Montag, 21. September 2020

DTM: Zukunft der Plattform gesichert

  •    Traditions-Rennserie wird fortgeführt
  •     DTM ab der Saison 2021 mit neuem technischen Reglement
  •     Audi und BMW unterstützen Gerhard Berger bei Neuaufstellung


Foto: Jens Hawrda

Die Ampeln stehen auf Grün: Audi und BMW unterstützen Gerhard Berger bei seinen Plänen, die DTM neu aufzustellen. Als Noch-Mitglieder des ITR e.V. haben sich die beiden Hersteller nach konstruktiven Verhandlungen dafür ausgesprochen, den Aufbau einer eigenständigen professionellen Sprint-Rennserie auf GT-Basis zur Saison 2021 auf der Plattform der ITR zu ermöglichen. Formal scheiden sowohl Audi als auch BMW zum Saisonende aus der ITR aus. Ab dann übernimmt die BMS (Gerhard Berger) die alleinige wirtschaftliche Verantwortung für die neue Rennserie und die Weiterentwicklung der Plattform.

Gerhard Berger: „Während der letzten Monate haben wir in komplexen Verhandlungen verschiedene strategische Optionen für die Zukunft der DTM diskutiert. In den vergangenen Tagen habe ich sehr konstruktive Gespräche mit Audi und BMW geführt. Beide Hersteller ermöglichen, dass ich die volle Verantwortung für die Zukunft einer Rennserie übernehme, in der vorerst in erster Linie GT-Autos zum Einsatz kommen. Dass Audi und BMW ein Fortführungsszenario unterstützen, sind großartige Nachrichten für alle Mitarbeiter und Motorsportfans. Künftig werden nicht mehr die Werke, sondern eigenständige professionelle Privatteams auf der Plattform um Siege fahren. Wichtig war mir, dass sich beide Hersteller zu diesem Konzept bekennen, damit hier auch die GT-Modelle dieser Marken fahren werden. Die Zusage habe ich. Mein ausdrücklicher Dank geht deshalb an die Hersteller: Sie haben mit ihrer Entscheidung nicht nur maßgeblich zum Erhalt der Arbeitsplätze der ITR und der DTM-Partner beigetragen, sondern ermöglichen damit auch den Fans und Unterstützern weiterhin Motorsport auf Topniveau. Nun freue ich mich darauf, mit unseren starken Partnern wie Sat.1 eine nachhaltige Zukunftsstrategie zu erarbeiten, die die Fans begeistern wird.“

Samstag, 19. September 2020

Nervenaufreibend: Robin Frijns gewinnt DTM-Thriller auf der Nürburgring

  • Turbulentes Rennen mit drei Safety-Car-Phasen
  • Frijns mit Blitzstart, Drama für Nico Müller
  • Je fünf Audi und BMW unter den Top Ten

Robin Frijns vor Renè Rast
Foto dtm.com

Mit einem Tourenwagen-Spektakel wie aus dem Bilderbuch wurden die Zuschauer beim sechsten Saisonlauf der DTM verwöhnt. Das erste Rennen auf der 3,6 Kilometer kurzen Sprintvariante des Nürburgrings hatte am Samstag alles zu bieten. Am Ende hieß der strahlende Sieger Robin Frijns (NED, Audi), der sich mit einem perfekten Start durchsetzte und die Führung nicht mehr aus der Hand gab – den drängenden Versuchen der Konkurrenz zum Trotz. Titelverteidiger René Rast (GER, Audi), der auf der Sprintstrecke bereits drei Mal siegreich war, kreuzte als Zweitplatzierter die Linie. Mit Marco Wittmann (GER) auf Rang drei ist erneut ein BMW-Pilot auf dem Podium vertreten. Je fünf Audi und BMW unter den Top Ten sorgten für ein ausgeglichenes Markenverhältnis.

Bereits der Rennauftakt verlief äußerst unterhaltsam: Robin Frijns erwischte einen Blitzstart und zog direkt an Polesitter Rast vorbei. Nico Müller versuchte es anschließend außen in Kurve eins mit einem Überholversuch gegen Rast, musste aber zurückstecken und wurde im Anschluss vom hinter ihm lauernden Philipp Eng (GER, BMW) kassiert. Weiter hinten im Feld gab es in den ersten Runden intensive Zweikämpfe, die nicht ganz ohne Kontakt abliefen. So kam es dann auch wenig später zur ersten Safety-Car-Phase des Rennens, die aufgrund eines Trümmerteils auf der Strecke von der Rennleitung beschlossen wurde. Alle Piloten hatten die Zeit bis zur ersten Neutralisierungsphase bereits für ihre Pflichtstopps genutz – es folgte ein packender Kampf um die Position, frei von jeder Taktik.

