Sonntag, 17. August 2025

IDM Sportbike:Beekmans feiert Heimsieg, Iglesias punktet voll

Inigo Iglesias holt mit Platz 2 volle Punktzahl
Foto: Jens Hawrda

Im ersten Rennen der IDM-Sportbike-Klasse am Samstag stand einer klar im Rampenlicht: Kas Beekmans (Affetto Corse Racing). Der Niederländer trotzte den windigen Bedingungen auf dem TT Circuit von Assen am besten und setzte sich nach einem packenden Schlagabtausch an der Spitze durch. „Das Rennen hat sehr viel Spaß gemacht“, strahlte der einzige Suzuki-Pilot im Feld vor der Siegerehrung – ein Hinweis auf die intensiven Duelle in der Spitzengruppe.

Dort machten besonders Gaststarter Harrison Dessoy (PHR Performance Triumph) und Inigo Iglesias (Wematik Racing by RT Motorsports) Druck. Für Iglesias ging es um wertvolle Meisterschaftspunkte, um den Rückstand auf den verletzten Spitzenreiter Oliver Svendsen zu verkleinern. Mehrfach wechselten die Positionen an der Spitze, keiner schenkte dem anderen etwas. Selbst in der Schlussrunde war noch alles offen – bis Dessoy sich beim Angriff verbremste und dabei Iglesias aufhielt. Beekmans nutzte die Situation eiskalt und fuhr unbedrängt zum Sieg.

Der Mission näher gerückt

Iglesias rettete Rang zwei ins Ziel – und erhielt dennoch die vollen 25 Punkte, da Gaststarter Beekmans nicht in die Wertung eingeht. „Unsere Mission ist es, Champion in diesem Jahr zu werden – heute sind wir dem ein Stück näher gekommen“, bilanzierte der Spanier zufrieden. Dessoy musste sich nach seinem Fehler mit Platz drei begnügen: „Das war natürlich ärgerlich. Ich musste stark bremsen, weil ich Kas sonst ins Motorrad gefahren wäre“, erklärte der Triumph-Pilot, der sein Assen-Debüt gibt und für Sonntag Revanche ankündigte.

Petr Svoboda (WRP Racing) zeigte ein solides Rennen und landete auf Rang vier, konnte das Tempo der Spitze aber nicht ganz mitgehen. Spannend wurde es hinter ihm: Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing) machte nach schwachem Start mächtig Boden gut, klebte zur Rennmitte am Hinterrad des Tschechen und zog sogar vorbei – doch Svoboda konterte mit all seiner Erfahrung und hielt Platz vier bis ins Ziel.

Hänse bester Deutscher, Brandl trotzt Long Lap

Justin Hänse (Motorradteile GYTR by Penz13) wurde als bester Deutscher Sechster, knapp vor Luis Rammerstorfer (Freudenberg Rora-Paligo Racing). Stark auch die Leistung von Korbinian Brandl (RBR Racing), der trotz einer Long-Lap-Penalty – Folge einer Verwarnung wegen gefährdender Fahrweise im FP2 – noch Rang acht erkämpfte. Dahinter reihten sich Gaststarter Kevin de Haan (VLR-NIWA Racing) sowie Kristoffer König (ViVa by Peuker & Streeb) ein, der die Top 10 komplettierte.

Am Sonntag geht es in Assen mit dem zweiten Lauf weiter. Um 14:40 Uhr stehen Beekmans, Iglesias und Co. wieder am Start – live zu verfolgen unter www.idm.de/live.

IDM Sportbike, Race 1 (Top-Five)

  1. Kas BEEKMANS (NLD), Suzuki GSX-8R
  2. Inigo IGLESIAS (ESP), Triumph Daytona 660
  3. Harrison DESSOY (GBR), Triumph Daytona 660
  4. Petr SVOBODA (CZE), Aprilia RS 660
  5. Rick KOOISTRA (NLD), Triumph Daytona 660

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann

IDM Supersport: Kofler nutzt Lücke für dritten Saisonsieg aus

Dritter Saisonsieg für Andreas Kofler
Foto: Jens Hawrda

Zum dritten Mal in diesem Jahr stand Andreas Kofler auf der Pole Position in der IDM Supersport. Dass er nach der Sommerpause das erste Rennen vor Luca de Vleeschauwer und Dirk Geiger gewann, war jedoch eine ganz brenzlige Geschichte.

