Sonntag, 10. September 2023

Dritter Saisonsieg und wieder Spitzenreiter: Mirko Bortolotti jubelt am Sachsenring

  • Pole-Setter überzeugt am Sonntag mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg
  • Samstagsgewinner Luca Stolz beendet als Zweiter starkes Wochenende
  • 42.000 Besucher erleben DTM-Comeback am Sachsenring nach 21 Jahren

Mirko Bortolotti holt nach Pole am Sachsenring seinen dritten Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (I) hat am Sonntag auf dem Sachsenring die Tabellenführung in der DTM zurückerobert. Der Lamborghini-Pilot von SSR Performance blieb auch nach einem Rennabbruch in Runde eins wegen einer Kollision mehrerer Fahrzeuge cool und gewann den zwölften Meisterschaftslauf mit einem Vorsprung von 1,541 Sekunden. „Das war einer der emotionalsten Siege meiner Karriere. Jack Aitken hat beim Start direkt probiert, an mir vorbeizukommen. Dass ich in der Situation die Führung verteidigen konnte, war extrem wichtig. Leider gibt es nur noch vier Rennen in dieser Saison. In meiner aktuellen Form würde ich gern noch 20 weitere fahren“, sagte Bortolotti. Hinter dem Italiener sicherte sich Samstagssieger Luca Stolz (Brachbach) im Mercedes-AMG GT3 nach 46 Runden den zweiten Platz. Als Dritter fuhr Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 über die Ziellinie, erhielt wegen des Verursachens einer Kollision allerdings nachträglich eine Zeitstrafe von fünf Sekunden. Damit rückte Bortolottis Teamkollege Franck Perera (F) auf Platz drei vor. Das Comeback der populären Rennserie auf dem Sachsenring nach 21 Jahren erlebten 42.000 Besucher, die bei sonnigem Spätsommerwetter drei Tage lang spannenden Motorsport sahen.

Keyfacts, Sachsenring, Saisonrennen 12 von 16

Streckenlänge: 3.645 Meter

Wetter: 29 Grad Celsius, sonnig

Pole-Position:Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #92), 1:17,366 Minuten

Sieger: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #92)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2 #7), 1:19,072 Minuten


Der zwölfte DTM-Lauf war am Sonntag erst zwei Minuten alt, als er nach einem Zusammenprall mehrerer Fahrzeuge wieder unterbrochen werden musste. Es dauerte mehr als 20 Minuten, ehe die Fahrer hinter dem Safety-Car das Rennen wiederaufnehmen konnten. Pole-Setter Bortolotti kontrollierte das Feld auch nach dem Re-Start von der Spitze aus, hinter ihm folgten Stolz, Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB), Perera sowie Feller auf den Plätzen zwei bis fünf.

Gleich zu Beginn des Boxenstopp-Fensters absolvierten alle Top-Fahrer ihre Reifenwechsel. Bortolotti behauptete souverän seine Führung. Dahinter wurde Aitken zunächst von Stolz und dann von Feller, der vor Perera auf die Strecke gefahren war, überholt. Der Zweikampf zwischen dem Briten und dem Schweizer hatte einen Reifenschaden beim Boliden von Aitken zur Folge, der seinen Ferrari kurz danach abstellen musste. Für dieses Manöver kassierte Feller im Nachgang des Rennens seine Zeitstrafe. Eine Schrecksekunde gab es beim Team SSR Performance, als Bortolotti fallenden Öldruck meldete. Doch der 33-Jährige gab seine Führung nicht mehr ab, feierte am dritten Wochenende den dritten Saison-Sieg in Folge und übernahm damit wieder die Führung in der Gesamtwertung der DTM. Hinter den Top-Drei wurde Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A) Vierter und fiel damit in der Gesamtwertung auf Platz zwei zurück.

Thierry Vermeulen (NL) zeigte im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing erneut ein starkes Rennen und belegte Rang fünf. Feller fand sich durch die Rückversetzung auf dem sechsten Platz wieder. Hinter ihm feierte Mercedes-AMG-Fahrer Arjun Maini (IND) als Siebter seine erste Top-Ten-Platzierung in dieser Saison. Bester BMW-Pilot war René Rast (Bregenz), der wie am Samstag Kampfgeist zeigte und sich vom 15. auf den achten Rang verbesserte. Patric Niederhauser (CH) wurde im Audi R8 LMS GT3 Evo2 Neunter, Mercedes-AMG-Pilot Jusuf Owega (Köln) beendete den zwölften DTM-Lauf auf Position zehn.

