Montag, 18. August 2025

Heißer DTM-Titelkampf: Bleibt Auer am Sachsenring cool?

  • Tabellenführer Auer trotzt bislang dem Druck seiner Verfolger
  • René Rast will nach seinem 30. DTM-Sieg im Angriffsmodus bleiben
  • Top-Sechs kämpfen um beste Ausgangsposition für den Titel-Endspurt

Foto: Jens Hawrda

Die DTM startet in die heiße Meisterschaftsphase. Beim sechsten Rennwochenende auf dem Sachsenring (22. bis 24. August) wollen sich die Fahrer die bestmögliche Ausgangslage für den Titel-Endspurt sichern. Dass die Duelle auf der Strecke hitziger werden, bewies bereits das vergangene Rennwochenende am Nürburgring. Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) zeigt sich davon bislang unbeeindruckt. Der Österreicher reist als Spitzenreiter im Mercedes-AMG GT3 zur Strecke bei Chemnitz, führt aber nur knapp vor dem Briten Jack Aitken (Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3. Tickets gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben überträgt beide DTM-Rennen live im TV und berichtet am Samstag sowie am Sonntag ab 13 Uhr vom Sachsenring. Im kostenlosen Stream sind die beiden Rennen bei Joyn, ran.de, ServusTV On und dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 11 und 12 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Layout: 14 Kurven (vier Rechts-, zehn Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2024, Rennen 1: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3)
  • Sieger 2024, Rennen 2: Luca Stolz (Mercedes-AMG Team HRT, Mercedes-AMG GT3)

Alle jagen den Tabellenführer Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda

Quintett jagt Mercedes-AMG-Star Auer

Spitzenreiter Auer glänzt in dieser Saison mit Nervenstärke und taktischer Reife. Am Sachsenring erwartet der 30-Jährige wieder einen heißen Tanz: „Das ist ein cooler Kurs mit großen Höhenunterschieden und High-Speed-Kurven. Es wird auf der Strecke wieder aggressiv zur Sache gehen, in der zweiten Saisonhälfte ist der Ton etwas rauer. Aber genau das macht die DTM aus.” Dass mit Mercedes-AMG auf dem Sachsenring zu rechnen ist, zeigt der DTM-Testtag mit allen 24 Fahrern am vergangenen Sonntag: Auers Markenkollege Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter) aus Frankreich setzte die Bestzeit vor dem Meisterschaftsdritten Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT) im Lamborghini und Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A/Manthey EMA).

Nur acht Punkte hinter Auer lauert der Tabellenzweite Aitken auf einen Fehler von Auer. Der 29-Jährige mit Formel-1-Erfahrung gehört am Sachsenring zu den Favoriten und könnte Auer zum zweiten Mal in der Saison die Tabellenführung entreißen. Schon im vergangenen Jahr siegte Aitken in Sachsen und auch beim offiziellen Test präsentierte er sich stark.

Momentan Platz vier in der Meistertschaft, aber Renè Rast (BMW #33) will mehr
Foto: Jens Hawrda

Während der Gesamtdritte Pepper in der Eifel solide punktete, kommt der Tabellenvierte René Rast (Bregenz) mit einer Extraportion Selbstvertrauen im Gepäck nach Sachsen. Der Dreifach-Champion im BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport glänzte zuletzt bei seinem zweiten Saisonsieg mit einer Galavorstellung und will am Sachsenring daran anknüpfen. „Unser größtes Problem war in der Vergangenheit, dass wir fast immer von weit hinten ins Rennen gegangen sind und uns mühsam nach vorne kämpfen mussten. Es wäre ein großer Fortschritt, wenn wir in den nächsten Läufen von den Top-Ten aus starten könnten“, erklärt Rast seinen Matchplan. Vorne angreifen möchte auch Preining: Der Österreicher bewies im vergangenen Jahr mit einem neuen Rundenrekord im Qualifying, dass er auf dem Sachsenring schnell unterwegs ist.

