Donnerstag, 7. September 2023

Titelkampf in der ADAC GT4 Germany geht auf dem Sachsenring in die entscheidende Phase

  •     Tabellenführer Sasse/Ortmann gewann drei der letzten vier Rennen auf dem Sachsenring
  •     Rennstall des zweitplatzierten Denis Bulatov mit Heimspiel
  •     Lokalmatadoren von East-Racing Motorsport mit Gaststart im BMW

Foto: Jens Hawrda

In der ADAC GT4 Germany spitzt sich der Titelkampf zu. Am kommenden Wochenende findet auf dem Sachsenring die fünfte von sechs Saisonstationen statt. In der Tabelle liegen vier Rennwagen von drei Marken dicht beieinander, deren Piloten mit guter Punkteausbeute eine Vorentscheidung anstreben. Das verspricht Hochspannung pur auf der attraktiven 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn in der Nähe von Chemnitz. Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, kann sich online auf dtm.com Eintrittskarten sichern. Die Rennen der ADAC GT4 Germany werden zudem wie üblich live im Free-TV von SPORT1 übertragen.

Mit der besten Ausgangslage reisen die Aston Martin Vantage GT4-Fahrer Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) an den Sachsenring. Die amtierenden Champions sind aktuelle Tabellenführer und haben in den letzten beiden Jahren mit drei Siegen in vier Wertungsläufen auf dem Sachsenring dominiert. „Die Strecke liegt unserem Fahrstiel und dem Auto ganz gut. Es gibt wenige Abschnitte, in denen Topspeed gefragt ist. Dementsprechend haben wir auf dem Sachsenring immer gut ausgesehen“, beschreibt Sasse. „Wir möchten die Tabellenführung weiter ausbauen und den nächsten Schritt in Richtung Titel machen. Der Sachsenring ist eine meiner Lieblingsstrecken. Dadurch, dass die Zuschauer sehr nahe dran sind, ist die Atmosphäre immer richtig klasse. Bereits in den vergangenen Jahren waren die Zuschauerzahlen am Sachsenring recht hoch. Ich denke, das wird dieses Jahr wieder ähnlich.“

Mit lediglich fünf Punkten Rückstand liegt Denis Bulatov (24/Köln) auf Rang zwei der Tabelle. Für ihn wird das Rennwochenende auf dem Sachsenring ganz speziell, denn sein Rennstall BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport aus Oelsnitz im Vogtland hat erstmals Heimspiel. „Alle im Team freuen sich auf den Sachsenring, da sehr viele Bekannte, Partner und Sponsoren uns vor Ort besuchen werden. Denen möchten wir natürlich eine ganz große Show bieten“, so Bulatov, der sich einen Mercedes-AMG GT4 mit Marc de Fulgencio (24/ESP) teilt. „Das Ziel sind ganz klar zwei Laufsiege. Ich möchte den Abstand in der Gesamtwertung verkürzen oder vielleicht sogar als Tabellenführer abreisen. Denn der Sachsenring sollte unserem Mercedes-AMG besser liegen als der Hockenheimring, auf dem dann das Saisonfinale ausgetragen wird. Somit wäre es ideal, wenn wir einen Punkte-Puffer aufbauen könnten.“

Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen liegen Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group), die in einem weiteren Mercedes-AMG 20 Punkte Rückstand auf Sasse/Ortmann haben. Die Tabellenvierten David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) rechnen sich mit 30 Zählern Rückstand auch noch Chancen im Titelrennen aus.

Das Feld der ADAC GT4 Germany ist auch auf dem Sachsenring wieder extrem hochkarätig und ausgeglichen besetzt. Fahrzeuge der vier Marken Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG und Porsche versprechen interessante Rennen. Gespickt ist der Grid wieder mit spektakulären Gaststartern. So setzt East-Racing Motorsport, das seinen Teamsitz direkt am Sachsenring hat, einen brandneuen BMW M4 GT4 ein, der von den Lokalmatadoren Steve Kirsch (44/Chemnitz) und Christopher Röhner (25/Mülsen) gefahren wird. Die CV Performance Group bringt einen dritten Mercedes-AMG für Neuling Fabio Rauer (17/Stolberg) und Robin Falkenbach (21/Niederkassel) zum Sachsenring.

