Mittwoch, 13. August 2025

Prototype Cup: Pavel Lefterov erstmals auf der Pole Position

Pavel Lefterov erstmals auf der Pole Position
Foto: Jens Hawrda

Pavel Lefterov (27/BUL, Konrad Motorsport) war im zweiten Qualifying des Prototype Cup Germany nicht zu bezwingen. Auf der Sprintstrecke des Nürburgrings war der Bulgare 0,456 Sekunden schneller als Riccardo Leone Cirelli (17/ITA, BWT Mücke Motorsport). Maxim Dirickx (21/BEL, Aust Motorsport) eroberte im Klassement den dritten Rang vor Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) und Alexzander Kristiansson (25/SWE, Gebhardt Intralogistics Motorsport), wird in der Startaufstellung aufgrund eines Überfahrens der weißen Linie an der Boxenausfahrt aber um drei Plätze zurückversetzt.

„Ich freue mich sehr über meine erste Pole Position im Prototype Cup Germany“, sagte Lefterov nach dem Zeittraining. „Mein Team hat einen guten Job gemacht, das Auto wird besser und besser. Schön ist auch, dass unser Schwesterauto mit Zino am Steuer ebenfalls schnell war und aus der zweiten Reihe starten wird.“ Lefterov gewann gestern zusammen mit Danny Soufi (22/USA, Konrad Motorsport) Lauf eins auf dem Nürburgring; beide haben in der Fahrerwertung nun einen Vorsprung von 48 Punkten. Holen sie im Rennen am Nachmittag zwei Punkte mehr als Mattis Pluschkell (21/Elmenhorst) und Maksymilian Angelard (18/POL, beide BWT Mücke Motorsport), dann sind sie vorzeitig Champion.

Zweiter im Qualifying wurde Cirelli, doch seine Session verlief keinesfalls problemfrei. „Ich hatte zu Beginn die Bremsbalance verstellt, aber die passte nicht. Also habe ich mich schon früh verbremst und die Reifen ruiniert. Ich denke, ohne das Problem wäre der Abstand auf Pavel nicht so groß gewesen und vielleicht wäre sogar die Pole Position möglich gewesen. Mich ärgert aber gar nicht so sehr, dass ich Zweiter bin, sondern viel mehr, dass ich diesen Fehler gemacht habe.“

Ebenfalls nicht fehlerfrei war Dirickx. „Unser Speed war gut und das Auto war im Vergleich zu gestern auch besser. Aber leider bin ich über die weiße Linie an der Boxenausfahrt gefahren. Ich wollte einen Kontrahenten überholen und dachte, ich würde die Linie nicht treffen. Weil es um die Vizemeisterschaft und um die Führung in der Juniorwertung immer enger wird, ist es natürlich ärgerlich.“ Fahlke, Kristiansson und Angelard rücken vor Dirickx, der den Lauf aus Startplatz sechs beginnen wird.

Jérémy Siffert (22/SUI, Badischer Motorsport Club), Mikkel C. Johansen (38/DEN, Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) folgten auf den Rängen sieben bis neun. Dabei war Trophy-Pilot Ambiel gar nicht so unzufrieden. „Im Gegensatz zu gestern habe ich mich gesteigert und fühle mich auch deutlich wohler im Auto. Gestern hatten wir einen Weg in der Abstimmung ausprobiert, der sich im Rennen als nicht gut herausstellte. Aber ich lerne noch und auch das sind wertvolle Erfahrungen, die mich nur stärker machen.“

Quelle: adac-motorsport.de


Prototype Cup: Soufi und Lefterov triumphieren auf dem Nürburgring

Podest-Premiere für Alexzander Kristiansson. Danny Soufi und Pavel Lefterov bauen Tabellenführung weiter aus. In der Trophy hat Michael Herich die Nase vorne.

