Freitag, 24. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: BMW vor Ginetta im ersten Training

Linus Hahne setzte im ersten freien Training beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben die Bestzeit. Fahrzeuge von drei Marken auf den ersten vier Positionen.

Linus Hahne BMW M4 GT4 #77
Foto: Jens Hawrda

Das dritte Rennwochenende der Saison 2026 in der ADAC GT4 Germany ist eröffnet: Am Freitagmorgen fand in der Motorsport Arena Oschersleben bereits das erste freie Training statt - und da war BMW-Pilot Linus Hahne (22/Oelde, ME Motorsport) nicht zu schlagen. Im M4 GT4 umrundete er die 3,667 Kilometer lange Strecke in exakt 1:31,207 Minuten. 

„Ich bin wirklich sehr gerne in Oschersleben unterwegs. Die Strecke und das Auto haben sich gut angefühlt. Auch fahrerisch hat in meiner schnellsten Runde alles zusammengepasst“, freute sich Hahne, der sich das Cockpit mit Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) teilt. „Wir haben uns für das Rennwochenende einiges vorgenommen, möchten vorne mitfahren und im besten Fall aufs Podest kommen. Sicherlich sind Qualifikation und das Rennen aber eine ganz andere Hausnummer, als das freie Training. Doch wir sind bereit.“ Tatsächlich war es die erste Bestzeit überhaupt von Linus Hahne in seiner bisherigen ADAC GT4 Germany-Karriere.

Mit einem Rückstand von 0,402 Sekunden ging Platz zwei der Session an die Ginetta G56 GT4 von Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing). Bertilsson drehte die schnellste Runde des Fahrzeuges und führte damit weite Teile der Session an. Erst kurz vor Schluss konnte ihn BMW-Pilot Hahne noch von der Spitze verdrängen.

Lediglich weitere fünf Tausendstelsekunden zurück lagen Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Das Duo befindet sich aktuell auf Platz drei der Gesamtwertung und ist mit dem klaren Ziel nach Oschersleben gereist, die Tabellenspitze zurückzuerobern. Vierte wurden mit einem Rückstand von 0,448 Sekunden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4. Damit befanden sich Fahrzeuge von drei unterschiedlichen Marken auf den ersten vier Positionen, was die Ausgeglichenheit im Feld unterstreicht.

Die Top Fünf komplettieren Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, Mercedes-AMG) beim großen Heimspiel ihres Teams BWT Mücke Motorsport. 

Quelle: adac-motorsport.de


Porsche-Doppelspitze: Preining und Feller dominieren Freies Training in Oschersleben

Thomas Preining Porsche 911 GT3 R #91
Foto: Jens Hawrda

  • Manthey-Piloten in beiden DTM-Sessions am Freitag auf Platz eins und zwei
  • Luca Engstler fährt im Lamborghini Temerario GT3 die drittschnellste Zeit
  • Optimale Balance und Qualifying-Simulationen auf dem Bördekurs im Fokus

Starker Start von Thomas Preining (Manthey) in die zweite Saisonhälfte der DTM. Der Österreicher war am Freitag in Oschersleben in beiden Trainingseinheiten schnellster Pilot. Mit 1:22,425 Minuten erzielte der 28-Jährige in der zweiten Session die Tagesbestmarke. "Oschersleben war schon immer eine meiner Lieblingsstrecken. Der Kurs ist verwinkelt, es gibt viele enge Kurven und man fährt häufig in niedrigen Gängen. Das erinnert mich an eine Kartstrecke und macht mir sehr viel Spaß. Wir waren von Beginn an gut dabei und der Porsche fühlt sich richtig stark an. An ein paar Details können wir noch arbeiten, aber insgesamt sind wir auf einem guten Niveau unterwegs", sagte Preining.

Ricardo Feller Porsche 911 GT3 R #90
Foto: Jens Hawrda

In seinem Windschatten lief auch Teamkollege Ricardo Feller (CH) im Porsche 911 GT3 R zur Hochform auf und belegte hinter Preining jeweils Platz zwei. Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) gelang im Lamborghini Temerario GT3 die drittbeste Runde. "Anfangs haben wir ein paar Dinge ausprobiert und über den Tag ein ganz gutes Setup gefunden. Oschersleben ist eine besondere Strecke für mich, mit der ich viele Emotionen verbinde. Hier war ich oft als Kind, als mein Vater noch selbst gefahren ist. Außerdem habe ich in Oschersleben vor zwei Jahren meinen ersten DTM-Sieg geholt", erklärte Engstler. Rang vier sicherte sich Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf). Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) steuerte einen weiteren Lamborghini auf Position fünf.

