Sonntag, 20. August 2023

Stefan Mücke feiert beim Heimspiel in der Lausitz einen Doppelsieg

  • Die DTM Classic ließ auf dem DEKRA Lausitzring die ‚alte DTM‘ aufleben
  • Lokalmatador Stefan Mücke feierte in Rennen zwei einen Start-Ziel-Sieg
  • Revanche im BMW-Duell: Marc Hessel verweist Yannnik Dinger auf Platz drei

Auch am Sonntag auf Platz 1: Stefan Mücke
Foto: Jens Hawrda

Stefan Mücke war in Rennen zwei der DTM Classic auf dem DEKRA Lausitzring das Maß der Dinge: Der Berliner, der bereits am Samstag das erste Rennen der Tourenwagen Legenden für sich entschieden hatte, war mit seinem Ford Sierra RS500 von BWT Mücke Motorsport auch am Sonntag nicht zu stoppen und feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Souverän verwies er die beiden BMW-Piloten Marc Hessel und Yannik Dinger auf die Plätze zwei und drei.

Mücke war an der Spitze des Felds weitestgehend konkurrenzlos. Mit dem rund 450 PS starken Ford Sierra RS500 von 1990 konnten die Mitstreiter nicht mithalten. Das erhoffte Duell mit Stefan Rupp im Audi A4 DTM von 2007, der nach einem technischen Defekt in Rennen eins die Segel streichen musste, blieb leider aus. „Schade, dass Stefan nicht starten konnte“, sagte Mücke. „Wir haben gestern Abend noch versucht, ihm bei der Lösung des Problems zu helfen. Das hat aber leider nicht geklappt.“ Auch ohne Zweikämpfe war Mücke am Ende des Wochenendes zufrieden: „Auf meiner Heimstrecke im Rahmen der DTM so ein tolles Auto zu pilotieren, das ist schon etwas ganz Besonderes. Ich hatte eine Menge Spaß und ich glaube, die Zuschauer auch.“

Ein packendes Duell lieferten sich hingegen erneut DTM-Zeitzeuge Marc Hessel und Yannik Dinger. Beide Fahrzeuge verfolgen vollkommen unterschiedliche Konzepte, sind von der Leistung her dennoch nicht weit voneinander entfernt. Während Hessel auf einen BMW 320is E30 Baujahr 1988 setzt, fährt Dinger einen den STW-Boliden nachempfundenen BMW 328i E36 von 1991, der mit Bioethanol betrieben wird.

„Heute lief es für mich besser“, sagte Hessel. „Nachdem wir gestern Probleme mit den Reifen hatten, konnte ich heute über den 30-minütigen Rennverlauf deutlich besser haushalten und war so in der Lage, Yannik hinter mir zu halten.“ Die Enttäuschung stand Dinger ins Gesicht geschrieben: „Ich hatte mir von dem Rennen etwas mehr versprochen. Aber in den ersten Runden konnte ich Marc nicht halten. Danach blieb mein Rückstand konstant, aber ich hatte keine Möglichkeit, anzugreifen.“ Am Ende überwog trotzdem die Freude über Platz drei: „Zwei Podestplätze an einem Wochenende und wichtige Punkte für die Meisterschaft – das ist schon ganz gut.“

Peter Nickel pilotierte, wie bereits am Vortag, das schnellste Klasse-1-Fahrzeug auf Rang vier. Mit dem Opel Calibra von 1995 verwies er Klaus Peter im Audi V8 auf Rang fünf. Dahinter lieferten sich drei Piloten mit BMW M3 E30 über den kompletten Rennverlauf einen spannenden Kampf um den Sieg in Klasse 3. Thomas Ardelt hatte am Ende die Nase vorne und wurde Sechster vor Dr. Sebastian Haas und Hans-Robert Holzer. Heinz F. Pott (BMW M3 E30) und Carsten Welschar (Opel Kadett E GSI) komplettierten die Top-10-Positionen.


Mirko Bortolotti holt Pole für Rennen 2 am Lausitzring

Mirko Bortolotti # 92, Lamborghini Huracàn GT3 Evo2
Foto: Jens Hawrda

Mirko Bortolotti (I) ist auf dem Weg an die DTM-Spitze. Der Gesamtzweite fuhr am Sonntagmorgen beim zweiten Qualifying auf dem DEKRA Lausitzring im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von SSR Performance die schnellste Runde und hat mit seiner vierten DTM-Pole die Tabellenführung im Visier.

