Dienstag, 20. Mai 2025

Fabio Scherer startet in neuer Optik

Fabio Scherer tritt ab dem DTM-Wochenende auf dem Dekra Lausitzring (23. bis 25. Mai) in einem neuen Fahrzeugdesign an. Sein Ford Mustang GT3 mit der Startnummer 64 tritt künftig im weiß gehaltenen Komplettlook auf, der das bisherige schwarz-rote Design ablöst. Grafische Elemente im Stil der Luftfahrt und Logos der Partner German Airways und Speedlink sorgen für zusätzliche Akzente. Mit dem neuen Erscheinungsbild setzt das Haupt Racing Team einen frischen Impuls im DTM-Starterfeld.

Ulrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team: „Wir sind stolz, mit German Airways und Speedlink nicht nur zwei sehr bekannte Marken an unserer Seite zu haben, sondern auch ein starkes Netzwerk, das unsere Werte teilt und uns bei der Verwirklichung unserer Vision unterstützt. Gemeinsam wollen wir neue Maßstäbe setzen. Das gilt sowohl auf der Rennstrecke als auch abseits davon, etwa bei der Optimierung interner Prozesse. Die Zusammenarbeit hat auf jeden Fall großes Potenzial, in Zukunft noch weiter zu wachsen – auch über die DTM hinaus.“


Montag, 19. Mai 2025

Zweiter DTM-Stopp: PS-Festival am Dekra Lausitzring

  • Starkes Programm: DTM, ADAC GT Masters, Prototype Cup und Renn-Trucks
  • Auftaktsieger Auer und Titelverteidiger Bortolotti im Fokus
  • Lokalmatador Paul: „Etwas Besonderes, so nah an der Heimat DTM zu fahren“


Volles Programm, volle Power: Die DTM gastiert am kommenden Wochenende (23. bis 25. Mai) am Dekra Lausitzring. Für zusätzliches Spektakel sorgen der Saisonstart des ADAC GT Masters und der Prototype Cup Germany. In der DTM ist der Südafrikaner Jordan Pepper (TGI Team Lamborghini by GRT) als Tabellenführer der Gejagte. Auch Porsche-Pilot Ayhancan Güven (TR) und Lucas Auer (A) im Mercedes-AMG GT3 reisen nach ihren Auftaktsiegen mit Rückenwind in die Lausitz. Dazu gibt es Verstärkung im XXL-Format: Erstmals ist die Truck Racing Europameisterschaft bei der DTM zu Gast. Beide DTM-Rennen sind bei ProSieben im TV und bei Joyn im Stream zu sehen. Der Samstagslauf startet eine Stunde früher als gewohnt um 12.30 Uhr, am Sonntag beginnt das Rennen um 13.30 Uhr.

Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Schipkau, Saisonrennen 3 und 4 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Layout: zwölf Kurven (fünf Rechts-, sieben Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2024, Rennen 1: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2)

Sieger 2024, Rennen 2: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)

Auer und Güven jagen Spitzenreiter Pepper

Schon der Auftakt in Oschersleben hat gezeigt, wie packend und umkämpft die DTM 2025 ist: Güven jubelte über seinen Premierensieg, Pepper holte sich erstmals die Tabellenführung. Beide wollen in der Lausitz an ihren starken Auftakt anknüpfen. Ambitioniert geht auch Auer in das zweite Rennwochenende der Saison. In Oschersleben markierte der Österreicher vor rund drei Wochen seinen zehnten Sieg – auch mit der Rennstrecke in der Lausitz verbindet ihn ein persönliches Karriere-Highlight. „Auf dem Lausitzring habe ich 2016 mein erstes DTM-Rennen gewonnen, das war so etwas wie mein Durchbruch. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll, aber auch richtig cool zu fahren“, sagt der 30-Jährige.

