Mittwoch, 21. Mai 2025

Start frei für die ADAC GT Masters Saison 2025 am Dekra Lausitzring

  • Starkes Starterfeld: 10 Teams und sechs verschiedene Hersteller
  • ADAC GT Masters im TV und Stream bei SPORT1, Joyn und ServusTV On
  • Neue Wochenendstruktur: Sprint- und Endurance-Events sorgen für Abwechslung

Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters eröffnet seine 19. Saison auf dem Dekra Lausitzring und geht mit hohen Erwartungen und spannenden Neuerungen in die insgesamt zwölf Wertungsläufe. Zwei Rennen im Endurance-Format im Rahmen der DTM eröffnen die Saison am Wochenende (23. – 25. Mai) in der Lausitz. Zehn Teams mit Sportwagen von sechs Marken haben sich für die Saison 2025 eingeschrieben, die Fahrer kämpfen um einen Preisgeldtopf von 570.000 Euro und in der „Road to DTM“ Wertung um einen möglichen Aufstieg in die DTM. Das Rennen am Samstag startet um 14.10 Uhr und ist live im kostenlosen Stream auf SPORT1.de, Joyn, ServusTV ON und dem youtube.com/adacmotorsports des ADAC zu sehen. Das Rennen am Sonntag wird ab 15 Uhr live im TV bei SPORT1 übertragen und ist ebenfalls im Stream zu sehen.

Starkes Teilnehmerfeld mit neuen Gesichtern

Fahrer aus elf Nationen werden zur neuen Saison auf der brandenburgischen Rennstrecke vertreten sein. Neu am Start ist Scherer Sport PHX, die in der abgelaufenen Saison das ADAC RAVENOL 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen haben. Sie setzen den Audi R8 LMS GT3 Evo2 mit Nico Hantke (21/Hürth) und Denis Bulatov (26/Köln) am Steuer ein. Ebenfalls ein Newcomer im ADAC GT Masters ist Razoon – more than racing, die einen Porsche 911 GT3 R ins Rennen schicken. Für das österreichische Team werden Leo Pichler (23/AUT) und Simon Birch (18/DEN) ins Rennen gehen. Neben Razoon ist Fach Auto Tech das zweite Team, das in der Saison auf einem Porsche 911 setzt. Die Schweizer treten unverändert mit Alexander Fach (22/CHE) und Alexander Schwarzer (36/DEU) an.

Keine Unbekannte ist das Haupt Racing Team - der Teammeister der vergangenen beiden Jahre. Neu ist allerdings das Einsatzfahrzeug. Ab 2025 setzt die Mannschaft aus Drees drei Ford Mustang GT3 im ADAC GT Masters ein. Damit kehrt die US-amerikanische Marke nach zehn Jahren in die GT3-Nachwuchsliga des ADAC zurück. „Ich bin schon sehr aufgeregt. Beim Test haben wir viel ausprobiert, und ich konnte mich gut an den Wagen gewöhnen. Ich freue mich schon auf die Fans, die tollen Autos und die unglaubliche Atmosphäre. Das ganze Spektakel live miterleben zu dürfen, ist einfach ein wahr gewordener Traum und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gut abschneiden werden.“ sagt Niklas Kalus (19/Duisburg), der mit HRT seine erste Saison im ADAC GT Masters bestreiten wird. Ein weiterer Rückkehrer mit langer Tradition im ADAC GT Masters ist Schubert Motorsport. Das Team aus Oschersleben gibt nach einem Jahr Pause sein Comeback mit den Zwillingen Sandro und Juliano Holzem (20/DEU) im BMW M4 GT3 Evo. Eine lange Erfolgsgeschichte im ADAC GT Masters hat auch Land-Motorsport, der Rennstall aus dem Westerwald startet mit einem Audi R8 LMS GT3 Evo2 und dem Duo Carrie Schreiner (26/Völklingen)/Alain Valente (28/CHE).

