Montag, 30. September 2024

Erster Saisonsieg für Aston Martin auf dem Red Bull Ring

  •  Jan Marschalkowski und Philipp Gogollok triumphieren im britischen Vantage GT4
  •  Finn Zulauf/Josef Knopp verkürzen mit Platz zwei Rückstand auf Tabellenführer
  •  Mit Aston Martin, BMW und Mercedes-AMG drei Marken in den Top Drei

Marschalkowski/Gogollok, Aston Martin #55
Foto: Jens Hawrda

Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull war an Spannung kaum zu überbieten. Insbesondere die letzten Rennminuten boten den zahlreich erschienenen Zuschauern grandiose Unterhaltung. Am Ende siegten Jan Marschalkowski (21/Inning am Ammersee) und Philipp Gogollok (18/Bad Homburg, beide EastSide Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4 und sorgten für den ersten Saisonsieg der britischen Marke. Finn Zulauf (20/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) belegten nach langer Führung im Porsche 718 Cayman GT4 Rang zwei. Nach ihrem Sieg im Samstagsrennen konnten sie somit auch in Lauf zwei den Rückstand auf die Tabellenführer Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (38/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) verkürzen. Mit einem Abstand von nur noch 17 Punkten kommt es beim Finale in knapp drei Wochen auf dem Hockenheimring somit zum ultimativen Titelduell zwischen diesen beiden Paarungen.


Zulauf hatte das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen und gewann auch den Start. Direkt in der ersten Kurve sicherte sich zudem der von Platz drei losgefahrene Gogollok die Rolle des ersten Verfolgers. Doch schon in der zweiten Rennrunde musste das Rennen wegen einer Kollision mehrerer Fahrzeuge im Mittelfeld mit der roten Flagge unterbrochen werden. Auch beim Re-Start unter verkürzter Renndistanz behielt Zulauf die Spitze. Gemeinsam mit Gogollok und AVIA W&S Motorsport-Teamkollege Thomas Gore (19/JAM) bildete Zulauf im weiteren Rennverlauf ein Trio an der Spitze. Noch vor den Fahrerwechseln konnte auch BMW-Pilot Fourie aufschließen, ohne dass jedoch Überholmanöver erfolgten.

Die genannten vier Fahrzeuge kamen dann gemeinsam zum Boxenstopp. Josef Knopp, der von Zulauf übernommen hatte, behielt die Spitze vor Gogolloks Partner Jan Marschalkowski. Max Rosam, der für Fourie ins Cockpit gestiegen war, verließ die Boxengasse hingegen vor Senna Summerbell (22) im Jamaika-Porsche. Eine Full Course Yellow-Phase rund 15 Minuten vor Rennende brachte dann nochmals ordentlich Würze ins Geschehen. Zunächst verpasste Rosam den Re-Start, was Summerbell Platz drei übernehmen ließ. In den letzten Rennminuten kam es dann zum ultimativen Showdown. Über mehrere Kurven kämpften Knopp und Marschalkowski Seite-an-Seite um die Führung, mit dem final besseren Ende für den Aston Martin. Durch das Duell konnte auch Rosam, der kurz zuvor Summerbell überholt hatte, nochmals zum Führungsduo aufschließen. Anderthalb Runden vor Schluss fuhr Rosam dann am Knopp-Porsche vorbei und verdrängte den lange Führenden somit noch von der zweiten Position.

Rosam/Fourie konnten sich jedoch nur kurz freuen. Am Abend wurden sie wegen zu hoher Geschwindigkeit während der Gelbphase noch mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt und fielen noch auf Platz vier zurück. Rang drei ging somit nachträglich an Enzo Joulié (20/AND) und Marc de Fulgencio (25/ESP, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4. Im siegreichen Aston Martin konnte sich Philipp Gogollok auch über den Triumph in der Junior-Wertung freuen.

Fünfte wurden Schrey/Piana, die weiterhin die Führung in der Tabelle inne haben. Dahinter folgten deren BMW-Markenkollegen Philip Wiskirchen (20/Euskirchen) und Markus Eichele (44/Schwäbisch Gmünd, beide ME Motorsport), was den Trophy-Sieg für Eichele bedeutete. Rang sieben ging an Tano Neumann (49/BGR) und Alon Gabbay (20/ISR, beide AVIA W&S Motorsport). Für Gore/Summerbell reichte es am Ende ebenfalls aufgrund einer Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit während der Full Course Yellow lediglich zu Platz acht vor Adrian Rziczny (20/Neuenkirchen-Vörden) und Lokalmatador Daniel Drexel (23/AUT, beide Razoon - more than Racing, alle Porsche). Die Top Zehn komplettierten Thomas Rackl (16/Berching) und Andreas Jochimsen (26/DNK, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW.

