Sonntag, 26. Mai 2024

Dreikampf um die Spitze: Preining schlägt Audi-Duo bei erstem Saisonsieg

  • Der Titelverteidiger rückt nach erstem Saisonerfolg auf Platz zwei der Tabelle vor
  • Spitzenreiter Kelvin van der Linde baut mit Rang zwei seine Spitzenposition aus
  • 45.500 Besucher erleben zweiten DTM-Tourstopp auf dem Dekra Lausitzring

Thomas Preining: Nach Pole zum Sieg
Foto: Jens Hawrda

Schnell, abgeklärt und fehlerlos – Porsche-Pilot Thomas Preining (A) hat am Sonntag auf dem Lausitzring seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Der Titelverteidiger von Manthey EMA schlug im entscheidenden Moment eiskalt zu und sicherte sich mit zwei starken Überholmanövern seinen insgesamt sechsten DTM-Erfolg. „Das war eines der besten DTM-Rennen, das ich als Fahrer bisher erlebt habe. Entscheidend für den Sieg war unsere Strategie mit einem frühen Boxenstopp. Nach dem Reifenwechsel konnte ich zwar nicht direkt die Führung übernehmen, mich aber in eine gute Position bringen. Ich habe direkt attackiert und bin dabei ein bisschen ins Risiko gegangen. Das ist Racing in der DTM“, analysierte Preining, der im Gesamtklassement auf Rang zwei vorrückte. Hinter dem 25-Jährigen folgte das Duo von Abt Sportsline: Kelvin van der Linde (ZA) wurde mit einem Rückstand von 1,44 Sekunden Zweiter und baute damit seine Führung in der Tabelle aus. Teamkollege Ricardo Feller (CH) beendete den vierten Saisonlauf auf Rang drei – die gleiche Position belegt der Audi-Fahrer in der Gesamtwertung. 45.500 Besucher erlebten am Lausitzring zwei völlig unterschiedliche Rennen. Während der Samstagslauf wegen sintflutartiger Regenfälle mehrfach unterbrochen werden musste, gab es am Sonntag bei trockenen Bedingungen viele Positionskämpfe und harte Rad-an-Rad-Duelle.

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Saisonrennen 4 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 23 Grad, wolkig

Pole-Position: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 1:20,858 Minuten

Sieger: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91)

Schnellste Rennrunde: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3) 1:21,562 Minuten

Beim Start zum vierten DTM-Lauf der Saison am Sonntagmittag behauptete Pole-Setter Preining zunächst die Führung vor Feller und Kelvin van der Linde, der den vor ihm liegenden Mirko Bortolotti (I/SSR Performance) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 überholen konnte. Dem immer schneller werdenden Audi-Pilot Feller gelang es in der vierten Runde, an Preining vorbeizuziehen und sich an die Spitze des Feldes zu setzen. Nach einer Safety-Car-Phase und dem anschließenden Re-Start konnte der Schweizer seine Führung auf knapp eine Sekunde ausbauen.

Nach den Pflicht-Boxenstopps schlug die Stunde von Preining. Der Österreicher holte sich als erster Fahrer im Feld neue Pirelli-Reifen und brachte sie schnell ins optimale Temperaturfenster. Dadurch überholte Preining zunächst Feller und kurz darauf Kelvin van der Linde, die durch spätere Stopps auf kälteren Reifen den Porsche-Werksfahrer nicht aufhalten konnten. Auch Feller drückte sich anschließend mit Fahrzeugkontakt an van der Linde vorbei, die Rennleitung ordnete jedoch aufgrund des Kontaktes einen Platztausch an. Ungeachtet dessen kontrollierte Preining das Geschehen an der Spitze und überquerte nach 42 Umläufen vor Kelvin van der Linde und Feller als Erster die Ziellinie. Bortolotti folgte auf Rang vier, Platz fünf ging an seinen Markenkollegen Luca Engstler (Kempten/Lamborghini Team Liqui Moly by GRT).

René Rast (Bregenz) von Schubert Motorsport wurde als bester BMW-Pilot Sechster. Maro Engel (Monaco) vom Mercedes-AMG Team Winward brillierte erneut mit einer glänzenden Strategie und konnte sich dank eines sehr späten Boxenstopps von Startplatz 20 auf Position sieben vorkämpfen. Auf Rang acht und neun folgten mit Sheldon van der Linde (ZA) und Marco Wittmann (Fürth) die Teamkollegen von Rast im BMW M4 GT3. Lucas Auer (A) beendete das vierte Saisonrennen der DTM auf dem Lausitzring im Mercedes-AMG GT3 als Zehnter.