Stimmen nach dem Rennen

Luca Stolz: „Ich habe noch nicht die richtigen Worte, um dieses Wochenende zu beschreiben. Es ist einfach mega, dass wir nach dem dritten Platz am Lausitzring unsere Form bestätigen konnten. Durch den Erfolgsballast war mir klar, dass es schwierig wird, in der Spitzengruppe zu bleiben. Bei der Boxenausfahrt gegen Jack Aitken und auch einige Male gegen Ricardo Feller musste ich alles geben, um mich zu verteidigen.“

Ergebnis, 2. Rennen, Sachsenring

1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance)

2. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT), +1,541 Sekunden

3. Franck Perera (F/SSR Performance), +2,637 Sekunden

4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +4,744 Sekunden

5. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +5,285 Sekunden

Samstag, 9. September 2023

Aston Martin-Duo Ortmann/Sasse feiert auf dem Sachsenring dritten Saisonsieg

  • Ortmann/Sasse bauen Tabellenführung weiter aus
  • Mit Aston Martin, Porsche und BMW drei Marken auf dem Podium
  • Marat Khayrov fährt mit Platz vier zum Trophy-Sieg

Ortmann/Sasse #1 siegen am Samstag am Sachsenring
und bauen Tabellenführung aus
Foto: Jens Hawrda

Die amtierenden Champions und aktuellen Tabellenführer Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) gewinnen das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring und bauen mit ihrem dritten Saisonsieg den Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. In einem intensiven und taktisch geprägten Rennen auf der 3,645 Kilometer langen Strecke bei Chemnitz fahren David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche zu Platz zwei. Das Podium komplettieren nach einer starken Aufholjagd Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4. „Zuallererst möchte ich dem Team danken, das uns ein unfassbar gutes Auto hingestellt hat“, jubelte Ortmann auf dem Podium. „Wir haben die Sommerpause gut genutzt und sind jetzt einfach nur überglücklich über den nächsten Saisonsieg.“

Das Rennen hatte zunächst aber David Jahn von der Pole-Position aus begonnen. Der Porsche-Pilot setzte sich nach dem Rennstart auch gleich ein wenig an der Spitze ab. Ihm folgten Markenkollege Nicolaj Møller Madsen (30/DNK, Wimmer Werk Motorsport) und Ortmann auf den Rängen zwei und drei. Nach rund fünf Rennminuten konnte Ortmann dann aber bereits den Dänen im Porsche überholen. Nach und nach konnte Ortmann dann den Abstand zum führenden Jahn verkürzen. Als er letztendlich aufgeschlossen hatte, kämpften beide über viele Runden sehenswert um die Spitze – sehr zum Gefallen der zahlreichen Zuschauer an der Strecke.

Ein Führungswechsel fand jedoch nicht statt und so entschied der Prosport Racing-Kommandostand, Ortmann früh zum Fahrertausch auf Sasse in die Boxengasse zu beordern. Der Taktik-Kniff ging auf, denn als Jahns Teamkollege Fittje nach dem eigenen Stopp wieder auf die Strecke abbog, konnte Sasse direkt am Porsche vorbeifahren. Sasse und Fittje hatten im zweiten Rennabschnitt schließlich einen Respektabstand, sodass sich die Reihung bis zum Fallen der schwarzweiß karierten Flagge nicht mehr änderte.

Platz drei ging an den BMW von Tim Reiter und Leon Wassertheurer, die erstmals überhaupt auf dem Podium der ADAC GT4 Germany standen. Das Duo bot eine starke Aufholjagd. Wassertheurer hatte das Rennen lediglich von der 13. Position aus begonnen. In der ersten Rennhälfte konnte er sich bereits auf den neunte Rang vorarbeiten. Partner Reiter machte im zweiten Stint dann die Champagner-Dusche auf dem Podium perfekt. Vierte wurden die Hofor Racing by Bonk Motorsport-Teamkollegen Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport), was für Khayrov auch den Triumph in der Trophy-Wertung bedeutete. Auch Piana hatte im zweiten Rennabschnitt eine fulminante Aufholjagd unternommen.