Nach einem der gewohnten Blitzstarts wollte sich Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) auf dem TT Circuit Assen schnell aus dem Staub machen. Dirk Geiger (MCA Racing) verhinderte das mit einem Hau-Ruck-Manöver. So schnell konnte der Österreicher gar nicht gucken, wie schnell er auf dem zweiten Platz war und Geigers Honda-Auspuff von hinten sah. Teamkollege Marvin Siebdrath, der ebenfalls aus der ersten Startreihe losfuhr und große Ambitionen hatte, fiel zunächst auf den fünften Platz ab. Beim Versuch, den Schweizer Marcel Brenner auf der Ducati zu überholen, rutschte der Sachse übers Vorderrad der Yamaha aus dem Geschehen, kehrte aber nach einer kurzen Pause zurück.

Drei Marken sorgen für hohen Unterhaltungswert

Eine Fünfergruppe machte die Platzierungen an der Spitze unter sich aus: Dirk Geiger, Andreas Kofler, Daniel Blin (AF Racing), Marcel Brenner (MotoLife) und Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing). Oder anders: ein Honda-Fahrer, ein Yamaha-Fahrer und ein Ducati-Trio.

Brenner zog zuerst an Blin vorbei. De Vleeschauwer führte das Rennen nach acht von 13 Runden an. Der bis dato unbescholtene Ruben Bijman kassierte im Hintergrund auf seiner Heimstrecke eine Long-Lap-Strafe, weil über die Streckenbegrenzung hinaus fuhr. In Assen gibt es exakt fünf Kurven, in denen das Tracklimit geprüft wird. Bijman hatte so eine Kurve auf den Punkt genau getroffen. Filip Feigl, der im Qualifying so gut mit seiner neuen Triumph Street Triple 765 abgeschnitten hatte, ging zu Boden. Dylan Czarkowski und auch Till Belczykowski, der die einzige MV Agusta im Feld hat, fielen aus.

Mit Oliver Barr aus Großbritannien und dem Deutschen Jorke Erwig nahmen Gäste aus der Britischen Meisterschaft teil. Sie kamen direkt vor Luca Göttlicher ins Ziel, der zum dritten Mal in diesem Jahr ein Top-Ten-Ergebnis auf Kawasaki erreichen konnte.

Individuelle Strafe für Geiger

In der allerletzten Kurve des Rennens war Geiger zurück an der Spitze. Einen Umlauf später war Geiger zurück an der Spitze, machte dann aber einen folgenschweren Fehler, der die nachfolgenden Gegner aufstauen ließ. Geiger selbst wusste nur einen Ausweg, um nicht zu stürzen und rumpelte über die letzte Schikane. Diese ist immer kritisch, aber bei der Zieldurchfahrt war völlig klar: Diese Aktion wird die Rennleitung nicht einfach hinnehmen. Geiger bekam eine 0,5-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Im Vergleich zur Weltmeisterschaft wird in der IDM keine Standardstrafe verhängt, sondern eine individuelle Entscheidung getroffen.

Geiger warf das Verhängnis auf den dritten Platz zurück. Die Halsader war geschwollen. Das Rennen war nicht wie erhofft ausgegangen. De Vleeschauwer wurde als Zweiter gewertet und Kofler zum Sieger ernannt. Der Österreicher hatte die Gunst der Stunde genutzt: „Nachdem ich selbst ein bisschen Mist auf der Strecke verbockt habe, habe ich vor mir den Stau gesehen. Vier Leute wollten auf dieselbe Stelle. Ich bin einfach durchgefahren und es hat geklappt.“

IDM Supersport, 1. Rennen (Top-Five)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