„Ich bin glücklich, dass wir anders als zu Beginn der Saison jetzt unser Potenzial zeigen. Mit der Pole-Position konnten wir an unsere gute Form vom Samstag anknüpfen. In der DTM gibt einem das aber keine Garantie für den anstehenden Lauf. Trotzdem fühlt sich das Ergebnis sehr gut an und das Ziel ist natürlich, als erster Fahrer in dieser Saison ein zweites Rennen zu gewinnen“, sagte Bortolotti, der mit dem Gewinn des Pirelli Pole Position Award zusätzliche drei wichtige Punkte einstrich. Neben dem Italiener steht Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline in der ersten Startreihe. Dritter des Zeittrainings wurde mit Clemens Schmid (A) vom GRT Grasser-Racing-Team ein weiterer Lamborghini-Fahrer. Bortolottis Teamkollege Franck Perera (F) steuerte einen dritten Boliden des italienischen Herstellers auf Platz vier. Bester Porsche-Pilot war Tabellenführer Thomas Preining (A) vom Team Manthey EMA als Fünfter. Der Österreicher muss bei einem Vorsprung von nur fünf Punkten auf Pole-Setter Bortolotti Boden gut machen, um die Tabellenspitze zu verteidigen.

Im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen gingen die Fahrer bei im Vergleich zum Samstag niedrigen Temperaturen von 23 Grad Celsius früh auf die Strecke, um die Pirelli-Reifen anzuwärmen. Doch als die Jagd nach der Bestzeit begann, wurde das Zeittraining wegen eines Ausritts von Alessio Deledda (I) unterbrochen. Nach der Bergung seines Fahrzeugs hatten die Piloten nur noch rund fünf Minuten Zeit, um mit den wieder abgekühlten Reifen eine schnelle Runde zu erzielen. So purzelten die Topzeiten erst kurz vor Schluss, immer wieder gab es neue Spitzenreiter. Bortolotti sicherte sich die Pole-Position in seinem elften Umlauf Sekunden vor Ende des Qualifyings und war der einzige Fahrer, der unter 1:21,000-Minuten blieb. Trotz der herausfordernden Umstände beendeten die besten 25 Fahrer das Zeittraining am Lausitzring innerhalb von einer Sekunde.

Der zehnte Meisterschaftslauf wird am heutigen Sonntag um 13:30 Uhr gestartet. 

Ergebnis Qualifying, 2. Rennen, DEKRA Lausitzring (Top-Five)

1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), 1:20,901 Minuten

2. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +0,133 Sekunden

3. Clemens Schmid (A/GRT Grasser-Racing-Team), +0,143 Sekunden

4. Franck Perera (F/SSR Performance), +0,216 Sekunden

5. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,252 Sekunden

Stefan Mücke feiert Heimsieg auf dem DEKRA Lausitzring

  • Mücke begeistert bei der DTM Classic mit spektakulären Driftwinkeln
  • DTM-Fans genießen Zeitreise mit den Tourenwagen Legenden
  • Yannik Dinger und Marc Hessel liefern sich packendes Duell um Platz zwei

Stefan Mücke, Ford Sierra RS500
Foto: Jens Hawrda

Heiße Kisten bei heißen Temperaturen – Rennen eins der DTM Classic war für die Besucher auf dem DEKRA Lausitzring ein Garant für gute Unterhaltung. Die Tourenwagen Legenden boten eine faszinierende Zeitreise in die Geschichte der DTM mit Rennfahrzeugen aus drei Dekaden. Souveräner Sieger war nach 30 Minuten Lokalmatador Stefan Mücke, gegen den im Ford Sierra RS500 kein Kraut gewachsen war. Mit einem Vorsprung von 1:04,426 Minuten wurde der Berliner vor Yannik Dinger abgewinkt, der sich über den kompletten Rennverlauf ein spannendes Duell mit Marc Hessel um die weiteren zwei Podestplätze lieferte.

