Sonntag, 24. September 2023

Bruno Spengler und Maxime Oosten führen BMW-Doppelsieg am Red Bull Ring an

  • ADAC GT Masters-Debütant Oosten gewinnt an der Seite von DTM-Champion 2012 Spengler
  • FK Performance Motorsport steht erstmals im ADAC GT Masters auf Rang eins
  • Schubert Motorsport macht BMW-Doppelsieg perfekt

Bruno Spengler holt mit Partner Maxime Oosten Sieh am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Überraschungsgewinner auf dem Red Bull Ring: Nachdem die ursprünglichen Rennsieger sowie die Zweitplatzierten nach technischen Unregelmäßigkeiten aus der Wertung genommen wurden, ging Platz eins im neunten Saisonrennen des ADAC GT Masters an Newcomer Maxime Oosten (NL) und den ehemaligen DTM-Champion Bruno Spengler (CAN) im BMW M4 GT3. Für die beiden BMW-Piloten sowie FK Performance Motorsport war es der Premieren-Erfolg in der traditionsreichen GT-Serie des ADAC. Auf Rang zwei landete das Schubert-Duo Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GBR) in einem weiteren BMW M4 GT3. Dritter wurden Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg/beide Huber Motorsport) im Porsche 911 GT3 R. Als Erste sahen am Samstag Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/beide GRT Grasser Racing Team) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 die Zielflagge vor dem Mercedes-AMG GT3 von Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN/beide Landgraf Motorsport). Im Anschluss an die technische Nachkontrolle wurden jedoch beide Fahrzeuge disqualifiziert. Dem Lamborghini konnte die im Reglement festgelegte Restkraftstoffmenge nicht entnommen werden, der Mercedes-AMG brachte nicht das erforderliche Mindestgewicht auf die Waage.

Der Start zum neunten Saisonlauf des ADAC GT Masters erfolgte bei bewölktem Himmel und Temperaturen von 15 Grad Celsius. Die Fans an der 4,318 Kilometer langen Rennstrecke in der Steiermark verfolgten von Beginn an spannende Duelle. Hites spielte den Vorteil seines ersten Startplatzes aus und ließ seinen internationalen Fahrerkollegen keine Chance. Der Lamborghini-Junior übergab nach der Rennhalbzeit das Steuer seines Supersportwagens an Mapelli. Zwar reduzierte Seppänen den Vorsprung im Verlauf des Sprintrennens, doch Lamborghini-Werksfahrer Mapelli überquerte als Erster die Ziellinie. Durch die nachträglichen Strafen der vor ihnen platzierten Fahrerpaarungen nahmen Oosten und Spengler erstmals den Siegerpokal in der traditionsreichen GT-Serie des ADAC mit nach Hause. Das BMW-Duo zeigte eine beachtliche Vorstellung mit insgesamt sieben Überholmanövern. „Ein unglaubliches Rennen, ich kann es noch gar nicht glauben. Ich fand sehr schnell in meinen Rhythmus und setzte eine Attacke nach der anderen. Gleichzeitig habe ich mich darauf konzentriert, die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen. Bruno musste sich in den letzten Kurven nochmal richtig verteidigen, das kostete mich einige Nerven“, fasste Oosten zusammen, der in Österreich erstmals im ADAC GT Masters fährt und der auch die Pirelli-Junior-Wertung gewann. Durch Platz zwei von Coseteng und Green gelang BMW ein Doppelsieg auf dem Alpenkurs. Die Top-Drei komplettierten Fittje und Menzel als beste Porsche-Piloten.

Platz vier ging an die Mercedes-AMG-Piloten Alain Valente (CHE) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team). Den fünften Rang belegten mit einem Porsche 911 GT3 R Michael Joos (Vöhringen) und Christian Engelhart (Starnberg/beide Team Joos by Racemotion). Sechster wurden Petru Umbrarescu (RO) und Philip Ellis (GBR) im zweiten Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams. Auf Position sieben beendete John Paul Southern (Liqui Moly Team Engstler) das Rennen. Der US-Amerikaner teilt sich das Cockpit des Audi R8 LMS GT3 Evo2 mit Jonas Karklys (LT).