Kelvin an der Linde: „Als Tabellenführer vom Lausitzring abzureisen, fühlt sich super an. Es ist eine großartige Leistung unserer Mannschaft, nach dem schwachen Auftakt in Oschersleben in so kurzer Zeit einen solchen Umschwung hinzulegen. Leider ist mir direkt nach dem Boxenstopp auf noch kalten Reifen ein kleiner Fehler unterlaufen, den hat Thomas Preining sofort genutzt.“

Ricardo Feller: „Zwischenzeitlich habe ich mich schon ganz oben auf dem Podium gesehen, am Ende muss ich mit dem dritten Platz zufrieden sein. Die Berührung im Duell mit meinem Teamkollegen Kelvin van der Linde war keine Absicht. Ich hatte in der Situation einfach nicht erwartet, dass er so weit auf die Innenbahn zieht.“

Ergebnis, 4. Meisterschaftslauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA)

2. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +1,441 Sekunden

3. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +3,083 Sekunden

4. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +3,721 Sekunden

5. Luca Engstler (D/Lamborghini Team Liqui Moly by GRT), +7,501 Sekunden

Finn Zulauf holt Pole fürs Sonntagsrennen

Finn Zulauf im Porsche holt die Pole fürs Sonntagsrennen am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Finn Zulauf konnte im Porsche von AVIA W&S die Bestzeit in der Qualifikation für Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Lausitzring erzielen. Platz zwei für Mercedes-AMG von BWT Mücke Motorsport.

In der Qualifikation für Lauf zwei der ADAC GT4 Germany auf dem Dekra Lausitzring war Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) nicht zu schlagen. Im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport umrundete der Youngster die 3,478 Kilometer lange Strecke in 1:28,343 Minuten. „Ich freue mich natürlich sehr“, so Zulauf, der sich das Cockpit mit Josef Knopp (20/CZE) teilt. „Ich hatte zunächst die Reifen gut vorbereitet und konnte die Runde wie geplant durchziehen. Ich hatte zudem keinen Verkehr auf der Strecke. Die Runde war trotzdem nicht ganz perfekt, aber das sagt wohl jeder Pilot nach der Qualifikation. “

Es ist die zweite Pole-Position von Finn Zulauf in der ADAC GT4 Germany. Bereits 2023 lag er in der Qualifikation für das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring ganz vorne. „Fahrerisch ist es nicht meine Lieblingsstrecke, doch ich war hier immer erfolgreich“, analysiert er. „Wir es scheint, liegt mir der Lausitzring. Hoffentlich geht es im Rennen nachher so weiter. Wir wollen die Position natürlich möglichst verteidigen. Mal sehen, ob uns das gelingt.“

Mit einem Rückstand von 0,120 Sekunden ging Platz zwei in der Qualifikation an den Mercedes-AMG GT4 von Enzo Joulié (20/AND) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BWT Mücke Motorsport). Joulié bestritt die Qualifikation und kam letztendlich auf eine Zeit von 1:28,463 Minuten.

Platz drei holten Zulaufs Teamkollegen Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport), die 0,175 Sekunden zurücklagen. Vierte wurden Diego Stifter (20/ITA) und Maxi Tarillion (19/AUT, beide Razoon - more than Racing) in einem weiteren Porsche mit einem Rückstand von 0,442 Sekunden vor deren Teamkollegen Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing) auf Rang fünf.

Der BMW M4 GT4 von Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) beendete die Qualifikation mit einem Rückstand von 1,251 Minuten auf Platz 15. Das Duo hatte bislang alle Saisonläufe 2024 in der ADAC GT4 Germany gewonnen – muss im Sonntagsrennen nun aber eine große Aufholjagd starten. Das verspricht einiges an Spannung.