Im ersten Freien Training am Freitagvormittag ging es für die Piloten bei Temperaturen von 17 Grad Celsius darum, die Fahrzeuge optimal auf das Streckenlayout des kurvenreichen und 3,667 Kilometer langen Kurses in der Magdeburger Börde einzustellen. Preining war dabei einer der aktivsten und aggressivsten Piloten und verdrängte Feller kurz vor Schluss mit der Topmarke von 1:22,493 Minuten von Platz eins.

In der zweiten Session am Nachmittag wechselten alle Fahrer eine Viertelstunde vor dem Ende auf frische Pirelli-Slicks – die Generalprobe für das Qualifying am Samstag begann. Mercedes-AMG-Pilot Auer übernahm zunächst die Führung, ehe Preining knapp zwei Minuten vor Ablauf des Trainings mit der Tagesbestzeit zurückschlug. Feller und Engstler schoben sich danach noch auf die Positionen zwei und drei vor.

Das erste Qualifying in Oschersleben wird am Samstag um 9:45 Uhr gestartet.

Quelle: dtm.com

Donnerstag, 23. Juli 2026

Wiebelhaus auf der Überholspur: Ford-Youngster über rasanten DTM-Aufstieg

  • In sechs Jahren vom Kart in die DTM: „Fühlt sich manchmal noch surreal an“
  • „Road to DTM“-Sieger Wiebelhaus über seine starken Rennen und Ziele

Finn Wiebelhaus geht mit Rückenwind ins Oschersleben-Wochenende
Foto: ADAC-Motorsport


Zwei Podestplätze, starke Auftritte und die Führung in der Rookie-Wertung: Nach seinem Aufstieg als "Road to DTM"-Sieger hat Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) in seinem ersten DTM-Jahr bereits für Aufsehen gesorgt. Vor dem Rennwochenende in der Motorsport Arena Oschersleben (24. bis 26. Juli) spricht der 20-jährige Ford-Pilot über seinen ungewöhnlichen Karriereweg, einen Schlüsselmoment in der DTM und seine Vorfreude auf die anstehenden beiden Meisterschaftsläufe in der Magdeburger Börde.

Finn, am Wochenende geht es für die DTM nach Oschersleben. Was macht die Strecke aus?

Oschersleben ist für mich eine echte Oldschool-Strecke. Es gibt kaum Diskussionen über Tracklimits, weil neben der Strecke direkt Gras oder Kies wartet. Man fährt ans Limit heran und merkt sofort, wenn man es überschritten hat. Die Strecke ist eng, technisch und hat einen schönen Rhythmus. Ob sie unserem Ford Mustang GT3 liegt, werden wir sehen. Trotzdem freue ich mich sehr auf das Wochenende, weil ich die Strecke wirklich gern mag.

Wie fällt das Zwischenfazit nach der ersten Saisonhälfte aus?

Ich hätte vor der Saison nicht erwartet, dass die erste Hälfte so gut läuft. Gerade die vielen Termine wie Presserunden oder Autogrammstunden haben mich an den Wochenenden anfangs noch Energie gekostet. Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt. Als Schulnote würde ich mir eine Zwei geben. Man kann immer etwas besser machen, aber ich denke, dass ich bisher wenige Fehler gemacht habe.

Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast: Jetzt bin ich endgültig in der DTM angekommen?

Das Podium auf dem Lausitzring war für mich extrem wichtig. Zuvor war ich zweimal unverschuldet ausgefallen und konnte nicht wirklich zeigen, was ich kann. Irgendwann fragt man sich dann schon, warum es einfach nicht läuft. Am Sonntag auf dem Lausitzring hat aber alles zusammengepasst. Dieses Ergebnis hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, gerade für das Wochenende danach auf dem Norisring. Dort muss man sehr no an die Mauern heranfahren und braucht volles Vertrauen ins Auto. Nach dem Podium und den vielen Glückwünschen hatte ich das Gefühl, endgültig angekommen zu sein.

Was hat dich während deiner ersten Monate in der DTM besonders beeindruckt?

