Freitag, 15. August 2025

IDM Superbike: Fibu will „ärgern“ und sieht Luft nach oben

Toni Finsterbusch, BMW M 1000 RR #56
Foto: Jens Hawrda

Nur drei Fahrer sind in allen bisherigen IDM Superbike-Läufen im Ziel angekommen und haben dabei auch gepunktet: Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) sowie Twan Smits (Apreco Ten Kate Yamaha Racing). Wer Erfolg haben will, kann sich keine Fehler leisten. Was die Punkteausbeute betrifft, sehen die beiden Deutschen noch Luft nach oben.

Toni Finsterbusch hat seine GERT56-BMW das letzte Mal am 6. Juli gesehen. Das weiß er noch ganz genau, „denn wir haben sie in Oschersleben am Rennsonntag abends zusammen in den Transporter geschoben. Danach ging es ab in die Sommerpause.“ Das ist jetzt fünf Wochen her. Finsterbusch macht keine Anstalten schwerwiegender Entzugserscheinungen, „aber ich freue mich doch schon sehr, wenn sie am Donnerstag wieder ausgepackt wird.“ Dann ist die offizielle IDM-Sommerpause beendet und im niederländischen Assen wird das zweite Kapitel in der Saison aufgeschlagen.

Dass er bisher in jedem Rennen ins Ziel kam und auch immer Punkte geholt hat, macht den 32-jährigen Sachsen etwas stolz. Letztes Jahr hat er das bis zum Saisonende durchgehalten. Gestürzt ist er nur im Training, wobei der Krostitzer mit dem Schleizer Dreieck eine besonders anziehende Beziehung eingegangen ist. Zwischen ihnen herrscht eine verdammt hautnahe Verbindung.

Finsterbusch gehört zu den Routiniers im Feld, kennt sich aus und weiß, wo das Limit ist. „Das Motorrad hat ein gutes Setup und ich fühle mich sehr sicher“, lässt der Mann mit der Startnummer „56“ wissen, fügt aber hinzu, „wenn Du in der ersten Schikane in Most Pech hast, wo es eng wird, kannst Du trotzdem mal schnell vom Fenster weg sein. Oder in der ersten Nürburgring-Kurve.“

Bisher hat sich „Fibu“ aus allem herausgehalten und seinen Stiefel durchgezogen. Er kehrt am kommenden Wochenende als IDM-Vierter der Top-Klasse auf die Rennstrecke zurück. „Ich kriege keinen Druck vom Team, dass ich weiter vorne fahren muss, den mache ich mir schon selber“, kribbelt es in ihm. Letztes Jahr ist er Gesamt-Dritter geworden. Dafür müsste er jetzt den Esten Hannes Soomer von der Stelle verdrängen, „verschlechtern gegenüber dem Vorjahr will ich mich ja nicht. Also muss ich gut Punkte holen und die Jungs in meinem Umfeld ein bissel ärgern. Montags muss ich allerdings wieder auf der Arbeit stehen können. Das sieht bei einigen Spitzenfahrern unter uns anders aus. Aber da muss ich durch.“

Mit seinem Teamkollegen und Kumpel Jan-Ole Jähnig war Fibu in der Sommerpause am Gardasee. Etwa 400 Kilometer haben sie auf dem Gravelbike zurückgelegt. Das ist eine Art Hybrid zwischen Renn- und Cyclocross und ist auf der Straße und im Gelände tauglich. „JO“ ist Gesamt-Sechster in der IDM Superbike-Wertung und Finsterbusch glaubt, vom 24-jährigen Thüringer und Shootingstar im Team sei noch einiges zu erwarten, „seine Strecken kommen jetzt erst. In Schleiz, wo er auch wirklich gerne fährt, hat er es aufs Podium geschafft.“ Eine Stallorder gibt es nicht. Zumindest nicht bis zum IDM-Finale in Hockenheim. „Wenn es dort zu bedeutungsvollen Entscheidungen käme, wäre das etwas anderes.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

