Dienstag, 31. März 2026

Partnerschaft von Schaeffler und der DTM im Motorsport: Technologieentwicklung auf der Rennstrecke

Foto: Jens Hawrda

Die DTM und Schaeffler sind seit vielen Jahren enge Partner im Motorsport und treiben gemeinsam technologische Innovationen voran. Als offizieller Innovationspartner der DTM nutzt Schaeffler den Rennsport als anspruchsvolles Entwicklungslabor. Unter Extrembedingungen werden Komponenten und Systeme der Motion Technology Company getestet und optimiert, um höchste Qualität und Zuverlässigkeit für die Serienfertigung zu gewährleisten.

In der DTM ist Schaeffler mit seinem Markenbotschafter Marco Wittmann, der 2026 bereits seine achte Saison mit dem Team BMW M Motorsport bestreitet, und dem langjährigen Partner ABT Sportsline vertreten. Ein Highlight der Zusammenarbeit ist das Schaeffler Innovationstaxi, ein Audi R8 LMS GT2, der als Testfahrzeug für neue Schaeffler-Technologien dient und an Rennwochenenden für Ringfahrten mit Ex Formel 1- und DTM-Fahrer Markus Winkelhock am Steuer im Einsatz ist. Das 640 PS starke Renntaxi sammelt auf jeder seiner Runde Daten für die Weiterentwicklung der Steer-by-Wire Technologie, die das Lenken ohne Mechanische Lenksäule ermöglicht und die Schlüsseltechnologie auf dem Weg zum autonomen Fahren ist.

Quelle: dtm.com


Superbike: Kumpel, Konkurrent und das volle Programm

Marco Fetz (links) ist wieder in Vollzeit am Start.
Bei Jan Mohr ist schon länger alles im Kasten.
Fotos: Fetz privat

Ohne Sponsoren dreht sich kein Rad. Marco Fetz ist es mit Hilfe seiner Unterstützer möglich, nun doch eine komplette Saison in der EURO MOTO Superbike zu fahren. Zuvor steht heute und morgen aber erst der Pre-Test für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans auf dem Bugatti Circuit an.

Die Fahrt zwischen dem bayrischen Kleinbreitenbronn und dem Bugatti Circuit in Frankreich verging wie im Flug. Der Österreicher Jan Mohr war mit ihm ins Auto gestiegen und beide betätigten sich gegenseitig als Unterhalter, Seelsorger und Comedian. Der Vorarlberger Jan Mohr hatte schon vor Wochen seinen EURO MOTO-Start bekannt gegeben. Er kehrt nach einem Jahr auf der SWPN-Yamaha in sein vorheriges Team Masteroil Alpha Van Zon BMW zurück.

Sein deutscher Konkurrent fährt im Team MF-Racing powered by Jung ein wesentlich kleineres Kaliber als das große Werksteam auf, freut sich aber immens, wieder im Spiel zu sein. Seine Freundin hatte auch in einer GoFundMe-Aktion im Internet sämtliche Kräfte mobilisiert, das Geld dafür aufzutreiben. Sogar Ex-Rennfahrer beteiligten sich mit einer Spende, um der mit viel Herzblut agierenden Mannschaft den Verbleib in der Superbike-Klasse zu ermöglichen.

„Der Kampf um Meisterschaftspunkte ist 2026 noch härter als bisher“, begutachtet Fetz die Lage. Die letzte Saison hat er auf P19 in der Gesamtwertung abgeschlossen. „Und das Niveau in der Superbike-Klasse hat weiter angezogen. Das spricht für sich und ist auch für mich ein noch größerer Ansporn. Ich denke, wir reden allein von zehn Fahrern, die Chancen auf einen Podestplatz haben. Mit meinen Voraussetzungen an Material für die BMW, Budget und Trainingsmöglichkeiten komme ich da nicht hin. Es wäre auch vermessen zu sagen, dass ich mich explizit in den Top Ten bewege. Für mich ist wichtig, mich auf jeder Strecke zu verbessern und mich dadurch weiter nach vorn zu bringen. Und wenn es klappen sollte, nehme ich einen Top Ten-Platz gerne mit.“ Der Start der neuen EURO MOTO-Saison erfolgt vom 8. bis 10. Mai 2026 auf dem Sachsenring.

Zuvor fahren sich der 26-jährige Marco Fetz wie auch der 28-jährige Jan Mohr beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans vom 17. bis 20. April warm. Es ist der Auftakt zur FIM Endurance World Championship (EWC). Bezüglich der Motorradmarke gehen dabei beide fremd. Fetz ist bei MaNa AU Competition unter Vertrag und fährt dort eine Honda. Mohr bewegt die Yamaha im 3Art Best Of Bike und tritt in der Stocksportklasse an. Beide Teams kommen aus Frankreich.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: „Wikinger-Duo“ macht gemeinsame Sache

Zwei Freunde wollen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam in dieser Saison die
EURO MOTO aufmischen: Ty Henriksen (li.) und Lucas Sørensen aus Dänemark.
Foto: Privat

Manche Geschichten im Motorsport beginnen in der Boxengasse. Diese hier nahm ihren Anfang bereits im Kindesalter. Das dänische Team rund um Ty Henriksen startet 2026 mit einer besonderen personellen Verstärkung in die EURO MOTO: Mit Lucas Sørensen stößt nicht nur ein weiterer dänischer Fahrer zum Team, sondern ein langjähriger Weggefährte.

