Freitag, 26. September 2025

IDM Superbike: Neulinge, Wiederholungstäter und Absagen

Letzte Ausfahrt Hockenheim. Die IDM Superbike ist beim großen IDM-Finale im badischen Motodrom wieder mit einigen Gastfahrern gespickt.

Foto: Jens Hawrda

Am 5. August hat er seinen 29. Geburtstag gefeiert und an diesem Wochenende geht für Felix Klinck aus Ketsch ein Traum in Erfüllung. Er bestreitet sein erstes IDM Superbike-Rennen in seiner 25-jährigen Rennsport-Karriere. Oliver Skach, Teamchef von Skach Motors Kawasaki Racing, gibt ihm die Chance, die ZX-10RR auf seiner Heimstrecke zu fahren. „Felix kommt aus der Kawasaki-Familie und kennt unsere Elektronik“, sagt Skach. Das Superbike kennt Klinck außer von den drei Runden für die Foto-Fahrten in Assen nicht. Dort war er für den Kroaten Martin Vugrinec, der das Team verlassen hat, eingesprungen. Für das IDM Superbike-Finale auf dem Hockenheimring wurde Klinck vom Team Eder, für das er ansonsten im Pro Superstock 1000 Cup fährt, freigestellt. Am Sonntag werden zwei Superbike-Rennen über jeweils 18 Runden gestartet. Im ersten freien Training stürzte Klinck.

Für den verletzten BMW-Fahrer Max Schmidt ist Roberto Tamburini als Gast im BCC Racing Team im Einsatz. Tamburini ist ein ehemaliger WM-Superbiker. Der 34-jährige Italiener nahm zuvor an der Superstock 1000 Championship und der CIV Superbike Championship teil. BCC-Chef Andreas Gerlich und Tamburini kennen sich schon eine Ewigkeit. Beinahe wäre der Italiener sogar der Nachfolger von Markus Reiterberger bei BMW geworden. Und auch nach dem Rücktritt von Luca Grünwald war er laut Gerlich im Gespräch. Max Schmidt kuriert seine Verletzungen vom Sturz beim Bol d’Or letztes Wochenende aus. Der Wuppertaler brach sich in Frankreich den Oberarm und den Ellbogen. Er erlitt eine offene Fraktur.

Max Zachmann und Marcel Blersch sind ebenfalls für BMW am Start. Beide sind Wiederholungstäter. Ein Wiedersehen gibt es mit Patrick Hobelsberger im eigenen Honda-Team. „Pax löst das Versprechen ein, zwei Mal in diesem Jahr in der IDM Superbike anzutreten. Nach einem Rennsieg im Alpe Adria Cup auf dem Slovakiaring ist er nach eigener Aussage „mit vielen neuen Daten und Fortschritten speziell unter „Low Grip Bedingungen“ und einer sehr guten Idee nach Hockenheim gereist.“

Christoph Beinlich (BRT/ADAC Hessen Thüringen e. V.) hat sich für das Finale abgemeldet. Am 30. März des vergangenen Jahres verlor sein Bruder Troy im Alter von 21 Jahren sein Leben auf dem Hockenheimring. Er verunglückte am Karsamstag beim 1000-Kilometer-Langstreckenrennen auf dem Kurs. Chris Beinlich war 2025 nach einem Jahr Pause in die IDM-Szene zurückgekehrt und in Superbike-Klasse aufgestiegen. Er holte in seiner Rookie-Saison auf der BMW M 1000 RR sechs Meisterschaftspunkte.

Keinen Auftritt mehr hat Sheridan Morais (Motorradtke GYTR by Penz13). Das Superbike-Projekt des Teams aus Thüringen mit dem Südafrikaner rückte während der Saison zugunsten der neuen Sportbike-Klasse in den Hintergrund. Morais betätigte sich hier als Riding Coach, unter anderem für Teamfahrer Justin Hänse. Der Yamaha R7-Fahrer kann noch Dritter in der Sportbike-Gesamtwertung werden.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


DTM Hockenheimring: Alle Infos für Besucher

Wer wird DTM-Champion 2025? Auf dem Hockenheimring steigt das große Finale der DTM. Hier sind alle wichtigen Infos für Besucher in der Übersicht.

