Samstag, 4. Oktober 2025

Owega und Wiebelhaus sind die neuen Meister des ADAC GT Masters

  • Finn Wiebelhaus und Salman Owega feiern vorzeitigen Titelgewinn im Ford Mustang GT3
  • Haupt Racing Team ist Teammeister, Fach/Schwarzer verteidigen Pro-AM Cup
  • Hantke/Bulatov gewinnen im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 Rennen 1 auf dem Hockenheimring

Rang 9 am Samstag reich für das Duo Owega/Wiebelhaus zum Meistertitel
Foto: ADAC-Motorsport

Salman Owega (20/Köln) und Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen) heißen die Champions des ADAC GT Masters 2025. Das Duo im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams sicherte sich im Samstagsrennen auf dem Hockenheimring vorzeitig den Titel. Owega und Wiebelhaus reichte ein neunter Rang zur Meisterschaft, während ihre Kontrahenten Leyton Fourie (20/RSA)/Tim Zimmermann (29/Langenargen) nur 13. wurden. „Es ist einfach unglaublich, wir hätten zu Beginn der Saison niemals damit gerechnet, hier oben zu stehen und Meister zu werden. Das Team hat super gearbeitet“, strahlte Wiebelhaus, der auch die „Road-to-DTM“ 2025 gewonnen hat. „Heute war das Ergebnis nicht perfekt, aber die Punkte reichen und darauf kommt es an!“ Owega ist nun der fünfte Zweifach-Champion des ADAC GT Masters und mit 20 Jahren und 132 Tagen der jüngste Pilot, dem dieses Kunststück gelungen ist. „Ich bin sehr froh, nun wieder Champion zu sein. Es war eine lange und harte Reise, als wir entschieden haben, mit Ford und Finn diese Saison zu bestreiten. Das Auto war unbekannt für unser Team und auch generell noch recht neu. Nun können wir sagen, dass wir alles richtig gemacht haben.“ Auch die Teammeisterschaft ist bereits vorzeitig zugunsten des Haupt Racing Teams entschieden. Die Mannschaft aus Drees hat sich zum dritten Mal in Folge den Titel gesichert - das gab es noch nie im ADAC GT Masters. Zudem ist es der erste Titel für den Ford Mustang GT3 überhaupt. Der Sieg im ersten Rennen auf dem Hockenheimring ging an Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26/beide Scherer Sport PHX) im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 vor Simon Birch (18/DNK)/Leo Pichler (23/AUT/beide Razoon – more than racing) mit dem Porsche 911 GT3 R. Das Podium komplettierten ihre Markenkollegen Alexander Schwarzer (36/DEU)/Alexander Fach (23/CHE/Fach Auto Tech), die ihren Titel im Pro-AM Cup verteidigt haben.

Pole-Setter Birch ging bei feuchter Strecke direkt in Führung und hielt diese ungefährdet bis zum Boxenstopp, während sich dahinter Bulatov am Start auf Rang zwei schob. Nach dem Fahrerwechsel entwickelte sich ein Duell zwischen Spitzenreiter Pichler im Porsche und Hantke im Audi. Nur kurze Zeit später setzte sich Hantke in einem eindrucksvollen Manöver außenherum an die Spitze und baute seinen Vorsprung bis zur karierten Flagge kontinuierlich aus. Es war der zweite Erfolg für Scherer Sport PHX in dieser Saison. „Das Rennen ist absolut perfekt gelaufen und wir haben das Maximum herausgeholt. Wir haben in den richtigen Momenten Gas gegeben und damit unsere Reifen geschont, während sie sich unsere Konkurrenten kaputtgefahren haben. Das hat uns den Sieg gebracht“, verrät Bulatov. Teamkollege Hantke ergänzte: „Denis hat einen top Job in den ersten Runden gemacht, das Auto schön konstant vorne gehalten und nicht zu weit abreißen lassen. Als es auf meinem Stint immer mehr abtrocknete, hatte ich immer noch gute Reifen und konnte angreifen.“