Berg-und-Talbahn mit schnellen Kurven

Der verwinkelte Sachsenring westlich von Chemnitz ist mit großen Höhenunterschieden und einem maximalen Gefälle von 12,8 Prozent einzigartig im DTM-Kalender. Das Streckenlayout wird geprägt von schnellen Kurven und blinden Kuppen. Als Motorradkurs und Austragungsort des Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland bietet der Fahrbahnbelag vergleichsweise viel Grip. Darauf müssen sich die DTM-Piloten einstellen, weiß Lokalmatador Maximilian Paul (Paul Motorsport). „Der Reifenverschleiß ist auf meiner Heimstrecke ziemlich hoch und lässt im Qualifying in der Regel nur eine schnelle Runde zu. Man muss daher alles genau auf den Punkt bringen. Ich freue mich riesig auf das Wochenende mit meinen Fans”, sagt der Dresdener.

Actionreiches Programm und DTM-Nostalgie

Im Rahmenprogramm starten am sechsten DTM-Wochenende auf dem Sachsenring drei Serien: die ADAC GT4 Germany, der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland und der vollelektrische NXT Gen Cup. Für nostalgisches Flair sorgen an allen drei Veranstaltungstagen Showruns mit Kultautos aus 40 Jahren DTM wie einen Abt Audi TT-R oder einen Mercedes-Benz 190E Evo II bei der DTM Classic.


IDM Superbike: Tulovic holt das Maximum heraus

Lucas Tulovic, Ducati Panigale #3
Foto: Jens Hawrda

Lukas Tulovic hat das zweite Rennen der IDM Superbike auf dem TT Circuit gewonnen und geht als nunmehr fünffacher Sieger in die Geschichte der laufenden Saison ein. Er brachte die rote Ducati Panigale V4R mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung ins Ziel vor WM-Gastfahrer Dominique Aegerter (Yamaha) und Leandro „Tati“ Mercado (BMW).

Bei der fünften IDM-Runde des Jahres ist viel passiert. Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) hat im ersten Superbike-Rennen die Führung in der Gesamtwertung übernommen und im zweiten Lauf ausgebaut. Außerdem hat der 25-jährige Deutsche den routinierten Superbike-WM-Zwölften Domi Aegerter besiegt, der am Wochenende die Yamaha des verletzten SWPN-Stammfahrers Jan Mohr übernommen hatte.

„Jeder, der mal in die Situation kommt, so Motorrad zu fahren, so zu fliegen, so zu schweben, so in einer anderen Welt zu sein, dann gönne ich es jedem, ich wünsche es jedem, einmal im Leben so zu fühlen wie ich mich gerade draußen im Rennen gefühlt habe. Ich habe es einfach nur genossen. Phänomenal“, gab Tulo überwältigt zu Protokoll. Für den Ducati-Fahrer war das vielleicht ein sehr wichtiges Wochenende in seiner Karriere. Er macht kein Hehl daraus, nächstes Jahr in der Superbike-WM fahren zu wollen. Dem IDM Superbike-Titel ist er in Assen ein großes Stück näher gekommen, aber das Thema ist noch nicht durch. Honda-Aushängeschild Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) hat zwar 15 Punkte Rückstand, aber bis zum Saisonende sind noch 100 Punkte zu vergeben.

Tulo enteilte dem Feld gleich nach dem Start und hatte einen anderen Reifen als Aegerter auf der Felge, was für den Beginn die bessere Wahl zu sein schien. Der Schweizer mit dem großen weißen Kreuz auf dem Helm und der leuchtend-gelben „77“ auf dem Motorrad bekam Besuch von Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes). Flo Alt hatte einen völlig missglückten Start, presste sich durchs Feld und übte damit Schadensbegrenzung. Er kam als Siebter aus der ersten Runde zurück. Zur Hochform lief Mercado auf (Masteroil Alpha Van Zon-BMW). Nach der Graseinlage im ersten Rennen hatte er das Messer zwischen den Zähnen und sich jetzt auf der zweiten Position warmgefahren.

Lorenzo Zanetti und Max Schmidt stürzten aus dem Geschehen. Das ganze Gerangel half Tulo, sich in jeder Runde mehr vom Feld zu entfernen. Selbst Aegerter musste passen. Er hatte im Laufes des Rennens genug mit Mercado zu tun. In einem beinharten Manöver presste er sich in der vierten Runde am Argentinier vorbei.