Mittwoch, 6. September 2023

Interview mit DTM-Pilot Maro Engel

 Maro Engel: „Die DTM ist für mich die Formel 1 mit Dach“

  •  Mercedes-AMG Performance-Fahrer im Interview über seine besondere Beziehung zur DTM
  • Engel verrät, welchen entscheidenden Einfluss Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg auf seine Karriere hatte und warum man „aktuell das beste Racing in der DTM erlebt“

Maro Engel
Foto: Jens Hawrda

Maro Engel fährt dieses Jahr mit einem echten Hingucker in der DTM: ein Mercedes-AMG GT3, dessen gelb-grünes „Mamba-Design“ die Fans begeistert. Mit Ausnahme des Sonntagsrennens auf dem DEKRA Lausitzring gelang dem 38-jährigen Wahl-Monegassen in dem auffälligen Mercedes-Boliden immer der Sprung in die Punkteränge. Auch beim sechsten Saisonstopp auf dem Sachsenring (8. bis 10. September) möchte Engel wieder vorn angreifen. Im Interview spricht der Pilot vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter über Runden im Kart mit DTM-Legende Bernd Schneider, Freundschaften im Motorsport und seine Vorfreude auf den Sachsenring.

Du bist einer der erfahrensten DTM-Piloten. Wie bist du eigentlich zum Motorsport gekommen?
Einer der Gründe war Nico Rosberg. Wir sind damals zusammen in Monaco in den gleichen Kindergarten gegangen und bis heute gut befreundet. Nicos Vater hat ihm zum Geburtstag ein Kart geschenkt und meinen Vater gefragt, ob er mir nicht auch eins schenken möchte, damit wir zusammen fahren können. So hat das Ganze seinen Lauf genommen. Wir haben heute noch regelmäßig Kontakt und es ist eine schöne Geschichte, dass wir es beide in den Profisport geschafft haben. Auch wenn Nico als Formel-1-Weltmeister natürlich noch erfolgreicher war.

Welchen Einfluss hat dein auffällig designtes Fahrzeug auf dich?
Die Mann-Filter Mamba hat Kultstatus und ich habe mich riesig gefreut, als ich damals von der Entscheidung erfahren habe, dass ich mit diesem legendären Design in der DTM fahren werde. Es ist Wahnsinn, wie viele Fans an den Strecken mit den gelben Fahnen, Caps und T-Shirts von uns herumlaufen. Es gibt nichts Schöneres, als bei den Autogrammstunden die leuchtenden Augen der Kinder zu sehen. Ich bin früher selbst als kleiner Junge bei der DTM mit meinem Autogrammbuch herumgelaufen und habe immer gehofft, eine Cap von einem Team zu bekommen.

Wie fällt dein Zwischenfazit nach den ersten zehn Rennen aus?
Das letzte Rennwochenende am Lausitzring war leider nicht gut. Bis auf das sind wir bislang eine gute Saison gefahren und haben meist das Mögliche mitgenommen. In Oschersleben hatten wir einen schwierigen Auftakt, trotzdem haben wir uns reingekämpft. Das Highlight war natürlich das Wochenende in Zandvoort, wo ich das Samstagsrennen gewinnen konnte. Auch beim Regenrennen auf dem Nürburgring waren wir stark, da haben uns leider die Gelbphasen ein besseres Ergebnis gekostet.