Dreher-Drama für Nico Müller

Beim ersten Restart gab es unter den Top drei keine Veränderung, dafür jedoch ein Drama für den Meisterschaftsführenden Nico Müller: Der Schweizer drehte sich nach einem Kontakt mit Jamie Green und fiel ans Ende des Feldes zurück. Ein Grund für dessen Abt-Team, eine alternative Boxenstrategie zu wählen und Müller zum Reifenwechsel zu beordern, während die Spitzengruppe weiter auf der Strecke blieb. Das änderte sich ab der 15. Runde, als Loïc Duval (FRA, Audi) nach einem Ausritt ins Kiesbett und anschließendem Kontakt mit der Reifenbarriere die zweite Safety-Car-Phase auslöste. Der Franzose konnte seinen Audi RS 5 DTM aber wieder zurück auf die Strecke lenken und zunächst weiter fahren.

Zweiter Restart: Wittmann nutzt die Gunst der Stunde, dritter Restart: Rast kontert

Beim zweiten Restart, der nach Indy-Car-Manier in Zweierreihen durchgeführt wurde, gab es zunächst keine Veränderungen unter den Top drei. In Kurve zwei nutzte allerdings Wittmann die Gunst der Stunde und schob sich mit einem gekonnten Überholmanöver außen an Rast vorbei. Ein Dreikampf zwischen Lucas Auer (AUT, BMW), Fabio Scherer (SUI, Audi) und Duval sorgte für einen Crash zwischen den beiden Audi-Fahrern, für die das Rennen beendet war. Dies führte zur dritten und letzten Safety-Car-Phase, nach deren Ende das Rennen jedoch ohne weitere Zwischenfälle beendet werden konnte. Dieses Mal konterte Rast jedoch Wittmann aus, übernahm wieder Platz zwei und unternahm einen letzten Angriff auf Frijns. Eine gute halbe Sekunde trennten ihn am Ende vom Sieger. 

Vor dem zwöften Rennen der DTM-Saison 2020 (Sonntag ab 13:00 Uhr live in SAT.1) führt Nico Müller, der am Samstag Schadensbegrenzung betrieb und trotz seines Drehers noch auf Platz fünf landete, nach wie vor die Gesamtwertung an mit nun 216 Punkten. Frijns holt durch seinen Sieg auf und liegt nur noch 13 Zähler zurück, Rast bleibt Dritter mit 180 Punkten.

Stimmen – 1. Rennen, Nürburgring Sprint

Robin Frijns (NED), Audi, Sieger

„Das war ein schwieriges Rennen. Gerade am Start war es nicht einfach, die Position zu verteidigen. Es war wirklich nervenaufreibend im Cockpit. Ich habe immer wieder einen Vorsprung herausgefahren, und dann kam wieder das Safety-Car auf die Strecke, und alles ging wieder von vorne los. Grundsätzlich war mein Start gut, und ich konnte mich sofort etwas absetzen. Am Ende kam René Rast ziemlich nahe, vor allem in den Kurven eins und neun. Ich wusste, ich darf keinen Fehler machen. Das war entscheidend, aber ich bin habe es als Sieger ins Ziel geschafft. Ich habe mitbekommen, dass Nico Müller wohl ein ereignisreiches Rennen hatte, deshalb war es umso wichtiger, diesen ‚big point‘ zu machen.“

René Rast (GER), Audi, 2. Platz

„Der Start war schwierig, weil ich am Freitag leider keine Startübungen machen konnte. Bei den Restarts aus der zweiten Position habe ich einmal nicht die perfekte Linie erwischt, so dass Marco Wittmann vorbei gehen konnte. Beim nächsten Indy-Restart war es dann wieder umgekehrt. Ich wusste, dass es auf die letzte Runde ankommt, aber mein Angriff kam etwas zu spät. Okay, ich habe Punkte auf Nico Müller gewonnen, aber dafür Punkte auf Robin Frijns verloren. Einer der beiden ist immer vor mir. Nach dem bescheidenen Freitag war die Pole-Position und der zweite Platz im Rennen auf jeden Fall ein sehr gutes Ergebnis für mich.“

