Sonntag, 25. Juni 2023

Zandvoort: Erster Saisonsieg für Porsche in der ADAC GT4 Germany

  • David Jahn und Jannes Fittje gewinnen im 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport.
  • Mercedes-AMG-Duo Bulatov/Lenerz nach rundenlangem Duell knapp geschlagen.
  • Gregor/Zulauf mit Platz drei und Triumph in der Junior-Wertung.

Start/Ziel-Sieg für den Porsche von David Jahn/Jannes Fittje
Foto: ADAC-Motorsport

Das dritte Saisonrennen der ADAC GT4 Germany war an Spannung kaum zu überbieten. Auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden bot die ADAC-Sportwagen-Serie erneut fesselnden Motorsport. In einem packenden Zweikampf um den Sieg setzte sich final das Porsche 718 Cayman GT4-Duo David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (23/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) durch und feierte somit den ersten Saisonsieg für den Hersteller aus Schwaben. Knapp geschlagen belegten Denis Bulatov (24/Köln) und Marcel Lenerz (25/Ludwigsau, beide BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 Rang zwei. Das Podium komplettierten die Youngster Daniel Gregor (17/Maikammer) und Finn Zulauf (18/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche. „Wir freuen uns wahnsinnig über den Sieg und werden heute im Team sicherlich auch anstoßen. Denn wir haben uns diesen Triumph gemeinsam verdient“, jubelte Jahn. „Für mich persönlich kommt hinzu, dass es mein erster Sieg im GT-Sport überhaupt ist. Das macht diesem Tag ganz besonders“, fügte Teamkollege Fittje mit einem Lächeln im Gesicht und dem Pokal in der Hand an.

Jahn hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus begonnen und setze sich auch am Start souverän durch. Mannschaftskollege Daniel Gregor kam ebenfalls gut weg und konnte direkt von Marcel Lenerz die zweite Position übernehmen. Auch Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde) im Aston Martin von Prosport Racing konnte noch am Mercedes-AMG-Piloten vorbeiziehen und Rang drei erobern. Eine Safety-Car-Phase nach einer Kollision im Hinterfeld brachte dann aber zunächst etwas Ruhe in das actiongeladene Feld. Nach dem Restart spielte Jahn seine Klasse aus und baute die Führung bis hin zum Boxenstoppfenster auf rund zwei Sekunden aus. Auch auf den übrigen Plätzen im Vorderfeld gab es in der ersten Rennhälfte keine Veränderung mehr.

„Am Anfang des Rennens möchte man natürlich gleich einen Abstand herausfahren, um dann in einen guten Rhythmus zu kommen - und auch, um den Reifen so zu beanspruchen, wie es einem passt. Das ist mir gelungen. Somit konnte ich recht entspannt, meine Runden abspulen und Jannes ein gutes Auto übergeben“, erläuterte Jahn seinen Einsatz im Cockpit.

Nach den Fahrerwechseln wurde es hinter dem führenden Fittje, der den Porsche von Jahn übernommen hatte, spannend. Denis Bulatov überholte den Aston Martin von Ortmann/Hugo Sasse (19/Aschersleben) und eroberte damit Platz zwei. Finn Zulauf im Porsche reihe sich dahinter ein, profitierte dann von einem Ausrutscher von Sasse und übernahm Rang drei. An der Spitze attackierte Bulatov dann den führenden Fittje. Beide kämpften daraufhin über 20 Minuten Rad-an-Rad um die Spitze, doch Fittje hielt dem Druck des Kölner Mercedes-AMG-Piloten stand und überquerte die Ziellinie mit einem knappen Vorsprung von 0,680 Sekunden auf Platz eins. „Es wurde am Ende noch ein wenig spannend, doch das war zu erwarten. Der Mercedes-AMG hatte recht einfach die Lücke zugefahren und ich musste schauen, dass ich ihn hinter mir halten konnte. Es war knapp. Doch Denis ist ein sehr cleverer Fahrer und somit war klar, dass er keine unüberlegte Aktion starten würde. Der Zweikampf war sehr fair und hat richtig Spaß gemacht“, so Fittje.

