Freitag, 6. November 2020

DTM präsentiert Zukunftskonzept

Mehr als eine Rennserie: DTM als Herzstück einer Motorsport-Erlebnisplattform mit fünf Säulen

  • Spitzensport: DTM mit leistungsstarken Sportwagen als Top-Rennserie
  • Fünf Säulen: DTM, DTM Trophy, DTM Classic, DTM Electric, DTM Esports
  • International: Terminkalender mit neun Rennwochenenden von Mai bis Oktober 2021
  • Innovativ: DTM Electric als neue, visionäre Rennserie im voll elektrifizierten Motorsport
  • Digital: DTM Esports verbindet realen und virtuellen Motorsport
  • Neuer Partner: AvD koordiniert die sportliche Organisation

Foto: dtm.com 

Die DTM der Zukunft ist mehr als nur eine Rennserie: Von der legendären DTM mit leistungsstarken Sportwagen als Herzstück über die innovative DTM Electric, die DTM Trophy für junge Talente, digitalen Motorsport in der DTM Esports bis hin zur DTM Classic mit historischen Rennfahrzeugen aus DTM, DRM, Gruppe C und Formel 1 – die DTM Plattform basiert künftig auf fünf hochkarätigen Säulen, die ein einzigartiges Motosport-Erlebnis garantieren. Mit dieser breitgefächerten Ausrichtung liefert die DTM-Plattform faszinierenden und zukunftsorientierten Motorsport, der alle Generationen begeistern wird und Unternehmen eine vielseitige sowie innovative Marketing- und Event-Plattform bietet. Die Ergänzung der DTM-Plattform um weitere hochklassige Rennserien ist möglich. 1984 gestartet, hat sich die DTM über die Jahre als spektakuläres und emotionales Rennsporterlebnis für Fans in Deutschland und rund um den Globus etabliert. Aktuell wird die DTM-Serie in über 30 Ländern live übertragen und weltweit von Millionen Motorsport-Fans im TV und via Streaming im Netz verfolgt, mehr als 600.000 Zuschauer lockte die DTM in den letzten Jahren an die Rennstrecken.

„Der Motorsport und die Mobilitätsbranche befinden sich im Wandel. Daher vollziehen wir jetzt eine progressive Diversifizierung unseres Serienangebotes für eine bewusste Zukunft, die höchste Ansprüche und innovative Trends verbindet. Die DNA der legendären DTM mit faszinierendem Rad-an-Rad-Motorsport werden wir weiterhin erhalten“, sagt DTM-Chef Gerhard Berger. „Traditioneller Motorsport für Jung und Alt bleibt fester Bestandteil der DTM-Plattform, von der DTM Trophy über Classic-Rennen bis hin zu DTM Esports. Als eigenständige Rennserie soll möglichst bald die innovative und vollelektrische DTM Electric hinzukommen. Insgesamt ist es ein starkes Paket mit fünf hochkarätigen Elementen, mit denen wir die DTM-Plattform in eine facettenreiche Zukunft führen werden.“

Je Serie zwei Rennen pro Wochenende und nur ein Fahrer je Auto sind bewährte Faktoren und Spannungsgaranten, die auch für die neuen Elemente gelten, die alle strategisch ineinandergreifen. So gilt die DTM Trophy mit ihren seriennahen GT-Sportwagen künftig mehr denn je als direktes Sprungbrett für junge Talente direkt in ein Cockpit in der DTM. DTM Esports spricht eine junge Zielgruppe an, während die Classic-Rennserien eher älteren Generationen nostalgische Momente bescheren wird. High-Performance-Electric-Racing wird in der innovativen und nachhaltigen DTM Electric großgeschrieben.

Terminkalender 2021 mit neun Rennwochenenden

Mit Blick auf das nur schwer abschätzbare Infektionsgeschehen wird die DTM erst Ende Mai in die Saison 2021 starten. Das gibt Teams, Rennserien und Partnern zusätzliche Zeit zur Vorbereitung für den Restart. Bis Anfang Oktober stehen neun Rennwochenenden im Kalender. Dazu zählen vier traditionelle Läufe in Deutschland: auf dem Norisring in Nürnberg, dem DEKRA Lausitzring sowie dem Nürburgring und in Hockenheim. Mit Assen in den Niederlanden und Zolder in Belgien sind zwei grenznahe Rennstrecken im Plan. Der Red Bull Ring in Österreich, Monza in Italien sowie der neue Kurs von St. Petersburg komplettieren den Kalender.

