Dienstag, 29. April 2025

Zuschauerspektakel zur DTM in Oschersleben

Pitwalk für viel Fannähe bei der DTM 
Foto: Alexander Trienitz

Mit 47.000 Besuchern feierte die DTM in Oschersleben einen gelungenen Saisonauftakt. Bei bestem Wetter siegten Lucas Auer im ersten Rennen und Ayhancan Güven im Rennen 2, während das regionale Team Schubert Motorsport mit starken Leistungen überzeugte. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und große Fannähe machten das Event komplett.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung zum Auftakt der DTM in der Motorsport Arena Oschersleben. 47.000 Besucher waren dabei, um das Motorsport-Highlight des Jahres zu verfolgen. Nach noch recht kühlen Wetterbedingungen am Freitag konnte das Wochenende mit Sonnenschein und tollem Racing in vollen Zügen von den Besuchern genossen werden.

Die Gewinner des Wochenendes waren dabei Lucas Auer im Mercedes-AMG GT3 beim Auftaktrennen und Ayhancan Güven im Porsche 911 GT3 R beim zweiten DTM-Rennen des Jahres am Sonntag.

Lokalmatador Torsten Schubert mit seinem Team Schubert Motorsport hatte dabei gleich zwei BMW M4 GT3 am Start. „Mit Marco Wittmann und Rene Rast haben wir zwei Fahrer, welche auch an diesem Wochenende wieder bewiesen haben, warum sie bereits DTM Champions sind.“, sagt Torsten Schubert, Teamchef des Rennstalls. „Wir haben heute Schadensbegrenzung betrieben, nachdem das Auto von Rene am Vortag aufgrund eines technischen Defektes ausgefallen war. Wir sind aus dem hinteren Mittelfeld ins zweite Rennen gegangen und lagen sogar auf dem zweiten Platz. Durch das neue Rennformat mit zwei Boxenstopps, haben wir leider mit dem zweiten misslungenen Stop von Rene den Kampf um das Podium verloren.“, fasst Torsten Schubert die entscheidenden Rennszenen zusammen. Dennoch konnte das Team von Schubert Motorsport gerade am Rennsonntag viele Punkte mit dem 5. und 6. Platz einfahren.

Spannende Rahmenserien mit der ADAC GT4 Germany, dem ADAC Tourenwagen Junior Cup und die voll-elektrische Serie des Mini NXT Gen Cups rundeten das Programm ab.

Auch neben der Rennstrecke gab es spannende Aktionen. Bereits am Freitag erhielten der amtierende DTM-Champion Mirko Borotolotti und der Kult-Teamchef Olaf Manthey für ihr bisherigen Verdienste eine Plakette auf dem „Walk of Fame“ des 4*-Hotels der Motorsport Arena Oschersleben. Die Besucher erfreuten sich über die Fannähe der DTM – mit dem kostenfreiem Pitwalk und den Autogrammstunden in der Fan Zone kam man den Fahrern so dicht, wie nur selten.

Auch Dr. Lydia Hüskens, die Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-​Anhalt, war am Sonntag für die Pokalvergabe der DTM vor Ort. Ebenfalls besuchten Landrat Martin Stichnoth mit der CDU Abgeordneten des Bundestages Anna Aeikens und Bürgermeister Benjamin Kanngießer die Veranstaltung.

Weiter geht es in der Motorsport Arena Oschersleben mit hochkarätigen Zweirad-Motorsport. Vom 9. bis 11. Mai gastiert die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in der Magdeburger Börde.


Perfektes Debüt-Wochenende für Enrico Förderer und Jay Mo Härtling

  • Mercedes-AMG-Duo mit zwei Siegen beim Saisonauftakt der ADAC GT4 Germany
  • Lokalmatador Hugo Sasse an beiden Tagen auf dem Podium
  • Ausgeglichenes Feld mit Fahrzeugen von drei Marken in den Top Drei

Föderer/Härtling verlassen Oschersleben mit zwei Siegen
Foto: Jens Hawrda

Zwei Rennen und zwei Siege: Enrico Förderer (18/Leuterod) und Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel, beide SR Motorsport by Schnitzelalm) erlebten den perfekten Saisonauftakt im Rahmen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Nach ihrem Sieg im Samstagsrennen triumphierten sie im Mercedes-AMG GT4 auch in Lauf am Sonntag und reisen somit als Tabellenführer zum zweiten Rennwochenende Anfang Juli auf dem Norisring. Rang zwei ging an Lokalmatador Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (22/Landsberg am Lech, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor dem Porsche 718 Cayman GT4-Duo Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport). Alle sechs Piloten standen bereits am Vortag auf dem Podium.