Alt machte zügig einen Haken an Jan-Ole Jähnig. Bei Toni Finsterbusch wurde es schwieriger. Beide sind extrem stark auf der Bremse, aber Alt hatte die bessere Linie, sah die Lücke und schnappte sich schließlich P4. Jeder einzelne Punkt ist im Titelkampf für ihn wichtig, aber von dort kam er nicht mehr weiter. Die Lücke zu Mercado war zu groß. Dessen Crew hüpfte an der Boxenmauer herum in der Hoffnung, dass der BMW-Fahrer vielleicht noch etwas gegen Aegerter ausrichten könnte. Da ging zwar nichts mehr, aber der Schweizer musste tatsächlich noch richtig arbeiten, um seinen zweiten Platz zu verteidigen.

Am Ende sagte er: „Die Jungs in der IDM sind schnell, das hat wirklich Spaß gemacht mit ihnen. Für mich war das Wochenende ein gutes Training für meinen nächsten WM-Lauf Anfang September in Magny-Cours.“

IDM Superbike, 2. Rennen (Top-Ten)

1. Lukas TULOVIC (DEU), Ducati

2. Dominique AEGERTER (CHE), Yamaha

3. Leandro MERCADO (ARG), BMW

4. Florian ALT (DEU), Honda

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW

6. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW

7. Hannes SOOMER (EST), BMW

8. Twan SMITS (NLD), Yamaha

9. Bálint KOVÁCS (HUN), BMW

10.Kevin ORGIS (DEU), BMW

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Supersport: Brenner jubelt nach langer Durststrecke

Marcel Brenner, Ducati Panigale V2 #25, Team MotoLife
Foto: Jens Hawrda

Es ist der perfekte Tag für die Eidgenossen aus der Schweiz. Nachdem Domi Aegerter seinen Premieren-Sieg in der IDM Superbike geholt hatte, zog Marcel Brenner aus der Hauptstadt Bern in der kleineren IDM Supersport nach. Andreas Kofler und Luca de Vleeschauwer komplettierten das Podium. Dort gab es zweimal Ducati und einmal Yamaha. Honda-Fahrer Dirk Geiger musste schon wieder zuschauen.

Die Situation nach dem ersten Drittel des über 13 Runden angesetzten Rennens war die gleiche wie gestern im ersten Supersport-Lauf des Wochenendes. Dirk Geiger (MCA Racing), Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler), Daniel Blin (AF Racing), Marcel Brenner (MotoLife), Marvin Siebdrath (Yamalube Motorsport Kofler) und Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing Team) waren miteinander verstrickt. Dahinter klaffte eine Lücke zur nächsten Gruppe, die von Lennox Lehmann angeführt wurde.

Brenner knöpfte sich in der vierten Runde den polnischen Ducati-Fahrer Daniel Blin vor. Dieser wiederum knallte ein paar Kurven später mit Überschuss ins Heck von Geigers Honda. Der gebürtige Mannheimer blieb zum Glück sitzen, aber Blin war das nächste Sturzopfer in der „Geert Timmermann bocht.“

Kofler profitierte durch die Ereignisse und fuhr sich frei. Geiger schob sich an Brenner vorbei. Der 28-jährige Schweizer arbeitete sich jedoch innerhalb von drei Runden nach ganz vorn. Und plötzlich spielte mit Luca de Vleeschauwer auch der Zweitplatzierte des gestrigen Rennens mit. Es war richtig Dampf in der auf vier Mann geschrumpften Truppe. Siebdrath war weit zurück gefallen.

In der zehnten Runden setzte über der Strecke mehr oder weniger starker Nieselregen ein. Das Rennen wurde abgebrochen. Die Rennleitung wertete Brenner als Sieger, der es kaum fassen konnte. Erster Sieg in der IDM Supersport. Der Schweizer kann nun aufatmen: Er ist zurück. Er kann es noch. Der harte Weg aus der Krankheit, die ihn lange eingebremst hat, trägt Früchte.

Kofler wurde Zweiter und de Vleeschauwer Dritter. Geiger gratulierte, war aber wenig erfreut über den Ausgang des Sonntags, denn er hat in der Gesamtwertung weiter an Boden verloren. Andy Kofler hat jetzt 177 Punkte, Geiger 158 und de Vleeschauwer 148.