Marco Wittmann (GER), BMW, 3. Platz

„ Mein Start war ganz ordentlich, doch mit der ersten Safety-Car-Phase wurde es etwas chaotisch. Bei drei Indy-Restarts konnte ich einen nutzen, um an René Rast vorbeizugehen, beim nächsten Mal ging es umgekehrt aus. Dadurch, dass die meisten ihren Pflichtstopp bereits vor der ersten Safety-Car-Phase absolviert hatten, war das Rennen weniger von der Strategie geprägt, mehr von der einen Performance. Es musste auch niemand mit den Reifen haushalten, da diese durch die drei Safe-Car-Phasen ja über etliche Runden geschont wurden. Ich bin jedenfalls sehr glücklich, dass ich es von Startplatz aufs Podium geschafft habe.“

Ergebnis – 1. Rennen, Nürburgring Sprint

01. Roin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 39 Runden in 59.51,551 MInuten

02. René Rast (GER) Audi RS 5 DTM, + 0,660 Sek.

03. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 1,573 Sek.

04. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, + 2,984 Sek.

05. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, + 4,743 Sek.

06. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, + 5,211 Sek.

07. Ferdinand Habsburg (AUT), Audi RS 5 DTM, + 8,513 Sek.

08. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, + 8,846 Sek.

09. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 14,970 Sek.

10. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM, + 17,292 Sek.


Schnellste Rennrunde: Nico Müller (SUI), Audi SR 5 DTM, 1.21,785 Min.

Pole-Position: René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,472 Min.

Wetter: 24°C, sonnig

Strecke: 36°C, trocken


ADAC GT Masters stellt frühzeitig Weichen für die 15. Saison

  • ADAC GT Masters erhält ab 2021 das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft
  • Kalender 2021 mit 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
  • Saisonstart Mitte Mai in Oschersleben, Finale in Hockenheim im Oktober

Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters stellt frühzeitig die Weichen für die Saison 2021. Im kommenden Jahr startet die GT-Serie bereits in die 15. Saison und tritt abermals zu sieben Veranstaltungen mit 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden an. Erstmals erhält das ADAC GT Masters im kommenden Jahr ein offizielles Meisterschaftsprädikat des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB). Die Serie erhält das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft, die Fahrer und Teams kämpfen um den Titel des internationalen deutschen GT-Meisters. Saisonstart des ADAC GT Masters 2021 ist vom 14. - 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben.

"Wir werten das ADAC GT Masters mit dem Deutschen Meistertitel weiter auf und stellen mit der frühzeitigen Veröffentlichung des Kalenders eine hohe Planungssicherheit für unsere Teilnehmer sicher. Schon in diesem Frühjahr haben wir uns mit der Durchführung aller sieben geplanten Veranstaltungen in diesen unruhigen Zeiten deutlich hinter unsere Teams gestellt, das ist sicherlich ein Grund für das starke Feld im ADAC GT Masters in diesem Jahr. Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, haben wir in der vergangenen Woche in einem Workshop mit unseren Teams und Vertretern der GT3-Kundensport-Hersteller gemeinsam konstruktiv an der Zukunft des ADAC GT Masters gearbeitet", so ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

"Der DMSB würdigt mit der Einführung der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft die erfolgreiche Arbeit des ADAC, der in den vergangenen Jahren demonstriert hat, wie eine GT-Serie professionell organisiert werden muss, um langfristig Erfolg zu haben", erklärt Dr. Hans-Gerd Ennser, im DMSB-Präsidium zuständig für den Automobilsport. Der genaue Modus der Wertung für die neu geschaffene Meisterschaft steht derzeit noch nicht fest und wird in den kommenden Monaten erarbeitet.