Das Rennen hatte zunächst Marek Böckmann (28/Lautersheim, Prosport Racing) von der Pole-Position aus begonnen. Den besseren Start erwischte jedoch Teamkollege Fellner-Feldegg, der sich in der ersten Kurve die Führung sicherte. Härtling eroberte ebenfalls in der ersten Kurve die dritte Position - es dauerte jedoch nicht lange, bis der Mercedes-AMG-Fahrer Druck auf den vor ihm fahrenden Böckmann ausübte und nach rund zwölf Rennminuten mit einem sehenswerten Manöver am Aston Martin vorbeifuhr. Kurz darauf nutzte er einen Quersteher des führenden Fellner-Feldegg und erbte die Spitzenposition. Hinter dem Führungstrio lag derweil Emil Heyerdahl im bestplatzierten Porsche.

Die Reihung blieb bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters bestehen, nach dem Fahrerwechsel nahm Härtlings Partner Förderer die Führung ein, gefolgt von Hugo Sasse, der von Fellner-Feldegg übernommen hatte. Die Crew von Wimmer Werk Motorsport lieferte einen perfekten Stopp ab, sodass Heyerdahls Teamkollege Rennhofer noch in der Boxengasse Platz drei von Anton Paul Abée (27/Hamburg) übernehmen konnte, der für Böckmann in den Aston Martin gestiegen war.

In der zweiten Rennhälfte machte Sasse Zeit auf den führenden Förderer gut, schaffte es aber nicht, ein Überholmanöver zu setzen. So fuhr Förderer zu einem am Ende ungefährdeten Sieg. Zusammen mit Teamkollege Härtling gewann er auch die Junior-Wertung. Sasse überquerte die Ziellinie auf Rang zwei, was für seinen Partner Fellner-Feldegg auch den Triumph in der Rookie-Wertung bedeutete. Hinter Heyerdahl/Rennhofer belegten Cedric Fuchs (19/Holzappel) und Joel Mesch (20/Erkelenz) im zweiten Mercedes-AMG von SR Motorsport by Schnitzelalm die vierte Position.

Rang fünf ging an Hendrik Still (37/Kempenich) und Philipp Gogollok (19/Bad Homburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Abée kam auf Rang sechs ins Ziel. Siebte wurden Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport) vor Gabriele Piana (38/ITA) und Berkay Besler (25/TUR, beide FK Performance Motorsport) sowie Maximilian Tarillion (20/Wien) und Victor Nielsen (18/DNK, beide Razoon - xAutomotive Racing, alle BMW). Die Top Ten komplettierten Denny Berndt (20/Berlin) und Max Rosam (20/Taunusstein, beide Razoon - more than Racing) im Porsche.

Stimmen nach dem Rennen

Enrico Förderer – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Jay Mo hat mir ein perfektes Auto übergeben, die Pirelli-Reifen waren noch top. Als Hugo Sasse hinter mir dann etwas aufschließen wollte, habe ich mein Tempo angezogen und den Abstand gemanagt. Das hat gereicht. Jetzt fahren wir als Tabellenführer zum Norisring. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, doch darauf ruhen wir uns nicht aus.“

Jay Mo Härtling – Sieger für SR Motorsport by Schnitzelalm

„Der Start war sehr gut, da ich direkt an einem Porsche vorbeifahren konnte. Danach fuhr ich so eine gute Pace, sodass ich früh Druck auf die beiden Aston Martin machen konnte. Schnell überholte ich Marek Böckmann. Er hat sich sehr fair verhalten. Der andere Aston Martin hatte eine unglückliche Situation, die ich ähnlich wie gestern ausnutzen konnte. Danach übergab ich das Auto an Enrico. Er hat einen sensationellen Job gemacht und den Sieg nach Hause geholt.“

Hugo Sasse – Platz zwei für Prosport Racing

„Natürlich wollten wir das Rennen gewinnen, doch mit Platz zwei bin ich komplett zufrieden. Ich habe alles gegeben, doch leider war der Mercedes-AMG heute ein Stückchen schneller als wir. Woran das liegt, müssen wir nun analysieren. Dennoch: Wir fuhren am Wochenende zweimal auf das Podium, das hätten wir uns im Vorfeld nicht zu erträumen gewagt.“

