Donnerstag, 10. Juli 2025

DTM Norisring: Kämpferischer Feller im Rampenlicht

Ricardo Feller, Audi R8 LMS GT3
Foto: Gruppe C Photography

Der Norisring war für die Mannschaft von Land-Motorsport ein gutes Pflaster, um den Aufwärtstrend in der DTM fortzusetzen. Ricardo Feller lieferte in Nürnberg nicht nur eine starke Aufholjagd ab, sondern erkämpfte auch eine Top-Platzierung im Qualifying sowie wertvolle Punkte.

Als besonderes Highlight startete der Audi R8 LMS GT3 von Feller erstmals im Design der Streaming-Plattform Joyn. Dank einer Medienkooperation mit ProSieben rückte das schwarz-grüne Fahrzeug ins Rampenlicht und war nicht nur in der Liveübertragung, sondern auch bei den insgesamt 112.000 Fans vor Ort einer der Publikumslieblinge. Über das gesamte Wochenende begleitete der Fernsehsender die Mannschaft und gab so Einblicke hinter die Kulissen. Die Kooperation ging sogar so weit, dass Feller während der Einführungsrunde live im Fernsehen über Funk zu den Kommentatoren zugeschaltet war.

Und passend dazu präsentierte sich Ricardo Feller in Bestform – und das vom ersten Training am Freitagvormittag bis zum zweiten Rennen am Sonntag. So bewies der Schweizer, dass er auf den Straßen Nürnbergs zu den schnellsten Piloten im Feld zählt und auch aus schwierigen Situationen das Maximum herausholt. Die Crew in der Box tat ihr Übriges und stellte dem 25-Jährigen ein perfektes Auto für die Herausforderungen des Wochenendes bereit.

„Ich bin jetzt schon das vierte Jahr in Folge auf dem Norisring im Audi R8 LMS GT3 unterwegs und an diesem Wochenende war das das beste Fahrzeug, das ich hier bisher bewegen durfte. Umso schöner ist es dann, zu sehen, dass ich das mit den Plätzen neun und zwölf bestätigen konnte“, bilanziert ein zufriedener Ricardo Feller. „Ein großes Lob geht zudem an das gesamte Team. Was die Jungs an diesem Wochenende auf die Beine gestellt und abgeliefert haben, war Wahnsinn. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Quelle: land-motorsport.de

GERT56: Keine Fehler machen den Unterschied in Oschersleben

Finsterbusch #56 vor Jähnig #14
Foto: Jens Hawrda

Im motorsportlichen „Wohnzimmer“ von GERT56 stand in der Motorsport Arena Oschersleben das vierte Event der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an. Jan-Ole Jähnig und Toni Finsterbusch konnten dabei mit ihren GERT56-BMW M 1000 RR Maschinen Punkte sammeln, obwohl es einige Probleme gab. 

Im Qualifying hatte man noch kräftig auftrumpfen können: Jähnig sicherte sich Startplatz zwei, Finsterbusch Startplatz drei. Damit standen beide von RS Speedbikes vorbereiteten BMW M 1000 RR in der ersten Startreihe. 

In den Rennen ging man zum Teil eine andere Strategie, was die Reifenwahl anging, die sich aber nicht als grundlegend falsch erweisen sollte. Aber beide Piloten hatten ihre Mühen und mussten auch mit eigenen Fehlern kämpfen. So sprangen bei Jähnig am Ende die Ränge fünf und sechs – bei Finsterbusch elf und fünf heraus. 

Finsterbusch liegt auf dem vierten Tabellenrang und hat 101 Zähler auf dem Konto. Jähnig ist Sechster und hält bei 81 Punkten. 

