Montag, 12. Mai 2025

IDM Sportbike: Doppelsieg für Oliver Svendsen in Oschersleben

Oliver Svendson holt sich auch den Sieg in Rennen 2
Foto: Jens Hawrda

Was für ein Finish, was für ein Rennen! Oliver Svendsen krönt einen ohnehin erfolgreichen IDM-Auftakt mit einem spektakulären Doppelsieg in der neuen Sportbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Oschersleben. Nach einem dramatischen Rennverlauf am Sonntag holte sich der Däne auch im zweiten Lauf den Sieg – mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,03 Sekunden vor Petr Svoboda. Und auch Rang drei sorgte für Schlagzeilen: Justin Hänse feierte bei seinem IDM-Debüt den ersten Podestplatz seiner Karriere.

Bereits am Samstag hatte Svendsen mit dem Sieg im Premierenrennen ein Ausrufezeichen gesetzt. Am Sonntag jedoch toppte der Vorjahreschampion der IDM Supersport 300 seine Leistung – und brachte dabei nicht nur das Team Triumph Germany Racing, sondern auch die Fans am Streckenrand an ihre Belastungsgrenze.

Zunächst bestimmte Petr Svoboda (WRP Racing) das Tempo an der Spitze. Der Tscheche zog seine Runden souverän und sah lange wie der sichere Sieger aus – bis in Runde zehn plötzlich IDM-Neuling Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) auftrumpfte. Der 17-jährige Österreicher überholte die Spitzengruppe und setzte sich überraschend an die Spitze. Doch der Traum vom Durchmarsch endete abrupt: Drei Runden vor Schluss riss die Kette an seinem Bike – aus und vorbei, ausgerechnet in seiner stärksten Phase.

Svoboda übernahm erneut die Führung, doch Svendsen lauerte – und schlug, wie auch im ersten Lauf, in der finalen Runde zu. Mit einem konsequenten Überholmanöver schnappte er sich die Spitze, ging volles Risiko – und geriet kurz darauf selbst ins Straucheln. Svendsen ging zu stark ans Gas, sodass seine Triumph sich plötzlich heftig aufschaukelte. Doch dem Routinier gelang es, die Maschine noch abzufangen und damit mit Ach und Krach einen Highsider zu verhindern. Die Folge: Svoboda war wieder vorne, mit 0,8 Sekunden Vorsprung.

Doch Svendsen gab nicht auf. Mit aller Entschlossenheit holte er alles aus seiner Triumph Daytona 660 heraus, flog förmlich durch den letzten Sektor – und war kurz vor der Zielkurve wieder am Heck seines Gegners. In der letzten Kurve setzte Svenden zur finalen Attacke an, zog Kopf an Kopf mit Svoboda auf die Zielgerade – und entschied das Rennen um eine Reifenbreite für sich. 0,03 Sekunden! Das war Motorsport-Drama vom Feinsten. „Der Tag begann alles andere als ideal – im Warm-up bin ich gestürzt. Aber das Rennen war dann ein richtig intensiver Fight“, schilderte Svendsen. „Gegen Rennende ließ mein Reifengrip spürbar nach, und in der letzten Runde wurde es nochmal richtig brenzlig mit einem beinahe-Highsider, den ich gerade noch abfangen konnte. Aufgeben kam für mich nicht infrage. Ich habe alles reingeworfen, was ging – und wurde belohnt. Ein rundum erfolgreiches Wochenende für uns.“ Für Petr Svoboda blieb erneut nur Rang zwei – doch seine Performance zeigte erneut, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch er als Erster übers Ziel kommt.

Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13) konnte unterdessen vom Pech Rammerstorfers profitieren. Der 22-Jährige aus Harth-Pöllnitz schnappte sich Rang drei – und damit das erste IDM-Podium seiner Karriere. Hänse, der bislang vor allem auf der Langstrecke zu Hause war, zeigte bei seinem IDM-Einstand eine starke Leistung und bewies Konstanz.

„Ich freue mich riesig über meinen dritten Platz“, so Hänse nach dem Rennen. „Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, so früh schon auf dem Podium zu stehen – auch wenn ich natürlich vom Ausfall von Luis profitiert habe. Trotzdem: Das ist ein tolles Ergebnis für mich und ein super Einstand in die IDM.“

Wie schon im ersten Lauf lieferten sich Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing) und Ben Kugler (motolife) erneut ein intensives Duell. Wieder behielt der Niederländer Kooistra die Oberhand und sicherte sich Platz vier. Kugler musste sich mit Rang fünf zufriedengeben.