Danny Soufi und Pavel Lefterov bauen Tabellenführung weiter aus
Foto: Jens Hawrda

Beim neunten Saisonrennen des Prototype Cup Germany auf dem Nürburgring glänzten Danny Soufi (22/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) mit einem weiteren Sieg. Damit bauten die Konrad-Piloten ihren Spitzenplatz in der Gesamtwertung weiter aus. Position zwei ging an Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN) / Riccardo Leone Cirelli (17/ITA, beide BWT Mücke Motorsport) vor Oscar Tunjo (29/COL) und Alexzander Kristiansson (25/SWE, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport). „Nach dem Boxenstopp war ich Zweiter und musste Gas geben, um zum führenden Riccardo aufzuschließen“, erklärte Lefterov. Einmal im Windschatten seines Rivalen, fackelte der Bulgare nicht lange und attackierte ihn sofort. „Pavels Manöver war wirklich mutig“, lobte Soufi seinen Partner. Der Rest war Formsache, Lefterov brachte den Triumph sicher nach Hause. Für die zweitplatzierten Jakobsen und Cirelli blieb noch der Pokal der besten Junioren; schnellster Trophy-Starter war Michael Herich (48/Brühl), der mit seinem neuen Kollegen Mikkel C. Johansen (38/DEN, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) Rang acht erreichte.

Im ersten Stint fuhren Soufi und Tunjo auf den Plätzen eins und zwei in ähnlicher Geschwindigkeit um den Sprintkurs des Nürburgrings. „Es war wie eine Wiederholung des Qualifyings, denn auch da waren Oscar und ich fast gleich schnell“, erinnerte Soufi an den Abstand von 0,002 Sekunden zwischen den beiden im ersten Qualifying. Nach dem Fahrerwechsel fand sich Soufis Partner Lefterov auf Position zwei wieder, vor ihm lag Cirelli, der das Steuer von Jakobsen bekam. Doch Lefterov näherte sich mit großen Schritten dem Mücke-Fahrzeug, zog kompromisslos vorbei und wurde letztendlich 5,787 Sekunden vor Cirelli abgewinkt. Auf Rang drei freuten sich Tunjo und Kristiansson über den ersten Podestplatz des Schweden in der deutschen LMP3-Serie, den sich der Skandinavier mit einem erfolgreichen Überholmanöver gegen Maksymilian Angelard (18/POL) erkämpfte. Der Teamkollege von Mattis Pluschkell (21/Elmenhorst, beide BWT Mücke Motorsport) konnte aber auch den vierten Rang nicht halten, er musste sich in der Folge noch Maxim Dirickx (21/BEL) geschlagen geben. Dirickx und Sven Barth (44/Eberbach, beide Aust Motorsport) sahen die Zielflagge schließlich als Vierte vor Angelard und Pluschkell. 

Position sechs holte sich in der Eifel Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) vor Jacob Erlbacher (24/Böblingen) / Jérémy Siffert (22/SUI, beide Badischer Motorsport Club), Herich / Johansen und Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing). 

Quelle: adac-motorsport.de

 

DTM – Stars and Stories vom Nürburgring

  • Ehemaliger Fußball-Nationalspieler Helmes bei Abt Sportsline
  • Schäfer-Betz und Razgatlıoğlu: zwei Weltmeister am Nürburgring
  • Zuschauer feiern Truck-Action auf der Start-Ziel-Geraden

Toprak Razgatlıoğlu (links) schaute bei seinen Landsmann Ayhancan Güven vorbei
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Fußball-Stars besuchen die DTM