3. Dirk GEIGER (DEU), Honda

4. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

5. Daniel BLIN (POL), Ducati

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek 

Samstag, 16. August 2025

IDM Superbike: Lucas Tulovic mit Granatenzeit auf die Pole Position

Lucas Tulovic, Ducati #3 holt Pole in Assen
Foto: Jens Hawrda

Wie lange kann Florian Alt die Führung in der IDM Superbike halten? Honda-Teamchef Jens Holzhauer hatte schon kürzlich angekündigt, dass es wohl nur eine Frage der Zeit sein würde, bis dass Lukas „Tulo“ Tulovic auf der Ducati an die Spitze prescht. Dieser hat sich bereits die Pole Position für die beiden IDM Superbike-Rennen gesichert und dabei gleichzeitig den bisher überragenden Gastfahrer Dominique Aegerter in die Schranken gewiesen. Aber ganz gleich, an welcher Stelle „Domi“ in den zwei Rennen am Sonntag ins Ziel bekommt, als Gastfahrer erhält er keine Punkte. Aber seine Anwesenheit bringt die auf dem TT Circuit Assen ohnehin prickelnde Atmosphäre bis an den Rand des Überlaufens.

Im dritten freien Training war Aegerter noch am Schnellsten gewesen. Der Superbike-WM-Zwölfte aus der Schweiz hatte die Yamaha YZF-R1 als Ersatzfahrer für den verletzten Jan Mohr zu Höchstleistungen getrieben. SWPN-Teammanager Frank Brouwer wusste genau, welche Koryphäe er sich mit dem 34-Jährigen aus Bern an Land gezogen hat. Aegerter brachte das Motorrad auf Positionen, auf denen es in diesem Jahr noch nie war und er hatte sichtlich Spaß daran, mit seinem Crew-Chief deutsch sprechen zu können.

Lukas Tulovic hatte die Zeit im Training dafür genutzt, den Pirelli SCX auf der Triple M Ducati über die Runden zu kriegen. In der Superpole gab es für den Baden-Württemberger kein Halten mehr. Der dominante Doppelsieger, der auf Florian Alt nur noch drei Punkte Rückstand in der Gesamtwertung hat, setzte mit einer Granatenzeit von 1:36,992 min wieder ein Highlight. Tulo blieb als einziger auf einer schnellsten Runde unter der 1:37er-Marke. Gleichzeitig machte er einen ansehnlichen Satz von einer dreiviertel Sekunde nach vorn im Vergleich zur Pole-Zeit im letzten Jahr.

Die erste Startreihe wird komplettiert durch Leandro „Tati“ Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Nach den Trainings hatte man den Kollegen Hannes Soomer dort erwartet, aber der Este mit dem blauen Helm war heute nicht in der Form. Die Bedingungen waren gegenüber gestern deutlich anders. Keine 40 Grad Asphalttemperatur, sondern geschmeidige 23 Grad. Bewölkter Himmel statt Sonne ohne Bremse.

Jan-Ole Jähnig hätte es heute lieber so glutheiß wie gestern gehabt, „denn da ist das Zusammenspiel zwischen dem Motorrad und mir einfach besser.“ Der Thüringer hatte gestern im Superpole Pre-Practice die Bestzeit vorgelegt. Ihm war der Schweiß zwar wie Suppe vom Gesicht gelaufen, aber Jähnig sah dabei äußerst zufrieden aus. Teamkollege Toni Finsterbusch ist ebenfalls mit von der Partie in der zweiten Startreihe. Genauso Florian Alt. Für den Honda-Fahrer ist der TT Circuit ein schweres Pflaster. „Wir haben das gewusst. Das war schon immer so.“ Bis zum Schluss wurde im HRP-Team am Setup der CBR 1000 RR-R geschraubt.

Patrick Hobelsberger, der letztes Jahr insgesamt Vierter wurde, für 2025 unterschrieb bei Kawasaki unterschrieb und sich dann wieder verabschiedete, startet bei seinem IDM-Comeback von P12. Der Bayer, mittlerweile auf Honda unterwegs, war als einer der drei schnellsten Fahrer aus der Superpole 1 in die Superpole 2 aufgerückt, in der die endgültigen Plätze für die Startaufstellung unter den ersten 15 Fahrern ermittelt wurden.