Roman Fellner-Feldegg – Platz drei für Prosport Racing

„Ich konnte direkt nach dem Start den ersten Platz übernehmen. Danach war ich etwas nervös und machte einen kleinen Fehler. Ich weiß aber, dass mir dies in Zukunft nicht wieder passieren wird. Mit jedem Rennen werde ich stabiler und komme besser mit dem Auto zurecht. Somit bin ich schon gespannt auf dem Norisring.“

Emil Heyerdahl – Platz drei für Wimmer Werk Motorsport

„Wir hatten gar nicht geplant, schon so früh in der Saison so weit vorne zu sein. Somit sind wir mehr als zufrieden. Wir wissen nun, dass wir ein gutes Paket für die komplette Saison haben. Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, an den Norisring zu reisen.“

Raphael Rennhofer – Platz drei für Wimmer Werk Motorsport

„Es war ein perfekter Saisonstart für uns. Wir haben in beiden Rennen das Maximum herausgeholt. Das Auto war heute wieder mega. Auch Emil hat einen klasse Job gemacht. Er hat mir den Porsche auf Platz vier übergeben, dann hatten wir einen super Stopp und somit P3 geholt.“


Montag, 28. April 2025

Perfekte Strategie: Erster DTM-Sieg für Ayhancan Güven

  • Porsche-Pilot gewinnt nach optimalen Boxenstopps in Oschersleben
  • Jules Gounon steht im Mercedes-AMG GT3 zum ersten Mal auf dem Podium
  • 47.000 Besucher erleben DTM-Auftakt in der Magdeburger Börde

Ayhacan Güven, Porsche #90 holt Sieg im Sonntagsrennen in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Schnell auf der Strecke, perfekt in der Box: Ayhancan Güven (TR) hat nach einer taktisch sowie fahrerisch starken Leistung seinen ersten Sieg eingefahren. Damit gewann erstmals ein Fahrer aus der Türkei ein DTM-Rennen. Der Porsche-Pilot vom Team Manthey EMA war beim Sonntagslauf in Oschersleben als Vierter gestartet. Dank eines optimal getimten ersten Reifenwechsels übernahm Güven die Führung und überquerte mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden als Erster die Ziellinie. „Seit meinem ersten DTM-Rennen war dieser Moment mein großes Ziel. Das vergangene Jahr verlief für mich eher enttäuschend, umso schöner fühlt es sich an, mit einem Sieg in die neue Saison zu starten. Mein Vater stand direkt neben dem Podium und war mein erster Gratulant. Er hat als mein Mentor großen Anteil an diesem Erfolg“, freute sich der schnelle Türke. Jules Gounon (F) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter beendete das zweite DTM-Rennen der Saison auf Platz zwei. Thomas Preining (A) wurde im zweiten Neunelfer von Manthey EMA Dritter. Insgesamt 47.000 Besucher erlebten bei strahlendem Sonnenschein einen spektakulären DTM-Auftakt in der Magdeburger Börde.

Keyfacts, Oschersleben, Saisonrennen 2 von 16

Streckenlänge: 3.667 Meter

Wetter: 17 Grad, sonnig

Pole-Position: Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3, #48), 1:21,072 Minuten

Sieger: Ayhancan Güven, (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R, #90)

Schnellste Rennrunde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward Racing, Mercedes-AMG GT3, #24), 1:22,996 Minuten

Beim Start zum zweiten DTM-Rennen konnte Pole-Setter Gounon seinen Spitzenplatz vor Jordan Pepper (ZA) vom TGI Team Lamborghini by GRT behaupten. Güven machte als Dritter eine Position gut. Der erste Pflicht-Boxenstopp wirbelte die Positionen allerdings durcheinander. Während ihre Konkurrenten früh die Pirelli-Slicks wechselten, fuhren Güven und der auf Platz 15 gestartete BMW-Pilot René Rast (Bregenz) von Schubert Motorsport erst zwei Runden später in die Box. Diese Strategie wurde belohnt, Güven und Rast übernahmen bei ihrer Rückkehr auf die Strecke Platz eins und zwei. Dahinter folgte das bis dahin führende Duo Gounon und Pepper, Preining lag als Fünfter in Lauerstellung.