Felix Kauertz (WSC-Racing by Aprilia & Racefoxx – Vizemeister des Yamalube Yamaha R7 Cups 2024 – brachte seine Yamaha als Sechster ins Ziel. Dahinter folgte Korbinian Brandl (AK Racing Team), während IDM-Routinier Sven Seidler (ViVa by Peuker & Streeb), Alexander Weizel (AK Racing Team) und Anton Södergren (Triumph Germany Racing Team) die Top-10 komplettierten.

Podium Rennen 2 IDM Sportbike
Foto: Jens Hawrda

IDM Sportbike Ergebnis Rennen 2 (Top-Ten)

  1. Oliver SVENDSEN
  2. Petr SVOBODA
  3. Justin HÄNSE
  4. Rick KOOISTRA
  5. Ben KUGLER
  6. Felix KAUERTZ
  7. Korbinian BRANDL
  8. Sven SEIDLER
  9. Alexander WEIZEL
  10. Anton SÖDERGREN

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann

IDM Superbike: Soomer siegt nach Drama um Alt, Tulo und Tati

Hannes Soomer gewinnt das erste Superbikerennen der Saison
Foto: Jens Hawrda

Das erste Rennen in der IDM Superbike in der Motorsport Arena Oschersleben war dramatischer als je ein Drehbuch sein könnte. Nach 18 Runden ging der Sieg an Hannes Soomer (Masteroil Alpha Van Zon BMW). Es gab durchaus mehrere Kandidaten, die nur hätten zugreifen müssen. Aber Grundvoraussetzung ist eben immer noch, auf dem Motorrad sitzen zu bleiben, beziehungsweise das Bike ins Ziel zu bringen.

Polesetter Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) freute sich tierisch aufs erste Rennen. Auf die halbe Sekunde Vorsprung im Qualifying konnte sich der Superbike-Rookie schon etwas einbilden. Endlich eine Ducati vorn. Das war auch Teamchef Matthias Moser wie Öl runtergegangen.

Florian Alt Holzhauer Racing Promotion), Meister von 2023 und Vize von 2024, gestand, in der letzten Nacht wie ein Stein geschlafen zu haben. Trotzdem hatte sich der einzige Honda-Fahrer im Feld seine Gedanken gemacht. „Ich konnte das Qualifying mit einer vollen Risiko-Runde als Zweiter abschließen. Die BMW´s und Ducati haben mittlerweile so viele Vorteile, dass sie einfach viel mehr Performance haben. Maximal ein Podiumsplatz ist für uns heute drin, wenn das überhaupt klappt.“ Der 29-Jährige stapelte tief, denn er ist schneller als im Vorjahr unterwegs. Die erste BMW stand leicht von ihm versetzt ebenfalls in der ersten Reihe und gehörte zu Jan-Ole Jähnig (GERT56). Die Markenvielfalt versprach höchstes Unterhaltungspotential.

Nach dem Start sprintete Alt von der Linie weg. Tulovic konterte in der Hotelkurve. Sie beharkten sich und fuhren sich fast ins Motorrad, weil sie beide von der optimalen Linie abkamen. Das war die Chance für Leandro „Tati“ Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW), sich die Führung zu schnappen. Ihn muss man 2025 auf dem Zettel haben.

Die rote Diva parkt am Streckenrand

Bereits in der dritten Runde begann mit einem Schlag das Drama in der Arena. Alt quittierte einen heftigen Quersteher beim Anbremsen. Das war ganz offensichtlich kein Fehler von ihm, sondern ein Problem an der Honda. „Ich hatte am Ende der Geraden eine Blockade am Hinterrad und bin froh, dabei nicht noch abgestiegen zu sein“, meinte er nach dem Rückweg in die Box.

Foto: Jens Hawrda

Florian Alt muss Ende Runde 3 durchs Kiesbett
Foto: Jens Hawrda

Nur wenige Kurven später war auch Tulovic technisch bedingt am Ende. Der potentielle Sieganwärter musste seine rote Diva am Streckenrand parken. Alle Spekulationen und Prophezeiungen hatten sich nach zweieinhalb Runden in Luft aufgelöst.

wenig später muss auch Lucas Tulovic seine Ducati mit technischem Defekt abstellen
Foto: Jens Hawrda

Für Mercado ging es an der Spitze weiter. Mit Abstand folgten dem Argentinier sein Teamkollege Hannes Soomer, die GERT56-Kollegen Jan-Ole Jähnig und Toni Finsterbusch. Das ergab sozusagen eine Doppelspitze des BMW-Meisterteams von Werner Daemen mit dem nächsten BMW-Duo dahinter. Lorenzo Zanetti steuerte auf dem fünften Platz die einzig verbliebene Ducati und gleichzeitig das erste Nicht-BMW-Fabrikat.

