Montag, 24. Juli 2023

IDM SSP 300 Rennen 1: Sieg für Phillip Tonn

Phillip Tonn siegt in Rennen 1 der Supersport 300 am Samstag in Schleiz
Foto: Jens Hawrda

Das erste Rennen der Supersport 300 der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) gewann nach einem packenden Kampf um den Sieg der KTM-Pilot Phillip Tonn (Freudenberg KTM-Paligo Racing). Zuvor musste das Rennen jedoch wegen eines Unfalls abgebrochen werden und wurde dann über eine verkürzte Distanz von sieben Runden neu gestartet. Im Rennfinale war es schwer den Überblick zu behalten, denn in einer Gruppe von elf Piloten konnte jeder den Sieg holen ein Favorit auf den Sieg war bis zur Ziellinie nicht erkennen.

Keine drei Runden dauerte der erste Ansatz des Rennens, als plötzlich die rote Flagge geschwenkt wurde und das Rennen vorzeitig abgebrochen werden musste. Grund dafür war der Sturz des jungen Mitja Borgelt (Yamaha bLU cRU IDM by Kiefer Racing), der sich am Bein verletzte und mit einem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte Walid Khan (Freudenberg KTM-Paligo Racing) das Rennen an. Inigo Iglesias (Füsport – RT Motorsports by SKM – Kawasaki) war Zweiter.

Die Rennleitung gab grünes Licht für einen Restart, verkürzte jedoch das Rennen von elf auf sieben Runden. Walid Khan setzte sich wieder an die Spitze und übernahm mehrere Runden das Führungszepter. Allerdings kämpfte sich Inigo Iglesias nach einem schlechten Start wieder nach vorn und machte dem KTM-Piloten von hinten Druck. Mit allen Mitteln versuchte der Spanier gegen das KTM-Quartett, bestehend aus Khan, Lennox Lehmann, Philipp Tonn und Dustin Schneider (alle Freudenberg KTM-Paligo Racing), welches ihn umgab, anzukämpfen. Doch gegen die orange Übermacht hatte Iglesias kaum eine Chance. Schließlich waren es Phillip Tonn und Lennox Lehmann, die sich in der letzten Runde ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Jede noch so winzige Chance zu einer Attacke gegen den Gegner versuchten die beiden im Kampf um den Sieg zu verwerten, bei dem schließlich Tonn als Gewinner hervorging. “Die letzte Runde war wirklich hardcore”, sagte der 17-Jährige im Anschluss des Rennens. Für den Mattstedter war es nicht nur das erste Rennen auf dem Schleizer Dreieck. Es war zugleich sein erster Podiumsplatz und Sieg in der IDM, als auch der erste Einsatz auf seiner brandneuen KTM RC 390 R.

Grund zum Ärgern hatte Lennox Lehmann keinen. Zwar verpasste er haarscharf den Sieg, doch die Freude über einen spannenden Rennverlauf ganz nach seinem Geschmack überwog. “Philipp war richtig stark und hatte mir an einigen Stellen keine Luft mehr gelassen, um gegenhalten zu können”, schilderte Lehmann das Duell zwischen ihm und seinem Teamkollegen. “Das Rennen hat mir richtig Spaß gemacht”, so der Dresdner weiter.

Dritter wurde am Ende Inigo Iglesias. Trotz ausgefahrenen Ellbogen gab er sich zumindest in diesem Lauf gegenüber den KTMs geschlagen. “Das war heute eines dieser Rennen, in denen es besser für mich war, den Kopf einzuschalten und nicht zu viel zu riskieren”, sagte Iglesias beim Interview vor der Siegerehrung. Als aktuell führender in der Meisterschaft ginge es ihm vor allem darum, Punkte zu sammeln. “Morgen steht schließlich noch ein weiterer Lauf an, der gewonnen werden will”, meinte der WM-Pilot von 2021.

Walid Khan kam als Vierter über die Ziellinie, gefolgt von Dustin Schneider mit Rang fünf.

Ergebnis SSP 300 Schleiz, Rennen 1 (Top-Five):

1.  Phillip TONN (DEU/KTM) 

2. Lennox LEHMANN (DEU/KTM) 

3. Inigo IGLESIAS (ESP/Kawasaki) 

4. Walid KHAN (NLD/KTM)

5. Dustin SCHNEIDER (DEU/KTM)

Quelle: idm.de /Rowena Hinzmann


Dienstag, 18. Juli 2023

IDM zum Anfassen im Jubiläumsjahr des Schleizer Dreiecks

Foto: Jens Hawrda

Wenn die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) vom 21. bis 23. Juli 2023 ihre Zelte auf dem Schleizer Dreieck aufschlägt, ist Feststimmung angesagt. Einerseits feiert Deutschlands höchste Motorradstraßenmeisterschaft ihr diesjähriges Bergfest, andererseits ist der Auftritt der sportliche Höhepunkt im 100. Jubiläumsjahr der legendären Naturrennstrecke. Das Programm, das den Gästen geboten wird, ist üppig.

