Freitag, 23. Juni 2023

Prototype Cup Germany bietet LMP3-Action in den niederländischen Nordseedünen

  • Prototype Cup Germany feiert Premiere in Zandvoort.
  • Starterfeld der LMP3-Rennserie wächst auf 18 Fahrzeuge.
  • Weltmeister-Sohn Freddie Hunt gibt sein Comeback.

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende (23. bis 25. Juni) macht der Prototype Cup Germany erstmals Station in Zandvoort. Auf der Formel-1-Strecke in den Nordseedünen werden Oscar Tunjo (27/COL) und Julien Apothéloz (22/CHE, beide van ommen racing by DataLab) die Gejagten sein, denn sie kommen als Spitzenreiter der Fahrerwertung in die Niederlande. Gary Hauser (31/LUX) und Markus Pommer (32/Untereisesheim, beide Racing Experience) liegen aktuell fünf Zähler hinter dem kolumbianisch-schweizerischen Duo auf Platz zwei, Robin Rogalski (22/POL) / Valentino Catalano (17/Westheim, beide DKR Engineering) weitere zehn Punkte dahinter auf der dritten Position. Mit 18 Fahrzeugen werden die Zuschauer das bisher größte Starterfeld des Prototype Cup Germany erleben. Neben insgesamt vier niederländischen Fahrern wird auch Freddie Hunt (36/GBR, Reiter Engineering) dabei sein. Der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters James Hunt nahm bereits im Vorjahr am Prototype Cup Germany teil und erreichte zusammen mit dem Norweger Mads Siljehaug am Nürburgring einen Sieg sowie einen dritten Platz. Die Saisonrennen fünf und sechs des Prototype Cup Germany werden im kostenlosen Livestream auf adac.de/motorsport sowie youtube.com/adacmotorsports übertragen.

Julien Apothéloz ist Neuling im LMP3-Sport, doch der Schweizer machte auf Anhieb eine gute Figur. „Ich hatte vom ersten Moment an ein gutes Gefühl, was das Team und meinen Teamkollegen Oscar Tunjo angeht und das hat sich bisher nur bestätigt“, so Apothéloz. In Oschersleben konnte er zusammen mit Tunjo die Tabellenführung im Prototype Cup Germany übernehmen und möchte diese nun verteidigen. „Unser Ziel ist natürlich auch in Zandvoort, ganz vorne zu landen. Wenn man so gut wie wir in die Saison gestartet ist, dann möchte man auch so weitermachen.“ Dabei kommt er mit einem kleinen Handicap nach Zandvoort, denn nach dem Umbau der Strecke war er nicht mehr dort. „Ich kenne die alte Variante und die hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Es war eine Old-School-Strecke, auf der der Fahrer noch den Unterschied machen konnte. Ich denke, das wird auch auf der neuen Variante der Fall sein.“ Um dennoch nicht komplett unvorbereitet zu sein, hat sich der 22-Jährige die Piste im Simulator angeschaut. „Das ist schon eine große Hilfe, um vor Ort weniger Eingewöhnungszeit zu brauchen. Aber trotzdem sind Simulator und reale Strecke für mich noch immer zwei Paar Schuhe.“

Probleme dieser Art sind Max van der Snel (19/NLD, More Motorsport by Reiter) fremd, er kennt Zandvoort wie seine Westentasche. „Ehrlich gesagt ist mir nur die aktuelle Version der Strecke bekannt, auf der alten bin ich nie gefahren. Ich habe hier schon einige Rennen absolviert und arbeite auch immer wieder mal als Instruktor.“ Van der Snel ist zurzeit Siebter der Gesamtwertung und Dritter der Juniorwertung. „Mit unseren bisherigen Leistungen sind wir zufrieden, aber wir wollen bei unserem Heimrennen gerne mehr – ein Podestplatz ist unser Ziel.“ Der Teenager, der nur 45 Minuten von Zandvoort entfernt wohnt und an diesem Wochenende zu Hause übernachtet, bestreitet die Rennen des Prototype Cup Germany zusammen mit seinem Vater Mark van der Snel (52/NLD). „Seit dem Kartsport bin ich mit meinem Vater unterwegs – damals war er mein Coach und mein Mechaniker. Und nun teilen wir uns sogar ein Auto.“