Wie entscheidend ist Konstanz, um vorn mitzumischen?
Konstanz ist ein Schlüssel, um in dieser umkämpften Serie vorn dabei zu sein. Jeder weiß, dass man in der DTM nicht jedes Wochenende gewinnen kann. Umso wichtiger ist es, auch in schwierigen Rennen die maximale Punktzahl mitzunehmen. Ich hoffe, dass sich für uns in den verbleibenden Rennen noch mehr Chancen ergeben, von weiter vorn zu starten. Wenn du aus dem Mittelfeld kommst, ist es immer ein großer und mit Risiko verbundener Kampf, um Plätze gutzumachen.

Du fährst deine siebte DTM-Saison. Welche Erinnerungen hast du an dein Debüt vor 15 Jahren?
Ich denke gern an meine erste Saison zurück, weil ich damals meine heutige Frau Steffi kennengelernt habe. Sie hat in der Presseabteilung der DTM gearbeitet und natürlich ist die Erinnerung daran mein Highlight aus der Saison 2008. Heute sind wir sechs Jahre verheiratet und haben eine fünfjährige Tochter.

Erinnerst du dich an weitere Höhepunkte?
Auch sportlich war es ein besonderes Jahr für mich. Ich hatte meinen ersten Profivertrag und natürlich bot mir die DTM auch die Chance, mich erstmals auf so einer großen Bühne zu zeigen. Die Serie hatte ich schon seit Kindheitstagen verfolgt. Mit Bernd Schneider und Ralf Schumacher zählten zudem zwei Fahrer zum Starterfeld, die prägende Personen meiner Jugend waren.

Inwiefern waren die beiden besonders für dich?
Als ich noch als kleiner Junge im Kart gefahren bin, hat Bernd Schneider mir die Hütchen aufgestellt und erklärt, welche Linie ich fahren soll. Das tat er mit großer Leidenschaft. Daher empfand ich es als besonders, 2008 in Bernds letzter DTM-Saison gemeinsam mit ihm im Kader von Mercedes-AMG zu sein. Dazu war es als Teamkollege von Ralf Schumacher, den ich auch schon seit Kindheitstagen kannte, eine große Ehre und Herausforderung. Zumal wir damals beide in einem Jahreswagen gefahren sind.

Damals wie heute bist du für den Hersteller mit dem Stern im Einsatz. Was bedeutet dir diese Beziehung?
Meine Debüt-Saison in der DTM war auch der Anfang meiner Zeit für Mercedes-AMG. Ich bin sehr stolz darauf, dieses Jahr die 16. Saison zur Mercedes-AMG-Familie zu gehören und sie in der DTM repräsentieren zu dürfen. Heutzutage ist so eine enge Beziehung eher selten geworden und daher etwas Besonderes. Ich genieße großes Vertrauen und durfte über die lange Zeit viele Personen im Unternehmen kennenlernen, die hart für unseren Erfolg arbeiten.

Welche Rolle spielt die DTM in deiner Karriere?
Die DTM steht schon immer für Motorsport auf höchstem Niveau und ist für mich die Formel 1 mit Dach. Hier messen sich die besten Fahrer, Teams und Hersteller im GT-Sport. Ich möchte immer gegen die Besten antreten und das macht für mich den Reiz aus. Mit den Prototypen aus den 2000er Jahren, den Class-1-Autos und den heutigen GT3-Sportwagen durfte ich drei Generationen von DTM-Fahrzeugen fahren. Aus meiner Sicht erleben wir aktuell das beste Racing. Früher gab es in der DTM für Überholmanöver Hilfsmittel wie DRS. Davon bin ich kein Fan und froh, dass es das heute nicht mehr gibt.

Die Leistungsdichte an der Spitze der DTM ist so hoch wie lange nicht. Welchen Einfluss hat der Konkurrenzkampf auf Freundschaften?
Ich habe im Motorsport schon einige gute Freunde gefunden. Die Kollegialität ist heute ziemlich hoch, auch wenn wir auf der Strecke alle Rivalen sind. Mit vielen Fahrern reist man fast über das komplette Jahr zu den Rennstrecken. Da entwickeln sich einfach auch enge Freundschaften. Im DTM-Fahrerlager zählt Luca Stolz beispielsweise zu einem meiner engsten Freunde. Wir sind viele Jahre miteinander gefahren, da lernt man sich gut kennen.