Stimmen nach dem Rennen

Jan Marschalkowski – Sieger für EastSide Motorsport
„Der Sieg ist einfach unglaublich. In erster Linie bin ich glücklich für das Team. Beginnend vom Saisonstart in Oschersleben haben wir hart gekämpft und uns kontinuierlich gesteigert. Nun haben wir es endlich auf den Punkt gebracht. Das haben sich alle verdient. Die letzten Rennminuten waren extrem spannend und nicht einfach. Aber so soll Motorsport sein. Enge Siege schmecken besonders gut.“

Philipp Gogollok– Sieger für EastSide Motorsport
„Ich kann immer noch nicht fassen, was eben passiert ist. Ich bin unfassbar glücklich über meinen ersten Sieg in der ADAC GT4 Germany und über den tollen Job, den das ganze Team gemacht hat. Ich hatte in meinem Stint versucht, die Reifen so weit zu schonen, damit Jan am Ende angreifen kann. Das hat geklappt.“

Finn Zulauf – Platz zwei AVIA W&S Motorsport
„Wenn man von Platz eins aus startet, möchte man auch gewinnen. Somit sind wir mit dem Ergebnis nicht komplett zufrieden. Wir haben trotzdem Punkte auf Piana/Schrey aufgeholt. In Hockenheim wollen wir nun richtig angreifen, um den Titel zu holen.“

Josef Knopp – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport
„Wir hätten gerne gewonnen und sind somit nur bedingt zufrieden. Nach der Full-Course-Yellow hatte ich zunächst etwas Pace verloren. Diese kam zwar wieder zurück, doch dann hatte ich noch eine Kollision mit dem BMW hinter mir, was mein Fahrzeug beschädigte. Somit war die Chance auf den Sieg dahin. Wir haben dennoch gute Punkte eingefahren und blicken nun erwartungsvoll nach Hockenheim.“

Titel rückt näher: Kalender und Seppänen mit überzeugendem Start-Ziel-Sieg in Spielberg

Start-Ziel Sieg für Seppänen/Kalender am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

  • Kalender und Seppänen feiern vierten Saisonerfolg im ADAC GT Masters
  •  Oosten und Köhler wahren dank des dritten Platzes ihre Titelchancen
  •  Finne Seppänen bester „Road to DTM“-Pilot in Spielberg

Im Kampf um den Titel im ADAC GT Masters haben die Tabellenführer Tom Kalender (Hamm/Sieg) und Elias Seppänen (FIN) auf dem Red Bull Ring einen wichtigen Schritt gemacht. Die beiden Mercedes-AMG-Piloten von Landgraf Motorsport präsentierten sich am Sonntag nervenstark und gewannen den zehnten Meisterschaftslauf. „Ich bin glücklich, dass wir das harte Duell mit dem Ferrari für uns entscheiden konnten und guter Dinge, den Titel zu verteidigen“, sagte der Vorjahresmeister Seppänen. Auch der 16-jährige Kalender zeigte sich nach dem vierten Saisonsieg weiter angriffslustig: „Ich will den Titel und gebe alles dafür. Dazu bringen die gute Arbeit des Teams und die vergangenen Ergebnisse die dafür notwendige Ruhe rein.“ Als Zweite kamen Jean-Luc D´Auria und Alain Valente im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing ins Ziel. Die Top-Drei komplettierten Leon Köhler (Erlenbach am Main) und Maxime Oosten (NL) von FK Performance in ihrem BMW M4 GT3, die in der Gesamtwertung die hartnäckigsten Verfolger des Top-Duos sind.