DTM-Terminkalender 2021

1 - 28.–30. Mai - Igora Drive, St. Petersburg (RUS)

2 - 11.–13. oder 18.–20. Juni- Monza (ITA)

3 - 02.–04. Juli - Norisring (GER)

4 - 23.–25. Juli - DEKRA Lausitzring Grand Prix (GER)

5 - 06.–08. August - Zolder (BEL)

6 - 20.–22. August - Nürburgring (GER)

7 - 03.–05. September . Red Bull Ring (AUT)

8 - 17.–19. September - Assen (NED)

9 - 01.–03. Oktober - Hockenheim (GER)

*- Bestätigung steht noch aus / vorbehaltlich der Genehmigung durch die FIA


Action garantiert: DTM Formation Start, Boxenstopp auf Bestzeit, mehr Leistung, eigene BoP 

Die DTM setzt ab 2021 auf Sportwagen, deren Basis das GT3-Reglement des Automobil-Weltverbandes FIA bildet. Da fast jeder Automobil-Hersteller – von Aston Martin über Audi, Bentley, BMW, Corvette, Ferrari, Honda, Lamborghini, Lexus, McLaren, Mercedes, Nissan bis zu Porsche – einen GT3-Sportwagen in seinem Portfolio hat, können sich die DTM-Fans auf eine große Markenvielfalt freuen. Für reichlich Action auf den Rennstrecken wird künftig die neue Art des Starts sorgen: der „DTM Formation Start“, ein rollender Start mit dichtgestaffelten Zweier-Reihen nach Indy-Muster. Fester Bestandteil bleibt der Pflichtreifenwechsel, der mit maximal sechs Mechanikern und zwei Schlagschraubern in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren ist. Fahrhilfen wie ABS (Antiblockiersystem) und Traktions-Kontrolle bleiben zugelassen. Für die Chancengleichheit der Sportwagen mit unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten sorgt eine eigene, gesamtheitliche Fahrzeugeinstufung, die neben Leistung und Hubraum beispielsweise auch den Fahrzeugschwerpunkt einbezieht und zudem streckenabhängig erfolgt. Diese eigenständige Form der „Balance of Performance“ hat sich in der Saison 2020 bereits in der DTM Trophy bewährt. Neu sind allerdings die Erfolgsgewichte mit 25, 18 und 15 Kilogramm für die drei Bestplatzierten, gültig für das Folgerennen. Als Alleinstellungsmerkmal bleibt unverändert bestehen, dass professionelle Rennfahrer – mit internationaler A- oder B-Lizenz – mit einem Auto zwei Sprintrennen über 55 Minuten plus eine Runde bestreiten – unverändert gibt es in der DTM keine Fahrerwechsel.

Talentschmiede auf großer Bühne: DTM Trophy 

Künftig wird die DTM Trophy noch mehr von der großen DTM-Bühne profitieren, denn den ambitionierten Nachwuchsfahrern winkt der direkte Aufstieg in eines der heißbegehrten DTM-Cockpits. Die beiden Sprintrennen der Trophy - über 30 Minuten plus eine Runde - werden auch weiterhin direkt im Anschluss an die DTM-Rennen ausgetragen und können über die Streaming-Plattform DTM Grid weltweit live verfolgt werden. Im zweiten Jahr wächst der Kalender der DTM Trophy um ein weiteres Rennen und wird zukünftig an sieben Rennwochenenden für sportliche Unterhaltung sorgen. Neu sind Erfolgsgewichte. Die drei Erstplatzierten jedes Rennens müssen für das jeweils nächste Rennen 25, 18 bzw. 15 Kilogramm zuladen. 

Nostalgie mit Speed: Ehemalige Rennfahrzeuge aus DTM, DRM, Gruppe C und Formel 1

Fest zur DTM-Plattform gehören auch Classic-Events. Je nach Rennstrecke sollen unterschiedliche Themen der Motorsport-Classic präsentiert werden, beispielsweise Fahrzeuge der legendären Gruppe C auf dem Norisring oder historische Formel-1-Boliden auf dem Nürburgring und dem Hockenheimring oder eben legendäre Tourenwagen aus der DTM. Für 2021 sind drei Classic-Demo-Events und drei extern organisierte Classic-Rennen vorgesehen. Die Koordination der klassischen Rennen und Themen übernimmt der Automobilclub von Deutschland (AvD), dessen Expertise sich nicht nur auf der Durchführung des traditionsreichen AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring als Europas größter Event für historische (Renn-) Fahrzeuge gründet. „Wir freuen uns, die DTM bei der Weiterentwicklung des Bereichs Tradition zu unterstützen und Rennen und Demos  mit historischen Originalen aus DTM, DRM und ITC sowie aus Formel 1 und Gruppe C zu organisieren“, sagt Lutz Leif Linden als Generalsekretär des Automobilclub von Deutschland e.V. und Geschäftsführer der AvD Wirtschaftsdienst GmbH.

