Samstag, 24. Juni 2023

Mercedes-AMG meldet sich mit Bestzeit in der DTM zurück

  • Maro Engel in beiden Freien Trainings auf dem Circuit Zandvoort schnellster Pilot
  • Marco Wittmann erzielt im BMW am Freitag zweitbeste Zeit auf dem Dünenkurs
  • Spannung pur: Die ersten elf Fahrer lagen innerhalb einer halben Sekunde

Maro Engel war am Freitag in beiden Trainings-Sessions schnellster DTM-Pilot
Foto: ADAC-Motorsport

Mercedes-AMG ist in der DTM 2023 angekommen. Nach einem durchwachsenen Eröffnungswochenende in Oschersleben dominierte Maro Engel (Monaco) am Freitag das Freie Training beim ersten Auslandsstopp der Rennserie in den Niederlanden. Auf dem Circuit Zandvoort war der 37-Jährige vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter in beiden Sessions schnellster Pilot und erzielte am Nachmittag mit 1:33,543 Minuten die Tagesbestzeit. „Das war ein guter Auftakt in Zandvoort. Den Schwung wollen wir mitnehmen. Am Samstag und Sonntag zählt es erst so richtig. Wir müssen das Ergebnis aber mit Vorsicht genießen, denn sicher haben nicht alle ihre Karten auf den Tisch gelegt. Mir liegt diese Strecke in den Dünen. Sie ist schwierig, hat aber einen schönen Fluss und sehr schnelle Passagen. Da muss man als Fahrer sein Herz in die Hand nehmen, wenn man vorne mitfahren will. Wir gehen auf jeden Fall top motiviert in das Rennwochenende”, sagte Engel.

Marco Wittmann (Fürth) war im BMW M4 GT3 vom Team Project 1 nur 0,060 Sekunden langsamer und beendete das Freie Training an der niederländischen Nordseeküste als Zweitschnellster. Dritter wurde Audi-Pilot Kelvin van der Linde. „Das war ein positiver Tag, wir waren in beiden Sessions unter den Top Fünf. Unser Ziel ist es aber, konstant unter die besten Drei zu fahren. Wir haben ein gutes Gefühl und hoffen, dass unser Rennpaket stimmt”, sagte der Südafrikaner. Schnellster Lamborghini-Fahrer war Mirko Bortolotti (I) von SSR Performance auf Rang vier. Der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde (ZA) steuerte einen zweiten BMW M4 GT3 unter die Top Fünf.

Das zweite Freie Training am Freitagnachmittag lief über eine kürzere Distanz, da durch den Austausch beschädigter Betonelemente an der Strecke der Zeitplan angepasst wurde. Trotz der Verkürzung von 45 auf 32 Minuten wurden die Zeiten aus der ersten Session klar unterboten. Kelvin van der Linde erzielte seine Top-Zeit bereits in Runde vier und sah lange wie der Schnellste aus. Doch Engel und Wittmann schoben sich in Umlauf 13 beziehungsweise zwölf noch an van der Linde vorbei. Während im ersten Freien Training kein Fahrer den 4,259 Kilometer langen Formel-1-Kurs in unter 1:34,000 Minuten umrundete, konnten am Nachmittag gleich elf Piloten diese Marke knacken. Besonders bemerkenswert: Dries Vanthoor (B), der dieses Wochenende beim Team Schubert Motorsport René Rast ersetzt, erzielte in Session 1 mit 258,99 km/h exakt den gleichen Top-Speed wie sein Teamkollege Sheldon van der Linde in Session 2. Die kompletten Ergebnisse beider Sessions gibt es auf dtm.com/de/ergebnisse.

Das erste Qualifying beim zweiten DTM-Saisonstopp in Zandvoort startet am Samstag um 9:35 Uhr. Fans können den Kampf um die besten Startplätze live im Stream auf ran.de verfolgen. TV-Partner ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im frei empfangbaren Fernsehen. Weltweit wird die DTM in über 70 Ländern live übertragen.

Freitag, 23. Juni 2023

Maro Engel auch im zweiten freien Training vorn

Maro Engel auch im zweiten Freien Training mit Bestzeit
Foto: ADAC-Motorsport

Das zweite Freie Training wurde erst mit einer Stunde Verzögerung gestarten und auch noch auf 32 Minuten verkürzt. Grund dafür war ein Vorfall in dem zuvor im Porsche Carrera Cup Benelux bei dem die Betonelemente in der ersten Steilkurve beschädigt wurden.

Erneut holte Maro Engel die Bestzeit im Mercedes-AMG GT3 vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER. Mit einer Zeit von 1:33.543 Minuten fuhr er die schnellste Runde. Rang zwei geht an Marco Wittmann im Project 1 BMW. Nur 0,060 Sekunden fehlten dem zweimaligen Champion. Für das niedersächsische Team das erste Erfolgserlebnis in der DTM. Kelvin an der Linde fuhr im Abt Audi die drittschnellste Zeit.