Für die nächsten beiden Rennen kehrt die DTM nach 21 Jahren zurück an den Sachsenring. Was hältst du von der Strecke?
Ich bin großer Fan vom Sachsenring. Die Strecke ist mit dem Verlauf sowie den schnellen Kurven einzigartig und hat mit blinden Kuppen oder auch den Höhenunterschieden einiges zu bieten. Dazu kommt eine Region, in der Motorsport gefeiert wird. Daher freue ich mich umso mehr auf das Wochenende. In der DTM erlebt man an der Strecke Volksfest-Atmosphäre, die Fans kommen nah an Fahrer und Autos ran. Das macht die Serie aus.

Wer jubelt am Sachsenring? Vierkampf an der Spitze im ADAC GT Masters

  •  Finn Gehrsitz und Sven Müller vom Team Joos by Racemotion aktuelle Tabellenführer
  •  Hochspannung in der Meisterschaft: Vier Fahrerduos innerhalb von zehn Punkten
  •  Rückkehr von ADAC GT Masters-Champion 2012 Maximilian Götz

Foto: Jens Hawrda

Nach der Sommerpause nimmt das ADAC GT Masters wieder Fahrt auf. Am Wochenende (8. bis 10. September) gastiert die traditionsreiche GT-Serie des ADAC für den vierten Tourstopp am Sachsenring. ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Finn Gehrsitz (Stuttgart) sowie Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion) reisen als Führende in der Meisterschaft an die 3,645 Kilometer lange Berg- und Talstrecke in Hohenstein-Ernstthal. Dort trifft das Porsche-Duo unter anderem auf Rückkehrer Maximilian Götz (Uffenheim): Der Meister aus der Saison 2012 teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 mit dem Rumänen Petru Umbrarescu (beide Haupt Racing Team) und absolviert seinen zweiten Einsatz in dieser Saison. Am Sachsenring sowie bei den beiden weiteren Stationen bestreitet das ADAC GT Masters alle Saisonläufe auf der reichweitenstarken DTM-Plattform. TV-Partner Sport1 überträgt alle Rennen live in voller Länge im Free-TV.

„Ich freue mich extrem auf die zweite Saisonhälfte. Es fühlt sich gut an, dass wir zur Halbzeit auf Platz eins stehen. Das bestätigt die harte Arbeit des gesamten Teams. Wir wollen dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben. Platz eins ist sehr umkämpft und das Feld liegt dicht zusammen. Wichtig ist, dass Finn und ich weiter kontinuierlich Punkte sammeln“, sagt der Meisterschaftsführende Müller. Mit nur drei Punkten Rückstand befinden sich Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN) in unmittelbarer Schlagdistanz. Die beiden Piloten von Landgraf Motorsport feierten mit ihrem Mercedes-AMG GT3 bereits zwei Saisonsiege. Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg/beide Huber Motorsport) im Porsche 911 GT3 R haben auf Platz vier lediglich zehn Punkte Rückstand auf Platz eins. Durch den Sieg im sechsten Saisonrennen am Nürburgring brachten sich Benjamin Hites (CHL) und Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli (I) mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 in Lauerstellung. Das Duo vom GRT Grasser-Racing-Team trennt 18 Zähler von der Tabellenspitze. Götz visiert bei seinem zweiten Auftritt 2023 mit Teamkollege Umbrarescu ebenfalls eine Top-Platzierung an. Der DTM-Champion 2021 jubelte bislang über sechs Siege im ADAC GT Masters. Huber Racing wird in der zweiten Saisonhälfte fehlen. Das Porsche-Team muss sein Engagement nach dem gesundheitlichen Ausfall von Teamchef Christoph Huber vorzeitig beenden.

