Freitag, 28. Februar 2025

Morris Schuring vor DTM-Debüt: „Habe eine Menge Feuer in mir“

Wenn die DTM vom 25. bis 27.April in der Motorsport Arena Oschersleben in die neue Saison startet, erfüllt sich für Neuzugang Morris Schuring ein Kindheitstraum. „Es war immer mein großes Ziel, irgendwann in meiner Karriere den Sprung in die DTM zu schaffen“, sagt der 20-jährige Teamkollege von Thomas Preining sowie Ayhancan Güven und ergänzt: „Dass es so schnell klappt, hätte ich nicht gedacht. Für mich ist es etwas ganz besonderes, dieses Jahr zum ersten Mal in der DTM dabei zu sein.“

Seine Debütsaison bestreitet Schuring mit dem Porsche-Team Manthey EMA – die Mannschaft ist dem Niederländer bestens vertraut. Vergangenes Jahr fuhr er mit dem Rennstall aus Meuspath in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und jubelte beim legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans über den Sieg in der LMGT3-Klasse. Im über 550 PS starken Porsche 911 GT3 R möchte Schuring jetzt in der DTM angreifen. „Als junger Fahrer habe ich natürlich eine Menge Feuer in mir“, verrät der Youngster, der kürzlich zum Porsche-Vertragsfahrer aufstieg. „Trotzdem bin ich ein Pilot mit einer cleveren Fahrweise und lasse mich nicht auf irgendwelche unüberlegten Manöver ein. In der DTM geht es um Konstanz, das hat man beispielsweise beim Titel von Thomas Preining gesehen.“

Die Leidenschaft für den Motorsport kam bei Schuring nicht zufällig. „Ich komme aus einer großen Motorsport-Familie“, sagt er. Bereits sein Großvater war als Rennfahrer bei Trackdays aktiv, Vater Gerwin trat in der damaligen VLN (heute ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie) an. „Kurioserweise fuhr mein Vater früher gegen mein heutiges Team Manthey EMA. Heute ist er für mich Sparringspartner und Berater, das weiß ich extrem zu schätzen“, erzählt Schuring. Auch sein 18-jähriger Bruder Flynt gibt als Rennfahrer Vollgas und startete vergangenes Jahr im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland, der seine Rennen im Rahmen der DTM austrägt. „Wir sind in den letzten Jahren sehr aneinander gewachsen. Es wäre ein Traum, eines Tages zusammen mit meinem Bruder in der DTM zu fahren.“

Von Schurings Wohnort Den Dolder bei Utrecht ist es nur rund eine Stunde Autofahrt nach Zandvoort – wenig überraschend ist die Vorfreude auf das Heimspiel beim Porsche-Piloten besonders groß. „Zandvoort ist für mich das Highlight im Kalender und eine echte Fahrerstrecke, wobei das in der DTM auf jeden Kurs zutrifft. Das gibt es so in wenig anderen Rennserien. Außerdem freue ich mich besonders auf den Norisring. Von allen Strecken ist das die einzige, auf der ich bisher noch nie gefahren bin. Das wird sicherlich aufregend.“ Die Zielsetzung ist für Schuring klar: „Für mich kommt es darauf an, das Beste aus mir rauszuholen. Natürlich wäre es mega, irgendwann auf dem Podium zu stehen. Aktuell schaue ich mir viele DTM-Rennen der vergangenen Jahre an, weil ich von den Fehlern anderer lernen möchte. Ich bin mir sicher, dass wir als Team viel erreichen können, wenn ich mein Potenzial voll ausschöpfen kann.“

Quelle: dtm.com

Samstag, 22. Februar 2025

Lamborghini gibt Luca Engstler als neuen Werksfahrer bekannt

Der deutscher Fahrer tritt dem Unternehmen aus Sant’Agata Bolognese als offizieller Fahrer bei und wird 2025 die gesamte DTM-Saison mit dem TGI Lamborghini Team by GRT bestreiten.

Luca Engstler wurde als neuestes Mitglied des Werksfahrerkaders von Lamborghini Squadra Corse vorgestellt und wird die DTM-Saison 2025 mit dem TGI Lamborghini Team by GRT 2025 am Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo2 bestreiten.

Nach einem vielversprechenden Jahr im Rahmen des Lamborghini Young Driver Programme im Jahr 2024, in dem er zwei Siege in der DTM errang, tritt der 24-jährige Deutsche der Liste der offiziellen Werksfahrer des Unternehmens aus Sant’Agata Bolognese bei, im neuesten Schritt seiner aufstrebenden GT-Rennkarriere.

