für die DTM ist die Strecke kompettes Neuland, keiner hat Erfahrungen dort, bzw. ist dort bereits einmal gefahren. Es wird also darum gehen schnell ein Basis-Setup zu finden und dieses auf die Strecke anzupassen. Vor allen für die neuen DTM-Piloten ist das Rennen eine Chance, weil die alten Hasen Ihre Erfahrungen nur bedingt einsetzten können und somit relative Chancengleicheit herrscht.