Sonntag, 4. August 2013

IDM-Superbike Schleiz: Markus Reiterberger dominiert Zeittraining

Markus Reiterberger, Zweiter in der Superbike-Tabelle dominierte in beiden Zeittrainings. Der Führende in der Meisterschaft und derzeit verletzte Damian Cudlin vom RAC-Team, der sich vor einer Woche bei der Endurance-WM schwer verletzt hatte, ließ sich trotz Schienbeinbruch nicht lumpen und ergatterte den dritten Startplatz.
Das Meisterschaftsduell Markus Reiterberger vor Damian Cudlin
Foto: Jens Hawrda
 
Gleich zwei Fremdfabrikate zerstörten auf dem Schleizer Dreieck die sonstige Dominanz der BMW-Armada auf den ersten Startplätzen: Yamaha und Honda. Matej Smrz (Platz zwei) wie auch Michi Ranseder als Vierter setzten sich noch vor Titelverteidiger Erwan Nigon (BMW). Sie holten ihre beste Trainingszeit jeweils in der ersten Qualifikation am Samstagmorgen.

In der nachmittäglichen Hitzeschlacht verbesserte sich Stefan Nebel auf der HP4 des Wilbers-BMW-Teams. Auch Suzuki-Neuzugang Joshua Day von HPC Power Racing legte fünf Hundertstel zu und legte bei seiner Deutschland-Premiere den Grundstein in der Superbike-Klasse mit Startplatz 16.

Markus Reiterberger:
„Ich hatte eine richtig geile Runde, da hat alles gepasst. Sechs Zehntel Vorsprung auf den Zweiten sind doch eine gute Sache. Außerdem will ich unbedingt die ROCKWELL-Uhr haben, die es ab heute für den Trainings-Schnellsten in der Superbike- und Supersport-Klasse gibt."

Freitag, 2. August 2013

GT Masters-Qualifying auf dem Nürburgring

  • Corvette auf Pole Position für beide ADAC GT Masters-Rennen in der Eifel
  • Diego Alessi und Jeroen Bleekemolen fahren auf Startplatz eins
  • Hohe Leistungsdichte: 17 Fahrzeuge von sechs Marken innerhalb einer Sekunde

ADAC GT-Masters Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Corvette meldet sich im ADAC GT Masters mit einem Paukenschlag aus der Sommerpause zurück. Auf dem Nürburgring ging die Pole Position für die beiden Rennen am Samstag und Sonntag an Piloten mit dem legendären US-Sportwagen. Diego Alessi (41, I / Callaway Competition) stellte seine Corvette auf den ersten Startplatz für den Lauf am Samstag. Der ehemalige DTM-Pilot Jeroen Bleekemolen (31, NL, Callaway Competition) fuhr auf die Pole Position für den zweiten Lauf am Sonntag.

Packender Dreikampf um Pole Position für Rennen am Samstag

Corvette, BMW und Porsche lieferten sich bei hochsommerlichen Temperaturen um 33 Grad auf dem Nürburgring einen heißen Schlagabtausch um den ersten Startplatz für das Rennen am Samstag. Simon Knap (24, NL / DB Motorsport) im BMW Z4 und Corvette-Pilot Alessi wechselten sich an der Spitze ab, bevor sich Porsche-Förderpilot Michael Christensen (22, DK / Tonino by Herberth Motorsport) bei seinem ersten ADAC GT Masters-Start seit der Saison 2011 im Porsche 911 an die Spitze setzte. Der Däne wähnte sich schon auf dem ersten Startplatz, als drei Minuten vor dem Ende des Qualifyings Alessi seine Bestzeit nochmals unterbot und Christensen auf Rang zwei verdrängte. “Ich mag den Nürburgring sehr gerne, schon im vergangenen Jahr stand ich hier auf dem ersten Startplatz“, sagte Alessi nach seiner dritten Pole Position im ADAC GT Masters. “Im Verlauf des Qualifying ist die Asphalttemperatur leicht gefallen. Ich habe das genau beobachtet, denn jedes Grad zählt und ich bin dann kurz vor dem Ende nochmals auf die Strecke und konnte meine Zeit nochmals verbessern.“
Die zweite Startreihe teilen sich am Samstag Knap und Andreas Wirth (28, Heidelberg / Callaway Competition) in einer weiteren Corvette. Dahinter folgen Maximilian Buhk (20, Dassendorf / Polarweiss Racing), Sieger der 24h von Spa am vergangenen Wochenende, im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 und Christer Jöns (26, Ingelheim / Prosperia C. Abt Racing) im schnellsten Audi R8.
ADAC GT-Masters Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Bleekemolen holt sich zweite ADAC GT Masters-Pole auf dem Nürburgring