Beim Start auf der 4,318 Kilometer langen Berg- und Talbahn in der Steiermark verteidigte Pole-Setter Seppänen die Führung. Valente und Oosten auf Rang zwei und drei blieben allerdings in Schlagdistanz. Während des Pflichtboxenstopps übernahm Kalender das Steuer des führenden Mercedes-AMG, der auch nach dem Wechsel die Spitzenposition hielt. Hinter ihm reihte sich vorerst Hubert Haupt (München) in einem weiteren Mercedes-AMG GT3 vom Haupt Racing Team vor D´Auria und Köhler ein, die jedoch in den nachfolgenden Runden an Haupt vorbeizogen. Etwa sieben Minuten vor dem Ablauf der Zeit wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen und nicht wieder neu gestartet. Beim Anbremsen auf die Spitzkehre kollidierte der Porsche 911 GT3 R von Johannes Kapfinger (Passau/Team Joos by Twin Busch) mit dem Wagen von Haupt, woraufhin der Mercedes-AMG in die Mauer einschlug. Haupt blieb bei dem Unfall unverletzt.

Der zweitplatzierte Valente zog ein positives Fazit: „Wir sind mit dem Ausgang zufrieden, wären aber natürlich gerne noch an Tom und Elias vorbeigekommen. Das Potenzial ist definitiv da. In Hockenheim wollen wir es dann auch mal in einen Sieg umsetzen.“ Der dritte Platz war für Oosten und Köhler ein weiterer Podiumserfolg, allerdings nicht das, was die beiden sich vorgestellt hatten. „Rang drei war heute das Maximum. Wir haben alles rausgeholt, mehr war leider nicht drin. In Hockenheim müssen wir Vollgas geben, um die Chance auf den Titel aufrechtzuerhalten“, sagte Oosten.

Auf dem vierten Rang gingen David Schumacher (Salzburg) und Salman Owega (beide Haupt Racing Team) im Mercedes-AMG GT3 in die Wertung ein. Da die Fahrzeugreihenfolge eine Runde vor dem Unfall gewertet wurde, platzierten sich Haupt und Dennis Fetzer (Buseck) auf der fünften Position und gewannen somit die ProAm-Wertung. Die Kapfinger-Zwillinge Johannes und Michael belegten den sechsten Platz vor den nächsten Zwillingen Juliano und Sandro Holzem (Polch) im Audi R8 LMS GT3 von Land Motorsport. Auf dem achten Rang sahen Mike David Ortmann (Ahrensfelde) und Denis Bulatov (Köln) die Zielflagge in ihrem Aston Martin Vantage GT3 von Walkenhorst Motorsport. Für den Chilenen Benjamin Hites und Pierre Kaffer (D) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 stand die neunte Position zu Buche. Die Samstagssieger Jannes Fittje (Langenhain) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen) steuerten ihren Mercedes-AMG GT3 auf dem zehnten Rang.

Im Kampf um die Meisterschaft liegen Kalender und Seppänen mit 203 Punkten an der Spitze. Die Verfolger Oosten und Köhler sind mit 29 Zählern Rückstand weiter im Titelrennen. Bester Fahrer der „Road to DTM“-Wertung in Spielberg war Seppänen, der in die Nachwuchsklasse weiter die Nase vorn hat. Vom 18. bis 20. Oktober steigt auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das große Finale des ADAC GT Masters. Dort fällt die Entscheidung, wer sich in diesem Jahr den Titel in der traditionsreichen Serie sichert.

Rast triumphiert in Spielberg, Bortolotti vorm Finale an der Spitze

  •  BMW-Pilot feiert auf dem Red Bull Ring seinen zweiten DTM-Saisonerfolg
  •  Lokalmatador Preining beendet Sonntagslauf auf Rang zwei
  •  41.000 Besucher verfolgen packende DTM-Rennaction in den Alpen

Renè Rast, BMW #33
Foto: Jens Hawrda

Für René Rast (Bregenz) bleibt der Red Bull Ring ein erfolgreiches Pflaster. Der BMW-Werkspilot von Schubert Motorsport gewann am Sonntag auf dem Alpenkurs den 14. DTM-Lauf und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Mit einer cleveren Strategie und einer nahezu fehlerlosen Fahrt sicherte sich der 37-Jährige seinen insgesamt 28. DTM-Sieg. „Am Red Bull Ring machen mir die Rennen besonders viel Spaß. Umso schöner ist der Sieg. Mein Start war nicht gut, danach musste ich mich von Platz vier aus nach vorne arbeiten. In der Schlussphase habe ich Thomas Preining immer wieder im Rückspiegel gesehen. Ich wusste, dass ich keinen einzigen Fehler machen darf“, bilanzierte Rast. Platz zwei belegte Lokalmatador Thomas Preining (A) im Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA. Arjun Maini (IND) vom Mercedes-AMG Team HRT zeigte erneut eine starke Leistung und fuhr wie im Samstagslauf auf den dritten Podiumsplatz. Tabellenführer Mirko Bortolotti (I) von SSR Performance konnte mit Rang vier seinen Vorsprung auf 15 Punkte ausbauen. Sein schärfster Verfolger Kelvin van der Linde (ZA) komplettierte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline die Top-Fünf. Den vorletzten DTM-Stopp im österreichischen Spielberg erlebten 41.000 Besucher.


Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 14 von 16

  •     Streckenlänge: 4.318 Meter
  •     Wetter: 12 Grad, heiter bis wolkig
  •     Pole-Position: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2
  •     Sieger: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #33)
  •     Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91),


Pole-Setter Bortolotti war im ersten Rennabschnitt der bestimmende Akteur. Hinter dem führenden Lamborghini-Werksfahrer belegte Luca Engstler (Kempten) vom Lamborghini Team Liqui Moly by GRT Platz zwei. Dahinter gab es harte Positionskämpfe zwischen Rast und Preining, die von der zweiten Reihe aus in den Sonntagslauf gegangen waren. Rast konnte sich im weiteren Rennverlauf auf Platz zwei vorarbeiten, hinter dem dreifachen Champion folgten Engstler, Preining und Lamborghini-Pilot Franck Perera (F) vom Lamborghini Team TGI by GRT.

Die Pflicht-Boxenstopps wirbelten die Top-Fünf durcheinander. Rast wechselte die Pirelli-Slicks später als seine Konkurrenten und kam danach vor dem bis dahin führenden Bortolotti auf die Strecke, der kurz danach von Preining und wenig später auch von Arjun Maini (IND) im Mercedes-AMG GT3 überholt wurde. Auf Platz fünf hatte sich der Gesamtzweite Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline vorgeschoben. Rast büßte im letzten Rennabschnitt gegen den anstürmenden Preining einen Großteil seines Vorsprungs ein, ließ den Österreicher jedoch nie in Schlagdistanz kommen. Nach 39 Runden überquerte der BMW-Pilot als Erster die Ziellinie vor Preining, Maini, Bortolotti und Kelvin van der Linde.

Sheldon van der Linde (ZA) steuerte einen zweiten BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport auf Rang sechs. Ayhancan Güven (TR) lieferte sich harte Rad-Rad-Duelle mit seinen Konkurrenten und wurde im zweiten Neunelfer von Manthey EMA Siebter. Der Gesamtdritte Maro Engel (Monaco) machte fünf Positionen gut und konnte mit Rang acht den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Perera beendete den 14. DTM-Lauf auf Rang neun, bester Ferrari-Fahrer war Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing als Zehnter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Thomas Preining: „Ich hätte gerne gewonnen, weil wir sowohl im Qualifying als auch im Rennen eine richtig starke Performance hingelegt haben. Leider hat das letzte halbe Prozent gefehlt. Ein Podium bei meinem Heimspiel ist cool, aber am Ende nur ein kleiner Trost für eine enttäuschende Saison.“

Arjun Maini: „Es war ein actionreiches, umkämpftes Rennen. Das Podium fühlt sich noch besser an als das am Samstag, weil ich mich von Startplatz acht aus bis zum dritten Rang vorarbeiten konnte. Entscheidend war, dass ich meine Reifen nach dem Boxenstopp schnell auf die richtige Temperatur bekommen habe.“

Ergebnis, 14. Meisterschaftslauf, Red Bull Ring (Top-Five)

1. René Rast (D/Schubert Motorsport)
2. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,668 Sekunden
3. Arjun Maini (IND/Mercedes-AMG Team HRT), +10,367 Sekunden
4. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +14,773 Sekunden
5. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +15,877 Sekunden

Sonntag, 29. September 2024

Seppänen nach Pole weiter auf Titelkurs

Elias Seppänen holt Pole fürs Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Im zweiten Qualifying des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring zeigte sich der Tabellenführer Elias Seppänen (FIN) im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport in Bestform. Für den 20-Jährigen, der sich sein Fahrzeug mit Tom Kalender (Hamm/Sieg) teilt, war es bereits die dritte Pole-Position in der Saison 2024. „Ich bin sehr glücklich, dass ich mir erneut die Pole sichern konnte. Außerdem haben wir wieder drei Punkte mitgenommen, was im Titelrennen natürlich sehr wichtig ist“, sagte Seppänen. Hinter ihm platzierte sich der Ferrari 296 GT3 der beiden Schweizer Alain Valente und Jean-Luc D´Auria (beide Emil Frey Racing). Rang drei belegten Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main) von FK Performance. Das BMW-Duo als Tabellenzweiter steht somit direkt hinter den aktuellen Spitzenreitern in der Startaufstellung. 