Rang fünf holte das Porsche-Duo Nathan Schaap (17/NLD) und Alexander Hartvig (20/DNK, beide Allied-Racing), die zudem auch die Junior-Wertung für sich entschieden. Nicolaj Møller Madsen und Ivan Ekelchik (26/ARM) belegten die sechste Position vor den Porsche-Markenkollegen Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) und Rodrigo Almeida (19/MOZ) und Josef Knopp (19/CZE, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT4. Platz neun ging an Mohan Ritson (21/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Die Top Zehn komplettierten Patrick Steinmetz (22/Nittel) und Ferdinand Winter (19/Grafenrheinfeld, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG.

Mike David Ortmann – Sieger für Prosport Racing

„Der Sieg ist natürlich klasse. In meinen Stint ging es richtig zur Sache. Die letzten zwanzig Rennminuten habe ich eigentlich nur noch gebetet, dass wir ohne Probleme ins Ziel kommen. Das ist gelungen. Das Team und auch Hugo haben alle einen super Job gemacht. Der Sachsenring ist einfach eine tolle Strecke, wir kommen immer wieder gerne.“

Hugo Sasse – Sieger für Prosport Racing

„Wir sind mega happy. Es war nicht einfach, doch wir hatten eine super Strategie, in dem wir früh zum Boxenstopp kamen. Das ist letztendlich aufgegangen. Auf eine ähnliche Weise gewannen wir hier bereits letztes Jahr. Am Ende hatte ich ein paar Vibrationen am Auto und wollte das Rennen nur noch nach Hause bringen.“

David Jahn – Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Mein Start war super. Ich konnte mich dann gleich ein wenig absetzen. Ich wusste aber, dass es schwer werden würde, sobald der Aston Martin am Porsche hinter mir vorbeifährt. So war es dann auch. Mich konnte er jedoch nicht mehr überholen. Jannes hatte im zweiten Abschnitt toll gearbeitet, in dem er am Aston Martin dran blieb und den zweiten Platz absicherte.“

Jannes Fittje– Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Wir freuen uns über den zweiten Platz. Es war natürlich schade, die Führung bei der Boxenausfahrt zu verlieren. Aus eigener Kraft waren wir heute aber nicht schnell genug, um mit dem Aston Martin mitzuhalten. Somit habe ich mich darauf konzentriert, die Reifen zu managen, da ich einen Reifenschaden vermeiden wollte. Platz zwei hilft uns im Titelrennen aber dennoch nicht weiter.“

Leon Wassertheurer – Platz drei für Hofor Racing by Bonk Motorsport

„Der dritte Platz war absolut unerwartet, insofern ist unsere Stimmung gerade unbeschreiblich gut. Unsere Ingenieure hatte super Arbeit geleistet, denn wir hatten den richtigen Luftdruck. Auch mein Teamkollege Tim machte in der zweiten Rennhälfte einen grandiosen Job.“

Tim Reiter – Platz drei für Hofor Racing by Bonk Motorsport

„Ich muss das Ergebnis erst einmal realisieren. Es ist mein erstes Podium in der ADAC GT4 Germany, worüber ich einfach nur glücklich bin. Ich möchte mich beim Team und Leon bedanken. Ich wusste zunächst gar nicht auf welcher Position ich lag, da der Funk nicht funktionierte. Ich erfuhr vom Podium eigentlich erst, als ich die 003 auf der Windschutzscheibe sah. Das war dann einfach nur unfassbar schön.“


Owega und Seppänen starten am Sachsenring mit Sieg aus der Sommerpause

  • Landgraf-Duo Salman Owega und Elias Seppänen übernimmt Platz eins in der Meisterschaft
  • Zweites Podium für Schubert-Piloten Eduardo Coseteng und Ben Green
  • Maximilian Götz fährt mit HRT-Teamkollege Petru Umbrarescu auf Platz drei