Der Sachsenring stellt die Fahrer zum Start in den zweiten Saisonabschnitt vor eine besondere Herausforderung: Gefälle von maximal 12,8 sowie Steigungen von bis zu zehn Prozent sind typische Merkmale für den Sachsenring. „Der Asphalt am Sachsenring ist etwas rauer als auf anderen Strecken, weshalb der Reifen stärker beansprucht wird. Viele Linkskurven fordern Mensch und Material gleichermaßen. Der Kurs bietet schnelle und langsame Abschnitte. Auch teils blinde Passagen machen den Sachsenring zu einer großen Herausforderung. Es ist sehr schwierig, das perfekte Set-up zu finden“, erklärt der dreifache Rennsieger Müller die Besonderheiten des Sachsenrings.

Dienstag, 5. September 2023

America is calling – die NASCAR Whelen Euro Series kommt in die Magdeburger Börde

Die NASCAR Whelen Euro Series startet in Oschersleben
Foto: Markus Toppmöller

Die NASCAR Whelen Euro Series gastiert erstmals in der Motorsport Arena Oschersleben vom 22. bis 24. September 2023. Internationale Fahrer und zahlreiche Gäste werden zum Rennen und einem American Festival erwartet.

Ein einzigartiges Event für die gesamte Region kündigt sich an und steht mit dem Organisationsteam der Motorsport Arena in den Startlöchern. Die Pokale sind bereits bestellt, der Zeitplan ist in den finalen Zügen, die Genehmigungen sind eingeholt. Alles ist vorbereitet für die rund 25 Teams, welche sich aus ganz Europa für den einzigen deutschen Lauf der NASCAR Whelen Euro Series angekündigt haben.

Einer von ihnen ist fast spontan mitten in der Saison dazu gestoßen – der Magdeburger Dominique Schaak. Er wird für das deutsche Team Bremotion als Gaststarter ins Rennen auf dem 3,6 Kilometer langen Kurs in Oschersleben gehen. „Es ist das absolute Highlight meiner Motorsport-Saison. Hätte mir früher jemand gesagt, dass ich mal in einer NASCAR Serie an den Start gehe, hätte ich das nicht geglaubt.“, schwärmt der Magdeburger Rennfahrer Dominique Schaak. „Ich möchte die Veranstaltung gemeinsam mit meinen Sponsoren einfach genießen und meine Leistung über das Wochenende steigern. Es ist nach dem Kart-, Formel-, GT- Sport nur ein nächster aufregender Schritt in meiner motorsportlichen Laufbahn – für mich geht damit auch ein Traum in Erfüllung.“, fasst Schaak zusammen.

Neben Dominique Schaak als deutschen Rennfahrer hat sich direkt aus Amerika auch in der NASCAR aktive deutsche Team 3F Racing aus Charlotte (North-Carolina) als Gast-Team angekündigt. „Amerika wird an diesem Wochenende für die NASCAR-Berichterstattungen auch einen Blick in Richtung Magdeburger Börde werfen“, erfreut sich Alexandra Werner Pressesprecherin der Arena.

Auch hochrangige Gäste haben sich für die Startaufstellungen und Siegerehrungen angekündigt. Mit dabei ist auch der Generalkonsul John R. Crosby aus Leipzig, welcher die Vereinigten Staaten von Amerika auch als Schirmherr des Events repräsentieren wird.

Eine ganze Stadt ist eingeladen, bei dieser Veranstaltung mitzufeiern. So werden vor allem Schulen, Kindergärten aber auch Familien aufgerufen am Donnerstag, 21. September beim Pre-Event auf dem Marktplatz Oschersleben teilzunehmen. „Fast alle Rennwagen werden in die Innenstadt fahren und sich dort präsentierten. Alle Besucher haben die Möglichkeit sich dort auch Autogramme der Fahrer zu sichern.“, erläutert Alexandra Werner, Pressesprecherin der Motorsport Arena das Konzept. „In toller Zusammenarbeit mit der Stadt Oschersleben wurde hier ein Event auf die Beine gestellt, was Motorsport hautnah an die großen und kleinen Fans bringt. Regionale Akteure zeigen, was die Region gemeinsam auf die Beine stellen kann.“, zeigt sich Alexandra Werner begeistert.