Ty Henriksen ist in der Szene längst etabliert. Seit seinem Debüt in der IDM im Jahr 2023, zunächst in der Supersport 300, im letzten Jahr auch in der Sportbike-Klasse, hat sich der dreifache schwedische Meister kontinuierlich weiterentwickelt. Besonders in der vergangenen Saison war bei Henriksen ein deutlicher Performance-Trend zu erkennen: Gleich dreimal fuhr Henriksen auf Rang vier und klopfte damit immer lauter an die Tür zu den Podiumsplätzen.

Mit diesem Rückenwind stellt er sich nun der nächsten Herausforderung: EURO MOTO. An seiner Seite: Lucas Sørensen, sein bester Freund seit Kindestagen. Die Verbindung der beiden Familien reicht über ein Jahrzehnt zurück. Während Ty und Lucas bereits mit Pocket-Bieks gemeinsam auf der Strecke standen, verbrachten ihre Väter, Lars und Mark, die Nächte im Fahrerlager mit technischem Austausch und der Arbeit an den Maschinen. „Es ging nie nur um den Sieg, sondern um den gemeinsamen Sport“, erinnert sich Lars Henriksen. Diese Philosophie prägt das Team bis heute.

Während Henriksen seinen Weg konsequent weiterverfolgte, musste Persson zuletzt etwas Tempo rausnehmen. Die Ausbildung verlangte ihren Raum, der Rennsport rückte etwas in den Hintergrund.Neues Feuer entflammte in Sørensen in Oschersleben im vergangenen Mai: Durch eine von Lars Henriksen organisierte IDM-Wildcard sammelte er neues Selbstvertrauen. Zurück in Schweden zeigte Sørensen eine starke Entwicklung und kämpfte sich direkt hinter seinem Freund Ty auf Rang zwei in der Meisterschaft.

Als die Henriksens den beiden Freunden schließlich mitteilten, nicht mehr in der schwedischen Meisterschaft anzutreten, lag die Entscheidung auf der Hand: Statt getrennt zu kämpfen, bündeln die beiden Familien von nun an ihre Kräfte und gehen gemeinsam in der EURO MOTO an den Start.

Damit beginnt für das dänische Duo ein neues Kapitel in einem deutlich größeren Fahrerfeld in der Sportbike-Klasse als letztes Jahr. Auf ihren Aprilia RS660 Motorrädern gehen sie beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring erstmals gemeinsam unter dem neuen Teamnamen „Nordic Vikings“ an die Startlinie. Und genau dort nimmt ihre Geschichte nun richtig Fahrt auf.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Freitag, 27. März 2026

ADAC GT4 Germany: Großaufgebot für AVIA W&S Motorsport

Rennstall bringt 2026 vier Porsche an den Start. Lachlan Robinson/Denny Berndt blicken auf den Fahrer-Titel. Hendrik Still mit Neuzugang Tim Horrell in der PRO-AM-Wertung

AVIA W&S Motorsport bietet wieder vier Porsche auf
Foto: Berzerkdesign/AVIA W&S Motorsport

  • Rennstall bringt 2026 vier Porsche an den Start
  • Lachlan Robinson/Denny Berndt blicken auf den Fahrer-Titel
  • Hendrik Still mit Neuzugang Tim Horrell in der PRO-AM-Wertung

Großangriff von AVIA W&S Motorsport auf die Krone der ADAC GT4 Germany: Der Rennstall aus Ofterdingen in Baden-Württemberg tritt mit vier Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport an und hat auch in der anstehenden Saison wieder einiges vor. Bereits in den vergangenen drei Jahren konnte die Teamwertung gewonnen werden - für 2026 wurde somit die Mission Titelverteidigung ausgerufen. „Die vierte Teammeisterschaft in Folge wäre etwas ganz Besonderes. Aber wir wollen nicht nur in der Teamwertung ganz oben stehen – auch in der Fahrer-, Rookie- und PRO-AM-Wertung möchten wir um die Titel kämpfen. Dafür braucht es ein perfektes Zusammenspiel aus Fahrern, Technik und Team – und ich bin überzeugt, dass wir das haben", ist Teamchef Daniel Schellhaas optimistisch.