Bei Abt Sportsline ging es am Sonntag rund: Ex-Nationalspieler Patrick Helmes sowie die beiden Profis von RB Leipzig Benjamin Henrichs und Tidiam Gomes waren beim Traditionsteam zu Gast. Das Trio inspizierte die beiden Lamborghini Huracán GT3 Evo2, plauderte mit Mirko Bortolotti und Nicki Thiim und erlebte vor vollen Tribünen die besondere Atmosphäre in der DTM-Startaufstellung. „Bisher war ich nur bei der Formel 1 in Monaco. Es ist wirklich faszinierend, wie nahbar die DTM ist. Wenn ich mir vorstelle, dass kurz vor einem Fußballspiel so viele Fans noch in der Kabine wären und mit mir Selfies machen wollen, würde ich verrückt werden“, sagte Henrichs mit einem Lächeln. Und Helmes ergänzte: „Ein perfekter Ausflug für die Familie. Die Kinder bekommen viel zu sehen und auch für Erwachsende ist es spannend, vor allem die ganzen Abläufe in der Boxengasse.“

Turn-Weltmeisterin von DTM überwältigt

Pauline Schäfer-Betz besuchte am Nürburgring zum ersten Mal die DTM und war beeindruckt. „Es ist überwältigend, wie viele Leute hier sind und für den Motorsport brennen“, schwärmte die Turnerin, die 2017 den WM-Titel auf dem Schwebebalken gewann. Bei den Anforderungen an die Piloten sah sie Parallelen zu ihrem Sport. „Eine hohe Konzentrationsfähigkeit ist auch bei uns entscheidend. Wir müssen genauso wie die Fahrer in kürzester Zeit reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen. Zudem wirken auch im Turnen beim Absprung und der Landung enorme Kräfte auf den Körper ein.“ Am Mittag hatte die 28-Jährige ihren offiziellen Einsatz am Nürburgring: Sie schickte das DTM-Starterfeld mit dem Schild „Drivers start your engines“ ins Samstagsrennen.

Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlıoğlu bei Kumpel Güven

Zwei türkische Motorsport-Stars am Nürburgring: Der zweimalige Superbike-Weltmeister und künftige MotoGP-Pilot Toprak Razgatlıoğlu besuchte am Rennwochenende seinen Freund und Landsmann Ayhancan Güven. Für das Motorrad-Ass war es die DTM-Premiere. „Ayhancan und ich kennen uns schon seit über zehn Jahren. Er hat mich schon öfter an Rennstrecken besucht, dieses Wochenende bin ich endlich zum ersten Mal bei der DTM“, sagte der 28-Jährige.

Mallorca-Feeling mit Motorsport-Fan Peter Wackel

Im Fahrerlager herrschte am Samstagabend Mallorca-Feeling. Ballermann-Star Peter Wackel heizte ab 18 Uhr dem Publikum vor dem Schaeffler Brand Home mit Partysongs wie „Inselfieber“ oder „Joana“ ein. Nicht nur die Fans – auch der Sänger war begeistert vom Rahmen der Veranstaltung. „Die DTM steht für Fan-Nähe. Deshalb habe ich alle Absperrungen abbauen lassen und es genossen, wie früher inmitten der Leute zu singen. Wenn es nach mir ginge, würde ich den Auftritt bei der DTM gern wiederholen, denn ich liebe den Motorsport“, erklärte Wackel. „Es war beeindruckend, das Rennen und den Kampf um jeden Platz von der Tribüne aus mitzuverfolgen. Ich werde auch am Red Bull Ring wieder dabei sein, dann allerdings privat als Fan.“

HRT zeigt neuen Ford Mustang GTD

Beim DTM-Stopp in der Eifel präsentierten HRT und Ford in der HRT Race Base den neuen Mustang GTD. Mark Rushbrook (Global Director Ford Performance) stellte ausgewählten Gästen und Medienvertretern am Samstagabend das Fahrzeug mit 5,2-Liter-V8-Motor und über 800 PS vor. In der DTM ist Ford in dieser Saison erstmals seit 30 Jahren wieder am Start – die Mannschaft von HRT Ford Performance setzt zwei neue Mustang GT3 ein.