Ab Freitag, dem 22. September starten die Piloten auf der Rennstrecke dann so richtig durch. „Wir freuen uns auf kultigen amerikanischen Motorsport mit echten NASCAR V8 Sound und packenden Duellen Stoßstange an Stoßstange“, erfreut sich Geschäftsführer Ralph Bohnhorst. „Durch die Etablierung eines US-Car Fantreffens und die Möglichkeit das Fahrerlager frei zu besuchen, schaffen wir eine Nähe zu diesem Motorsport, welcher mittlerweile selten geworden ist. Es wird eine Veranstaltung für die ganze Familie mit vielen Highlights und das zeichnet uns mit den Ideen des Organisationsteams im Hintergrund aus.“, kündigt Ralph Bohnhorst an.

Tickets für die Veranstaltung vom 22. bis 24. September gibt es im Onlineshop ab 20 Euro und für fünf Euro mehr später auch an der Tageskasse. Auch Motorhome-Stellplätze mit direktem Blick auf die Rennstrecke oder VIP-Tickets sind ab sofort erhältlich. Kinder bis einschließlich 12 Jahren haben kostenlosen Zugang zur Veranstaltung. Mehr Informationen zu diesem einzigartigen Event gibt es unter www.motorsportarena.com/nascar.

Quelle: www.Motorsportarena.com

Montag, 4. September 2023

Comeback nach 21 Jahren: Sachsenring fordert die DTM-Stars

  •  Titelkampf mit bisher fünf verschiedenen Tabellenführern geht in die nächste Runde
  •  DTM-Fahrer erwarten große Höhenunterschiede, schnelle Kurven und blinde Kuppen
  •  Packendes Rahmenprogramm mit GT-Serien und Markenpokal-Action

Foto: Jens Hawrda

Auf dieses Comeback haben die Motorsport-Fans in Sachsen über zwei Jahrzehnte gewartet. Kommendes Wochenende (8. bis 10. September) gastiert die DTM erstmals seit 2002 wieder auf dem Sachsenring. Damals umrundeten noch Ikonen wie Rekord-Champion Bernd Schneider oder Bernd Mayländer, heutiger Safety-Car-Fahrer in der Formel 1, die 3,645 Kilometer lange Strecke. Vor der Rückkehr der Rennserie nach 21 Jahren heißt der aktuelle Tabellenführer Mirko Bortolotti (I) – mit einem knappen Vorsprung von sieben Punkten auf Porsche-Pilot Thomas Preining (A). Ein Blick auf die laufende Saison mit fünf verschiedenen Spitzenreitern zeigt allerdings, dass der Wechsel in der Gesamtführung bisher die Konstante in der DTM ist. Die Zuschauer dürfen sich bei den beiden Rennen am Sachsenring dank der hohen Leistungsdichte auf Spannung bis zur letzten Kurve freuen. ProSieben strahlt die beiden DTM-Läufe live im deutschen Free-TV aus und beginnt Samstag sowie Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr, eine halbe Stunde vor Rennstart, mit der Übertragung.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 11 und 12 von 16

    Streckenlänge: 3.645 Meter
    Layout: 14 Kurven (vier Rechts-, zehn Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren
    Sieger 2002, Rennen 1: Laurent Aïello (Team Abt Sportsline, Abt-Audi TT-R 2002)
    Sieger 2002, Rennen 2: Laurent Aïello (Team Abt Sportsline, Abt-Audi TT-R 2002)