Owega/Seppänen siegen am Samstag am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Dritter Saisonsieg und Meisterschaftsführung im ADAC GT Masters für Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN) im Mercedes-AMG GT3. Die beiden Piloten von Landgraf Motorsport jubelten am Sachsenring über einen souveränen Erfolg im siebten Saisonlauf. „Der dritte Sieg im ADAC GT Masters fühlt sich großartig an. Bis zur Safety-Car-Phase kurz vor Rennende lief alles nach Plan. Davon habe ich mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich konnte die starke Vorarbeit von Salman nutzen und das Rennen auf dem ersten Platz beenden. Die Tabellenführung wollen wir nun bis zum Saisonende verteidigen“ sagte Seppänen. Auf Platz zwei kam nach einem turbulenten Finale Ben Green (Schubert Motorsport) ins Ziel. Der Brite teilt sich das Cockpit des BMW M4 GT3 mit dem Filipino Eduardo Coseteng. Mit Rang drei komplettierte das Mercedes-AMG-Duo Petru Umbrarescu (RO) und Maximilian Götz (Uffenheim/beide Haupt Racing Team) das Podium.

Perfekte Bedingungen für das erste Rennen nach der Sommerpause: Temperaturen von 29 Grad Celsius erwarteten die internationalen Piloten aus dem ADAC GT Masters auf der 3,645 Kilometer lange Strecke in Hohenstein-Ernstthal. Pole-Setter Owega profitierte dabei von der bestmöglichen Ausgangslage und verteidigte ungefährdet seine Führungsposition. Bis zum Boxenstopp gab er diese nicht mehr ab und überreichte das Steuer seines Mercedes-AMG GT3 an Teamkollege Seppänen. Der 19-Jährige brachte Rang eins trotz der Safety-Car-Phase in den Schlussrunden ins Ziel und sah als Erster die schwarz-weiß karierte Flagge.

Der Kampf um den zweiten Platz entschied sich erst in der finalen Phase des Rennens. Green setzte nach dem Re-Start in der vorletzten Runde zum entscheidenden Überholmanöver an und belohnte sich und Coseteng mit dem zweiten Podiums-Erfolg nach dem Saisonauftakt am Hockenheimring. „Ich stand noch nie am Sachsenring auf dem Podest. Toll, dass es heute soweit war. Aufgrund der Safety-Car-Phase konnten wir unsere Reifen etwas herunterkühlen. Das gab mir die Chance, nochmal zu attackieren“, erklärte der zweimalige Laufsieger Green. Platz drei eroberte sich Götz. Der ADAC GT Masters-Champion von 2012 spielte seine ganze Erfahrung aus und verbesserte sich mit Teamkollege Umbrarescu um fünf Positionen. „Es ist schön, wieder im ADAC GT Masters auf dem Podium zu stehen. In meinem Stint fuhr ich schnelle Rundenzeiten. Ich wusste, dass mir die Neutralisierung durch das Safety-Car eine Chance bot. Am Ende habe ich alles reingelegt und ein tolles Manöver gezeigt“, fasste Götz zusammen.

Den vierten Platz auf der Berg- und Talbahn holten sich Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST). Damit rundeten die Piloten des Haupt Racing Team das starke Ergebnis für Mercedes-AMG mit drei Boliden in den Top Vier ab. Fünfter wurde das Porsche-Duo mit ADAC Stiftung Sport-Förderfahrer Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion). Mit Rang sechs erzielten die beiden Litauer Jonas Gelžinis und Jonas Karklys (beide NordPass by Juta Racing) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 ihr bestes Resultat im ADAC GT Masters. Den siebten Platz belegten die Lamborghini-Fahrer Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/beide GRT Grasser-Racing-Team). Auf Rang acht schlossen Jannes Fittje (Langenhain) sowie Nico Menzel (Kelberg/beide Huber Motorsport) im Porsche 911 GT3 R das 60-minütige Sprintrennen ab.