 
In der Königsklasse IDM Superbike reist Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) als Spitzenreiter ans Schleizer Dreieck. Er führt die Wertung auf Honda an und hat die Marke nach langer Durststrecke wieder zum Titelanwärter gemacht. Alts Vorsprung ist mittlerweile so groß, dass er trotz seines Fehlens auf dem Red Bull Ring als hochgehandelter Titelkandidat gilt. Denn um den 26-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen rankt sich eine Besonderheit. Er ist auch in der FIM Endurance World Championship verpflichtet, mit der es zu einer Terminüberschneidung mit der IDM kommt, und in diesem Fall hat die WM Vorrang. Alt wird also auf dem Schleizer Dreieck versuchen, noch so viel Punkte wie möglich ins Trockene zu bringen, sprich gewinnen. Gegner sind vor allem Hannes Soomer (Enemat Enos Motorsport) und Ilya Mikhalchik (BCC ALPHA VAN ZON BMW RACING). Der Ukrainer und dreifache Meister hat vor zwei Jahren hier den ersten Lauf gewonnen und will daran anknüpfen. Hannes Sommer ist aber derjenige, der für Nervenkitzel sorgt. Denn der Rookie aus Estland liefert sich schon lange einen Schlagabtausch mit den Spitzenfahrern. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann er sich den ersten Sieg in der IDM holt. BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha kämpfen in der IDM Superbike um die Ehre und das Prestige mit über 200 PS und 300 km/h.
 
In der IDM Supersport versucht Kawasaki-Fahrer Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber Motos Racing) weiter die Yamaha-Armada mit Twan Smits (Team Apreco), Melvin van der Voort (Team SWPN) und Andreas Kofler (M32 Racing) zu knacken. De Vleeschauwer ist jetzt Gesamt-Vierter und schrappte bisher drei Mal am Siegerpodest vorbei. Ändert sich das in Schleiz? In den Top Ten ist viel Bewegung. Die Abstände der Fahrer in der Tabelle sind gering. Die Marke Triumph ist vertreten und auch Christoph Beinlich (Vitori BRT) als Lokalmatador. Mit ein bisschen Glück kann der 27-Jährige aus Pößneck auf seiner Heimstrecke gleich mehrere Plätze gutmachen.
 
In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 entscheiden oft Tausendstelsekunden über Sieg und Niederlage im stärksten Feld der Meisterschaft. Die spannenden Rennen sind nichts für schwache Nerven. Der Spanier Inigo Iglesias (Füsport - RT Motorsports by SKM - Kawasaki) liefert sich ein Kopf-an-Kopf Duell mit dem Niederländer Walid Khan (Freudenberg KTM-PALIGO Racing), belagert im Windschatten vom Teamkollegen Dustin Schneider aus Dresden. Wie eng es in der Klasse zugeht zeigt, dass es in den sechs bisherigen Rennen vier verschiedene Sieger gegeben hat.
 
Ein Sahnehäubchen im Zeitplan ist die traditionelle Rückkehr der IDM Sidecar auf das Schleizer Dreieck mit einem Sprint- und einem Hauptrennen.
 
Das ist immer noch nicht alles. Im Rahmenprogramm der IDM starten diverse Cups. Den Zuschauer erwartet die ganze Bandbreite an hochkarätigem Spitzensport bis hin zu den Talentschmieden der Zukunft.
 
Und dabei bleibt die IDM auch weiterhin eine Serie zum Anfassen. Im Kauf eines Eintrittstickets ist automatisch der freie Zutritt zum Fahrerlager enthalten, in dem die Autogrammjäger voll auf ihre Kosten kommen. Worauf also noch warten? Die Eintrittspreise liegen zwischen 25,00 Euro für das Tagesticket am Samstag bis 45,00 Euro für die Karte für das ganze Wochenende.