IDM Superbike: Skach ohne Gamarino, aber mit Klartext

Martin Vugrinec, Kawasaki ZX-10 RR #4
Foto: Jens Hawrda

Skach Motors geht zurück zur One-Man-Show. Stammfahrer Martin Vugrinec muss die Kohlen auf der Kawasaki Ninja ZX-10RR bei der nächsten IDM Superbike-Runde in Assen alleine aus dem Feuer holen. Sein ursprünglich geplanter Kollege Christian Gamarino ist nicht mehr dabei und Teamchef Oliver Skach im Moment weit davon entfernt, nochmals einen zweiten Fahrer zu suchen.

Der 31-jährige Italiener Christian Gamarino blieb bei seinem Auftritt vor der IDM-Sommerpause hinter den Erwartungen zurück. Das Motorrad kannte er in den Grundzügen, doch von der IDM wusste er nicht viel, außer dass ihn hochkarätige Rennen auf einem hohen Level erwarteten, die von Gastfahrern gerne unterschätzt werden. Sein Wechsel vom Langstrecken-Motorrad auf ein Superbike war eine Herausforderung und blieb unbelohnt.

„Die Erwartungen sind immer sehr hoch und wenn sie am Ende des Tages nicht eintreten, fällt immer alles auf die Kawasaki zurück“, ärgert sich Teamchef Oliver Skach über jegliche Kritik, „aber wir haben mit der IDM eine Rennserie auf höchstem Niveau. Das sollte auch mal in Erinnerung gebracht werden. So einfach ist das alles nicht. Und zur Info: Martin Vugrinec ist mit der Kawasaki im Oschersleben-Qualifying so schnell wie noch nie jemand mit dem Motorrad gefahren und innerhalb der Trainings hat er sich um anderthalb Sekunden gesteigert.“

Die rennfreie Zeit in der IDM hat sich der 26-jährige Kroate vorwiegend als Instruktor bei diversen Trainings vertrieben. Am 15. August wird sich in Assen herausstellen, was ihm die gefahrenen Kilometer gebracht haben.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

IDM Superbike: Tulovic streckt schon die Fühler aus

Lucas Tulovic, Ducati Panigale V4R #3
Foto: Jens Hawrda

Keinen einzigen Test ist Lukas Tulovic in der IDM-Sommerpause auf seiner Superbike-Ducati Panigale V4R gefahren. Der Meisterschafts-Zweite hofft, dass er Florian Alt in Assen die Führung abnehmen kann. „Tulo“ weiß um die Vorteile der roten Diva gegenüber der Konkurrenz und hat die Fühler sogar schon in Richtung Superbike-WM ausgestreckt.

Im niederländischen Assen kehrt die höchste deutsche Motorradserie am 15. August auf die Rennstrecke zurück. „Dann sehen wir, was geht“, sagt der 25-jährige Baden-Württemberger aus Eberbach. Drei Punkte trennen ihn in der Tabelle von Florian Alt, dem einzigen Honda-Fahrer im Feld. „Natürlich möchte ich das ändern und ganz vorne sein“, gibt er ohne Zögern zu. „Wir haben zwar keine Daten für die Ducati, auf die wir zurückgreifen könnten, aber die Streckencharakteristik kommt uns entgegen. Der Kurs ist schnell und flüssig zu fahren, das liegt mir persönlich auch gut.“

Tulo erzählt, was ihn so stark und überlegen macht: „Die Beschleunigung von unten heraus ist bei der Ducati gut. Und im zweiten und dritten Gang schiebt sie einfach richtig nach vorne. Das ist wirklich ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Und dann ist noch der Grip in den langen, schnellen Kurven ein echter Gewinn. Nur deshalb konnte ich Florian Alt auf dem Schleizer Dreieck überholen.“ Nur wenn er sich wie zuletzt in Oschersleben schwer tut, die Kupplung richtig zu dosieren und beim Start das Vorderrad hochgeht, verliert Tulo Zeit und Meter. Matthias Moser, der Teamchef von Triple M Racing Ducati Frankfurt, hatte zum Saisonbeginn eine Ansage gemacht: „Wir wollen den Titel holen und dafür haben wir Lukas geholt.“ Noch aber sind sechs Rennen zu fahren.

