Dienstag, 23. August 2022

Volles Programm auf dem Nürburgring

DTM als Top Act, viele weitere Rennen und reichlich Fan-Attraktionen

  • Motorsport pur: DTM, DTM Trophy, DTM Classic, TCR Europe, Markenpokale von BMW und Lotus, P9 Challenge
  • Beste Unterhaltung: hautnah bei Pitwalk und Pitview, Mitmach-Challenges, Historie im ring°werk und mehr
  • Bei sommerlichen Temperaturen: Wochenendausflug in die Eifel – Tickets ab zehn Euro

Foto: Jens Hawrda

Ein erlebnisreiches Wochenende in der Eifel ist bei der DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG garantiert. Auf der Rennstrecke liefern insgesamt 15 Rennen Motorsport pur, von der DTM mit ihren spektakulären GT-Rennwagen und Weltklasse-Piloten über die Talentschmiede DTM Trophy, die Rennwagen der Siebziger im DTM Classic DRM Cup bis zur TCR Europe, Markenpokalen mit BMW- und Lotus-Rennfahrzeugen sowie der P9-Challenge. Kurzweilig ist auch das üppige Angebot an Fan-Attraktionen mit zahlreichen Mitmach-Challenges für Besucher im Fahrerlager und rund um den „Ring“. Zum Startschuss für die zweite Saisonhälfte der DTM präsentiert sich der legendäre Nürburgring, so die aktuelle Prognose, mit sommerlichen Temperaturen - eine ideale Gelegenheit für einen Wochenendausflug in die Eifel. Das volle Programm am Nürburgring gibt es bereits ab zehn Euro (Freitag-Ticket). Eintrittskarten sind im DTM-Ticket-Shop unter tickets.dtm.com und via Tickethotline +49 1806 991166 erhältlich. Alle Informationen rund um die DTM-Plattform liefert die offizielle Webseite DTM.com.

Die DTM als faszinierender Top Act, ein optischer und akustischer Hochgenuss für jeden Fan, steht im Fokus des Interesses. Die zweite Saisonhälfte der DTM verspricht Spannung und Action, da das Feld unglaublich eng beieinander liegt. Ob junge Talente, einheitliche Sportwagen wie im BMW M2 Cup oder eine historische Gala der Deutschen Rennsport-Meisterschaft aus den Siebzigern – das Rennwochenende auf der 3,629km langen Sprintstrecke mit elf Kurven sorgt für eine außergewöhnliche Abwechslung.

Das DTM-Wochenende am Nürburgring eignet sich am Ende der Ferienzeit für einen Ausflug für die ganze Familie. Denn so abwechslungsreich wie der Rennsport ist auch das Freizeit-Angebot. Die DTM präsentiert sich dabei überaus Fan-nah, mit den populären Pitwalks, den Autogrammstunden und der außergewöhnlichen Pitview-Box, bei der man einer Boxencrew während der teils hektischen Arbeit über die Schulter schauen kann. Zahlreiche Challenges animieren zum Mitmachen und Gewinnen, wie das Moderations-Event „Be Eddie“, der Reaktions-Wettbewerb und der Esports-Contest mit acht FANATEC-Simulatoren. Auch ein großer DTM-Merchandise-Stand lädt die Besucher zum Stöbern ein, zusätzlich ist ab sofort auch der Online-Shop dtm-store.com freigeschaltet. Auf der DTM-Showbühne heizt ein DJ an allen Tagen ein, wenn sich nicht gerade die besten Rennfahrer den öffentlichen Interview-Runden stellen.

Nicht nur im Fahrerlager dokumentieren Mythos und Historie die Faszination Motorsport, sondern auch im Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk. Dazu gehören eine Bahn mit Elektro-Karts, der ring°fanshop und das große 3D-Kino. Neben der Erlebnis-Gastronomie lockt nicht nur ein Besuch der namensgebenden Nürburg, sondern auch die legendäre Nordschleife mit der Möglichkeit, die „Grüne Hölle“ mit dem eigenen PKW zu erleben.