Jan-Ole Jähnig 
Foto: Jens Hawrda
Jan-Ole Jähnig:

„Es war ein solides Wochenende – vielleicht nicht das, was ich mir vorgenommen habe. Der Freitag war etwas schwierig und durchwachsen. Da haben wir viel probiert und gearbeitet und sind dann auf eine solide Pace gekommen und das Motorrad hat gut funktioniert. Das Qualifying war dann Mega, der Speed war da echt super und Platz zwei war eine richtig gute Ausgangsposition. Wir hatten im FP3 auch schon eine richtig gute Pace für das Rennen. Aber die Rennen waren dann irgendwie schwierig. Ich hatte ganz schön mit den Reifen zu tun und von mir war es fahrtechnisch auch nicht einwandfrei. Anfangs konnte ich immer gut mithalten, aber hintenraus habe ich dann halt verloren. Ich sage mal so: Mit den Plätzen fünf und sechs konnten wir solide punkten. Das war zwar nicht das, was ich mir so vorgenommen habe, aber es war okay. Das Team hat einen super Job gemacht, dafür vielen Dank! Jetzt ist erst einmal Sommerpause und dann greifen wir in Assen wieder an. 

Toni Finsterbusch
Foto: Jens Hawrda
Toni Finsterbusch:

„Freitag lief alles nach Plan. Wir haben ein paar Sachen probiert und eigentlich ein gutes Setup gefunden. Samstag im Qualifying ist mir eine ganz gute Runde gelungen, auch wenn ich wieder ein paar Fehler eingebaut habe. Aber mit Startplatz zwei für JO und Startplatz drei von mir waren wir auf jeden Fall gut gerüstet für den Sonntag. Zu den Rennen muss man sagen, dass ich leider zu viele Fehler gemacht habe. Im ersten Lauf habe ich mich leider unnötig verschalten, als ich Mercado angreifen wollte und bin dadurch weit gegangen und musste noch mal durchs Kiesbett. Das war auf jeden Fall ärgerlich, weil es mein eigener Fehler war. Für Platz elf habe ich wenigstens noch ein paar Punkte mitgenommen. Im zweiten Rennen wollte ich das besser machen, hatte aber auch keinen sonderlich guten Start. Ich habe dann eine Weile hinter JO gehangen, ehe ich vorbei gekommen bin und konnte dann die kleine Lücke zu Alt wieder zufahren. Dann hatte ich aber einen üblen Hinterradrutscher, wo ich immer noch nicht weiß, wie ich da sitzen geblieben bin. Ich bin dann aber wieder hinter JO und Kovacs zurück gefallen. Da musste ich mich wieder zurück kämpfen, habe dann aber noch mal einen Fehler gemacht. Das Team hat perfekt gearbeitet und ich konnte mich wenigstens mit ein paar Punkten bedanken. Aber das muss beim nächsten Mal wieder besser werden.“

Quelle: gert.de

ADAC GT Masters beim Truck-Festival auf dem Nürburgring

  • ADAC GT Masters mit Endurance-Format beim ADAC Truck-Grand-Prix
  • Joos Sportwagentechnik in der Eifel zurück im ADAC GT Masters
  • Alle Rennen des Wochenendes live bei Sport1.de, Joyn, ServusTV ON und auf Youtube

Foto: Jens Hawrda

Tradition trifft auf Festival. Am Wochenende vom 11. bis 13. Juli startet das ADAC GT Masters auf dem legendären Nürburgring im Rahmen des Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix. Im vergangenen Jahr reisten 130.000 Zuschauer zum gemeinsamen Festival des ADAC GT Masters und der Trucks. Auch in dieser Saison gab es bereits ein gemeinsames Event beim Saisonauftakt am Lausitzring. Am Nürburgring wächst das Feld des ADAC GT Masters: Das Team Joos kehrt mit einem Porsche in die Serie zurück. Beide Rennen des Wochenendes starten um 16:10 Uhr und werden live auf sport1.de, Joyn, ServusTV ON und auf youtube.com/adacmotorsports gestreamt. Zudem sind beide Läufe zeitversetzt auf Sky Sport zu sehen.