Pichler hatte den Porsche in Führung liegend übernommen, aber einige Runden benötigt, um in den feuchten Bedingungen den richtigen Rhythmus zu finden. „Ich habe schnell gemerkt, dass Nico von hinten kam und nicht vehement verteidigt“, erklärte der Österreicher, der in den letzten Runden auch noch Rang zwei gegen den heraneilenden Fach verteidigen musste. „Es wurde nochmal richtig knapp, aber ich habe hart gekämpft, um diese Position zu halten und bin jetzt mit Rang zwei sehr zufrieden.“ Mit diesem Ergebnis haben sich die Porsche-Piloten auf Rang zwei der Gesamtwertung geschoben und kämpfen nun im finalen Lauf der Saison 2025 gegen Fourie/Zimmermann um die Vizemeisterschaft. „Diese Position wollen wir unbedingt verteidigen und damit auch dem Team etwas zurückgeben. Es ist auch ihre erste Saison im ADAC GT Masters und Platz zwei in der Fahrerwertung wäre eine tolle Belohnung“, fügte Birch hinzu.

Auf dem dritten Podiumsplatz war die Freude nicht geringer. Fach/Schwarzer gelang es mit diesem Ergebnis, bereits vorzeitig die Meisterschaft im Pro-AM Cup zu ihren Gunsten zu entscheiden und damit ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. „Ich habe keine Worte, ich kann es nicht glauben“, strahlte Schwarzer über den Titel und Rang drei im Gesamtklassement. „Ich habe es komplett ausgeblendet und bin einfach nur gefahren.“ Während des Fahrerwechsels wartete aber zunächst eine Schrecksekunde auf das Duo, denn der Boxenstopp-Timer funktionierte nicht und kurz herrschte etwas Chaos. „Zum Glück haben wir das in den Griff bekommen“, schilderte Fach. „Ich habe nach dem Wechsel ein paar Runden gebraucht, um den Grip zu finden, aber das ist mir super gelungen. Sobald ich meine Linie hatte, konnte ich voll attackieren und das Auto lief wie auf Schienen. Vielen Dank ans Team. Wir sind beide sehr glücklich, dass wir ein so gutes Auto hatten.“

Auf Rang vier landeten Jannes Fittje (26/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (23/Euskirchen/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3, die lange auf Rang drei unterwegs gewesen waren, sich aber letztlich dem Fach-Porsche geschlagen geben mussten. Die Top-5 wurden von Finn Zulauf (21/Königsstein)/Simon Connor Primm (20/Großschirma/beide Paul Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 komplettiert. Dahinter folgten mit Max Reis (18/Ramstein)/Niklas Kalus (20/Duisburg) und Dennis Fetzer (24/Gießen)/Jonathan Cecotto (26/VEN) zwei Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams. Auf Platz acht kamen die Holzem-Zwillinge Sandro und Juliano (21/Polch/beide Schubert Motorsport) ins Ziel, die das Rennen von Rang zwei aus in Angriff genommen hatten. Hinter den neuen Meistern Owega/Wiebelhaus komplettierten Carrie Schreiner (27/Völklingen)/Alain Valente (28/CHE/Land-Motorsport) im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 die Top-10.


Regen-König Preining gewinnt – DTM-Titelkampf vor Mega-Showdown

  • Porsche-Pilot macht sechs Tabellenplätze gut – Auer verteidigt Tabellenführung
  • Starker Feller belegt Rang zwei, Schuring feiert erstes DTM-Podium
  • Vor dem letzten Saisonlauf liegen die Top-Sieben innerhalb von 13 Punkten
  • Preining und Güven sichern Manthey EMA vorzeitig die Teamwertung

Thomas Preining holt sich den Samstagssieg am Hockenheimring
Foto: ADAC-Motorsport