Soomer lässt den Abstand schrumpfen

Durch die Ausfälle und das Gerangel, die ihn zur Rennmitte mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung in eine komfortable Lage versetzten, bekam Mercado den ersten Saisonsieg nun fast auf dem Silbertablett serviert. Er war auf Weg zu seinem ersten IDM Superbike-Sieg überhaupt. Doch das Drama im Rennen war noch nicht zu Ende. Soomer pirschte sich hartnäckig heran. Der Abstand schrumpfte auf vier Zehntel. In der vorletzten Runde schlitterte Mercado mit eingeknicktem Vorderrad über den Asphalt. Da ging nichts mehr. Marco Fetz landete ebenfalls im Acker.

Soomer gewann das Eröffnungsrennen auf der gelb-schwarzen BMW. Das obligatorische Blau des Esten ist nur noch auf dem Helm zu sehen. Finsterbusch hatte in der zweiten Hälfte seinen Teamkollegen Jähnig überholt und war froh, so gut reingehalten zu haben. Gestern hatte er sich noch mit einer Magen-Darm-Geschichte herumgeschlagen. Zanetti wurde Vierter. Yamaha-Umsteiger Jan Mohr unterbrach die BMW-Übermacht auf dem achten Platz. Die vielen Bewegungen sorgte dafür, dass auch das arg gebeutelte Skach Motors Kawasaki Team zu sechs Meisterschaftspunkten kam.

Podium Rennen 1
Foto: Jens Hawrda

Ergebnis IDM Superbike, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Hannes SOOMER (EST), BMW

2. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW

3. Jan-Ole JÄHNIG (DEU), BMW

4. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati

5. Leon ORGIS (DEU), BMW

6. G Máté SZÁMADÓ (HUN), BMW

7. Milan MERCKELBAGH (NLD), BMW

8. Jan MOHR (AUT), Yamaha

9. G Ricardo BRINK (NLD), BMW

10.Maximilian KOFLER (AUT), Yamaha

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Sonntag, 11. Mai 2025

IDM Supersport: Andreas Kofler siegt in Rennen 1 in Oschersleben

Der Titelverteidiger Andreas Kofler holt sich den Sieg in Rennen 1
Foto: Jens Hawrda

Für das Unternehmen Titelverteidigung in der IDM Supersport ist bei Andreas Kofler (Yamalube Motorsport Kofler) alles perfekt gelaufen. Nach einem lupenreinen Sieg in der Motorsport Arena Oschersleben hat er die ersten 25 Punkte in der Tasche. Mehr geht nicht. Dirk Geiger (MCA Racing) hätte ihm gefährlich werden können, doch der Honda-Fahrer wurde plötzlich von technischen Problemen eingebremst.

In der zweiten Runde belagerte Geiger den führenden Supersport-Meister von 2024 und fuhr dabei noch schneller als in der Qualifikation. Dahinter platzierten sich Luca de Vleeschauwer (Track and Trades Wixx Racing), Daniel Blin (AF Racing Team), Marvin Siebdrath (Yamalube Kofler Motorsport), Melvin van der Voort (Track and Trades Wixx Racing), Marcel Brenner (MotoLife) und Julius Caesar Rörig (MCA Racing).

Kampf auf Augenhöhe bis zum Verhängnis

In Runde 5 begann für Geiger das Desaster. Er wurde langsamer und verlor den Anschluss zu Kofler. Der Österreicher war weg. Da ging nichts mehr. Den Sieg konnte sich Geiger jetzt abschminken. Gleichzeitig kamen von hinten die Ducatis näher. Aber alles schien sich einzupegeln. Die Abstände zwischen ersten vier Fahrern blieben konstant gleich. Es war ein Kampf auf Augenhöhe und auf extrem hohen Niveau. Bis Geiger völlig unerwartet sechs Sekunden in einer einzigen Runde verlor. Da wurde endgültig klar: Hier stimmte etwas nicht.

Das Team untersuchte später das Motorrad, konnte aber noch keine Aussage treffen, was Geiger zum Fall von einem Podestplatz gebracht hatte. Dort landeten zum schließlich hinter dem überragenden Yamaha-Fahrer Kofler – „wir waren schon brutal schnell“ – die beiden Ducatisti Luca de Vleeschauwer und Daniel Blin. Für den Belgier war es gleich im ersten Rennen das erste Podium in seiner neuen Ducati-Karriere. Der Pole wiederholte seinen Triumph beim Saisonauftakt vor einem Jahr.

