Donnerstag, 22. August 2019

Stimmen der Aston Martin Piloten vor dem Rennwochenende am Lausitzring

Foto: Jens Hawrda
Jake Dennis
„Meine erste DTM-Saison bestand bislang aus den üblichen Höhen und Tiefen. Die Rennen in Assen und auf dem Norisring waren schwierig für mich, aber zum Glück konnte ich mich in Brands Hatch zurückmelden und unsere Probleme beseitigen. Deshalb bin ich gespannt auf die verbleibenden Rennwochenenden. Ich bin noch nie auf dem Lausitzring Rennen gefahren und kenne die Strecke nur von Testfahrten. Es ist eine Herausforderung, den Kurs zu lernen. Um schnell zu sein, musst du den richtigen Fluss finden. Die Vorbereitung auf eine unbekannte Strecke ist immer schwierig, man muss einfach am Freitag von Anfang an richtig in Schwung kommen. Dabei spielt die Simulator-Arbeit in der Fabrik eine wichtige Rolle. Mein Ziel ist es, in beiden Rennen in die Punkte zu fahren. Unsere Pace war zuletzt verbessert und wir kommen den anderen Herstellern immer näher. Das Qualifying wird schwierig, aber mit Blick auf den Reifenabbau während des Rennens können wir ganz sicher zurückschlagen.“

Paul Di Resta
„Grundsätzlich spielt es für mich keine Rolle, auf welcher Strecke wir fahren. Mit dem Lausitzring verbinde ich jedoch ganz besondere Erinnerungen, weil ich dort meinen allerersten DTM-Sieg einfahren konnte. Der Kurs zeichnet sich durch seine Bodenwellen und langsamen Kurven aus. Dadurch ist es ziemlich schwierig, einen guten Kompromiss zu finden. Der Reifenabbau kann je nach dem Streckenteil hoch oder niedrig sein. Die Strecke verlangt den Hinterrädern durch die starken Beschleunigungszonen viel ab. Mein Sieg im Jahr 2008 ist ganz klar meine schönste Erinnerung an den Lausitzring. In diesem Jahr ist es mein Ziel, in die Top-10 zu fahren und Punkte zu holen. In Brands Hatch hatten wir zuletzt sehr viel Pech, aber unsere Pace war in beiden Rennen sehr gut. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, auf dem Lausitzring in Bestform zu sein und dort alles abzurufen.“

Ferdinand von Habsburg
„Ich bin mit meinen Fortschritten in dieser Saison zufrieden. Ich konnte als jüngster Rookie im Feld zeigen, dass meine Qualifying- und Rennpace ermutigend sind und ich mich immer weiter verbessere. Dank der Testfahrten auf dem Lausitzring vor Saisonbeginn konnte ich schon vor dem Rennwochenende wertvolle Erfahrung mit dem Aston Martin Vantage DTM auf dieser Strecke sammeln – das ist dort zum ersten Mal in diesem Jahr der Fall. Das hilft mir hoffentlich in den Freien Trainings, in denen ich bislang immer aufholen musste, und auch bei meiner Qualifying-Performance. Auf dieser Strecke stehen vor allem die Bodenwellen sowie die Kerbs im Blickpunkt, ganz besonders in den Kurven sechs und sieben. Man muss ein gutes Gefühl für die Ideallinie haben, um in den richtigen Rhythmus zu kommen. Ich habe mir beim Test sehr viele Notizen gemacht und hoffe, dass mir diese bereits beim Freien Training helfen werden. Zwischen Brands Hatch und dem Lausitzring habe ich die Zeit genutzt, um mich etwas zu erholen und auf die letzten drei Rennwochenenden der Saison vorzubereiten. Ich war auch bei Vynamic, um mir die harte Arbeit aller Teammitglieder hinter den Kulissen anzusehen, die normalerweise nicht so sehr im Fokus liegt. Aber ohne sie wären wir heute nicht hier.“ 

