Montag, 26. Mai 2025

Dritter Saisonsieg für Konrad Motorsport

  • Entscheidung erst in der Schlussphase
  • Sven Barth und Maxim Dirickx feiern zweites Podium in Folge
  • Michael Herich als bester Trophy-Pilot Vierter
Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport)
Foto: Jens Hawrda

Zum sechsten Saisonrennen des Prototype Cup Germany empfing der Dekra Lausitzring die Teilnehmer mit Regen und einer dementsprechend nassen Strecke. Am besten kamen Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport) damit zurecht, sie sicherten sich ihren dritten Saisonerfolg. Dabei hatten sie auch das nötige Glück auf ihrer Seite: Als die beiden vor Soufi fahrenden Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN, BWT Mücke Motorsport) und Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) kollidierten, kletterte der Texaner auf Rang zwei und beim Restart nach der fälligen Safety-Car-Phase überholte er Leader Sven Barth (44/Eberbach, Aust Motorsport). „Am Ende hatten wir wirklich Glück, denn das Safety Car hat uns geholfen, überhaupt erst in Schlagdistanz zu Sven Barth zu kommen. Manchmal braucht man dieses Glück einfach, um erfolgreich zu sein“, so Soufi, der explizit auch seinen Teamkollegen Lefterov lobte. „Pavel hatte keine Erfahrung mit den LMP3-Fahrzeugen im Regen und hat einen verdammt guten Job gemacht.“ Der Gelobte bestätigte, dass die Bedingungen nicht einfach waren. „Wie schwierig es war, konnte man daran erkennen, dass sich Maxim Dirickx hinter dem Safety Car gedreht hatte und Mattis Pluschkell in der dritten Runde von der Strecke abgekommen ist. Ich habe mich dann entschieden, lieber kein allzu großes Risiko einzugehen und freue mich nun über den Sieg.“ Barth und der beste Junior Maxim Dirickx (21/BEL, Aust Motorsport) landeten auf Platz zwei, Maksymilian Angelard (17/POL) und Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, beide BWT Mücke Motorsport) wurden als Dritte gewertet. 

Riccardo Leone Cirelli (17/ITA, BWT Mücke Motorsport) münzte seine Pole Position in die Führung um und hielt diese bis zum obligatorischen Boxenstopp. Hinter dem Italiener umrundeten Fahlke und Lefterov den Lausitzring, doch der Bulgare fand keinen Weg vorbei am Deutschen. Unterdessen stritten sich Pluschkell und Dirickx um den vierten Rang; der Belgier setzte sich schließlich durch.

Nachdem alle Boxenstopps durchgeführt waren, hatte Cirellis Teamkollege Jakobsen die erste Position in seinen Händen, gefolgt von Fahlke, Dirickx Partner Barth und Soufi, der den Duqueine von Lefterov übernommen hatte. Einige Runden lang folgte Fahlke Jakobsen im geringen Abstand, dann attackierte er den Dänen. Beide berührten sich und rutschten neben die Strecke. Fahlke konnte als Dritter hinter Barth und Soufi weiterfahren, während Jakobsen ausschied. Um das Mücke-Auto zu bergen, schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Piste. Zwei Umläufe vor Schluss wurde das Rennen wieder freigegeben und Soufi griff sofort Leader Barth an. Der musste den Konrad-Piloten ziehen lassen. Somit triumphierte das Duo Soufi / Lefterov vor Barth / Dirickx. Fahlke wurde zwar als Dritter abgewinkt, erhielt wegen des Unfalls mit Jakobsen aber 15 Strafsekunden und fiel auf Rang fünf zurück. Angelard und Pluschkell erbten Platz drei.

Als Vierter beendeten Michael Herich (47/Brühl) und Alexzander Kristiansson (25/SWE, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) den Lauf, was Herich den Sieg in der Trophy bescherte. Valentino Catalano (19/Westheim) und Mikkel C. Johansen (37/DEN, beide Gebhardt Intralogistics Motorsport) sahen das Zieltuch als Sechste, Position sieben ging an Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing).