Kartrennen eröffnet DTM-Wochenende am Nürburgring

Auf der Ring-Kartbahn ging es am Freitagabend zur Sache. DTM-Fahrer und Medienvertreter lieferten sich 30 Runden lang einen harten Kampf um den ersten Sieg des Rennwochenendes am Nürburgring. Montego Maassen aus dem ADAC Formel 4 Junior Team konnte sich knapp durchsetzen. Ben Dörr, der am Sonntag die erste McLaren-Pole in der DTM-Geschichte holte, belegte Rang zwei. „Ich habe beim Start zu viel Zeit verloren. Danach hatte ich kaum eine Chance, zu überholen, weil es auf der Kartbahn sehr eng ist“, sagte Dörr. Schnellster Medienvertreter war Sönke Brederlow von der News-Plattform Motorsport-Total.

Radprofi Nils Politt löst Versprechen ein

Der Radprofi und Helfer des Tour de France-Siegers Tadej Pogacar war am Nürburgring wieder zu Gast bei der DTM. Damit machte der mehrfache Deutsche Meister sein Versprechen aus der vergangenen Saison wahr, als der Gast von Schaeffler nach einer Taxifahrt im über 600 PS starken Audi R8 LMS GT2 sagte: „Es war ein einzigartiges Erlebnis und ich werde sicher wiederkommen.“ Dieses Jahr hielt Politt kurz vor Rennstart am Sonntag das Schild „Drivers start your engines“ hoch. „Motorsport ist ein kleines Hobby von mir geworden. Daher wollte ich dieses Jahr unbedingt wieder zur DTM an den Nürburgring kommen“, sagte Politt.

Zugmaschinen begeistern mit Power und Präzision

Fan-Spektakel auf der Start-und-Zielgeraden am Nürburgring: Beim Kampf um den Titel „DTM Trucker of the Year“ zeigten die Zugmaschinen der Teams am Samstagabend Power und Präzision. Nach maximaler Beschleunigung galt es, am Ende der Haupttribüne punktgenau zu bremsen. Beim Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“ musste nach der rasenden Fahrt der erste vor der Ziellinie platzierte Kegel umgestoßen werden, die beiden dahinter mussten jedoch stehen bleiben. Zahlreiche Zuschauer feuerten die Fahrer in ihren Maschinen an und sahen einen knappen Erfolg von Emil Frey Racing mit Ondrej Mahovsky am Steuer. Erster Gratulant war Jack Aitken, der beim DTM-Rennen am Samstag mit Teamkollege Ben Green einen Doppelsieg gefeiert hatte.

Kelvin van der Linde mit Premiere bei ProSieben

Kelvin van der Linde hat bei der DTM das Lenkrad gegen ein Mikrophon eingetauscht. Der Vizemeister von 2024 war am Nürburgring zum ersten Mal als TV-Experte für ProSieben im Einsatz und kommentierte zusammen mit Moderator Eddie Mielke die Arbeit seiner ehemaligen DTM-Kollegen. „Ich habe zwei Wochen frei, aber anstatt in den Urlaub zu fahren, bin ich an einer Rennstrecke“, sagte der Südafrikaner lachend. „Die DTM ist meine Leidenschaft und es ist interessant, sie einmal von der anderen Seite zu erleben. Man muss sich als Kommentator gut informieren, viele Gedanken machen und ganz genau überlegen, was man sagt und fragt. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die so etwas jedes Wochenende machen.“

Porsche mit zwei Weltpremieren bei der DTM

Porsche präsentierte am Freitag im Fahrerlager mit dem 911 GT3 R (Generation 992) und dem 911 Cup (Generation 992.2) zwei neue Fahrzeuge für die Saison 2026 – und die DTM-Fans waren live dabei. Die optimierte Version des 911 GT3 R kann kommendes Jahr in der DTM eingesetzt werden, der neue 911 Cup in den Porsche-Markenpokalen wie dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland oder dem Porsche Carrera Cup Benelux. Sebastian Golz, Projektleiter Porsche 911 GT3 R: „Die DTM ist eine wichtige Rennserie und hat für uns einen großen Wert. Die Präsentation unserer mit vielen Neuerungen ausgestatteten Fahrzeuge passt daher perfekt zu dieser Plattform. Zudem ist der Nürburgring eine Traditionsstrecke, die in der ganzen Welt bekannt ist. Insgesamt ergibt das für die Premiere unserer Fahrzeuge ein extrem gutes Bild.“

