Montag, 11. November 2024

DTM-Comeback für Ford nach 30 Jahren

  •     HRT Ford Performance bringt den Mustang zurück in die DTM
  •     Ford mit Werksengagement in der DTM

Ford kehrt nach mehr als 30 Jahren in die DTM zurück
Bild: ADAC-Motorsport


Die Rückkehr einer Legende: Nach 30 Jahren kehrt Ford im kommenden Jahr in die DTM zurück. Die US-Marke schickt dabei eine echte Ikone aus ihrem Programm ins Rennen, das Haupt Racing Team setzt werkseitig unter dem Namen HRT Ford Performance den Ford Mustang GT3 ein. Die Mannschaft vom Nürburgring gewann im Jahr 2021 die DTM. Saisonstart für die DTM 2025 ist vom 25. bis 27. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

HRT Ford Performance plant den Werkseinsatz von zwei Mustang GT3 in der Saison 2025, wobei eines der beiden Fahrzeuge im markanten Design des Schmierstoffherstellers Ravenol gestaltet wird. Die neue Partnerschaft zwischen HRT und Ford Performance umfasst auch technische Entwicklungsarbeit. Der 2023 vorgestellte Ford Mustang GT3 soll durch die Expertise von HRT einen noch höheren rennstreckenspezifischen Reifegrad erreichen. Das Rennfahrzeug mit seinem 5,4-Liter-V8-Motor basiert auf dem 2024er Ford Mustang Dark Horse und stellt die hochmoderne GT3-Topversion der legendären Mustang-Baureihe dar.

„Der Einstieg von Ford in die DTM mit einem werksunterstützten Programm ist ein starkes Bekenntnis zur DTM und eine großartige Nachricht zum Ende unserer Jubiläumssaison. Wir freuen uns auf das Comeback einer Marke mit einer großen DTM-Geschichte und auf den Mustang GT3, der die Fans ganz sicher begeistern wird“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Der US-amerikanische Automobilhersteller ist eng mit der Historie der DTM verbunden und blickt auf insgesamt 30 Siege zurück. DTM-Legende Klaus Ludwig gelang mit einem Ford Sierra RS 500 Cosworth in der Saison 1988 der erste und bislang einzige DTM-Titel für die Marke. In den Händen von Privatteams waren Ford Mustang bis 1994 in der DTM am Start. Drei Jahrzehnte später feiert der Hersteller aus Dearborn, Michigan, mit dem neuen Mustang nun sein DTM-Comeback zusammen mit HRT.

Mark Rushbrook, Global Director von Ford Performance Motorsports, sagt: „Ein Team wie HRT in die globale Ford Performance-Familie aufzunehmen, ist ein bedeutender Moment für uns. Der nachweisliche Erfolg des Haupt Racing Teams in der DTM ist ein starkes Zeichen für das Potenzial des Mustang GT3. Diese Zusammenarbeit stärkt unsere globale Position im GT3-Rennsport und erschließt neue Serien und Zielgruppen für uns, während wir das Mustang-Rennprogramm 2025 weiter ausbauen.“

Ulrich Fritz, Geschäftsführer der Haupt Racing Team GmbH, sagt: „HRT hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Wir haben ein hohes Maß an Expertise im Einsatz und in der Entwicklung von Rennfahrzeugen aufgebaut. Daher sind wir sehr gespannt auf dieses neue Projekt. Dass Ford HRT als Speerspitze in Europa ausgewählt hat, ist eine große Ehre. Ford ist eine echte Power-Marke mit einer großartigen Motorsport-Tradition und hoher Motivation. Der Ford Mustang GT3 ist ein Rennfahrzeug der neuesten Generation, das wir gemeinsam auf das nächste Level heben wollen. Wir werden gut vorbereitet in die kommende DTM-Saison starten und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Ford und Ravenol. Bei Mercedes-AMG möchte ich mich für die langjährige, vertrauensvolle und immer konstruktive Zusammenarbeit als Performance Team bedanken.“

Ergänzend zum Werkseinsatz in der DTM plant das Team Kundensporteinsätze im ADAC GT Masters, dort hat HRT in den beiden vergangenen Jahren die Teamwertung gewonnen.

