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| Patrick "Pax" Hobelsberger nimmt die neue EURO MOTO Superbike mit seinem privaten Team und mit Honda Deutschland in Angriff Foto: Hobelsberger Racing Team |
Nach einem Jahr mit mehreren Baustellen meldet sich Patrick „Pax“ Hobelsberger ohne „Wenn und Aber“ im heimischen Fahrerlager zurück. Der 29-jährige Bayer nimmt den Kampf gegen die Konkurrenz in der EURO MOTO Superbike auf und erfreut sich der Unterstützung durch Honda Deutschland.
Die ganze Saison will er wieder dabei sein, nicht nur zwei Einsätze wie im letzten Jahr. Das private Team funktioniere inzwischen perfekt, lässt Hobelsberger wissen. Die Abläufe sind geregelt. Nach der kurzfristigen Liaison mit dem Kawasaki-Team von Oliver Skach samt Trennung im Eilverfahren hat Hobelsberger das Racing-Projekt wieder auf die eigenen Beine gestellt.
Alle Voraussetzungen erfüllt
„Für uns ist das jetzt der perfekte Schritt, erneut eine komplette Meisterschaft zu bestreiten“, sagt der Vollblut-Racer. 2025 ging er im Alpe Adria Cup, in der Niederländischen Meisterschaft und bei den besagten zwei IDM-Rennen in Assen und in Hockenheim an den Start. In der IDM sah der Gesamt-Dritte von 2023, damals im BMW-Team GERT56, den Zielstrich bei keinem der zwei IDM-Events. Der gelernte Zimmerer aus Landau an der Isar erinnert sich mit hochgezogenen Augenbrauen an die Zeit und resümiert: „Eigentlich hatten wir 2025 eine sehr, sehr gute Saison. Allerdings mit sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen.“
Das Rätsel ist gelöst
Das Hockenheim-Finale gehörte eindeutig zu den Tiefen. Aber die Sorge, dass seine Honda bei niedrigen Temperaturen streiken könnte, hat „Pax“ inzwischen nicht mehr. Bei den Wintertests in Spanien ist die Crew dem rätselhaften Verhalten auf den Grund gekommen. Hobelsberger erzählt: „Meine letzte Honda hatte ich 2025 im April erhalten und wir haben sehr spät mit dem Aufbau begonnen. Wir hatten nie einen Einsatz bei niedrigen Temperaturen. Meistens war es draußen sogar richtig heiß und alles lief reibungslos. Dann stand Hockenheim auf dem Plan. Ich hätte niemals erwartet, dass unser Setup Ende September bei niedrigen Temperaturen nicht funktionieren könnte. Aber es war so. Bei den Wintertests in Spanien trat genau das gleiche Phänomen auf. Es war eine Kopie von Hockenheim. Völlig verrückt. Step by Step haben wir alles ausgelotet und wissen nun, dass es hauptsächlich an der Heckpartie lag.“
Die Verletzung vom Saisonende ist verheilt. Die ersten Teile für die nagelneue Honda CBR1000RR-R sind fertig. Der Testbetrieb geht im April weiter. Hobelsberger will in der EURO MOTO nicht antreten, um nur zu gucken, wo er steht. „Das wäre der falsche Anreiz.“ Er will vorne mitmischen.
Quelle: euromoto.racing/Anke Wieczorek