Weitere Stimmen zum Rennen

Sven Barth (Zweiter): „Es waren schwierige Bedingungen. Weil Maxim sich anfangs gedreht hatte, lagen wir weit hinten. Aber man konnte schon früh erkennen, dass unser Auto unter diesen Bedingungen wirklich gut war, denn Maxim hat dann einen super Stint absolviert. Und mit meinem Stint war ich auch zufrieden. Am Ende hatten wir Pech, als Danny Soufi mich beim Restart nach der Safety-Car-Phase überholt und auf Platz zwei verdrängt hatte. Trotzdem bin ich happy, denn zwei zweite Plätze hätte ich mir im Vorfeld nicht unbedingt erträumt.“

Maxim Dirickx (Zweiter): „Es war kaum Grip auf der Strecke, weshalb ich mich zu Beginn gedreht hatte. Danach konnte ich aber gute Zeiten fahren und bin relativ fehlerfrei geblieben. Nach mir hat Sven dann einen phantastischen Stint absolviert, auch wenn die Safety-Car-Phase unglücklich für uns war. Trotzdem ich bin happy mit diesem Wochenende.“

Mattis Pluschkell (Dritter): „Leider habe ich mich in der Anfangsphase gedreht, was uns einige Positionen gekostet hat. Danach konnte ich keinen Rhythmus mehr finden. Dass wir letztendlich Dritter geworden sind, da hatten wir wirklich sehr viel Glück. Deshalb kann ich mich auch nicht so sehr darüber freuen, wobei wir natürlich gute Punkte bekommen haben.“

Maksymilian Angelard (Dritter): „Für mich war es ein schwieriges Rennen, denn ich bin erst zum zweiten Mal mit einem LMP3 im Regen gefahren. Ich habe da teilweise sehr kämpfen müssen. Aber ich habe es geschafft, das Auto heil ins Ziel zu bringen und am Ende haben wir sogar noch den dritten Platz bekommen.“


Rookies Birch/Pichler nicht zu schlagen

Doppelsieg und Tabellenführung im ADAC GT Masters für Birch/Pichler von Razoon. Regenrennen mit zahlreichen Führungswechseln und spannenden Duellen. Fach/Schwarzer holen Pro-AM-Klassensieg, Birch gewinnt Road to DTM.

Doppelsieg für Birch/Pichler im Porsche am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Leo Pichler (23/AT) und Simon Birch (18/DNK/beide Razoon – more than racing) haben erneut auf dem Dekra Lausitzring gewonnen. Die beiden Rookies im Porsche 911 GT3 R trotzten dem starken Regen im zweiten Lauf des ADAC GT Masters und überquerten die Ziellinie mit 8,699 Sekunden Vorsprung. „Es war ein absolutes Traumwochenende. Wir haben alles richtig gemacht und fahren jetzt mit voller Punktzahl als Tabellenführer wieder nach Hause“, strahlte Birch, der zusätzlich die Road to DTM gewonnen hat. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass es so gut laufen würde. Ich wusste, dass wir für die Saison gut aufgestellt sind, aber zwei Siege in zwei Rennen hätte ich niemals erwartet“, fügte Pichler hinzu, der mit Birch zusammen auch den Silver-Cup gewann. Die Top-3 wurden von Nico Hantke (21/Hürth)/Denis Bulatov (26/beide Scherer Sport PHX) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 und Jannes Fittje (25/Langenhain)/Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen/beide SR Motorsport by Schnitzelalm) im Mercedes-AMG GT3 komplettiert.

Pünktlich zur Startaufstellung öffnete der Himmel seine Schleusen, weshalb die meisten Piloten direkt auf Regenreifen losfuhren. Als Profiteur des Startgetümmels ging Fittje in Führung. Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport) rutschte mit seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 nach einer Berührung von der Strecke und verlor bei seiner Rückkehr Flüssigkeit, eine Rennunterbrechung folgte. Nach dem Re-Start behielt Fittje die Führung vor Birch und Jonathan Cecotto (25/VEN/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3, während sich Bulatov auf Rang vier nach vorne arbeitete. In der ersten Boxenstopp-Phase entschied sich Razoon für einen langen Stopp mit Reifenwechsel, die Konkurrenten hingegen tankten nur nach und so kam Hantke unmittelbar hinter Wiskirchen auf die Strecke zurück. Durch einen Ausrutscher des Mercedes-Piloten ging Hantke schließlich in Führung und baute diese aus, musste jedoch noch zum langen Stopp inklusive Reifenwechsel. 