Dank des neuen Rennformats müssen die DTM-Stars ab dieser Saison in jedem Sonntagsrennen einen zweiten Pflicht-Boxenstopp einlegen. Güven absolvierte auch diesen fehlerfrei und blieb an der Spitze, Gounon schob sich auf Position zwei vor. Porsche-Werksfahrer Preining verbesserte sich mit starken Überholmanövern auf Rang drei, dahinter folgten Pepper und Rast. In dieser Reihenfolge wurden die Top-Fünf nach 40 Runden abgewunken.

Marco Wittmann (Fürth) konnte sieben Plätze gut machen und reihte sich hinter seinem Teamkollegen Rast auf Rang sechs ein. Luca Engstler (Kempen) beendete den Sonntagslauf im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf Platz sieben. Das beste Resultat seiner noch jungen DTM-Laufbahn erzielte Ben Dörr (Butzbach) im McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport als Achter. Der aktuelle Champion Mirko Bortolotti (I) von Abt Sportsline belegte Position neun. Samstagssieger Luca Auer (A) kam im Mercedes-AMG GT3 nicht über Rang zehn hinaus.

Stimmen nach dem Rennen

Jules Gounon: „Ich wollte unbedingt gewinnen, aber anders als im Qualifying hat mir im Rennen einfach die Pace gefehlt. Daran werden wir für die nächsten Rennen gemeinsam arbeiten. Insgesamt war das Wochenende mit Platz zwei und fünf richtig gut.“

Thomas Preining: „Nach einem schwierigen Qualifying ist ein Doppel-Podium ein super Ergebnis für uns. Ich hatte viele harte Duelle auf der Strecke. An meinem Auto ist sicherlich nicht mehr jedes Teil dran, aber für so eine Art von Racing steht die DTM.“

Ergebnis, 2. Meisterschaftslauf, Oschersleben

1. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA)

2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +2,695 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +3,370 Sekunden

4. Jordan Pepper (ZA/TGI Team Lamborghini by GRT), +4,314 Sekunden

5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +5,526 Sekunden


DTM – Stars and Stories vom Auftakt in Oschersleben

  • Olympiasieger und Weltmeister Hirscher als Botschafter für Wings for Life
  • Fußball-Torschützenkönig Ailton im Adrenalin-Rausch
  • Bodybuilder-Legende Rühl drückt McLaren-Team die Daumen
  • Ski-Ikone engagiert sich für „Wings for Live World Run“

Marco Wittmann (links) freute sich über den neuen Song von DJ Tomekk
Foto: ADAC-Motorsport

Marcel Hirscher erlebte den DTM-Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben live vor Ort. Der mehrfache Ski-Olympiasieger sowie Weltmeister hat Benzin im Blut und in seiner Heimat Österreich bereits selbst an Autorennen teilgenommen. In Oschersleben warb die Ski-Ikone als Botschafter für die Stiftung Wings for Life. Der neue Charity-Partner der DTM engagiert sich für die Heilung von Querschnittslähmungen. Am Highlight-Event, dem „Wings for Live World Run“, hat Hirscher schon mehrfach teilgenommen. „Ich war schon oft bei der DTM und genieße diese besondere Atmosphäre. Diese Nahbarkeit ist einfach einzigartig“, sagte Hirscher. Zu den Besuchern in Oschersleben zählte auch Anita Gerhardter (CEO der Wings for Life Stiftung), die den Gästen in der DTM VIP Hospitality am Samstagabend die Vision ihrer Stiftung präsentierte. Beim „Wings for Life World Run“ am 4. Mai ist auch ein „Team DTM“ am Start, bei dem alle DTM-Fans gemeinsam mit den Stars der DTM antreten können (Anmeldung unter wingsforlifeworldrun.com).

„The German Beast“ in der Börde

Eine echte Bodybuilder-Legende zählte zu den Besuchern der DTM in Oschersleben: Markus Rühl nahm die PS-starken Rennautos unter die Lupe, fachsimpelte mit den Fahrern und verfolgte das Sonntagsrennen als Gast von Dörr Motorsport aus der Box des McLaren-Teams. „Zu den Jungs von Dörr Motorsport habe ich einen freundschaftlichen Kontakt. Als gelernter Kfz-Mechaniker interessiere ich mich natürlich für die Fahrzeuge. Ich selbst habe noch Trommelbremsen beim Golf 1 repariert, aber was hier an Technik geboten wird, ist natürlich was völlig anderes. Ich bin bereits über die Nordschleife mit einem Taxi gefahren, würde das aber zu gern bei der DTM machen. Am liebsten mit Ben Dörr am Steuer“, sagte Rühl.