Vom Gaststarter der vergangenen beiden Jahre zum permanenten Teilnehmer wird 2025 SR Motorsport by Schnitzelalm. Die Mannschaft aus dem Allgäu setzt den einzigen Mercedes-AMG GT3 im Feld ein, welchen Jannes Fittje (25/ Langenhain) und Moritz Wiskirchen (22/Euskirchen) pilotieren werden. Das Aufgebot der Supersportwagen wird durch den Lamborghini Huracán GT3 Evo2 komplettiert, mit dem das Liqui Moly Team Engstler und die DTM-Mannschaft Paul Motorsport am Start sein werden.

Routinier Tim Zimmermann (28/Lochau) wechselte in der Winterpause vom Lamborghini auf einen von zwei BMW M4 GT3 Evo, die FK Performance einsetzt und geht trotz der Umstellung ebenfalls optimistisch in die neue Saison: „Ich kann es kaum erwarten, dass es wieder losgeht. Wir haben den Anspruch, vorne mitzufahren – und ich bin bereit. Der M4 verlangt einen ganz anderen Fahrstil. Man muss ihn sauber und rund fahren, das war eine echte Umgewöhnung. Wir haben als Team gut zusammengearbeitet. Leyton ist schnell und das Team hochmotiviert. Damit haben wir eine gute Ausgangsposition für den Saisonstart.“

Mischung aus Endurance- und Sprint-Wochenenden

In der Saison 2024 stieß das neue Endurance-Format im ADAC GT Masters bei Fans und Involvierten auf so viel Begeisterung, dass ab dieser Saison die Hälfte aller Rennen als Langstrecken-Events ausgetragen werden. Beim Saisonauftakt am Dekra Lausitzring sowie am Nürburgring und dem Salzburgring wird es zwei Endurance-Rennen von jeweils 80 Minuten plus eine Runde geben. Der sonstige Ablauf mit zwei Trainings am Freitag und jeweils einem 20-minütigen Qualifying und folgendem Rennen am Samstag und Sonntag bleibt bestehen. Die drei Sprint-Veranstaltungen in Zandvoort, auf dem Red Bull Ring sowie in Hockenheim werden mit den bewährten 60 Minuten plus eine Runde Renndauer bestritten.

Preisgeldtopf und „Road to DTM“-Förderung

Auch der neuen Saison profitieren die Fahrer und Teams von einem attraktiven Preisgeldtopf in Höhe von 570.000 Euro in Geld- und Sachpreisen, der an die erfolgreichen Teilnehmer ausgeschüttet wird. Das Aufstiegskonzept „Road to DTM“ für talentierte Nachwuchsfahrer bleibt ebenfalls Teil des ADAC GT Masters. Für die DTM 2026 erhält der beste Youngster unter 25 Jahren mit der Fahrereinstufung Silber eine Förderung in Form des Nenngeldes für die kommende Saison.

Nachhaltigkeit im Fokus

Pirelli hat für die Saison den neuen und nachhaltigen Slick-Reifen P Zero DHG entwickelt. Dieser kommt auch im ADAC GT Masters zum Einsatz und hat eine Naturkautschukkomponente. Sie ist vom Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert, was bedeutet, dass der Kautschuk auf Plantagen angebaut wird, die auf Biodiversität achten und Vorteile für die Menschen bringen, die in den Plantagengebieten leben und arbeiten. Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Nachhaltigkeit wird der ab 2025 eingesetzte, klimafreundliche Kraftstoff. Der synthetische Kraftstoff „DTM Pro Climate“ ist zu 100% nachhaltig und trägt deutlich zur Reduzierung der CO2-Emmissionen bei.

Die Starterliste ADAC GT Masters 2025:

#1 Finn Wiebelhaus (Offenbach)/Salman Owega (Köln) - Haupt Racing Team - Ford Mustang GT3

#2 Dennis Fetzer (Gießen)/Jonathan Cecotto (VEN) - Haupt Racing Team - Ford Mustang GT3

#3 Max Reis (Ramstein)/Niklas Kalus (Duisburg) - Haupt Racing Team - Ford Mustang GT3

#4 Alexander Schwarzer (D)/Alexander Fach (CHE) - Fach Auto Tech - Porsche 911 GT3 R