Foto: Jens Hawrda

ADAC Mitglieder Lounge

In der ADAC Mitglieder in der Fan Zone haben alle ADAC-Mitglieder freien Zugang und können dort kostenlos Kaffee von Partner Eni genießen, das WLAN nutzen oder bei einem Gewinnspiel am Glücksrad teilnehmen.

Anreise und Parken am Hockenheimring

Besucher können Ihr Fahrzeug am Hockenheimring auf den ausgeschilderten Parkflächen kostenlos abstellen. 

Autogrammstunde mit Daniel Abt

Noch schnell ein Autogramm des ehemaligen Rennfahrers Daniel Abt abstauben? Dann ist dafür auf dem Hockenheimring die beste Möglichkeit. Fans können sich am Samstag von 11.15 bis 12.00 Uhr am CUPRA Cube im DTM-Fahrerlager ein Autogramm vom CUPRA Brand Ambassador holen.

DTM App

Die DTM-App ist der perfekter Event-Begleiter. Mit der App verpassen Fans vor Ort keine Session, Autogrammstunde und man kann sich dank der integrierten Übersichtskarte problemlos an der Strecke orientieren. 

DTM Fan Tour powered by Pirelli

Begib dich auf eine spannende und exklusive Reise hinter die Kulissen der DTM. Erhalte Hintergrundinformationen aus erster Hand und freue dich auf ein besonderes Erlebnis mit dem Besuch zentraler Hotspots im Fahrerlager (z.B. Reifenservice, Technische Abnahme, Parc Fermé, uvm.). Lass dich überraschen und tauche in eine neue Perspektive der DTM ein.

DTM Powerstage presented by Pirelli

Das große Saisonfinale verspricht nicht nur packenden Motorsport, sondern garantiert auch ein mitreißendes Musik-Spektakel. Am Samstagabend ab 19 Uhr treten auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ hinter der Südtribüne (Bereich Block A) Shooting-Star Kamrad und die legendären H-Blockx auf. Der Zugang zur „DTM Powerstage presented by Pirelli“ ist für alle DTM-Ticketinhaber kostenlos.

eSports Area und Beat the Pro

Die Möglichkeit, ihr Fahrkönnen auszutesten haben Besucher an den Simulatoren von RaceRoom. Die Simulatoren stehen kostenfrei in der Fan Zone zur Verfügung. Highlight am Stand von RaceRoom ist „Beat the Pro“ am Samstagabend um 17:30. Hier treten Fans gegen echte DTM Fahrer an. Diesmal am Start: DTM-Rookie Tom Kalender.

Fan Zone

Der Treffpunkt für die Fans: Die DTM Fan Zone. Chillen und die DTM auf einem Big Screen genießen, Spaß auf dem DTM Action Parcours, das größte mobile Bällebad Europas, Kinderschminken und Tattoos für Kids, die BWT Water Station, die DTM Reaction Wall, das neuste DTM Merch oder Meet the Drivers: der Besuch in der Fan Zone lohnt sich immer.

Meet The Drivers

Am Samstag und Sonntag haben Besucher die Möglichkeit, die schnellsten Fahrer der Serien bei einer „Meet the Drivers“-Autogrammstunde in der Fan Zone zu treffen.

Samstag

⁠10.45 bis 11.15 Uhr: DTM

12.30 bis 12.50 Uhr: Formula Regional European Championship by Alpine

14.55 bis 15.15 Uhr: Porsche Carrera Cup Deutschland (PSCCD Paddock)

Sonntag

11.15 bis 11.35 Uhr: ADAC GT Masters

15.00 bis 15.20 Uhr: ADAC GT4 Germany

Pitwalk

Am Samstag sowie am Sonntag ist die Boxengasse für Zuschauer für einen Pitwalk geöffnet. Fans können dann die Boxengasse betreten und die Rennteams aus nächster Nähe beobachten. Der Pitwalk ist für alle Besucher kostenlos.

Samstag: 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr

⁠Sonntag: 12.00 Uhr bis 12.40 Uhr

Tickets

Tickets für das DTM Finale am Hockenheimring gibt es ab 49 Euro online im Vorverkauf bis Donnerstagabend, 02. Oktober, 23:59 Uhr im offiziellen DTM Ticketshop. ADAC-Mitglieder sparen dort nochmal 10%. Ab Freitag sind die Tickets zum Normalpreis weiterhin online sowie an der Tageskasse erhältlich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre erhalten kostenlosen Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen.