Der emotionale Belgier hatte sich auf dem TT Circuit mehr erhofft. Für ihn kam die rote Flagge für den Rennabbruch zu zeitig, „jetzt muss ich in zwei Wochen auf dem Nürburgring einen noch größeren Schritt machen.“ Der Titelgewinn liegt auch für ihn noch absolut im Bereich des Möglichen.

„Meine Taktik ist auch nicht aufgegangen“, erzählt Kofler, „aber im ersten Sektor war es bei dem Regen schon ein Tanz auf rohen Eiern. Der Abbruch war schon in Ordnung, bevor irgendetwas passiert.“

IDM Supersport, 2. Rennen (Top-Ten)

1. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

2. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

3. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

4. Dirk GEIGER (DEU), Honda

5. Lennox LEHMANN (DEU), Yamaha

6. Filip FEIGL (CZE), Triumph

7. Jorke ERWIG (DEU), Ducati

8. Štepán ZUDA (CZE), Ducati

9. Ruben BIJMAN (NLD), Honda

10.Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Superbike: Aegerter gewinnt und Tulovic führt

Lucas Tulovic holt Platz 2 und die Tabellenführung
Foto: Jens Hawrda

Mit drei Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung startete Florian Alt ins erste IDM Superbike-Rennen. Lukas Tulovic hatte den Plan, ihm die Führung abzunehmen. Dafür reichte ihm nach 15 Runden auf dem 4,555 Kilometer langen TT Circuit in Assen sein zweiter Platz auch locker aus. Sieger Dominique Aegerter fuhr als Gasfahrer nämlich außerhalb der Wertung. Das bedeutet, dass der Schweizer keine Punkte erhielt und Tulo die volle Packung einstrich. Alt kam als Vierter ins Ziel.

Dominique Aegerter (Team SWPN), Superbike-WM-Zwölfter und eingefleischter Yamaha-Fahrer, gab ein furioses Comeback in der Meisterschaft, in der er vor 19 Jahren seine Anfänge machte. Der heutige 34-jährige Eidgenosse aus dem Kanton Bern fuhr damals in der IDM 125. Die Rückkehr kam zustande, weil er das Angebot bekam, das Bike des verletzten Jan Mohr im SWPN-Team zu übernehmen. Laut Teammanager sollte Aegerter zeigen, was in der Yamaha wirklich steckt. Nach einer langen Durststrecke kam es zu einer Offenbarung, ganz abgesehen davon, dass Aegerter mit seiner WM-Erfahrung und den Erfolgen ein ganz besonderes Kaliber darstellt.

Vor dem Rennen begann es leicht von oben zu tröpfeln. Gastfahrer Moritz Jenkner stürzte in der letzten Kurve der Einführungsrunde. Seine BMW wurde aus dem Verkehr gezogen. Im Vergleich zu den Trainingstagen waren die Temperaturen auch deutlich kühler. Gleich nach dem Start schien Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt) auf der Ducati Panigale V4R auf dem besten Weg zu sein, seinem Honda-Gegner Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) die Tabellenführung zu entreißen. Der Baden-Württemberger drohte sich aus dem Staub zu machen. Schon jetzt sei gesagt: Auf diesem Weg klappte es nicht.

„Tati“ Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW), der als Dritter in der ersten Reihe gestanden hatte, kam auf eine nasse Stelle auf der Strecke und trudelte ins Abseits. Er verlor dadurch mindestens zehn Plätze. Vermutlich war der härtere SC2-Reifen von Pirelli die Ursache. Fast die komplette Konkurrenz hatte auf den weicheren SCX gesetzt.

Nach drei Runden hatte sich an der Spitze ein Paket geschnürt aus Lukas Tulovic, Domi Aegerter, Toni Finsterbusch (GERT56 by RS Speedbikes), Florian Alt, Bálint Kovács (Masteroil Alpha Van Zon BMW) und Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes). Zu Milan Merckelbagh, Hannes Soomer, Maximilian Kofler und Lorenzo Zanetti war schon eine deutliche Lücke erkennbar. Soomer stand so weit hinten, weil er gestern in der Superpole gestürzt und auf keine bessere Zeit mehr gekommen war. Der Este musste von P13 starten.

Für Tulo an der Spitze war das Rennen eine diffizile Sache. Eigentlich hätte er Aegerter, der von hinten drückte, ganz beruhigt überholen lassen können. Der Schweizer bekam ohnehin keine Punkte. Aber das wäre nicht Tulo. Wenn ein 25-Jähriger in die WM will, dann ist nur ein optischer Sieg auf der Strecke auch ein wahrhaftiger Sieg.