Für Gregor/Zulauf bedeutete Rang drei gleichzeitig auch den Triumph in der Junior-Wertung. Hinter Ortmann/Sasse belegten Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) im BMW M4 GT4 den fünften Platz vor den Markenkollegen Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sowie Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Khayrov konnte damit auch die Trophy-Wertung für sich entscheiden. Auf Platz acht fuhren Rodrigo Almeida (19/MOZ) und Josef Knopp (19/CZE, beide BWT Mücke Motorsport). Neunte wurden Mohan Ritson (20/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Die Top Zehn komplettierte das Aston Martin-Duo Benjamin Lessennes (23/BEL) und Ricardo van der Ende (43/NLD, beide Prosport Racing).

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Marcel Lenerz – Platz zwei für BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport

„Der Start war ein wenig schwierig, da uns gegenüber Porsche etwas Topspeed fehlte. Ich konnte dann aber die vierte Position halten und Druck ausüben. Danach habe ich die Reifen gemanagt, damit Denis im zweiten Rennabschnitt richtig Gas geben konnte. Alles in allem war es ein super Rennen. Wir sind glücklich über Rang zwei.“

Denis Bulatov - Platz zwei für BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport

„Wir hatten unseren Boxenstopp genau zum richtigen Zeitpunkt absolviert und somit profitiert. Das hat super funktioniert. Ich konnte pushen und auch noch direkt einen Konkurrenten überholen. Dann schloss ich zum Führenden auf. Ich war einige Male kurz davor, an ihm vorbeizufahren. Doch es ging sich nicht aus. Dennoch war es ein toller Fight. Platz zwei ist ein top Ergebnis für unser junges Team.“

Daniel Gregor – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Es war bislang ein grandioses Rennwochenende mit Platz drei in der Qualifikation und meinem ersten Podium in der ADAC GT4 Germany. Genau dort wollen wir sein. Unsere Pace war sehr stark, da das Team uns ein perfektes Auto hingestellt hat. Auch mein Rennstart war klasse, ich konnte direkt eine Position gewinnen. Dann hatten wir etwas Pech beim Boxenstopp. Aber Finn konnte eine Position zurückgewinnen und Rang drei klarstellen.

Finn Zulauf – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Das Podium ist unbeschreiblich schön. Wir konnten uns im Vergleich zum ersten Rennwochenende enorm steigern und haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Daniel hatte auf seinem Weg zum Boxenstopp Verkehr, was uns etwas Zeit gekostet hatte. Das war nicht optimal. Doch ich machte danach noch einen Platz gut und konnte auch ein wenig auf die Spitze aufschließen. Der Rückstand war aber einfach zu groß, um noch in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. In Rennen zwei am Sonntag wollen wir erneut auf das Podium - vielleicht gelingt uns auch der Sieg.“


Souveräner Sieg – Maro-Engel-Festspiele in Zandvoort

  • Der Mercedes-AMG-Pilot gewinnt Samstagslauf von der Pole und fährt schnellste Rennrunde
  • DTM-Champion Sheldon van der Linde nach Platz zwei wieder in der Erfolgsspur
  • Der Franzose Franck Perera übernimmt Führung in der Gesamtwertung

Pole-Position und Sieg: Maro Engel ist in Zandvoort nicht zu stoppen
Foto: ADAC-Motorsport

Maro Engel (Monaco) ist beim zweiten DTM-Stopp im niederländischen Zandvoort einfach nicht zu stoppen. Der 37-jährige Deutsche ging als Pole-Setter in den Samstagslauf und feierte nach 39 Runden im Mercedes-AMG GT3 einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Es war ein Bilderbuchrennen mit einem perfekten Auto. Ich konnte nach dem Start einen Vorsprung herausfahren und das Geschehen kontrollieren. Trotzdem muss man auf dieser Strecke in Zandvoort immer hellwach sein, sie verzeiht keine Fehler. Der Sand und der starke Reifen-Abbau, das alles erfordert bis zum Schluss volle Konzentration. Aber es hat super geklappt und ich freue mich für das Team über diesen tollen Erfolg”, erklärte Engel nach seinem zweiten Sieg in der DTM. Der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde (ZA) belegte im BMW M4 GT3 Platz zwei und bekräftigte nach dem holprigen Start in Oschersleben seine Titel-Ambitionen. Franck Perera (F) wurde im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Dritter und löste damit Porsche-Pilot Tim Heinemann (Fichtenberg) als Tabellenführer in der Meisterschaft ab.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Niederlande, Saisonrennen 3 von 16