Vor allem die vielen Fans! Am Norisring war unglaublich viel los. Teilweise kam ich kaum durch das Fahrerlager, weil ich immer wieder für ein Foto oder ein Autogramm angehalten wurde. Selbst ein kurzer Weg kann dann ziemlich lange dauern. Wenn man dringend zu einem Termin muss, kann das natürlich etwas stressig werden. Trotzdem versuche ich, mir möglichst viel Zeit zu nehmen. Die Fans sind für unseren Sport enorm wichtig.

Du hast erst 2020 mit dem Motorsport begonnen. Wie kam es zu diesem späten Einstieg?

Als Kind habe ich mit meinem Vater viel Formel 1 geschaut und war ein riesiger Sebastian-Vettel-Fan. Ansonsten hat Motorsport in meiner Familie aber keine große Rolle gespielt. Meine ersten virtuellen Runden bin ich mit dem Formel-1-Spiel von 2016 und einem Lenkrad für 40 Euro gefahren. 2020 sind wir dann zur Kartmesse nach Offenbach gefahren und haben dort spontan ein gebrauchtes Kart gekauft. Meine Mutter war davon anfangs nicht so begeistert. Danach kam alles ziemlich schnell ins Rollen und sechs Jahre später fahre ich in der DTM. Manchmal fühlt sich das noch etwas surreal an.

Welche Rolle spielte der ADAC in deiner Karriere?

Eine sehr wichtige, vor allem dank der ADAC Stiftung Sport. Mit der "Road to DTM" hat der ADAC ein Nachwuchsprogramm geschaffen, das vom Kartsport bis in die DTM führt. Bei mir im Zimmer stehen die Pokale aus dem ADAC Kart Masters, dem ADAC GT Masters und von meinem ersten DTM-Podium. Daran kann man meinen Weg gut erkennen.

Nach meinem Erfolg im ADAC Kart Masters habe ich die Chance bekommen, in den Formelsport einzusteigen. Später habe ich mich für den GT-Sport entschieden und konnte mich über das ADAC GT Masters mit dem Titel und als "Road to DTM"-Sieger für die DTM empfehlen. Ich bin stolz, den jungen Fahrern auf den Kartstrecken zeigen zu können, wohin der Weg führen kann.

Welche Fahrer zählten in der Kindheit zu deinen Vorbildern?

Sebastian Vettel war während seiner Zeit bei Red Bull mein großes Idol. In der DTM habe ich vor allem René Rast verfolgt. Er hat damals viele Onboard-Aufnahmen auf YouTube hochgeladen und erklärt, was er im Auto macht. Das fand ich extrem interessant. Heute selbst gegen Fahrer wie Timo Glock anzutreten, ist natürlich besonders. Wir verstehen uns gut und er hat immer einen lustigen Spruch auf Lager. Als Timo in der Formel 1 unterwegs war, bin ich noch nicht einmal Kart gefahren.

Was sind die Ziele für die noch ausstehenden Rennen?

Mein größtes Ziel ist, die Rookie-Wertung zu gewinnen. Ein oder zwei weitere Podestplätze wären natürlich auch schön. Die DTM ist aber ein hartes Pflaster. Es kann auch einmal zwei oder drei schwierige Wochenenden geben. Das gehört dazu. Vor allem freue ich mich auf den Nürburgring. Für mein Team HRT ist es das Heimspiel. Ich mag die Strecke und war dort in der Vergangenheit meistens schnell. Auf den Sachsenring bin ich ebenfalls gespannt, weil ich dort noch nie gefahren bin.

Quelle: dtm.com

Dienstag, 21. Juli 2026

Wer wird Halbzeit-Champion der ADAC GT4 Germany 2026?

  • Denny Berndt/Lachlan Robinson kommen als Tabellenführer nach Oschersleben
  • Heimspiel für BWT Mücke Motorsport
  • Sport1 bringt die ADAC GT4 Germany ins Free-TV

Die beiden Porsche von AVIA W&S Motorsport kämpfen um die Tabellenspitze
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für das dritte Rennwochenende der Saison 2026. Schauplatz ist vom 24. bis 26. Juli die Motorsport Arena Oschersleben in der Magdeburger Börde. Bereits die ersten beiden Events 2026 haben jede Menge Spannung und Dramatik geboten – und genau das wird auch für den Auftritt auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands prognostiziert, auf der die ADAC GT4 Germany zudem Saisonhalbzeit feiert. Wie üblich startet die Serie im Rahmenprogramm der DTM, was volle Zuschauerränge garantiert. Tickets für Oschersleben gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Sport1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV. Beide Rennen starten am Samstag und Sonntag um 15:10 Uhr und sind im Livestream auf Sport1.de und ServusTV On zu sehen. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:15 Uhr und am Sonntag ab 10:00 Uhr live übertragen.