Bei trockenen Bedingungen startete das zweite Qualifying am Sonntagmorgen auf dem österreichischen Traditionskurs in der Steiermark. Mit zehn Grad Celsius war die Streckentemperatur fast doppelt so hoch wie noch im ersten Zeittraining am Samstag. Durch die Verbesserung der Asphaltverhältnisse konnten die Piloten den Pirelli-Reifen schneller in ein optimales Arbeitsfenster bringen. Dies bewies Alexander Schwarzer (D) im Porsche 911 GT3 R von Fach Auto Tech zur Halbzeit, indem er die Bestzeit aus dem ersten Qualifying mit rund drei Sekunden deutlich unterbot. Bei noch sieben verbleibenden Minuten entbrannte ein spannender Kampf um die Pole-Position. Am Ende war es Seppänen, der den 4,318 Kilometer Kurs in 1:28,764 Minuten am schnellsten umrundete und sich die Qualifyings-Bestzeit erzielte.


Den Titel fest im Visier: Mirko Bortolotti fährt auf die Pole

Mirko Bortolotti, Lamborghini #92
Foto: Jens Hawrda

Tabellenführer Mirko Bortolotti ist im Meister-Modus. Der Lamborghini-Pilot von SSR Performance holte am Sonntagmorgen beim zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring die Pole-Position und damit drei wichtige Punkte für die Meisterschaft. In Spielberg fuhr der Italiener mit 1:27,921 Minuten die schnellste Runde und blieb als einziger Fahrer unter der 1:28,000-Minuten-Marke.

„Ich konnte es im ersten Moment gar nicht glauben, was für eine überragende Runde. Bei den kühlen Temperaturen war es eine große Herausforderung, den Reifen ins optimale Arbeitsfenster zu bekommen. Mit René Rast habe ich einen unfassbar schnellen Fahrer direkt hinter mir. Daher erwartet uns ein intensives Rennen“, sagte Bortolotti nach seiner zweiten Saison-Pole. Mit einem Abstand von 0,263 Sekunden folgte Luca Engstler vom Lamborghini Team Liqui Moly by GRT auf Platz zwei. Dahinter konnte sich Renè Rast im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport erstmals in dieser Saison unter den Top-Drei im Qualifying platzieren. Der aktuelle DTM-Champion Thomas Preining wurde im Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA Vierter, sein Teamkollege Ayhancan Güven belegte Rang fünf. Der Gesamtzweite Kelvin van der Linde vom Audi-Team Abt Sportsline kam nicht über Platz elf hinaus, zwei Positionen dahinter folgte der Tabellendritte Maro Engel im Mercedes-AMG GT3.

Im Gegensatz zum ersten Qualifying am Samstag war die Fahrbahn auf dem Red Bull Ring am Sonntagmorgen vollständig trocken. Allerdings betrugen die Temperaturen beim Start zum zweiten Zeittraining nur acht Grad. Daher dauerte es einige Runden, die Pirelli-Slicks in das optimale Arbeitsfenster zu bringen. Viele Piloten gingen deshalb schon früh auf die 4,318 Kilometer lange Strecke, um mit perfekt angewärmten Pneus die Jagd nach der perfekten Runde zu starten. Rast fuhr die ersten starken Zeiten, bevor Engstler die Spitze übernahm. Gut eine Minute vor Ende des zweiten Qualifyings schlug Bortolotti eiskalt zu und markierte die absolute Top-Marke.

Ergebnis Qualifying, 14. Saisonlauf, Red Bull Ring (Top-Five)

  1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), 1:27,921 Minuten
  2. Luca Engstler (D/Lamborghini Team Liqui Moly by GRT), +0,263 Sekunden
  3. René Rast (D/Schubert Motorsport), +0,347 Sekunden
  4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,474 Sekunden
  5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,535 Sekunden