Daniel Juncadella
„Ich bin mit dem bisherigen Saisonverlauf persönlich äußerst zufrieden. Die vergangenen Wochenenden waren sehr stark, ganz besonders das in Brands Hatch, wo wir einen großen Fortschritt bei der Performance erzielen konnten. Mit Blick auf meine Erwartungen für den Lausitzring kann ich nur sagen, dass ich gemeinsam mit meinen Ingenieuren alles geben werde, um das Maximum aus unserem Auto herauszuholen. Während der gemeinsamen Testfahrten im April waren wir auf dieser Strecke vor allem auf den Long Runs gut unterwegs. Entsprechend können wir dem Wochenende optimistisch entgegenblicken. Die Strecke ist eine echte Herausforderung und ich mag ganz besonders den zweiten Sektor. Wir sind dort früher auf der kurzen Streckenvariante gefahren, aber seit dem Vorjahr nutzen wir auch die lange Gegengerade. Die mittelschnellen Kurven sechs, sieben und acht sind eine sehr coole Passage. Meine schönste Erinnerung an den Lausitzring ist mein erstes Punkteergebnis in der DTM. Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich damals in meiner ersten DTM-Saison 2013 vom 14. Startplatz bis auf Rang sechs vorgefahren. In dem Rennen hatte ich einen sehr guten letzten Stint, auf dem ich viele Autos überholen konnte, um mir mit ein paar schönen Überholmanövern den sechsten Platz zu sichern.“ 

Stimmen der BMW-Piloten vor den DTM-Rennen auf dem Lausitzring

Bruno Spengler:
„Ich mag den Lausitzring und es ist schön, mit der DTM nach Deutschland zurückzukehren. Ich habe ein paar Mal auf dem Lausitzring gewonnen. Es ist eine sehr interessante Strecke. Die Kombination mit der großen Rennstrecke, auf der wir heute fahren, ist leichter zu überholen als früher auf der kürzeren Strecke. Es ist auch schön zu fahren. Es sind immer viele Fans auf dem Lausitzring und sie schaffen eine großartige Atmosphäre. Insofern freue ich mich auf das Wochenende. BMW war dort in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Hoffentlich bleibt das so. Wir werden hart arbeiten, um gut vorbereitet auf den Lausitzring zu kommen, und ich werde mich dort an die Grenzen setzen. “

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann:
„Ich habe natürlich gute Erinnerungen an den Lausitzring, als ich dort 2014 meinen ersten Fahrertitel holte. An diesem Wochenende liegt der Schwerpunkt eindeutig darauf, im Titelrennen wieder auf die Beine zu kommen. Wir werden wieder voll dabei sein, und ich glaube, dass die Anfahrt an den letzten Rennwochenenden immer sehr gut war. So konnten wir in Assen und am Samstag in Brands Hatch viele Punkte sammeln. Ich denke, das muss wieder unser Ansatz in der Lausitz sein: Geben Sie Vollgas und stellen Sie sicher, dass wir in puncto Leistung auf dem neuesten Stand sind. Wir haben noch drei Rennwochenenden vor uns und müssen versuchen, das Beste aus ihnen herauszuholen. “

Timo Glock:
„Das Ziel für den Lausitzring ist es, wieder ein paar Punkte zu holen. Ich hoffe nur, dass wir ein gutes Wochenende haben, ohne Probleme und mit einem guten Tempo. Ich freue mich auch sehr auf ein paar Runden mit dem BMW M3 E30 im Rahmen der Tourenwagen Classics. Es ist eine Legende unter den Oldtimerrennwagen von BMW und ich bin mir sicher, dass es viel Spaß machen wird, damit zu fahren. “

Philipp Eng:
„Der Lausitzring ist eine meiner Lieblingsstrecken. Ich mag es dort wirklich und habe gute Erinnerungen an den Track. Ich habe dort letztes Jahr meine erste Pole Position und mein erstes Podium in der DTM geholt. Ich hoffe, wir können das dieses Jahr wiederholen und es in zwei gute Rennergebnisse umwandeln. “

Sheldon van der Linde:
„Es wird sehr schön sein, einen Track zu besuchen, den ich bereits kenne - im Gegensatz zu vielen Tracks in diesem Jahr, die für mich völlig neu waren. Es macht mir das Leben ein bisschen leichter, mich früh auf den neuesten Stand zu bringen. Es ist eine wirklich schöne Strecke, die normalerweise sehr gut zum Überholen ist, also freue ich mich darauf. “

Joel Eriksson:
„Ich mag den Lausitzring sehr. Wir haben dort vor der Saison getestet und der Test war von unserer Seite ziemlich stark. Ich bin optimistisch, dass wir nach einem unglücklichen Wochenende in Brands Hatch jetzt weitermachen können. Wir müssen nur den Kopf senken und weiter pushen. “

Aston Martin startet beim DTM Jubileum in der Lausitz

  • 1984 bis 2019: Am Sonntag findet auf dem Lausitzring das 500. Rennen in der DTM-Geschichte statt.
  • Die neue DTM-Fahrzeuggeneration erreicht auf dem Lausitzring Topspeeds von mehr als 260 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von errechneten 166 km/h.
  • Dr. Florian Kamelger: „Nach dem spürbaren Aufwärtstrend bei den vergangenen Rennen und den drei Punkteresultaten zuletzt in Brands Hatch freuen sich Daniel, Jake, Paul und Ferdinand schon auf die nächste Herausforderung in der Lausitz.“
Foto: Jens Hawrda

Jubiläum auf dem Lausitzring: R-Motorsport und der Aston Martin Vantage DTM sind bereit für das 500. Rennen in der Geschichte der DTM.