 

Samstag, 23. September 2023

Benjamin Hites holt 20. Pole-Position für Grasser

Benjamin Hites holt Pole für Grasser-Racing-Team am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Lamborghini-Pilot Benjamin Hites (CHL/GRT Grasser-Racing-Team) gelang in der Qualifikation des ADAC GT Masters am Red Bull Ring mit 1:38,616 Minuten die schnellste Runde. Damit startet zum 20. Mal ein Fahrer des Rennstalls von Gottfried Grasser in der traditionsreichen GT-Serie des ADAC von der Pole-Position. Alain Valente (CHE/Haupt Racing Team) steht beim neunten Saisonrennen am Samstagnachmittag mit seinem Mercedes-AMG GT3 neben Hites in der ersten Startreihe. 

Temperaturen von 13 Grad Celsius sowie eine nasse Fahrbahn der 4,318 Kilometer langen Rennstrecke in der Steiermark machten die Zeitenjagd am Samstagmorgen zu einer Herausforderung. Mit Pirelli-Regenreifen ausgestattet verbesserten sich die Piloten des ADAC GT Masters in der 20-minütigen Session zunächst Runde um Runde. Schneller als Hites war allerdings kein Pilot, denn der Nürburgring-Sieger kam mit seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 am besten mit den Bedingungen auf dem Alpenkurs zurecht. „Ich wollte unbedingt auf Pole fahren. Das Team feiert am Red Bull Ring sein Heimspiel, deshalb ist Startplatz eins umso bedeutsamer. Ich habe das komplette Qualifying mit Regenreifen absolviert. Das Risiko auf Slicks zu wechseln, war mir definitiv zu groß. Unser Plan ist es, in der Meisterschaft nochmal voll anzugreifen und Boden gutzumachen“, erklärte Pole-Setter Hites. Derzeit belegt er mit seinem Teamkollegen, dem Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli (I), den dritten Tabellenplatz im ADAC GT Masters.

Auf dem zweiten Rang ordnete sich Valente ein und bestätigte nach dem Podiumserfolg im achten Saisonrennen am Sachsenring seine aktuelle Form (+0,318 Sekunden). Platz drei ging an Michael Joos (Vöhringen). Der Teamchef des Team Joos by Racemotion verbuchte mit seinem Porsche 911 GT3 R einen Rückstand von 0,475 Sekunden auf Hites. Mit Platz vier schaffte Audi-Pilot Jonas Karklys (LT/Liqui Moly Team Engstler) sein bestes Qualifying-Ergebnis im ADAC GT Masters (+0,587 Sekunden). Als Fünftschnellster qualifizierte sich Salman Owega im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport (+0,595 Sekunden). Der Kölner führt gemeinsam mit Teamkollege Elias Seppänen (FIN) die Meisterschaft an. 

Knoten geplatzt: Kelvin van der Linde feiert ersten Saisonsieg

  • Südafrikaner sorgt für 250. Podiumsplatz seines Teams Abt Sportsline in der DTM
  • Teamkollege Ricardo Feller fährt aus vorletzter Startreihe auf Platz drei
  • Lokalmatador Thomas Preining verkürzt Abstand auf Tabellenführer Bortolotti