Montag, 17. Juli 2023

Nach Rekord-Pole im Grasser-Lamborghini: Hites und Mapelli krönen perfekten Sonntag mit dem ersten Saisonsieg

  •     Sieg-Premiere für den Lamborghini Huracán GT3 Evo2 im ADAC GT Masters
  •     Finn Gehrsitz und Sven Müller sind Halbzeitmeister
  •     ADAC GT Masters begeistert über 130.000 Besucher beim ADAC Truck Grand Prix

Der Chilene Benjamin Hites (links) und der italienische Lamborghini-Werksfahrer
Marco Mapelli (rechts) gewannen das sechste Saisonrennen
Foto: ADAC-Motorsport


Spannung bis zum Schluss im sechsten Saisonrennen des ADAC GT Masters: Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I) jubelten am Nürburgring über ihren ersten Saison-Erfolg. Am Vormittag schaffte Mapelli die 50. Pole-Position für Lamborghini in der seit 2007 bestehenden GT-Serie. Nun gelang dem Duo des GRT Grasser-Racing-Teams auch der Debüt-Sieg für den Lamborghini Huracán GT3 Evo2 im ADAC GT Masters. „Es hat sich einfach unglaublich angefühlt, nachdem ich als Erster die Ziellinie überquerte. Ich musste direkt an meine Familie in Chile denken. Platz eins war aber ein ganz schön hartes Stück Arbeit. Der BMW hinter mir kam immer näher und ich musste alles geben. Ich bin froh, dass es am Ende reichte“, sagte Hites. Mit dem 24-jährigen Hites nahm erstmals ein Fahrer aus Chile den Siegerpokal im ADAC GT Masters in Empfang. Auf dem zweiten Platz kamen Sandro Holzem (Polch) und DTM-Pilot Marco Wittmann (Fürth/beide Project 1) im BMW M4 GT3 ins Ziel. Mit Rang drei komplettierten Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion) das Podium. Das Duo führt mit dem Porsche 911 GT3 R zur Saisonhalbzeit die Meisterschaft an.

Optimale Bedingungen für ein Motorsport-Fest in der Eifel: Am Sonntagnachmittag gingen die Piloten des ADAC GT Masters bei Sonnenschein und 21 Grad Celsius an den Start. Auf den vollgepackten Tribünen erfreuten sich am Wochenende über 130.000 Besucher des ADAC Truck Grand Prix an mitreißendem Racing im ADAC GT Masters. Pole-Setter Mapelli bog als Führender in die erste Kurve der 3,629 Kilometer langen Traditionsstrecke ab. Bis zum Pflichtboxenstopp blieb Mapelli hellwach und ließ sich von Wittmanns Druck nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem späten Fahrerwechsel fuhr Hites den ersten Saisonsieg für den Rennstall von Gottfried Grasser aus Österreich ein.

Platz zwei hinter den Siegern belegten Holzem und Wittmann. Das BMW-Duo lieferte sich über die komplette 60-minütige Renndistanz ein spannendes Duell mit der Besatzung des Grasser-Lamborghinis. „Toll, dass wir mit dem zweiten Platz nach Hause fahren. Im ersten Rennabschnitt versuchte ich, durch schnelle Rundenzeiten den Abstand zum Lamborghini vor mir zu verringern. Für den Sieg reichte es zwar nicht ganz, aber mit diesem erfolgreichen Wochenende können wir beim ersten Einsatz im ADAC GT Masters super leben“, analysierte der zweimalige DTM-Champion Wittmann. Mit dem dritten Rang sammelten Müller sowie ADAC Stiftung Sport Förderpilot Gehrsitz wichtige Punkte für die Meisterschaft und sie liegen in der Tabelle nun auf Rang eins. „Nach dem schwierigen Samstag ist das Podium eine echte Erleichterung für uns. Am Start hatte ich ein faires Duell mit Marco, das war Motorsport auf höchstem Niveau. Es ist schön, die Meisterschaft jetzt zur Halbzeit anzuführen. In der zweiten Saisonhälfte wollen wir weiter fleißig Punkte einfahren. Das wird bis zum letzten Rennen der Schlüssel zum Erfolg sein“, erklärte Müller. Den vierten Platz sicherten sich die beiden Porsche-Piloten Tim Zimmermann (Langenargen) und Jaxon Evans (NZ/beide Huber Racing).

Mit Platz fünf belohnte sich Schnitzelalm Racing für einen starken Gastauftritt im ADAC GT Masters. Colin Caresani (NL) und Marcel Marchewicz (Schwetzingen) pilotierten den Mercedes-AMG GT3 von Rang acht in die Top-Fünf. Auf Platz sechs sahen Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GB/beide Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 die Zielflagge. Siebter wurde das Lamborghini-Duo Maximilian Paul (Dresden) und Simon Connor Primm (Großschirma/beide Paul Motorsport). Als achtbeste Fahrerpaarung ordneten sich die Mercedes-AMG-Fahrer und Samstagssieger Salman Owega (Köln) sowie Elias Seppänen (FIN) von Landgraf Motorsport ein. Auf dem neunten Platz beendeten Kim-Luis Schramm (Meuspath) und Neil Verhagen (USA/beide FK Performance Motorsport) mit ihrem BMW M4 GT3 das Rennen. Den verbliebenen Top-Ten-Platz holten sich Alain Valente (CHE) und Ralf Aron (EST) im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams.