Als Tabellenführer reisen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) nach Oschersleben. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo hat bislang alle Saisonrennen auf dem Podium beendet und zählt somit zu den ganz großen Favoriten. „Natürlich ist es das Ziel, auch nach Oschersleben im Klassement vorne zu liegen. Aber wichtiger als ein Halbzeit-Titel wäre es, am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle zu stehen. Oschersleben hat viele lang gezogene Kurven. Somit gilt es, schnell in die Ecken hineinzufahren und viel Speed mitzunehmen. Sicherlich werden wir einiges an Arbeit haben, um ein perfektes Set-up zu finden“, erklärt Berndt, der in Oschersleben auch Heimspiel hat. „Im Vergleich zu anderen Rennwochenenden werden einige Leute mehr mitkommen. Ich freue mich schon jetzt, mit ihnen abends zusammenzusitzen und über die Rennen zu philosophieren.“

Mit lediglich neun Punkten Rückstand liegen die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg) auf Tabellenplatz zwei. Sie haben in drei der vier bisherigen Saisonrennen auf dem Podium gestanden. Weitere sieben Zähler zurück befinden sich Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 das Auftaktrennen auf dem Red Bull Ring für sich entschieden. Ebenfalls noch aussichtsreiche Chancen auf den inoffiziellen Titel des Halbzeit-Champions haben Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4.

Die kürzeste Anreise nach Oschersleben hat BWT Mücke Motorsport. Der Traditionsrennstall aus Berlin bestreitet somit ebenfalls sein Heimspiel und setzt dabei auf eine vielversprechende Fahrerpaarung. Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) teilen sich den pinkfarbenen Mercedes-AMG GT4. Schmid gibt 2026 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany. Mit Erfolg: Nach zwei Klassensiegen und zwei weiteren zweiten Plätzen führt die Nachwuchshoffnung die Rookie-Wertung der ADAC GT4 Germany an.

„Mir macht es einfach richtig viel Spaß, mit BWT Mücke Motorsport und dem Auto an den Rennwochenenden der ADAC GT4 Germany anzutreten. Oschersleben sollte unserem Mercedes-AMG richtig gut liegen, da es viele Kurven und wenige Geraden gibt. Somit hoffe ich auf gute Ergebnisse. Vielleicht gelingt uns sogar ein Resultat in den Top Fünf. Ziel ist auf jeden Fall immer der Laufsieg in der Rookie-Wertung“, blickt Schmid voraus. „Tatsächlich hatte ich letztes Jahr im Oktober in Oschersleben meinen ersten GT4-Test mit dem Team. Schon damals hat mir die Strecke sehr gut gefallen.“


Montag, 20. Juli 2026

Arena-Action in Oschersleben: Ring frei für die DTM

Startphase in Oschersleben 2025
Foto: ADAC-Motorsport

Zur Ferienzeit wird es in Oschersleben heiß: Die DTM schaltet in der Motorsport Arena einen Gang höher und startet vom 24. bis 26. Juli mit den Meisterschaftsläufen neun und zehn in die zweite Saisonhälfte. Ein Wikinger ist auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands der Gejagte. Der Däne Nicki Thiim (Comtoyou Racing) hat nach seinem triumphalen Wochenende am Norisring die Tabellenführung übernommen. Mit Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) und Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) liegt jedoch ein starkes Mercedes-AMG-Duo in Schlagdistanz. Während auf dem Bördekurs um jede Zehntelsekunde gekämpft wird, genießen die Zuschauer dank des besonderen Arena-Charakters beste Sicht auf die Strecke. Tickets gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV. Die Übertragung beginnt am Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Livestream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ran.de, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

  • Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Saisonrennen 9 und 10 von 16
  • Streckenlänge: 3.667 Meter
  • Layout: 14 Kurven (sieben Rechts-, sieben Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2025, Rennen 1: Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf, Mercedes-AMG GT3)
  • Sieger 2025, Rennen 2: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)

Setzt Thiim seinen Höhenflug fort?