Dass sich Tulovic nach einem Platz in der Superbike-WM für 2026 umhört, ist der logische nächste Schritt. Einen ersten Vorstoß hat er zusammen mit Teamchef Moser gemacht, als sie beim Superbike-WM-Event auf dem neuen Balaton Park Circuit in Ungarn durchs Fahrerlager liefen. „Die WM-Zeiten und meine IDM-Zeit sind nicht so weit auseinander, wenn man die Ergebnisse der Rennen von Most vergleicht“, begründet Tulo die Initiative vom letzten Juli-Wochenende, „und natürlich werden wir alles versuchen, einen Platz zu bekommen, aber wir sind nicht die einzigen. Deshalb hören wir uns jetzt schon um.“

In den letzten Wochen hat Tulovic extrem viel gecoacht bei den Motorradtrainings von Philipp Hafeneger und gestern und vorgestern in Hockenheim als Trainer für die Motorradtalente der ADAC Stiftung Sport. Dort hat er so richtig am Kabel gezogen auf einer 250er-Honda aus dem Northern Talent Cup. Tulo hatte richtig Spaß an den Backen. „Robin Siegert, Smilla Göttlich, Anina Urlaß und Jason Rudolph haben die Pace gemacht. Ich musste meine 184 cm Körpergröße und 67 Kilo erst einmal zusammenfalten. Einfach so auf die NTC-Maschine raufzusteigen, ist gar nicht möglich.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Podium und Meisterschaftsführung zurückerobert – Starke Teamleistung des Mercedes-AMG Team Landgraf am Nürburgring

Lucas Auer, Mercedes-AMG GT3 #22
Foto: Jens Hawrda

Das Mercedes-AMG Team Landgraf erlebte beim fünften Rennwochenende der DTM-Saison auf dem legendären Nürburgring ein starkes und ereignisreiches Wochenende.

Lucas Auer feierte einen Podiumsplatz und holte sich die Führung in der Fahrerwertung zurück, während Tom Kalender mit einer kämpferischen Leistung weitere Punkte für sein Rookie-Jahr sammelte. Unter der Leitung von Teamchef Klaus Landgraf zeigte das Team erneut eine geschlossene und starke Performance.

Beide Mercedes-AMG GT3 kombinieren das weltweit bekannte BWT-PINK mit dem markanten Windhager-Rot. Das auffällige Design steht für die innovativen Best Water Technology und Best Heating Technology Produkte und Anlagen. Zwei starke Marken, ein gemeinsames Ziel: Innovation und Verantwortung, ganz nach dem Motto BWT & Windhager – For You and Planet Blue.

Freitag: Feinarbeit im Training

Am Freitag starteten Luggi und Tom in ihre ersten Trainingssessions. Der Nürburgring forderte mit wechselnden Streckenbedingungen höchste Präzision in der Fahrzeugabstimmung. Gemeinsam mit den Ingenieuren analysierten beide Piloten jede Runde, um das Setup perfekt auf die anspruchsvolle Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke abzustimmen. Dabei wurden Fahrwerks- und Aerodynamikfeinheiten optimiert, um für die Qualifyings bestens gerüstet zu sein.

Samstag: Solider Sechster für Auer – Punkte für Kalender

Im Qualifying 1 am Samstag sicherte sich Lucas Auer Startplatz 5, während Tom Kalender auf Rang 23 landete – nicht das perfekte Ergebnis für den Rookie, aber mit klarer Strategie ging es ins Rennen.