Vater und Sohn van der Snel sind zwei der insgesamt vier Niederländer, die am kommenden Wochenende beim Gastspiel des Prototype Cup Germany in den Niederlanden am Start stehen. Außerdem freuen sich noch Jasper Stiksma (22/NLD, MRS GT-Racing) und Leonard Hoogenboom (23/NLD, DKR Engineering) auf ihr Heimspiel. Hoogenboom bildet zusammen mit Pedro Perino (18/PRT, DKR Engineering) eine von vier Paarungen, die auf neu eingeschriebene Fahrzeugen antreten. Zu diesem Quartett gehören auch Freddie Hunt, der sich seinen Ligier mit Horst Felbermayr (52/AUT) teilt, sowie die Duos Wolfgang Kaufmann (59/Molsberg) / Robert Doyle (64/USA, beide AF2 Motorsport) und Enzo Scionti (18/USA) / Suleiman Zanfari (17/MAR, beide MMi Motorsport). Und schließlich stoßen noch der Rumäne Alex Cascatău (30), der den Ligier von BHK Motorsport zusammen mit Elia Sperandio (17/CHE) bewegt, und Rückkehrer Axcil Jeffries (29/ZWE), der zusammen mit Danny Soufi die Ginetta von Konrad Motorsport pilotiert, zum Starterfeld des Prototype Cup Germany hinzu.

Maro Engel mit Bestzeit im ersten Freien Training in Zandvoort

Maro Engel holt erste Bestzeit in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport 

Mercedes meldet sich zurück. Die Bestzeit holt sich Maro Engel im von Landgraf Motorsport eingesetzt Mercedes-AMG GT3. Rang zwei geht an Thomas Preining, im Grello-Porsche von Manthey EMA, dem 0,106 Sekunden auf die Bestzeit von Engel fehlten. Auf Rang drei ein weiterer Porsche mit Laurin Heinrich (KÜS Team Bernhard). Tabellenführer Tim Heinemann beendete das Training auf Platz zehn.

Ergebnis 1. Freies Training Zandvoort (Top 5):

1. Maro Engel – Mercedes-AMG Team MANN-FILTER – Mercedes-AMG GT3

2. Thomas Prening – Manthey EMA – Porsche 911 GT3 R

3. Laurin Heinrich – KÜS Team Bernhard – Porsche 911 GT3 R

4. Dennis Olsen – Manthey EMA – Porsche 911 GT3 R

5. Kelvin van der Linde – ABT Sportsline – Audi R8 LMS GT3

BMW-Werksfahrer Dries Vanthoor feiert DTM-Debüt in Zandvoort

Schubert Motorsport geht an diesem Wochenende beim zweiten DTM-Tourstopp in den Niederlanden mit einem veränderten Line-up an den Start. Dries Vanthoor (B) ersetzt den verhinderten dreimaligen Champion René Rast (Minden) im Cockpit des BMW M4 GT3 und feiert auf dem niederländischen Dünenkurs seine DTM-Premiere.

Der 25-Jährige gab im Jahr 2016 sein GT3-Debüt. Seitdem entwickelte er sich zu einem der international erfolgreichsten Sportwagenpiloten und gilt weltweit als einer der besten GT3-Fahrer. Dreimal in Folge sicherte er sich zusammen mit seinen Teamkollegen den Gesamtsieg beim Fanatec GT World Challenge Europe Sprint Cup, zweimal gewann er das legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und stand einmal bei den 12 Stunden von Bathurst ganz oben auf dem Treppchen. Zu Beginn der Saison 2023 wechselte der Belgier ebenso wie René Rast zum Münchner Automobilhersteller und feierte als BMW-Werksfahrer Siege bei den 24 Stunden von Dubai und in der Nürburgring Langstrecken-Serie.