Superpole 1

  1. Soma GÖRBE (HUN), BMW; 
  2. Patrick HOBELSBERGER (DEU), Honda; 
  3. Kevin ORGIS (DEU), BMW; 
  4. Max SCHMIDT (DEU), BMW; 
  5. Leon ORGIS (DEU), BMW; 
  6. Moritz JENKNER (DEU), BMW; 
  7. Martin VUGRINEC (CRO), Kawasaki; 
  8. Christoph BEINLICH (DEU), BMW; 
  9. Sandro WAGNER (DEU), BMW; 
  10. Marc NEUMANN (DEU), BMW.


Superpole 2

  1. Lukas TULOVIC (DEU), Ducati; 
  2. Dominique AEGERTER (CHE), Yamaha; 
  3. Leandro MERCADO (ARG), BMW; 
  4. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW; 
  5. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW; 
  6. Florian ALT (DEU), Honda; 
  7. Twan SMITS (NLD), Yamaha; 
  8. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati; 
  9. Bálint KOVÁCS (HUN), BMW; 
  10. Soma GÖRBE (HUN), BMW; 
  11. Maximilian KOFLER (AUT), Yamaha; 
  12. Patrick HOBELSBERGER (DEU), Honda; 
  13. Hannes SOOMER (EST), BMW; 
  14. Milan MERCKELBAGH (NLD), BMW; 
  15. Kevin ORGIS (DEU), BMW


Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM Sportbike: Gaststarter Beekmans mit Suzuki auf Pole

Justin Hänse, Yamaha R7 #63 startet als bester Deutscher von Platz 5
Foto: Jens Hawrda

Die IDM Sportbike-Klasse meldet sich in Assen mit einer Überraschung zurück: Pole Position für Gaststarter Kas Beekmans (Affetto Corse Racing). Der Niederländer, der auf seiner Heimstrecke antritt, brannte in Q2 eine 1:45,084 auf den Asphalt – eine Zeit, an der niemand mehr rütteln konnte. Beekmans, sonst in der britischen Superbike-Serie (BSB) unterwegs, ist der einzige Suzuki-Pilot im Feld und zeigte sich nach seiner Performance am Samstagvormittag zufrieden: „Das Niveau ist hoch und es ist immer schwieriger gegen Gegner zu fahren, die man nicht kennt. Natürlich sind wir aber zufrieden mit dem Ergebnis und erwarten ein spannendes Rennen.“

Spannung ist garantiert, denn neben Beekmans mischt auch BSB-Kollege Harrison Dessoy (PHR Performance Triumph) als Gaststarter das Feld auf. Mit P2 sicherte sich der Brite die erste Startreihe, doch ein kleiner Regelverstoß kostete ihn wertvolle Plätze: Weil sein Team in Q1 die Reifensticker nicht regelkkonform angebracht hatte, wird Dessoy für das erste Rennen drei Positionen zurückgeworfen – Startplatz fünf.

Iglesias rückt vor, Hänse bester Deutscher

Von dieser Situation könnte Inigo Iglesias (Wematik Racing by RT Motorsports) profitieren. Der Spanier fuhr mit einer halben Sekunde Rückstand auf den Polesetter auf Rang drei und startet damit aus der zweiten Reihe. Direkt neben ihm steht Svoboda selbst (WRP Racing), der als Vierter die Pace der Spitzengruppe mitging.

Bester Deutscher: Justin Hänse (Motorradteile GYTR by Penz13). Mit einer 1:46,412  geht es für ihn von Startplatz fünf los – durch die Dessoy-Strafe rückt er für das erste Rennen sogar in die zweite Reihe vor.

Das erste Rennen der IDM Sportbike-Klasse startet bereits am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr und wird live sowie kostenlos unter www.idm.de/live übertragen.