Montag, 28. Oktober 2024

Preise bleiben stabil: DTM startet Ticketverkauf für 2025

  •     Schnell sein lohnt sich: Mit dem „Fast-Lane-Rabatt“ bis zu 33 Prozent sparen
  •     Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben weiterhin freien Eintritt
  •     Tickets für die DTM-Saison 2025 auf dtm.com erhältlich


 

Fans können sich bereits auf die nächste Saison freuen: Ab Sonntag, 15 Uhr, sind unter dtm.com Tickets für die DTM 2025 erhältlich. Wer sich bis zum 15. November entscheidet, kann bis zu 33 Prozent sparen – die Preise beginnen bei 49 Euro. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen auch 2025 kostenlosen Eintritt.

Wer sich schnell Tickets sichert, profitiert von attraktiveren Rabatten: Mit dem Fast-Lane-Rabatt erhalten Fans beim Kauf von DTM-Tickets zehn Prozent Ermäßigung in allen Kategorien. ADAC Mitglieder profitieren sogar doppelt und erhalten weitere zehn Prozent Mitgliedsvorteil auf ihre Bestellung. Insgesamt lassen sich dabei im Vergleich zum Tageskassenpreis satte 33 Prozent sparen. Die Aktion auf dtm.com läuft bis zum 15. November 2024.

Tickets gibt es ab dem 20. Oktober um 15 Uhr in allen Kategorien für sieben der acht DTM-Rennwochenenden im kommenden Jahr. Der Vorverkauf für das Stadt-Spektakel am Norisring startet voraussichtlich im November. Die DTM präsentiert sich auch 2025 als Veranstaltung für die gesamte Familie: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhalten in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen an allen Strecken freien Eintritt. Dazu bieten alle Tickets Zugang zum Fahrerlager, dem Pit Walk und der DTM Fan Zone. Lediglich am Sachsenring ist der Zutritt zum DTM-Fahrerlager aus Kapazitätsgründen beschränkt.

„Die DTM kommt mit spektakulärem Motorsport und bester Unterhaltung bei den Fans an, das zeigt der starke Besucherzuwachs in diesem Jahr. Wir konnten die Ticketpreise für die kommende Saison stabil halten, ein neuer Ticketshop bietet nun auch deutlich mehr Komfort beim Bestellen der Tickets. Unschlagbar ist unser Angebot für Familien mit kostenlosem Eintritt für Kinder unter 16 Jahren, daran halten wir für 2025 fest. Wir wollen weiterhin die komplette Familie von der DTM begeistern“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Fans dürfen sich im kommenden Jahr auf 16 Meisterschaftsläufe bei acht Veranstaltungen in Deutschland, den Niederlanden und Österreich freuen. Um die ersten beiden DTM-Siege geht es vom 25. bis 27. April 2025 in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Saisonfinale findet traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt. Mit dem Red Bull Ring in Österreich und dem Circuit Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste stehen zwei Formel-1-Strecken aus dem europäischen Ausland im Kalender. Zudem treten die DTM-Stars am Dekra Lausitzring, am Norisring, am Nürburgring und auf dem Sachsenring an.

Rennkalender DTM 2025

25.04.-27.04.2025    Motorsport Arena Oschersleben
23.05.-25.05.2025    Dekra Lausitzring
06.06.-08.06.2025    Circuit Zandvoort (NL)
04.07.-06.07.2025    Norisring
08.08.-10.08.2025    Nürburgring
22.08.-24.08.2025    Sachsenring
12.09.-14.09.2025    Red Bull Ring (A)
03.10.-05.10.2025    Hockenheimring Baden-Württemberg

Tom Kalender und Elias Seppänen – das Rekord-Duo im Porträt

  •     Tom Kalender ist jüngster ADAC GT Masters-Champion der Historie
  •     Für die Geschichtsbücher: Elias Seppänen verteidigt als erster Pilot seinen Titel
  •     Landgraf Motorsport wird nach dritter Meisterschaft in Folge zum Seriensieger