Kelvin van der Linde holt Samstagssieg am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Befreiungsschlag für Kelvin van der Linde (ZA): Der Audi-Pilot gewann das Samstagsrennen auf dem Red Bull Ring in Österreich und feierte nach einigen Rückschlägen in diesem Jahr seinen ersten Saisonsieg. Mit diesem Erfolg machte der Südafrikaner gleichzeitig den 250. Podiumsplatz in der DTM für sein Team Abt Sportsline klar. „Was für ein aufregendes Rennen. Wir haben heute nahezu alles perfekt gemacht. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir etwas früher als die Konkurrenten zum Reifenwechsel an die Box gekommen sind. Wir sind das Risiko eingegangen und wurden dafür belohnt. Durch den frühen Stopp hatte ich einen zeitlichen Vorsprung, um meine Slicks ins richtige Temperaturfenster zu bekommen“, erklärte der überglückliche Gewinner. DTM-Neuling Laurin Heinrich (Würzburg) überquerte im Porsche 911 GT3 R mit einem Rückstand von 1,306 Sekunden als Zweiter die Ziellinie und stand damit zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen. Ricardo Feller (CH) verbesserte sich im Audi R8 LMS GT3 Evo2 nach einer sensationellen Aufholjagd vom 26. auf den dritten Rang.

Keyfacts, Red Bull Ring, Saisonrennen 13 von 16

Streckenlänge: 4.318 Meter

Wetter: 15 Grad Celsius, bewölkt und zeitweise leichter Regen

Pole-Position: Laurin Heinrich (Team75 Motorsport, Porsche 911 GT3 R #75), 1:36,778 Minuten

Sieger: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #3)

Schnellste Rennrunde: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #33), 1:29,495 Minuten

Das Wetter spielte im 13. Meisterschaftslauf auf dem Alpenkurs in der Steiermark eine Hauptrolle. Bei leichtem Regen starteten fast alle Fahrer mit Regenreifen. Die Zuschauer erlebten eines der aufregendsten und actionreichsten Saisonrennen mit harten Rad-an-Rad-Duellen sowie zahlreichen Überholmanövern in allen Teilen des Feldes. Pole-Setter Heinrich setzte sich sofort ab und konnte seine Spitzenposition auf über zwei Sekunden ausbauen. Hinter dem Würzburger folgten sein Teamkollege Ayhancan Güven (TR), Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco), Preining sowie Kelvin van der Linde. Letztgenannter konnte sich auf Rang zwei vorarbeiten und absolvierte als Erster der Top-Fahrer den Pflicht-Boxenstopp. Kurz darauf zog van der Linde mit aufgewärmten Pirelli-Slicks an Heinrich vorbei, dessen Reifen noch nicht im optimalen Temperaturfenster waren. Nach 37 Runden fuhr der 27-Jährige als Sieger vor Heinrich ins Ziel.

Dahinter erlebten die Fans immer wieder spektakuläre Zweikämpfe und einen wie entfesselt fahrenden Feller. Der von Rang 26 gestartete Schweizer überholte im Anschluss einer kurzen Safety-Car-Phase die vor ihm liegenden Preining sowie Engel und übernahm Platz drei. In den letzten Umläufen lieferte er sich einen hitzigen Zweikampf mit René Rast, konnte die Angriffe des dreimaligen DTM-Champions jedoch bis ins Ziel abwehren. Damit meldete Feller eindrucksvoll seine Meisterschaftsambitionen an. Hinter Rast überquerte Engel auf dem Formel-1-Kurs in Spielberg als Fünfter die Ziellinie.

Der Gesamtzweite Preining steuerte seinen Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey EMA auf Rang sechs und konnte damit den Abstand zur Spitze auf sechs Punkte verkürzen. Luca Stolz (Brachbach) verbesserte sich im Mercedes-AMG GT3 als Siebter um sieben Plätze, Marco Wittmann (Fürth) beendete den 13. Meisterschaftslauf im BMW M4 GT3 auf Rang acht. Tabellenführer Mirko Bortolotti (I) arbeitete sich bis zum Pflicht-Boxenstopp auf Position sechs vor, fiel nach dem Reifenwechsel jedoch auf Rang neun zurück. Dennoch behauptete der Lamborghini-Pilot seine Führung im Gesamtklassement. Dennis Olsen (N) wurde im zweiten Neunelfer von Manthey EMA Zehnter.