Rahmenprogramm

Volles Programm: Neben der DTM startet auf dem Hockenheimring auch das ADAC GT Masters, die ADAC GT4 Germany, der Porsche Carrera Cup Deutschland und die Formula Regional European Championship by Alpine.

Vierol Fanbox

Kommt vorbei in die Vierol Fanbox, direkt zwischen den Boxen der Rennteams in Box 44 Hier kann man nicht nur den Fahrzeugteilzulieferer kennenlernen, sondern auch die Rennen live am Kommandostand wie die Teammanager verfolgen, bei der Pit Stop Challenge tolle Preise gewinnen und einen kleinen Blick in die Teambox nebenan erhaschen. In Hockenheim öffnet die Vierol Fanbox bereits am Freitag ihre Tore.

Quelle: dtm.com

Next Stop: DTM-Finale in Hockenheim

Foto: Jens Hawrda

Finale furioso voraus: Am ersten Oktober-Wochenende (3. bis 5. Oktober) steigt das Finale der DTM-Saison 2025 und der Showdown um den Titel garantiert absolute Spannung. Neun Fahrer kämpfen um den Titel, das gab es in der DTM noch nie! Lucas Auer geht als Spitzenreiter in das entscheidende Rennwochenende – der Österreicher von Mercedes-AMG führt die DTM mit einem knappen sieben-Punkte-Vorsprung an. Doch auch Lamborghini-Pilot Jordan Pepper und René Rast von BMW sind als schärfste Verfolger heiß auf den Meisterpokal. Sogar Jules Gounon liegt als Tabellenneunter mit 29 Punkten Rückstand noch in Schlagdistanz. Maximal 56 Zähler gibt es beim Titel-Thriller noch zu holen.

Auch in den anderen Serien stehen die Titelentscheidungen an: Neben dem ADAC GT Masters suchen auch die ADAC GT4 Germany und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland den neuen Champion. Außerdem ist die Formula Regional European Championship by Alpine am Start. Dort sorgen Nachwuchstalente in leistungsstarken und einheitlichen F3-Boliden für actionreichen Formelsport. In Hockenheim kämpfen die Fahrer der Formel-3-Serie um die optimale Ausgangslage für das Finale in Monza.

Beste Unterhaltung gibt es bei der DTM auch abseits der Strecke. Am Samstagabend (4. Oktober) ab 19 Uhr treten auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ hinter der Südtribüne (Bereich Block A) Shooting-Star Kamrad und die legendären H-Blockx auf. Der Zugang ist für alle DTM-Ticketinhaber kostenlos. Ein Abenteuer der Extraklasse steht bereits am Freitag auf dem Programm: Bei der Track Safari geht es für die Teilnehmer in Bussen gemeinsam mit den DTM-Fahrzeugen über den Hockenheimring. Einen Blick hinter die Kulissen der DTM verspricht die Fan Tour powered by Pirelli. Dabei entdecken die Teilnehmer den Pirelli Reifenservice, die Technische Abnahme oder auch das Parc Fermé.

Quelle: dtm.com

IDM: Vorerst keine Rennen mehr auf dem Schleizer Dreieck

Mit dem Saisonfinale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) endet auch eine Ära. Nach über 100 Jahren Rennsporthistorie verabschieden sich die Prädikatsklassen von der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands – dem legendären Schleizer Dreieck.

Unter der Leitung der Motor Presse Stuttgart entwickelte sich die IDM in den vergangenen neun Jahren zu einer Top-Serie in Europa. Bis zu 30.000 Zuschauer pilgerten jährlich an den Traditionskurs. In der thüringischen Kreisstadt wurden ausnahmslos alle Akteure gefeiert wie Helden. Die Fans auf den Tribünen begeisterten mit ihrer Leidenschaft für den Sport und einem außergewöhnlichen Fachwissen, welches so nur selten zu finden ist.

Die IDM auf dem Schleizer Dreieck war über viele Jahre hinweg das Saisonhighlight im Terminkalender. Die semipermanente Rennstrecke mit einer Mischung aus festen Bestandteilen eines modernen Rundkurses und Abschnitten gesperrter Landstraßen, machte es schon immer zu etwas Besonderem für Fahrer und Fans. Die Umsetzung der Veranstaltung war eine positive Herausforderung für alle Beteiligten und hat für viele sportliche Highlights gesorgt. Diese Tradition kann nun vorerst nicht fortgeführt werden.