Sonntag, 21. August 2022

Mies/Zimmermann holen nach packendem Rennen 50. Sieg für Audi

  • Audi-Duo triumphiert nach fehlerloser Leistung
  • Technische Probleme stoppen Pole-Setter Schubert Motorsport
  • Erneuter Besucherrekord – 21.500 Zuschauer beim ADAC GT Masters am Lausitzring

Die glücklichen Sieger Tim Zimmermann und Christopher Mies mit Christian Land
Foto: ADAC-Motorsport

Spannung, Drama, Emotionen – der zehnte Saisonlauf im ADAC GT Masters auf dem DEKRA Lausitzring bot alles, was den Motorsport so attraktiv macht. Nach 43 Runden gewann Tim Zimmermann (25/Langenargen) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 1 ein denkwürdiges Rennen und sorgte für den 50. Sieg von Audi im ADAC GT Masters. Sein sichtlich bewegter Fahrerkollege Christopher Mies (33/Düsseldorf): „Dieser erste Saisonerfolg für Tim und mich war überfällig. Unser Auto lief in den letzten Wochen fantastisch, aber wir konnten das nicht umsetzten. Endlich haben wir uns belohnt“, freute sich der aktuelle Deutsche GT-Meister. Trauer dagegen beim Team Schubert Motorsport. Pole-Setter Nicky Catsburg (34/NL) absolvierte mit dem BMW M4 GT3 #20 in Führung liegend den Pflicht-Boxenstopp zu spät und wurde mit einer Strafe belegt. Damit waren die Träume vom Sieg dahin. „Der Boxenfunk ist plötzlich ausgefallen. Bis dahin funktionierte alles, auf einmal ging nichts mehr“, kommentierte ein fassungsloser Teamchef Torsten Schubert. Die Zuschauer wurden nicht nur am Sonntag, sondern am gesamten Rennwochenende beim DEKRA Family & Friends Festival bestens unterhalten. Mit 21.500 Zuschauer gab es einen neuen Besucherrekord bei einem ADAC GT Masters-Event auf dem Lausitzring.

Keyfacts, Lausitzring, Klettwitz, Saisonrennen 10 von 14

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 22 Grad, stark bewölkt

Pole-Position: Nicky Catsburg (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #20), 1:31,569 Min.

Sieger: Mies/Zimmermann (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #1)

Schnellste Rennrunde: Dennis Marschall (Rutronik Racing, Audi R8 LMS GT3 Evo II #27), 1:23,217 Min.

Bereits nach dem Start des Sonntagslaufs auf dem Lausitzring entwickelten sich hitzige Positionskämpfe an der Spitze. Pole-Setter Nicky Catsburg wurde immer wieder von Sven Müller (30/Bingen) im Porsche 911 GT3 R von Allied-Racing mit der Startnummer #22 attackiert. Auch Christopher Mies und Jack Aitken (26/GB) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing lieferten sich heftige Duelle um die Plätze drei und vier. Danach beruhigte sich das Rennen und das Drama für Schubert Motorsport nahm seinen Lauf. Nachdem alle Fahrer den Pflicht-Boxenstopp zwischen der 25. und 35. Minute absolviert hatten, war Startfahrer Nicky Catsburg immer noch auf der Strecke und kassierte dafür eine 49-Sekunden-Strafe. Das war die Chance für Tim Zimmermann im Audi R8 LMS GT3 Evo II #1. Der 25-Jährige übernahm die Führung, die er bis ins Ziel verteidigte und seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters feierte. Die Kombination Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) belohnte sich im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing für eine konstant starke Leistung mit Rang zwei und rückte in der Gesamtwertung auf Platz drei vor. Kurz vor Schluss wurde es turbulent. Fabian Schiller vom Drago Racing Team ZVO verursachte mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo #4 eine Kollision zwischen Patric Niederhauser (30/CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 und Joel Sturm (20/Brühl) im Porsche 911 GT3 R #22, die dadurch mehrere Plätze einbüßten. Tabellenführer Raffaele Marciello nutzte die günstige Gelegenheit, machte insgesamt zehn Positionen gut und erreichte mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf den dritten Podiumsplatz. Hinter ihm wurden seine schärfsten Rivalen, das Fahrer-Duo Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR), im Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik Vierte.