Im zweiten Qualifying, in dem über die Startplätze für das Rennen am Sonntag entschieden wurde, setzte sich Jeroen Bleekemolen gleich zu Beginn an die Spitze. Sowohl sein Teamkollege Christian Hohenadel (36, Quierschied / Callaway Competition), als auch Porsche-Pilot Sean Edwards (26, GB / Farnbacher Racing) und Dominik Baumann (20, A / PIXUM Team Schubert) versuchten die Bestzeit des Niederländers zu schlagen. Doch Bleekemolen unterbot seine eigene Bestzeit erneut und sicherte sich so die Pole. „Ich habe schon alle möglichen Versionen von Corvette gefahren, aber starte hier am Nürburgring erstmals mit der GT3-Version“, sagte Bleekemolen nach dem Qualifying. “Das Auto lässt sich toll fahren, schon in den Trainings waren wir sehr schnell. Das macht mich zuversichtlich für die beiden Rennen, denn auch mein Teamkollege Toni Seiler war bisher sehr schnell.“

Für Bleekemolen ist es die zweite Pole Position im ADAC GT Masters, erstmals stand der Niederländer 2007 beim Premierenwochende der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring auf der Pole Position. Neben Bleekemolen startet am Sonntag Baumann im BMW aus der ersten Startreihe, die zweite Startreihe teilen sich Sean Edwards im Porsche und Christian Hohenadel in einer Corvette. Von den Startplätzen fünf und sechs gehen Sportwagen-Ass Jörg Müller (43, Hückelhoven / PIXUM Team Schubert) im BMW Z4 und Nicolas Armindo (31, F / Team Geyer & Weinig – Schütz Motorsport) im Porsche 911 ins Rennen. Ein schwieriges Qualifying erlebten die beiden Tabellenführer Christopher Mies (24, Heiligenhaus) und René Rast (26, Frankfurt / beide Prosperia C. Abt Racing), die in ihrem Audi R8 von den Positionen elf und 14 starten.

Donnerstag, 1. August 2013

DMSB-Berufungsgericht bestätigt Ekström-Ausschluss

Was war am Norisring passiert ? Unmittelbar nach Zieldurchfahrt waren Mattias Ekström zwei Flaschen Wasser in den Rennoverall entleert worden. Nach der Siegerehrung auf der Ekström noch als Sieger gefeiert wurde, kam am Abend dann die Meldung Ekström wurde wegen Verstoß gegen die Parc-Fermé-Bestimmungen disqualifiziert. Alle danach platzierten Fahrer rückten eine Position auf.
 
Mattias Ekström
Foto: Jens Hawrda
Fakt ist das das vorgeschriebene Mindestgewicht von Ekström und seinem Audi beim Wiegen nach dem Rennen deutlich überschritten wurde (um genau sieben Kilo). Ekström hätte also auch ohne die Zuführung des Wassers in seine Overall das Mindestgewicht bei Weitem nicht unterschritten.
Es bleibt festzustellen Ekström und Audi haben am Norisring einen sauberen Rennsieg auf der Strecke herausgefahren.

DTM – Streckenvorstellung Moscow Raceway

Am kommenden Wochenende findet der sechste Lauf zur DTM statt. Die Besonderheit bei dieser Veranstaltung ist die neue Strecke in einem neuen Land. Die DTM expandiert nach Russland und wird Ihre sechste Saisonveranstaltung auf dem Moscow Raceway austragen.
Für uns Anlass Euch die Strecke kurz vorzustellen.
 
Streckenlayout Moscow Raceway
Grafik: Sentoan
Der Moscow Raceway ist eine permanente Rennstrecke in der Nähe der Stadt Wolokolamsk ca. 80 Km vor der Hauptstadt Moskau. Die Rennstrecke wurde 2012, nach vier Jahren Bauzeit und Baukosten von 150 Millionen US-Dollar, eröffnet.
 
Architekt der Strecke ist Hermann Tilke aus Aaachen, der in den letzten Jahren bereits mehrere der modernsten Rennstrecken weltweit entworfen hat. Ziel war es internationale Rennserien, wie die Formel 1 nach Russland zu holen. Das Formel 1-Projekt wurde aber 2009 zugunsten eines neuen Projektes in Sotschi aufgegeben.
 