Streckenlänge: 4.259 Meter

Wetter: 28 Grad, sonnig

Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48), 1:32,585 Minuten

Sieger: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48)

Schnellste Rennrunde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48), 1:34,508 Minuten

Pole-Setter Engel erwischte auf dem Dünenkurs einen perfekten Start und konnte sich in den ersten Runden von der Konkurrenz absetzen. Die BMW-Piloten Sheldon van der Linde und Marco Wittmann (Fürth) folgten auf den Plätzen zwei und drei, dahinter reihten sich Perera (F) und Mirko Bortolotti (I) im Lamborghini als Vierter und Fünfter ein. Engel behauptete nach einem späten Pflicht-Boxenstopp seine Führung, die er bis ins Ziel auf exakt sechs Sekunden vor Sheldon van der Linde ausbaute. Perera versuchte noch, an den Südafrikaner heranzufahren, kam aber nicht mehr in Schlagdistanz. Teamkollege Bortolotti profitierte von einem frühen Boxenstopp und konnte so mit bereits betriebswarmen Pirelli-Pneus den später wechselnden Wittmann, der Fünfter wurde, überholen.

Lucas Auer (A) machte im Mercedes-AMG GT3 ein starkes Rennen und schob sich von Startplatz zwölf auf Rang sechs vor. Sein Landsmann Thomas Preining (A) konnte sich im Porsche 911 GT3 R gegenüber dem Qualifying um drei Positionen verbessern und wurde Siebter. Albert Costa Balboa (E/Ferrari 296 GT3) und Dries Vanthoor (B/BMW M4 GT3), die Jack Aitken (GB) beziehungsweise René Rast (Minden) ersetzen, konnten auf Rang acht und neun bei ihrem DTM-Debüt überzeugen. Jusuf Owega (Köln) zeigte viel Kampfgeist und steuerte seinen nach einer Berührung beschädigten Mercedes-AMG GT3 auf Platz zehn.

Das zweite Rennen des Wochenendes steigt am Sonntag um 13:30 Uhr. Der deutsche Free-TV-Sender ProSieben berichtet bereits ab 13 Uhr aus Zandvoort. Weltweit wird die DTM in über 70 Ländern live übertragen. Die Entscheidung über die Startaufstellung für das Sonntagsrennen fällt im Qualifying, das um 9:15 Uhr beginnt und genau wie das Rennen live im Stream auf ran.de sowie dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen ist.

Stimmen nach dem Rennen

Maro Engel: „Wir versuchen natürlich, am Sonntag an diesen Erfolg anzuknüpfen. Der Schlüssel ist das Qualifying. Wenn man vorne wegfährt und sich aus den Positionskämpfen auf dieser engen Strecke heraushalten kann, macht das viel aus. Aber in der DTM werden die Karten jeden Tag neu gemischt.”

Sheldon van der Linde: „Ich bin sehr glücklich über diesen zweiten Platz, denn meine Rennpace war nicht so stark. Aber in Zandvoort ist es sehr schwer, zu überholen. Wichtig war, dass ich mich beim Start gegen Marco Wittmann behaupten konnte. Danach bin ich über die komplette Renndistanz sehr konstante Rundenzeiten gefahren, das war entscheidend.“

Franck Perera: „Mit Platz drei haben wir wichtige Meisterschaftspunkte geholt, aber die Führung bedeutet zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht viel. Die Stimmung innerhalb des Teams ist sehr gut, Mirko und ich pushen uns gegenseitig nach vorn. Das ist in seiner so starken Serie wie der DTM ganz wichtig.“

Ergebnis 1. Rennen, Zandvoort

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter)

2. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport, +6,000 Sekunden

3. Franck Perera (F/SSR Performance), +6,528 Sekunden

4. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +7,694 Sekunden

5. Marco Wittmann (D/Project 1), +8,074 Sekunden

Samstag, 24. Juni 2023

Maro Engel holt Pole für's Samstagsrennen in Zandvoort

Maro Engel holt in Zandvoort die zweite Pole in seiner DTM-Karriere
Foto: Jens Hawrda

Maro Engel (Monaco) bleibt beim zweiten DTM-Stopp in Zandvoort das Maß aller Dinge. Nachdem der 37-Jährige am Freitag schnellster Pilot in beiden Freien Trainings war, setzte er auch im Qualifying am Samstag die Bestzeit und feierte seine zweite Pole-Position in der DTM.