Titelverteidiger Mirko Bortolotti (I) erlebte einen durchwachsenen Saisonstart. Der Italiener fuhr mit zwei neunten Plätzen zwar in die Punkte, hat im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Abt Sportsline allerdings andere Ansprüche. In der Vorbereitung machte er beim DTM-Test auf dem Lausitzring mit der Bestzeit klar, dass mit ihm zu rechnen ist. Zu den Anwärtern auf eine Top-Position zählt auch Ferrari-Fahrer Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing. Der Brite mit Formel-1-Erfahrung feierte auf der Rennstrecke in Brandenburg 2023 seinen ersten DTM-Sieg und hält bis heute den Rundenrekord. Bereits drei Lausitzring-Siege hat René Rast in seiner Vita stehen – im neuen BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport möchte der dreimalige Champion kommendes Wochenende weitere Erfolge auf der Rennstrecke nördlich von Dresden einfahren.

Vorfreude beim Lokalmatador

Ein DTM-Wochenende vor heimischer Kulisse erwartet Maximilian Paul mit seinem Team Paul Motorsport. Der Lamborghini-Fahrer kommt aus Dresden und blickt erwartungsvoll auf sein Heimspiel. „Die Vorfreude auf das Wochenende ist riesig. Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man so nah an der Heimat mit der DTM fährt“, erzählt Paul, der die Strecke bestens kennt: „Der Asphalt ist mit den vielen Bodenwellen speziell. Man muss nicht nur fahrzeugtechnisch, etwa über die Dämpferabstimmung, darauf reagieren, sondern auch fahrerisch die richtige Linie finden.“

Großes Programm: Renn-Trucks, ADAC GT Masters und Prototypen

Die Besucher dürfen sich am Lausitzring auf ein echtes Motorsport-Festival freuen. Die Truck Racing Europameisterschaft sorgt für Action mit über 1.000 PS starken Renntrucks und trägt insgesamt vier Rennen aus. Dazu erleben die Zuschauer die ersten beiden Saisonrennen des ADAC GT Masters. Komplettiert wird das Programm vom Prototype Cup Germany. Die Extraportion Adrenalin verspricht die DTM Track Safari: In Bussen geht es für Fans am Freitag gemeinsam mit den DTM-Stars und ihren PS-starken Fahrzeugen auf die Rennstrecke. Am Samstagabend um 18 Uhr legt DJ Tomekk in der DTM Fan Zone auf. Tickets für das Wochenende der DTM auf dem Lausitzring gibt es ab 59 Euro online unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.


Donnerstag, 15. Mai 2025

Porsche-Pilot Güven begeistert Türkei – und will in der Lausitz nachlegen

  • Güven: „Fantastisch zu sehen, wie viele Menschen mit mir mitfiebern“
  • Erster türkischer DTM-Rennsieger spricht über enges Vater-Sohn-Verhältnis

Ayhancan Güven ist erster DTM-Rennsieger aus der Türkei
Foto: dtm.com / ADAC-Motorsport

Wenn die DTM vom 23. bis 25. Mai auf dem Dekra Lausitzring gastiert, tritt Ayhancan Güven aus der Türkei mit einer Extraportion Selbstvertrauen im Gepäck an. Der Porsche-Fahrer vom Team Manthey EMA feierte beim DTM-Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben seinen Premierensieg – und schrieb damit Geschichte: Erstmals gewann ein türkischer Fahrer einen Meisterschaftslauf in der DTM. „Der Sieg hat sich unglaublich angefühlt. Nach dem Rennen war ich noch voller Adrenalin und einfach wahnsinnig glücklich – ich konnte in der Nacht lange gar nicht einschlafen“, erzählt Güven. In der Lausitz möchte der gebürtige Istanbuler an seinen starken Saisonstart anknüpfen und die nächsten Highlights setzen.

Ayhancan Güven, Porsche #90
Foto: Jens Hawrda

Als erster Gratulant direkt neben dem Siegerpodium stand Vater Hakan, der seinen Sohn aus der Mentor-Rolle auf seinem Karriereweg eng begleitet. „Seit über 20 Jahren unterstützt er mich mit viel Hingabe und harter Arbeit. Dieser Moment war vor Ort für mich und meinen Vater etwas ganz Besonderes“, sagt Güven, dessen Weg in den Profisport durchaus ungewöhnlich verlief. Er begann mit Kartsport, aber den Großteil seiner Jugend fuhr Güven Esports-Rennen im Simulator und trat dabei unter anderem in einem Team mit dem vierfachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen an.