Auf Pichler, der sich mittlerweile wieder auf Rang zwei nach vorne gearbeitet hatte, wartete der kürzere der beiden planmäßigen Stopps, wodurch er Seite an Seite mit Bulatov aus der Box kam. Ein spannendes Duell um den Sieg, das erst durch einen Fehler des Audi-Piloten entschieden wurde. „Ich bin immer ruhig geblieben und konnte es am Ende sicher nach Hause fahren. Die Bedingungen haben wirklich Spaß gemacht“, erklärte Birch. Konkurrent Bulatov ergänzte: „Der Regen hat uns geholfen und ohne die rote Flagge hätte es vielleicht sogar für den Sieg gereicht. Als der Porsche nach dem Stopp aus der Box kam, wusste ich, dass ich nur eine Chance habe. Leider ist mir ein Fehler unterlaufen, zum Glück ist nichts passiert und wir sind Zweite geworden.“ 

Die Drittplatzierten des Rennens freuten sich nach schwierigen Bedingungen ebenfalls über das Podium. „Die Punkte sind wichtig für die Meisterschaft“, sagte Wiskirchen. „Ich habe mich nach dem Stopp schwergetan und bin leider zweimal ins Kiesbett gerutscht, wodurch wir die Führung verloren haben. Generell gefällt mir das Endurance-Format sehr gut. Es bringt Spannung rein und lässt mehr Spielraum für die Strategie.“

Salman Owega (20/Köln)/Finn Wiebelhaus (19/Obertshausen/beide Haupt Racing Team) fuhren auf den vierten Platz. Ihre Teamkollegen Dennis Fetzer (23/Gießen) und Cecotto beendeten das Rennen im Ford Mustang GT3 nach einem rundenlangen Duell mit Eduardo Coseteng (21/PHL)/Julian Hanses (27/Hilden/beide FK Performance Motorsport) auf Rang fünf. Carrie Schreiner (26/Völklingen)/Alain Valente (28/CHE/Land-Motorsport) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 wurden Siebte vor den BMW M4 GT3 Evos von FK Performance Motorsport mit Tim Zimmermann (28/Langenargen)/Leyton Fourie(19/RSA) und den Holzem-Zwillingen Sandro und Juliano (20/Polch/ beide Schubert Motorsport). Die Top-10 komplettierten Alexander Schwarzer (36/DEU)/Alexander Fach (22/CHE/beide Fach Auto Tech), die auch die Pro-Am-Wertung gewannen.

Das nächste Rennwochenende findet auf dem Circuit Zandvoort statt. Das ADAC GT Masters startet vom 06. bis 08.06. im Rahmen der DTM in sein erstes Sprintwochenende. Auf dem 4,259 km langen Kurs in den niederländischen Dünen werden zwei Rennen im bekannten Format mit 60 Minuten Renndauer bestritten.

Quelle: ADAC-Motorsport


Furioses Rennfinale: Eiskalter Aitken gewinnt DTM-Krimi

Er wartete geduldig bis kurz vor Schluss, dann schlug Jack Aitken eiskalt zu: Der Brite überholte in einem Ferrari im vorletzten Umlauf BMW-Pilot René Rast und sicherte sich in einem turbulenten DTM-Sonntagsrennen auf dem Dekra Lausitzring den Last-Minute-Sieg.

