Montag, 28. August 2023

Zusammenfassung IDM Superbike Assen

Foto: Jens Hawrda

Die Cathedrale of Speed machte ihrem Namen wieder alle Ehre und das IDM Wochenende auf dem legendären TT-Circuit in Assen bot in allen Rennen packenden Motorsport. In der IDM Superbike gibt es nach zwei spannenden Rennen nicht nur einen weiteren IDM-Rookie auf dem Podium, sondern für das Finale in Hockenheim gleich drei Fahrer mit Titelchancen.


IDM Superbike – Rennen 1

Wie schon in Schleiz zeigte Ilya Mikhalchik auch in Assen, dass man ihn immer ganz oben auf der Liste haben muss. Der Ukrainer dominierte die Qualifyings und stellte seine M 1000 RR vom BMW BCC Alpha van Zon Team mit über 0,8 Sekunden Vorsprung auf die Pole. Daneben komplettierten die GERT56 Piloten Toni Finsterbusch und Patrick Hobelsberger die erste Startreihe. Der beste Start gelang Toni Finsterbusch und der erfahrene BMW-Fahrer bog an der Spitze des Feldes in die erste Kurve ein. Sehr stark startete auch der Meisterschaftsführende Florian Alt, der trotz Startposition sechs nach der ersten Kurve schon vor Patrick Hobelsberger auf Position drei lag.

Während sich Mikhalchik und Finsterbusch in den ersten Runden langsam absetzen konnten, geriet Florian Alt zunehmend durch Hobelsberger unter Druck, der den Honda-Piloten in Runde fünf auch überholen und sich sofort absetzen konnte. In der siebten von fünfzehn Runden gelang es auch Hannes Soomer, der ebenfalls noch theoretische Chancen auf den Titel hat, an der Holzhauer Honda vorbeizugehen. An der Spitze fuhr derweil Ilya Mikhalchik die schnellsten Zeiten und setzte sich vom Rest des Feldes ab.

In den letzten fünf Runden kam dann noch mal Bewegung ins Feld. Hannes Soomer fiel nach einem Fehler Ende Start/Ziel wieder hinter Florian Alt auf Platz fünf zurück und der Zweitplatzierte Toni Finsterbusch konnte die Zeiten der Spitze nicht mehr mitgehen. Der Sachse wurde erst vom Teamkollegen Patrick Hobelsberger und schließlich in der vorletzten Runde auch von Florian Alt überholt, der sich dadurch vor Finsterbusch und Soomer den letzten Podestplatz sicherte. 

 
IDM Superbike – Rennen 2

Zum Start des zweiten Superbike Rennens des Tages waren dann alle Augen auf Florian Alt gerichtet. Der HRP-Pilot startete durch die Reverse-Grid-Startaufstellung zwar nur von Startplatz sieben, hatte aber durch den dritten Platz in Lauf eins seinen ersten Matchball für den Titel in der IDM Superbike. Am Ende des Rennens war die Meisterschaftsentscheidung aber vertagt.

Schon die Anfangsphase deutete an, dass es ein bis zum Schluss spannendes Rennen werden sollte. Der von der Pole startende Toni Finsterbusch geriet schon in den ersten beiden Runden unter Druck und ging im dritten Umlauf in Führung liegend zu Boden. Und auch Florian Alt musste unverschuldet seinen ersten Rennsturz der Saison hinnehmen, als er einem am Boden liegenden Motorrad nicht mehr ausweichen konnte.

Nach den turbulenten ersten Runden schlug die Stunde des Jan-Ole Jähnig. Während Ilya Mikalchik erst Bastien Mackels überholte und dann direkt den Führenden Tati Mercado attackierte, begann der IDM Rookie seinen Weg zu seinem ersten IDM Podium. Der GERT56 Pilot überholte erst den auf Platz vier liegenden Hannes Soomer und übernahm in Runde sieben von Bastien Mackels den dritten Platz. Auch vor dem hinter Mikhalchik auf Platz zwei liegenden Routinier Tati Mercado schreckte Jähnig nicht zurück und ging in Runde neun auf der Bremse am ehemaligen WM-Fahrer vorbei.

In den letzten Runden mischte dann Jähnigs Teamkollege Patrick Hobelsberger das Geschehen nochmals auf. Der Zweiplatzierte aus dem ersten Rennen lieferte sich in der Schlussphase mit dem an der Spitze fahrenden Mikhalchik ein virtuelles Duell um die schnellste Rennrunde, fuhr die Lücke zu Soomer, Mercado und Jähnig zu und übernahm in der vorletzten Runde die zweite Position. Dahinter gab es bis in die letzte Runde einen Schlagabtausch zwischen Mercado und Jähnig, den der Youngster für sich entscheiden konnte. Soomer komplettierte hinter Mercado die Top fünf.