Rang fünf ging zunächst an Fabian Schiller (25/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F) im Mercedes-AMG GT3 Evo #4 vom Drago Racing Team ZVO. Doch wegen der verursachten Kollision kurz vor Rennende wurde das Duo mit einer Zehn-Sekunde-Strafe belegt und auf Platz zehn heruntergestuft. Damit rückte Lokalmatador Maximilian Paul (22/Dresden) mit seinem Fahrerkollegen Marco Mapelli (35/I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #71 von Paul Motorsport auf den fünften Platz vor. Zudem gewann der Dresdener wie bereits am Samstag die Pirelli Junior-Wertung. Die schnellste Rennrunde gelang Dennis Marschall (26/Eggenstein) mit 1:23,217 Minuten, der mit Kim-Luis Schramm (25/Meuspath) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 von Rutronik Racing Sechster wurde. Markenkollege Patric Niederhauser (30/CH) folgte im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 auf Rang sieben. Serien-Rückkehrer Marvin Dienst (25/Lampertheim) verbesserte sich zusammen mit Jan Marschalkowski (19/Inning) im Mercedes-AMG GT3 Evo #8 vom Mercedes-AMG Team ZVO um elf Positionen auf Rang acht. Die Youngster Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB) sammelten im BMW M4 GT3 #10 von Schubert Motorsport als Neunte noch sieben Punkte.

Stimmen der Sieger:

Tim Zimmermann: „Ich bin total happy über diesen Sieg. Wir waren unheimlich fleißig und hatten das Potenzial schon lange. Im Rennen habe ich gar nicht gewusst, dass ich in Führung liege, denn der BMW war vor dem Boxenstopp ja noch vor uns. Erst nach drei Runden wurde mir über Funk mitgeteilt, dass ich Erster bin. In den letzten drei Runden hat die Hinterachse ein wenig abgebaut, aber ich konnte das Rennen nach Hause bringen.“

Christopher Mies: „Wir haben das ganze Jahr hart gearbeitet und heute ist endlich der Knoten geplatzt. Ich habe den Reifen ein bisschen geschont, obwohl ich etwas schneller hätte fahren können. Aber es ist unheimlich schwer, zu überholen, da alle in etwa den gleichen Speed haben und ich wollte für Tim die Reifen ein wenig schonen. Es ist ein toller Sieg für unser Team.“

Honda-Pilot Andersen feiert fünften Saisonsieg

  • Andersen hat seit der Sommerpause alle vier Rennen gewonnen
  • Bäckman und Jahr kollidieren in Kurve eins
  • Ladniak bester Junior, Radermecker bester Trophy-Pilot

Andersen holt am Sonntag seinen 5. Saisonsieg
Foto: Jens Hawrda

Das perfekte Wochenende vom Liqui Moly Team Engstler geht weiter. Nach dem Doppelsieg am Samstag sind es am Sonntagmittag erneut Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic, die den erneuten Doppelsieg für den Allgäuer Rennstall perfekt machen. Bei noch vier ausstehenden Rennen können Andersen und Ladniak im September mit einem komfortablen Vorsprung an den Sachsenring reisen. Ein dramatisches Rennen erlebte indes Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai. Die Schwedin startete von der Pole ins Rennen, verpatzte ihren Start und fand sich nach wenigen Metern auf Platz vier wieder. Das sollte es aber nicht gewesen sein. Nachdem sich die zweite der Fahrerwertung wieder an die Top-3 herangekämpft hatte, verbremste sich ihr Teamkollege und Teamchef Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und erwischte Bäckman in Kurve eins am Heck, sodass die Schwedin das Rennen auf dem achten Platz beendete. Nach dem Rennen sagte sie sichtlich enttäuscht: „Die Meisterschaft ist entschieden.“

Sehr viel glücklicher war Martin Andersen, der auf dem Lausitzring seine Saisonsiege vier und fünf feierte. Seit der Sommerpause ist der Däne das Maß der Dinge in der Tourenwagenserie des ADAC, schon am Nürburgring konnte der 27-jährige beide Rennen für sich entscheiden. Mit etwa sieben Sekunden Vorsprung kam der Däne nach 21 Runden ins Ziel und freute sich über seinen Doppelsieg in der Lausitz. „Es war ein wirklich gutes Wochenende. Ich hatte einen guten Start und konnte das Rennen von da an gut kontrollieren. Das Auto war erneut herausragend“, beschreibt der Däne das Rennen. „Der Vorsprung in der Meisterschaft hat sich vergrößert, aber wir werden weiter pushen und uns nicht zurücklehnen. Natürlich werden wir in den letzten Rennen kein allzu großes Risiko mehr eingehen, dennoch wollen wir weitere Rennen gewinnen.“