Thomas Preining holt Pole fürs Sonntagsrennen am Lausitzring

Vierte DTM-Pole für Thomas Preining
Foto: Jens Hawrda

Der aktuelle DTM-Champion Thomas Preining (A) kommt immer besser in Schwung. Nach Platz drei im Samstagslauf auf dem Dekra Lausitzring fuhr der Porsche-Werksfahrer im Qualifying am Sonntag mit 1:20,858 Minuten die schnellste Runde. Damit geht der 25-Jährige vom Team Manthey EMA zum vierten Mal von Platz eins aus in der DTM an den Start. Ricardo Feller (CH) belegte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline mit einem Rückstand von 0,044 Sekunden Platz zwei. Der Italiener Mirko Bortolotti wurde im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von SSR Performance Dritter.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir im Qualifying so eine starke Leistung abgeliefert haben. Unser Auto funktioniert hier richtig gut. Das wollen wir natürlich auch im Rennen zeigen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die Fans anders als am Samstag einen DTM-Lauf bei bestem Wetter genießen können“, erklärte Pole-Setter Preining. Der Samstagssieger Kelvin van der Linde (ZA) beendete das zweite Zeittraining in der Lausitz auf Rang vier. Damit hat sich der Audi-Pilot eine gute Ausgangsposition geschaffen, um seine Tabellenführung beim zweite DTM-Tourstopp zu verteidigen. Ayhancan Güven (TR) erzielte im Porsche 911 GT3 R die fünftschnellste Zeit.

Beim zweiten Qualifying auf dem Lausitzring verfolgte Schubert Motorsport am Sonntagvormittag eine andere Taktik als der Rest des Feldes. Die drei BMW M4 GT3 gingen bei Temperaturen von 23 Grad schon früh auf die Strecke, um freie Fahrt bei der Jagd auf die schnellste Runde zu haben. Doch diese Strategie zahlte sich nicht aus, die Bestzeiten wurden wie am Samstag im letzten Viertel des 20-minütigen Qualifyings erzielt. Eine Minute vor Schluss setzte sich Bortolotti an die Spitze, nur wenige Sekunden später übernahm Preining die Führung, die er mit einer weiteren schnellen Runde noch einmal ausbaute. Feller verdrängte schließlich in seinem achten und letzten Umlauf Bortolotti noch von Platz zwei.

Ergebnis Qualifying, 4. Saisonlauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

  1. Thomas Preining (A/Manthey EMA), 1:20,858 Minuten
  2. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +0,044 Sekunden
  3. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +0,220 Sekunden
  4. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +0,238 Sekunden
  5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,282 Sekunden


Wetter-Wahnsinn mit Regen und roten Flaggen können Kelvin van der Linde nicht stoppen

  • Südafrikaner gewinnt denkwürdigen Lauf am Lausitzring und übernimmt DTM-Tabellenspitze
  • Stratege Maro Engel verbessert sich um elf Plätze und wird Zweiter
  • Sintflutartiger Regen sorgt bei drittem DTM-Lauf für zwei Rennabbrüche

Der Sieger Kelvin van der Linde fährt durchs Ziel
Foto: Jens Hawrda

Sintflutartiger Regen und zwei Rennunterbrechungen konnten Kelvin van der Linde (ZA) am Samstag auf dem Dekra Lausitzring nicht stoppen. Der Audi-Pilot von Abt Sportsline blieb bei teilweise widrigen Bedingungen cool, machte keine Fehler und feierte nach 38 Runden seinen sechsten DTM-Erfolg. „Was für ein chaotisches Rennen. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich in der hektischen Anfangsphase die Führung verteidigen konnte. Denn an der Spitze hatte ich deutlich bessere Sichtverhältnisse. Trotzdem war es Racing am Limit, weil gerade zu Beginn extrem viel Wasser auf der Strecke stand“, erklärte van der Linde, der damit die Tabellenführung übernahm. Mit einem Rückstand von rund 2,5 Sekunden belegte Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Winward) im Mercedes-AMG GT3 dank einer klugen Taktik Platz zwei. Titelverteidiger Thomas Preining (A) wurde im Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey EMA Dritter.

Keyfacts, Dekra Lausitzring, Saisonrennen 3 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 23 Grad, Regen

Pole-Position: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3), 1:20,706 Minuten

Sieger: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3)

Schnellste Rennrunde: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3) 1:24,399 Minuten

Pole-Setter Kelvin van der Linde konnte nach dem Rennstart um 17 Uhr die Führung verteidigen. Auf Platz zwei folgte sein Teamkollege Ricardo Feller (CH), der Preining gleich zu Beginn überholte und auf Rang drei verwies. Allerdings kündigten dunkle Wolken die kommenden Niederschläge an, die immer stärker wurden und alle Fahrer dazu zwangen, auf Regenreifen umzusteigen. Teilweise mehrere Zentimeter hochstehendes Wasser auf der Fahrbahn zwang die DTM-Stars allerdings zu zwei Rennunterbrechungen. Nach rund halbstündiger Pause wurde der Meisterschaftslauf hinter dem Safety-Car, dem neuen Cupra Formentor VZ, wieder aufgenommen. Dabei machte Engel, der als einer der Ersten auf Regenreifen umgestiegen war, den größten Sprung nach vorn und schob sich vom 13. auf den zweiten Rang vor.