Ailton erlebt Speed im DTM-Innovationstaxi

Der Ex-Bundesliga-Profi Ailton war in seiner aktiven Zeit für seinen Turbo-Antritt bekannt. In Oschersleben bekam der ehemalige Torschützenkönig und Fußballer des Jahres die geballte Kraft des DTM-Innovationstaxis von Schaeffler zu spüren. Die Fahrt über den Bördekurs beeindruckte den Liebhaber schneller Autos: „Das war unglaublich! Diese Geschwindigkeit, diese harten Bremsaktionen – Adrenalin pur. Wie Markus Winkelhock gefahren ist, war klasse. Er ist eben ein Vollprofi. Ich bin ein Motorsport-Fan, diese Atmosphäre bei der DTM ist einmalig.“ Maximilian Arnold ließ es dagegen ruhiger angehen. Der 30-jährige Kapitän des VfL Wolfsburg besuchte am Sonntag seinen Freund Luca Engstler in Oschersleben und genoss die spezielle Atmosphäre im DTM-Paddock und der Box vom TGI Team Lamborghini by GRT. Nach dem Rennen überreichte er den Pokal an den Drittplatzierten.

FIA-Besuch bei der DTM

Zu den Gästen der DTM in Oschersleben zählten auch eine hochrangige Abordnung der FIA sowie drei Präsidiumsmitglieder des ADAC. Die Delegation aus Alberto Villareal (General Manager FIA) und Willem Groenewald (FIA Secretary General for Automobile Mobility) erlebte die ersten beiden Meisterschaftsläufe der DTM 2025 live vor Ort und zeigte sich von der Veranstaltung in Oschersleben begeistert. Darüber hinaus verfolgte auch ADAC Sportpräsident Dr. Gerd Ennser mit seinen Präsidiumskollegen Dr. Hilmar Siebert (ADAC Vizepräsident) und Karlheinz Jungbeck (ADAC Tourismuspräsident) die DTM in der Magdeburger Börde.

Volles Programm für DJ Tomekk

DJ Tomekk war auf Einladung von Abt Sportsline sowie Schaeffler Gast in Oschersleben und hatte vor Ort viel zu tun: Am Samstagmittag schickte er das DTM-Feld mit dem Schild „Drivers start your engines“ in den ersten Saisonlauf. Abends präsentierte DJ Tomekk live bei Schaeffler mit „Fiona – Maschinen aus Stahl“ den brandneuen Titelsong zur „Green Machine“ von seinem Idol Marco Wittmann. Der BMW-Pilot war beeindruckt. „Ich kenne sonst keinen DTM-Fahrer, der einen eigenen Song hat. Das ist eine super coole Geschichte. Beim Live-Auftritt am Samstagabend hat DJ Tomekk die Zuschauer direkt begeistert.“

Bahnrad-Ass Kluge staunt über „Schub ohne Ende

Der mehrfache Welt- und Europameister im Bahnradfahren Roger Kluge war aus Eisenhüttenstadt angereist, um den DTM-Auftakt hautnah mitzuerleben. Der 39-Jährige nutzte die Chance, die DTM-Fahrzeuge aus nächster Nähe zu begutachten. Ein besonderes Erlebnis war für den 39-Jährigen die Fahrt mit dem DTM-Innovationstaxi. „Ich bin hier mit dem Rad über die Strecke gefahren, aber mit einem Rennauto ist das ein Geschwindigkeitsrausch. Die Fahrwiese ist ruppig, es wird extrem spät gebremst und man hat Schub ohne Ende. Wären die Geraden länger, würde man vermutlich abheben“, sagte Kluge über seine Fahrt im 640 PS starken Audi R8 LMS GT2.

Gilles Magnus begeistert vom Fan-Support

Der Saisonstart in Oschersleben war für Fahrer und Fans ein Fest. Zehntausende Besucher pilgerten durch das Fahrerlager, verfolgten von den vollbesetzten Tribünen aus die Rennaction und belagerten die DTM-Fahrer bei den Autogrammstunden. Neuling Gilles Magnus, der einen Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing pilotiert, war begeistert: „Es ist einmalig, dass bei einer so hochklassigen Motorsportveranstaltung wie der DTM die Zuschauer den Fahrern und Autos so nah kommen. Diese Begeisterung der Fans und ihre Unterstützung so direkt mitzuerleben, ist einfach großartig. Da gibt uns Fahrern einen richtigen Push für die Rennen.“

Präsentation bei der DTM – BMW zeigt neues Rennfahrzeug

Premiere in Oschersleben: Die Besucher konnten am Wochenende den neuen BMW M2 Racing aus nächster Nähe bewundern. Kurz vor dem Verkaufsstart wurde das Einsteigermodell für die Kundenteams von BMW M Motorsport öffentlich präsentiert. Ab 2026 geht der BMW M2 Racing rund um den Globus an den Start und wird bei verschiedenen nationalen und internationalen Sprintserien sowie bei Langstrecken-Events zum Einsatz kommen.