Rückkehr zum Endurance-Format

Auf dem Nürburgring wird erneut ein Endurance-Wochenende ausgetragen. Beide Rennen auf der 3,629 km langen Kurzanbindung dauern 80 Minuten und beinhalten zwei Pflichtboxenstopps mit Fahrerwechseln. Die Siege in den beiden bisher einzigen Langstrecken-Läufen 2025 gingen an die aktuellen Tabellenführer Leo Pichler (23/AT)/Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing). Sie liegen mit ihrem Porsche 911 GT3 R aktuell nur noch einen Zähler vor Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie (19/RSA/beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT3 Evo die Überflieger des zweiten Saisonwochenendes in Zandvoort waren.

„Wir haben gesehen, dass wir vorne mitfahren können. Jetzt, wo wir Platz eins in der Meisterschaft belegen, wollen wir dort natürlich bleiben“, sagte Pichler. „Für die anstehenden Endurance-Rennen fühlen wir uns sehr gut vorbereitet. Das haben wir im Griff und ich denke, das könnten wieder sehr gute Ergebnisse werden.“

Heimrennen für viele Piloten und Teams

Für zahlreiche Fahrer und Teams wird das Wochenende in der Eifel zum Heimspiel. Allen voran Nico Hantke (21). Der Hürther wohnt selbst weniger als 80 Kilometer vom Nürburgring entfernt. Er pilotiert den Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Scherer Sport PHX, die in Meuspath, im Gewerbegebiet des Nürburgrings beheimatet sind. „Ich freue mich schon riesig auf das Wochenende. Die Strecke selbst gefällt mir sehr gut und ich denke auch, dass sie unserem Audi liegen sollte“, erklärte Hantke. „Natürlich ist das Wetter immer ein entscheidender Faktor in der Eifel, aber ich bin überzeugt, dass mein Team Scherer allein durch die örtliche Nähe auf alle Eventualitäten vorbereitet ist.“

Die wohl kürzeste Anreise haben die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (21). Die beiden Piloten von Schubert Motorsport wohnen im Luftlinie 30 Kilometer entfernten Polch. Sandro Holzem erzielte 2023 am Nürburgring sein bisher bestes Ergebnis im ADAC GT Masters mit einem zweiten Platz. „Für uns ist dieses Wochenende eine Kombination aus Druck und Motivation. Natürlich wollen wir unser Bestes geben, gerade weil so viele Bekannte und die Sponsoren dabei sind. Gleichzeitig motiviert es umso mehr, in der Heimat ein Top-Resultat zu erzielen“, so Sandro Holzem. Sein Bruder Juliano ergänzt: „Wir wollen natürlich gewinnen, sonst wären wir nicht hier!“

Das Haupt Racing Team kann mit den drei Ford Mustang GT3 ebenfalls auf seinen Heimvorteil setzen. In Drees, unmittelbar neben dem Nürburgring, ist die Mannschaft beheimatet, die im vergangenen Jahr beide Rennen in der Eifel gewann – damals allerdings noch im Mercedes-AMG GT3. Mit dieser Marke versucht 2025 Moritz Wiskirchen das Publikum in seiner Heimat zu beeindrucken. Der 22-Jährige aus Euskirchen war schon als Kind mit seinem Vater am Nürburgring. „Nur weil ich direkt um die Ecke wohne, bin ich leider auch nicht öfter dort gefahren als die anderen“, sagte Wiskirchen. „Trotzdem bin ich optimistisch. Die Strecke sollte unserem Mercedes-AMG liegen und ich hoffe, dass wir mit meiner zusätzlichen Motivation in der Heimat ganz vorne mitfahren.“

Vizemeister kehrt ins ADAC GT Masters zurück

Das Team Joos Sportwagentechnik wird auf dem Nürburgring ein Gastspiel in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC geben. Als Piloten treten Teamchef Michael Joos (34/Vöhringen) und Neueinsteiger Felix Neuhofer (28/AT) im Porsche 911 GT3 R an. Das Team aus dem baden-württembergischen Vöhringen ist kein unbekanntes im ADAC GT Masters. In den Jahren 2021 bis 2024 bestritt die Mannschaft die ganze Saison und erzielte mit dem heutigen DTM-Piloten Ayhancan Güven und Christian Engelhart die Vizemeisterschaft in der Fahrerwertung.