Nach dem sechsten Saisonrennen am Nürburgring legt das ADAC GT Masters eine Sommerpause ein. Vom 8. bis 10. September findet am Sachsenring auf der reichweitenstarken DTM-Plattform der vierte Tourstopp statt. Anschließend trägt die traditionsreiche GT-Serie des ADAC am Red Bull Ring in Österreich ihr einziges Auslandsgastspiel aus.


Mapelli holt am Nürburgring 50. Lamborghini-Pole

Marco Mapelli (ITA) / GRT Grasser-Racing-Team / Lamborghini Huracán GT3 Evo2
Foto: ADAC-Motorsport

 Neuer Qualifying-Rekord am Nürburgring und 50. Pole-Position im ADAC GT Masters für Lamborghini: Marco Mapelli (I) stellte am Sonntagmorgen gleich zwei Rekorde auf. Der Lamborghini-Werksfahrer vom GRT Grasser-Racing-Team fuhr mit 1:25,231 Minuten die schnellste Runde im Zeittraining. 

In dem seit 2007 bestehenden ADAC GT Masters gelang ihm zudem der Pole-Position-Rekord für den italienischen Premiumhersteller. Für den um 15:10 Uhr beginnenden sechsten Meisterschaftslauf sicherte sich Ben Green (GB) im Schubert-BMW den zweiten Platz in der ersten Startreihe.

Sonnenschein, trockene Strecke und Temperaturen von 17 Grad Celsius: Mapelli nutzte die Bedingungen auf der 3,629 Kilometer langen Sprint-Version des Nürburgrings optimal aus. Er pulverisierte die fünf Jahre alte Qualifying-Bestmarke von Frank Stippler um über vier Zehntelsekunden. „Das fühlt sich ziemlich gut an. Ich bin sehr happy. Die Streckenverhältnisse sowie die Temperaturen waren perfekt. Ich konnte die ganze Power des Lamborghini Huracán GT3 Evo2 ausnutzen. Am Samstag sah man, wie chaotisch es teilweise in der Anfangsphase läuft. Deshalb ist Startplatz eins von großer Bedeutung“, erklärte Mapelli. Bei seinen bisherigen 54 Einsätzen im ADAC GT Masters ging der 35-Jährige noch nie von Rang eins ins Rennen und freute sich damit über seinen ersten Pirelli Pole Position Award.

Auf dem zweiten Platz startet mit Green der Pirelli-Junior-Champion 2022 (+0,010 Sekunden). Mit Rang drei erarbeitete sich Sven Müller (Bingen/Team Joos by Racemotion) im Porsche 911 GT3 R ebenfalls eine gute Ausgangslage für das Rennen in der Eifel (+0,251). Platz vier belegte Marco Wittmann (Fürth/Project1). Der zweifache DTM-Champion kam mit dem BMW M4 GT3 bis auf 0,265 Sekunden auf den Pole-Setter heran. Die Top-Fünf komplettierte der Meisterschaftsführende Elias Seppänen (FIN/Landgraf Motorsport) im Mercedes-AMG GT3 (+0,343 Sekunden).

Quelle: adac-motorsport.de

Samstag, 15. Juli 2023

Mercedes-AMG-Duo Owega/Seppänen übernimmt nach Sieg am Nürburgring die Tabellenführung

  • Salman Owega und Elias Seppänen dominieren bei Mercedes-AMG-Doppelsieg
  • Alain Valente und Ralf Aron belohnen sich mit Platz zwei im ADAC GT Masters
  • Paul Motorsport fährt bei Gaststart am Nürburgring aufs Podium

Sieger-Duo: Salman Owega (links) und Elias Seppänen (rechts)
Foto: ADAC-Motorsport