Vom Start weg dominierte zunächst Polesitter Stefan Rupp im Audi A4 DTM das Geschehen. Im bärenstarken Klasse-1-Boliden von 2007 setzte er sich an der Spitze des Feldes direkt ab. Nach neun Runden musste Rupp das Fahrzeug allerdings mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen. Mücke übernahm Platz eins und man merkte ihm sichtlich an, dass er großen Spaß hatte, den PS-starken Sierra um den 3,478 Kilometer langen Kurs zu jagen. Mit satten Flammen aus dem Sidepipe-Auspuff und spektakulären Drifts dank abbauender Reifen begeisterte er die Zuschauer und fuhr zum Sieg.

„Das war ganz schön heiß heute im Auto“, gestand er nach dem Rennen. „Natürlich habe ich von dem Ausfall von Stefan Rupp profitiert. Erst merkte ich, dass er langsamer wurde, dann hat er leider die Box angesteuert. Morgen wird er das Rennen sicherlich von hinten aufnehmen und dann wird es am Ende vorne sehr spannend.“ Rupp räumte mit gewohnter Selbstironie ein: „Ich kam, sah und siegte am Ende nicht. Ich dachte, das wird ein schöner Nachmittag und hatte mich schon auf das Treppchen gefreut, als plötzlich Rauch im Auto war. Ein Schlauch der Servopumpe war geplatzt. Hoffentlich können wir das bis morgen reparieren, dann greife ich wieder an.“

Von Beginn an duellierten sich Marc Hessel im BMW 320is E30 von 1988 und Yannik Dinger im BMW 328i E36 (1991) um die Verfolgerpositionen. Ex-DTM-Fahrer Hessel konnte seinen Kontrahenten bis Runde 15 hinter sich halten, musste sich dann aber in der Kurvenkombination Richtung Start-Ziel geschlagen geben. Zwar versuchte er beim Anbremsen von Kurve eins noch einen Konter, der endete aber in einem kapitalen Verbremser. Dinger behielt den Überblick und vermied eine Kollision. Im Ziel trennten beide Fahrer 2,188 Sekunden.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Hessel. „In den Trainings hatten wir noch Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Jetzt im Rennen sind wir bei über 40° C Streckentemperatur deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Am Ende ging nichts mehr.“ Für seinen jungen Kontrahenten Dinger fand er lobende Worte: „Ein großes Kompliment an Yannik. Wir haben uns einen sehr guten Fight geliefert und er hat Ausdauer bewiesen. Das war im Gegensatz zu der Hitze im Auto sehr cool.“ Dinger war nach dem Rennen überwältigt: „Das war brutal genial – unser Zweikampf, einfach mega. Ich bin komplett fertig, sprachlos und hoffe, dass es morgen so weitergeht.“

Hinter dem Spitzentrio pilotierte Peter Nickel den schnellsten Klasse-1-Boliden auf Rang vier ins Ziel. Im Opel Calibra von 1995 verwies er Thomas Ardelt im schnellsten Klasse-3-Fahrzeug auf Platz fünf. Die Top-10-Positionen komplettierten Klaus Peter (Audi V8), Hans-Robert Holzer (BMW M3 E30), Dr. Sebastian Haas (BMW M3 E30), Carsten Welschar (Opel Kadett E GSI) sowie Martin Kowalzyk (Opel Omega Evolution 500).

Porsche-Duo Gregor/Zulauf gewinnt Hitzeschlacht auf dem DEKRA Lausitzring

  • Erster Saisonsieg für Junior-Piloten von AVIA W&S Motorsport
  • Zwei BMW-Duos komplettieren nach Aufholjagd das Podium
  • Sasse/Ortmann bauen Tabellenführung weiter aus

Erster Saisonsieg für Gregor/Zulauf, Porsche #75
Foto: Jens Hawrda

Spannende Zweikämpfe von Anfang bis Ende, zwei sensationelle Aufholjagden und die Entscheidung erst kurz vor Schluss - das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem DEKRA Lausitzring bot einfach richtig gute Unterhaltung. Bei Außentemperaturen jenseits der 30-Grad-Marke holten Daniel Gregor (17/Maikammer) und Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche ihren ersten Saisonsieg vor dem BMW M4 GT4 von Maxime Oosten (19/NLD) und Michal Makes (23/CZE, beide Project 1). Deren Markenkollegen Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) komplettierten das Podium. „Der Trend deutete es schon an. Denn nach Platz drei in Zandvoort und Rang zwei auf dem Nürburgring konnte nun doch nur der Sieg kommen“, meinte ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Gregor auf dem Podium mit einem Augenzwinkern. „Wir sind natürlich überglücklich. Das Team hat uns ein mega Auto hingestellt.“