IDM Sportbike – Qualifying 1+2 (Top-Ten)

  1. Kas Beekmans (NLD), Suzuki GSX-8R
  2. Harrison Dessoy (GBR), Triumph Daytona 660*
  3. Inigo Iglesias (ESP), Triumph Daytona 660
  4. Petr Svoboda (CZE), Aprilia RS 660
  5. Justin Hänse (DEU), Yamaha YZF-R7
  6. Anton Södergren (SWE)
  7. Luis Rammerstorfer (AUT), Triumph Daytona 660
  8. Rick Kooistra (NLD), Triumph Daytona 660
  9. Kevin de Haan (NLD), Triumph Daytona 660
  10. Korbinian Brandl (DEU), Aprilia RS 660

*Startplatz 5 im Rennen aufgrund Strafe

Quelle: idm.de/Rowena Hinzmann

IDM Supersport: Kofler, Geiger, Risiken und Nebenwirkungen

Andreas Kofler, Yamaha #19 holt die Pole in Assen
Foto: Jens Hawrda

Mit 0,224 Sekunden Vorsprung vor Dirk Geiger (MCA Racing) hat sich Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) die Pole Position für die Rennen in der IDM Supersport geholt. In der Meisterschaftswertung ist der Österreicher vorn, weil Geiger die in Most eingefahrenen Zähler aus dem ersten Rennen aufgrund eines technischen Vergehens aberkannt wurden. Nutzt Kofler jetzt die Chance, noch weiter als drei Punkte von seinem Konkurrenten zu enteilen oder dreht Geiger den Spieß auf dem TT Circuit wieder um? Es gibt allerhand Risiken und Nebenwirkungen.

Dirk Geiger, Honda #60 startet von Platz 2
Foto: Jens Hawrda

Kofler ist durch seine Blitzstarts bekannt, Geiger durch seine Zähigkeit. In Oschersleben gewann er das erste Rennen, obwohl er mit seiner Honda von ganz hinten losfahren musste. Da staunte selbst Titelverteidiger Kofler auf der Yamaha nicht schlecht. Doch nicht nur für die Beiden geht es um Sieg oder Niederlage. Koflers Teamkollege Marvin Siebdrath hat sich als Dritter in der ersten Startreihe positioniert. Der Sachse sagt: „In Most bin ich wegen der Disqualifikation von Dirk nachträglich zum Sieger erklärt worden, aber wirklich oben auf dem Podest war ich noch nicht.“ Der 21-Jährige will das auch aus eigener Kraft schaffen. Seine Voraussetzungen in den Niederlanden sind hervorragend.

Allerdings haben sich auch die drei Ducati-Fahrer Daniel Blin, Marcel Brenner, Luca de Vleeschauwer und völlig überraschend der Triumph-Pilot Filip Feigl mit Minimalabständen zueinander in Szene gesetzt. Letzterer brachte sogar seinen eigenen Teamchef in einen freudigen Ausnahmezustand. Feigl hat nämlich ein neues Motorrad bekommen und die aktuellste Ausgabe der Triumph Street Triple 765 RS rennt wie der Blitz. „Das Chassis ist angenehmer zu fahren, vor allem um richtig schnell sein zu können“, berichtet der Tscheche. Und Teamchef Andreas Köder lässt durchblicken: „Im Rennen ist Filip normalerweise noch schneller als im Training.“

Vom achten Startplatz aus wird Lennox Lehmann auf der Apreco-Yamaha ins Rennen ziehen. Damit steht der Dresdner in der Mitte der dritten Startreihe. Zwischen ihm und Feigl liegt ein Abstand von 0,784 Sekunden. Völlig abgeschlagen ist Štepán Zuda auf P16. Der momentane Meisterschafts-Fünfte ist noch nie auf dem TT Circuit gefahren und tut sich damit schwer, denn er kämpft mit dem Setting der Yamaha. Sein Teamchef Thomas Eder stürzte gestern im zweiten freien Training, als der Motor blockierte, und landete unsanft auf dem Rücken. Der Bayer zeigt Härte: „Gejammert wird nicht.“

IDM Supersport, Qualifying (Top-Ten)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Dirk GEIGER (DEU), Honda

3. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

4. Daniel BLIN (POL), Ducati

5. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

7. Filip FEIGL (CZE), Triumph

8. Lennox LEHMANN (DEU), Yamaha

9. Ruben BIJMAN (NLD), Honda

10.Oliver BARR (GBR), Ducati


Quelle: idm.de / Anke Wieczorek