Als 17-jähriger kehrte er zurück in den realen Motorsport. Sein großes Ziel verlor Güven dabei nie aus den Augen: Rennen in internationalen Top-Serien wie der DTM zu gewinnen. Er wurde als Porsche-Junior gefördert und arbeitete sich kontinuierlich nach oben. „Ich habe nach meinem Sieg unglaublich viele Nachrichten bekommen: von der Familie, Freunden, Fans, dem türkischen Motorsportverband und sogar vom türkischen Sportministerium. Es ist einfach fantastisch zu sehen, wie viele Menschen mir folgen und mit mir mitfiebern“, beschreibt Güven.

Für besondere Motivation sorgt bei dem 27-Jährigen die Unterstützung aus seiner Heimat. „In der Türkei gab es schon immer Interesse an Motorsport, vor allem der Formel 1. GT- und Sportwagenrennen sind dagegen nicht so bekannt. Wir entwickeln aktuell aber eine neue, großartige türkische Motorsportkultur. Ich bin stolz darauf, der Erste zu sein, der diese neue Begeisterung auslöst. Es ist wirklich schön zu sehen, wie sehr der türkische Motorsport wächst“, freut sich Güven. Die Chance auf das nächste Top-Ergebnis wartet für Güven am Lausitzring – eine Strecke, an die der Porsche-Vertragsfahrer beste Erinnerungen hat: „Auf dem Lausitzring habe ich 2022 mein erstes Rennen im ADAC GT Masters gewonnen. Wir werden alles geben, um erneut das Maximum herauszuholen. Meine Vorfreude auf das Wochenende ist riesig.“


IDM Superbike: GERT56 zweimal auf dem Podium in Oschersleben

Zum Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) durfte das Team GERT56 auf dem sächsischen Pirna mit den Piloten Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig kräftig jubeln: Beide Piloten konnten im ersten Lauf der höchsten deutschen Motorradrennsport-Klasse – der IDM Superbike – auf das Podest fahren. Finsterbusch wurde Zweiter, Jähnig Dritter.

Bereits im Qualifying hatte Jan-Ole Jähnig mit einer Zeit von 1:24,428 Minuten aufgetrumpft und die Qualität der GERT56-Mannschaft unterstrichen. Damit holte er sich den dritten Startplatz und verpasste Rang zwei um nur 0,003 Sekunden an Alt-Meister Florian Alt. Auf die Bestzeit fehlten 0,523 Sekunden. Finsterbusch hatte etwas Mühe, da er unter einer Magen-Darm-Verstimmung litt und am Samstag keinerlei Nahrungsmittel zu sich nehmen konnte. Dennoch holte er in 1:24,543 Minuten den sechsten Startplatz in Reihe zwei, nur 0,638 Sekunden hinter dem Pole-Mann Lukas Tulovic.

Im ersten Lauf hatte das GERT56-Duo dann etwas Glück – vor ihnen fielen mit Tulovic, Alt und Mercado drei Piloten aus. Finsterbusch rückte damit auf den zweiten Platz vor, Jähnig wurde Dritter – und damit standen beide von Teamchef Karsten Wolf eingesetzten BMW M 1000 RR auf dem Podest. Im zweiten Rennen wurde Finsterbusch Fünfter, Jähnig kam direkt dahinter als Sechster über die Ziellinie.

Nach zwei von 14 zu fahrenden Rennen liegt Finsterbusch mit 31 Punkten auf dem zweiten Zwischenrang der Gesamtwertung 14 Zähler hinter Leader Soomer. Jähnig ist mit 26 Zählern auf dem Konto Vierter.

Toni Finsterbusch, BMW M 1000 RR #56
Foto: Jens Hawrda
Toni Finsterbusch:

Es ging eigentlich gut los, wir haben schon am Freitag ein gutes Setup für das Rennen herausgefahren. Am Samstag habe ich mich leider nicht so gut gefühlt, da hatte ich Probleme mit dem Magen und konnte weder etwas essen, noch etwas trinken. Im Qualifying habe ich eine gute erste Runde hinbekommen, leider habe ich es auf der Zweiten dann etwas übertrieben und mir ist das Vorderrad eingeklappt. Das war mit Startplatz sechs dann schon ziemlich ärgerlich – gerade in Oschersleben, wo es schwer zu überholen ist.