Ergebnis 2. Freies Training Zandvoort (Top 5):

1. Maro Engel – Mercedes-AMG Team MANN-FILTER – Mercedes-AMG GT3

2. Marco Wittmann – Project 1 – BMW M4 GT3

3. Kelvin van der Linde – ABT Sportsline – Audi R8 LMS GT3

4. Mirko Bortolotti – SSR Performance – Lamborghini Hurácan GT3

5. Sheldon van der Linde – Schubert Motorsport – BMW M4 GT3

Prototype Cup Germany bietet LMP3-Action in den niederländischen Nordseedünen

  • Prototype Cup Germany feiert Premiere in Zandvoort.
  • Starterfeld der LMP3-Rennserie wächst auf 18 Fahrzeuge.
  • Weltmeister-Sohn Freddie Hunt gibt sein Comeback.

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende (23. bis 25. Juni) macht der Prototype Cup Germany erstmals Station in Zandvoort. Auf der Formel-1-Strecke in den Nordseedünen werden Oscar Tunjo (27/COL) und Julien Apothéloz (22/CHE, beide van ommen racing by DataLab) die Gejagten sein, denn sie kommen als Spitzenreiter der Fahrerwertung in die Niederlande. Gary Hauser (31/LUX) und Markus Pommer (32/Untereisesheim, beide Racing Experience) liegen aktuell fünf Zähler hinter dem kolumbianisch-schweizerischen Duo auf Platz zwei, Robin Rogalski (22/POL) / Valentino Catalano (17/Westheim, beide DKR Engineering) weitere zehn Punkte dahinter auf der dritten Position. Mit 18 Fahrzeugen werden die Zuschauer das bisher größte Starterfeld des Prototype Cup Germany erleben. Neben insgesamt vier niederländischen Fahrern wird auch Freddie Hunt (36/GBR, Reiter Engineering) dabei sein. Der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters James Hunt nahm bereits im Vorjahr am Prototype Cup Germany teil und erreichte zusammen mit dem Norweger Mads Siljehaug am Nürburgring einen Sieg sowie einen dritten Platz. Die Saisonrennen fünf und sechs des Prototype Cup Germany werden im kostenlosen Livestream auf adac.de/motorsport sowie youtube.com/adacmotorsports übertragen.

Julien Apothéloz ist Neuling im LMP3-Sport, doch der Schweizer machte auf Anhieb eine gute Figur. „Ich hatte vom ersten Moment an ein gutes Gefühl, was das Team und meinen Teamkollegen Oscar Tunjo angeht und das hat sich bisher nur bestätigt“, so Apothéloz. In Oschersleben konnte er zusammen mit Tunjo die Tabellenführung im Prototype Cup Germany übernehmen und möchte diese nun verteidigen. „Unser Ziel ist natürlich auch in Zandvoort, ganz vorne zu landen. Wenn man so gut wie wir in die Saison gestartet ist, dann möchte man auch so weitermachen.“ Dabei kommt er mit einem kleinen Handicap nach Zandvoort, denn nach dem Umbau der Strecke war er nicht mehr dort. „Ich kenne die alte Variante und die hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Es war eine Old-School-Strecke, auf der der Fahrer noch den Unterschied machen konnte. Ich denke, das wird auch auf der neuen Variante der Fall sein.“ Um dennoch nicht komplett unvorbereitet zu sein, hat sich der 22-Jährige die Piste im Simulator angeschaut. „Das ist schon eine große Hilfe, um vor Ort weniger Eingewöhnungszeit zu brauchen. Aber trotzdem sind Simulator und reale Strecke für mich noch immer zwei Paar Schuhe.“

Probleme dieser Art sind Max van der Snel (19/NLD, More Motorsport by Reiter) fremd, er kennt Zandvoort wie seine Westentasche. „Ehrlich gesagt ist mir nur die aktuelle Version der Strecke bekannt, auf der alten bin ich nie gefahren. Ich habe hier schon einige Rennen absolviert und arbeite auch immer wieder mal als Instruktor.“ Van der Snel ist zurzeit Siebter der Gesamtwertung und Dritter der Juniorwertung. „Mit unseren bisherigen Leistungen sind wir zufrieden, aber wir wollen bei unserem Heimrennen gerne mehr – ein Podestplatz ist unser Ziel.“ Der Teenager, der nur 45 Minuten von Zandvoort entfernt wohnt und an diesem Wochenende zu Hause übernachtet, bestreitet die Rennen des Prototype Cup Germany zusammen mit seinem Vater Mark van der Snel (52/NLD). „Seit dem Kartsport bin ich mit meinem Vater unterwegs – damals war er mein Coach und mein Mechaniker. Und nun teilen wir uns sogar ein Auto.“