Seinen ersten DTM-Auftritt bestreitet Dries Vanthoor auf dem Circuit Zandvoort an der Seite von Titelverteidiger Sheldon van der Linde (ZA) und kämpft auf der traditionsreichen Formel-1-Rennstrecke um wertvolle Punkte für das Team Schubert Motorsport. „Ich freue mich sehr auf mein erstes Wochenende in der DTM, eine der prestigeträchtigsten Rennserien der Welt. Es ist für jeden Rennfahrer etwas Besonderes, hier dabei zu sein. Das Niveau ist sehr hoch und ich trete natürlich in große Fußstapfen, wenn ich für René einspringe. Ich werde bei meinem einzigen DTM-Einsatz in diesem Jahr mein Bestes geben und Sheldon so gut wie möglich unterstützen, um mit dem Team ein erfolgreiches Wochenende zu haben. Ich bin optimistisch, dass für uns gute Resultate drin sind. Schubert Motorsport ist ein Top-Team und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.” 

Quelle: dtm.com

Mittwoch, 21. Juni 2023

Champion Maximilian Götz zurück im ADAC GT Masters

  •  Maximilian Götz mit Rückkehr am Norisring
  •  Start für das Haupt Racing Team mit einem Mercedes-AMG GT3 Evo
  •  Teamkollege ist der Rumäne Petru Umbrarescu
Maximilian Götz kehrt in die ADAC GT-Masters zurück
Foto: Jens Hawrda

Wenn das ADAC GT Masters vom 7. bis 9. Juli am Norisring nach 15 Jahren sein Comeback feiert, ist auch Maximilian Götz am Start. Der ADAC GT Masters-Champion von 2012 gibt auf dem spektakulären Stadtkurs in Nürnberg sein Saison-Debüt für das Haupt Racing Team. Götz teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 Evo mit dem Rumänen Petru Umbrarescu. TV-Partner Sport1 überträgt alle Rennen live in voller Länge im Free-TV.

Der zweite Saisonstopp des ADAC GT Masters ist für Götz ein ganz Besonderer. Für den 37-Jährigen bildet der 2,3 Kilometer lange Stadtkurs das persönliche Heimspiel. Dabei hat der Uffenheimer eine spezielle Verbindung zum Norisring: In der Saison 2021 krönte er sich mit dem Haupt Racing Team auf den Straßen Nürnbergs zum DTM-Champion. „Super, dass ich kurzfristig wieder im ADAC GT Masters an den Start gehen kann. Mein Terminkalender in diesem Jahr ist zwar schon recht voll, aber einen Einsatz im ADAC GT Masters lasse ich mir nicht entgehen. Natürlich möchte ich um die Podiumsplätze mitfahren, das Team unterstützen und meine Erfahrung einbringen. Ich hoffe, dass ich den Fans bei meinem Heimrennen eine gute Show bieten kann“, sagt der sechsmalige Rennsieger des ADAC GT Masters. Auch bei den Events am Sachsenring und dem Saisonfinale am Hockenheimring Baden-Württemberg geht Götz an den Start. Bisher kommt er auf 126 Renn-Einsätze in der traditionsreichen GT3-Serie des ADAC.

„Es freut uns wirklich sehr, dass Maximilian im ADAC GT Masters zu HRT zurückkehrt. Er ist ein absoluter Experte dieser Serie und wertet mit seiner Präsenz das ADAC GT Masters weiter auf. Auch sportlich erhoffen wir uns, dass wir weiter um Siege mitfahren. In Hockenheim haben wir bereits eine Podiumsplatzierung einfahren können. Wir sind davon überzeugt, mit Maximilian dafür den richtigen Fahrer neben Petru im Auto haben“, erklärt Ulrich Fritz, Geschäftsführer der Haupt Racing Team GmbH. Beim zweiten Saisonlauf in Hockenheim fuhr der Mercedes-AMG-Rennstall mit Stammfahrer Umbrarescu und dem Inder Arjun Maini auf Platz zwei.

Speedfestival am Meer: ADAC GT4 Germany bestreitet zweite Saisonstation in Zandvoort

  •  Drei Piloten aus den Niederlanden geben ihr Heimspiel
  •  Beide Rennen live im Free-TV bei SPORT1

Foto: Jens Hawrda

Die ADAC GT4 Germany ist bereit für das zweite Rennwochenende der Saison 2023. Schauplatz ist der legendäre Circuit Zandvoort, der direkt in den niederländischen Nordseedünen gelegen ist und somit neben der Rennaction auch Strand- und Urlaubsflair bietet. Die Sportwagenserie des ADAC reist mit 27 Sportwagen der fünf Marken Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota nach Zandvoort. Das verspricht ein packendes Event mit grandioser Unterhaltung. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den teilnehmenden Fahrern und Teams. Die ADAC GT4 Germany kann wie üblich im Fernsehen verfolgt werden. Das Samstagsrennen wird ab 10:15 Uhr und der Lauf am Sonntag ab 9:45 Uhr live auf SPORT1 im Free-TV übertragen, online gibt es die Rennen im kostenlosen Livestream bei sport1.de und auf dem ADAC Motorsport YouTube-Kanal.