Nostalgie am Nürburgring

Beim Auftakt in die zweite DTM-Saisonhälfte erlebten die Fans einen Streifzug durch die Geschichte der erfolgreichen Rennserie. Bei Demorunden wurden täglich Kultautos wie der BMW E30 M3, der Mercedes 190E Evo II, der Opel Calibra V6 4x4 oder der Audi TT-R präsentiert. Am Steuer saßen ehemalige DTM-Ikonen wie Harald Grohs oder Volker Strycek. Herbert Wittmann, Vater des zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann, und dessen Bruder Nico ließen es sich nicht nehmen, den Nürburgring im BMW M3 von 1989 zu umrunden.

Sonntag, 10. August 2025

BMW-Duo Besler/Piana gewinnt Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Besler/Piana holen Sieg im Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Premierensieg für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany. Marek Böckmann und Anton Paul Abée mit bestem Saisonresultat auf Platz zwei. Enrico Förderer und Jay Mo Härtling sind Halbzeitchampion.

Erster Saisonsieg für BMW in der ADAC GT4 Germany: Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR) gewinnen nach einer souveränen Fahrt das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Es ist zudem der erste Triumph überhaupt für ihren Rennstall FK Performance Motorsport im GT4-Championat des ADAC. Marek Böckmann (28/Lautersheim) und Anton Paul Abée (28/Hamburg, beide Prosport Racing) fahren im Aston Martin Vantage AMR GT4 zu Platz zwei. Das Podium komplettieren Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm). Die Mercedes-AMG GT4-Piloten sicheren sich somit den inoffiziellen Titel des Halbzeit-Meisters und reisen als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Ende August auf dem Sachsenring.

Marek Böckmann hatte das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen und auch den Start für sich entschieden. Doch direkt in der zweiten Runde rutschte er auf einer feuchten Stelle aus und büßte mit einem Quersteher einige Positionen ein. Somit erbte BMW-Pilot Piana die Führung vor Porsche 718 Cayman GT4-Pilot Max Rosam (20/Taunusstein, Razoon - more than Racing). Piana setzte sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze ab und fuhr einen Vorsprung von rund zehn Sekunden heraus. Dahinter boten Rosam, dessen Markenkollege Emil Heyerdahl (23/NOR, Wimmer Werk Motorsport), Förderer und Böckmann über viele Runden einen spannenden Vierkampf um Platz zwei.

Mit einem perfekt getimten Boxenstopp übernahm schließlich Böckmanns Teamkollege Abée die zweite Position und machte sich auf die Verfolgung von Pianas Teamkollege Besler. Der Türke konnten den Vorsprung jedoch verwalten und fuhr zum Sieg. Rund 20 Minuten vor Schluss eroberte Härtling, der für Förderer ins Auto stieg, mit einem gekonnten Überholmanöver Rang drei von Rosams Partner Denny Berndt (20/Berlin). Für Härtling/Förderer bedeutete das auch den Sieg in der Junior-Wertung. Berndt beendete das Rennen letzten Endes auf Platz sechs. Vierte wurden Emil Heyerdahl und Raphael Rennhofer (18/AUT). Die Top Fünf komplettierten Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW.