Mittwoch, 23. August 2023

GERT56: Drei Podeste am TT Circuit Assen

Jan-Ole Jähnig wir von Rennen zu Rennen besser
Foto: Jens Hawrda

GERT56 konnte bei der sechsten und vorletzten Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf der niederländischen Traditionspiste des TT Circuit Assen gleich mehrere Erfolge feiern. Im Qualifying hatten sich Toni Finsterbusch und Patrick Hobelsberger auf zwei und drei für die erste Startreihe qualifiziert. In den Rennen holte Hobelsberger zwei zweite Plätze. Im zweiten Rennen landete Rookie und Youngster Jan-Ole Jähnig mit Platz drei einen besonderen Coup und fuhr erstmals in der deutschen Superbike-Königsklasse auf das Treppchen. 


Rennen 1

Hobelsberger auf dem Podest als Zweiter und Finsterbusch als Vierter knapp hinter dem Treppchen lautete das Ergebnis. Doch es hätte auch anders ausgehen können. In der Anfangsphase war Finsterbusch vorn mit dem späteren Sieger Ilya Mikhalchik enteilt und hatte sich etwas von der Konkurrenz absetzen können. Mitte des Rennens aber bekam der Krostitzer Grip-Probleme und konnte das Tempo nicht mehr halten. 

Gleichzeitig – und andersherum – hatte Hobelsberger nicht den besten Start erwischt, lief aber gegen Rennende zu Höchstformen auf. Während er sich als Zweiter das Podest sicherte, wurde Finsterbusch zwei Runden vor Schluss noch vom Meisterschaftsführenden Florian Alt noch auf vier verwiesen. 

Jähnig hatte den Start nicht richtig erwischt und war vom fünften Startplatz bis aus den Top-Ten herausgefallen. Doch auch er kämpfte sich wieder nach vorn und holte schließlich den achten Rang, wenngleich er Siebter hätte werden können, doch ein Fahrfehler eines Piloten vor ihm kostete ihn auf der letzten Runde noch einen Platz.


Rennen 2

Finsterbusch startete von der Pole-Position aus ins Rennen und konnte sich in einem Zweikampf mit Mackels an der Spitze behaupten. Allerdings endete der Traum des ersten Sieges in Führung liegend auf der vierten Runde: Finsterbusch stürzte. Dennoch konnte er die BMW M 1000 RR wieder in Gang bringen und eilte dem Feld hinterher. Am Ende holte er noch einen 14. Platz und dank der Gaststarter-Reglung fünf Punkte für Rang elf.

Derweil hatten sowohl Hobelsberger, als auch Jähnig keine leichten Rennen. Beide kämpften sich kontinuierlich nach vorn und besonders Jähnig überraschte, als er kaltschnäuzig Platz zwei übernahm und auch mehrfach gegen die Konkurrenz aus Ex-FIM-WorldSBK-Pilot Leandro Mercado und den ebenfalls WM-erfahrenen Hannes Soomer verteidigte oder zurückeroberte. Am Ende musste sich der Superbike-Rookie Jähnig doch noch im Kampf um Rang zwei geschlagen geben. Dies aber nur seinem eigenen Teamkollegen Hobelsberger. Der Bayer hatte sich von Rang neun aus nach vorn kämpfen müssen und übernahm auf der vorletzten Runde den zweiten Platz, den er bis ins Ziel nicht mehr hergab. Auch ein Erfolg, der auf klugem Reifen-Management und einem optimal abgestimmten SPV Fahrwerk beruht.

Die Sensation in diesem Rennen aber war – nicht nur für GERT56, sondern für alle Fans der IDM – der Rookie Jähnig. Ohne Skrupel und mit allen Wassern gewaschen kämpfte er sich aus eigener Kraft durch das Feld nach vorn und lag lange auf dem zweiten Rang, den er lange verteidigte und den er am Ende nur seinem Teamkollegen Hobelsberger hergeben musste. Mercado hatte er aber im Griff.

In der Gesamtwertung ist Hobelsberger mit 157 Punkten Dritter, nur vier Punkte hinter Rang zwei mit Ilya Mikhalchik. Selbst theoretische Titelchancen hat der Bayer beim Finale am Hockenheimring noch, denn der Rückstand auf Leader Florian Alt beträgt bei noch 50 zu vergebenden Punkten gerade einmal 40 Zähler. Finsterbusch ist Fünfter und hat 138 Punkte auf dem Konto, nur elf hinter Hannes Soomer auf vier. Jan-Ole-Jähnig hat seinen Platz verbessern können und ist mit 85 Punkten nun Neunter.