Thiim geht als Fahrer der Stunde in das Oschersleben-Wochenende. Nach der maximalen Ausbeute von 56 Zählern auf dem Norisring führt der Aston-Martin-Pilot erstmals die DTM-Gesamtwertung an. „Ich bin immer noch ein wenig fassungslos, Tabellenführer der DTM zu sein. Mein Vater ist lange in dieser Serie gefahren, für mich war es immer ein Kindheitstraum, ihm nachzueifern. Die Motorsport Arena ist so etwas wie meine Heimstrecke. Sie ist nur rund vier Stunden von Dänemark entfernt, deshalb wird meine Familie mit dabei sein und mich unterstützen“, sagt Thiim.

Nur neun beziehungsweise elf Punkte hinter Thiim lauern mit Engel und Auer zwei Mercedes-AMG-Piloten. Der Zweitplatzierte Engel punktete in dieser Saison gewohnt zuverlässig und stand in Oschersleben 2024 und 2025 auf dem Treppchen.

Auer überzeugte bisher ebenfalls mit großer Konstanz und sammelte bereits vier Podiumsplätze – mehr als jeder andere Fahrer im Feld. Sein Erfolgsrezept: „Ich denke immer nur von Rennen zu Rennen. In der DTM liegt alles dicht zusammen, hier sind nur Top-Fahrer am Start. Es kann sich jederzeit alles ändern, deshalb liegt mein Fokus immer nur auf der nächsten Aufgabe. Sei es Freies Training, Qualifying oder Rennen. Die Motorsport Arena Oschersleben liegt uns und vor allem dem Mercedes AMG GT3 als sehr gutem Allrounder“, verrät der Österreicher, der im vergangenen Jahr in der Magdeburger Börde einen Sieg feierte.

Auch in der Verfolgergruppe hinter dem Top-Trio geht es heiß her: Den Tabellenvierten Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Ford-Youngster Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) auf Rang zehn trennen nur 20 Punkte. Cairoli hat im Ferrari 296 GT3 Evo als einziger Fahrer neben Thiim zwei Saisonsiege auf dem Konto und könnte mit einem starken Auftritt in Oschersleben wieder zur Spitzengruppe aufschließen. Die Formkurve von Wiebelhaus zeigte zuletzt steil nach oben. Auf dem Norisring lieferte sich der „Road to DTM“-Sieger ein packendes Duell mit Thiim und beendete das Sonntagsrennen auf Rang zwei. „Oschersleben ist für mich eine echte Oldschool-Strecke“, erzählt Wiebelhaus. „Es gibt kaum Diskussionen über Tracklimits, weil neben der Strecke direkt Gras oder Kies wartet. Man fährt ans Limit heran und merkt sofort, wenn man es überschritten hat. Das gefällt mir. Die Strecke ist eng, technisch und hat einen schönen Rhythmus.“

Heimspiel für Schubert Motorsport beim Arena-Spektakel

Die Motorsport Arena Oschersleben zählt zu den technisch anspruchsvollsten Strecken im DTM-Kalender. Charakteristisch für den 3,667 Kilometer langen Kurs in der Nähe von Magdeburg sind die zahlreichen Kurven mit unterschiedlichsten Radien. Die höchste Geschwindigkeit wird am Ende der rund 700 Meter langen Start-Ziel-Geraden mit knapp 250 km/h erreicht. Vor der anschließenden engen Linkskurve bieten sich die besten Überholmöglichkeiten. Ein besonderes Merkmal ist der Arena-Charakter der Strecke – die Zuschauer können das Vollgas-Spektakel aus luftiger Höhe perfekt mitverfolgen. Im Fokus der Fans stehen die beiden BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport. Das Team hat seinen Sitz nur wenige Minuten von der Rennstrecke entfernt. Mit dem zweifachen Champion Marco Wittmann (Fürth) und Kelvin van der Linde aus Südafrika will Schubert Motorsport den Heimvorteil nutzen.

Stars von morgen und Kultautos

Im Rahmenprogramm der DTM gehen die Stars von morgen an den Start: Die ADAC GT4 Germany und der ADAC Tourenwagen Junior Cup bieten Nachwuchstalenten eine professionelle Plattform, um Erfahrungen zu sammeln und sich im Rennsport zu etablieren. Einen Kontrast dazu bilden die Showrunden historischer DTM-Fahrzeuge. Die legendären Autos mit dem unverwechselbaren Sound drehen an allen drei Veranstaltungstagen ihre Runden und nehmen die Zuschauer mit auf eine nostalgische Reise durch vier Jahrzehnte DTM.