Das anschließende, turbulente Rennen mit Restart nach einer Unterbrechung nutzte Auer, um Platz 6 einzufahren. Tom Kalender kämpfte sich stark durch das Feld und belohnte sich mit Platz 13 – ein Ergebnis, das ihm weitere Punkte in der Fahrerwertung einbrachte.

„Das Rennen war intensiv, aber ich bin zufrieden, dass ich mich nach vorne arbeiten konnte und Punkte geholt habe. Jeder Zähler ist wichtig, und ich spüre, dass ich mich Schritt für Schritt weiterentwickle,“ so Tom Kalender.

„Wir hatten heute ein gutes Tempo, auch wenn es nicht ganz fürs Podium gereicht hat. Platz 6 ist eine solide Basis, um weiter anzugreifen,“ ergänzte Lucas Auer.

Sonntag: Podium für Auer – Kalender mit Aufholjagd

Das Qualifying 2 am Sonntag verlief für Tom Kalender nicht nach Wunsch. Er landete zunächst auf Rang 23 und rutschte durch eine Strafe auf den letzten Startplatz. Lucas Auer hingegen zeigte eine beeindruckende Performance und sicherte sich Startplatz 2.

Im Rennen arbeitete sich Kalender bis auf Rang 17 vor, während Auer nach einem starken und konstant schnellen Rennen als Dritter ins Ziel kam – sein dritter Podiumsplatz der Saison.

Mit diesem Ergebnis übernahm Lucas Auer wieder die Führung in der Fahrerwertung.

„Es fühlt sich großartig an, wieder an der Spitze der Meisterschaft zu stehen. Das Podium heute ist das Ergebnis einer starken Teamleistung,“ so Lucas Auer.

Teamchef zieht positives Fazit

Klaus Landgraf zeigte sich zufrieden mit der Gesamtbilanz des Wochenendes:

„Tom hat am Samstag wieder Punkte geholt und trotz schwieriger Startpositionen das Beste aus seinen Möglichkeiten gemacht. Luggi hat mit Platz 3 ein starkes Zeichen gesetzt und die Führung in der Fahrerwertung zurückerobert. Wir arbeiten konzentriert weiter, um diese Position zu verteidigen.“

Quelle: landgraf-motorsport.net


Manthey bleibt auch nach den Heimrennen am Nürburgring an der Spitze der DTM-Teammeisterschaft 2025

  • Thomas Preining kann im Samstagsrennen auf dem Nürburgring mit Erfolgsballast im Fahrzeug einen neunten Platz einfahren
  • Am Sonntag fährt Ayhancan Güven in die Top-Fünf, während Thomas Preining und Morris Schuring das Rennen auf den Rängen zehn (#91) und zwölf (#92) beenden
  • Manthey kann mit den Punkteergebnissen der zwei Heimrennen die Führung in der DTM-Teamwertung halten

Thomas Preining, Porsche911 GT3 R #91
Foto: Jens Hawrda

Beim DTM-Heimrennwochenende von Manthey fährt Ayhancan Güven (Türkei) im Sonntagsrennen mit Rang fünf den besten Platz des Teams ein. Thomas Preining (Österreich) platziert seinen Neunelfer auf dem Nürburgring auf dem neunten und auf dem zehnten Rang, während Morris Schuring (Niederlande) am Sonntag den zwölften Platz erreicht. Obwohl das Team im Samstagsrennen zwei Ausfälle (Schuring und Güven) zu beklagen hat, hält Manthey nach den Saisonrennen neun und zehn mit einem Vorsprung von zwölf Punkten die Führung in der DTM-Teamwertung.  