Stimmen zum Rennwochenende 


Toni Finsterbusch:

„Im Qualifying lief es mit Startplatz zwei ganz gut – keine Ahnung, wann ich in den letzten Jahren mal so weit vorn gestanden habe. Im ersten Rennen konnte ich gleich als Erster einbiegen und habe Ende der ersten Runde einen kleinen Fehler gemacht und dadurch ist Ilya [Mikhalchik] durch gegangen. Ich konnte dann mit ihm eine gute Pace anschlagen, leider ist mir nach sieben, acht Runden auf der Flanke der Grip eingebrochen, sodass ich nicht mehr richtig vorwärtsgekommen bin. Daher bin ich auf Platz vier durchgereicht worden, was aber auch Pole-Position für das zweite Rennen bedeutet hat. Da bin ich wieder gut losgekommen und bin dann nach der dritten Runde in Führung liegend gestürzt. Das ist sehr ärgerlich, kann aber auch mal passieren und gehört zum Rennsport dazu. Es ist trotzdem gut für das Team, dass Pax und J-O auf das Podest fahren konnten und es freut mich wirklich sehr, natürlich auch für die Jungs. Speziell für J-O, der immer mit mir trainiert und ich weiß, wie viel Arbeit er da reinsteckt. Das hat sich ‚der Kleene‘ mal wirklich verdient. Und sicher war es gut, dass ich mit meinem Team-Kollegen Pax in der Vorwoche hier gemeinsam Zeit auf und neben der Strecke verbringen konnte.“

Patrick Hobelsberger:

Ich war mir ja am Red Bull Ring schon sicher, dass wir dorthin fahren hätten können, wo wir hingehören, wenn alles so funktioniert wie gedacht hätte. Leider hatte es dort nicht sollen sein, dafür jetzt hier. Ich hatte noch gehofft, dass sich Toni im ersten Lauf an mich dranhängen kann und es ein Doppel-Podium wird, aber das hatte leider nicht geklappt. Der zweite Lauf war ein komplett schwieriges Rennen. Ich habe null Grip gehabt, weder vorn, noch hinten. Ich hatte mehrfach mit heftigen Rutschern zu kämpfen. Ich weiß nicht, was der Unterschied zu Lauf eins war. Es war ultra-schwierig, Leonov und Mackels auf den Yamahas zu überholen. Ich habe einfach nie aufgegeben und trotzdem weitergezogen. Ich habe gesehen, dass J-O auf zwei ist und mir gedacht – heute klappt das mit dem Doppelpodium für die GERT56 BMW M 1000 RRs und genau so haben wir das dann gemacht.“

Jan-Ole Jähnig:

„Für mich war das ein ziemlich perfektes Wochenende. Es hat schon Freitag sehr gut angefangen. Das Motorrad war von der Basis her schon sehr gut und wir mussten nur noch ein paar Kleinigkeiten ändern. Damit konnte ich mich voll aufs Fahren konzentrieren, denn ich war ja seit letztem Jahr mit der Supersport schon nicht mehr in Assen gewesen. Meinen kleinen Nachteil, dass meine Teamkollegen hier testen konnten, konnte ich in den freien Trainings schon wieder weg machen. Das Qualifying war perfekt, da habe ich noch mal eine Sekunde zum Vortag gefunden. Da es im zweiten Qualifying geregnet hat, konnten wir das aus der Box verwalten und mit Platz fünf ins erste Rennen vom Sonntag gehen. Die Startphase war richtig k*cke. Ich war Zwölfter, hatte aber eine gute Rennpace und konnte mich bis auf sieben vorarbeiten, habe aber in der letzten Schikane aufgrund eines Fehlers des Vormannes noch eine Position verloren. Ich war aber trotzdem zufrieden. Im zweiten Rennen lief es in der Startphase etwas besser und ich habe einen guten Rhythmus gefunden und konnte eine gute Pace gehen. Ich war dann die ganze Zeit auf P2 und das war schwierig zu realisieren. Hinten raus gab es noch den kleinen Fight, der hat mega Spaß gemacht und mit Platz drei bin ich mehr als happy. Das hätte ich mir nie erträumt, dass ich das in meiner Rookie-Saison schaffe. Da kann ich dem ganzen Team nur einen Dank ausrichten, dass das so funktioniert hat und dass ich das Vertrauen, was das Team in mich hat, heute rechtfertigen konnten.“ 

Dienstag, 22. August 2023

IDM Assen: Ilya Mikhalchik mit Glanzleistung zurück im Titelrennen

Ilya Mikhalchik ist zurück im Meisterschaftskampf
Foto: Jens Hawrda

Sommerlich ging es am vergangenen Wochenende bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM zu. Das Team BCC-alpha-Van Zon-BMW unter der Leitung von Werner Daemen und Andy Gerlich hatten zusammen mit ihren Piloten Ilya Mikhalchik (Ukraine), Philipp Steinmayr (Österreich), Max Schmidt (Deutschland), Bálint Kovács (Ungarn), Kamil Krzemien (Polen) und als Wildcard-Pilot Pepijn Bijsterbosch (Niederlande) die Reise auf den TT Circuit von Assen in den Niederlanden angetreten. Dort fand das vorletzte der sieben IDM-Wochenenden 2023 statt.