DTM-Wahnsinn im Regen von Hockenheim: Thomas Preining (A/Manthey EMA) gewann am Samstag den vorletzten Meisterschaftslauf mit einem Vorsprung von fast 17 Sekunden. Damit katapultierte sich der Porsche-Fahrer vom achten auf den zweiten Tabellenplatz und hat am Sonntag gute Chancen, nach 2023 erneut DTM-Champion zu werden. „Ein super Tag für uns! Durch den Sieg bin ich im Titelkampf wieder voll dabei, genau auf diese Ausgangslage haben wir hingearbeitet. Der Job ist aber noch nicht erledigt. Wir wollen Meister werden und brauchen am Sonntag ein weiteres Top-Ergebnis“, erklärte Preining, der Manthey EMA damit den vorzeitigen Gewinn der Teamwertung bescherte. Platz zwei ging an Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport) im Audi R8 LMS GT3 Evo2. Rookie Morris Schuring (NL/Manthey Junior Team) stand als Dritter zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere auf dem Treppchen. Tabellenführer Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) betrieb Schadensbegrenzung. Der Österreicher machte fünf Plätze gut und verteidigte als Zwölfter mit 175 Punkten die Führung vor Preining (172 Zähler). Damit verspricht das Rennen am Sonntag einen ultimativen Showdown: Acht Fahrer haben noch die Chance auf die Meistertrophäe.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 15 von 16

  • Streckenlänge: 4.574 Meter
  • Wetter: 16 Grad, Regen
  • Pole-Position: Ben Green (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #10), 1:36,759 Minuten
  • Sieger: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91)
  • Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 1:47,592 Minuten

Beim Start zum vorletzten Meisterschaftslauf auf dem Hockenheimring sorgte starker Regen für schwierige Bedingungen. Schon im ersten Umlauf verlor Pole-Setter Ben Green (GB/Emil Frey Racing) nach einem Verbremser die Führung an seinen Teamkollegen Jack Aitken (GB) und musste kurze Zeit später auch Preining vorbeiziehen lassen. Der Österreicher spielte danach auf nasser Fahrbahn seine Stärken und die seines Neunelfers voll aus, übernahm nach einem gekonnten Überholmanöver in Umlauf acht die Führung und setzte sich mit schnellen Rundenzeiten von der Konkurrenz ab. Auch Feller und Schuring gingen an Green vorbei, der immer weiter zurückfiel. Unglücklich verlief das Rennen auch für Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT): Der Lamborghini-Pilot schied nach einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug bereits in der vierten Runde aus, bleibt als Tabellensechster aber im Kreis der Titelkandidaten.

Den Pflicht-Boxenstopp absolvierte Preining als letzter Fahrer und kehrte mit einem Vorsprung von rund zehn Sekunden vor Aitken wieder auf die Strecke zurück. Der 27-Jährige blieb auch in der Schlussphase dominant an der Spitze und überquerte nach 32 Runden als Erster die Ziellinie. Aitken dagegen konnte nach dem Reifenwechsel das Tempo an der Spitze nicht mehr mitgehen und musste mehrere Konkurrenten passieren lassen. Am Ende lautete die Reihenfolge hinter Preining: Feller, Schuring, Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward Racing), Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA) und Aitken. Spektakulär war vor allem das Duell Schuring gegen Feller: In der letzten Runde attackierte der Porsche-Youngster den Schweizer, der Platz zwei jedoch mit dem hauchdünnen Abstand von 0,11 Sekunden verteidigte.

Hinter dem sechstplatzierten Aitken belegte René Rast (Bregenz/Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo Position sieben. Damit liegt der dreimalige DTM-Champion in der Gesamtwertung weiterhin aussichtsreich auf Rang drei. Nicki Thiim (DK/Abt Sportsline) sicherte sich nach einer starken Leistung im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Platz acht, Markenkollege Luca Engstler (Kempten/TGI Team Lamborghini by GRT) wurde Neunter. Green komplettierte die Top Ten.