#6 Szymon Ladniak (POL)/ Dante Rappange (NLD) - LIQUI MOLY Team Engstler by GRT - Lamborghini Huracán GT3 Evo2

#8 Jonas Karklys (LTU)/Emil Gjerdrum (NOR) - LIQUI MOLY Team Engstler by GRT - Lamborghini Huracán GT3 Evo2

#10 Eduardo Coseteng (PHL)/Julian Hanses (Hilden) - FK Performance Motorsport - BMW M4 GT3 Evo

#11 Tim Zimmermann (Lochau)/Leyton Fourie (ZFA) - FK Performance Motorsport - BMW M4 GT3 Evo

#14 Leo Pichler (AUT)/Simon Birch (DEN) - Team Razoon – more than racing - Porsche 911 GT3 R

#16 Nico Hantke (Hürth)/Denis Bulatov (Köln) - Scherer Sport PHX - Audi R8 LMS GT3 Evo2

#21 Jannes Fittje (Langenhain)/Moritz Wiskirchen (Euskirchen) - SR Motorsport by Schnitzelalm - Mercedes-AMG GT3

#33 Finn Zulauf (Königstein)/Simon Connor Primm (Großschirma) - Paul Motorsport - Lamborghini Huracán GT3 Evo2

#56 Sandro Holzem (Polch)/Juliano Holzem (Polch) - Schubert Motorsport - BMW M4 GT3 Evo

#68 Carrie Schreiner (Völklingen)/Alain Valente (CHE) - Land-Motorsport - Audi R8 LMS GT3 Evo2


Dienstag, 20. Mai 2025

Fabio Scherer startet in neuer Optik

Fabio Scherer tritt ab dem DTM-Wochenende auf dem Dekra Lausitzring (23. bis 25. Mai) in einem neuen Fahrzeugdesign an. Sein Ford Mustang GT3 mit der Startnummer 64 tritt künftig im weiß gehaltenen Komplettlook auf, der das bisherige schwarz-rote Design ablöst. Grafische Elemente im Stil der Luftfahrt und Logos der Partner German Airways und Speedlink sorgen für zusätzliche Akzente. Mit dem neuen Erscheinungsbild setzt das Haupt Racing Team einen frischen Impuls im DTM-Starterfeld.

Ulrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team: „Wir sind stolz, mit German Airways und Speedlink nicht nur zwei sehr bekannte Marken an unserer Seite zu haben, sondern auch ein starkes Netzwerk, das unsere Werte teilt und uns bei der Verwirklichung unserer Vision unterstützt. Gemeinsam wollen wir neue Maßstäbe setzen. Das gilt sowohl auf der Rennstrecke als auch abseits davon, etwa bei der Optimierung interner Prozesse. Die Zusammenarbeit hat auf jeden Fall großes Potenzial, in Zukunft noch weiter zu wachsen – auch über die DTM hinaus.“


Montag, 19. Mai 2025

Zweiter DTM-Stopp: PS-Festival am Dekra Lausitzring

  • Starkes Programm: DTM, ADAC GT Masters, Prototype Cup und Renn-Trucks
  • Auftaktsieger Auer und Titelverteidiger Bortolotti im Fokus
  • Lokalmatador Paul: „Etwas Besonderes, so nah an der Heimat DTM zu fahren“


Volles Programm, volle Power: Die DTM gastiert am kommenden Wochenende (23. bis 25. Mai) am Dekra Lausitzring. Für zusätzliches Spektakel sorgen der Saisonstart des ADAC GT Masters und der Prototype Cup Germany. In der DTM ist der Südafrikaner Jordan Pepper (TGI Team Lamborghini by GRT) als Tabellenführer der Gejagte. Auch Porsche-Pilot Ayhancan Güven (TR) und Lucas Auer (A) im Mercedes-AMG GT3 reisen nach ihren Auftaktsiegen mit Rückenwind in die Lausitz. Dazu gibt es Verstärkung im XXL-Format: Erstmals ist die Truck Racing Europameisterschaft bei der DTM zu Gast. Beide DTM-Rennen sind bei ProSieben im TV und bei Joyn im Stream zu sehen. Der Samstagslauf startet eine Stunde früher als gewohnt um 12.30 Uhr, am Sonntag beginnt das Rennen um 13.30 Uhr.

Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Schipkau, Saisonrennen 3 und 4 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Layout: zwölf Kurven (fünf Rechts-, sieben Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2024, Rennen 1: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2)

Sieger 2024, Rennen 2: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)

Auer und Güven jagen Spitzenreiter Pepper

Schon der Auftakt in Oschersleben hat gezeigt, wie packend und umkämpft die DTM 2025 ist: Güven jubelte über seinen Premierensieg, Pepper holte sich erstmals die Tabellenführung. Beide wollen in der Lausitz an ihren starken Auftakt anknüpfen. Ambitioniert geht auch Auer in das zweite Rennwochenende der Saison. In Oschersleben markierte der Österreicher vor rund drei Wochen seinen zehnten Sieg – auch mit der Rennstrecke in der Lausitz verbindet ihn ein persönliches Karriere-Highlight. „Auf dem Lausitzring habe ich 2016 mein erstes DTM-Rennen gewonnen, das war so etwas wie mein Durchbruch. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll, aber auch richtig cool zu fahren“, sagt der 30-Jährige.

Titelverteidiger Mirko Bortolotti (I) erlebte einen durchwachsenen Saisonstart. Der Italiener fuhr mit zwei neunten Plätzen zwar in die Punkte, hat im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Abt Sportsline allerdings andere Ansprüche. In der Vorbereitung machte er beim DTM-Test auf dem Lausitzring mit der Bestzeit klar, dass mit ihm zu rechnen ist. Zu den Anwärtern auf eine Top-Position zählt auch Ferrari-Fahrer Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing. Der Brite mit Formel-1-Erfahrung feierte auf der Rennstrecke in Brandenburg 2023 seinen ersten DTM-Sieg und hält bis heute den Rundenrekord. Bereits drei Lausitzring-Siege hat René Rast in seiner Vita stehen – im neuen BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport möchte der dreimalige Champion kommendes Wochenende weitere Erfolge auf der Rennstrecke nördlich von Dresden einfahren.

Vorfreude beim Lokalmatador

Ein DTM-Wochenende vor heimischer Kulisse erwartet Maximilian Paul mit seinem Team Paul Motorsport. Der Lamborghini-Fahrer kommt aus Dresden und blickt erwartungsvoll auf sein Heimspiel. „Die Vorfreude auf das Wochenende ist riesig. Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man so nah an der Heimat mit der DTM fährt“, erzählt Paul, der die Strecke bestens kennt: „Der Asphalt ist mit den vielen Bodenwellen speziell. Man muss nicht nur fahrzeugtechnisch, etwa über die Dämpferabstimmung, darauf reagieren, sondern auch fahrerisch die richtige Linie finden.“

Großes Programm: Renn-Trucks, ADAC GT Masters und Prototypen

Die Besucher dürfen sich am Lausitzring auf ein echtes Motorsport-Festival freuen. Die Truck Racing Europameisterschaft sorgt für Action mit über 1.000 PS starken Renntrucks und trägt insgesamt vier Rennen aus. Dazu erleben die Zuschauer die ersten beiden Saisonrennen des ADAC GT Masters. Komplettiert wird das Programm vom Prototype Cup Germany. Die Extraportion Adrenalin verspricht die DTM Track Safari: In Bussen geht es für Fans am Freitag gemeinsam mit den DTM-Stars und ihren PS-starken Fahrzeugen auf die Rennstrecke. Am Samstagabend um 18 Uhr legt DJ Tomekk in der DTM Fan Zone auf. Tickets für das Wochenende der DTM auf dem Lausitzring gibt es ab 59 Euro online unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.