Michael Joos nahm bisher an insgesamt zehn Rennen teil und gewann 2023 auf dem Red Bull Ring den zweiten Lauf. Teamkollege Neuhofer hat bereits viel Erfahrung im Porsche und war unter anderem im Porsche Carrera Cup Deutschland unterwegs. „Für mich ist das ADAC GT Masters-Debüt ein echter Meilenstein – aber ich komme nicht her, um nur dabei zu sein. Ich will zeigen, was ich kann, mitkämpfen, pushen, mich durchsetzen. Die Serie ist tough, aber genau das motiviert mich“, so der Österreicher. Teamkollege und Teamchef Joos ergänzt: „Der Start am Nürburgring ist erstmal ein einmaliger Start, aber wir hoffen, dass wir mit zwei guten Rennen Sponsoren und Partner anziehen können, die uns weitere Starts in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison ermöglichen können.“


Mittwoch, 9. Juli 2025

EastSide Motorsport kehrt zurück in die ADAC GT4 Germany

  • Rennstall bestreitet ab dem Nürburgring alle weiteren Saisonrennen
  • Mit Jan Philipp Springob und dem Norweger Storm Gjerdrum stehen beide Piloten fest
  • Ziel sind Plätze in den Top Fünf und die Fahrt auf das Podium

Der Aston Martin von COSY Racing by ESM bestreitet
ab dem Nürburgring alle Rennen der ADAC GT4 Germany 2025
(Foto: Maurice Grommes/MG Foto und Film)

Große Rückkehr von EastSide Motorsport in die ADAC GT4 Germany. Das erfolgreiche Team aus Crimmitschau in Sachsen wird ab dem Rennwochenende auf dem Nürburgring alle noch ausstehenden Läufe bestreiten und bringt mit einem Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo noch mehr britisches Flair in die Serie. „Wir freuen uns natürlich sehr, wieder in der ADAC GT4 Germany anzutreten“, erklärt Team-Managerin Virginia Möckl. „Wir kennen die Serie gut und fühlen uns auf der Plattform extrem wohl. Highlight wird sicherlich unser Heimspiel Ende August auf dem Sachsenring.“

Eingesetzt wird der Aston Martin unter der Nennung „COSY Racing by ESM“. Auch die beiden Piloten stehen bereits fest. Dabei setzt das Team auf eine Mischung aus Erfahrung und Jugend: Jan Philipp Springob (24/Olpe) ist bereits seit 2019 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Sein Teamkollege wird der 15-jährige Norweger Storm Gjerdrum, der sein Serien-Debüt geben wird. Storms älterer Bruder Emil Gjerdrum startet 2025 im ADAC GT Masters und war in den beiden Jahren zuvor in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Gemeinsam mit Springob bestritt Emil Gjerdrum 2024 das Rennwochenende auf dem Red Bull Ring.

„Ich freue mich riesig, wieder in der ADAC GT4 Germany an den Start gehen zu können. Es war natürlich schon ein merkwürdiges Gefühl, Oschersleben und den Norisring vom Sofa aus verfolgen zu müssen. Doch nun komme ich zurück“, so Springob. „Mit Storm Gjerdrum habe ich einen sehr jungen Teamkollegen. Wir kommen super miteinander aus und verstehen uns gut. Er wirkt auf jeden Fall älter als seine 15 Jahre und ist sehr schnell. Außerdem hat mich seine klasse Fahrzeugbeherrschung beeindruckt.“

Storm Gjerdrums Alter ist auch einer der Hauptgründe dafür, warum der Aston Martin erst beim Rennwochenende auf dem Nürburgring antritt. „Sein Geburtstag ist Mitte Juli und das Mindestalter für die ADAC GT4 Germany liegt bei 16 Jahren. Somit warten wir eben bis August für den ersten Rennstart“, klärt Team-Managerin Möckl auf. „Wir hatten zuletzt aber bereits Testfahrten unternommen und sind von seinem fahrerischen Können mehr als überzeugt.“