Die Pflicht-Boxenstopps wirbelten das Feld hinter Engel noch einmal durcheinander. Preining konnte sich auf Platz drei verbessern, hinter ihm beendete Lucas Auer (A) vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter den DTM-Lauf mit zwei roten Flaggen als Vierter. Die Top-Fünf komplettierte Feller. Bester BMW-Pilot war Sheldon van der Linde (ZA) von Schubert Motorsport auf Platz sechs. Hinter ihm folgten Arjun Maini (IN/Mercedes-AMG Team HRT) sowie Lamborghini-Fahrer Nicki Thiim (DK/SSR Performance) auf den Rängen sieben und acht. Christian Engelhart (Starnberg) vom Lamborghini Team TGI by GRT wurde Neunter, Luca Stolz steuerte den Mercedes-AMG GT3 von HRT auf Platz zehn.

Das zweite Qualifying am Lausitzring wird am Sonntag um 9:40 Uhr gestartet. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor Rennstart. Die Meisterschaftsläufe werden in über 150 Territorien live oder re-live ausgestrahlt.

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Maro Engel: „Ein richtig starkes Ergebnis für uns! Die erste Runde lief für mich ziemlich schlecht, aber wir haben direkt reagiert und auf Regenreifen gewechselt. Das war eine super Entscheidung meines Ingenieurs. Gegen Kelvin van der Linde gab es nicht wirklich eine Chance, der war einfach zu schnell unterwegs.“

Thomas Preining: „Nach dem schwachen Saisonstart in Oschersleben fühlt es sich einfach super an, wieder vorne dabei zu sein. Die Bedingungen waren extrem herausfordernd. In so einem Rennen kannst du viel gewinnen, aber durch kleinste Fehler auch viel verlieren. Auf der Strecke war es teilweise unfassbar rutschig. Daher bin ich einfach glücklich, dass wir es aufs Podium geschafft haben.“

Siegerehrung Rennen 1 am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Ergebnis, 3. Meisterschaftslauf, Dekra Lausitzring (Top-Five)

1. Kelvin van der Linde (ZF/Abt Sportsline)

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), +2,547 Sekunden

3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +11,140 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +12,344 Sekunden

5. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +14,590 Sekunden


Gebhardt-Duo Pommer/Catalano holt Sieg im Prototypen Cup am Samstag

Markus Pommer und Valentino Catalano siegen im ersten Rennen am Samstag
Foto: Jens Hawrda

Erster Sieg für Gebhardt Motorsport im Prototype Cup Germany. Bester Trophy-Pilot Torsten Kratz zusammen mit Danny Soufi Zweiter. Debütant Riccardo Leone Cirelli erobert mit Teampartner Julien Apothéloz Podestplatz.


Markus Pommer (33/Untereisesheim) und Valentino Catalano (18/Westheim, beide Gebhardt Motorsport) heißen die Sieger des ersten Saisonrennens des Prototype Cup Germany; auf den Rängen zwei und drei folgten Torsten Kratz (53/Mönchengladbach) / Danny Soufi (20/USA, beide Konrad Motorsport) sowie Riccardo Leone Cirelli (16/ITA) / Julien Apothéloz (23/CHE, beide BWT Mücke Motorsport). Auf dem Dekra Lausitzring setzte Pommer sich am Start in Führung und baute diese immer weiter aus. Sein Teamkollege Catalano, der den Lauf gleichzeitig als bester Junior abschloss, brachte den Vorsprung in der zweiten Rennhälfte sicher ins Ziel. Für das Team Gebhardt Motorsport, das seit Gründung des Prototype Cup Germany dabei ist, ist es der erste Triumph in der vom ADAC und der Creventic organisierten LMP3-Serie. „Mein Start war gut, das Auto war gut und ich konnte mich gut vom Feld absetzen“, beschreibt Pommer seinen Stint, dem der Einsatz von Catalano folgte. „Bei mir war das Auto nicht perfekt, es übersteuerte stark. Ich hatte von Markus aber einen großen Vorsprung mitbekommen und habe den bis zum Ziel verwaltet. Ich wollte kein Risiko eingehen, denn wir wollten den Sieg und sind nun wirklich happy“, fasste Catalano zusammen.