Ilya Mikhalchik hatte auf dem letzten Rennen auf dem Red Bull Ring noch gefehlt. Stattdessen war der Ukrainer im Auftrag von BMW bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft im japanischen Suzuka unterwegs, wo er gemeinsam mit seinen Teamkollegen den sechsten Platz geholt hatte und damit das erfolgreichste Team aus Europa war. In Assen war Mikhalchik wieder auf vertrautem IDM-Terrain unterwegs und zeigte sowohl in den Freien Trainings am Freitag als auch im Qualifying, was Sache ist. Mit einem satten Vorsprung von acht Zehntel Sekunden sicherte er sich souverän die Pole-Position. «An die Meisterschaft denke ich dabei nicht mehr», meinte er nach seiner Bestzeit. «Dafür hatte ich am Anfang der Saison einfach zu viel Pech. Aber natürlich will ich jetzt noch zeigen, was ich kann. Ich war nah dran am Streckenrekord, doch leider gab es etwas weniger Grip als in den letzten Jahren.» Im Warm-up am Sonntagmorgen glänzte der BMW-Pilot erneut mit der Bestzeit.

Der Rennsonntag wurde dann zur One-Man-Show des Ukrainers. Ob von der Pole-Position in Lauf 1 oder nach dem Reverse Grid von Platz 9 im zweiten Rennen, am Ende hieß der Sieger Ilya Mikhalchik. «Es war nett», kommentierte der BMW-Pilot nach dem ersten Sieg. «Mit Toni Finsterbusch hatte ich gerechnet. Ich hatte ein wenig mit dem Grip zu tun und habe geschaut, dass ich meine Reifen schone. Das war genug, um zu gewinnen. Auf der letzten Rille war ich aber nicht unterwegs. Im zweiten Rennen musste man mit Köpfchen fahren. Wir hatten noch ein paar Änderungen am Bike vorgenommen, die nicht ganz so funktioniert haben, wie erwartet, aber ich habe stets versucht, das Tempo hochzuhalten.» Eventuell sollte Mikhalchik vor den nächsten und damit letzten Rennen der Saison doch noch eine kurzen Blick auf die Tabelle wagen. Denn mit seiner Glanzleistung in Assen hat er sich bis auf 36 Zähler den führenden Florian Alt herangearbeitet. Und 50 Punkte sind noch zu holen. 


Philipp Steinmayr hatte die für ihn weiteste Anreise des Jahres hinter sich gebracht und war von Österreich in die Niederlande gereist. Nach seinem erfolgreichen Auftritt auf dem heimischen Red Bull Ring, wo er die Maximalzahl von 50 Punkten kassiert hatte, war er auf dem TT Circuit wieder auf nicht so ganz vertrautem Gebiet unterwegs. Mit der BMW war es sein erster Ausflug auf der GP-Piste. «Mir fehlte hier in Assen ein wenig die Fahrzeit», schildert er nach Startplatz 11. «Im ersten freien Training hatte ich ein Problem mit dem Motor, dann wurde der getauscht und ich musste in im zweiten einfahren. Am Samstag war das zweite Quali dann nass.»

«Enttäuscht», lautete dann sein Sonntags-Fazit, nachdem er in beiden Rennen als Zehnter ins Ziel gekommen war. «Im ersten Rennen war der Start gut und ich war kurzzeitig sogar Siebter. Aber da hat man die wenige Fahrzeit dann schon gemerkt. Auch ins zweite Rennen bin ich gut gestartet, aber dann sind gleich vor mir Bálint Kovács und Florian Alt gestürzt. Ich musste ausweichen und das hat dann eine riesige Lücke aufgerissen. Ich habe mich dann wieder vorgearbeitet und dann ist mir in der Spitzkehre selber das Vorderrad eingeklappt und ich lag im Kies. Da sind bestimmt sechs oder sieben Leute wieder vorbeigekommen. Ich konnte dann weiterfahren und habe sogar noch Punkte geholt. Immerhin war ich nicht weit weg, aber alles in allem ist am Wochenende einfach zu viel schiefgelaufen»


Max Schmidt hatte im niederländischen Assen Heimspiel. Und für den Wuppertaler sollte es ein Wochenende mit Höhen und Tiefen werden. Ein Ausrutscher im Freien Training kostete den BMW-Pilot zwar wichtige Meter auf der Strecke, doch aus dem Konzept bringen ließ er sich nicht. Auch nach dem verregneten zweiten Qualifying behielt Schmidt die Nerven und plant sein Rennen vom 12. Startplatz aus.