Jack Aitken holt den Sieg
Foto: Jens Hawrda

„Was für ein Rennen! In den letzten Runden bin ich immer dichter an René Rast herangekommen und konnte richtig Druck machen. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass ich so kurz vor Schluss noch die Chance bekomme, ihn zu überholen. Wir wollen diese Saison um den Titel kämpfen, dafür brauchen wir regelmäßige Top-Ergebnisse“, freute sich der 29-Jährige. In einem Fotofinish beendete Rast den vierten DTM-Saisonlauf auf Platz zwei – nur 0,045 Sekunden später überquerte Jules Gounon (F) im Mercedes-AMG als Dritter die Ziellinie.

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Rennen 4 von 16

Streckenlänge: 3,478 Kilometer

Wetter: 17 Grad, bewölkt

Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:19,837 Minuten

Sieger: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14)

Schnellste Rennrunde: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #33), 1:21,393 Minuten

Der Sonntagslauf auf dem Lausitzring begeisterte die Zuschauer von Beginn an mit harten Rad-an-Rad-Duellen und zahlreichen Überholmanövern. Während Pole-Setter Aitken und BMW-Pilot Marco Wittmann (Fürth) ihre Spitzenpositionen behaupteten, konnte sich Rast vom achten auf den dritten Rang vorarbeiten. Dahinter folgten Maro Engel (Monaco) im Mercedes-AMG GT3 und Thierry Vermeulen (NL) im zweiten Ferrari von Emil Frey Racing auf den Plätzen vier und fünf.

Nachdem Wittmann mit Bremsproblemen zurückgefallen war, bauten Aitken und Rast ihren Vorsprung auf bis zu acht Sekunden aus. Durch eine bessere Boxenstrategie beim ersten von zwei Pflichtstopps übernahm Rast die Führung und lag auch nach dem zweiten Stopp mit einem soliden Vorsprung von vier Sekunden auf Siegkurs. Doch Aitken gab nicht auf und rückte kurz vor Schluss immer dichter heran. Im vorletzten Umlauf übernahm er nach einem spektakulären Manöver gegen Rast die Spitze und feierte nach 42 Runden seinen insgesamt fünften DTM-Erfolg. Hinter Rast sowie dem gegen Ende immer schneller werdenden Gounon sicherte sich Jordan Pepper (ZA) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Rang vier, Engel wurde Fünfter.

Der aktuelle Meister Mirko Bortolotti (I) machte im Lamborghini von Abt Sportsline ein starkes Rennen und verbesserte sich nach einer fantastischen Aufholjagd vom 20. auf den sechsten Platz. Vermeulen steuerte seinen Ferrari auf Rang sieben, Wittmann wurde trotz technischer Probleme noch Achter. Tabellenführer Lucas Auer (A) belegte im Mercedes-AMG GT3 Position neun und verteidigte damit seine Führung im Gesamtklassement vor Gounon. Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock (Kreuzlingen) fuhr im McLaren 720S GT3 Evo als Zehnter erstmals in der laufenden Saison in die Punkteränge.

Weitere Stimmen zum 4. Saisonrennen

René Rast: „Zwei Runden vor Schluss den Sieg zu verlieren, ist natürlich ärgerlich. Am Ende hatte ich leider kaum noch Traktion und konnte nicht mehr so schnell aus den Kurven heraus beschleunigen. Wenn man von Position acht startet, ist der zweite Platz aber trotzdem ein starkes Ergebnis. Zusammen mit Rang drei am Samstag war es ein erfolgreiches Wochenende.“

Jules Gounon: „Das war ein wirklich verrücktes Rennen mit unglaublich vielen Zweikämpfen, toll für die Zuschauer. Zu Beginn hat mir leider der Speed gefehlt, zu dem Zeitpunkt hätte ich ein Podiumsplatz für unmöglich gehalten. Nach dem ersten Reifenwechsel lief es viel besser und am Ende haben nur wenige Zentimeter zum zweiten Platz gefehlt.“


Ergebnis, 4. Meisterschaftslauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)


1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)

2. René Rast (D/Schubert Motorsport), +1,680 Sekunden

3. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +1,725 Sekunden

4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +3,638 Sekunden

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward Racing), +7,308 Sekunden


Sonntag, 25. Mai 2025

Sonntags-Pole für Kalus im Ford Mustang GT3 auf dem Dekra Lausitzring

Niklas Kalus (19/Duisburg/Haupt Racing Team) hat sich mit 1:20.250 Minuten die Pole-Position für das Sonntagsrennen auf dem Dekra Lausitzring gesichert. Es war das erste Qualifying des ADAC GT Masters Rookies und die Premieren-Pole für den neuen Ford Mustang GT3.