Bei der Kalenderplanung setzt das ADAC GT Masters für das kommenden Jahr den Fokus wieder mehr auf Deutschland. Neben fünf Rennwochenenden auf deutschen Strecken sind zwei Auslandsrennen vorgesehen. Das ADAC GT Masters berücksichtigt bei den nächstjährigen Terminen alle behördlichen Bestimmungen zur Covid-19-Prävention und startet vorsorglich später als gewohnt in die neue Saison. Nach dem Saisonstart Mitte Mai in Oschersleben ist das zweite Rennwochenende vom 11. bis 13. Juni auf dem Red Bull Ring in Österreich geplant. Nach der von der Fußball-EM und den Olympischen Spielen geprägten Sommerpause geht es vom 6. bis 8. August auf dem Nürburgring weiter, ehe 14 Tage später mit den Rennen auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden die dritte Formel-1-Strecke in Folge im Kalender steht.

Anschließend ist der DEKRA Lausitzring vom 10. bis 12. September zurück im Kalender und Austragungsort des fünften Rennwochenendes. Auf dem Sachsenring geht es beim vorletzten Rennwochenende am Einheitsfeiertagswochenende vom 1. bis 3. Oktober in die entscheidende Phase der Meisterschaft. Das Finale wird auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 15. bis 17. Oktober ausgetragen.

Termine ADAC GT Masters 2021, Änderungen vorbehalten

14.05. - 16.05.2021 Motorsport Arena Oschersleben

11.06. - 13.06.2021 Red Bull Ring / A

06.08. - 08.08.2021 Nürburgring

20.08. - 22.08.2021 Circuit Zandvoort / NL

10.09. - 12.09.2021 Lausitzring

01.10. - 03.10.2021 Sachsenring

15.10. - 17.10.2021 Hockenheimring Baden-Württemberg

Freitag, 18. September 2020

Halbzeit in der DTM Trophy: acht Nationen, sechs Marken, ein Überflieger

  •  Gefördert von DTM-Rekordmeister Bernd Schneider: Tim Heinemann überlegen
  •  Acht Junioren bis 22 Jahre: Brite Ben Green Bester der „jungen Wilden“
  •  Nürburgring zum Zweiten: Zuschauer auch an de Sprintstrecke zugelassen

Tim Heinemann (Mercedes-AMG GT)
Foto: dtm.com




Positive Zwischenbilanz: Die neu eingeführte DTM Trophy sorgt als Unterbau der DTM weiter für Aufsehen und packenden Motorsport. Beim zweiten Gastspiel auf dem Nürburgring nehmen die seriennahen GT-Sportwagen bereits den vierten Saisonlauf unter die Räder. Damit beginnt die zweite Saisonhälfte, Zolder (BEL) und Hockenheim (GER) stehen anschließend noch im kompakten Terminkalender.

Tim Heinemann: Auch in der Eifel nicht zu schlagen

Das Starterfeld ist erstaunlich ausgeglichen, nur einer dominiert scheinbar nach Belieben:  Tim Heinemann. Der 23-Jährige aus Fichtenberg debütierte in Spa mit zwei zweiten Plätzen, danach fuhr er souverän vier Siege mit seinem Mercedes-AMG GT des Teams HP Racing International ein. Auf dem Grand-Prix-Kurs in de Eifel verwies er am Samstag die Briten Ben Green (BMW, FK Performance Motorsport) und Ben Tuck (BMW, Walkenhorst Motorsport) auf die Plätze, am Sonntag den Österreicher Reinhard Kofler (KTM, Teichmann Racing) und den Polen Jan Kisiel (Mercedes-AMG, Leipert Motorsport).

Dass Tim Heinemann über großes Talent verfügt, war Bernd Schneider schon früh aufgefallen. Der Rekord-Meister der DTM ist seitdem sein erster Förderer. Am vergangenen Wochenende war Bernd Schneider selbst am Nürburgring, um seinem Schützling mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Inklusiv den Extra-Punkten für drei Pole Positions eilt Tim Heinemann mit satten 150 Punkten der Konkurrenz auf und davon. Dahinter aber wird beherzt um jeden einzelnen Zähler gekämpft. Jan Kisiel erzielte bislang 84 Punkte und hat sich damit auf die zweite Tabellenposition vorgeschoben. Ben Tuck folgt mit 77 Punkten auf Rang drei vor Ben Green mit 71 Zählern. Tuck und Green hatten sich die Siege bei der Premiere der DTM Trophy in Belgien geteilt.

Ben Green ist zudem der Beste aus dem Kreis der acht „Jungen Wilden“. Mit 67 Punkten führt er die Junior-Wertung für junge Talente bis 22 Jahre (einschließlich Jahrgang 1998) an. Der Schweizer Felix Hirsiger (Porsche, Allied Racing) mit 46 und Jan Philipp Springob (Mercedes-AMG, Superdrink by Bremotion) mit 34 Zählern sind Green´s ärgste Verfolger.