Vater und Sohn van der Snel sind zwei der insgesamt vier Niederländer, die am kommenden Wochenende beim Gastspiel des Prototype Cup Germany in den Niederlanden am Start stehen. Außerdem freuen sich noch Jasper Stiksma (22/NLD, MRS GT-Racing) und Leonard Hoogenboom (23/NLD, DKR Engineering) auf ihr Heimspiel. Hoogenboom bildet zusammen mit Pedro Perino (18/PRT, DKR Engineering) eine von vier Paarungen, die auf neu eingeschriebene Fahrzeugen antreten. Zu diesem Quartett gehören auch Freddie Hunt, der sich seinen Ligier mit Horst Felbermayr (52/AUT) teilt, sowie die Duos Wolfgang Kaufmann (59/Molsberg) / Robert Doyle (64/USA, beide AF2 Motorsport) und Enzo Scionti (18/USA) / Suleiman Zanfari (17/MAR, beide MMi Motorsport). Und schließlich stoßen noch der Rumäne Alex Cascatău (30), der den Ligier von BHK Motorsport zusammen mit Elia Sperandio (17/CHE) bewegt, und Rückkehrer Axcil Jeffries (29/ZWE), der zusammen mit Danny Soufi die Ginetta von Konrad Motorsport pilotiert, zum Starterfeld des Prototype Cup Germany hinzu.

Maro Engel mit Bestzeit im ersten Freien Training in Zandvoort

Maro Engel holt erste Bestzeit in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport 

Mercedes meldet sich zurück. Die Bestzeit holt sich Maro Engel im von Landgraf Motorsport eingesetzt Mercedes-AMG GT3. Rang zwei geht an Thomas Preining, im Grello-Porsche von Manthey EMA, dem 0,106 Sekunden auf die Bestzeit von Engel fehlten. Auf Rang drei ein weiterer Porsche mit Laurin Heinrich (KÜS Team Bernhard). Tabellenführer Tim Heinemann beendete das Training auf Platz zehn.

Ergebnis 1. Freies Training Zandvoort (Top 5):

1. Maro Engel – Mercedes-AMG Team MANN-FILTER – Mercedes-AMG GT3

2. Thomas Prening – Manthey EMA – Porsche 911 GT3 R

3. Laurin Heinrich – KÜS Team Bernhard – Porsche 911 GT3 R

4. Dennis Olsen – Manthey EMA – Porsche 911 GT3 R

5. Kelvin van der Linde – ABT Sportsline – Audi R8 LMS GT3

BMW-Werksfahrer Dries Vanthoor feiert DTM-Debüt in Zandvoort

Schubert Motorsport geht an diesem Wochenende beim zweiten DTM-Tourstopp in den Niederlanden mit einem veränderten Line-up an den Start. Dries Vanthoor (B) ersetzt den verhinderten dreimaligen Champion René Rast (Minden) im Cockpit des BMW M4 GT3 und feiert auf dem niederländischen Dünenkurs seine DTM-Premiere.

Der 25-Jährige gab im Jahr 2016 sein GT3-Debüt. Seitdem entwickelte er sich zu einem der international erfolgreichsten Sportwagenpiloten und gilt weltweit als einer der besten GT3-Fahrer. Dreimal in Folge sicherte er sich zusammen mit seinen Teamkollegen den Gesamtsieg beim Fanatec GT World Challenge Europe Sprint Cup, zweimal gewann er das legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und stand einmal bei den 12 Stunden von Bathurst ganz oben auf dem Treppchen. Zu Beginn der Saison 2023 wechselte der Belgier ebenso wie René Rast zum Münchner Automobilhersteller und feierte als BMW-Werksfahrer Siege bei den 24 Stunden von Dubai und in der Nürburgring Langstrecken-Serie.

Seinen ersten DTM-Auftritt bestreitet Dries Vanthoor auf dem Circuit Zandvoort an der Seite von Titelverteidiger Sheldon van der Linde (ZA) und kämpft auf der traditionsreichen Formel-1-Rennstrecke um wertvolle Punkte für das Team Schubert Motorsport. „Ich freue mich sehr auf mein erstes Wochenende in der DTM, eine der prestigeträchtigsten Rennserien der Welt. Es ist für jeden Rennfahrer etwas Besonderes, hier dabei zu sein. Das Niveau ist sehr hoch und ich trete natürlich in große Fußstapfen, wenn ich für René einspringe. Ich werde bei meinem einzigen DTM-Einsatz in diesem Jahr mein Bestes geben und Sheldon so gut wie möglich unterstützen, um mit dem Team ein erfolgreiches Wochenende zu haben. Ich bin optimistisch, dass für uns gute Resultate drin sind. Schubert Motorsport ist ein Top-Team und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.” 

Quelle: dtm.com