Das Rennen hatte zunächst jedoch Porsche-Markenkollege Nicolaj Møller Madsen (30/DNK, Wimmer Werk Motorsport) von der Pole-Position aus begonnen. Der Champion von 2020 dominierte die erste Rennhälfte nach Belieben und hatte sich bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von über 3,5 Sekunden herausgefahren. Noch am besten mit Møller Madsen mithalten konnten Gregor auf Platz zwei und Rodrigo Almeida (19/MOZ) im Mercedes-AMG GT4 von BWT Mücke Motorsport auf der dritten Position. Stark aufgelegt waren in der ersten Rennhälfte auch zwei BMW-Fahrer. Maxime Oosten fuhr von Startplatz elf bis auf die vierte Position nach vorne. Sein Landsmann und Markenkollege Mex Jansen hatte sich nach Startplatz zehn bis auf den fünften Rang vorgearbeitet.

Im Anschluss an die Fahrerwechsel dann aber der Schock im Lager von Wimmer Werk Motorsport. Ivan Ekelchik (26/ARM), der den führenden Porsche von Møller Madsen übernommen hatte, unterschritt die Mindestverweildauer in der Boxengasse und wurde im Anschluss von der Rennleitung mit einer Penalty-Lap belegt. Er fiel zurück und überquerte die Ziellinie letztendlich auf Platz fünf.

Somit übernahm Finn Zulauf, der für Gregor ins Auto stieg, im AVIA W&S Motorsport-Porsche die Führung. Doch Almeidas Teamkollege Josef Knopp (19/CZE) und Oostens Partner Michal Makes übten mächtig Druck auf den Porsche aus. Ein rundenlanger und intensiver Dreikampf an der Spitze war das Resultat. Makes schien zunächst die besten Karten zu haben, nachdem er sowohl den Mercedes-AMG von Knopp als auch den führenden Zulauf überholte. Doch eine Safety-Car-Phase wenige Minuten vor Rennende brachte nochmals Hochspannung in die Entscheidung um den Tagessieg.

Nach dem Restart fiel zunächst Knopp zurück und beendete das Rennen auf Platz sieben. Nico Hantke, der den fünftplatzierten BMW von Jansen übernommen hatte, fuhr mit zwei starken Überholmanövern auf Rang drei vor – und auch im Duell an der Spitze gab es nochmals einen Tausch. Denn eine Minute vor Rennende holte sich Zulauf mit einem sehenswerten Ausbremsmanöver am Ende der Start/Ziel-Geraden die Führung von Makes zurück und fuhr anschließend zum Sieg, der für ihn und Teamkollege Gregor auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Knapp das Podium verpasst hatte das Aston Martin Vantage GT4-Duo Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing), die mit Platz vier ihre Tabellenführung jedoch weiter ausbauen konnten. Hinter Møller Madsen/Ekelchik belegten Denis Bulatov (24/Köln) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) Rang sechs. Achte wurden Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG. Die BMW von Sami-Matti Trogen (21/FIN) und Enzo Joulié (19/FRA, beide Walkenhorst Motorsport) sowie Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) komplettierten die Top Zehn. Khayrov konnte sich zudem über den Sieg in der Trohy-Wertung freuen.