Weitere Stimmen zum Rennen

Ricardo Feller: „Wir wollen die DTM-Saison auf einem Hoch beenden und was gibt es Besseres als ein Podium beim Finale. Ausschlaggebend für Platz zwei war in erster Linie, bei diesen schwierigen Bedingungen kein unnötiges Risiko einzugehen. Trotz 20 Kilogramm Erfolgsballast vom Red Bull Ring so ein Ergebnis einzufahren, macht mich stolz.“

Morris Schuring: „Ein Podium in der DTM war seit Saisonbeginn mein großes Ziel. Umso schöner, dass es beim Finale endlich geklappt hat. Im Duell mit Jack Aitken war mir bewusst, dass ich gegen einen Titelkandidaten fahre. Ich wollte keinen Ausfall von ihm riskieren, daher bin ich geduldig geblieben und habe ihn dann in der Sachskurve vor den Fans überholt. Mit einer Runde mehr wäre ich wohl auch noch an Ricardo Feller vorbeigegangen.“

Ergebnis, 15. Meisterschaftslauf, Hockenheimring (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA)

2. Ricardo Feller (CH/Land-Motorsport), +16,899 Sekunden

3. Morris Schuring (NL/Manthey Junior Team), +17,009 Sekunden

4. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +21,871 Sekunden

5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +22,522 Sekunden


Sieg für Thomas Preining in Rennen 1 am Hockenheimring

 


Pole für Ben Green im Ferrari


 

ADAC GT-Masters: Simon Birch sichert sich Pole für Rennen 1 in Hockenheim

Simon Birch (18/DNK/Razoon – more than racing) hat sich die Pole-Position für das erste Rennen beim Finale des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring gesichert. Mit einer Zeit von 1:38.453 Minuten fuhr der Rookie im Porsche 911 GT3 R zu seiner Debüt-Pole und zur ersten für sein Team Razoon.

„Ich bin unglaublich glücklich, die Saison mit einer Pole-Position abzuschließen. Wir wussten über die gesamte Saison, dass wir schnell sind. Die Möglichkeit war öfter da, aber wir haben es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft. Die Bedingungen waren sehr knifflig, weil es im letzten Teil der Strecke noch feucht war, aber ich hatte die richtige Strategie“, strahlte der Däne, der mit Teamkollege Leo Pichler (23/AUT) aktuell 54 Punkte hinter der Tabellenspitze auf Rang drei liegt und so noch hauchdünne Titelchancen hat. „Natürlich wollen wir diese Ausgansposition in einen Sieg umwandeln und so unsere Meisterschaftschancen weiterhin am Leben halten. Nasse Bedingungen sind unsere Stärke, aber ich freue mich schon so sehr auf das Rennen, egal wie das Wetter am Ende sein wird.“ 

Der Hockenheimring präsentierte sich zum Qualifying des ADAC GT Masters bewölkt mit 13 Grad, aber trocken – mit Ausnahme einiger Streckenabschnitte. Nach Birch meisterte Sandro Holzem (21/Polch/Schubert Motorsport) diese Bedingungen am besten. Er qualifizierte seinen BMW M4 GT3 Evo mit 0,249 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Platz drei ging an Markenkollege Julian Hanses (28/Hilden/FK Performance Motorsport). Ihm fehlten 0,409 Sekunden zur Bestzeit. Auf die vierte Position fuhr Denis Bulatov (26). Der Pilot von Scherer Sport PHX hatte bereits zu Beginn des Qualifyings die erste Richtmarke gesetzt und sich kurz vor Ende in seinem Audi R8 LMS GT3 Evo 2 nochmals bis auf 0,443 Sekunden an die Spitze herangeschoben. 

Die Top-5 komplettiert der Meisterschaftsanwärter Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport). In seinem BMW M4 GT3 fuhr er eine Zeit von 1:39.034 Minuten und lag damit 0,235 Sekunden vor Titelrivale und Tabellenführer Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/Haupt Racing Team). Er qualifizierte seinen Ford Mustang GT3 auf die achte Position.

Quelle: ADAC-Motorsport