Tom Kalender und Elias Seppänen (l-r) bejubeln auf dem Hockenheimring ihren Titelgewinn
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Jubel bei Elias Seppänen (FIN) und Tom Kalender (Hamm/Sieg): Mit dem drittenPlatz im elften Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg besiegelten die beiden Mercedes-AMG-Piloten von Landgraf Motorsport den Meistertitel im ADAC GT Masters 2024. Ein geschichtsträchtiger Moment für das Team aus Gensingen im Landkreis Mainz-Bingen, denn es ist bereits die dritte Fahrermeisterschaft in Folge. Zwei der Triumphe fuhr Seppänen ein, dem es in dieser Saison gelang, seinen Titel zu verteidigen – ein Erfolg, den vor ihm niemand erreichte. Doch nicht nur der 20-jährige Finne vollbrachte etwas Historisches. Sein Teamkollege Kalender brach mit gerade einmal 16 Jahren, sechs Monaten und 23 Tagen den Rekord als jüngster Titelträger aller Zeiten und löste dabei Kelvin van der Linde (ZA) ab, der bei seinem ersten Meistererfolg bereits volljährig war.

Ursprünglich begann Seppänen in seiner Heimat Finnland auf zwei anstatt auf vier Rädern. „Meine Eltern waren stark im Motocross engagiert, aber irgendwann wurde es mir zu gefährlich, deshalb wechselte ich in den Kartsport“, erklärt Seppänen, der schon in seiner frühen Karriere mehrere Kart-Siege erzielte. Dem Zweiradsport ist er dennoch treu geblieben, allerdings ohne Motor. Mit dem Fahrrad trainiert er nahezu jeden Tag und ging bereits zusammen mit seinem Teamkollegen auf Erkundungstour durch den Westerwald. Nach seiner Kartzeit machte er in der ADAC Formel 4 den nächsten Schritt und bewies auch dort sein Talent. Am Ende schloss er die Saison 2020 nach einem Sieg auf dem dritten Platz ab. Ein weiteres Jahr blieb er im Formelsport und war 2022 erstmals im ADAC GT Masters für Landgraf Motorsport in einem Mercedes-AMG GT3 unterwegs. Im Jahr darauf folgte die erste Meisterschaft im ADAC GT Masters zusammen mit Salman Owega (Köln), der zur Saison 2024 zum Haupt Racing Team wechselte. Mit seinem zweiten Titel steigt Seppänen zu den erfolgreichsten Piloten im ADAC GT Masters auf. Bislang durften sich mit Kelvin van der Linde, Christopher Mies (D) und Sebastian Asch (D) erst drei Fahrer über zwei Meisterschaften freuen. Nun reiht sich auch der Finne in den Kreis der Top-Piloten ein.

Neben dem Fahrertitel gewann er auch die „Road to DTM“, für die er eine Förderung für die DTM-Saison 2025 in Form des Nenngeldes für die Einschreibung erhält. „Es wäre großartig, im nächsten Jahr in der DTM dabei zu sein. Damit würde ein Traum in Erfüllung gehen“, sagt der alte und neue Meister. Mit einem Start in der DTM würde er in die Fußstapfen seines finnischen Vorbildes Mika Häkkinen treten, der in der höchsten deutschen Motorsport-Serie zwischen 2005 und 2007 unterwegs war. Ein weiterer Mensch, der für Seppänen eine wichtige Rolle spielt, ist Bernd Schneider. Der fünffache DTM-Champion agiert bei der Landgraf-Mannschaft als Ratgeber für die jungen Piloten. „Er verfügt über jede Menge Erfahrung und ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Ich bin froh, dass er für uns Fahrer immer ein offenes Ohr hat“, beschreibt Seppänen den ehemaligen Profi-Rennfahrer.

Für Kalender war es ein GT3-Einstieg nach Maß. Mit gerade einmal 16 Jahren und 31 Tagen debütierte er im ADAC GT Masters, landete auf Anhieb auf dem Podium und schrieb sich nur einen Tag später in die Siegerliste ein. Sein Handwerk erlernte der Teenager im Kartsport und durchlief seither sämtliche Serien des ADAC. Dort gelang ihm unter anderem der Titel im ADAC Kart Masters (2019) und die Vizemeisterschaft in der Deutschen Junioren-Kart-Meisterschaft (2022). Im Vorjahr pilotierte der Westerwälder einen Formel-Boliden in der französischen Formel-4-Meisterschaft für das ADAC Formel 4 Junior Team. Nach einer Saison in Frankreich suchte er eine neue Herausforderung und fand diese im ADAC GT Masters, die er wortwörtlich meisterte.

Neben seiner motorsportlichen Laufbahn geht Kalender noch zur Schule, absolviert gerade die elfte Klasse und ist auf dem Weg zum Abitur. Sein Lieblingsfach ist wenig überraschend Sport, der auch den Großteil seiner Freizeit bestimmt. Zu seinen Stärken zählt vor allem seine Gelassenheit: „Ich hielt über das gesamte Jahr an meinem ursprünglichen Ziel, die Saison in den Top-5 zu beenden, fest. Dadurch habe ich mir selbst auch keinen Druck gemacht. Außerdem war das Team ein wichtiger Faktor, denn die Landgraf-Mannschaft hat großartig gearbeitet und uns immer ein hervorragendes Auto bereitgestellt.“ Auch von schwierigen Situationen ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. „Am Nürburgring und in Spa-Francorchamps sind mir ein paar Fehler unterlaufen, wodurch wir unnötige Strafen erhielten. Das hat uns leider einige wichtige Punkte gekostet. Ich habe mir das im Nachgang genau angeschaut und versucht, aus solchen Szenen eine Lehre zu ziehen“, analysiert der Rookie.

Auf und neben der Rennstrecke verbringen die beiden viel Zeit miteinander. Seppänen sieht das als großen Vorteil: „Tom und ich trainieren vor den Rennen immer zusammen am Simulator. Außerdem treffen wir uns an den Wochenenden zur gemeinsamen Sporteinheit. Ich glaube, das war ein wichtiges Element für den Meistertitel, denn dadurch konnten wir die Persönlichkeit und die Arbeitsweise des anderen besser kennenlernen. Das war wirklich sehr hilfreich.“ Auch Kalender zeigt sich begeistert von seinem Teamkollegen: „Die Zusammenarbeit mit Elias war auf Anhieb super. Wir haben uns direkt gut verstanden und ich konnte viel von ihm lernen.“

Schon beim Auftakt in der Motorsport Arena Oschersleben ließ sich ein spannender Kampf um die Meisterschaft erahnen. Im ersten Saisonlauf siegten Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main) im BMW M4 GT3 von FK Performance vor Seppänen und Kalender. Das zweite Rennen entschieden wiederum die Mercedes-AMG-Piloten für sich und übernahmen dadurch auch die Tabellenführung. Fortan lieferten sich die beiden Fahrerpaarungen ein packendes Duell um den Titel. Ein wegweisendes Wochenende erlebten Seppänen und Kalender auf dem Red Bull Ring in Österreich. Dort machten sie einen großen Sprung nach vorne, in dem sie den dritten Platz im neunten Saisonlauf erkämpften, wogegen die schärfsten Verfolger von BMW nur Neunter wurden. Ihren zweiten Start-Ziel-Sieg der Saison sicherten sich die Mercedes-AMG-Youngster im zehnten Meisterschaftsrennen, wodurch sich der Abstand zu Rang zwei auf 29 Punkte vergrößerte. Daraus resultierte ein Matchball, den die Nachwuchspiloten schon im vorletzten Saisonlauf in Hockenheim zum Meister in der 18. Saison im ADAC GT Masters krönten. Ein dritter Platz reichte den beiden, um einen uneinholbaren Vorsprung herzustellen.

Donnerstag, 24. Oktober 2024

Erster DTM-Titel: Bortolotti schreibt als neuer Champion Geschichte

  •  Lamborghini-Pilot kürt sich mit Platz zwei zum neuen Meister
  •  Luca Engstler feiert nach kluger Strategie zweiten DTM-Sieg
  •  95.000 Zuschauer sehen spannendes Final-Wochenende in Hockenheim

Grenzenloser Jubel bei Champion Mirko Bortolotti und seinem Team SSR Performance
Foto: dtm.com


Aller guten Dinge sind drei: Mirko Bortolotti (I) hat im dritten Anlauf seinen ersten DTM-Titel eingefahren. Dem Wahl-Wiener reichte am Sonntag auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein zweiter Platz im letzten Saisonrennen, um sich seinen Traum zu erfüllen. „Das war der beste zweite Platz in meiner Karriere, mit dem ich meinen bisher schönsten Titel geholt habe. Nach dem vierten und dem zweiten Rang in den vergangenen beiden Jahren war der Druck groß, aber mit unserem tollen Team haben wir es geschafft. Seit zehn Jahren bin ich mit Lamborghini durch dick und dünn gegangen. Mit dem Titel habe ich ein wenig von dem in mich gesetzte Vertrauen zurückgeben können“, erklärte Bortolotti, der auch seinem Team SSR Performance und Lamborghini die erste Meisterschaft in der DTM bescherte. Schneller als der 34-Jährige war im 16. Saisonlauf nur Markenkollege Luca Engstler (Kempten) vom Lamborghini Team Liqui Moly by GRT, der seinen zweiten Sieg feierte. Dritter wurde René Rast (Bregenz) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport – der Rennstall schloss die Saison als bestes Team ab. Mercedes-AMG gewann die Herstellerwertung. Insgesamt 95.000 Besucher erlebten auf dem Hockenheimring ein spannendes DTM-Finale mit wechselhaftem Verlauf und feierten am Ende mit Mirko Bortolotti einen verdienten Gesamtsieger.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 16 von 16

  •     Streckenlänge: 4.574 Meter
  •     Wetter: 14 Grad, bewölkt
  •     Pole-Position: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2
  •     Sieger: Luca Engstler (Lamborghini Team Liqui Moly by GRT, Lamborghini Huracán
  •     Schnellste Rennrunde: Luca Engstler (Lamborghini Team Liqui Moly by GRT

Der Start vor den vollen Tribünen am Hockenheimring lief am Sonntagmittag für Bortolotti optimal. Der Pole-Setter konnte sich schnell absetzen, sein Teamkollege Nicki Thiim (DK) folgte auf Rang zwei. Dahinter reihten sich Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline, Engstler sowie Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter auf den Positionen drei bis fünf ein. Schon zu diesem Zeitpunkt lag Bortolotti klar auf Meisterschaftskurs. Sein schärfster Konkurrent Kelvin van der Linde (ZA), der nur einen Punkt Rückstand hatte, war nach einem schwachen Start vom fünften auf den elften Platz zurückgefallen.

Bis zur Rennmitte hatte Bortolotti einen Vorsprung von über drei Sekunden herausgefahren und absolvierte spät seinen Pflicht-Boxenstopp. Der Lamborghini-Werksfahrer kam danach als Erster auf die Strecke zurück, wurde jedoch nach kurzer Zeit von dem heranstürmenden Engstler überholt. Der 24-Jährige hatte früher gestoppt und war mit bereits angewärmten Pirelli-Reifen nicht zu halten. Hinter dem Führungs-Duo hatte sich Rast auf Rang drei vorgeschoben. Thomas Preining (A) war im Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA nach einem schnellen Reifenwechsel Vierter.

Nach 37 Runden wurde Engstler als Sieger abgewunken, 0,455 Sekunden später fuhr der neue DTM-Champion Bortolotti als Zweiter über die Ziellinie. Hinter Rast und Preining erkämpfte sich der starke Thiim im finalen Meisterschaftsrennen Platz fünf. Feller sicherte sich Rang sechs, BMW-Pilot Marco Wittmann (Fürth) machte zwölf Positionen gut und wurde Siebter. Auf Platz acht folgte Auer vor dem dritten BMW von Schubert Motorsport mit Sheldon van der Linde (ZA) im Cockpit. Der Gesamtdritte Maro Engel (Monaco) komplettierte im Mercedes-AMG GT3 die Top-Ten. Kelvin van der Linde konnte nicht mehr in den Titelkampf eingreifen und beendete das Rennen als Zwölfter.

Stimmen nach dem Rennen

Luca Engstler: „Mein erstes DTM-Rennen habe ich beim Auftakt in Oschersleben gewonnen. Beim Finale den zweiten Sieg zu holen, fühlt sich großartig an. Ich habe keine Worte und kann das alles noch gar nicht fassen. Nach unserem frühen Boxenstopp bin ich wie um mein Leben gefahren und konnte Mirko Bortolotti überholen. Ich hatte das Gefühl, dass Mirko mit Blick auf die Meisterschaft im Kampf um den Sieg nicht alles riskiert hat. Wenn einer den Titel verdient hat, dann er.“

René Rast: „Wir haben das Maximum herausgeholt und uns dank guter Strategie und eines schnellen Boxenstopps vom elften auf den dritten Rang vorgearbeitet. Mit Platz vier in der Meisterschaft sind wir allerdings nicht zufrieden. Wir waren im Qualifying einfach zu schwach. So hatten wir leider nie eine echte Titelchance. Der Gewinn der Teamwertung ist aber ein toller Erfolg. Ich freue mich für die Jungs, die einen fantastischen Job gemacht haben.“

Thomas Preining: „Glückwunsch an Mirko Bortolotti! Mit ihm habe ich mir in der letzten Saison schon einen harten Kampf um den Titel geliefert. Er hat dieses Jahr völlig verdient gewonnen.“

Kelvin van der Linde: „Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft haben, aber so ist nun einmal der Rennsport. Wir haben viel Energie in den Meisterschaftskampf hineingesteckt, alles aus unserem Paket herausgeholt und nur wenig Fehler gemacht. Ich bin nach dieser langen Saison stolz auf unser Team.“

Ergebnis, 16. Meisterschaftslauf, Hockenheimring (Top-Five)

1. Luca Engstler (D/Lamborghini Team Liqui Moly by GRT)
2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +0,455 Sekunden
3. René Rast (D/Schubert Motorsport), +1,834 Sekunden
4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +16,802 Sekunden
5. Nicki Thiim (DK/SSR Performance), +18,001 Sekunden

Montag, 21. Oktober 2024

Nach Platz drei: Kalender und Seppänen bejubeln vorzeitigen Meistertitel

  •     Landgraf Motorsport holt dritte Fahrermeisterschaft in Folge
  •     Kalender ist jüngster Champion in der Historie des ADAC GT Masters
  •     Schumacher und Owega erkämpfen sich den dritten Saisonsieg

Mit dem dritten Platz sicherten sich Tom Kalender und Elias Seppänen den vorzeitigen Titelgewinn
Foto: ADAC-Motorsport


Der Titelkampf im ADAC GT Masters ist entschieden. Elias Seppänen (FIN) und Tom Kalender (Hamm/Sieg) von Landgraf Motorsport machten mit dem dritten Rang im vorletzten Saisonrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg den Gesamtsieg vorzeitig perfekt. „Einfach mega, dass wir die Meisterschaft schon am Samstag für uns entscheiden konnten. Es ist ein großartiges Gefühl“, sagte Kalender, der mit 16 Jahren, sechs Monaten und 23 Tagen als jüngster Champion in die Geschichtsbücher des ADAC GT Masters eingeht. Seppänen wiederholte im Mercedes-AMG GT3 seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Erstmals konnte damit ein Pilot im ADAC GT Masters seinen Titel verteidigen. „Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung. Wir haben in diesem Jahr sehr hart für diesen Moment gearbeitet. Die Meisterschaft ist der verdiente Lohn.“ Das Rennen gewannen David Schumacher (Salzburg) und Salman Owega (Köln) vom Haupt Racing Team, die damit ihren dritten Saisonerfolg bejubelten. Die zweite Position erreichten Lokalmatador Marcel Marchewicz (Schwetzingen) und Jay Mo Härtling (Sprockhövel) im Mercedes-AMG GT3 von Schnitzelalm Racing.

Bei trockenen Bedingungen und einer Außentemperatur von 17 Grad Celsius erfolgte der Rennstart zum Samstagslauf auf der 4,574 Kilometer langen Strecke. Pole-Setter Marchewicz behielt in der ersten Runde die Oberhand und ließ sich vom Geschehen im Rückspiegel nicht aus der Ruhe bringen. Von der dritten Position aus setzte Vorjahres-Champion Owega direkt zu Beginn ein entschlossenes Manöver gegen den Tabellenführer Kalender und übernahm Platz zwei. Kurz darauf ereignete sich eine Kollision zwischen dem Mercedes-AMG GT3 von Max Reis (Ramstein/Haupt Racing Team) und Johannes Kapfinger (Passau/Team Joos by Twin Busch) im Porsche 911 GT3 R, woraus eine Safety-Car-Phase resultierte. Beim Re-Start ließ Marchewicz erneut keine Zweifel über seine Ambitionen aufkommen und verteidigte die Führung gegen seine Markenkollegen Owega und Kalender.

Nachdem obligatorischen Fahrerwechsel übernahm Schumacher zunächst das Cockpit von Owega und kurz darauf die Spitzenposition von Härtling, der nun für Marchewicz ins Steuer griff. Im letzten Umlauf wurde es noch einmal spannend, als Schumacher mit einem technischen Problem kämpfte. Schumacher konnte die Führung in einem spannenden Zweikampf verteidigen und brachte den Mercedes-AMG GT3 als Sieger über die Ziellinie. „In der Schlussphase konnte ich auf einmal nicht mehr Vollgas beschleunigen. Das war eine schwierige Situation für mich, doch ich wollte den Sieg unbedingt und habe alles versucht, um vorne zu bleiben“, beschrieb Schumacher das finale Duell. „Ich habe gemerkt, dass David ein Problem hatte. Der Angriff auf ihn verlief leider nicht wie geplant. Kurz darauf musste ich in die Defensive schalten, denn Elias rückte immer näher. Letztlich war es dann der zweite Platz, was für uns ein super Ergebnis ist“, fasste Härtling die Situation zusammen.

Die vierte Position belegten Alexander Schwarzer (D) und der Schweizer Alexander Fach im Porsche 911 GT3 R, die sich damit auch den Sieg in der ProAm-Wertung sicherten. Auf Rang fünf beendeten die Holzem-Zwillinge Juliano und Sandro (beide Polch) das Rennen in ihrem Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Land Motorsport. Als sechste überquerten Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main) im BMW M4 GT3 von FK Performance die Ziellinie. Die beiden BMW-Piloten unterstrichen einmal mehr ihren Kampfgeist und machten während des Rennens sechs Platzierungen gut. Der große Titel-Wurf gelang dem deutsch-niederländischen Duo trotz starker Leistung hingegen nicht mehr. Eine ebenfalls beeindruckende Leistung verzeichneten Jannes Fittje (Langenhain) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen) vom Haupt Racing Team im Mercedes-AMG GT3. Vom letzten Rang legte Wiebelhaus eine beeindruckende Aufholjagd mit zehn Positionsverbesserungen hin, wodurch die beiden am Ende auf der siebten Position landeten. Auf dem achten Platz ordneten sich die beiden Schweizer Jean-Luc D´Auria und Alain Valente mit ihrem Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing vor Tim Zimmermann (Langenargen) und Benjamin Hites (Chile/Grasser Racing Team) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 ein. Die Top-10 komplettierten Denis Bulatov (Köln) und Mike David Ortmann (Ahrensfelde) im Aston Martin Vantage GT3 von Walkenhorst Motorsport.