Die Jugend blieb beim fünften Rennen des ADAC GT Masters ganz cool: Der 18-jährige Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (19/FIN) feierten am Nürburgring dank eines starken Überholmanövers beim Start ihren zweiten Sieg innerhalb von einer Woche. Im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport ließen die Sieger ihren Konkurrenten keine Chance und fuhren mit komfortablen 15 Sekunden Vorsprung zum zweiten Saisonerfolg. „Kurz vor dem Start regnete es noch, aber wir entschieden uns trotzdem für Slicks. Die wechselnden Bedingungen kamen mir sehr entgegen. Nachdem ich mich in der Spitzkehre in Führung setzte, konnte ich schnell eine Lücke herausfahren. Danach mied ich besonders die nassen Curbs und wollte kein zu großes Risiko eingehen. Elias vollendete den Sieg dann im zweiten Rennabschnitt perfekt“, sagte Owega. Platz zwei sicherten sich nach einer tollen Aufholjagd Alain Valente (CHE) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team) in einem weiteren Mercedes-AMG. Das Podium komplettierten nach einer hochspannenden Schlussphase Maximilian Paul (Dresden) und Simon Connor Primm (Großschirma) im Lamborghini Huracán GT3 Evo von Paul Motorsport.

Kurz vor dem Rennbeginn am Samstagnachmittag sorgte ein Regenschauer entlang der 3,629 Kilometer langen Traditionsstrecke für ein zusätzliches Spannungselement im ADAC GT Masters. Bei bewölktem Himmel und Temperaturen von 22 Grad Celsius bewies Owega auf dem teilweise noch nassen Kurs in der Eifel Nervenstärke und holte sich bereits kurz nach dem Start in Kurve eins die Führung. Die Zuschauer auf den vollen Tribünen bildeten beim ADAC Truck Grand Prix eine starke Kulisse und freuten sich über packenden Motorsport. Owega erarbeitete sich schnell einen komfortablen Vorsprung und übergab in Führung liegend beim Pflichtboxenstopp an seinen Teamkollegen Seppänen. Der Mercedes-AMG-Pilot sah anschließend ungefährdet als Erster die Zielflagge. Ein Rennen vor Saisonhalbzeit übernahm das Landgraf-Duo damit die Tabellenführung.

Der zweitplatzierte Valente legte den Grundstein für den ersten Podiums-Erfolg im ADAC GT Masters mit seinem guten Start. Von Rang acht kämpfte sich der 26-Jährige sukzessive nach vorne. Durch einen späten Boxenstopp bog sein Teamkollege Aron auf Rang zwei wieder auf den ehemaligen Formel-1-Kurs ab und brachte den Mercedes-AMG GT3 auf dieser Position ins Ziel. „In der ersten Kurve war es ziemlich eng und ich hielt mich aus dem Chaos heraus. Dadurch konnte ich Positionen gutmachen. Wir haben uns, im Gegensatz zu den Teams vor uns, für eine späten Boxenstopp entschieden. Die Strategie zahlte sich voll aus“, erklärte Valente. Der Kampf um Platz drei wurde in den letzten Runden zur Zitterpartie für Paul Motorsport. Nachdem der ADAC GT Masters-Debütant Primm mit dem Lamborghini permanent in den Top-Drei fuhr, hielt Schlussfahrer Paul dem Dauerdruck von Marco Wittmann (Fürth/Project 1) stand und belohnte sich mit dem Podium. „Zu Beginn meines Stints wollte ich auf Platz zwei vorfahren. Mir fehlte allerdings ein bisschen der Top-Speed. Deshalb entschied ich mich, den dritten Platz zu verteidigen. Die letzten Runden im Zweikampf mit Marco haben mir richtig viel Spaß gemacht und ich bin froh, den Pokal mit nach Hause zu nehmen“, berichtete Lamborghini-Junior Paul. Rang vier ging nach zahlreichen Rad-an-Rad-Duellen an Sandro Holzem (Polch) und DTM-Pilot Wittmann von Project 1. Das BMW-Duo verbesserte sich um sechs Positionen.

Auf dem fünften Platz folgten mit einem Porsche 911 GT3 R der Pole-Setter Tim Zimmermann (Langenargen) und Jaxon Evans (NZ/Huber Racing). Dahinter landeten auf Rang sechs die beiden Lamborghini-Piloten Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/beide GRT Grasser-Racing-Team). Siebter im BMW M4 GT3 wurden Kim-Luis Schramm (Meuspath) und Neil Verhagen (USA/beide FK Performance Motorsport). Platz acht belegte das BMW-Duo Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GB/beide Schubert Motorsport). Mit dem neunten Platz beendeten die bis dato Meisterschaftsführenden Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg) im Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport das 60-minütige Sprintrennen. Die Top-Ten machten Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion) im Porsche 911 GT3 R komplett.

Am Sonntag sucht das ADAC GT Masters ab 15 Uhr auf der Sprint-Variante des Nürburgrings den Sieger des sechsten Saisonlaufs. Anschließend steht auch der Halbzeitmeister 2023 fest.