Das siebte Rennwochenende der DTM-Saison 2019 führt R-Motorsport in dieser Woche (23.-25. August) an den Lausitzring. Der anspruchsvolle Kurs in der Lausitz steht seit dem Jahr 2000 im Rennkalender und ist am Sonntag der Schauplatz für das 500. Rennen in der DTM-Geschichte.

Auf der 4,570 km langen Strecke erreicht die neue DTM-Fahrzeuggeneration vor der ersten Kurve einen Topspeed von über 260 km/h und eine errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit von 166 km/h. Die schnellste Kurve ist Kurve 9, die mit über 150 km/h durchfahren wird. Dabei wirken Kräfte von 2,2 G auf die Fahrer ein. Der langsamste Punkt der Strecke ist Kurve 4, die mit 85 km/h genommen wird. Hier wirkt am Bremspunkt eine Belastung von 1,44 G auf die Piloten ein. Zum Vergleich: Am Bremspunkt vor Kurve 1 sind es 2,4 G.

Das Rennwochenende beginnt bereits am Freitag um 11:55 Uhr mit dem 1. Freien Training, gefolgt von der zweiten Session um 16:20 Uhr (beides im Live-Stream auf ran.de). Die ersten Entscheidungen fallen am Samstag im 1. Qualifying um 10:35 Uhr, bevor um 13:30 Uhr (ab 13:00 Uhr live auf SAT.1) der Startschuss für das erste 499. DTM-Rennen fällt. Das Qualifying für das Jubiläumsrennen sowie der 500. Lauf selbst finden am Sonntag zu den gleichen Startzeiten wie am Samstag statt.

Mittwoch, 21. August 2019

Interview mit dem Teamchef des DTM-Kundenteams WRT Team Audi Sport

Vincent Vosse: „Wir sind sehr glücklich, ein Teil der DTM zu sein“

WRT Team Audi Sport Teamchef Vicent Vosse
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Das WRT Team Audi Sport ist das erste Kundenteam der neuen DTM-Ära und für viele eine der größten Überraschungen des Jahres. Die beiden DTM-Rookies Jonathan Aberdein (21) und Pietro Fittipaldi (23) fahren mit ihren Audi RS 5 DTM regelmäßig in die Punkteränge. Vor den beiden DTM-Rennen auf dem Lausitzring (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live auf SAT.1) spricht Teamchef Vincent Vosse über die Premierensaison des belgischen Teams.

Diesen Sonntag feiert die DTM auf dem Lausitzring ihr 500. Rennen. Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie begonnen haben, die DTM zu verfolgen?
Anfang der 90er-Jahre habe ich einige DTM-Rennen in Zolder gesehen. Vor allem erinnere ich mich aber an die DTM 1995. Das war die Zeit mit Alfa Romeo, Mercedes und dem Opel Calibra. Ich kam aus dem Formelsport. Jason Watt und Jan Magnussen waren gute Freunde von mir. Beide gingen gerade in die DTM. Der eine bei Alfa Romeo, der andere bei Mercedes. Es waren insgesamt großartige Jahre für die DTM.

Welcher DTM-Fahrer hat Sie am meisten beeindruckt?
Ganz klar Bernd Schneider – und er beeindruckt mich noch immer.

Hatten Sie jemals die Chance, selbst ein DTM-Auto zu fahren?
Leider nein.

Würde es Sie reizen, den neuen Audi RS 5 DTM einmal auszuprobieren?
Das wäre sicher interessant. Vielleicht frage ich mal Dieter (Gass). Wir bräuchten auch gar nicht viel Material für die Sitzeinlage ...

Wie gefällt Ihnen die DTM?
Die DTM ist sehr eindrucksvoll. Das Racing ist sehr gut und die Qualität der Teams und der Fahrer einfach großartig. Für mich hat diese Kategorie eine große Zukunft, weil die Bühne einfach fantastisch ist.

Die erste DTM-Saison für WRT geht bald zu Ende. War es die richtige Entscheidung, sich als Kundenteam in die DTM zu wagen?
Ja, ganz sicher. Das Umfeld stimmt. Und die Jungs von Audi haben uns ganz toll geholfen. Wir sind sehr glücklich, ein Teil der DTM zu sein.