Vollelektrische Rennserie: DTM Electric

Die DTM Electric zeigt, wie die Zukunft des Motorsports auch aussehen kann: Sie ist grün, hoch performant und elektrisch. Die DTM Electric ist als eigenständige Serie konzipiert, die künftig neben DTM, DTM Trophy, DTM Classic und DTM Esports eine der fünf Säulen der DTM-Plattform bildet. 2023 könnte die DTM Electric erstmals an den Start gehen. Die Rennserie hebt elektrischen Motorsport auf das nächste Level: Sie vereint Technologie, Innovation und Hochleistung in einem ansprechenden Motorsportformat, bei dem zukünftige Elektro-Serienfahrzeuge von Herstellern oder Mobilitätsanbietern publikumswirksam zum Einsatz kommen. Sie verspricht spektakulären Rennsport mit leistungsstarken, effizienten und schnellen Autos, einem kosteneffizienten, modularen Konzept und Sicherheit auf höchstem Niveau. Der Plan umfasst Sprintrennen mit einer Dauer von rund 30 Minuten und die Möglichkeit automatisierter Batteriewechsel während des Pflicht-Boxenstopps. Zum DTM-Saisonfinale 2020 in Hockenheim wurde ein erstes Demonstrationsfahrzeug zur neuen Rennserie präsentiert. Die Entwicklung des E-Fahrzeugs erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen der DTM-Dachorganisation ITR und dem renommierten Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler, der Serien- und Innovationspartner der DTM wird. Bereits im kommenden Jahr soll im nächsten Schritt ein DTM Electric Prototyp entwickelt werden.

Virtuell vs real: DTM Esports nach gelungener Premiere mit erweitertem Programm

Die Premiere des virtuellen Motorsports im Umfeld der DTM fand bereits im Mai 2020 mit der Esports Classic Challenge statt. Die DTM Esports Championship selbst ist im Herbst 2020 erfolgreich gestartet und hat in den digitalen Rennen Profirennfahrer und ambitionierte SimRacer zusammengeführt. Sechs Profis aus dem realen Motorsport stellten sich 18 erfahrenen SimRacern, die aus einer dreiwöchigen Qualifikation mit über 8.000 Bewerbern hervorgegangen waren. Für die Teamwertung bildeten  Rennfahrer aus beiden Lagern – real und virtuell – eine gemeinsame Mannschaft.

Aufgrund der positiven Resonanz wird DTM Esports 2021 integrierter Bestandteil der DTM-Erlebnisplattform. In einer Serie von mindestens sieben international ausgerichteten Events werden weltweit führende SimRacer an den Start gehen. Geplant ist zudem mindestens ein digitaler Wettbewerb als Vor-Ort-Event im Umfeld der DTM. Ein Entwicklungsprogramm für SimRacer-Karrieren rundet das DTM-Esports-Projekt ab.

AvD neuer Partner: Sportliche Organisation aus einer Hand

Für die sportliche Organisation der Rennwochenenden hat die ITR mit dem Automobilclub von Deutschland (AvD) eine Partnerschaft geschlossen. Der in Frankfurt ansässige AvD organisiert und koordiniert für alle DTM-Wettbewerbe die Besetzung der erforderlichen Funktionsträger. „AvD und DTM gehen eine neue, starke Partnerschaft ein, auf die wir uns freuen. Der AvD wird bei allen DTM-Veranstaltungen mit seinem erfahrenen und Formel-1-erprobten Team im Einsatz sein. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der DTM streben wir schnelle und kompetente Entscheidungen an, die den Rennserien der DTM-Plattform sowie allen Fahrern, Teams und Veranstaltern und letztlich auch den Fans gerecht werden“, erklärt Lutz Leif Linden als Generalsekretär des Automobilclub von Deutschland e.V. und Geschäftsführer der AvD Wirtschaftsdienst GmbH. Der seit 1899 bestehende AvD ist Gründungsmitglied des Automobil-Weltverbandes FIA. Am 11. Juli 1926 veranstaltete der AvD auf der AVUS in Berlin den 1. Großen Peis von Deutschland, seitdem ist der Große Preis von Deutschland die herausragende Motorsportveranstaltung des AvD.

Spannung bis zum Schluss: Das sind die Titelkandidaten im ADAC GT Masters

  • Fahrer von drei Marken kämpfen beim Finale um den Titel
  • Top 3 der Meisterschaft innerhalb von sieben Punkten, 50 werden noch vergeben
  • Titelverteidiger Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde sind Tabellenführer