In Lauf 1 gab es wie übliche einige Rangeleien nach dem Start, doch Schmidt hielt tapfer dagegen und eroberte sich seinen Platz wieder zurück. In kleinen, aber konstanten Schritten arbeitete er sich an Vladimir Leonov heran und schnappte in der letzten Runde dem Russen noch den elften Platz und fünf Meisterschaftspunkte weg. Lauf 2 ähnelte dem Vormittagsrennen und wieder machte Schmidt nach einer turbulenten Startphase ordentlich Meter nach vorne gut. Drei Konkurrenten schnappte er sich aus eigener Kraft, drei andere verabschiedeten sich per Sturz vom Renngeschehen. «Dann fand ich mich plötzlich auf Platz 8 wieder», berichtet Schmidt, der mit ordentlich Biss die Drei-Sekunden-Lücke nach vorne schließen wollte. «Ich kam an Leonov ran und wieder fand der Showdown in der letzten Runde statt.» Direkt am Hinterrad seines Gegners klappte dem ehrgeizigen Schmidt das Vorderrad ein und aus war der Traum von Platz 7.


Bálint Kovács hatte wie immer in diesem Jahr die Top-Ten im Visier und hatte sich mit seiner Zeit aus dem ersten Zeittraining den zehnten Startplatz gesichert. Am Nachmittag konnte er seine Pläne nicht mehr in die Tat umsetzen. In der Mittagspause war ein Regenschauer über Assen niedergegangen und auch wenn die Strecke zum zweiten Qualifikations-Training der IDM Superbike wieder teilweise abgetrocknet war, war an schnelle Runden nicht zu denken. Daher blieb es für den Ungar für das ersten Rennen am Sonntag bei Startplatz 10.

Im ersten Rennen schlug sich der Ungar wacker und holte sich mit Platz 7 nicht nur wieder ein Top-Ten-Ergebnis, sondern konnte daher nach dem Reverse Grid auch aus der zweiten Reihe ins zweite Rennen starten. Doch es wurde ein kurzes Vergnügen, denn nach wenigen Runden stürzte Kovács und konnte das Rennen auch nicht wieder aufnehmen. «Das hätte mein bisher bestes Wochenende werden können», urteilte er anschließend. «Meine Quali-Runde war nicht die beste, aber ich dachte, meine Renn-Pace ist gut genug, um mit den Top-Jungs mitzuhalten. Und so verlief auch Rennen 1. Ich war konkurrenzfähig und belegte Platz 7. Von Startplatz 4 aus hatte ich auf ein gutes Ergebnis gehofft, aber mein Rennen war früh zu Ende. Zum Glück geht es mir gut, und ich bin wirklich zufrieden mit meiner Pace.»


Kamil Krzemien hatte bei seinem Auftritt in Assen beim Training am Samstag wieder schlechte Karten beim Wettergott. «Das erste Qualifying lief nicht so gut», erklärte der BMW-Pilot. Im zweiten Qualifying wäre für den Polen sicher noch mehr drin gewesen, aber da war nach einem Regenschauer vor dem Trainingsbeginn nichts mehr für ihn zu holen. «Wegen ungünstiger Witterungsbedingungen konnte ich das Training dann nicht nutzen», erklärt er, «und für den Rennsonntag wurde es Starplatz 16.»

«Rennen 1 lief erst gar nicht so schlecht», beschreibt er seinen Sonntag. «Ich war im Kampf um Platz 12 dabei, aber in der zweiten Rennhälfte konnte ich dann nicht mehr so mithalten, ich hatte irgendwie kein richtiges Gefühl mehr für den Vorderreifen. Mit dem 15. Platz war ich dann natürlich nicht zufrieden.» In Lauf 2 legte sich Krzemien mächtig ins Zeug und düste gleich beim Start flott los. «Aber ich habe gleich gemerkt, dass sich die Bedingungen im Vergleich zu Rennen 1 doch ziemlich geändert hatten. Mir war klar, dass mir da leicht ein Fehler passieren konnte.» Bis auf den neunten Platz hatte sich der Pole vorgearbeitet. Dann klappte ihm das Vorderrad ein und er stürzte noch auf den letzten Metern. «Das kam für mich ohne Vorwarnung», meinte ein enttäuschter Krzemien, «somit endete mein Rennen in Dreck. Jetzt schaue ich auf Hockenheim, wo ich meine Saison mit einem positiven Ergebnis beenden will.»