Für Jan Philipp Springob ist die Traditionsrennstrecke in der Eifel zudem ein gutes Pflaster. Dort holte er 2023 einen seiner zwei Laufsiege in der ADAC GT4 Germany. „Zu sagen, dass wir direkt gewinnen wollen, wäre vielleicht etwas ambitioniert“, bleibt Springob vorsichtig. „Doch im Verlauf der Saison möchten wir in den Top Fünf mitfahren und in Richtung Podium schauen. Das sollten wir auf jeden Fall hinbekommen.“

Das Einsatzteam EastSide Motorsport ist bereits seit 2022 in der ADAC GT4 Germany am Start. In dieser Zeit konnten drei Laufsiege und zwei zweite Plätze eingefahren werden. „Wir kommen mit dem Aston Martin sehr gut zurecht und konnten damit im letzten Jahr bereits auf dem Red Bull Ring das Sonntagsrennen gewinnen“, beschreibt Team-Managerin Möckl. „Vielleicht gelingt uns dieses Jahr ein ähnlicher Erfolg.“


IDM 2025: Oschersleben - Ein Platz an der Sonne

Startphase IDM Superbike
Foto: Jens Hawrda

Kämpfe um Tausendstelsekunden, Doppelsiege in zwei Klassen und blendendes Wetter entfachten in der Motorsport Arena Oschersleben am vergangenen Wochenende ein Feuerwerk der Emotionen. Für die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) war Saisonhalbzeit angesagt. Vor der Sommerpause gab es in der Serie noch unerwartete Wendungen in den Wertungen.

IDM Superbike: Neuer Tabellenführer zur Saisonhalbzeit

In der IDM Superbike gab es mit Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) auf der Ducati Panigale V4R einen überlegenen Doppelsieger. Der 25-jährige Bayer ließ schon nach dem Start des ersten Rennens keinen Zweifel daran aufkommen, diesen Triumph zum ersten Mal in seiner noch frischen Superbike-Karriere zu erringen. Hinter ihm spielte sich ein dramatisches Duell zwischen Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) und dem bis dahin Führenden in der Gesamtwertung, Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW) ab. Es ging um den zweiten Podestplatz zwischen der roten Honda und der schwarz-gelben BMW. Zur Hälfte des Rennens presste sich Soomer an Alt vorbei, geriet dabei aber neben die Strecke und stürzte. Von all dem bekam Tulovic nichts mit. Er gewann mit der Startnummer „3“ das dritte Rennen in diesem Jahr. Sein Vorsprung auf Florian Alt betrug nach dem Schwenken der Zielflagge 3,916 Sekunden. Dritter wurde der Argentinier Leandro Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW), der mit BMW die dritte Motorradmarke auf dem Podium repräsentierte. Florian Alt hatte zudem die Führung in der Gesamtwertung übernommen.

Den zweiten Lauf musste der gestürzte und entthronte Hannes Sommer aus dem Krankenhaus verfolgen. Seine rechte Hand war bei dem Crash im ersten Lauf schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und nichts ging mehr. Lukas Tulovic holte sich in der Abwesenheit des Esten den zweiten Sieg des Tages und ging als großer Dominator des Wochenendes hervor. Als sich Florian Alt diesmal aus den Fängen von Leandro Mercado freigemacht und sich auf die zweite Position nach vorn gearbeitet hatte, musste er feststellen, dass die jetzt naheliegende Jagd auf „Tulo“ an der Spitze vergeblich sein würde. Dieser war mit seiner Ducati einfach schon zu weit weg. Stattdessen meldete sich Mercado wieder bei Alt zurück. Der Argentinier schickte den Deutschen in der letzten Rennrunde noch auf den dritten Platz. Auf der Ziellinie trennten die Beiden zwei Zehntelsekunden. In der Gesamtwertung ließ sich Alt jedoch nicht von seinem Platz verdrängen. Er führt die Tabelle mit 139 Punkten vor Tulovic (136), Soomer (112), Finsterbusch (101), Mercado (85) und Jähnig (81) an.