Robert Renauer möchte seinen zweiten Titel nach 2018
Foto: ADAC-Motorsport

Schaffen die Tabellenführer Patric Niederhauser (29/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) als erste Fahrer überhaupt im ADAC GT Masters die erfolgreiche Titelverteidigung? Oder schnappt die starke Konkurrenz den Audi-Piloten beim großen Saisonfinale am Wochenende in Oschersleben (6.-8. November) die Meisterschaft weg? Bei 50 noch zu vergebenden Punkten ist im Titelkampf der "Liga der Supersportwagen" alles möglich. Die beiden entscheidenden Rennen werden Samstag und Sonntag ab 13 Uhr live von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Patric Niederhauser (29/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing, Audi R8 LMS), 150 Punkte: Die beiden Audi-Sport-Fahrer können in Oschersleben für ein Novum im ADAC GT Masters sorgen: Als ersten Fahrern in der Geschichte der "Liga der Supersportwagen" könnte Niederhauser und van der Linde die erfolgreiche Verteidigung des Fahrertitels gelingen. Das Duo holte bisher einen Sieg und drei weitere Podestplätze, beeindruckt aber vor allem durch seine Konstanz: Als einzige Fahrer im Feld haben sie in allen bisherigen zwölf Rennen gepunktet. Allerdings haben die beiden Rutronik-Racing-Piloten am Wochenende ein Handicap: Aufgrund eines Boxenstopp-Vergehens auf dem Lausitzring werden sie am Samstag in der Startaufstellung um fünf Positionen zurückversetzt. Dennoch ist Niederhauser optimistisch: "Es ist natürlich alles sehr eng, aber unsere Chancen sind gut. Jetzt kommt es darauf an, aus jedem Rennen das Maximum herauszuholen. Nur auf Punkte fahren ist nicht. Jeder muss eigentlich voll auf Attacke fahren. Ich denke, es muss noch mindestens ein Rennsieg her, um den Titel für sich zu entscheiden."

Robert Renauer (35/Vierkirchen, Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R), 145 Punkte: Der Meister von 2018 hat zuletzt auf dem Lausitzring seinen Rückstand auf die Tabellenführer auf nur noch fünf Zähler reduziert. Der Bayer kommt auf insgesamt sechs Podestplätze - so viele wie kein anderer Pilot in dieser Saison. Das Einzigartige an Renauer unter den Titelkandidaten ist, dass er Fahrer und Teamchef in Personalunion ist. Da Renauers Stammpartner Sven Müller erneut krankheitsbedingt ausfällt, teilt sich der Porsche-Routinier den Elfer beim Finale mit Mathieu Jaminet (26/F), mit dem Renauer 2018 den Titel im ADAC GT Masters gewonnen hat. "Wir waren in Oschersleben zuletzt eigentlich immer recht stark. Die Strecke müsste dem Porsche entgegenkommen. Deswegen bin ich optimistisch", so Renauer. "Die Meisterschaft gewinnt nicht unbedingt das schnellste Auto. Um den Titel zu holen, braucht man auch Rennglück. Dass ich schon 2018 um den Titel gekämpft habe, ist sicher ein kleiner Vorteil. Man merkt, dass man etwas abgeklärter ist, als wenn man das erste Mal um die Meisterschaft fährt. Man weiß, was einen erwartet und dass noch so viel passieren kann. Man muss einfach schauen, dass man keine Fehler macht und die letzten Rennen einfach gut über die Bühne bringt. Es tut mir sehr leid für Sven, dass er nicht mit um den Titel kämpfen kann. Denn das, was wir erreicht haben, haben wir zusammen erreicht."

Christian Engelhart (33/Starnberg) und Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster, beide SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), 143 Punkte: Engelhart und Ammermüller starteten mit zwei Siegen in den ersten fünf Rennen stark in die Saison, die beiden Triumphe sind immer noch Saisonbestwert. Mit nur sieben Punkten Rückstand liegen Engelhart und Ammermüller auf Rang drei. Engelhart ist mit drei Siegen der erfolgreichste Pilot der Titelkandidaten in Oschersleben, und auch sein Partner hat schon einmal in der Magdeburger Börde gewonnen. Ihr Rennstall SSR Performance ist neu im ADAC GT Masters, verfügt aber über zahlreiche erfahrene Teammitglieder. "Es ist noch alles offen, denn es ist immer noch sehr eng an der Spitze", sagt Ammermüller. "Fehler dürfen jetzt nicht passieren, aber das gilt für alle Titelkandidaten. Jeder muss das Maximale herausholen und so viele Punkte wie möglich sammeln. Ich denke, dass die Entscheidung erst am Sonntag fallen wird. Es wäre natürlich ein Traum, mit SSR im ersten Jahr gleich den Titel zu holen. Nichts ist unmöglich, wir werden unser Bestes geben, um am Ende ganz oben zu sein."

Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Toksport WRT, Mercedes-AMG GT3 Evo), 136 Punkte: Nach zwei starken Gaststarts bestreiten Stolz und Engel ihre erste komplette Saison im ADAC GT Masters mit ihrem Rennstall Toksport WRT. Nach dem Sieg beim Saisonauftakt führte das Duo mehrere Rennen die Gesamtwertung an. Ihre insgesamt fünf Podestplätze sind die zweitmeisten in der aktuellen Saison. Stolz und Engel kämpfen erstmals im ADAC GT Masters um den Titel. "Wir geben nicht auf und kämpfen weiter", so Engel. "Es sind noch zwei Rennen zu fahren. Wir werden alles geben und dann schauen wir weiter. Wir müssen Punkte gutmachen und ohne Fehler durchkommen. Im ADAC GT Masters kann viel passieren. Wir haben ein starkes Auto und ein starkes Team hinter uns. Daher haben wir großes Vertrauen, dass wir in Oschersleben top performen können. Das ist das Ziel."