„Das Schleizer Dreieck war für viele Jahre das `Grüne Wohnzimmer´ der IDM, in dem wir stets herzlich willkommen waren“, erklärt Serienmanager Normann Broy. „Leider erlauben die FIM und die FIM Europe seit Mitte dieses Jahres keine Rennen mehr auf Straßenkursen mit internationaler Beteiligung. Aus diesem Grund wird nun einigen unserer Teilnehmer aus dem Ausland die Startgenehmigung ihres Motorsportverbandes für Schleiz verweigert – und somit können sie in Schleiz nicht um Punkte kämpfen. Dies widerspricht dem Fairnessgedanken und unserem internationalen Charakter, der ein Erfolgsgarant für die gesamte Meisterschaft ist. Wir bedauern die Entscheidung des Welt- und Europaverbandes und haben als Promoter zusammen mit dem DMSB über mehrere Monate versucht, die Entscheidung zugunsten des Schleizer Dreiecks zu beeinflussen – leider ohne Erfolg. Auch die vielen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, welche wir zusammen mit dem MSC Schleizer Dreieck und der Betreibergesellschaft in den letzten Jahren umgesetzt haben, hatten keinen Einfluss auf die Entscheidung. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bedanken für die jahrelange Treue der Fans, der Organisatoren und der vielen ehrenamtlichen Helfer. Vor dieser Kulisse und in dieser einzigartigen Atmosphäre zu fahren, war fantastisch – und wir würden uns freuen, wenn die Schleizer uns auch in Zukunft besuchen.“

Auch in der Saison 2026 wird die IDM aus 7 Veranstaltungen bestehen und der vorläufige Kalender wird im Rahmen des IDM-Finales in Hockenheim bekannt gegeben.

ADAC GT-Masters: Meisterschafts-Showdown in Hockenheim: Ford gegen BMW

  • Salman Owega und Finn Wiebelhaus reisen als Tabellenführer zum Finale
  • Leyton Fourie und Tim Zimmermann kämpfen trotz Rückstand bis zum Ende

Die Titel-Kontrahenten: Tim Zimmermann/Leyton Fourie und Salman Owega/Finn Wiebelhaus
Foto: ADAC-Motorsport

Zwei Qualifyings, zwei Rennen, die Entscheidung. Das Finale im ADAC GT Masters 2025 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (3. bis 5. Oktober) wird das Meisterschafts-Duell entscheiden. Die Tabellenführer Salman Owega (20/Köln)/Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 liegen aktuell 40 Punkte vor Leyton Fourie (20/RSA)/Tim Zimmermann (29/Langenargen/beide FK Performance Motorsport). Aufgeben kommt für die Verfolger im BMW M4 GT3 Evo aber überhaupt nicht infrage, denn 56 Punkte sind noch zu vergeben (25 je Sieg und drei pro Pole-Position). Tickets sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben kostenlosen Eintritt. Bonus für alle Besucher am Samstag, 4. Oktober: Ein Konzert mit Kamrad und den H-Blockx, zu dem alle Ticketinhaber kostenlosen Eintritt haben.

Titelfavoriten Owega/Wiebelhaus

Für Salman Owega und Finn Wiebelhaus begann die Saison mit zahlreichen Unbekannten. Denn ihr Einsatzfahrzeug war komplett neu im ADAC GT Masters: Der Ford Mustang GT3. Trotzdem zeigte das Duo von Beginn an, dass mit ihnen im Titelkampf zu rechnen sein würde – bis in Zandvoort ein Rennen bereits in der Einführungsrunde vorbei war. „Das war ein Rückschlag“, so Wiebelhaus. „Wir hatten eine gute Ausgangsposition und dann sind wir nicht mal über die Startlinie gerollt. Null Punkte waren bitter, aber wir haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt.“ In der Tabelle ging es bergab bis auf Platz fünf.

Was folgte, war ein starkes Comeback am Nürburgring: Der erste Sieg des Mustangs im ADAC GT Masters und auf europäischem Boden. Erstmals waren Owega und Wiebelhaus Tabellenführer. Am Red Bull Ring folgte ihr zweiter Saisonsieg, mit dem sie ihren Vorsprung nun auf 40 Punkte ausgebaut haben. „Wir sind zusammen mit dem Team übers Jahr gewachsen und haben uns stetig verbessert, auch wenn wir kleine Fehler gemacht haben, aber das gehört dazu. Es geht darum, so wenige wie möglich zu machen und so konstant wie möglich Punkte zu sammeln. Das haben wir bis jetzt ganz gut umgesetzt, deshalb sind wir da, wo wir jetzt sind“, fasst Owega zusammen, der sich nach seinem ersten Titel 2023 in diesem Jahr zum fünften Doppel-Meister des ADAC GT Masters küren könnte.