Siebte wurden Alon Gabbay (21/ISR) und Thomas Gore (20/JAM, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche vor dem BMW-Duo Joseph Ellerine (21/ZAF) und Benjamin Sylvestersson (18/FIN, beide FK Performance Motorsport) sowie Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Laurenz Rühl (19/Friedrichsdorf) und Maximilian Tarillion (20/Wien, beide Razoon - xAutomotive Racing) beendeten das Rennen auf Rang zehn. BMW-Fahrer Rühl gewann somit die Rookie-Wertung.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Endlich unser erster Saisonsieg. Ich hatte zunächst etwas Glück, da Marek vor mir auf einer Flüssigkeit ausgerutscht ist. Somit konnte ich recht leicht vorbeifahren und die Führung übernehmen. Danach bin ich vorne einfach weggefahren. Ich freue mich natürlich sehr über das Resultat.“

Berkay Besler – Sieger für FK Performance Motorsport: „Gabriele hatte zunächst eine klasse Vorarbeit geleistet. Ich musste die Führung dann einfach nur verwalten und habe ein paar tolle Runden um den schönen Nürburgring gedreht. Es galt natürlich immer, auf die Reifen zu achten. Das Team hat uns ein klasse Auto hingestellt und wir konnten das Resultat maximieren.“

Marek Böckmann – Platz zwei für Prosport Racing: „Ich bin super happy über das Ergebnis. Ich denke, es war das Maximum, was wir heute erreichen konnten. Denn der BMW war heute einfach zu stark. Ich habe den Start für mich entschieden, bin dann aber auf einer Ölspur ausgerutscht. Ich konnte das Auto aber abfangen und mich im Anschluss wieder etwas vorarbeiten. Anton hat dann alles perfekt gemanagt.“

Anton Paul Abée – Platz zwei für Prosport Racing: „Platz zwei ist ein super Ergebnis. Marek hat zunächst einen Top Job gemacht, leider aber etwas Pech gehabt. Als ich dann im Auto saß, musste ich Platz zwei nur noch verwalten. Ich bin mega glücklich. Danke an alle.“


Pole-Position für Aston Martin im Sonntagrennen

Marek Böckmann holt Pole für Aston Martin
Foto: Jens Hawrda

Marek Böckmann war in der Qualifikation zu Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring nicht zu schlagen. Ausgeglichenes Feld mit Fahrzeugen von vier Marken auf den ersten vier Plätzen.

Startplatz eins für Prosport Racing im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Beim Heimspiel des Rennstalls aus dem nahegelegenen Wiesemscheid konnte Marek Böckmann (28/Lautersheim) im Aston Martin Vantage AMR GT4 in der Qualifikation überzeugen – und mit 1:32,338 Minuten die Pole-Position herausfahren. „Als ich die Zeit auf dem Display sah, dachte ich zunächst nicht, dass es für vorne reichen würde. Denn am Samstag wurde insgesamt um einiges schneller gefahren“, erklärte Böckmann, der zusammen mit Anton Paul Abée (28/Hamburg) startet. „Somit war ich tatsächlich etwas überrascht, als mir mein Ingenieur mitteilte, dass wir auf Pole stehen würden. Umso mehr freue ich mich jetzt.“

Mit einem Rückstand von 0,450 Sekunden ging Platz zwei an den Porsche 718 Cayman GT4 von Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (23/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport), den Heyerdahl in der Qualifikation pilotierte. Direkt dahinter folgte der BMW M4 GT4 von Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport), denen 0,613 Sekunden auf die Spitze fehlten. Rang vier sicherten sich mit einem Rückstand von 0,639 Sekunden die aktuellen Tabellenführer Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT4. Somit schafften es Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Herstellern auf die ersten vier Positionen der Qualifikation.

Die Top Fünf komplettierten Philip Wiskirchen (21/Euskirchen) und Tim Reiter (26/Ostfildern, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW. Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:15 Uhr gestartet und sowohl auf Sky Sport Mix als auch auf Sport1 live im Fernsehen übertragen. „Auf eine Runde ist unser Auto schnell, doch wir arbeiten aktuell noch etwas daran, gut über die Distanz zu kommen. Insofern gilt es für mich, nach dem Start zunächst vorne zu bleiben“, blickt Böckmann voraus. „Mein Ziel ist es, das Auto auf Platz eins liegend an meinen Teamkollegen zu übergeben.“

Quelle: adac-motorsport.de