Niklas Kalus holt Pole für Rennen 2
Foto: Jens Hawrda

„Hätte mir das jemand vorher gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, lachte Rookie Kalus, der mit Teamkollege Max Reis (18/Ramstein) am Samstag bereits als Dritter auf dem Podium stand. „Ich habe mich vom ersten Moment an wohl im Auto gefühlt. Ich hoffe, wir können die Pole-Position strategisch nutzen. Allerdings soll es im Rennen regnen, das wird eine neue Herausforderung für mich, weil ich noch nie im Nassen gefahren bin.“

Bei 14 Grad und bewölktem Himmel starteten die Pilotinnen und Piloten des ADAC GT Masters ins 20-minütige Qualifying. Zu Beginn wechselten sich Carrie Schreiner (26/Völklingen/Land-Motorsport) und Jonathan Cecotto (25/VEN/Haupt Racing Team) mit Bestzeiten an der Spitze ab. Knapp sechs Minuten vor dem Ende der Session fielen die Zeiten. Salman Owega (20/Köln) sicherte sich schließlich die zweite Startposition mit seinem Ford Mustang GT3 und komplettierte die erste Startreihe für das Haupt Racing Team.

Auf Rang drei fuhr Jannes Fittje (25/Langenhain/SR Motorsport by Schnitzelalm), der in seinem Mercedes-AMG GT3 zwischenzeitlich an der Spitze gelegen hatte. Platz vier sicherte sich Simon Connor Primm (20/Großschirma/Paul Motorsport). Der Lokalmatador und sein Teamkollege Finn Zulauf (20/Königsstein/Paul Motorsport) haben sich viel vorgenommen, nachdem sie das Samstagsrennen lange angeführt hatten, bis sie ein Reifenschaden ausbremste. Die Top-5 vervollständigt der aktuelle Tabellenführer Simon Birch (18/DNK/Razoon – more than racing).

Quelle: ADAC-Motorsport


Danny Soufi / Pavel Lefterov gewinnen auf dem Lausitzring

  • Podiums-Premiere für Maxim Dirickx und Sven Barth
  • Zino-Ferret Fahlke erreicht bei seinem Debüt in der Serie Rang drei
  • Thomas Ambiel in der Trophy-Wertung ganz vorne

Soufi/Lefterov gewinnen am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Im fünften Saisonrennen des Prototype Cup Germany siegten Danny Soufi (21/USA) und Pavel Lefterov (27/BUL, beide Konrad Motorsport). Das Duo bejubelte auf Dekra Lausitzring bereits seinen zweiten Saisontriumph und ist damit das erste Fahrer-Duo, das mehr als einen Erfolg auf seinem Konto hat. „Mein Plan war, den Start zu gewinnen und dann eine möglichst große Lücke herauszufahren. Das ist mir gelungen und Pavel hat in seinem Stint ebenfalls einen guten Job gemacht“, fasste Soufi seinen Teil des Rennens zusammen. Lefterov fügte hinzu: „Ich hatte ein relativ ruhiges Rennen, wenn man mal davon absieht, dass ich nach dem Boxenstopp fast mit Alexzander Kristiansson kollidiert wäre. Danach konnte ich unsere Führung sogar vergrößern und ins Ziel bringen.“ Platz zwei ging an Sven Barth (44/Eberbach) und Maxim Dirickx (21/BEL, beide Aust Motorsport), die ihre Premiere auf einem Prototype Cup Germany-Podium feierten. Der junge Belgier hielt dem Druck von Zino-Ferret Fahlke (18/Hergiswil, Konrad Motorsport) stand, der bei seinem Debüt in der deutschen LMP3-Serie letztendlich Dritter wurde.