Max Hofer (21/A) und Christopher Haase (33/Kulmbach, beide Montaplast by Land Motorsport, Audi R8 LMS), 109 Punkte: ADAC GT Masters-Auftaktchampion Christopher Haase und Max Hofer, der letztjährige Gewinner der Pirelli-Junior-Wertung, haben nach ihrem ersten Saisonsieg auf dem Lausitzring ebenfalls noch Titelchancen, auch wenn ihr Rückstand schon 41 Punkte beträgt. Sie haben jedoch gute Erinnerungen an Oschersleben: Beiden gelang in ihrer jeweiligen Debütsaison im ADAC GT Masters eine Pole-Position und ein Sieg auf dem Kurs. "Wir sind ganz klar die Underdogs und müssen zur Stelle sein, wenn etwas bei den anderen Titelkandidaten schiefläuft", so Routinier Haase. "Sollten sie Fehler machen, müssen wir möglichst viele Punkte mitnehmen. Wir gehen das Wochenende aber wie jedes andere an. Die Strecke sollte dem Audi liegen. Sie ist sehr technisch und es kommt auf Feinheiten beim Set-up an. Man muss bei den ungewohnten kalten Temperaturen das Set-up-Fenster genau treffen. Damit haben viele Teams wenig Erfahrung, das kann am Wochenende eine wichtige Rolle spielen."

Intensive Infights um den Titel garantiert – Rast versus Müller beim DTM-Finale in Hockenheim

  • Titelverteidiger im Vorteil: René Rast (Audi) startet als Favorit in den finalen Titelkampf
  • Herausforderer im Angriffsmodus: Rasts Audi-Markenkollege Nico Müller hat nichts zu verlieren
  • Außenseiter mit Chancen: Robin Frijns das Zünglein an der Waage

Audi-Trio: Nico Müller (SUI), René Rast (GER), Robin Frijns (NED)
Foto: dtm.com

Die abschließenden zwei Runden im Titelkampf sind eingeläutet: Hockenheim bereitet am kommenden Wochenende (06.–08. November) der DTM und den Titel-Antagonisten die Bühne zum ultimativen Showdown. In der rot-weißen Ecke: René Rast (GER, Audi), Titelverteidiger und Tabellenführer. In der grün-weißen Ecke: Nico Müller (SUI, Audi), Herausforderer und Tabellenzweiter. Und da ist noch Robin Frijns (NED, Audi), der rechnerisch ebenfalls Champion werden könnte. Eine Vorhersage wagen? Möglich, aber sinnlos – denn an überraschenden Wendungen mangelt es der 2020er-Saison der DTM wahrlich nicht. Und so dürfen sich die TV-Zuschauer auf sportlich herausragende Final-Rennen, spektakuläre Duelle und packende Action (Samstag und Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr live bei TV-Partner SAT.1) freuen.

If in doubt … – für Müller und Frijns zählen nur Vollgas und Top-Platzierungen

Zwei, die nichts zu verlieren haben: Für die beiden Teamkollegen vom Audi Sport Team Abt Sportsline, Nico Müller und Robin Frijns gilt als Marschrichtung eine der ewigen Motorsport-Weisheiten: „If in doubt – flat out“ (= „Im Zweifel Vollgas“). Denn ihre Ausgangslage ist simpel: Beide müssen im großen Stil Punkte auf René Rast gutmachen, um das Blatt auf der Zielgeraden der Saison noch einmal zu wenden. Müller hat 19 Punkte Rückstand, Robin Frijns 41. Maximal zweimal 25 Zähler je Sieg sind noch zu vergeben – drei weitere je Pole-Position. Aus eigener Kraft kann keiner der beiden Kandidaten ausreichend Punkte gutmachen, nur 16 sind bei voller Ausbeute in den beiden Hockenheim-Rennen gegenüber dem theoretisch jeweils Zweitplatzierten maximal möglich. Als Duo jedoch, ließe sich das Blatt durchaus aus eigener Kraft wenden – etwa, wenn die „Äbte“ jeweils die beiden Top-Platzierungen in Qualifyings und Rennen sichern und Nico Müller dabei jeweils den Spitzenplatz einnimmt.