Starterfeld: Bunt gemischt und ausgeglichen

Das Feld der neuen DTM Trophy ist bunt gemischt. GT-Sportwagen von sechs Marken, von Audi, BMW, KTM, Mercedes, Porsche und Toyota, sorgen für eine hochkarätige Mischung. Im Sonntagrennen auf dem Nürburgring waren vier Marken auf den ersten fünf Plätzen vertreten – ein Beleg für Ausgeglichenheit und eine funktionierende Einstufung der Fahrzeuge (Balance of Performance). Dass die DTM Trophy auf Anhieb internationale Beachtung findet, dafür sorgen Fahrer aus acht Nationen. Neu dabei ist beim vierten Saisonlauf Nico Verdonck. Der GT-Spezialist aus Belgien pilotiert erstmals den Toyota Supra aus dem Team von Ring Racing.

Die 3,629 Kilometer lange Sprint-Strecke des Nürburgrings sorgt für eine neue Herausforderung in der noch jungen Geschichte der DTM Trophy. Die Kürze der Strecke und somit vergleichsweise viele Runden während der halbstündigen Renndistanz garantieren enge Positionskämpfe und zahlreiche Überholmanöver – sehr zur Freude der Zuschauer. Denn auch bei diesem zweiten Nürburgring-Gastspiel werden Fans auf den Tribünen, wenn auch in limitierter Anzahl, für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Personalisierte Tageskarten zum Preis von 49 Euro sind bis Sonntag, 12:00, online über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder über die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich. Darüber hinaus liefert die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) jedes Qualifying und jedes Rennen (Start jeweils ab 15:15 Uhr) das Geschehen auf TV-Bildschirme und Smartphone, und zwar live und auf Abruf.

Nürburgring unter Hochspannung: DTM mit Sprint-Kurs, verkürztem Punkterückstand und Zuschauern

  •  Wieder vor Zuschauern: sechster Saisonlauf vom 18. bis 20. September
  •  Nach zweitem Frijns-Sieg: Titel-Dreikampf spitzt sich zu
  •  Kompakte Motorsport-Action: DTM auf der 3,6 Kilometer langen Sprint-Strecke  

Foto: dtm.com

Rushhour auf dem Nürburgring: Auf die nur 3,6 Kilometer lange Sprintstrecke konzentriert sich am Wochenende (18.–20. September) das Renngeschehen beim sechsten Saisonlauf der DTM. Es wird also eng für die Rennfahrer mit ihren 640 PS starken Tourenwagen von Audi und BMW. Und eng wird es auch zunehmend in der Meisterschaft. Denn mit seinem zweiten Saisonsieg am vergangenen Sonntag auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings hat der Niederländer Robin Frijns den Rückstand auf Tabellenführer Nico Müller aus der Schweiz verkürzt, und Titelverteidiger René Rast (GER) mischt im Dreikampf um die heißbegehrte Champions-Trophäe ebenfalls noch mit.

Es ist also angerichtet für ein heißes DTM-Wochenende mit viel Sonne und Temperaturen jenseits der 20 Grad in der Eifel, zu dem erneut Zuschauer zugelassen sind. Zum Preis von 49 Euro sind die nur stark limitiert verfügbaren Tribünentickets ausschließlich bis Sonntag, 12:00 Uhr, online über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich.

Stresstest: Drei Rennwochenende in 16 Tagen

Die DTM rauscht derzeit mit Vollgas durch den Terminkalender. Nach Assen in den Niederlanden und der erfolgreichen Rückkehr auf den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings ist der sechste Saisonlauf auf der Sprint-Variante in der Eifel das dritte Rennwochenende innerhalb von nur 16 Tagen. Vor allem für die Teams, die nur wenig Zeit zur Vorbereitung der Tourenwagen haben und das Nürburgring-Fahrerlager unter der Woche zur großen Rennwerkstatt umfunktioniert haben, bedeutet diese Terminhatz einen echten Stresstest. Viele Fahrer nutzen die Zeit, um entweder flotte Runden über die legendäre Nordschleife zu drehen oder sich mit ausgedehnten Radtouren durch die herrliche Landschaft der Eifel fit zu halten.