In Bezug auf seine Fahrerpaarungen hat sich der Porsche-Rennstall stark aufgestellt. Im markanten AVIA-Design treten Alon Gabbay/Maximilian Schreyer an. Gabbay kennt die ADAC GT4 Germany seit 2022; Schreyer gab 2025 sein Debüt. Große Ambitionen haben auch Lachlan Robinson/Denny Berndt, die beide bereits ganz oben auf dem Podium standen. Der Berliner Berndt war zuletzt noch für einen anderen Rennstall aktiv. „In der ersten Saison mit W&S erwarte ich mir ganz klar, die Meisterschaft zu gewinnen – das ist unser Ziel“, erklärt Berndt. „Mit Lachlan an meiner Seite habe ich ein gutes Gefühl und freue mich auf das erste Rennen, das wir gemeinsam angehen.“

Hendrik Still ist bereits seit 2019 in der ADAC GT4 Germany am Start und hat in dieser Zeit fünf Laufsiege erzielt. 2025 gewann er den Vize-Titel in der Fahrerwertung. Mit seinem neuen Teamkollegen Tim Horrell tritt der Routinier in der PRO-AM-Wertung an. Dabei kommt es zu einer Premiere für die ADAC GT4 Germany. Der US-Amerikaner steuert den Porsche aufgrund einer Querschnittslähmung über Handhebel. „Ich freue mich besonders darauf, in dieser Saison gemeinsam mit Tim an den Start zu gehen“, meint Still. „Ich begleite ihn schon länger als Coach – jetzt auch das Cockpit zu teilen, ist ein besonderer Schritt und wird definitiv richtig Spaß machen.“ Das Debüt in der ADAC GT4 Germany gibt das vierte Fahrer-Duo mit dem Dänen Frederic Zebis und Nicolas Guillaume aus Belgien.

Quelle: adac-motorsport.de

Donnerstag, 26. März 2026

DTM: Neues Auto, neue Fahrer: Abt Sportsline stellt sich für die DTM 2026 auf

  • Traditionsteam tritt mit neuem Lamborghini Temerario GT3 an
  • DTM-Rennsieger Luca Engstler wechselt zu Abt Sportsline
  • Erste DTM-Saison für Neuzugang Marco Mapelli

Abt Sportsline startet mit Luca Engstler und Marco Mapelli (l-r) in der DTM
Foto: Abt Sportsline

Abt Sportsline baut in der DTM 2026 die Zusammenarbeit mit Lamborghini weiter aus: Die Mannschaft aus dem Allgäu setzt in der neuen Saison nicht nur auf zwei Werkfahrer des italienischen Herstellers, sondern bringt auch den neuen Lamborghini Temerario GT3 an den Start. Pilotiert werden die Fahrzeuge vom erfahrenen GT-Piloten Marco Mapelli (I) sowie Luca Engstler aus Kempten. Mit fünf Fahrertiteln, 78 Rennsiegen und 92 Pole-Positions seit dem DTM-Einstieg im Jahr 2000 ist die Abt-Mannschaft das erfolgreichste und dienstälteste Team im Starterfeld.

Für Mapelli ist es die erste DTM-Saison. Der Italiener kennt die DTM-Strecken jedoch bereits aus dem ADAC GT Masters, in dem er vier Rennen gewann. Als Lamborghini-Werksfahrer war der 38-Jährige in die Entwicklung des neuen Temerario GT3 eingebunden. "DTM-Fahrer für Abt zu sein, fühlt sich wie ein wahr gewordener Traum an", sagt der Italiener. "Ich freue mich sehr darauf, die gesamte Saison mit einem absoluten Top-Team zu arbeiten. Vom ersten Moment an habe ich mich im Team wie zu Hause gefühlt. Man spürt das Engagement und die Leidenschaft jedes Einzelnen, das ist eine große Motivation für mich, alles zu geben. Die Geschichte von Abt spricht für sich. Dieses Team fährt, um zu gewinnen, und genau das ist auch unser Anspruch."

Engstler startet seit 2023 in der DTM und holte bisher zwei Siege. Der Pilot aus dem Allgäu ist bereit für seine erste Saison mit Abt Sportsline: "Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit Abt", sagt der 26-Jährige. "Das Team begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Ich bin damals jeden Tag auf dem Weg zur Schule an der Werkstatt vorbeigefahren. Jetzt selbst für Abt in der DTM zu starten, ist eine große Ehre. Natürlich ist vieles neu für uns, deshalb wird das erste Jahr auch eine Lernphase. Aber wir haben den Anspruch, erfolgreich zu sein und uns über die gesamte Saison konstant weiterzuentwickeln. Entscheidend wird sein, auch an schwierigen Wochenenden Punkte mitzunehmen."

Thomas Biermaier, CEO von Abt Sportsline, ist für die kommende Saison zuversichtlich: "Wir freuen uns sehr, Luca und Marco in unserem Team zu haben. Schon in den ersten Wochen haben wir gemerkt, dass beide nicht nur sportlich, sondern auch menschlich perfekt zu uns passen. Gemeinsam haben wir ein klares Ziel: wieder erfolgreich zu sein. Mit Luca und Marco sind wir auf einem sehr guten Weg, dieses Ziel zu erreichen."