Hinter dem Dänen war es Junior-Pilot Szymon Ladniak, der auch das zweite Rennen des Wochenendes auf dem zweiten Platz beendete und erneut wichtige Punkte für die Junior-Wertung sammelte. „Es war ein nahezu perfektes Wochenende für das Team. Ich bin super happy, da wir auf dem Papier auf dieser Strecke eigentlich nicht das schnellste Auto haben. Das wir dennoch so erfolgreich waren zeigt, wie stark wir sind“, sagt der junge Pole nach dem Rennen. „Über das Wetter habe ich mir wenig Gedanken gemacht, da ich es nicht kontrollieren kann, aber ich habe die regnerischen Bedingungen gestern sehr genossen, da ich es liebe im Regen zu fahren.“

Kampf um Platz drei – Radermecker bester Trophy-Pilot

Spannend war es über das gesamte Rennen im Kampf um den dritten Platz, den sich am Ende Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) in seinem Hyundai i30 sichern konnte. Jedoch musste der Litauer dafür hart kämpfen. Lange Zeit waren die die ROJA-Hyundai in seinem Nacken und setzten ihn gehörig unter Druck. Die Kollision zwischen Bäckman und Jahr half Karklys, der letztendlich als dritter über die Linie fuhr. Jahr musste seinen Hyundai Veloster im Folge des Crashes mit einem Schaden abstellen.

Als vierter kam Junior-Pilot René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) ins Ziel. Der Deutsche, der im ersten Lauf noch als dritter auf dem Podest stand, feierte auf dem Lausitzring ein erfolgreiches Wochenende. Fünfter und erneut bester Trophy-Fahrer wurde Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR. Dahinter gingen die Plätze sechs und sieben an Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) und Junior Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi RS3. Jessica Bäckman kam als achte ins Ziel, Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30 und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR vervollständigen die ersten zehn des Sonntagsrennens auf dem DEKRA Lausitzring.

Für die Fahrer und Fahrerrinnen der ADAC TCR Germany stehen nun eine vierwöchige Pause an. Am Wochenende vom 23. bis zum 25. September geht es im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring weiter.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Max Gruhn (Gruhn Stahlbau Racing, Siebter): „Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag, das war ein gutes Rennen. Ich bin im ersten Sektor immer nah an Roland Hertner rangekommen, hatte aber dann Probleme beim beschleunigen. Dennoch war es heite ein guter Tag.“


Honda-Fahrer Andersen trotzt dem Regen und siegt auf dem Lausitzring

  • Meisterschaftskandidatin Bäckman scheidet früh aus
  • Andersen baut Vorsprung auf 54 Punkte aus
  • Doppelsieg für das Liqui Moly Team Engstler

Martin Andersen feiert im Regen seinen vierten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport

Großer Jubel beim Liqui Moly Team Engstler: Der Allgäuer Traditionsrennstall feiert auf dem DEKRA Lausitzring einen Doppelsieg und baut seine Meisterschaftsführung aus. „Das war ein sehr guter Tag“, erkannte auch Manager Kurt Treml nach dem Rennen an. Im Regen vom Lausitzring war Polesetter Martin Andersen (27, Dänemark) im Honda Civic TCR der schnellste Fahrer. Zwar verlor der Däne seine Führung in Kurve eins an seinen Teamkollegen Szymon Ladniak (19, Polen), holte sich diese aber schon eine Runde später wieder. Nach 16 Runden und 30 Minuten Rennzeit, war es Andersen, der mit über 6,5 Sekunden Vorsprung die karierte Flagge als erster sah und seinen Vorsprung in der Meisterschaft deutlich ausbaute. Als Zweiter und bester Junior beendete Ladniak das Rennen, der den Engstler-Doppelsieg perfekt machte und die Führung in der Junior-Wertung weiter ausbaute. Andersens ärgste Titelkonkurrentin Jessica Bäckman (24, Schweden, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) schied bereits in Runde drei aus und verlor somit viele Punkte in der Fahrerwertung. Nach neun Rennen führt Andersen diese mit 54 Punkten Vorsprung an.