Stimmen nach dem Rennen

Laurin Heinrich: „Wenn man von der Pole-Position startet und das Rennen so lange anführt, möchte man natürlich auch gewinnen. Trotzdem bin ich glücklich über den zweiten Platz. Es waren herausfordernde Bedingungen gegen die weltweit besten GT-Fahrer und das in meiner ersten DTM-Saison. Vielleicht waren wir einen Tick zu spät an der Box, hinten raus ist die Strecke plötzlich schnell getrocknet. Gegen Kelvin van der Linde hatte ich dann auf kalten Reifen keine Chance.“

Ricardo Feller: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich vom 26. Startplatz aus Punkte auf die Spitze in der Meisterschaft gut machen kann. Das zeigt aber, wie eng es in der DTM zugeht. Eine super Strategie, ein schneller Boxenstopp und natürlich auch die nötige Portion Glück waren die Faktoren für diese Aufholjagd. In den Schlussrunden bin ich im Duell gegen René Rast ‚All in‘ gegangen, den Platz wollte ich auf keinen Fall mehr hergeben.“

Ergebnis, 1. Rennen, Red Bull Ring (Top-Five)

1. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline)

2. Laurin Heinrich (D/Team75 Motorsport), +1,306 Sekunden

3. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +6,631 Sekunden

4. René Rast (D/Schubert Motorsport), +6,899 Sekunden

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +9,397 Sekunden


Laurin Heinrich holt in letzter Sekunde erste DTM-Pole

Laurin Heinrich, Porsche #75 holt seine erste Pole
Foto: Jens Hawrda

Reife Leistung von Laurin Heinrich (Würzburg). Der Neuling sicherte sich beim Qualifying am Samstagmorgen auf dem Red Bull Ring in letzter Sekunde die erste Pole-Position seiner DTM-Karriere. In seiner elften und letzten Runde erzielte der Porsche-Pilot vom Team75 Motorsport mit 1:36,778 Minuten die Bestzeit und startet von Platz eins in den 13. Meisterschaftslauf der populären Rennserie.

„Mit Regen und roter Flagge geht ein Qualifying immer ein bisschen hektisch zu, aber wir haben das Beste rausgeholt. Mein Ingenieur Erik hat heute Geburtstag, die Pole-Position ist ein super Geschenk für ihn. Nach einem Austausch mit meinem Teamchef Timo Bernhard während der Unterbrechung fiel unsere Entscheidung für die letzten Minuten auf Regenreifen. Das war die richtige Wahl, trotzdem ist die Strecke hinten raus immer mehr getrocknet. Ich wusste, dass es auf die letzte Runde ankommt und habe meine Reifen dafür ins optimale Arbeitsfenster bekommen“, erklärte der Gewinner des Pirelli Pole Position Award, der dafür mit drei Punkten belohnt wurde. Kelvin van der Linde (ZA), lange Zeit Schnellster des Qualifyings, belegte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline mit einem Rückstand von 0,065 Sekunden Platz zwei. Dritter wurde Heinrichs Teamkollege Ayhancan Güven (TR), dahinter folgten die beiden Neunelfer von Manthey EMA: Der Tabellenzweite und Lokalmatador Thomas Preining (A) beendete das Zeittraining auf Platz vier, Dennis Olsen (N) komplettierte die Top-Fünf. Spitzenreiter Mirko Bortolotti (I) kam im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 über Platz zehn nicht hinaus.