To finish first … – kalkuliertes Risiko das Mittel der Wahl für René Rast

Das heißt im Umkehrschluss auch: René Rast hat die erfolgreiche Titelverteidigung in seinen eigenen Händen. Dazu müsste er „nur“ in beiden Qualifyings und beiden Rennen wenigstens Zweiter werden – dann wäre ihm die große Trophäe nicht mehr zu nehmen, ganz gleichgültig wie die Kontrahenten abschneiden. Dabei sind auf jeden Fall verboten: Fehler, Rückschläge, Ausfälle. Für Rast gilt der eherne Racing-Grundsatz „To finish first, first you have to finish“ (= „Um zu siegen, musst Du erst einmal ins Ziel kommen“). Denn René Rast hat etwas zu verlieren. Dass ein „Worst case“ allerdings eintritt, erschien zuletzt äußerst unwahrscheinlich: Mit zwei unwiderstehlichen Zolder-Rennen verwandelte Rast einen 47-Punkte-Rückstand in einen 19-Punkte-Vorsprung –wenn man so will die vielleicht wichtigste „Route 66“ in Richtung Titelverteidigung. Rast reist mit gestärktem Selbstvertrauen nach Hockenheim. Würde ihm der Titel gelingen, wäre es sein dritter in der DTM. Rast stünde damit auf einer Stufe mit Legende Klaus Ludwig. Nur Bernd Schneider kann mit fünf Titelgewinnen auf mehr verweisen.

Zünglein an der Waage – die Aufsteiger der Saison möchten noch einmal glänzen

Sie sind jüngsten „Newbies“ auf dem DTM-Podium: Robert Kubica (POL, BMW) und Ferdinand Habsburg (AUT, Audi). Zuvor war es anno 2020 Sheldon van der Linde (RSA, BMW), der sich zunächst in Kreis der Top-3-Piloten eintrug, später gar in die Siegerlisten. Sie sind die ersten Kandidaten, die die genannten mathematisch-theoretischen Meisterschafts-Szenarien zu bloßen Rechenbeispielen degradieren könnten – Sheldon van der Linde greift nach Platz vier in der Meisterschaft und möchte so als „Best of the rest“ die Saison abschließen. Für Kubica und Habsburg gilt es, die zuletzt starken Leistungen und Podiumsplatzierungen aus Zolder und den Aufwärtstrend während des DTM-Jahres 2020 zu bestätigen. Gleichzeitig gibt es – eben typisch DTM – ausreichend weitere Kandidaten auf Überraschungen und Achtungserfolge.

Austragungsort Hockenheim: großer strategischer Spielraum für Fahrer und Ingenieure

Zwei Einflüsse geben den Fahrern und Ingenieuren in Hockenheim in ihren Kombinationsmöglichkeiten einen enormen strategischen Spielraum. Mit den kühleren Temperaturen bauen die Hankook-Einheitsreifen während der Rennen weniger stark ab – der Pflichtboxenstopp könnte so zum kreativen Mittel werden, Boden im Rennen gut zu machen und die Konkurrenz zu überraschen. Etwa mit radikalen Strategien, die zum sogenannten Over- oder Under-cut führen, also mit besonders nach hinten herausgezögertem oder enorm früh gelegtem Stopp dem dichten Verkehr zu entgehen – abhängig von der der jeweiligen Position des Fahrers.

Ein anderer Aspekt für strategische Freiheit liegt in dem Typus der Rennstrecke in Hockenheim selbst. Sie erlaubt grundsätzlich zwei unterschiedliche Herangehensweisen an die Fahrzeugabstimmung. Entweder setzt man auf hohen Top-Speed durch weniger oder auf hohe Kurvengeschwindigkeiten durch deutlich mehr aerodynamischen Anpressdruck. Der ebene Asphalt und die flachen Randsteine des Hockenheimrings erlaubt zudem niedrige Bodenfreiheiten der Fahrzeuge. Die Experten erwarten einen Vollgas-Anteil von rund 74 Prozent. Der konzertierte Einsatz der Über- und Aufholhilfen DRS (Drag Reduction System) und PTP (Push-to-pass) wird im Rennen pro Runde mit einem Vorteil von rund sieben Zehntelsekunden geschätzt.

Stimmen – Vorschau, Hockenheim

Sheldon van der Linde, BMW Team RBM

„Bis hierher war es eine gute Saison für uns. Gerade wegen meines persönlichen Highlights – dem Sieg in Assen. Wir haben unsere Klasse gezeigt und waren konstant unter den Top fünf, sechs. Mein Ziel in Hockenheim ist klar Platz vier im Gesamtklassement, der mit einem guten Wochenende in Hockenheim noch in Reichweite ist. Im Titelkampf sehe ich René Rast im Vorteil – er kommt mit vier herausragenden Rennen in Zolder nach Hockenheim, das spricht für sich. Und da Selbstvertrauen für einen Rennfahrer enorm wichtig ist, ist René schwer zu schlagen. Aber: möge der Beste gewinnen.“