Das erste Rennen auf dem Nürburgring nahmen die Manthey-Piloten von den Rängen zehn (Preining), 15 (Güven) und 22 (Schuring) auf, nachdem die drei Fahrzeuge die Pace der Konkurrenten im Qualifying nicht mitgehen konnten und im letzten Streckensektor vom Verkehr aufgehalten wurden. Die Startphase des Rennens verlief für die Porsche 911 GT3 R zunächst gut, bevor es in Runde drei zum Ölverlust eines anderen Fahrzeuges kam. Schuring, der das Heck seines Porsches auf der Ölspur verlor, konnte einen Kontakt mit dem Schwesterfahrzeug von Güven nicht verhindern - der Türke musste die Startnummer 90 bereits nach weniger als fünf Rennminuten wegen eines Spurstangenbruchs am Streckenrand abstellen. Auch Schuring beendete das Rennen, ebenfalls aufgrund eines Bruchs der Spurstange infolge des Kontakts in der Startphase, bei weniger als zehn verbleibenden Rennminuten frühzeitig. Teamkollege Preining führte während des kompletten Rennens einige Zweikämpfe um den zehnten Rang. Nach einem souveränen Boxenstopp und starken Verteidigungen trotz des Erfolgsballastes, den der Österreicher wegen seines Sieges am Norisring mit sich trug, beendete er das Rennen nach einer Strafe gegen einen Konkurrenten auf dem neunten Rang.

Morris Schuring, Porsche 911 GT3 R #92
Foto: Jens Hawrda

Den Start des Sonntagsrennens in der Eifel bestritten die drei Porsche-Fahrer direkt hintereinander auf den Rängen elf (#92), zwölf (#90) und dreizehn (#91). Nachdem die Startnummer 90 in der Startphase von einem anderen Fahrzeug angeschoben wurde, kam es zu einem Kontakt der Neunelfer miteinander. Da die drei Fahrzeuge dabei weitgehend unbeschädigt blieben, konnten alle Fahrer das Rennen weiter bestreiten. Güven gelang es im weiteren Rennverlauf durch gute Überholmanöver und eine kluge Strategie insgesamt sieben Positionen vorzufahren. Auch ein Schaden an der Front seiner Startnummer 90 durch einen Kontakt mit Jordan Pepper, der nach dem ersten Boxenstopp zu der Zeit auf kalten Reifen fuhr, hinderte den Türken nicht, auf Rang fünf über die Ziellinie zu fahren und wichtige Meisterschaftspunkte zu sammeln. Preining und Schuring beendeten das Rennen nach 55 Rennminuten und je zwei Pflichtreifenwechseln auf den Rängen zehn (#91) und zwölf (#92) ebenfalls in den Punkterängen.

„Ein anspruchsvolles Wochenende mit einigen Highlights für uns abseits der Strecke. Grundsätzlich hat sich der Nürburgring von seiner tollen Seite gezeigt: Bestes Wetter und über 600 Gäste, die uns unterstützt haben – neben unseren Partnern und Kunden hatten wir zu unseren Heimrennen alle unsere Mitarbeiter mit Familie oder Freunden eingeladen. Ergänzt wurde das Ganze durch zwei spannende Rennen, die den Zuschauern wirklich einiges geboten haben. Sportlich konnten wir hingegen das Potenzial unserer Fahrzeuge nicht ganz ausschöpfen, besonders im Qualifying wäre mehr möglich gewesen. Daran werden wir arbeiten, um es am Sachsenring besser zu machen. Wir sind aber weiterhin optimistisch und führen nach wie vor die Teamwertung an.“, erklärt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH. „Sportlich hätten wir an diesem Wochenende unseren Partnern und Kollegen vor Ort gerne etwas anderes geboten. Das erste Qualifying war schwierig, was an unserer fehlenden Pace lag und daran, dass viele Fahrzeuge im letzten Sektor abgebremst haben. Das Rennen verlief dann leider sehr ärgerlich mit dem Ausfall der Fahrzeuge von Morris und Ayhancan. Thomas konnte sich immerhin aus dem Getümmel gut raushalten und in Anbetracht des Erfolgsballasts, haben wir das Ergebnis mit Platz neun maximiert. Im zweiten Qualifying haben wir es schlichtweg nicht geschafft, unser Potential zu nutzen – das analysieren wir und müssen es besser machen. Rennen zwei war am Anfang nervenaufreibend, weil unsere drei Fahrzeuge, nachdem das Fahrzeug von Ayhancan angeschoben wurde, miteinander Kontakt hatten. Wir sind sehr glücklich, dass jeder weiterfahren konnte. Ayhancan hatte dann im Rennen eine echt gute Pace, hat schöne Überholmanöver gezeigt und durch gute Boxenstopps und Strategie konnten wir auf Platz fünf fahren – obwohl wir einen Schaden an der Front hatten. Thomas hatte schlechtere Reifen als viele andere, die am Vortag ausgefallen waren, weshalb er mehr Schwierigkeiten hatte. Am Ende haben wir mit den drei Punkteergebnissen am Sonntag aber Schadensbegrenzung betrieben. Wir geben in der Fahrerwertung nicht auf und führen in der Teamwertung weiter die Meisterschaft an. Für den Sachsenring bereiten wir uns möglichst gut vor, geben alles und hoffen dort auf Podiumsergebnisse.“, ergänzt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Renneinsätze.