Sieg für Luca Stolz, Thomas Preining wieder an der Tabellenspitze

  • Mercedes-AMG-Fahrer Stolz landet ungefährdeten ersten Saisonerfolg
  • Thomas Preining übernimmt nach Platz zwei wieder die Tabellenführung
  • Fans erleben am Samstag auf dem Sachsenring erstes DTM-Rennen nach 21 Jahren

Luca Stolz siegt am Samstag am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Ein abgeklärter Luca Stolz (Brachbach) hat am Samstag das erste DTM-Rennen auf dem Sachsenring nach 21 Jahren gewonnen. Der Mercedes-AMG-Pilot wurde nach 45 Runden mit einem Vorsprung von 2,688 Sekunden als Erster abgewunken und machte damit seinen zweiten Sieg in der DTM perfekt. „Erst die Pole-Position und dann der Start-Ziel-Erfolg, das war ein perfekter Tag. Ich freue mich mega über meinen zweiten DTM-Sieg, denn der Sachsenring ist für mich eines der Highlights im DTM-Kalender. Durch den Vorsprung sah es von außen vielleicht einfach aus, trotzdem musste ich immer voll fokussiert bleiben und durfte mir keinen Fehler erlauben“, sagte der 28-Jährige vom Mercedes-AMG Team HRT. Thomas Preining (A) belegte im Porsche 911 GT3 R Rang zwei und übernahm wieder die Tabellenführung. Sein Markenkollege Ayhancan Güven (TR) vom Team75 Motorsport stand als Dritter zum ersten Mal in der DTM auf dem Podium und fuhr auch die schnellste Rennrunde.

Keyfacts, Sachsenring, Saisonrennen 11 von 16

Streckenlänge: 3.645 Meter

Wetter: 29 Grad Celsius, sonnig

Pole-Position: Luca Stolz (Mercedes-AMG Team HRT, Mercedes-AMG GT3 #4), 1:17,633 Minuten

Sieger: Luca Stolz (Mercedes-AMG Team HRT, Mercedes-AMG GT3 #4)

Schnellste Rennrunde: Ayhancan Güven (Team75 Motorsport, Porsche 911 GT3 R #24), 1:19,284 Minuten

Die Zuschauer sahen am Samstagmittag auf der engen Strecke einen harten Schlagabtausch beim Start. Rad-an-Rad und mit einigen Berührungen passierten die Fahrer die erste enge Rechtskurve, wobei sich Pole-Setter Stolz an der Spitze sofort absetzen konnte. In nur wenigen Runden baute er seinen Vorsprung vor Güven, Preining, Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB) und dem bis dahin Gesamtführenden Mirko Bortolotti (I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf über drei Sekunden aus. Auch nach einem kurzen Safety-Car-Einsatz im siebten Umlauf, bei dem Fahrzeugteile von der Strecke geräumt wurden, blieb der Mercedes-AMG-Pilot vorn. Aitken musste dagegen nach einigen harten Kontakten in der Anfangsphase sein Auto mit einem defekten Kühler abstellen.

Kaum war das Boxenstopp-Fenster nach 20 Minuten geöffnet, wechselten Stolz und Preining als erste ihre Pirelli-Reifen. Diese Taktik zahlte sich aus. Stolz blieb in Führung, der Österreicher schob sich an Güven vorbei, der eine Runde später neue Pneus aufziehen ließ und als Dritter wieder auf die Strecke fuhr. Verlierer war Bortolotti: Auf Rang vier liegend erhielt der Italiener wegen eines Vergehens in der Box eine Strafe und fiel auf Platz neun zurück. Davon profitierten die Teamkollegen Ricardo Feller (CH) und Kelvin van der Linde (ZA). Die beiden Fahrer von Abt Sportsline beendeten das Samstagsrennen am Sachsenring in ihren Audi R8 LMS GT3 Evo2 auf den Positionen vier und fünf.

Der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde (ZA) steuerte seinen BMW M4 GT3 auf Platz sechs. Porsche-Pilot Dennis Olsen (N) wurde Siebter, gefolgt von René Rast (Bregenz), der sich im zweiten BMW von Schubert Motorsport vom 18. auf den achten Rang verbessern konnte. Hinter dem Neunten Bortolotti unterstrich Thierry Vermeulen (NL) im Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing seine gute Form und fuhr zum fünften Mal hintereinander unter die Top Ten. Die Gesamtwertung führt Preining mit 151 Punkten vor Bortolotti (145 Punkte) und Feller (132 Punkte) an.