Pepijn Bijsterbosch hatte beim letzten IDM-Wochenende auf dem Red Bull Ring noch gekonnt Teamchef Werner Daemen vertreten, der zur Langstrecken-WM nach Suzuka in Japan gereist war. Doch nachdem er zu Beginn der Saison die Seiten gewechselt hatte und sich, statt auf der Rennstrecke auszutoben, jetzt hinter den Kulissen aktiv ist, wollte Bijsterbosch in seiner niederländischen Heimat antreten. «Es war ein gutes Gefühl, wieder in der IDM zu fahren und ich habe es genossen», erklärte der Niederländer, nachdem er die Rennen auf den Plätzen 13 und 9 beendete hatte. «Es war schön, alle Gäste am Sonntag auf der Rennstrecke zu begrüßen. Mit der Leistung auf der Strecke bin ich zufrieden. Wenn ich mehr Rhythmus gehabt hätte, hätte ich natürlich ein besseres Ergebnis angestrebt. Es war schön, das Wochenende mit einer Top-Ten-Platzierung zu beenden.»

Nach dem aufregenden Wochenende mit Höhen, aber auch Tiefen hat das Team BCC-alpha-Van Zon-BMW jetzt vier Wochen Zeit, sich wieder zu sortieren und neu aufzustellen, um dann auf dem Hockenheimring vom 22. bis 24. September 2023 ein erfolgreiches Finale hinzulegen.

Sonntag, 20. August 2023

Mercedes-AMG triumphiert im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany

  • Bulatov/de Fulgencio holen zweiten Saisonsieg für BCMC powered by EastSide
  • Mit Mercedes-AMG, Porsche und Aston Martin drei Marken auf dem Podium
  • Nächster Trophy-Sieg für Marat Khayrov

Bulatov/de Fulgencio #4, Mercedes AMG GT4
Foto: Jens Hawrda

Wie bereits am Vortag bot auch das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem DEKRA Lausitzring spannende Action und tolle Unterhaltung. Am Ende eines aufregenden Rennens nahmen Fahrzeuge von drei verschiedenen Marken die Plätze auf dem Podium ein. Es siegten Denis Bulatov (24/Köln) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) im Mercedes-AMG GT4. Für Bulatov ist es der zweite Saisonsieg 2023; für seinen neuen Teamkollegen de Fulgencio der erste. Rang zwei ging an das Porsche 718 Cayman GT4-Duo David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) vor Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing). Die drittplatzierten Aston Martin Vantage GT4-Piloten reisen somit als Tabellenführer zum nächsten Saisonlauf Mitte September auf dem Sachsenring.

Das Rennen hatte zunächst Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) in einem weiteren Porsche von AVIA W&S Motorsport) von der Pole-Position aus begonnen. Der Youngster gewann den Start und führte das 27 Wagen starke Feld auch die ersten rund 15 Minuten an. Dann kam es zu einer Kollision mit dem zweitplatzierten Mercedes-AMG von Bulatov, die letztendlich den Ausfall für Zulauf bedeutete. Bulatov setzte sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze ab und baute einen Vorsprung von rund sieben Sekunden auf. Mann der ersten Rennhälfte war BMW M4 GT4-Fahrer Gabriele Piana (36/ITA, Hofor Racing by Bonk Motorsport), der von Startplatz acht bis auf die zweite Position nach vorne fuhr. Fittje belegte im Porsche Rang drei.

Durch den großen Vorsprung lag auch Bulatovs Teamkollege de Fulgencio nach den Fahrerwechseln an der Spitze. Der Spanier drehte unbeeindruckt seine Runden und überquerte auf Position eins die Ziellinie. Der Mercedes-AMG wurde nach dem Rennen noch mit einer Zeitstrafe für die Kollision zwischen Bulatov und Zulauf belegt, was jedoch keine Auswirkung auf den Rennsieg hatte.

Pianas Teamkollege Marat Khayrov (36/KGZ) konnte nicht ganz den Speed der Führungsgruppe gehen und wurde rund 20 Minuten vor Ende von Fittjes Partner Jahn überholt, der seinen Porsche im Anschluss zu Rang zwei fuhr. Wenig später überholte auch Hugo Sasse im Aston Martin den BMW von Khayrov. Somit waren die ersten drei Plätze im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Lausitzring zementiert.