Für das Duo ist die Rechnung denkbar einfach: Gewinnen sie, werden Zweite oder verlieren nicht mehr als elf Punkte auf Fourie und Zimmermann, sind sie Meister 2025, egal, welches Ergebnis ihre Konkurrenten erzielen. Von vorzeitigem Jubel oder Feiern hält Wiebelhaus, der vor dem Finale auch an der Spitze der „Road to DTM“ Wertung liegt, aber nichts: „Wir haben jetzt einen großen Vorsprung in der Meisterschaft und können in Hockenheim gewinnen. Gleichzeitig können wir aber auch zweimal ausscheiden und alles verlieren, also freue ich mich jetzt noch nicht.“

Die Jäger Fourie/Zimmermann

Die Herausforderer im Titelrennen von FK Performance Motorsport könnten unterschiedlicher kaum sein: Der enthusiastische Rookie Leyton Fourie und der rationale Routinier Tim Zimmermann sind trotzdem ein ‚Perfect Match‘. Zimmermann hatte zu Saisonbeginn zwar bereits 56 Rennen im ADAC GT Masters bestritten, aber noch kein einziges im BMW – Fourie dafür viele im BMW, aber noch kein einziges im GT3. „Wir mussten beide unglaublich viel lernen, aber hatten eine sehr gute Auswertung nach dem Lausitzring, haben das Gelernte maximiert und mit nach Zandvoort genommen. Dort war der Wendepunkt unserer Saison“, schildert Fourie. Und welch ein Wendepunkt: Das Duo fuhr am Samstag auf Rang zwei und erzielte am Sonntag seinen ersten Saisonsieg. Mit diesem Traumwochenende kletterten Fourie und Zimmermann auf Rang zwei der Tabelle und gaben ihn nie mehr ab.

Konstanz ist ohnehin das Synonym für die beiden. Der BMW M4 GT3 Evo sah in jedem Rennen die Zielflagge und verpasste nur ein einziges Mal die Top-10. „Wir haben das Potenzial im Team, im Auto und in uns gesehen, wussten zunächst aber nicht, wie wir es umsetzen können. Als wir in Zandvoort einmal die richtige Formel gefunden hatten, lief im Team alles Hand in Hand und das setzen wir seither perfekt um“, so Fourie. Das zeigten sie auch mit ihrem zweiten Saisonsieg bei der Premiere auf dem Salzburgring, als sie zwischenzeitlich bis auf acht Punkte an die Tabellenführung heranrückten.

Trotz wieder angewachsenem Rückstand ist Aufgeben für Zimmermann aber keine Option. „Wir kämpfen immer noch um die Meisterschaft. Das ist und bleibt unser Ziel und es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, sagt der 29-Jährige. „Ich wäre natürlich lieber Führender mit Abstand, aber diese Luxusposition haben wir nicht. Jetzt versuchen wir ohne Druck anzugreifen und schauen, was am Ende herauskommt.“ Für das Duo ist klar: Um Meister zu werden müssen sie ein Rennen gewinnen, im anderen mindestens Dritte werden und optional volle sechs Punkte für die beiden Pole-Positions holen und ihre Konkurrenten müssen in beiden Läufen punktelos bleiben.

Minimale Außenseiterchancen für Birch/Pichler

Mit 54 Punkten Rückstand stehen auch theoretisch Simon Birch (18/DNK) und Leo Pichler (23/AUT) im Porsche 911 GT3 R von Razoon – more than Racing noch im Titelkampf. Das Duo, das mit seinem Doppelsieg beim Saisonauftakt die Tabellenführung übernommen und bis zum dritten Rennwochenende am Nürburgring innehatte, braucht aber gehörig Hilfe der Konkurrenz und selbst das perfekte Wochenende in Hockenheim. Nur die Pole für beide Rennen gefolgt von zwei Siegen und dem jeweiligen Totalausfall vom Owega/Wiebelhaus und Fourie/Zimmermann im Qualifying und Rennen würde die Meisterschaft für das Duo noch ermöglichen.