Mit ordentlich Rückenwind fahren Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group) zur Rennstrecke in den Niederlanden. Das Mercedes-AMG GT4-Duo konnte den Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben gewinnen und tritt in Zandvoort als Tabellenführer an. „Die Begeisterung im Vorfeld ist natürlich riesig – insbesondere, da Zandvoort über ein unglaublich tolles Layout verfügt. Es macht sehr viel Spaß, an eine aktuelle Formel-1-Strecke zu reisen. Sich als Tabellenführer auf den Weg zu machen, gibt zudem noch mehr Selbstbewusstsein“, erklärt Springob. „Vor allem den ersten Sektor mit der Steilkurve mag ich in Zandvoort, weil man dort die G-Kräfte extrem spürt. Der Kurs sollte unserem Mercedes-AMG sogar noch besser liegen als Oschersleben, da es viele schnelle langgezogene Kurven gibt. Unser Ziel ist es, zweimal auf das Podium zu fahren und die Tabellenführung weiter auszubauen.“

Ein Top-Ergebnis will auch Lokalmatador Mex Jansen (17). Der Youngster aus Zevenaar liegt nach zwei Podien in Oschersleben gemeinsam mit Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) auf Tabellenrang zwei. „Ich freue mich unglaublich auf die Rennen in Zandvoort, denn ich kenne die Strecke sehr gut“, so der BMW M4 GT4-Pilot. „Ganz klar, wir streben die nächsten Podiumsergebnisse an. Aber natürlich wäre es klasse, wenn wir vor heimischer Kulisse den ersten Saisonsieg einfahren könnten. Freunde und Familie werden mich nach Zandvoort begleiten. Ich hoffe auf ein großartiges Wochenende mit vielen Zuschauern.“

Im BMW tritt auch Maxime Oosten (19) aus Beetsterzwaag an, der in Oschersleben ebenfalls bereits vom Podium aus jubeln konnte. „Zandvoort ist mein Heimspiel-Wochenende und somit muss ich auch performen. Den Kurs im GT4-Auto zu befahren, macht wirklich Spaß. Den Abschnitt berghoch mit den Esses und der schnellen Rechtskurve finde ich am besten“, beschreibt Oosten, der gemeinsam mit Michal Makes (23/CZE, beide Project 1) startet und Vierter der Gesamtwertung ist. „Viele meiner Familienmitglieder und Sponsoren werden kommen, um mich zu unterstützen. Wenn wir alles zusammen bekommen, können wir auf jeden Fall um die Laufsiege mitkämpfen. Denn wir haben ein richtig gutes Paket.“ Dritter Niederländer im Feld ist Nathan Schaap (17/NLD) aus Bussum, der mit dem Dänen Alexander Hartvig (20) einen Porsche 718 Cayman GT4 von Allied-Racing pilotiert.

Favoriten in den beiden rund 60-minütigen Wertungsläufen sind auch die Aston Martin Vantage GT4-Piloten Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing), die 2022 einen Doppelsieg in Zandvoort einfahren konnten und auch beim Saisonauftakt in Oschersleben den Sonntagslauf für sich entschieden haben. Einen zusätzlichen Porsche bietet Wimmer Werk Motorsport in Zandvoort auf. Dieser wird von Eric Scalvini (28/ITA) und Teamchef Max Wimmer (31/AUT) pilotiert. Scalvini startete in Oschersleben noch gemeinsam mit Nicolaj Møller Madsen (30/DNK) und wechselt nun ins neue Schwesterfahrzeug des Rennstalls aus Österreich. Den Platz an der Seite des Champions von 2020 übernimmt Serienneuling Ivan Ekelchik. Max Wimmer kennt die ADAC GT4 Germany bereits von einem Einsatz beim offiziellen Vorsaisontest im Mai.