Der deutsche Mercedes-AMG-Pilot war am Samstagmorgen wie die meisten seiner Fahrerkollegen erst in der zweiten Hälfte des 20-minütigen Qualifyings auf Zeitenjagd gegangen. In seinem fünften Umlauf umrundete er den 4,259 Kilometer langen Dünenkurs in 1:32,585 Minuten und sicherte sich mit dem Gewinn des Pirelli Pole Position Awards drei wichtige Meisterschaftspunkte. „Es ist ein Vorteil, auf dieser engen Strecke von Startplatz eins aus ins Rennen zu gehen. Nach dem schwachen Start in Oschersleben haben wir hart gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. Jetzt fängt die Meisterschaft für uns an”, so der Pole-Setter vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter.

Nur 0,030 Sekunden langsamer war der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde im BMW M4 GT3: „Nach dem Freien Training hätten wir nicht geglaubt, im Qualifying unter die Top-Drei zu fahren. Das Rennen wird hart, aber ein vorderer Startplatz ist in der DTM sehr wichtig. Wenn ich gleich zu Beginn gut wegkomme, ist alles möglich”, erklärte der Südafrikaner. Dahinter geht sein Markenkollege Marco Wittmann von Position drei in das Samstagsrennen, neben ihm steht mit Franck Perera (F) der beste Lamborghini-Pilot in der zweiten Startreihe. Eine starke Leistung zeigte Albert Costa Balboa. Der Spanier ersetzt im Team Emil Frey Racing Stammfahrer Jack Aitken (GB) und steuerte den Ferrari 296 GT3 auf Rang fünf.

Im ersten Qualifying am Samstagvormittag gingen die beiden Porsche von Manthey EMA als erste auf die Strecke und lagen bei freier Fahrt zunächst an der Spitze. Doch diese Taktik ging nicht auf. Das lange Warten zahlte sich für die meisten Piloten aus, die auf dem gegen Ende der Session 30 Grad Celsius heißen Asphalt nur wenig Zeit brauchten, um ihre Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen. Die ersten Drei des Zeittrainings fuhren im letzten Viertel des Qualifyings die Topzeiten, die rund eine Sekunde schneller waren als im Freien Training.

Ergebnis Qualifying, 1. Rennen, Circuit Zandvoort

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 1:32,585 Minuten

2. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +0,030 Sekunden

3. Marco Wittmann (D/Project 1), +0,297 Sekunden

4. Franck Perera (F/SSR Performance), +0,298 Sekunden

5. Albert Costa Balboa (E/Emil Frey Racing), +0,341 Sekunden

Quelle: dtm.com

Mercedes-AMG meldet sich mit Bestzeit in der DTM zurück

  • Maro Engel in beiden Freien Trainings auf dem Circuit Zandvoort schnellster Pilot
  • Marco Wittmann erzielt im BMW am Freitag zweitbeste Zeit auf dem Dünenkurs
  • Spannung pur: Die ersten elf Fahrer lagen innerhalb einer halben Sekunde

Maro Engel war am Freitag in beiden Trainings-Sessions schnellster DTM-Pilot
Foto: ADAC-Motorsport

Mercedes-AMG ist in der DTM 2023 angekommen. Nach einem durchwachsenen Eröffnungswochenende in Oschersleben dominierte Maro Engel (Monaco) am Freitag das Freie Training beim ersten Auslandsstopp der Rennserie in den Niederlanden. Auf dem Circuit Zandvoort war der 37-Jährige vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter in beiden Sessions schnellster Pilot und erzielte am Nachmittag mit 1:33,543 Minuten die Tagesbestzeit. „Das war ein guter Auftakt in Zandvoort. Den Schwung wollen wir mitnehmen. Am Samstag und Sonntag zählt es erst so richtig. Wir müssen das Ergebnis aber mit Vorsicht genießen, denn sicher haben nicht alle ihre Karten auf den Tisch gelegt. Mir liegt diese Strecke in den Dünen. Sie ist schwierig, hat aber einen schönen Fluss und sehr schnelle Passagen. Da muss man als Fahrer sein Herz in die Hand nehmen, wenn man vorne mitfahren will. Wir gehen auf jeden Fall top motiviert in das Rennwochenende”, sagte Engel.