Kampf zwischen Andreas Kofler #19 und Dirk Geiger #60
Foto: Jens Hawrda

IDM Supersport: Bittere Pille für Geiger und Aufholjagd von ganz hinten

IDM-Supersportler Dirk Geiger (MCA Racing) hätte kurz nach seinem 23. Geburtstag in Partylaune sein müssen, stattdessen musste er eine bittere Pille schlucken. Die IDM-Techniker stellten fest, dass die Motorverplombung an seiner Honda nicht intakt war. Laut Reglement hatte das zur Folge, dass alle Rennen, in dem der Motor eingesetzt wurde, aberkannt werden. In Geigers Fall war es das erste Rennen bei der Veranstaltung im tschechischen Most. Geiger bekam also 25 Wertungspunkte von seinem Konto gestrichen. Dass er auch noch von ganz hinten starten musste, hatte einen anderen Grund. Nämlich, weil jetzt mit dem Einsatz eines vierten Motors über das Limit von drei Antrieben hinausgegangen wurde. Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) stand nach den Ereignissen bereits vor dem ersten Rennen als neuer Meisterschaftsführender fest. Mit einem Punkt vor Geiger.

Was dann kam, war einzigartig. Geiger fuhr vom 23. und damit letzten Startplatz aus zum Sieg. Schon nach der ersten Runde war er Neunter, in der neunten Runde übernahm er die Führung. Bis dahin hatten Andreas Kofler auf Yamaha und Ducati-Pilot Daniel Blin (AF Racing) die Hauptrollen an der Spitze gespielt. Sie folgten Geiger aufs Podest, der doppelt jubelte, denn auch die Meisterschaftsführung war nach diesem Ergebnis wieder in seinen Händen.

Im zweiten Lauf war Kofler vorgewarnt. Geiger zog trotzdem am Österreicher vorbei. In der vorletzten Runde fand Kofler diesmal zu seiner alten Stärke zurück, überrumpelte Geiger und hielt durch bis zur Ziellinie. Mit einem Vorsprung von 0,084 Sekunden ging der Sieg an Kofler. Und gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung. Er hat jetzt drei Punkte Vorsprung vor dem Deutschen. Dritter wurde nicht wie erwartet Daniel Blin. Der Pole machte am Ende Fehler und Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing) holte sich den letzten Pokal. Der Belgier ist gleichzeitig Gesamt-Dritter.

IDM Sportbike: Oliver Svendsen

Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) zeigte eine Glanzleistung in der neuen Klasse. Der Däne sicherte sich in Oschersleben einen souveränen Doppelsieg und baute damit seine Meisterschaftsführung weiter aus. Im ersten Lauf am Samstag kämpfte sich Svendsen trotz zweier Long-Lap-Strafen zurück an die Spitze und verwies Petr Svoboda (WRP Racing) sowie Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing), der erstmals auf dem Podium stand, auf die Plätze zwei und drei.

Auch im zweiten Rennen ließ Svendsen nichts anbrennen. Mit einem starken Start übernahm er früh die Führung und siegte mit über sieben Sekunden Vorsprung. Iñigo Iglesias (Wematik Racing) wurde Zweiter, Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13) fuhr als bester Deutscher auf Rang drei.

Svendsen geht mit einem komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung in die Sommerpause. Er hat 169 Punkte auf dem Konto. Petr Svoboda ist Zweiter mit 129 Punkten und Iñigo Iglesias ist mit 128 Punkten Dritter.

Mit dem traditionellen Pit-Walk, weiteren vier Klassen im Rahmenprogramm und viel Nähe hat die IDM am Wochenende erneut mitten ins Herz der Fans getroffen. Für Deutschlands höchste Motorradserie geht es jetzt in die Sommerpause. Die nächste Veranstaltung findet vom 15. bis 17. August 2025 in der „Cathedral of Speed“ im niederländischen Assen statt.