Würden Sie sich in Zukunft weitere Kundenteams in der DTM wünschen?
Ja. Das ist das Ziel und das war das Ziel. Es war vereinbart, dass auch von BMW ein Kundenteam kommen würde, doch am Ende kam es nicht. Wenn es in der Saison 2019 etwas Enttäuschendes gab, dann war es das.

Abgesehen vom Norisring hat Ihr Team bisher an jedem DTM-Wochenende Punkte geholt. Sind Sie mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden?
Das ist immer schwer zu sagen. Intern würde ich wahrscheinlich sagen: Ja, wir sind zufrieden. Wir haben gutes Potenzial gezeigt und hier einen vierten und dort einen fünften Platz geholt. Aber wir haben auch gesehen, dass wir das Potenzial haben, ein Podium zu holen – und das hat noch nicht geklappt. Ein Podium wäre wirklich großartig und bleibt unser Ziel für die verbleibenden Rennen der Saison.

Ist das gegen die Werksteams überhaupt realistisch?
In der DTM ein Podium zu holen ist nicht einfach. Aber mit dem Potenzial, das Jonathan (Aberdein) und Pietro (Fittipaldi) haben, ist es definitiv möglich. Nehmen Sie zum Beispiel Brands Hatch: Drei Minuten vor Rennende lag Jonathan auf Platz sieben nur vier Sekunden hinter dem Führenden und Pietro ist die schnellste Runde gefahren. Das zeigt, wie stark wir dort waren. Ja: Ich bin mit unserer bisherigen Leistung zufrieden. Ich konnte das so nicht erwarten. Sich knapp hinter den sechs Werks-Audi zu qualifizieren, ja. Aber nicht, das eine oder andere Mal einige davon hinter uns zu lassen.

Jonathan Aberdein ist schon zweimal aus der ersten Reihe gestartet. Überrascht Sie seine Rookie-Saison?
Beide haben uns angenehm überrascht. Jonathan steht mehr im Rampenlicht, weil er im Qualifying schon zweimal Zweiter war und in Assen nur ganz knapp die Pole-Position verpasst hat. Aber auch Pietro zeigt starke Leistungen. Am Ende sind zwei Rookies für uns das perfekte Szenario. Es wäre schwieriger gewesen, zwei erfahrene Piloten zu haben, die erwartet hätten, dass wir vorne dabei sind. Wir lernen nach wie vor und entdecken die DTM noch immer. Wir sollten nicht glauben, dass wir schon am Ziel sind.

Was macht die DTM so schwierig?
Zum Beispiel die Boxenstopps. Bisher waren wir in jeder Kategorie, in der wir angetreten sind, der Maßstab. In der DTM haben wir mit den Boxenstopps ziemlich zu kämpfen. Man braucht vier Personen, die das dauerhaft machen. Die Menschen am Schlagschrauber und am Rad sind extrem wichtig. Training ist extrem wichtig. Für die Boxenstopps im GT-Sport braucht man vor allem Kraft. In der DTM ist das komplett anders. Da muss man hart trainieren. Jeder Millimeter zählt, jedes Detail. Es ist so schwierig. Daran zu arbeiten ist eines unserer Ziele für den Winter. In der DTM hat jeder dasselbe Material – es liegt also an uns.

War das in diesem Jahr am schwierigsten?
Das war nicht das Einzige. Die DTM zu verstehen ist am schwierigsten. Warum holt (BMW-Pilot Marco) Wittmann am Samstag in Brands Hatch die Pole-Position und warum steht er am Sonntag auf Startplatz zwölf? In der DTM geschehen seltsame Dinge und man muss versuchen, sie zu verstehen. Sonst bekommst du das Gefühl, dass du die Dinge nicht im Griff hast, sondern nur mitschwimmst.

Kam das überraschend oder hatten Sie das erwartet?
Ich habe damit gerechnet.

Gibt es etwas, was sie an der DTM verändern würden?
Ja. Unsere Positionen am Ende der Rennen ... Was ich hasse, ist das viele Geld, das wir für den Funk ausgeben müssen, ohne ihn richtig verwenden zu können, da wir nur in der Boxengasse mit den Fahrern sprechen dürfen. MotoGP hat großartige Rennen ohne Funk. Die Formel 1 hat großartige Rennen mit Funk.