Marco Wittmann (Fürth) war im BMW M4 GT3 vom Team Project 1 nur 0,060 Sekunden langsamer und beendete das Freie Training an der niederländischen Nordseeküste als Zweitschnellster. Dritter wurde Audi-Pilot Kelvin van der Linde. „Das war ein positiver Tag, wir waren in beiden Sessions unter den Top Fünf. Unser Ziel ist es aber, konstant unter die besten Drei zu fahren. Wir haben ein gutes Gefühl und hoffen, dass unser Rennpaket stimmt”, sagte der Südafrikaner. Schnellster Lamborghini-Fahrer war Mirko Bortolotti (I) von SSR Performance auf Rang vier. Der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde (ZA) steuerte einen zweiten BMW M4 GT3 unter die Top Fünf.

Das zweite Freie Training am Freitagnachmittag lief über eine kürzere Distanz, da durch den Austausch beschädigter Betonelemente an der Strecke der Zeitplan angepasst wurde. Trotz der Verkürzung von 45 auf 32 Minuten wurden die Zeiten aus der ersten Session klar unterboten. Kelvin van der Linde erzielte seine Top-Zeit bereits in Runde vier und sah lange wie der Schnellste aus. Doch Engel und Wittmann schoben sich in Umlauf 13 beziehungsweise zwölf noch an van der Linde vorbei. Während im ersten Freien Training kein Fahrer den 4,259 Kilometer langen Formel-1-Kurs in unter 1:34,000 Minuten umrundete, konnten am Nachmittag gleich elf Piloten diese Marke knacken. Besonders bemerkenswert: Dries Vanthoor (B), der dieses Wochenende beim Team Schubert Motorsport René Rast ersetzt, erzielte in Session 1 mit 258,99 km/h exakt den gleichen Top-Speed wie sein Teamkollege Sheldon van der Linde in Session 2. Die kompletten Ergebnisse beider Sessions gibt es auf dtm.com/de/ergebnisse.

Das erste Qualifying beim zweiten DTM-Saisonstopp in Zandvoort startet am Samstag um 9:35 Uhr. Fans können den Kampf um die besten Startplätze live im Stream auf ran.de verfolgen. TV-Partner ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im frei empfangbaren Fernsehen. Weltweit wird die DTM in über 70 Ländern live übertragen.

Freitag, 23. Juni 2023

Maro Engel auch im zweiten freien Training vorn

Maro Engel auch im zweiten Freien Training mit Bestzeit
Foto: ADAC-Motorsport

Das zweite Freie Training wurde erst mit einer Stunde Verzögerung gestarten und auch noch auf 32 Minuten verkürzt. Grund dafür war ein Vorfall in dem zuvor im Porsche Carrera Cup Benelux bei dem die Betonelemente in der ersten Steilkurve beschädigt wurden.

Erneut holte Maro Engel die Bestzeit im Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER. Mit einer Zeit von 1:33.543 Minuten fuhr er die schnellste Runde. Rang zwei geht an Marco Wittmann im Project 1 BMW. Nur 0,060 Sekunden fehlten dem zweimaligen Champion. Für das niedersächsische Team das erste Erfolgserlebnis in der DTM. Kelvin an der Linde fuhr im Abt Audi die drittschnellste Zeit.

Ergebnis 2. Freies Training Zandvoort (Top 5):

1. Maro Engel – Mercedes-AMG Team MANN-FILTER – Mercedes-AMG GT3

2. Marco Wittmann – Project 1 – BMW M4 GT3

3. Kelvin van der Linde – ABT Sportsline – Audi R8 LMS GT3

4. Mirko Bortolotti – SSR Performance – Lamborghini Hurácan GT3

5. Sheldon van der Linde – Schubert Motorsport – BMW M4 GT3