Vierte wurden beim Heimspiel ihres Rennstalls BWT Mücke Motorsport Emil Gjerdrum (16/NOR) und Alexander Connor (19/UAE), die zudem auch die Junior-Wertung gewannen. Rang fünf ging an Sami-Matti Trogen (21/FIN) und Enzo Joulié (19/FRA, beide Walkenhorst Motorsport) im BMW vor den Mercedes-AMG-Fahrern Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group).

Marat Khayrov fiel noch bis auf die final siebte Position zurück, konnte sich aber über den Triumph in der Trophy-Wertung freuen. Platz acht sicherten sich Mohan Ritson (21/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport) im BMW vor den Markenkollegen Maxime Oosten (19/NLD) und Michal Makes (23/CZE, beide Project 1). Die Top Ten komplettierten Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen nach dem Rennen

Denis Bulatov - Sieger für BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport

„Es war das fast perfekte Rennen für uns. Die Situation mit Finn Zulauf müssen wir noch genau analysieren. Im Anschluss habe ich so sehr gepusht wie ich konnte, um einen möglichst großen Vorsprung herauszufahren. Marc hat dann einen perfekten Job gemacht. Der Triumph gebührt dem Team, das uns wieder ein mega Auto gegeben hat. Das Feld in der ADAC GT4 Germany ist extrem stark. Wir schauen weiter in Richtung des Titels.“

Marc de Fulgencio - BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport

„Ich bin überglücklich - denn zu gewinnen, ist immer etwas Spezielles. Das Team hat mir die Möglichkeit gegeben, nun hier in der Serie zu fahren. Somit investiere ich alle Anstrengungen, damit Denis sein großes Saisonziel erreicht. Mein Stint war alles andere als langweilig. Ich habe wie verrückt Gas gegeben, um das Potenzial des Autos und des Teams aufzuzeigen.“

David Jahn - Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Jannes hatte ein tolles Qualifying absolviert. Das war die Grundlage für das Podiumsergebnis im Rennen. BMW und Mercedes-AMG waren bei den heutigen Temperaturen einfach zu stark. Doch wir haben das Rennen gut durchgezogen und am Ende einen starken zweiten Platz mit nachhause genommen. Das war sehr wichtig, da wir zuletzt etwas Pech hatten.“

Jannes Fittje - Platz zwei für AVIA W&S Motorsport

„Mein Start war solide. Ich wollte zunächst kein Risiko eingehen. Mit dem Porsche ist es bei den heißen Temperaturen recht schwierig, im Rennen auf Pace zu sein. Ich bin aber auf jeden Fall zufrieden mit dem Ergebnis. Wir müssen nun schauen, dass wir am Sachsenring und in Hockenheim Vollgas geben, damit wir noch die Chance haben, um den Titel zu kämpfen.“

Hugo Sasse - Platz drei für Prosport Racing

„Wir haben versucht, alles zu geben und eine super Performance gezeigt. Mike konnte sich von Startplatz elf recht gut vorarbeiten. Wir wussten, dass unser Reifenverschleiß an diesem Wochenende sehr gut sein würde. Wir sind insgesamt sehr happy. Als Team haben wir einen grandiosen Job gemacht. Platz drei fühlt sich mehr oder weniger wie ein Sieg an. Jetzt freuen wir uns auf den Sachsenring.“

Mike David Ortmann - Platz drei für Prosport Racing

„Das Podium war alles in allem doch unerwartet. Denn wir hatten in der Qualifikation einige Probleme. Dafür lief es im Rennen umso besser. Auf den Geraden ging eigentlich gar nichts, doch mit ein paar cleveren Moves kam ich ganz gut nach vorne. Wir hatten eine super Strategie. Das Auto war wieder einmal mega. Ich bin richtig zufrieden mit dem Team. Wir haben das Maximale herausgeholt.“

Mirko Bortolotti nach zweitem Saisonsieg neuer Tabellenführer

  • Lamborghini-Pilot übernimmt nach fehlerlosem Rennen Führung in der DTM
  • Ricardo Feller liefert sich bis zum Schluss mitreißendes Duell mit dem Italiener
  • Luca Stolz feiert am DEKRA Lausitzring zweiten Podiumsplatz der Saison