Der zweite Lauf auf dem Sachsenring wird am Sonntag um 13:30 Uhr gestartet. Der deutsche Free-TV-Sender ProSieben beginnt mit der Übertragung bereits um 13:00 Uhr. Die Entscheidung über die Startaufstellung für das Sonntagsrennen fällt im Qualifying, das um 9:05 Uhr beginnt und genau wie das Rennen live im Stream auf ran.de sowie dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen ist. Weltweit wird die DTM in über 150 Territorien live oder re-live ausgestrahlt.

Thomas Preining: „Es war die richtige Entscheidung vom Team, früh auf neue Reifen zu wechseln. Dank der guten Strategie konnten wir uns Rang zwei holen. Ein weiterer Podiumsplatz und zurück an der Tabellenspitze, das ist ein super Ergebnis. Glückwunsch an Luca Stolz. Er war besonders zu Rennstart und nach dem Boxenstopp auf den kalten Reifen extrem schnell unterwegs.“

Ayhancan Güven: „Es hat sich mega angefühlt, nach zuletzt weniger erfolgreichen Rennen wieder vorne mitzumischen und endlich auf dem DTM-Podium zu stehen. Am Ende habe ich Ricardo Feller und Kelvin van der Linde in meinem Rückspiegel gesehen. Ich wollte aber unbedingt aufs Treppchen und bin froh, dass es geklappt hat.“

Ergebnis, 1. Rennen, Sachsenring

1. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT)

2. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +2,688 Sekunden

3. Ayhancan Güven (TR/Team75 Motorsport), +3,630 Sekunden

4. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +10,598 Sekunden

5. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +10,867 Sekunden


Freitag, 8. September 2023

Preining Tagesschnellster beim DTM-Comeback am Sachsenring

Die Tagesbestzeit beim DTM-Comeback auf dem Sachsenring setzte Thomas Preining
Foto: dtm.com

Kampfansage von Thomas Preining (A): Der Gesamtzweite war am Freitag bei der DTM-Rückkehr an den Sachsenring schnellster Pilot des Tages und machte damit deutlich, dass er sich die Tabellenführung an diesem Rennwochenende zurückholen will. Der Porsche-Werksfahrer gewann das zweite Freie Training am Nachmittag mit 1:18,537 Minuten und erzielte damit die absolute Bestmarke.

„Als großer MotoGP-Fan fahre ich immer gern am Sachsenring. Ich hoffe, dass wir die Leistung aus dem Training am Samstag im Qualifying bestätigen können. Wir haben es diese Saison aber schon oft gesehen, dass der Pole-Setter vorher im freien Training gar nicht unbedingt vorne dabei war. Trotzdem stimmt mich die Tendenz positiv“, sagte der 25-Jährige und lieferte eine kurze Streckenanalyse: „Der Sachsenring hat viele Eigenheiten. Es geht viel mehr Berg auf und ab als auf anderen DTM-Strecken. Dazu kommen einige blinde Kurven, die von uns Fahrern Mut erfordern. Das ist ein echter Old-School-Kurs, der richtig Spaß macht.“

Kelvin van der Linde (ZA) umrundete den 3,645 Kilometer langen Kurs in der ersten Session am Freitagvormittag im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline am schnellsten, war am Ende des Tages aber 0,041 Sekunden langsamer als der Österreicher. Spitzenreiter Mirko Bortolotti (I) von SSR Performance bestätigte seine Top-Form und erzielte ebenfalls im ersten Freien Training exakt die gleiche Zeit wie van der Linde. Seine Bestmarke setzte der Lamborghini-Werksfahrer allerdings später als der Südafrikaner und wurde damit Dritter in der Tageswertung. Ayhancan Güven (TR) steuerte einen weiteren Porsche 911 GT3 R auf den vierten Platz. Bester Mercedes-AMG-Fahrer war Maro Engel (Monaco) mit der „Mamba“ vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter als Fünfter.

Der erste Auftritt der DTM-Boliden auf dem Sachsenring nach 21 Jahren wurde in beiden Sessions erst spät entschieden. Am Vormittag gelang den beiden Top-Piloten Kelvin van der Linde und Bortolotti in ihrer jeweils 18. Runde die Bestzeit. Am Nachmittag erzielte Preining bei einer etwas höheren Lufttemperatur von 28 Grad Celsius in seinem 20. Umlauf die Tages-Bestmarke.