Donnerstag, 15. Mai 2025

Porsche-Pilot Güven begeistert Türkei – und will in der Lausitz nachlegen

  • Güven: „Fantastisch zu sehen, wie viele Menschen mit mir mitfiebern“
  • Erster türkischer DTM-Rennsieger spricht über enges Vater-Sohn-Verhältnis

Ayhancan Güven ist erster DTM-Rennsieger aus der Türkei
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Wenn die DTM vom 23. bis 25. Mai auf dem Dekra Lausitzring gastiert, tritt Ayhancan Güven aus der Türkei mit einer Extraportion Selbstvertrauen im Gepäck an. Der Porsche-Fahrer vom Team Manthey EMA feierte beim DTM-Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben seinen Premierensieg – und schrieb damit Geschichte: Erstmals gewann ein türkischer Fahrer einen Meisterschaftslauf in der DTM. „Der Sieg hat sich unglaublich angefühlt. Nach dem Rennen war ich noch voller Adrenalin und einfach wahnsinnig glücklich – ich konnte in der Nacht lange gar nicht einschlafen“, erzählt Güven. In der Lausitz möchte der gebürtige Istanbuler an seinen starken Saisonstart anknüpfen und die nächsten Highlights setzen.

Ayhancan Güven, Porsche #90
Foto: Jens Hawrda

Als erster Gratulant direkt neben dem Siegerpodium stand Vater Hakan, der seinen Sohn aus der Mentor-Rolle auf seinem Karriereweg eng begleitet. „Seit über 20 Jahren unterstützt er mich mit viel Hingabe und harter Arbeit. Dieser Moment war vor Ort für mich und meinen Vater etwas ganz Besonderes“, sagt Güven, dessen Weg in den Profisport durchaus ungewöhnlich verlief. Er begann mit Kartsport, aber den Großteil seiner Jugend fuhr Güven Esports-Rennen im Simulator und trat dabei unter anderem in einem Team mit dem vierfachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen an.

Als 17-jähriger kehrte er zurück in den realen Motorsport. Sein großes Ziel verlor Güven dabei nie aus den Augen: Rennen in internationalen Top-Serien wie der DTM zu gewinnen. Er wurde als Porsche-Junior gefördert und arbeitete sich kontinuierlich nach oben. „Ich habe nach meinem Sieg unglaublich viele Nachrichten bekommen: von der Familie, Freunden, Fans, dem türkischen Motorsportverband und sogar vom türkischen Sportministerium. Es ist einfach fantastisch zu sehen, wie viele Menschen mir folgen und mit mir mitfiebern“, beschreibt Güven.

Für besondere Motivation sorgt bei dem 27-Jährigen die Unterstützung aus seiner Heimat. „In der Türkei gab es schon immer Interesse an Motorsport, vor allem der Formel 1. GT- und Sportwagenrennen sind dagegen nicht so bekannt. Wir entwickeln aktuell aber eine neue, großartige türkische Motorsportkultur. Ich bin stolz darauf, der Erste zu sein, der diese neue Begeisterung auslöst. Es ist wirklich schön zu sehen, wie sehr der türkische Motorsport wächst“, freut sich Güven. Die Chance auf das nächste Top-Ergebnis wartet für Güven am Lausitzring – eine Strecke, an die der Porsche-Vertragsfahrer beste Erinnerungen hat: „Auf dem Lausitzring habe ich 2022 mein erstes Rennen im ADAC GT Masters gewonnen. Wir werden alles geben, um erneut das Maximum herauszuholen. Meine Vorfreude auf das Wochenende ist riesig.“


IDM Superbike: GERT56 zweimal auf dem Podium in Oschersleben

Zum Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) durfte das Team GERT56 auf dem sächsischen Pirna mit den Piloten Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig kräftig jubeln: Beide Piloten konnten im ersten Lauf der höchsten deutschen Motorradrennsport-Klasse – der IDM Superbike – auf das Podest fahren. Finsterbusch wurde Zweiter, Jähnig Dritter.

Bereits im Qualifying hatte Jan-Ole Jähnig mit einer Zeit von 1:24,428 Minuten aufgetrumpft und die Qualität der GERT56-Mannschaft unterstrichen. Damit holte er sich den dritten Startplatz und verpasste Rang zwei um nur 0,003 Sekunden an Alt-Meister Florian Alt. Auf die Bestzeit fehlten 0,523 Sekunden. Finsterbusch hatte etwas Mühe, da er unter einer Magen-Darm-Verstimmung litt und am Samstag keinerlei Nahrungsmittel zu sich nehmen konnte. Dennoch holte er in 1:24,543 Minuten den sechsten Startplatz in Reihe zwei, nur 0,638 Sekunden hinter dem Pole-Mann Lukas Tulovic.