Mirko Bortolotti nach Sieg am Lausitzring neuer Tabellenführer der DTM
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (I) hat am Sonntag auf dem DEKRA Lausitzring nach einem hochspannenden zehnten Meisterschaftslauf seinen zweiten Saisonsieg in der DTM eingefahren. Über die nahezu komplette Renndauer musste der Italiener im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 die Angriffe seines ständig attackierenden Verfolgers Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 abwehren. Nach 45 fehlerlosen Runden überquerte der 33-Jährige vom Team SSR Performance als Erster die Ziellinie und verriet danach: „Das war eines der intensivsten Rennen, das ich je in meiner Karriere gefahren bin. Ricardo Feller hat bis zur letzten Runde Druck gemacht. Ich wusste genau, dass er beim kleinsten Fehler von mir in die Lücke reinsticht. Durch den Sieg reisen wir als Tabellenführer nach Hause. Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen genauso weitermachen.“ Der Schweizer Feller belegte mit einem Rückstand von 0,353 Sekunden Rang zwei. Luca Stolz sicherte sich nach einer starken zweiten Rennhälfte im Mercedes-AMG GT3 Platz drei und stand damit zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podium. Insgesamt 43.000 Besucher erlebten am Lausitzring den Start in die zweite Saisonhälfte der DTM und sahen bei hochsommerlichen Temperaturen aufregenden Motorsport.

Keyfacts, Lausitzring, Saisonrennen 10 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 30 Grad, sonnig

Pole-Position: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #92), 1:20,901 Minuten

Sieger: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #92)

Schnellste Rennrunde: Luca Stolz (Mercedes-AMG Team HRT, Mercedes-AMG GT3 #4), 1:21,174 Minuten

Nach dem Start zum zehnten DTM-Lauf deutete zunächst nichts auf einen packenden Zweikampf an der Spitze hin. Pole-Setter Bortolotti führte das Feld mit über einer Sekunde Vorsprung vor Feller an, dahinter lagen die Lamborghini-Piloten Clemens Schmid (A) und Franck Perera (F) auf den Plätzen drei und vier. Tabellenführer Thomas Preining (A) vom Team Manthey EMA folgte auf Rang fünf. In der 18. Runde erlebten die Zuschauer auf den Tribünen den ersten Aufreger: Perera bremste zu spät und fuhr in den vor ihm liegenden Schmid. Beide Piloten mussten daraufhin ihr Fahrzeug abstellen.

Währenddessen war Feller immer näher an den führenden Bortolotti herangerückt und startete nach dem Pflicht-Boxenstopp eine Attacke nach der anderen. Dahinter übernahm Stolz nach einem starken Überholmanöver gegen Preining Platz drei, konnte zum Führungs-Duo jedoch nicht aufschließen. An der Spitze lieferten sich Bortolotti und Feller einen packenden Zweikampf bis zum Schluss, den der nervenstarke Italiener für sich entschied. Mit seinem zweiten Saisonerfolg übernahm der 33-Jährige die Tabellenspitze in der DTM und rangiert mit einem Vorsprung von sieben Punkten vor dem bisherigen Gesamtführenden Preining, der hinter Stolz Vierter wurde. Preinings Teamkollege Dennis Olsen (N) steuerte den zweiten Porsche 911 GT3 R unter die Top-Fünf.

Lucas Auer (A) sammelte im Mercedes-AMG GT3 als Sechster wieder wichtige Meisterschaftspunkte. Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB) vom Team Emil Frey Racing musste sich nach seinem ersten DTM-Sieg am Samstag mit Platz sieben zufriedengeben. Kelvin van der Linde (ZA) verbesserte sich um fünf Ränge und wurde im Audi R8 LMS GT3 Evo2 Achter. Thierry Vermeulen (NL) zeigte erneut eine starke Leistung und beendete das Rennen im Ferrari 296 GT3 auf Platz neun. Eine beeindruckende Aufholjagd gelang Routinier Marco Wittmann (Fürth). Der BMW-Pilot war auf Rang 22 gestartet, machte zwölf Ränge gut und komplettierte die Top-Ten.

Stimmen nach dem Rennen

Ricardo Feller: „Das Duell mit Mirko Bortolotti war unfassbar. Im Infield konnte ich immer wieder dicht heranfahren, aber auf der Geraden gab es leider keine Chance. Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber Mirko hat einfach keinen Fehler gemacht. In der Gesamtwertung geht es extrem eng zu, daher freue ich mich über die Punkte für den zweiten Platz.“

Luca Stolz: „Von Platz sechs aufs Podium, das war ein super Rennen für mich. Entscheidend war unser früher Boxenstopp. Mit dem neuen Satz Reifen hatte ich einen richtig guten Speed. Natürlich habe ich das Duell meiner Vorderleute genau beobachtet und bis zum Schluss auf eine Attacke von Ricardo Feller gehofft, damit ich als lachender Dritter vielleicht davon profitieren kann.“

Ergebnis, 2. Rennen, DEKRA Lausitzring (Top-Five)

1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance)

2. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +0,353 Sekunden

3. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT), +1,542 Sekunden

4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +4,012 Sekunden

5. Dennis Olsen (N/Manthey EMA), +9,660 Sekunden