Engstlers Weg zum Werksfahrer begann, als er 2022 nach einer äußerst erfolgreichen frühen Karriere im Tourenwagenrennsport erstmals in den GT3-Wettbewerb einstieg. Als einer der herausragendsten Fahrer in der TCR hat Engstler zwischen 2018 und 2021 insgesamt sechs Titel in den Serien Asien, Nahost, Malaysia und Deutschland gewonnen. In der vergangenen Saison errang Engstler am Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo2 des Grasser Racing Teams zwei Siege (im zweiten Rennen in Oschersleben und Hockenheim) sowie einen dritten Platz auf dem Norisring.

Neben seinen Erfolgen in der DTM bestritt Engstler auch Rennen des Fanatec GT World Challenge Sprint Cup, gewann das Eröffnungsrennen in Hockenheim in der Gold-Cup-Klasse und belegte mit Teamkollege Max Höfer den sechsten Gesamtrang. Das Duo holte sich für Rennen zwei die Gesamtpole-Position und wurde Dritter in seiner Klasse. Engstler rundete das Jahr dann mit einem Auftritt beim FIA GT World Cup in Macau ab, doch ein schwerer Unfall im Qualifying ließ ihn das Wochenende ausfallen.

Engstlers erstes bestätigtes Programm für 2025 führt den Deutschen zurück in die DTM, eine Meisterschaft, die Lamborghini letztes Jahr dank Mirko Bortolotti und SSR Performance zum ersten Mal gewann. Er wird beim TGI Lamborghini Team von GRT 2025 Racing Team und seinem Werksfahrerkollegen Jordan Pepper unterstützt, der letztes Jahr anstelle des verletzten Christian Engelhart einen Gastauftritt auf dem Sachsenring hatte. Die acht Runden umfassende Saison beginnt im April am mittlerweile traditionellen Austragungsort Oschersleben, bevor es weiter zum Lausitzring, Zandvoort, Norisring, Nürburgring, Sachsenring, Red Bull Ring und Hockenheim geht.

Luca Engstler, Lamborghini-Werksfahrer: 

„Es ist ein wahrgewordener Lebenstraum, für Lamborghini auf der ganzen Welt Rennen zu fahren. Ich bin sehr dankbar für die Chance und die Unterstützung, die ich durch das Nachwuchsfahrerprogramm von Squadra Corse erhalten habe. Es ist die beste Motivation für junge Fahrer, dass man innerhalb der Lamborghini-Familie aufsteigen und wachsen kann. Ich möchte auch allen meinen Partnern danken, aber besonders der gesamten GRT-Familie für ihr Vertrauen und ihre ständige Unterstützung. Ohne sie wäre ich nie dort, wo ich jetzt bin.“

Maurizio Leschiutta, Motorsportchef von Lamborghini: 

„Ich freue mich sehr, Luca Engstler als Lamborghini-Werksfahrer bekannt zu geben. Im Rahmen unseres Nachwuchsfahrerprogramms haben wir Lucas Leistungen analysiert, die eine herausragende technische und berufliche Entwicklung gezeigt haben, und er hat diese Beförderung voll und ganz verdient. Wir haben uns entschieden, Luca mit dem TGI Lamborghini Team by GRT 2025 in der DTM anzutreten, einer Meisterschaft auf höchstem Niveau in der GT-Rennszene, die es ihm ermöglichen wird, erneut gegen die besten Spezialisten der Kategorie anzutreten und seine technischen Fähigkeiten weiter zu verbessern.“

Quelle: Lamborghini-Motorsport


Freitag, 21. Februar 2025

DTM 2025 mit acht Marken: Aston Martin kehrt zurück

  •  Zwei Aston Martin Vantage GT3 in der DTM 2025
  •  Comtoyou Racing aus Belgien kommt in die DTM
  •  DTM-Legende Kris Nissen Sportdirektor der Aston Martin-Neueinsteiger

Durch den Einstieg von Aston Martin wächst die DTM 2025 auf acht Hersteller
Foto: Aston Martin

Die DTM 2025 wächst auf acht Marken. Aston Martin verstärkt das spannende Teilnehmerfeld, das Team Comtoyou Racing aus Belgien steigt mit zwei Aston Martin Vantage GT3 neu in die Serie ein. Für die Premierensaison setzt die Mannschaft aus Gembloux südlich von Brüssel mit Nicolas Baert und Gilles Magnus auf zwei Landsleute. Der erste Renneinsatz in der DTM erwartet Comtoyou Racing vom 25. bis 27. April beim Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben.