Das Rennen begann mit einem mutigen Start von Antti Rammo (41/EST, MRS GT-Racing), der sich von Startplatz fünf kommend auf den zweiten Rang schob. Den musste er zwar kurze Zeit später an Kratz abgeben, doch Position drei hielt der Este bis zum Fahrerwechsel. Dabei durfte er sich keinen Fehler erlauben, denn Cirelli und Keanu Al Azhari (16/UAE, Mühlner Motorsport) lauerten unmittelbar hinter ihm. Vorne vergrößerte Pommer seinen Vorsprung von Runde zu Runde und auch Kratz, der als bester Trophy-Pilot abgewinkt wurde, konnte sich vom Trio auf den Rängen drei bis fünf absetzen. 

Beim obligatorischen Boxenstopp, bei dem auch ein Fahrerwechsel möglich ist, unterlief Rammo und seinem Team MRS GT-Racing dann doch ein Fehler: Er bog wenige Sekunden zu spät in die Box ab, so dass er in der Folge mit einer Stop-and-hold-Strafe belegt wurde. 16 Sekunden musste der 41-Jährige stillstehen, dann durfte er sich wieder ins Feld einreihen. Und auch Al Azhari, der das Rennen wie Rammo alleine bestritt, hatte beim Boxenhalt Probleme. Sein Duqueine musste angeschoben werden, was ihm ebenfalls eine Strafe einbrachte. Der Mühlner-Fahrer fand sich im Ziel an vierter Stelle wieder, Rammo beendete den Lauf als Fünfter. Für Apothéloz, der den Mücke-Duqueine von Cirelli übernahm und den Boxenhalt ohne Probleme erledigte, wurde es so ein sicherer dritter Platz. 

Vorne kam Soufi in der zweiten Rennhälfte immer näher an den führenden Catalano ran, der mit seinem übersteuernden Fahrzeug kämpfte. Der US-Amerikaner schaffte es bis zum Ziel aber nicht, den Gebhardt-Mann noch in Gefahr zu bringen. Somit lautete die Reihenfolge im Ziel Pommer / Catalano vor Kratz / Soufi und Cirelli / Apothéloz. Hinter Al Azhari und Rammo sah das Duo Klaus Abbelen (63/Barweiler) / Felipe Laser (34/Leipzig, beide Frikadelli Racing Team) die Zielflagge, Sven Barth (43/Eberbach) und Maxim Dirickx (20/BEL, beide Gebhardt Motorsport) sicherten sich Rang sieben. 

Weitere Stimmen nach dem Rennen:

Torsten Kratz (Zweiter): „Am Start war ich etwas vorsichtiger, denn in der ersten Kurve wurde es etwas eng. Antti Rammo hat sich mit einem mutigen Manöver vor mich geschoben, aber ich wusste, dass ich ihn schnell wieder überholen muss. Das ist mir auch gelungen. Danach habe ich mich auf mein Rennen konzentriert, das Tempo von Markus Pommer an der Spitze konnte ich aber nicht mitgehen.“

Danny Soufi (Zweiter): „Ich habe in jeder Runde alles gegeben und so viel Druck gemacht wie es ging. Ich wollte so nah wie möglich an Valentino Catalano rankommen. Insgesamt war es ein gutes Rennen von Torsten und mir, aber auch ein hartes. Und auch das Team hat einen guten Job gemacht.“

Riccardo Leone Cirelli (Dritter): „Der Start war nicht einfach, denn ich musste ordentlich bremsen, um eine Kollision zu verhindern. Weil man auf dieser Strecke kaum überholen kann, konnte ich in meinem Stint nicht an Antti Rammo vorbeikommen. Aber durch die Boxenstopps sind wir dann auf Rang drei nach vorne gekommen.“

Julien Apothéloz (Dritter): „Die Balance des Autos war zu Beginn meines Stints nicht wirklich gut, wurde dann aber besser. Und ich selbst bin gegen Ende auch besser in den Rhythmus reingekommen. Das Rennen an sich war für mich relativ einsam, aber ich freue mich über den Podestplatz. Ich bin auch happy für meinen Teamkollegen Riccardo, der sein erstes LMP3-Rennen gleich mit einem Podest abschließen kann.“