In der ersten Hälfte des Rennens konnten die Teilnehmer ihre Positionen schnell finden. Soufi setzte sich vom ersten Startplatz an die Spitze, gefolgt von Valentino Catalano (19/Westheim, Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Mattias Bjerre Jakobsen (18/DEN, BWT Mücke Motorsport). Der Abstand der Top 3 untereinander wuchs von Runde zu Runde an, während Barth als Vierter Fahlke und Maksymilian Angelard (17/POL, BWT Mücke Motorsport) formatfüllend in seinem Rückspiegel hatte. Nachdem alle Boxenstopps absolviert waren und das Feld sich wieder sortiert hatte, wurde Lefterov als Erster notiert; hinter ihm umrundeten Mikkel C. Johansen (37/DEN, Gebhardt Intralogistics Motorsport) und Dirickx den Lausitzring. Der Schützling des Le-Mans-Siegers Marco Werner schob sich vorbei an Jakobsen, der nach Problemen mit dem Anlasser beim Boxenhalt ausschied und konnte wenig später auch Johansen passieren.

In der Folge entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen Dirickx, Fahlke und Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst, BWT Mücke Motorsport), nachdem auch die beiden letztgenannten Johansen überholen konnten. Im letzten Umlauf griff Pluschkell seinen Vordermann Fahlke an, sie berührten sich und der Konrad-Pilot drehte sich. Pluschkell wurde zwar als Dritter abgewinkt, bekam wegen der Kollision aber direkt nach der Zieldurchfahrt eine 10-Sekunden-Strafe, die ihn auf Rang vier hinter Fahlke zurückwarf. Vor dem Debütanten kreuzte Dirickx die Ziellinie – nie war der Belgier, der gleichzeitig bester Junior war, im Prototype Cup Germany besser klassiert. Und auch für seinen Teamkollegen Barth war es das erste Podium in der vom ADAC und der Creventic organisierten Rennserie.

Das Duo Pluschkell / Angelard musste sich mit Position vier zufriedengeben, Catalano und Johansen sahen die Zielflagge als Fünfter. Thomas Ambiel (45/Eppingen, Rinaldi Racing) wurde auf Rang sechs gewertet und war damit bester Trophy-Pilot. Sein Trophy-Rivale Michael Herich (47/Brühl, Gebhardt Intralogistics Motorsport) beendete den Lauf zusammen mit Alexzander Kristiansson (25/SWE, Gebhardt Intralogistics Motorsport) nach Getriebeproblemen als Siebter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Sven Barth (Zweiter): „Mit Rang sechs im Qualifying für dieses Rennen war ich nicht glücklich, denn der Luftdruck der Reifen stellte sich als nicht optimal heraus. Aber das war meine Entscheidung, nicht die vom Team. Am Start zu diesem Lauf konnte ich gleich auf Position vier vorfahren und die dann halten. Über unseren zweiten Platz, das beste Resultat zusammen mit Maxim, freue ich mich sehr.“

Maxim Dirickx (Zweiter): „Sven hat im ersten Stint einen super Job gemacht, bevor ich das Auto übernommen habe. Ich konnte erst Alexzander Kristiansson überholen, als er eine Penalty Lap absolvierte und dann auch noch an Mikkel C. Johansen vorbeiziehen. Hinter mir fuhr Zino-Ferret Fahlke und ich wusste, ich darf mir keinen Fehler erlauben, was mir auch gelungen ist. Nach der Zieldurchfahrt wurde es emotional, das erste Podium ist etwas Tolles. Danke an das Team und an meinen Coach und Mentor Marco Werner.“

Zino-Ferret Fahlke (Dritter): „Mein Beginn war mittelmäßig, aber ich konnte in einem engen Manöver an Maksymilian Angelard vorbeiziehen. Dann hing ich lange hinter Sven Barth fest und im zweiten Stint hinter seinem Teamkollegen Maxim Dirickx. Und von hinten kam Mattis Pluschkell, der wirklich schnell war. In der letzten Runde hat er mich umgedreht, aber dank der Strafe gegen ihn bin ich trotzdem Dritter geworden.“