„Mit dem Start in der DTM wird für mich ein Traum wahr“, sagt Baert, der seit vergangenem Jahr zur Aston Martin Racing Driver Academy zählt. „Seit meiner Kindheit habe ich die DTM immer mit dem Ziel verfolgt, eines Tages selbst zum Fahrerfeld zu gehören. Ich bin hochmotiviert und freue mich auf die Herausforderung.“ Baert fährt bereits seit fünf Jahren für Comtoyou Racing. Zuletzt war der 23-Jährige mit dem Team seines Vaters Jean-Michel Baert in der GT World Challenge Europe erfolgreich.

Magnus kommt mit mehreren Titeln im Gepäck in die DTM. Vergangene Saison gewann der 25-Jährige die Langstreckenrennen in Dubai sowie Abu Dhabi und überzeugte ebenfalls in der GT World Challenge Europe. Magnus blickt mit Vorfreude auf sein DTM-Debüt: „Ich kann es kaum abwarten, beim DTM-Auftakt in Oschersleben den Vantage GT3 zu fahren. Das Niveau in der Serie ist extrem hoch. Für uns geht es darum, gemeinsam zu wachsen und von der ersten Sekunde an unsere Stärken zu zeigen.“

Nach mehreren Titeln mit Tourenwagen wechselte Comtoyou Racing 2023 zu Aston Martin und sorgte mit dem Gesamtsieg bei den 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps für den größten Erfolg in seiner Geschichte. „Unser Team ist relativ jung, sowohl im Tourenwagen-Bereich als auch im GT-Sport haben wir uns schnell entwickelt. Wir wollen unsere erste DTM-Saison nutzen, um zu lernen und so schnell wie möglich auch vorne dabei zu sein“, sagt Teameigner Jean-Michel Baert. Für den DTM-Einstieg hat der Rennstall zudem eine echte Tourenwagen-Legende für sich gewinnen können: Der Däne Kris Nissen ging bei über 100 DTM-Rennen an den Start und übernimmt die Rolle des Sportdirektors.

Donnerstag, 20. Februar 2025

Abt Sportsline greift mit DTM-Champion und Weltmeister an

  • Titelverteidiger Mirko Bortolotti verstärkt Allgäuer Lamborghini-Team
  • Zweites Fahrzeug wird von Sportwagen-Ass Nicki Thiim pilotiert
  • Abt Motorsportdirektor Tomczyk: „Möchten um Siege und den Titel kämpfen“

Mirko Bortolotti und Nicki Thiim (l-r) bilden das Line-up von Abt Sportsline
Foto: Abt Sportsline


Neue Marke und neue Fahrer: Abt Sportsline hat sein DTM-Aufgebot für die kommende Saison vorgestellt und dabei ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Champion Mirko Bortolotti (I) schließt sich für seine Mission Titelverteidigung dem Team aus Kempten an. Das zweite Cockpit besetzt der zweimalige Langstrecken-Weltmeister Nicki Thiim (DK). Für Abt Sportsline beginnt mit der neuen Besetzung ein spannendes Kapitel. Nach 25 Jahren tritt die Mannschaft in der DTM erstmals mit Werksunterstützung von Lamborghini an und setzt zwei Huracán GT3 Evo2 in den Farben von Red Bull ein. Die erste Dienstfahrt in Lamborghini ging passend zu den Ambitionen von Bortolotti und Thiim hoch hinaus: Die beiden Abt Sportsline-Fahrer fuhren im Huracán auf das Timmelsjoch in den Alpen und machten sich bei spektakulären Drifts auf einem der höchstgelegen Heliports in Europa mit ihren neuen Lamborghini vertraut.

Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti krönte sich vergangenes Jahr zum Champion – nach 31 Jahren ging die DTM-Trophäe wieder nach Italien, erstmals nach Sant’Agata Bolognese zu Lamborghini. „Ich habe Abt in den letzten Jahren als extrem starken Gegner kennengelernt und denke, wir haben alle Zutaten, um gemeinsam erfolgreich zu sein“, sagt der Wahl-Wiener. Seit drei Jahren zählt Bortolotti zu den Top-Fahrern der DTM und verbuchte bislang vier Rennsiege sowie insgesamt 18 Podiumsplätze. Ein vierter und ein zweiter Gesamtrang sowie der Titel stehen in der starken Bilanz der Lamborghini-Speerspitze.