Die Strecke ist in der FIA-Kategorie FIM A eingestuft und kann deshalb als Austragungsort für alle Rennserien genutzt werden. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 4,070 Kilometer. Die Breite variiert zwischen zwölf und einundzwanzig Metern, die der Start-Ziel-Gerade beträgt fünfzehn Meter. Die Länge der Gegengeraden, die zu Start-Ziel führt beträgt einen Kilometer.
 
Der maximale Höhenunterschied liegt bei zweiundzwanzig Metern. Insgesamt können auf der Strecke Rennen auf siebzehn verschiedenen Varianten gefahren werden, wobei deren Streckenlänge zwischen 1,3 und 4 Kilometern betragen kann. Die DTM wird eine verkürzte Streckenvariante von 2,555 Km fahren.
 
Seit Eröffung der Strecke wurden dort bereits Läufe zur Superbike-Weltmeisterschaft und der Renault World Series ausgetragen.
 
Am 21.Juli diesen Jahres verunglückte der italienische Supersport Pilot Andrea Antonelli während des Rennens zur Supersport-Weltmeisterschaft auf dem Moscow Raceway tötlich. In der ersten runde des Rennen stürzte Antonelli aufgrund sinnflutartiger Regenfälle mit seiner Kawasaki. Sein Landsmann Lorenzo Zanetti konnte nicht mehr ausweichen und fuhr mit dem Vorderrrad seiner Honda über Antonellis Hals. Antonelli Erlitt einen Schädelbasisbruch und verstarb, Zenetti trifft keine Schuld. Die Rennstrecke stand unter Wasser, die Bedingungen waren Irregulär und werfen die Frage auf ob bei solchen Bedingungen ein Rennen überhaupt noch gestartet werden darf.

Für die DTM ist die Strecke kompettes Neuland, keiner hat Erfahrungen dort, bzw. ist dort bereits einmal gefahren. Es wird also darum gehen schnell ein Basis-Setup zu finden und dieses auf die Strecke anzupassen. Vor allen für die neuen DTM-Piloten ist das Rennen eine Chance, weil die alten Hasen Ihre Erfahrungen nur bedingt einsetzten können und somit relative Chancengleicheit herrscht.


Mittwoch, 31. Juli 2013

Nachgefragt bei ... Mike Rockenfeller

Mike Rockenfäller in Moskau
Foto: Audi-Motorsport


Sie reisen als Tabellenführer zum sechsten Saisonlauf der DTM nach Moskau. Verspüren Sie durch diese Situation besonderen Druck?

Nein, überhaupt nicht. Letztlich ist auch das Rennen in Moskau ein ganz normaler DTM-Lauf. Wie immer werde ich versuchen, mein Bestes zu geben und am Ende des Rennens einen Pokal in Empfang zu nehmen.

Der Moscow Raceway ist für alle DTM-Fahrer Neuland. Wie erobern Sie sich eine neue Rennstrecke?

Ich werde vor der Abreise sicher noch Videomaterial sichten. Das reicht aber höchstens für einen ersten flüchtigen Eindruck. Entscheidend ist die Streckenbesichtigung zu Fuß, bei der man erste Besonderheiten wie Straßenbelag, Kurvenradien oder Beschaffenheit der Randsteine kennenlernt. Dann gilt es, das Freie Training optimal zu nutzen, um eine gute Abstimmung für das Auto zu finden. Natürlich ist das diesmal schwieriger, als wenn man mit Basisdaten von vorherigen Rennen an eine Strecke kommt. Aber diese Aufgabe ist für alle gleich und bedeutet letztlich eine besondere Herausforderung, die das Wochenende nur noch interessanter macht.

Und wie prägen Sie sich den Streckenverlauf ein?

Das ist überhaupt kein Problem. Da reichen 10 bis 15 Runden im Rennauto und ich weiß, wo es langgeht.

Sie waren gerade beim Moskau City Racing und fliegen nächste Woche schon wieder nach Russland. Wie vertreiben Sie sich die Zeit im Flugzeug?

Ein bisschen Lesen, Musik hören oder einfach vor mich hindösen und entspannen. Vielleicht sind ja auch ein paar Kollegen mit im Flugzeug, dann werden wir sicher ein bisschen quatschen. So vergehen die drei Stunden recht schnell. Moskau ist ja schließlich kein Langstreckenflug.