Stimmen nach dem Rennen

Daniel Gregor – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es war ein ultra spannendes Rennen, welches wir trotz des Erfolgsballasts vom Nürburgring gewinnen konnten. Es gab von Anfang bis Ende immer Zweikämpfe um die Spitze. Final hatte Finn dann einen grandiosen Move gemacht. Ich denke, der Sieg war verdient, denn wir hatten hart dafür gearbeitet. Mein Start hat super geklappt. Danach wollte ich nicht überpushen, um den Reifen bei den heutigen hohen Außentemperaturen ein wenig für Finn zu schonen.“

Finn Zulauf – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Es war ein sehr intensives Rennen. Daniel hat am Anfang toll Platz zwei gehalten und die Reifen gemanagt. Ich hatte die Führung durch die Strafe für den anderen Porsche geerbt, doch dann hat uns ein wenig die Pace gegen den BMW gefehlt. Zum Glück kam kurz vor Schluss die Safety-Car-Phase, in der ich das Auto herunterkühlen konnte. Das hat uns in Bezug auf den Sieg vielleicht geholfen, denn ich konnte danach nochmals Angreifen und Überholen.“

Maxime Oosten – Platz zwei für Project 1

„Mein Stint hat richtig Spaß gemacht. Ich fuhr von P11 auf den vierten Rang vor. Es war wieder einmal faires Racing. Mit Platz zwei bin ich mega zufrieden. Das Resultat ist eine Teamleistung. Alle haben hart gearbeitet. Morgen wollen wir aber noch einen Platz höher auf dem Podium stehen.“

Michal Makes – Platz zwei für Project 1

„Nach Startposition elf konnten wir den Platz auf dem Podium nicht wirklich erwarten. Aber Maxime hat einen grandiosen Stint abgeliefert. Ich hatte dann einige Zweikämpfe und konnte zwischenzeitig sogar die Spitze übernehmen. Doch nach dem Safety-Car hatte der abgekühlte Porsche eine bessere Traktion. Natürlich hätten wir uns noch mehr über den Sieg gefreut. Doch P2 ist auch klasse.“

Mex Jansen – Platz drei für Walkenhorst Motorsport

„Mit Platz zehn waren wir der beste BMW der Qualifikation. Mein Start lief dann auch ganz gut und ich konnte in meinem Stint einige Positionen gewinnen. Ich musste stets die Öl- und Wassertemperatur des BMW im Auge behalten. Ich habe dann die Reifen für Nico gemanagt. Das ist super gelungen und wir konnten final auf das Podium fahren.“

Nico Hantke – Platz drei für Walkenhorst Motorsport

„Wir dachten uns schon, dass wir heute wohl wieder recht schnell sein würden. Vor allem auf dem Longrun war die Pace unseres BMW überragend. Das Auto wurde wieder perfekt vom Team vorbereitet. Wir hatten einfach ein richtig gutes Rennen.“


Samstag, 19. August 2023

Neuntes Rennen, neunter Gewinner: Jack Aitken siegt im Ferrari

  • Ex-Formel-1-Pilot feiert souveränen Start-Ziel-Erfolg auf dem DEKRA Lausitzring
  • DTM-Rekord mit neun verschiedenen Gewinnern nach neun Rennen ausgebaut
  • Mirko Bortolotti verkürzt Rückstand auf Tabellenführer Thomas Preining

Erster DTM-Sieg für Jack Aitken am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Erste Pole-Position am Morgen, erster DTM-Sieg bei einer Hitzeschlacht jenseits von 30 Grad Celsius am Mittag: Jack Aitken (GB) hat am Samstag auf dem DEKRA Lausitzring die optimale Ausbeute für sich, Ferrari und sein Team Emil Frey Racing herausgeholt. Mit dem souveränen Debüt-Erfolg des ehemaligen Formel-1-Piloten wurde zudem der DTM-Rekord mit nunmehr neun verschiedenen Gewinnern in bisher neun Meisterschaftsläufen ausgebaut. „Es war richtig heiß im Auto, aber ich wollte unbedingt den ersten DTM-Sieg im neuen Ferrari 296 GT3 holen. Wir hatten einen super Boxenstopp und ich bin ein fehlerfreies Rennen gefahren. Trotzdem schaut man besonders gegen Ende natürlich öfter in den Rückspiegel, um den Abstand zu den Verfolgern im Blick zu haben“, sagte der 27-Jährige, der auch die schnellste Rennrunde für sich verbuchte. Mirko Bortolotti (I) belegte im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von SSR Performance Rang zwei. Damit konnte der Gesamtzweite seinen Rückstand auf Tabellenführer Thomas Preining (A) auf acht Punkte verkürzen. Audi-Pilot Kelvin van der Linde (ZA) stand als Dritter zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Podium.