Robert Kubica, Orlen Team ART

„Es ist natürlich immer großartig, erstmals auf dem Podium zu stehen wie zuletzt in Zolder. Viele Fans und Unterstützer haben sich mit uns gefreut. Gerade, weil der letzte große Erfolg eine Weile zurückliegt. Aber auch das ist jetzt schon Geschichte. Wir wollen in Hockenheim wieder konkurrenzfähig sein – und das ist keine leichte Aufgabe. Mit Blick auf die Meisterschaft finde ich es schade, dass kein BMW-Fahrer mehr um den Titel kämpft. Aber alle drei verbliebenen Kandidaten hätten die große Trophäe verdient. Ich würde mich freuen, wenn wir wieder erstklassiges Racing erleben würden und natürlich, wenn ich mittendrin wäre. Wenn mich aber jemand fragt, auf wen ich mein Geld setzen würde – es wäre definitiv René Rast.“

Ferdinand Habsburg, WRT Team Audi Sport

„In Zolder haben sich bereits viele Ziele für mich erfüllt: die erste Pole-Position, das erste Podium. Natürlich bleibt da noch etwas auf der Liste, das erreicht werden kann. Sheldon van der Linde hat mir nach seinem Sieg in Assen gesagt, wie sehr der Druck von ihm abgefallen ist und wie danach alles leichter fällt. Ein bisschen davon habe ich in Zolder nach dem ersten Podium auch gespürt. Das gesamte Team ist für Hockenheim noch mehr motiviert als üblich, daran anzuknüpfen. Mein Titelfavorit wäre Robin Frijns. Nach meinem Wechsel in das Audi-Lager habe ich alle drei Kandidaten näher kennengelernt, alle drei sind Spitzenfahrer und hätten den Titel verdient, alle drei sind äußerst nett, extrem fair. Mit Robin habe ich mich im Verlauf des Jahres angefreundet, ihm drücke ich die Daumen.“



Showdown beim Saisonfinale in Oschersleben: Wer holt den Titel?

  • Dreikampf völlig offen: Proczyk führt vor Buri und Dominik Fugel
  • WTCR-Star Tiago Monteiro und Luca Engstler als Gaststarter dabei
  • Marcel Fugel hofft auf Titel in der Honda Junior Challenge

Harald Proczyk (l.) führt die Tabelle an, Dominik Fugel (r.)ist Dritter
Foto: ADAC-Motorsport

Es ist angerichtet, das große Finale der ADAC TCR Germany steht vor der Tür: Wer behält beim Showdown in Oschersleben (6. bis 8. November) die Nerven und holt den Titel? Tabellenführer Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International), Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) und Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) treten im Dreikampf gegeneinander an. Bei den Saisonrennen 13 und 14 sind zudem zwei Fahrer dabei, die ansonsten in der WTCR für Furore sorgen. Luca Engstler (20, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) steuert das VIP Auto, beim Team Honda ADAC Sachsen ist der ehemalige Formel-1-Fahrer Tiago Monteiro (44, Portugal) am Start. Die Rennen in Oschersleben finden gemäß der geltenden Auflagen ohne die Beteiligung von Zuschauern nach einem vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept statt. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind sie bei SPORT1.de, YouTube.com/ADAC, adac.de/motorsport und auf der Facebookseite der ADAC TCR Germany zu sehen.

Während seine Herausforderer noch den ersten Titel herbeisehnen, kennt Harald Proczyk das Gefühl bereits, die Meisterschaft zu gewinnen. 2018 triumphierte der Österreicher, 2019 folgte die Vizemeisterschaft - und 2020? Der Hyundai i30 N TCR-Fahrer geht jedenfalls als Spitzenreiter in diese beiden letzten Rennen, sein Vorsprung auf Antti Buri beträgt neun Punkte, 18 Zähler trennen ihn von Dominik Fugel. "Ich freue mich auf das Wochenende und werde wie immer alles geben", sagt der Routinier, der wie Buri und Fugel bereits in Oschersleben einen Rennsieg gefeiert hat.

Proczyk ist kein Freund von Mathematik, aber die Rechnung ist simpel: Wenn er mehr oder nur geringfügig weniger Punkte als seine Verfolger holt, hat er den Titel sicher. Antti Buri und Dominik Fugel geben sich aber längst nicht kampflos geschlagen. Gerade Buri ist in Spitzenform, er kommt im neuen Hyundai i30 N TCR immer besser zurecht und hat zwei der vergangenen drei Rennen gewonnen. Dazu kommt ein zweiter Platz. "Wir sind in einer guten Position, nur wir drei sind noch im Rennen. Es wird intensiv", sagt Buri, der auf "zwei Siege und die Pole Position" hofft. "Ich war mit dem Hyundai noch nicht in Oschersleben, aber grundsätzlich mag ich die Strecke sehr gerne."