Wie ist das Verhältnis zu den Audi-Werksteams?
Großartig, und das durfte ich nicht erwarten. Ich kannte Ernst Moser und Phoenix aus dem GT-Programm, aber ich hatte nie zuvor mit ABT oder Rosberg gearbeitet. Wir haben von allen drei Teams Hilfe bekommen. Bisher ist die Atmosphäre unter uns allen sehr gut. Sie sind sehr höflich und hilfsbereit zu uns. Das ist ein tolles Gefühl, ein typisches Audi-Gefühl.

Wird WRT auch nächstes Jahr in der DTM starten?
Das war immer unser Ziel. Als wir die Vereinbarung getroffen haben, sind wir von mindestens drei Jahren ausgegangen. Wir werden am Jahresende Analysen machen, sehen, wo wir stehen und ob das DTM-Engagement dem Team einen Zusatznutzen bringt. Aber mein Ziel ist ganz klar, dass wir in der DTM weitermachen.

Welches Ziel haben Sie für die verbleibenden sechs Rennen der Saison?
In Assen sind wir Vierter geworden. Aber für mich war Brands Hatch die bisher beste Teamleistung, als wir am Sonntag kurz vor Rennende auf dem siebten Platz lagen – nur vier Sekunden hinter dem Führenden. Das bedeutet mir mehr, als mit 20 Sekunden Rückstand Vierter zu werden. Es war eine großartige Leistung von allen, dass wir konstant schnell waren. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Rennen wieder in der Position sind. Wenn daraus ein Podium wird: großartig. Aber wir werden auch zufrieden sein, wenn wir das Podium verpassen, aber nur knapp hinter dem Sieger ins Ziel kommen.

Sie haben Brands Hatch erwähnt, als Sie im Qualifying zeitgleich zwei Unfälle hatten ...
Mit den beiden Unfällen im Qualifying am Samstag war Brands Hatch für uns ein dramatisches Wochenende. Wir haben Pietros Auto über Nacht wiederaufgebaut. Mit ihm hat er den siebten Startplatz geholt und die schnellste Runde. Das heißt, dass unsere Jungs beim eiligen Aufbau in der Nacht einen tollen Job gemacht haben. Überhaupt hatten wir bisher noch keine technischen Probleme mit unseren Autos. Es gab nichts, weshalb wir ein freies Training, ein Qualifying oder ein Rennen hätten auslassen müssen. Der Audi RS 5 DTM ist ein großartiges Auto, aber wir haben keine zehn Audi-Leute in der Box, die nach unseren Autos schauen. Das machen wir selbst. Und das macht einen sehr stolz.

BMW DTM Teams reisen für ein Meilensteinwochenende in der DTM auf den Lausitzring

Foto: Jens Hawrda
Die DTM kehrt nach Reisen nach Assen (NED) und Brands Hatch (GBR) nach Deutschland zurück. Dieses Wochenende (23.bis 25. August) wird der Lausitzring rund sieben der 2019 Saison bewirten. Bereits im April waren die BMW DTM Teams in der Lausitz, als sie mit dem neuen BMW M4 DTM und seinem Turbomotor einen umfassenden viertägigen Test absolvierten.

An sechs Rennwochenenden in der Saison ist Marco Wittmann (GER) mit 147 Punkten der aktuell bestplatzierte BMW Fahrer in der Fahrerwertung auf dem dritten Platz. Auf Platz vier folgt Philipp Eng (AUT) mit 129 Punkten. Der neue turboaufgeladene BMW M4 DTM hat in dieser Saison bisher sechs der zwölf Rennen gewonnen. Wittmann ist viermal auf die oberste Stufe des Podiums geklettert, Eng und Bruno Spengler (CAN) haben beide einen Sieg eingefahren. BMW hat weitere fünf Podestplätze geholt.

Die DTM erreicht einen besonderen Meilenstein auf dem Lausitzring , wenn das Rennen am Sonntag wird das 500 sein th in der Geschichte der populären Tourenwagen - Serie. Alles begann 1984 mit dem Sieg von Harald Grohs (GER) im BMW 635 CSi im belgischen Zolder. BMW war in den 1980er und Anfang der 1990er Jahre mit einem Werksteam beschäftigt, bevor es 2012 wieder in die Serie zurückkehrte. In dieser Zeit haben BMW Piloten 87 Rennsiege und insgesamt 295 Podiumsplätze eingefahren. Timo Glock (GER) wird diese Geschichte am Samstag auf dem Lausitzring wieder aufleben lassen, wenn er im Rahmen der Tourenwagen Classics in einem BMW M3 E30 aus den 1980er Jahren auf die Strecke geht.