„Danish Dynamite“ bringt Thiim zu Abt Sportsline. Der Sohn des langjährigen DTM-Piloten Kurt Thiim (Champion von 1986) ist zweimaliger GTE-Pro-Champion der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und setzte mit seinem Sieg am Norisring in seiner ersten kompletten DTM-Saison vergangenes Jahr ein echtes Highlight. „Die DTM wurde mir praktisch in die Wiege gelegt. Schon als Kind war es mein Traum, selbst DTM-Fahrer zu werden. Bei Abt für die DTM zu unterschreiben, ist so, als würde ich als Fußballspieler beim FC Bayern unterschreiben. Diese Marke und diese Familie repräsentieren zu dürfen, macht mich sehr stolz“, sagt Thiim.

„Wir möchten mit unseren neuen Autos und Fahrern von Anfang an um Siege fahren und um den Titel kämpfen“, sagt Abt Motorsportdirektor Martin Tomczyk. „Mirko Bortolotti bringt die Startnummer 1 mit auf sein Auto. Das ist ein Ansporn, diese auch über das Jahr hinaus zu verteidigen. Auf der Strecke macht er praktisch keine Fehler und auch menschlich passt er gut zu Abt Sportsline. Nicki Thiim hat in seiner ersten kompletten DTM-Saison nicht nur mit seinem Sieg auf dem Norisring gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Die beiden verstehen sich noch dazu sehr gut, was mir sehr wichtig ist. Ich bin sicher, sie werden uns und unseren Fans viel Freude bereiten.“

„Für Abt Sportsline beginnt in der DTM eine ganz neue Zeitrechnung“, betont Hans-Jürgen Abt, CEO der Abt Gruppe. „Ich bin sehr stolz, dass wir mit Red Bull und Lamborghini zwei ikonische Marken in der DTM zusammenbringen und zwei der besten GT-Piloten der Welt für uns fahren. Ich bin schon extrem gespannt auf das erste Rennen.“ Die Jagd nach dem elften DTM-Meistertitel startet für Abt Sportsline beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben (25. bis 27. April).


ME Motorsport 2025 mit zwei brandneuen BMW M4 GT4 Evo

  • Der Rennstall von Markus Eichele steht vor zweiter Saison in der ADAC GT4 Germany
  • Saisonziel ist das erste Gesamtpodium
  • Die Piloten der beiden BMW stehen bereits fest

Mit diesem BMW fuhr ME Motorsport im Vorjahr in die Top Vier
Foto: ADAC-Motorsport


ME Motorsport tritt auch in der Saison 2025 wieder in der ADAC GT4 Germany an. Das Team aus Schwäbisch Gmünd hat sich dafür mit zwei brandneuen BMW M4 GT4 Evo eingedeckt und geht damit in seine zweite volle Saison in der Serie. Fix ist auch das Fahreraufgebot: Einen M4 GT4 Evo teilen sich Philip Wiskirchen und Tim Reiter, der andere BMW-Bolide wird von ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl und Linus Hahne pilotiert.

Nach einem Gaststart beim Saisonfinale 2023 bestritt ME Motorsport 2024 die erste volle Saison in der ADAC GT4 Germany. „Wir fühlen uns in der ADAC GT4 Germany extrem wohl“, erklärt Teamchef Markus Eichele. „Zum einen ist das Startfeld sehr stark besetzt. Dazu kommt, dass die Rennen im Umfeld der DTM ausgetragen werden und somit viele Fans vor Ort sind.“ Bislang bestes Ergebnis war ein vierter Platz im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. Daran soll in der Saison 2025 angeknüpft werden. „Wir wollen uns auf jeden Fall weiter steigern. Unser Ziel ist das erste Gesamtpodium“, ist Eichele hoch motiviert. „Außerdem möchten wir regelmäßig in die Top Sieben fahren. Aber natürlich wissen wir erst nach dem ersten Rennwochenende, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen.“

Das Fahreraufgebot von ME Motorsport besteht dabei aus alt Bekannten und einem neuen Gesicht. Wiskirchen trat bereits 2023 und 2024 für ME Motorsport in der ADAC GT4 Germany an, Reiter ist neu im Team dabei. Der 25-Jährige kennt die Serie aber bestens. Mit Fahrzeugen von Audi und BMW ist er bereits seit 2021 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Rackl geht in seine zweite ADAC GT4 Germany-Saison. Hahne gibt beim Saisonauftakt vom 25. bis 27. April in der Motorsport Arena Oschersleben sein Seriendebüt. „Ich bin stolz auf unsere beiden Fahrerduos“, kommentiert Eichele. „Mit Tim Reiter holen wir uns viel GT4-Erfahrung in unser Team. Linus, Philip und Thomas haben ihr Talent ebenfalls bereits unter Beweis stellen können.“