Entscheidender Faktor beim ersten Zeittraining auf dem Kurs in Spielberg war am Samstagmorgen die Reifenwahl. Bei Streckentemperaturen von nur 15 Grad Celsius und feuchtem Asphalt entschieden die meisten Fahrer, zunächst mit Regenreifen auf die 4,318 Kilometer lange Strecke zu gehen. David Schumacher (Salzburg) setzte auf Slicks und rutschte auf nasser Fahrbahn mit seinem Mercedes-AMG GT3 in einem Reifenstapel. Nach einer Unterbrechung von einer Viertelstunde nahmen die meisten Teams das Qualifying mit Trockenreifen in Angriff, um kurze Zeit später wieder auf Regen-Pneus zu wechseln, da der Alpenkurs nicht wie erwartet abtrocknete. Kelvin an der Linde fuhr zunächst eine Bestzeit nach der anderen und sah wie der sichere Pole-Setter aus. Dann schlug Rookie Heinrich im Stile eines Routiniers im letzten Moment zu und verdrängte den Südafrikaner auf Platz zwei.


Ergebnis Qualifying, 1. Rennen, Red Bull Ring

Laurin Heinrich (D/Team75 Motorsport), 1:36,778 Minuten

Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +0,065 Sekunden

Ayhancan Güven (TR/Team75 Motorsport), +0,081 Sekunden

Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,176 Sekunden

Dennis Olsen (N/Manthey EMA), +0,200 Sekunden

Freitag, 22. September 2023

Jusuf Owega mit Tagesbestzeit am Red Bull Ring

Jusuf Owega mit Tagesbestzeit am Freitag am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Jusuf Owega (Köln) ist stark in den vorletzten DTM-Stopp auf dem Red Bull Ring in Österreich gestartet. Der Mercedes-AMG-Pilot fuhr am Freitagvormittag im ersten Freien Training mit 1:28,345 Minuten die schnellste Runde und erzielte damit die Tagesbestzeit. „Es ist ein gutes Gefühl, Trainingsschnellster zu sein und zeigt, dass man vorn mit dabei ist. Die Strecke hier in den Bergen ist sehr schön und wir wollen ein gutes Ergebnis einfahren“, erklärte der 21-Jährige vom Mercedes-AMG Team BWT. Es folgten die beiden BMW von Schubert Motorsport, die in der zweiten Session dominierten und damit unter Beweis stellten, dass mit ihnen auf dem Formel-1-Kurs in Spielberg zu rechnen ist. Sheldon van der Linde (ZA) entschied die Nachmittags-Session für sich, lag aber 0,077 Sekunden hinter Owega. „Es ist schön, wenn das Wochenende so gut anfängt, auch wenn wir nicht wissen, wie stark die Konkurrenz wirklich ist. Auf dem Red Bull Ring kann man gut überholen und im Rennen Plätze gut machen. Wir brauchen ein erfolgreiches Wochenende, um noch in den Meisterschaftskampf eingreifen zu können“, sagte der DTM-Titelverteidiger.

Mit einem Abstand von 0,049 Sekunden auf seinen Teamkollegen belegte René Rast (Bregenz) Platz drei. Arjun Maini (IND) vom Mercedes-AMG Team HRT zeigte mit Rang vier ebenfalls eine gute Leistung beim ersten Kräftemessen auf der schnellsten Strecke im DTM-Kalender. Dahinter bestätigte Tabellenführer Mirko Bortolotti (I) seine starke Form und war mit seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 fünftschnellster Pilot des Tages.

Das Starterfeld mit 28 Fahrzeugen ging am Freitag um 10:35 Uhr in das erste Freie Training auf den 4,318 Kilometer langen Alpenkurs. Bei knapp 18 Grad Celsius dauerte es bis zum letzten Drittel, ehe die Piloten Top-Runden in Angriff nahmen. Owega erzielte die Tagesbestmarke gut zwei Minuten vor Schluss in seinem 18. Umlauf. In der zweiten Session am Nachmittag war es etwas wärmer, doch immer wieder fielen Regentropfen. Einige Teams gingen deshalb nicht unbedingt auf eine schnelle Runde, sondern testeten verschiedene Fahrzeug-Abstimmungen. Nicht so Schubert Motorsport: Rast legte in seinem 14. Umlauf die Bestzeit vor, die Sheldon van der Linde nur fünf Sekunden später unterbot und damit das zweite Zeittraining als Erster abschloss.