Geiger musste nicht nur die beiden Ducati-Fahrer, sondern auch Marvin Siebdrath und Melvin van der Voort ziehen lassen. Für seinen Teamkollegen Julius Caesar Rörig machte er freiwillig Platz. Der 18-Jährige erreichte mit dem sechsten Platz das bisher beste Ergebnis in seiner Supersport-Karriere.

Till Belczykowski (LJ Racing), der einzige MV Agusta-Fahrer, kam nach anderthalb Jahren wieder in die Top Ten. Auch der Schweizer Marcel Brenner liegt nach den Worten seines Teamchefs Andreas Köder auch völlig Plan. „Marcel war gesundheitlich so angeschlagen und hat bisher kaum testen können, dass wir nicht mehr erwartet haben. Im Gegenteil.“

Iñigo Iglesias (Triumph Germany Supersport Racing) donnerte vom 18. Startplatz auf den 11. Platz im Rennen. In Butter ist noch lange nichts, wenn man bedenkt, dass Iglesias um Spitzenplätze kämpfen soll. Bester Kawasaki-Fahrer wurde „Lucky Luc“ Luca Göttlicher auf P13.

Podest Rennen 1 IDM Supersport
Foto: Jens Hawrda

IDM Supersport, Rennen 1 (Top-Ten)

1. Andreas KOFLER (AUT), Yamaha

2. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL), Ducati

3. Daniel BLIN (POL), Ducati

4. Marvin SIEBDRATH (DEU), Yamaha

5. Melvin VAN DER VOORT (NLD), Ducati

6. Julius Caesar RÖRIG (DEU), Honda

7. Dirk GEIGER (DEU), Honda

8. Štepán ZUDA (CZE), Yamaha

9. Marcel BRENNER (CHE), Ducati

10.Till Benedikt BELCZYKOWSKI (DEU), MV Agusta

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

IDM Sportbike: Svendsen gewinnt Premierenrennen

Oliver Svendsen holt den ersten Sieg in der neuen IDM-Klasse
Foto: Jens Hawrda

Oliver Svendsen (Triumph Germany Racing Team) hat beim ersten Rennen der neu geschaffenen Sportbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) direkt ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 21-jährige Däne schnappte sich beim Saisonauftakt in Oschersleben den Sieg. Auf Platz zwei landete Petr Svoboda (WRP Racing), gefolgt vom österreichischen IDM-Neuling Luis Rammerstorfer (Freudenberg RoRa-Paligo Racing).

Die Freude war groß bei Luis Rammerstorfer und seinem Team am Mittag, als er seinen Namen nach dem zweiten Qualifying auf der Pole Position sah. Umso größer war dementsprechend auch die Aufregung beim 17-Jährigen in der Startaufstellung vor dem ersten Rennen. Als die Ampel endlich auf grün sprang, kam das Nervenflattern und Rammerstorfer versemmelte den Start. Zum Vorteil von Oliver Svendsen und Petr Svoboda, die ihre Chance nutzten und an ihm vorbeizogen, ebenso wie Justin Hänse (Motorradtke GYTR by Penz13).

Svendsen übernahm die Führung, doch Svoboda saß ihm bereits in Runde zwei im Nacken. Der Tscheche ließ nicht locker, setzte sich noch in derselben Runde an die Spitze und gab das Tempo vor. Währenddessen arbeitete sich Rammerstorfer zurück und machte in Runde fünf das entscheidende Manöver gegen Hänse – Platz drei war zurückerobert.

Im Mittelfeld entwickelte sich ein packender Zweikampf zwischen Rick Kooistra (Pearle Gebben Racing) und Ben Kugler (Motolife). Beide lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe mit ständigen Positionswechseln inklusive. Weder der Niederländer noch der Bayer ließen locker und bissen sich aneinander fest.

An der Spitze entwickelte sich hingegen ein strategisches Duell. Svendsen blieb an Svoboda dran, analysierte, lauerte. In der letzten Runde schlug er schließlich zu: Früh in Kurve eins setzte der Däne zur Attacke an – und ging entschlossen vorbei. „Es war mein Plan, Petr in der letzten Runde zu überholen und während des Rennens meine Reifen so gut wie möglich zu schonen. Ich hatte eine stabile Pace, sodass ich Petr gut nachfahren und studieren konnte, um schließlich an der richtigen Stelle zuzuschlagen“, erklärte Svendsen nach seinem Premierensieg. Svoboda konnte nichts mehr entgegensetzen. „Ich wusste, dass Oliver noch einen Versuch starten würde, mich zu attackieren. Dagegen halten konnte ich nicht mehr, da meine Reifen am Ende waren. Aber das war ein gutes Learning für mich. Wir sind noch am Anfang der Saison, es ist noch alles offen“, zeigte sich der Tscheche kämpferisch.