In der fünften Runde zeigte sich Aegerter das erste Mal an der Innenseite von Tulo. Die Beiden kennen sich bestens. 2019 sind sie in der Moto2-EM gegeneinander gefahren. Der Ducati-Fahrer wie auch der Yamaha-Pilot zogen das Tempo an. Finsterbusch blieb allein auf der dritten Position zurück.

Der Kampf um den vierten Platz war eine Wucht und hieß: Alt gegen Kovács. Oder umgekehrt. Ausgerechnet der Underdog vom Masteroil Alpha Van Zon BMW-Team legte sich mit dem Superbike-Meister von 2023 an. Es ging hin und her. Vor allem wurden die Angriffe von Kovács immer aggressiver. Finsterbusch hatten sie längst hinter sich gelassen. Mittlerweile ging es darum, wer aufs Podest fährt. Unglaublich: es war Kovacs. In der „Geert Timmer bocht“ streute der Ungar Salz in die Wunde des Titelfavoriten. Der BMW-Fahrer hatte den Honda-Anführer auf den letzten Metern bezwungen und konnte es selbst kaum fassen.

Aegerter hatte sich Tulo in der zehnten Runde geschnappt. Nicht ganz ohne das Zutun des Deutschen. „Als Domi mich überholt hat, habe ich mich in der „Strubben“ verschaltet und bin in den Leerlauf gekommen“, meinte Tulo und ist nun doch froh, „denn der zweite Platz fühlt sich heute an wie ein Sieg. Die Bedingungen waren echt tricky.“

Sunnyboy Dominique Aegerter hatte zum Schluss 3,907 Sekunden Vorsprung und alles erreicht, was ging. „Hier in Assen zu gewinnen, für ein Team aus Holland und auf der Yamaha ist eine Freude. Und ich werde auch im zweiten Lauf Gas geben.“

IDM Superbike, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Dominique AEGERTER (CHE), Yamaha

2. Lukas TULOVIC (DEU), Ducati

3. Bálint KOVÁCS (HUN), BMW

4. Florian ALT (DEU), Honda

5. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW

6. Leandro MERCADO (ARG), BMW

7. Hannes SOOMER (EST), BMW

8. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati

9. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW

10.Twan SMITS (NLD), Yamaha

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Sonntag, 17. August 2025

IDM Superbike: Trennung bei Skach-Kawasaki und Vugrinec

Martin Vugrinec, Kawasaki #4
Foto: Jens Hawrda

Das Team Skach Motors Kawasaki Racing und Fahrer Martin Vugrinec haben ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet.

Die Entscheidung erfolgte auf Initiative von Teamchef Oliver Skach. Hintergrund sind unterschiedliche Auffassungen über die gemeinsame sportliche Ausrichtung sowie unüberbrückbare Differenzen, die eine Fortsetzung der Aktivitäten in der IDM Superbike unmöglich machten.

„Es ist schade, dass wir uns in dieser Situation befinden. Nach anderthalb Jahren in der Serie ist ein Aufwärtstrend in den Ergebnissen erkennbar, den wir unter den gegebenen Umständen nicht gemeinsam fortsetzen werden“, so Teamchef Oliver Skach.

Skach Motors Kawasaki Racing richtet den Blick nun nach vorne und konzentriert sich auf die kommenden Aufgaben und die zwei verbleibenden IDM-Veranstaltungen auf dem Nürburgring und in Hockenheim. Informationen über die künftige Fahreraufstellung wird das Team in Kürze bekannt geben.

Vugrinec hat die Trennung seinen Followern auf Instagram mitgeteilt. In dem Post heißt es unter anderem: „Wir haben uns freundschaftlich getrennt und es war eine sehr schwere Entscheidung für mich, aber letztendlich gab es für mich keinen Grund zu glauben, dass ich in diesem Projekt eine Zukunft habe. Ich habe jedes Mal, wenn ich in die Box kam und mich auf das Motorrad setzte, wirklich mein Bestes gegeben. Schade, dass es nicht so geklappt hat, wie wir es uns vorgestellt hatten.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek