Samstag, 1. Juni 2024

IDM SSP: Kofler ist im Qualifying Wiederholungstäter

Teamwork made by Yamalube Kofler Racing. Andy Kofler und Lennox Lehmann
zogen sich im Qualifying der IDM Supersport abwechselnd.
Fotos: Dino Eisele

Mit geballten Kräften hat sich Yamaha auch in Oschersleben die erste Startreihe unter den Nagel gerissen. Wie schon beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring dominierte Andreas Kofler nun auch in der Magdeburger Börde im Qualifying der IDM Supersport als schnellster Fahrer. Sein Teamkollege Lennox Lehmann wurde Zweiter. Die erste Startreihe wird von Twan Smits vervollständigt. Die zweite eröffnet Marvin Siebdrath. Danach beginnt es in punkto Markenvielfalt bunt zu werden.

Twan Smits, der Vizemeister aus dem vergangenen Jahr, war im freien Training noch nicht in die Gänge gekommen wie er wollte, hatte aber im Vorfeld angekündigt, dass in Oschersleben alles ganz anders wird und er zu alter Stärke zurückkehren würde. Im Abschluss-Qualifying lieferte der 29-jährige Niederländer vom Team Apreco den Beweis. Smits holte sich mit einer Rundenzeit von 1:27.616 min einen Platz in der ersten Startreihe.

Nur Andreas Kofler und Lennox Lehmann waren schneller. „Wir haben Teamwork bei Kofler Racing gemacht“, flachste Kofler, klatschte seinen Teamkollegen ab und löste das Rätsel auf: „Im ersten Qualifying habe ich mich hinter Lennox gehängt. Im zweiten war er dafür hinter mir.“ Kofler kann von Glück reden, dass er topfit ist und die letzten faulen Wochen keinen Abbruch getan haben. „Ich glaube, dass ich seit dem IDM-Auftakt auf dem Sachsering nur ein Mal mit dem Radl gefahren bin.“ Kein Wunder. Der 19-jährige Motorradmechaniker arbeitet bei KTM Braumandl in Wels. Der Arbeitsweg von zu Hause in Attnang-Puchheim beträgt auch schon mal eine gute halbe Stunde. Dafür hat sich Kofler mit einem harten Wintertraining auf die Saison vorbereitet, von dem er jetzt zehren kann.

Aus weiter Ferne schaut sich Kevin Wahr das Treiben an der Spitze an. Nur Startposition 21 für den Supersportmeister von 2013, der damals neun Siege und davon acht hintereinander holte. Mit der Triumph Street Triple R ist er derzeit glücklos. „Es ist eine Kombination aus Vielem“, erklärt der Nagolder von Triumph Germany Racing die Situation. „Mein Wohlbefinden und das Gefühl auf dem Motorrad sind noch nicht wie es sein sollte. Die Technik muss zu mir passen. Ich gehe ans Limit, aber die Zeiten passen bisher nicht. Dem gegenüber steht in diesem Jahr auch ein besonders starkes Fahrerfeld.“. Ganz tief in sich drin hofft Wahr, dass es morgen regnet, „da könnte ich einiges kompensieren. Ansonsten wird das mit einem Podiumsplatz noch nichts. Wir werden das Motorrad hier in Oschersleben nicht mehr auf den Kopf stellen können.“

IDM Supersport, Qualifying (Top-Ten):

1. Andreas KOFLER (A/Yamaha)

2. Lennox LEHMANN (D/Yamaha)

3. Twan SMITS (NL/Yamaha)

4. Marvin SIEBDRATH (D/Yamaha)

5. Luca DE VLEESCHAUWER (B/Triumph)

6. Štěpán ZUDA (CZ/Ducati)

7. Daniel BLIN (PL/Ducati)

8. Dirk GEIGER (D/Honda)

9. Kyle SMITH (GB/Kawasaki)

10.Filip FEIGL (CZ/Triumph)

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


IDM SSP 300: Buis fährt auf Pole und spürt Tonn im Nacken

Jeffrey Buis hatte in allen Trainings und Qualifyings in Oschersleben die Nase vorn.
Er startet von der Pole Position in die Rennen und wird von seinen eigenen Teamkollegen gejagt.
Foto: Dino Eisele

Jeffrey Buis beweist seine Weltmeister-Qualitäten und dominiert in allen Trainings in Oschersleben. Damit sichert er sich die Pole Position an diesem Wochenende in der Magdeburger Börde. Doch verschnaufen kann er nicht.

Die Supersport 300 der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) hat in der Motorsport Arena Oschersleben mit dem Niederländer Jeffrey Buis (Freudenberg KTM-Paligo Racing) einen neuen Abnehmer für die Pole Position gefunden. Der zweifache Weltmeister stellte mit einer Bestrundenzeit von 1:35,608 Minuten seinen Speed unter Beweis. Dabei hatte er anfangs mit den Streckenbedingungen seine Schwierigkeiten: “Wir waren bereits vor zwei Wochen mit dem Team hier testen, was mir jetzt in den Trainings sehr geholfen hat. Das letzte Mal, als ich hier war, ist mittlerweile acht Jahre her. Damals war ich gerade einmal 14 Jahre alt”, sagt der KTM-Pilot aus Steenwijkerwold zufrieden.

Doch auf seinen Lorbeeren ausruhen kann sich Buis nicht, denn Teamkollege Phillip Tonn sitzt ihm mit nur 0,215 Sekunden Rückstand dicht im Nacken. Nach einem eher ernüchternden Saisonstart auf dem Sachsenring ist der Mattstedter in Oschersleben umso motivierter, an diesem Wochenende zu siegen. “Ich gehe zuversichtlich in die Rennen, denn ich habe ohne Windschatten den gleichen Speed wie Jeffrey”, berichtet Tonn im Anschluss des zweiten Qualifyings am Samstag. Er startet am Nachmittag von der zweiten Position ins erste Rennen, das um 16.05 Uhr beginnt.

Dahinter reihen sich mit Ruben Bijman und Oliver Svendsen zwei weitere KTM-Fahrer beide Freudenberg – Paligo Racing Teams ins Starterfeld ein. Letzterer kämpft an diesem Wochenende mit einer Erkältung, die ihm leichte Atemprobleme bereitet. “Beim Rennen bleibt aber keine Zeit, sich darüber einen Kopf zu machen”, sagt der Däne, der sich trotz allen Beschwerden mit Rang zwei in beiden Freien Trainings am Freitag wacker geschlagen hatte.

Korbinian Brandl (RBR Racing) hat sich das Ziel gesetzt, unter die Top-5 zu kommen. Auf dem richtigen Weg ist er schon einmal. Denn mit einer Rundenzeit von 1;37,550 Minuten im zweiten Qualifying, gelang es dem Oberndorfer, sich zumindest den fünften Startplatz zu sichern.

Dylan Czarkowski (Racing DC) hadert hingegen mit dem richtigen Setup für sein Motorrad. In Q2 kam er zudem kurz vor Schluss zu Sturz, blieb jedoch unverletzt. Der Niederländer fährt von Position sechs los, gefolgt von Senna van den Hoven (Molenaar Racing), Fabio Sarasino (Freudenberg KTM-Paligo Racing) und Niklas Böhlen (Blau Power Bikes).

Der Däne Ty Henriksen (Henriksen Racing) und der Schwede Emil Tägtlund (Tägtlund Motorsport), der im ersten Qualifying ebenfalls stürzte, bilden mit Rang zehn und elf die Schlusslichter des Starterfeldes.

Mit dem ersten Rennen geht es bereits am heutigen Nachmittag um 16.05 Uhr los, am Sonntag  folgt um 14.30 Uhr der zweite Lauf. 

Ergebnis IDM Supersport 300, Qualifying 1+2 (Top-en):

  1. Jeffrey BUIS (NLD/KTM)
  2. Phillip TONN (GER/KTM)
  3. Ruben BIJMAN (NLD/KTM)
  4. Oliver SVENDSEN (DNK/KTM)
  5. Korbinian BRANDL (GER/KTM)
  6. Dylan CZARKOWSKI (NLD/Yamaha)
  7. Senna VAN DEN HOVEN (NLD/Kawasaki)
  8. Fabio SARASINO (CHE/KTM)
  9. Niklas BÖHLEN /CHE/Kawasaki)
  10. Ty Henriksen (DNK/Kawasaki)

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


Freitag, 31. Mai 2024

Schwere Geburt bei Hannes Soomer im freien Training

Crazy Outfit: Die schlumpfblaue Farbe ist geblieben, hat aber zusätzlich schwarze Linien bekommen.
Hannes Soomer setzt mit dem Wechsel zu BMW auch optisch neue Akzente.
Foto: Dino Eisele


Hannes Soomer ist nach seiner Schulterverletzung wieder am Start in der IDM Superbike. Der Einstand in der Motorsport Arena Oschersleben verlief nicht nach dem Geschmack des Esten vom Team Enos Motorsport.

Es handelte sich zwar „nur“ um das freie Training am Freitag, aber der 26-jährige Este machte sich Gedanken. Florian Alt (Honda) hatte in der Nachmittags-Session mit 1:25.329 min die Bestzeit vorgelegt. Soomer war an der zwölften Position auf dem Zettel notiert mit einer Rundenzeit von 1:26.614 min. Es ging äußerst eng zu und Soomer wusste: „Wir haben mit der BMW ein neues Motorrad, wir konnten nicht testen, ich hatte meine Verletzung. Wie das Wetter wird, weiß auch keiner. Ich hätte nichts dagegen, wenn es am Sonntag regnet.“ Soomer, dem „Baltic Bullet“ aus Tallin und IDM-Vierten des letzten Jahres, war heute nicht zum Lachen zumute.

Angesichts des für Soomer verletzungsbedingt ausgefallenen IDM-Saisonauftakts befindet er sich im Trainingsrückstand und spekuliert mit dem Einzug in die Superpole 2. „Das ist das Ziel, denn dann hätte ich ein Training mehr. Das bringt uns alles nach vorn.“

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Ergebnisse Freies Training IDM Superbike Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

1. Freies Training IDM Superbike (Top-Five)

1. Ilya MIKHALCHIK, BMW

2. Florian ALT, Honda

3. Toni FINSTERBUSCH, BMW

4. Vladimir LEONOV, Ducati

5. Bálint KOVÁCS, BMW


2. Freies Training IDM Superbike (Top-Five)

1. Florian ALT, Honda

2. Ilya MIKHALCHIK, BMW

3. Bálint KOVÁCS, BMW

4. Toni FINSTERBUSCH, BMW

5. Max ENDERLEIN, Yamaha

Mittwoch, 29. Mai 2024

DTM Classic am Norisring mit starkem Teilnehmerfeld

  • Hans-Joachim Stuck fährt seinen Original-Audi V8 aus 1991
  • Auch weitere Stars wie Harald Grohs oder Altfrid Heger am Start
  • Viele Original-Fahrzeuge aus der Motorsport-Geschichte kommen zum Norisring

Foto: Jens Hawrda


Rennen auf dem Norisring sind seit jeher ein Highlight im deutschen Motorsport-Kalender und das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Teil des diesjährigen Motorsport-Fests in Nürnberg, bei dem das 40-jährige Bestehen der DTM gefeiert wird, sind auch zwei Läufe der DTM Classic. Hier treffen sich historische Fahrzeuge und ehemalige DTM-Stars.

Unter anderem wird Hans-Joachim Stuck sich die Ehre geben. Die lebende Motorsport-Legende gewann erstmals 1974 auf dem fränkischen Stadtkurs und wird in diesem Jahr bei der DTM Classic jenen Audi V8 steuern, mit dem er 1991 seinen letzten Triumph am Norisring feierte. Untrennbar mit der Geschichte des deutschen Tourenwagensports ist auch der Name Harald Grohs verbunden. Der Essener gewann unter anderem 1984 das erste Rennen der DTM im belgischen Zolder. Er wird am Norisring ebenso am Start sein wie sein Essener Nachbar Altfrid Heger, der neben zwei DTM-Laufsiegen auch mehrfach die 24 Stunden vom Nürburgring und von Spa-Francorchamps für sich entschied.

Vater Peter und Sohn Stefan Mücke bringen Rennwagen verschiedener Epochen an den Start, mit dabei sind ein 1980er Ford Capri Turbo nach Gruppe-5-Reglement und den Mercedes-Benz C-Klasse DTM, der 2005 von DTM-Rekordmeister Bernd Schneider bewegt wurde. Dazu kommen dank des Engagements von Liebhabern und Sammlern Original-Fahrzeuge wie zum Beispiel der Opel Astra Coupé V8 DTM, den einst Joachim Winkelhock fuhr, der Ex-Ruch-Ford-Mustang oder der BMW 320, der 1980 die Tourenwagen-EM gewann. Zu all den Autos und Fahrern wird Kommentator-Legende Rainer Braun, der am Norisring noch einmal in der Sprecherkabine sitzen wird, den Zuschauern viele Erinnerungen und Anekdoten erzählen.

Mehr als 20 Fahrzeuge der verschiedenen Klassen und Epochen haben sich zu dieser stimmungsvollen Zeitreise des Motorsports bereits angekündigt. Zugelassen sind unter anderem DTM- bzw. ITC-Renner von 1984 bis 2007, STW-Fahrzeuge von 1993 bis 1999, DRM-Rennwagen von 1976 bis 1981 sowie Fahrzeuge aus der Deutschen Rennsport Trophäe, die von 1979 bis 1983 eingesetzt wurden. Die Fans können sich in Nürnberg auf insgesamt 150 Minuten Streckenzeit, unterteilt in zwei freie Trainings, zwei Qualifyings, ein Warm-Up und am Samstag und Sonntag jeweils ein 25-minütiges Rennen, freuen.