Im ersten Rennen hatte ich dann einen relativ schlechten Start, habe aber gleich am Anfang gepusht und bin dann ziemlich schneller hinter Hannes [Soomer] gewesen. Ich bin dann bisschen mit ihm mitgefahren, musste aber gegen Rennende abreißen lassen. Da hatte er so eine starke Pace und ist die Lücke zum Tati [Leandro Mercado] zugefahren. Der hat uns dann noch ein Geschenk gemacht, weil er gestürzt ist und J/O mit auf dem Podest war. Das war für das Team natürlich mega-geil, mit den Plätzen zwei und drei gleich im ersten Rennen.

Im zweiten Rennen hatte ich einen besseren Start und war relativ lang auf Fünf unterwegs – aber mit Schlagdistanz nach vorn. Ich konnte dann am Ende aber nicht mehr viel erreichen. Mit den Rängen zwei und fünf bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn man bedenkt, dass ich nicht 100-prozentig fit in den Rennsonntag gegangen bin. Da lässt sich aber drauf aufbauen und wir schauen weiter, wie es in Schleiz dann läuft.

Jan-Ole Jähnig, BMW M 1000 RR, #14
Foto: Jens Hawrda

Jan-Ole Jähnig:

Das war ein gelungener Einstand vom ganzen Team – wir haben gut Punkte geholt! Das Wochenende verlief von Anfang bis Ende sehr gut, wir haben viel gearbeitet und konnten unsere Pace auch im Vergleich zum letzten Jahr und zum Test um einiges steigern. Das war mir sehr wichtig, dass ich mich verbessern kann. Mit der ersten Startreihe im Quali war ich natürlich mehr als happy. Das erste Rennen war mega – gleich das erste Podest eingefahren und gut gepunktet. Im zweiten Rennen habe ich mich dann – ehrlich gesagt – etwas schwer getan. Da hatte ich nicht so das perfekte Gefühl zur Front, aber ich habe das Ding solide zu Ende gefahren und wir haben gut gepunktet. Mit 26 Punkten stehen wir jetzt erst mal gut da und auch für Schleiz sollte alles passen, das kann kommen. Ein großer Dank geht ans Team, die haben alle super gearbeitet, es gab null Probleme, das war echt perfekt.

Quelle: www.gert56.de


Mittwoch, 14. Mai 2025

IDM 2025: Kopf-an-Kopf-Rennen beim Saisonauftakt in Oschersleben

Es war ein heißer Saisonauftakt für die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM). Nicht nur das Wetter zeigte sich am vergangenen Wochenende in der Motorsport Arena von der besten Seite. Vor allem auf der Rennstrecke spielte sich ein Feuerwerk der Emotionen ab.

In den drei IDM-Klassen ging es erstmals um Punkte. Jedes Rennen für sich sorgte für Schnappatmung. Angefangen vom Nachwuchs bis hin zu den Top-Stars.

In der Top-Klasse Superbike, wurde die Frage beantwortet, wer das offizielle BMW-Werksteam schlagen kann. In den letzten acht Jahren holte das Team sechs Titel. Schon in der Superpole kam die Ansage von Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt). Er war im Kampf um die beste Startposition mit einer Bestzeit von 1.23,905 min eine halbe Sekunde schneller als der Rest.

Der Meister von 2023 und Vize des letzten Jahres Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) qualifizierte sich auf Honda für den zweiten Startplatz. Als Dritter sicherte sich BMW-Junior Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) einen Platz in der ersten Reihe. Auf den Plätzen 1 – 3 gaben sich somit drei verschiedene Motorradmarken die Ehre. Eines war sicher: Das komplette Paket mit Ducati, Honda, BMW, Yamaha und Kawasaki würde größten Unterhaltungswert bieten.

Hannes Sommer übernimmt die Tabellenführung in der Meisterschaft
Foto: Jens Hawrda

IDM Superbike: Favoritenausfälle und BMW-Führung

Im ersten Rennen überschlugen sich die Ereignisse. Alt hatte nach einem technischen Defekt einen heftigen Quersteher.  Tulovic parkte seine rote Diva nur wenige Meter entfernt ebenfalls mit einem Defekt am Streckenrand.  Leandro „Tati“ Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW) bekam den ersten Saisonsieg auf dem Silbertablett serviert. Doch auch der Argentinier kam nicht ins Ziel. In der vorletzten Runde rutschte er mit eingeklapptem Vorderrad von der Strecke. Nach 18 Runden gewann sein Teamkollege Hannes Soomer aus Estland auf der gelb-schwarzen BMW das Rennen. Die nachfolgenden Plätze gingen an die BMW-Markenkollegen Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig vom Team GERT56 by RS Speedbikes.