Fan-Spektakel Track Safari

Timo Glock hat in seiner Karriere viel erlebt. Die Track Safari am Freitagnachmittag in Oschersleben war für den Routinier allerdings neu. Zum ersten Mal traf der ehemalige Formel-1-Pilot auf der Rennstrecke auf Busse mit Fans. „Die Track Safari ist eine mega coole Sache und für die Fans sicher ein einmaliges Erlebnis. Ich habe das zuvor noch nie erlebt und daher zuächst etwas mehr Abstand beim Überholen gehalten, in Oschersleben ist es an vielen Stellen sehr eng.“

Ehrentafel für Mirko Bortolotti und Olaf Manthey

Besondere Auszeichnung für Mirko Bortolotti und Olaf Manthey: Am Freitagmittag wurden der aktuelle DTM-Champion sowie der ehemalige Rennfahrer und Manthey-Firmengründer jeweils mit einer goldenen Tafel auf dem „Motorsport Walk of Fame“ vor dem Eingangsbereich des Hotel Motorsport Arena Oschersleben geehrt. Zusätzlich erhielten beide von Hoteldirektor Johannes Koch einen lebenslangen Zugang zum VIP-Bereich in der Motorsport Arena. „Das ist eine große Ehre für mich. Ich bin hier 2009 das erste Mal gefahren und gleich auf dem Podium gelandet. Ich mag die Strecke und komme umso lieber wieder hier her“, sagte Bortolotti. Olaf Manthey: „Hier sind viele große Namen verewigt. Deshalb ist diese Tafel eine besondere Ehre und Würdigung.“


Sonntag, 27. April 2025

Härtling mit Pole-Position am Sonntag

Jay Mo Härtling holt Pole für SSR Motorsport by Schnitzelalm
Foto: Jens Hawrda

Der Pilot von SR Motorsport by Schnitzelalm gewann die Qualifikation für das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Beide Aston Martin knapp geschlagen.

In der Qualifikation zu Lauf zwei der ADAC GT4 Germany ging es richtig knapp zu – und der Spannungsbogen baute sich bis hin zum Ende der Session auf. Nach einem engen Schlagabtausch setzte sich final Jay Mo Härtling (22/Sprockhövel) im Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm mit einer Zeit von 1:29,236 Minuten durch. Nach dem Sieg im Samstagsrennen bei seinem Serien-Debüt ist dies nun direkt seine erste Pole-Position in der ADAC GT4 Germany.

„Es ist natürlich ein unfassbar schönes Gefühl und auch eine mega Performance vom Team. Das Auto war super vorbereitet“, strahlte Härtling, der sich das Cockpit mit Enrico Förderer (18/Leuterod) teilt. „In meiner schnellsten Runde hatte ich etwas Verkehr, somit wäre es vielleicht noch ein wenig schneller gegangen.“

Lediglich 0,011 Sekunden Rückstand hatte Marek Böckmann (28/Lautersheim) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Der Prosport Racing-Pilot, der sich das Fahrzeug mit Anton Paul Abée (27/Hamburg) teilt, wird das Rennen somit ebenfalls aus der ersten Startreihe aus aufnehmen. Rang drei ging an den zweiten Prosport-Aston Martin von Hugo Sasse (21/Aschersleben) und Roman Fellner-Feldegg (22/Landsberg am Lech). Fellner-Feldegg, der die Qualifikation bestritt, lag nur knappe 0,018 Sekunden hinter Härtling.

Platz vier holte mit einem Rückstand von 0,121 Sekunden der Porsche 718 Cayman GT4 von Oskar Lind Kristensen (19/DNK) und Lachlan Robinson (21/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Deren Markenkollegen Raphael Rennhofer (18/AUT) und Emil Heyerdahl (22/NOR, beide Wimmer Werk Motorsport) komplettierten die Top Fünf.

Quelle: ADAC-Motorsport