„Es ist ein unglaublicher Tag für das Team und mich. Meinen Vorsprung so weit ausbauen zu können ist mega und gibt mir viel Sicherheit. Es war ein herausragender Job vom gesamten Team“, freut sich Andersen über seinen vierten Saisonsieg. Im Anschluss erklärte der Däne die schwierigen Bedingungen auf der Strecke: „Es war super rutschig. Wir mussten den Grip finden und bin ich happy, dass ich ihn anscheinend als erster gefunden habe. Ich bin sehr sicher gefahren und wollte nie zu spät bremsen. Das gute Auto hat mir sicherlich geholfen. Dennoch bin ich froh, dass es morgen wohl wieder trocken sein soll.“

Bäckman im Kies - Kircher kämpft gegen Karklys

Bereits beim Rennstart gab es einige Positionswechsel. Andersen und Ladniak tauschten für eine Runde die Spitzenposition und auch Jessica Bäckman hatte sichtliche Probleme beim Start. Schon nach wenigen Metern war die Schwedin von Platz zwei auf Platz sechs zurückgefallen. Danach war Bäckman drauf und dran wieder Zeit gut zu machen und war bereits auf Position 5 vorgefahren, als sie in Kurve sieben ihr Heck verlor und sich ihr Hyundai Veloster im Kiesbett wiederfand. Vergebens versuchte sich die Schwedin zu befreien, die das Rennen letztendlich mit null Punkten beenden musste.

Weiter hinten im Feld gab es viel Action auf der Strecke. Nachdem die von Bäckman ausgelöste Safety-Car-Phase ein Ende gefunden hatte, waren es Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) und René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) in zwei Hyundai i30, die sich einen langen Fight um den dritten Platz lieferten. Der Litauer musste sich dem deutschen Junior-Pilot geschlagen geben und wurde vierter. Kircher fuhr etwa 50 Tausendstelsekunden vor Karklys ins Ziel und sicherte sich den dritten Platz. Zwei Sekunden hinter den beiden Hyundai-Piloten kam Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR als fünfter und bester Trophy-Fahrer ins Ziel. Robin Jahr (31, Potsdam, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) komplettiert die besten sechs in seinem Hyundai Veloster.

Die Plätze sieben und acht gingen an Trophy-Pilot Roland Hertner (62, Heilbronn, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing) im Hyundai i30. Junior Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi RS3 und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR vervollständigen die ersten zehn des Samstagsrennens auf dem DEKRA Lausitzring.

Weitere Stimmen der ADAC TCR Germany:

René Kircher (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau, Dritter): „Es war extrem glatt auf der Strecke, besonders im ersten Sektor. Die Bedingungen waren extrem schwierig. Aber natürlich bin ich super happy mit dem Podium. Heute morgen hätte ich nicht damit gerechnet von P5 auf P3 zu fahren, da ich im Qualifying nicht so gut zurecht gekommen bin.“

Vincent Radermecker (Maurer Motorsport, bester Trophy-Pilot): „Es war ein hartes Rennen, da die Bedingungen super schwierig waren. Nichtsdestotrotz hat es viel Spaß gemacht und ich bin sehr glücklich das Rennen als fünfter und als bester Trophy-Fahrer beendet zu haben.“


Das Porsche-Duo Engelhart/Güven bleibt im Regen cool

  • Erster Sieg für das Team Joos Sportwagentechnik im ADAC GT Masters
  • Raffaele Marciello verteidigt Tabellenführung in der Deutschen GT-Meisterschaft
  • Zuschauer sehen spektakuläres Regenrennen am Lausitzring

Jede Menge Positionswechsel machten das Rennen bis zum Schluss spannend
Foto: ADAC-Motorsport

Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) haben im Regen den Durchblick behalten und den neunten Lauf im ADAC GT Masters auf dem DEKRA Lausitzring gewonnen. Nach 37 spektakulären Runden überquerte Ayhancan Güven als Erster die Ziellinie und jubelte über seinen Premierensieg und gleichzeitig den ersten Erfolg seines Teams Joos Sportwagentechnik in der Deutschen GT-Meisterschaft. „Ich bin total glücklich, dass wir dieses Rennen gewonnen haben. Es war unheimlich hart, denn ich bin mit unserem Porsche das erste Mal im Regen gefahren und alles fühlte sich ein wenig fremd an. Zum Glück hat es gereicht und wir sind im Kampf um die Meisterschaft voll mit dabei“, so der junge Türke.

Keyfacts, Lausitzring, Klettwitz, Saisonrennen 9 von 14

Streckenlänge: 3.478 Meter

Wetter: 19 Grad, Regen

Pole-Position: Christian Engelhart (Team Joos Sportwagentechnik, Porsche 911 GT3 R #91), 1:35,596 Min.