Auch Honda Civic TCR-Fahrer Dominik Fugel nimmt die Herausforderung gerne an. "Ich will den Titel unbedingt gewinnen, wir sind noch immer eng zusammen, und die Saison ist erst mit dem letzten Rennen vorbei", sagt der 23-Jährige: "Klar wird es schwierig, aber ich werde alles investieren, um das Blatt noch wenden zu können."

In der Honda Junior Challenge hat ein weiterer Fugel beste Titelchancen. Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) führt die Nachwuchswertung aktuell an. Nur René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) kann Fugel den Titel noch streitig machen. Der VW Golf GTI TCR-Fahrer hat jedoch sieben Punkte Rückstand auf Marcel Fugel und muss auf ein sehr starkes Wochenende hoffen. Der Sieger der Honda Junior Challenge erhält einen neuen Honda Civic.

Unterstützung erhalten die Fugel-Brüder an diesem Wochenende von einem prominenten Gast: Tiago Monteiro, früher in der Formel 1 und aktuell in der FIA WTCR aktiv, steuert einen weiteren Civic TCR für das Team Honda ADAC Sachsen. "Ich freue mich wahnsinnig auf die Herausforderung in der ADAC TCR Germany und fiebere den Rennen bereits entgegen", sagt Monteiro, der 2019 und 2020 an der Seite von Dominik Fugel, Esteban Guerrieri und Markus Oestreich beim ADAC TOTAL 24h Rennen auf dem Nürburgring den Sieg in der TCR-Klasse geholt hatte.

Alle drei Titelkandidaten kämpfen mit ihren Teams übrigens auch noch um den Titel in der Teamwertung. Dort liegt Harald Proczyk gemeinsam mit Jan Seyffert (22, Stuttgart) mit dem Rennstall HP Racing International mit 359 Punkten vorne. Das Hyundai Team Engstler (312) mit der Unterstützung des ehemaligen Vizemeisters Luca Engstler und die Fugel-Brüder für Honda ADAC Sachsen (306) haben aber ebenfalls noch Chancen, die Trophäe abzuräumen.

T3-HRT-Motorsport startet auch 2021 im ADAC GT Masters

  • Rennstall erweitert Programm auf drei Fahrzeuge
  • Auch ADAC GT4 Germany-Engagement wird fortgesetzt
  • Bereits dritter Rennstall, der sich zum ADAC GT Masters 2021 bekennt

T3-HRT-Motorsport, Maximilian Paul, Niels Langeveld
Foto: ADAC-Motorsport

T3-HRT-Motorsport wird auch 2021 im ADAC GT Masters antreten. Damit hat sich ein weiteres Team bereits vorzeitig zum ADAC GT Masters bekannt, das im kommenden Jahr das Prädikat "Internationale Deutsche GT-Meisterschaft" erhält. Das sächsische Team plant sein Programm für die kommende Saison sogar auszubauen und weiterhin auf die Nachwuchsförderung zu setzen.

"Bei uns laufen seit einigen Wochen die Vorbereitungen auf die kommende Saison", so Teamchef Jens Feucht. "Wir können schon jetzt sagen, dass wir weiterhin im ADAC GT Masters antreten werden und unser Engagement sogar vergrößern. Wir planen dann den Einsatz von drei Fahrzeugen."

Für Feucht war das Bekenntnis zum ADAC GT Masters eine logische Entscheidung: "Wir fühlen uns in der Serie sehr wohl. Wir sind im vergangenen Jahr sehr herzlich aufgenommen worden. Bei uns steht auch weiterhin die Nachwuchsförderung im Vordergrund. Im ADAC GT Masters können wir auf dem höchsten Level sehen, wie gut unsere jungen Fahrer bereits sind oder wo noch Potenzial vorhanden ist. Diese Arbeit macht uns sehr viel Spaß und wir wollen diese für die Zukunft noch weiter ausbauen."

T3-HRT-Motorsport bestreitet in diesem Jahr seine zweite Saison im ADAC GT Masters. Während 2019 ein Audi R8 LMS eingesetzt wurde, expandierte das Team für die aktuelle Saison. In der "Liga der Supersportwagen" kommt neben dem Audi R8 LMS auch ein Bentley Continental GT3 zum Einsatz. Zudem tritt das Team erstmals auch in den Partnerserien ADAC GT4 Germany und Porsche Carrera Cup Deutschland an. "In der ADAC GT4 Germany werden wir auch 2021 mindestens ein Fahrzeug einsetzen, vielleicht sogar ein zweites", so Feucht.

Der Rennstall aus Radebeul ist nach dem Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing mit zwei Mercedes-AMG GT3 und dem GRT Grasser Racing Team, das 2021 den Einsatz von vier Lamborghini plant, bereits der dritte Rennstall, der sich frühzeitig für das kommende Jahr zum ADAC GT Masters bekennt.