Im ersten Lauf hatte das GERT56-Duo dann etwas Glück – vor ihnen fielen mit Tulovic, Alt und Mercado drei Piloten aus. Finsterbusch rückte damit auf den zweiten Platz vor, Jähnig wurde Dritter – und damit standen beide von Teamchef Karsten Wolf eingesetzten BMW M 1000 RR auf dem Podest. Im zweiten Rennen wurde Finsterbusch Fünfter, Jähnig kam direkt dahinter als Sechster über die Ziellinie.

Nach zwei von 14 zu fahrenden Rennen liegt Finsterbusch mit 31 Punkten auf dem zweiten Zwischenrang der Gesamtwertung 14 Zähler hinter Leader Soomer. Jähnig ist mit 26 Zählern auf dem Konto Vierter.

Toni Finsterbusch, BMW M 1000 RR #56
Foto: Jens Hawrda
Toni Finsterbusch:

Es ging eigentlich gut los, wir haben schon am Freitag ein gutes Setup für das Rennen herausgefahren. Am Samstag habe ich mich leider nicht so gut gefühlt, da hatte ich Probleme mit dem Magen und konnte weder etwas essen, noch etwas trinken. Im Qualifying habe ich eine gute erste Runde hinbekommen, leider habe ich es auf der Zweiten dann etwas übertrieben und mir ist das Vorderrad eingeklappt. Das war mit Startplatz sechs dann schon ziemlich ärgerlich – gerade in Oschersleben, wo es schwer zu überholen ist.

Im ersten Rennen hatte ich dann einen relativ schlechten Start, habe aber gleich am Anfang gepusht und bin dann ziemlich schneller hinter Hannes [Soomer] gewesen. Ich bin dann bisschen mit ihm mitgefahren, musste aber gegen Rennende abreißen lassen. Da hatte er so eine starke Pace und ist die Lücke zum Tati [Leandro Mercado] zugefahren. Der hat uns dann noch ein Geschenk gemacht, weil er gestürzt ist und J/O mit auf dem Podest war. Das war für das Team natürlich mega-geil, mit den Plätzen zwei und drei gleich im ersten Rennen.

Im zweiten Rennen hatte ich einen besseren Start und war relativ lang auf Fünf unterwegs – aber mit Schlagdistanz nach vorn. Ich konnte dann am Ende aber nicht mehr viel erreichen. Mit den Rängen zwei und fünf bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn man bedenkt, dass ich nicht 100-prozentig fit in den Rennsonntag gegangen bin. Da lässt sich aber drauf aufbauen und wir schauen weiter, wie es in Schleiz dann läuft.

Jan-Ole Jähnig, BMW M 1000 RR, #14
Foto: Jens Hawrda

Jan-Ole Jähnig:

Das war ein gelungener Einstand vom ganzen Team – wir haben gut Punkte geholt! Das Wochenende verlief von Anfang bis Ende sehr gut, wir haben viel gearbeitet und konnten unsere Pace auch im Vergleich zum letzten Jahr und zum Test um einiges steigern. Das war mir sehr wichtig, dass ich mich verbessern kann. Mit der ersten Startreihe im Quali war ich natürlich mehr als happy. Das erste Rennen war mega – gleich das erste Podest eingefahren und gut gepunktet. Im zweiten Rennen habe ich mich dann – ehrlich gesagt – etwas schwer getan. Da hatte ich nicht so das perfekte Gefühl zur Front, aber ich habe das Ding solide zu Ende gefahren und wir haben gut gepunktet. Mit 26 Punkten stehen wir jetzt erst mal gut da und auch für Schleiz sollte alles passen, das kann kommen. Ein großer Dank geht ans Team, die haben alle super gearbeitet, es gab null Probleme, das war echt perfekt.

Quelle: www.gert56.de