Sieger: Engelhart/Güven (Team Joos Sportwagentechnik, Porsche 911 GT3 R #91)

Schnellste Rennrunde: Klaus Bachler (Dinamic Motorsport, Porsche 911 GT3 R #11), 1:36,352 Min.

Die Zuschauer sahen am Samstag auf dem Lausitzring einen der spektakulärsten Meisterschaftsläufe der bisherigen Saison. Bei teilweise starkem Regen hatten alle Fahrer Mühe, ihre Supersportwagen auf der nassen Strecke zu halten. Es gab harte Duelle und einige Ausritte, dennoch kam das Safety-Car nicht zum Einsatz. Pole-Setter Christian Engelhart konnte seine Führung nach dem Start behaupten, hinter ihm reihten sich Patric Niederhauser (30/CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 von Rutronik Racing und Albert Costa Balboa (32/E) mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing auf den Plätzen zwei und drei ein. Nach dem Pflicht-Boxenstopp übergab Engelhart seinen Neunelfer an Ayhancan Güven und der 24-Jährige konnte sich zeitweilig mit einem Vorsprung von über fünf Sekunden vom Feld absetzen. Dahinter profitierte Jack Aitken (26/GB), der den Lamborghini #63 von Startfahrer Albert Costa Balboa übernommen hatte, von einem Dreher des vor ihm liegenden Audi-Piloten Luca Engstler (22/Wiggensbach) und verbesserte sich auf Platz zwei. Der Brite schloss kurz vor Schluss zur Spitze auf, seine Attacke hatte jedoch keinen Erfolg. 

Ein Dreher beendeten schließlich die Erfolgs-Ambitionen von Jack Aitken, der das packende Rennen als Zweiter hinter Ayhancan Güven beendete. Lokalmatador Maximilian Paul (22/Dresden) feierte dahinter zusammen mit Marco Mapelli (35/I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 71 von Paul Motorsport vor heimischem Publikum den ersten Podiumsplatz in dieser Saison. Zudem sicherte sich der Dresdner den Sieg in der Pirelli Junior-Wertung. Die Kombination Patric Niederhauser und Luca Engstler von Rutronik Racing konnte trotz des Drehers einen vierten Platz nach Hause fahren. Spitzenreiter Raffaele Marciello (27/CH) machte fünf Plätze gut und belegte mit seinem neuen Fahrerkollegen Daniel Juncadella (31/E) im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf Rang fünf. Damit behauptete er die Führung in der Gesamtwertung der Deutschen GT-Meisterschaft. Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) unterstrichen als Sechste im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 von Emil Frey Racing die starke Regenleistung der “Lambos”. Jusuf Owega (20/Köln) und Ricardo Feller (22/CH) zeigten im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 von Montaplast by Land-Motorsport eine tolle Aufholjagd und verbesserten sich vom 13. auf den siebten Platz. Dahinter kamen die Teamkollegen Christopher Mies (33/Düsseldorf) und Tim Zimmermann (25/Langenargen) mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II #1 als Achte ins Ziel. Das Gespann Kim-Luis Schramm (25/Meuspath) und Dennis Marschall (26/Eggenstein) folgte im Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 von Rutronik Racing auf Rang neun. Die Gaststarter Klaus Bachler (31/A) und Adrien De Leener (33/B) von Dinamic Motorsport sicherten sich den letzten Top-Ten-Platz. Dabei machte Klaus Bachler ein ganz starkes Rennen, fuhr eine schnelle Runde nach der anderen und erzielte im Porsche 911 GT3 R #11 mit 1:36,352 Minuten die schnellste Rundenzeit.

Stimmen der Sieger:

Christian Engelhart: „Es war unheimlich rutschig und schwierig, das Auto in den Kurven auf der Strecke zu halten. Aber unser Fahrzeug lief bei diesen Bedingungen sehr gut, ich habe keine Fehler gemacht und konnte an der Spitze liegend an Ayhancan übergeben. Der hat eine tolle Leistung gezeigt und dem Druck standgehalten. Ich bin sehr glücklich über unseren ersten Saisonsieg.“

Ayhancan Güven: „Das ist ein toller Sieg für unser Team. Zum Schluss war es unheimlich eng. Meine Hinterreifen bauten immer mehr ab und ich konnte nicht so pushen, wie ich wollte. Ich habe einfach versucht, in der Schlussphase keine Fehler zu machen und das hat sich ausgezahlt.“