Keyfacts, Lausitzring, Saisonrennen 9 von 16

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 31 Grad, sonnig

Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:19,937 Minuten

Sieger: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14)

Schnellste Rennrunde: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 #14), 1:20,875 Minuten

Der neunte Meisterschaftslauf der DTM auf dem Lausitzring am Samstagmittag begann turbulent. Luca Engstler (Wiggensbach) wurde im Audi R8 LMS GT3 Evo2 ins Kiesbett geschoben, wodurch bereits kurz nach dem Start das Cupra Safety-Car auf die Strecke rückte. Pole-Setter Aitken blieb auch nach dem Re-Start in Runde fünf vor Bortolotti, dem Zweiten des Zeittrainings, in Führung. Dahinter reihten sich Mercedes-AMG-Werksfahrer Lucas Auer (A), Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS GT3 Evo2 und dessen Bruder Sheldon van der Linde (ZA) im BMW M4 GT3 auf den Plätzen drei bis fünf ein. Unglücklich lief die Startphase für Tabellenführer Preining. Der Porsche-Pilot wurde nach einer Kollision mit einer Strafe belegt und fiel an das Ende des Feldes zurück. Der Österreicher konnte am Ende auf dem 15. Platz immerhin noch einen Punkt holen.

Kurz nach Öffnung des Boxenstopp-Fensters wechselte Aitken als einer der ersten Fahrer die Pirelli-Reifen und blieb souverän in Führung. Eine Runde später absolvierte Bortolotti seinen Pflicht-Boxenstopp, wurde aber danach von Kelvin van der Linde, der Auer überholt hatte, hart attackiert. Der Italiener konnte die Angriffe abwehren und Platz zwei behaupten. Nach 44 Runden überquerte Aitken mit einem Vorsprung von 2,4 Sekunden vor Bortolotti die Ziellinie. Kelvin van der Linde sicherte sich den dritten Podiumsrang. Auer sowie der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde beendeten den neunten DTM-Meisterschaftslauf als Vierter und Fünfter. Damit lagen fünf verschiedene Hersteller unter den Top-Fünf.

Luca Stolz (Brachbach) konnte im Mercedes-AMG GT3 als Sechster drei Plätze gegenüber dem Start gut machen und verwies Audi-Pilot Ricardo Feller (CH) auf Rang sieben. Ebenfalls einen Sprung nach vorn gelang René Rast (Bregenz), der bereits dreimal auf dem Lausitzring gewann. Der 36-Jährige steuerte seinen BMW M4 GT3 vom elften auf den achten Rang. Thierry Vermeulen (NL) platzierte den zweiten Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing als Neunter unter die Top-Ten, Marco Wittmann beendete das Hitzerennen auf dem Lausitzring im BMW M4 GT3 von Project 1 auf Platz zehn.

Der zweite Lauf auf dem Lausitzring wird am Sonntag um 13:30 Uhr gestartet. 

Stimmen nach dem Rennen

Mirko Bortolotti: „Wir wussten, dass es schwierig wird, den Ferrari auf dem Lausitzring zu schlagen. Jack Aitken hat das Rennen an der Spitze souverän kontrolliert, mit dem zweiten Platz haben wir das Maximale rausgeholt. In den letzten Runden entwickelten sich die hohen Temperaturen im Auto zu einer echten Belastung, das war das bisher heißeste Rennen der Saison.“

Kelvin van der Linde: „Nach der bisher schwierigen Saison für mich fühlt sich der dritte Platz fast wie ein Sieg an. Das Team hat eine super Strategie für den Boxenstopp gewählt, dadurch konnte ich Lucas Auer überholen und mir endlich den ersten Podiumsplatz der Saison holen. Im Duell um den zweiten Platz war mir klar, dass ich Mirko Bortolotti direkt voll attackieren muss, bevor er seine Reifen ins optimale Temperaturfenster bekommt. Ich habe es überall versucht, leider hat es nicht geklappt.”


Ergebnis, 1. Rennen, DEKRA Lausitzring (Top-Fiver)

1. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing)

2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +2,394 Sekunden

3. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +5,272 Sekunden

4. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Winward), +6,973 Sekunden

5. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +7,917 Sekunden