Das zweite Rennen wurde zu einer Triumphfahrt von Ducati-Hoffnung Lukas Tulovic, der sich 3,760 Sekunden von den Verfolgern absetzten konnte. Alt konnte mit der Honda eine zeitlang mithalten. bekam aber später Besuch von Zanetti und der den zweiten Platz übernahm. Hannes Soomer hatte sich im Laufe des Rennens Stück für Stück nach vorn gerobbt und legte sich auf den letzten Metern Ellbogen an Ellbogen mit Zanetti an, was P2 als Ausbeute mit sich brachte. Der Este fuhr als Meisterschafts-Führender mit 45 Punkten nach Hause. Zanetti wurde Dritter und für Florian Alt verpasste das Treppchen und wurde Vierter.

Dirk Geiger siegt in Rennen 2 der IDM Supersport
Foto: Jens Hawrda

IDM Supersport: Kopf-an-Kopf-Rennen

In der IDM Supersport ging es ebenso hart zur Sache. Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) landete einen lupenreinen Sieg im ersten Lauf. Lange kämpfte er aber gegen den energischen und ebenso forschen Honda-Fahrer Dirk Geiger (MCA Racing), der der gegen Ende des Rennens leider mit technischen Problemen zurückfiel. Im zweiten Lauf gab es für den Deutschen allerdings kein Halten mehr. Zwei Führungswechsel innerhalb von zwei Kurven, ein paar Berührungen, aber ein fairer Ausgang. Der Sieg ging am Ende mit 95 Tausendstelsekunden Vorsprung an Geiger. In den Genuss von Podiumsluft kamen auch die beiden Ducati-Fahrer Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing) und Daniel Blin (AF Racing).

Oliver Svendson holt einen Doppelsieg in der neuen Klasse IDM Sportbike
Foto: Jens Hawrda

IDM Sportbike: Doppelsieg für Svendsen

Oliver Svendsen entpuppte sich auf der Triumph Daytona 660 als Überflieger in der neuen IDM Sportbike, dem Nachfolger der bisherigen Nachwuchsklasse IDM Supersport 300. Der Österreicher Luis Rammerstorfer (Team Freudenberg) eroberte die Pole Position, vermasselte aber im ersten Rennen den Start und wurde Dritter. Ganz vorn gab es einen erbarmungslosen Kampf zwischen Aprilia-Fahrer Petr Svoboda (WRP Racing) und Svendsen, der in der letzten Runde zuschlug. Damit wurde der 21-jährige Däne der erste IDM Sportbike-Sieger. Rammerstorfer streckte im zweiten Lauf in Führung liegend die Hand nach dem größten Pokal aus - bis die Kette am Motorrad riss. Svoboda war nun vorn, aber Svendsen noch nicht fertig. Ein brachialer Highsider und ein Kopf-an-Kopf-Rennen brachten die Entscheidung: 0,033 Sekunden Vorteil für Svendsen. Der Deutsche Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz 13) hatte sich mit seiner Yamaha als Dritter rausgehalten.

„Das war ein Auftakt, wie wir ihn uns wünschen“, sagt Serienmanager Normann Broy, „es wurde mit dem Messer zwischen den Zähnen gekämpft und wir haben trotz vieler enger Manöver absolut fairen Motorsport erlebt. Das gilt auch für die beiden Gastklassen ADAC Junior Cup und Northern Talent Cup. Unser Angebot gefällt den Zuschauern und wir haben neue Fans gewonnen, wie der Pit-Walk durch die Boxengasse gezeigt hat.“

Die nächste IDM-Veranstaltung findet vom 30. Mai bis zum 01. Juni 2025 auf dem Schleizer Dreieck statt. Auf Deutschlands ältester Naturrennstrecke ist die IDM ein Volksfest, zu dem rund 30.000 Besucher pilgern.