Mit 225 Zählern liegt Manthey mit zwölf Punkten Vorsprung weiterhin in Führung der DTM-Teamwertung. Thomas Preining rangiert bei drei verbleibenden Rennwochenenden, mit nur 22 Punkten Rückstand auf die Spitze, auf Rang fünf in der Fahrerwertung (115 Punkte), während Ayhancan Güven auf Platz acht (94 Punkte) liegt. Morris Schuring belegt nach den Rennen am Nürburgring die 18. Position (31 Punkte). Die nächsten beiden Sprintrennen der Serie finden vom 22.- 24. August auf dem Sachsenring statt.

Fahrerstimmen zum DTM-Rennwochenende am Nürburgring

Ayhancan Güven, Porsche 911 GT3 R #90: „Nach dem Rennen am Samstag wollte ich sonntags unbedingt ein starkes Ergebnis für das Team einfahren. Leider hat uns ein Schaden am Auto am Ende daran gehindert. Ich hatte kurz Sorge, das Rennen nicht beenden zu können, aber das Auto hat durchgehalten – ein großes Lob an das Team dafür. Schade, dass es am Ende nicht ganz fürs Podium gereicht hat, aber wir haben wichtige Punkte geholt und den Fans eine gute Show geboten. Auch wenn es nicht das Heimrennwochenende war, das wir uns erhofft hatten, war die Unterstützung der Fans unglaublich. Hoffentlich können wir ihnen am Sachsenring ein besseres Ergebnis liefern.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Leider nicht das Wochenende, das wir uns am Nürburgring erhofft hatten. Uns hat in den Qualifyings die Pace gefehlt, um vorne mitzufahren – aus dem Mittelfeld heraus sind die Rennen dann schwierig. Am Samstag haben wir mit dem 20kg Erfolgsballast das Beste herausgeholt, wichtige Punkte gesammelt, aber dafür am Sonntag den Preis gezahlt: Da sind wir gegen viele Fahrer angetreten, die am Vortag ausgeschieden waren und entsprechend frische Reifen hatten, was auf dieser Strecke sehr viel ausmacht. Trotzdem war es wichtig, an beiden Tagen zu punkten, und auch was den Titelkampf angeht, sind wir noch dabei. Das Ziel für den Sachsenring lautet jetzt, wieder auf Podiumskurs zu kommen.“

Morris Schuring, Porsche 911 GT3 R #92: „Insgesamt kann ich aus dem Wochenende auch einiges Positives ziehen. Nach einem schwierigen Samstag konnten wir uns am Sonntag steigern und vor allem beim Qualifying war es schön, gemeinsam mit meinen Teamkollegen in einer Liga mitzufahren. Auch wenn beide Rennen nicht einfach waren, haben wir wichtige Punkte mitgenommen. Das gibt Motivation, auf dem Sachsenring wieder weiter anzugreifen.“