46 Punkte trennen Müller, Frijns und Rast – 56 Zähler gibt es am Nürburgring

Müller, Frijns oder doch wieder Rast? Das ist die entscheidende Frage im prestigeträchtigen Titelkampf. Der Vorsprung des nach seinen drei Siegen zu Saisonbeginn souverän führenden Nico Müller ist geschrumpft. 205 Zähler hat er nach vier Siegen auf seinem Punktekonto, Frijns ist mit 176 Punkten bis auf 29 Zähler an seinen Schweizer Teamkollegen aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline herangerückt. Der zweimalige Champion Rast (159) aus dem Audi Sport Team Rosberg liegt 17 Punkte hinter Frijns und 46 Zähler hinter Müller. Allein am Nürburgring sind maximal 56 Punkte für zwei Siege und zwei Pole-Positions zu holen. Der Titelkampf ist bei noch acht ausstehenden Rennen – mit maximal 224 zu vergebenden Punkten – noch völlig offen. Die nächsten Verfolger sind Loïc Duval (FRA, 85) und Mike Rockenfeller (GER, 79) aus dem am Nürburgring ansässigen Audi Sport Team Phoenix. Als bester BMW-Fahrer rangiert Assen-Sieger Sheldon van der Linde (RSA) mit 72 Zählern an sechster Tabellenposition.

Erfolgreich auf dem Sprintkurs: Titelverteidiger Rast mit Rundenrekord

Die Jagd nach wertvollen Punkten steigt am Samstag und Sonntag (jeweils ab13:00 Uhr live in SAT.1 sowie über die Streaming-Plattform DTM Grid) wieder einmal auf der Sprintstrecke. 3.629 Meter misst diese kurze Streckenversion des variantenreichen Nürburgrings. Dreimal hat René Rast bereits auf der Sprintstrecke gewonnen, die auch als Nürburg-Schleife bekannt ist – mehr als jeder andere im aktuellen DTM-Fahrerfeld. Der 33-Jährige hält mit 1:21,358 Minuten auch den offiziellen Rundenrekord, gefahren am 14. September 2019. Damals gewann Rast am Samstag vor dem BMW-Duo Bruno Spengler (CDN) und Marco Wittmann (GER), am Sonntag gelang Audi ein Dreifach-Sieg durch Jamie Green (GBR), Frijns und Rast. Audi hat bisher bereits 15 DTM-Siege auf der Sprintstrecke erzielt.

Acht Rennen: DTM, DTM Trophy und Leckerbissen aus vergangenen DTM-Tagen

Für Motorsport-Action pur sorgt am Wochenende zuallererst die DTM mit ihren atemberaubenden Tourenwagen, deren Sound unter die Haut geht. Auch die neu eingeführte DTM Trophy hat sich bereits in die Herzen der Fans gefahren. Die jungen und ambitionierten Piloten der seriennahen GT-Sportwagen von sechs Herstellern liefern packende Positionskämpfe und damit beste Unterhaltung. Zwei weitere Rennserien bescheren den Zuschauern zusätzliche Höhepunkte. Die Tourenwagen-Classics (TWC) lassen mit legendären Tourenwagen vor allem aus früheren DTM-Zeiten, von Alfa Romeo, Audi, Ford, BMW, Mercedes bis Opel, ebenso nostalgische Erinnerungen aufkommen wie die Tourenwagen-Legenden (TWL). Am Volant dieser Tourenwagen-Schätze zeigen zahlreiche Altstars wie Harald Grohs, Roland Asch, Kris Nissen, Klaus Ludwig und Kurt Thiim, dass sie die Lust auf Vollgas nicht verloren haben.

Nur eine Woche später: Neun DTM-Piloten beim 24h-Klassiker in der „Grünen Hölle“

Für die meisten DTM-Piloten sind zwei Wochenenden in der schönen Eifel offenbar noch nicht genug. Denn nur eine Woche später steigt das traditionelle 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife. Mit Robin Frijns, Jamie Green, Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller schickt Audi bis auf Loïc Duval alle DTM-Werksfahrer in die „Grüne Hölle“, dazu auch das Audi Sport Team Phoenix. BMW ist mit den vier DTM-Fahrern Lucas Auer, Philipp Eng, Marco Wittmann und Sheldon van der Linde beim 24h-Klassiker am Start.