Spannung an der Spitze

Für Bortolotti lief das vergangene DTM-Wochenende am DEKRA Lausitzring mit 50 von 56 möglichen Zählern nahezu perfekt. Der Italiener von SSR Performance übernahm damit die Tabellenführung und schlüpfte in die Rolle des Gejagten. Dazu bewies der 33-jährige Lamborghini-Werksfahrer vor allem bei seinem Sieg am Sonntagsrennen in der Lausitz, dass er auch unter Druck keine Fehler macht. Thomas Preining (A) musste dagegen feststellen, dass auch eine 28-Punkte-Führung in der DTM kein sicheres Polster bilden. Der Vorsprung auf Bortolotti schmolz in der heißen Sonne am Lausitzring dahin und wurde zu einem Rückstand von sieben Zählern, den der Porsche-Pilot vom Team Manthey EMA auf dem engen Kurs am Sachsenring wieder wettmachen will.

Ricardo Feller (CH) überzeugt diese Saison mit Konstanz. Der 23-Jährige sammelte in bisher jedem Rennen zuverlässig Zähler und etablierte sich darüber hinaus mit Top-Platzierungen auf Rang drei der Tabelle. Da der Abt-Sportsline-Pilot mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo2 auch im Qualifying erfolgreich unterwegs ist und trotz seines jungen Alters taktisch klug fährt, ist mit dem ADAC GT Masters Champion von 2021 auch beim Meisterschaftskampf in der DTM zu rechnen. Titelverteidiger Sheldon van der Linde (ZA) hat zuletzt an Boden auf die Spitze verloren. Der Gesamtvierte muss am Sachsenring im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport punkten, um in der Meisterschaft wieder anzugreifen. Das gilt auch für den letztjährigen Vizemeister Lucas Auer (A) im Mercedes-AMG GT3, dessen Formkurve mit zwei Podiumsplätzen aus den letzten vier Rennen steil nach oben zeigt. Ferrari-Fans hoffen in Sachsen auf ein ähnlich gutes Abschneiden wie am Lausitzring, wo der italienische Hersteller mit dem Team Emil Frey Racing seinen ersten Saisonsieg sowie drei weitere Top-Ten-Ränge verbuchen konnte.

Achterbahn mit Volksfest-Atmosphäre

Der Sachsenring bietet als Motorradkurs viele schnelle Kurven sowie enge Passagen. Die höchsten Geschwindigkeiten werden auf der knapp 800 Meter langen Start-und-Ziel-Geraden erreicht. Ein besonderes Kennzeichen des Traditionskurses sind die enormen Höhenunterschiede mit einem Gefälle von maximal 12,8 und Steigungen von bis zu zehn Prozent. Mercedes-AMG-Werksfahrer Maro Engel (Monaco) belegte dort 2021 im ADAC GT Masters zwei zweite Plätze und ist großer Fan des Sachsenrings. „Die Strecke ist mit dem Verlauf sowie den schnellen Kurven einzigartig und hat mit blinden Kuppen oder auch den Höhenunterschieden einiges zu bieten. Dazu kommt eine Region, in der Motorsport gefeiert wird. Daher freue ich mich umso mehr auf das Comeback am Wochenende. In der DTM erlebt man an der Strecke Volksfest-Atmosphäre, die Fans kommen nah an Fahrer und Autos ran. Das macht die Serie aus“, sagt Engel.

Sachsenring-Comeback mit starken Rahmenserien

Beim Comeback der DTM auf dem Sachsenring sehen die Zuschauer auch im Rahmenprogramm hochklassigen Motorsport. Das ADAC GT Masters präsentiert sich nach dem Norisring zum zweiten Mal auf der reichweitenstarken Plattform DTM und wird in diesem Rahmen bis zum Finale in Hockenheim alle Rennen bestreiten. Auch die ADAC GT4 Germany ist mit zwei Meisterschaftsläufen am Start. Darüber hinaus kämpfen im Porsche Carrera Cup Deutschland sowie dem BMW M2 Cup vor allem junge Nachwuchsfahrer um Siege und Pokale.