Svendsen, amtierender IDM-Supersport-300-Champion, unterstrich mit der schnellsten Rennrunde, dass mit ihm auch in dieser neuen Klasse zu rechnen ist. Hinter dem Spitzentrio behauptete sich Rick Kooistra gegen Ben Kugler und brachte Rang fünf ins Ziel. Kugler wurde Sechster.

Podest Rennen 1 IDM Sportbike
Foto: Jens Hawrda

IDM Sportbike Ergebnis Rennen 1 (Top-Ten)

  1. Oliver SVENDSEN
  2. Petr SVOBODA
  3. Luis RAMMERSTORFER
  4. Justin HÄNSE
  5. Rick KOOISTRA
  6. Ben KUGLER
  7. Cedric HOLME NIELSEN
  8. Sven SEIDLER
  9. Kristoffer KÖNIG
  10. Felix KAUERTZ

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann

Samstag, 10. Mai 2025

IDM Superbike: Lukas Tulovic holt Pole mit halber Sekunde Vorsprung

Lukas Tulovic holt mit einer halben Sekunde Vorsprung eine starke Pole
Foto: Jens Hawrda

Heute wurde es Ernst in der Motorsport Arena Oschersleben. In den Superpole-Sessions ging es heute um die Startplätze für die beiden Rennen in der IDM Superbike am morgigen Sonntag. Lukas Tulovic (Triple M Racing Ducati Frankfurt) raste den Verfolgern um eine halbe Sekunde davon. Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft ist in Fahrt gekommen.

Bereits gestern fand das halbstündige „Superpole Pre-Practice“ statt. Die schnellsten zwölf Fahrer qualifizierten sich für die Superpole 2, in der heute die vordersten Startpositionen ausgefahren wurden.

Diese Fahrer waren heute nicht am Start, als alle anderen der Superpole 1 um ihre Startplätze kämpfen. Für die schnellsten Drei aus der Superpole 1 ging es weiter in die Superpole 2. Sie hatten also noch die Chance, sich weiter vorne einen Startplatz zu sichern.

Die Ungarn Soma Görbe (BCI MW Racing Team) und Máté Számadó (Masteroil Alpha Van Zon BMW) schafften den Sprung in die SP2 ebenso wie Leon Orgis (ORM Racing Team). Der Kroate Martin Vugrinec (Skach Motors Kawasaki) lag lange an aussichtsreicher Stelle, fiel jedoch in den letzten Minuten zurück, als die Konkurrenz noch einen Zahn zulegen konnte.

Platzhirsche und Platzwechsel in der Superpole 2

In der alles entscheidenden Superpole 2 ließ sich Lukas Tulovic nicht knacken. Und auch Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) blieb dahinter unbezwingbar. Dafür machte Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) zwei Plätze gegenüber gestern gut und schickte seinen Teamkollegen Toni Finsterbusch und Leandro Mercado (Masteroil Alpha Van Zon BMW) nach hinten. Damit steht Jähnig morgen neben Alt und Tulovic in der ersten Startreihe. Das heißt auch: drei verschiedene Motorradmarken geben sich nebeneinander die Ehre. Hannes Soomer Masteroil (Alpha Van Zon BMW) hatte sich an den Deutschen gehängt und die gleichen Gegner überholt. Der Este wird die zweite Startreihe eröffnen.

Vorerst kein Team an den Start schiebt Denis Hertrampf. Ursprünglich war der Plan, dass Vladimir Leonov auf einer Ducati in der IDM Superbike vertreten sein wird, aber das hat sich erledigt. „Kein Budget“, kommt von Hertrampf als klare Antwort. Immerhin: Ob es nicht doch noch zu einem spontanen Einsatz kommt, bleibt offen.

Ergebnis Superpole (Top-Ten)

  1. Lukas TULOVIC (Ducati), 
  2. Florian ALT (Honda), 
  3. Jan-Ole JÄHNIG (BMW), 
  4. Hannes SOOMER (BMW), 
  5. Leandro MERCADO (BMW), 
  6. Toni FINSTERBUSCH (BMW), 
  7. Lorenzo ZANETTI (Ducati), 
  8. Maximilian KOFLER (Yamaha), 
  9. Soma GÖRBE (BMW), 
  10. Leon ORGIS (BMW), 

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek