Mittwoch, 17. November 2021

Grasser Racing startet mit vier Lamborghini in der DTM 2022

  •  GRT mit Lamborghini Squadra Corse im DTM-Einsatz
  •  Team aus Knittelfeld in Österreich mit beachtlicher Erfolgsbilanz
  •  Gottfried Grasser: „Das ganze Paket macht die DTM zur Königsklasse im GT3-Sport“
  •  Erfolgreicher Gaststart: Lamborghini-Werksfahrer Bortolotti auf Anhieb auf dem Podium

Mit vier Lamborghini in der DTM 2022: Grasser Racing Team © GRT

Paukenschlag in der DTM: Mit vier Lamborghini startet das Grasser Racing Team (GRT) aus Österreich in der DTM 2022. Dabei erhält der Rennstall von Gottfried Grasser maßgebliche Werksunterstützung durch die offizielle Lamborghini Squadra Corse. GRT zählt zu den erfolgreichsten GT-Teams und verfügt über eine beachtliche Erfolgsbilanz mit Siegen und Titelgewinnen in Deutschland, Europa und weltweit. Die Fahrer-Besetzung der vier Lamborghini Huracán GT3 EVO für die kommende DTM-Saison, die vom 29. April bis 01. Mai im portugiesischen Portimão beginnt und vom 07. bis 09. Oktober in Hockenheim endet, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

„Die DTM ist eine riesige Nummer im Motorsport, die auch ich seit mehr als 20 Jahren intensiv verfolge. Das ganze Paket macht die DTM einfach zur Königsklasse im GT3-Sport, die Mediawerte sind beeindruckend, und wir haben 2021 gesehen, dass innovative Lösungen wie die BoP, Balance of Performance, in der DTM gut funktionieren. Es ist alles sehr professionell“, sagt GRT-Teamchef Gottfried Grasser, der Lamborghini beim 24-Stunden-Rennen von Daytona zwei viel beachtete Klassensiege bescherte. „Mit vier Autos in einer der spannendsten und beliebtesten Rennserien der Welt zu starten, ist eine tolle Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Ich möchte Lamborghini Squadra Corse für ihre unglaubliche Unterstützung bei diesem Projekt danken.“ Für Grasser ist die künftige Ausrichtung klar: „Unser ganzer Fokus gilt ab nun der DTM, wir werden alle anderen Engagements beenden. Die DTM kann man nur mit höchster Konzentration machen. Unsere Zielsetzung ist es, schon im ersten Jahr weit vorne zu sein und ein professionelles Package zu bringen. Die Abstände sind unglaublich knapp, es muss alles passen.“

Giorgio Sanna, Leiter Lamborghini Squadra Corse, unterstreicht ebenfalls die Bedeutung der DTM: „Wir von Lamborghini Squadra Corse freuen uns sehr, unser Engagement in der DTM gemeinsam mit dem GRT Grasser Racing Team auszubauen. Seit Beginn unserer Zusammenarbeit haben wir eine einzigartige Beziehung aufgebaut und mit dem Lamborghini Huracán GT3 sehr wichtige Meilensteine ​​erreicht. Die DTM ist für uns eine wertvolle Marketingplattform und ein herausfordernder Wettbewerb, um in die Zukunft zu gehen. Wir haben große Hoffnungen und freuen uns auf eine erfolgreiche Kampagne im Jahr 2022.“

Über die Einschreibung des neuen Teams freut sich auch die DTM-Organisation ITR. „Für die DTM ist es eine große Bereicherung und unterstreicht die Wertschätzung der Rennserie, dass Grasser Racing vier Lamborghini mit offizieller Unterstützung der Lamborghini Squadra Corse für die DTM 2022 eingeschrieben hat“, erklärt Frederic Elsner, Director Event & Operations. „Die Erfolgsbilanz der Mannschaft um Gottfried Grasser ist eindrucksvoll, und Lamborghini ist eine faszinierende Sportwagen-Marke, die schon in der abgelaufenen Saison die Fans begeistert hat. Umso mehr sind wir nun gespannt auf das Fahrerquartett, mit dem Grasser Racing in der DTM angreifen wird.“

Bereits in der DTM 2021 absolvierte Lamborghini-Werksfahrer und GRT-Stammpilot Mirko Bortolotti (ITA/31) einen erfolgreichen Gaststart und erzielte im niederländischen Assen mit dem Lamborghini des Dresdner Teams T3-Motorsport eine Podiumsplatzierung und eine schnellste Rennrunde.

Auch ITR-Geschäftsführer Benedikt Böhme heißt GRT willkommen: „Das Grasser Racing Team ist ein absolutes Top-Team, das seine Qualität bereits hinlänglich nachgewiesen hat und damit sehr gut zum Anspruch unserer Serie passt. Dass GRT und Lamborghini mit gleich vier Autos am Start sein werden, unterstreicht die ungebrochene Strahlkraft und Attraktivität der DTM."

Eintrittskarten für die DTM-Rennwochenenden 2022 sind über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) und über die DTM-Ticket-Hotline (01806 991166) erhältlich, einschließlich attraktiver Early-Bird- und Familien-Angeboten.

Dienstag, 16. November 2021

Termine der ADAC GT4 Germany 2022 stehen fest

  •  Sechs Rennwochenenden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
  •  Einsatz von umweltschonenden Kraftstoffen ab dem kommenden Jahr
  •  Attraktive Sachpreise in Junior- und Trophy-Wertung

Foto: Jens Hawrda

Der Kalender für die vierte Saison der ADAC GT4 Germany steht fest: Auch 2022 absolviert die Serie wieder sechs Rennwochenenden, die allesamt im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters ausgetragen werden. Mit dem Red Bull Ring in Österreich und dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden werden bei den beiden Auslandsauftritten auch aktuelle Formel-1-Rennstrecken besucht. Als Teil eines neuen Nachhaltigkeitskonzeptes im Rahmen des ADAC GT Masters kommen in der ADAC GT4 Germany ab dem kommenden Jahr umweltschonende Kraftstoffe zum Einsatz. Details dazu präsentiert der ADAC am Monatsende auf der Essen Motor Show. In der Junior- und Trophy-Wertung gibt es in der ADAC GT4 Germany 2022 attraktive Sachpreise im Gesamtwert von 100.000 Euro zu gewinnen. Der Saisonstart findet vom 22. bis 24. April in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Tickets für alle Rennen sind ab sofort online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport erhältlich.


Der Kalender der ADAC GT4 Germany überzeugt durch Konstanz. Saisonauftakt ist traditionsgemäß in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Magdeburger Börde wird vom 22. bis 24. April 2022 Gas gegeben, an gleicher Stelle finden von 4. bis 6. April 2022 auch die offiziellen Testtage statt. Vom 20. bis 22. Mai 2022 steigt auf dem Red Bull Ring in Österreich bereits der erste Auslandsauftritt. Saisonhalbzeit wird vom 24. bis 26. Juni 2022 auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden gefeiert.

Nach der Sommerpause geht es vom 5. bis 7. August 2022 auf dem Nürburgring weiter. Die entscheidende Phase des Titelkampfs wird vom 23. bis 25. September 2022 auf dem Sachsenring eingeläutet. Das Saisonfinale absolviert die ADAC GT4 Germany vom 21. bis 23. Oktober 2022 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Sportlich setzt die ADAC GT4 Germany 2022 auf Bewährtes. Neben der Fahrer- und Team-Wertung werden auch 2022 wieder eine Junior-Wertung für Nachwuchstalente und eine Trophy-Wertung für Gentlemen-Fahrer ausgeschrieben. Einschreiben können sich interessierte Teams ab dem 27. November.

Termine ADAC GT4 Germany 2022 (Änderungen vorbehalten)

22. - 24.04.2022    Motorsport Arena Oschersleben
20. - 22.05.2022    Red Bull Ring (A)
24. - 26.06.2022    Circuit Zandvoort (NL)
05. - 07.08.2022    Nürburgring
23. - 25.09.2022    Sachsenring
21. - 23.10.2022    Hockenheimring Baden-Württemberg

Montag, 15. November 2021

Das sind die Deutschen GT-Meister 2021

 Ricardo Feller und Christopher Mies

  •     Zweiter Titel im ADAC GT Masters für Mies
  •     Feller gewinnt sowohl Fahrertitel als auch die Pirelli-Junior-Wertung

Erfolgsduo: Ricardo Feller (links) und Christopher Mies
Foto: ADAC-Motorsport

Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) heißen die Deutschen GT-Meister 2021. Die Audi-Piloten machten beim Saisonfinale auf dem Nürburgring mit einem Sieg und einem zehnten Platz alles klar. Die neuen Meister im Porträt.

Feller und Mies beeindruckten 2021 sowohl mit ihrem Speed als auch mit ihrer Konstanz. Bereits beim Saisonauftakt in Oschersleben fuhren sie auf das Podium, in Zandvoort und auf dem Lausitzring ließen sie ihre ersten beiden Saisonsiege folgen – beide von der Pole-Position aus. Mit dem zweiten Triumph übernahmen sie auch die Führung in der Meisterschaft, die sie anschließend bis zum Finale verteidigten. Weitere Podestplätze auf dem Sachsenring und in Hockenheim folgten, ehe sie im ersten Rennen des Finales auf dem Nürburgring den dritten Saisonsieg holten – erneut von der Pole-Position aus. Am Sonntag machten sie dann mit Platz zehn alles klar. Einen Nuller leistete sich das Duo dagegen nur einmal. „Unsere Siege waren natürlich sehr wichtig“, erklärt Mies das Erfolgsgeheimnis, „Aber auch, dass wir mal einen fünften oder sechsten Platz mitgenommen haben. Denn Punkte sind das A und O im ADAC GT Masters.“ Partner Feller ergänzt: „Chris und ich waren eine starke Kombi. Zudem hatten wir die beste Mannschaft, die uns über die Saison hinweg ein super Auto hingestellt hat.“ Für Teammanager Christian Land kommt der Erfolg nicht überraschend: „Miesi und Ricardo sind schon 2019 in den USA einige Rennen zusammen gefahren. Da haben wir schon gesehen, dass sie sehr gut zusammenpassen. Daher war uns klar, dass sie eine Fahrerpaarung sind, mit der wir die Meisterschaft gewinnen können.“

Für Mies ist es nach 2016 der zweite Fahrertitel im ADAC GT Masters. Er ist damit nach Sebastian Asch und Kelvin van der Linde erst der dritte Pilot, dem dieses Kunststück gelingt. Der Rheinländer kam über Tourenwagenrennen in den GT3-Sport. Bereits in seiner ersten vollen Saison wurde er 2009 GT3-Europameister. Auch im ADAC GT Masters sorgt er schnell für Furore: 2010 wird er Vizemeister, 2011 Gesamtdritter. Inzwischen war auch Audi Sport auf den Deutschen aufmerksam geworden und verpflichtete ihn für seinen Fahrerkader. 2016 wechselte Mies zu Montaplast by Land-Motorsport und fuhr mit dem Rennstall zusammen mit Connor De Phillippi auf Anhieb zum Titel. Land ist Mies seitdem treu geblieben. Der 32-Jährige überzeugt jedoch nicht nur bei Sprintrennen. Zu seinen Erfolgen gehören unter anderem Siege bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring oder den 12 Stunden von Bathurst.

Teamkollege Feller kam über den Kartsport und nach einem Jahr in der ADAC Formel 4 2016 in das ADAC GT Masters. Mit 16 Jahren war er der bis dahin jüngste Pilot in der Geschichte der Rennserie. Seitdem zeigte der Schweizer eine steile Lernkurve und entwickelte sich zu einem der vielversprechendsten jungen Piloten im GT3-Sport. 2019 startete Feller erstmals für Land und holte seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters. Nach einer Saison in einem anderen Team kehrte er 2021 zu den Niederdreisbachern zurück. Und dies mit Erfolg – neben dem Fahrertitel holte sich der Schweizer auch die Meisterschaft in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. Neben den Titeln im ADAC GT Masters gewann er in diesem Jahr auch den Titel im Silver Cup der europäischen GT World Challenge Endurance.

Teammanager Christian Land ist voller Lob für seine beiden Piloten: „Miesi ist seit 2016 bei uns. Er ist super-erfahren und menschlich ein toller Typ. Er passt perfekt zu uns und ist wie ein Familienmitglied. Da, wo Land fährt, muss auch Christopher sein, sonst fehlt irgendwas. Ricardo ist ein sehr sympathischer Kerl, er war in diesem Jahr noch stärker als 2019 in seiner ersten Saison mit uns. Er ist unbedarft, lustig und setzt sich selbst in keiner Weise unter Druck. Für ihn ist die Familie genauso wichtig wie für uns, deshalb passen wir auch so gut zusammen.“

Sonntag, 14. November 2021

DTM-Meisterteam von Hubert Haupt startet das Projekt Titelverteidigung

  • Mercedes-AMG Team HRT mit mindestens zwei Fahrzeugen in der DTM 2022
  • DTM Young Driver Test: HRT testet vier Nachwuchsfahrer aus dem Formel-Sport
  • David Schumacher überzeugt bei ersten Testfahrten: „Schon an das Auto gewöhnt.“

Mit dem Mercedes-AMG Team HRT zum DTM-Champion 20221: Maximilian Götz (GER) © DTM

Start für das Projekt Titelverteidigung. Das Mercedes-AMG Team HRT, der Rennstall von DTM-Champion Maximilian Götz, hat sich als eines der ersten Teams für die DTM 2022 eingeschrieben. Mindestens zwei Mercedes-AMG will der am Nürburgring ansässige Rennstall des Münchners Hubert Haupt an den Start bringen. Während die Fahrerfrage vorerst noch offen bleibt, gab HRT am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche vier Nachwuchsfahrern die Gelegenheit, einen DTM Rennwagen zu testen, darunter auch David Schumacher, Sohn des ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher.

Beim DTM-Young-Driver-Test von Mercedes-AMG auf dem Grand-Prix-Kurs Paul Ricard in Le Castellet in Südfrankreich steuerten neben David Schumacher, der in der abgelaufenen Saison der FIA-Formel-3-Meisterschaft seinen ersten Sieg einfuhr, auch die deutschen Formel-2-Piloten David Beckmann und Lirim Zendeli sowie der britische Formel-2-Fahrer Jake Hughes den Mercedes. „Es liegen zwei ereignisreiche und produktive Testtage hinter uns. Die vier Piloten haben uns generell sehr beeindruckt, und es ist schön zu sehen, dass es solche Talente gibt, die sich für unsere Programme interessieren“, stellte Ulrich Fritz, Geschäftsführer des Haupt Racing Teams, den vier jungen Fahrern ein gutes Zeugnis aus.

Auch David Schumacher war nach seinem Test im GT-Rennwagen der DTM zufrieden: „Ich habe sehr gute Eindrücke bekommen, wie sich das Auto anfühlt und verhält. Es hat richtig Spaß gemacht“, so der 20-Jährige. „Ich habe sehr viel gelernt, vor allem der Long-run hat sehr viel gebracht. Ich persönlich habe mich schon ein wenig an das Auto gewöhnt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“

Das Haupt Racing Team war erst im Sommer 2020 von Unternehmer und Rennfahrer Hubert Haupt gegründet worden. „Aktuell bereiten wir uns sehr konzentriert auf den Saisonstart 2022 vor“, erklärt Ulrich Fritz. Bei der Fortsetzung des DTM-Programms in der Saison 2022 hat das Team die erfolgreiche Titelverteidigung fest im Visier.

In der DTM 2021 steuerten der Deutsche Maximilian Götz und Vincent Abril, der in der DTM unter monegassischer Lizenz antritt, die beiden Mercedes-AMG von HRT. Am Nürburgring und in Hockenheim feierte Teambesitzer Hubert Haupt mit einem dritten Auto ein Comeback in der DTM, nachdem er bereits 1991 und 1992 als Audi-Werksfahrer sowie 2001 mit Opel in der Traditionsserie am Start gewesen war. Während der 26-jährige Vincent Abril mit 34 Punkten die Saison als 14. beendete, erkämpfte „Maxi“ Götz drei Siege sowie sechs weitere Podiumsplatzierungen und insgesamt 230 Punkte. Bei seinem Heimspiel auf dem Norisring krönte sich der 35 Jahre alte Uffenheimer zum DTM-Champion 2021, und bescherte HRT damit den ersten großen Titelgewinn.


Freitag, 12. November 2021

Drei Titel in einer Saison: Erfolgsjahr für Montaplast by Land-Motorsport

  •  Rennstall gewinnt mit Ricardo Feller und Christopher Mies Fahrertitel
  •  Zweiter Teamtitel nach 2016
  •  Feller siegt auch in Pirelli-Junior-Wertung

Montaplast by Land-Motorsport gewinnt zum zweiten Mal nach 2016 die Teammeisterschaft
Foto: ADAC-Motorsport
 

Besser geht es nicht: Montaplast by Land-Motorsport ist das Erfolgsteam der Deutschen GT-Meisterschaft 2021 und schaffte wie 2016 das Triple. Der Rennstall gewann beim Saisonfinale auf dem Nürburgring nicht nur mit Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf) den Fahrertitel, sondern auch die Team-Meisterschaft und mit Feller zudem die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. „Es ist schwer, dieses Wochenende in Worte zu fassen“, sagte Teammanager Christian Land. „Ich bin unfassbar stolz auf die gesamte Crew. Wir waren ein eingeschworenes Team, das das ganze Jahr an einem Strang gezogen hat. Was uns heute zum zweiten Mal gelungen ist, ist unglaublich. Danke an alle Beteiligten, die das möglich gemacht haben.“

Gegründet wurde Land-Motorsport 1995 von Ex-Rennfahrer Wolfgang Land. Über viele Jahre machte sich das Team vor allem in Porsche-Markenpokalen und bei Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife einen Namen. 2016 begann für Land eine neue Ära: Das Team startete seine Zusammenarbeit mit Audi und feierte einen sensationellen Einstieg in das ADAC GT Masters: Genau wie in dieser Saison gewann das Team drei Titel: Mit Christopher Mies und Connor De Phillippi den Fahrertitel sowie die Team- und die Junior-Wertung. Auch in den Folgejahren war Land eines der Topteams der Rennserie. So verpassten 2019 Sheldon und Kelvin van der Linde den Fahrertitel lediglich um einen Punkt. Auch international trat Land in dieser Zeit bei vielen Events an. So startete das Team von 2017 bis 2019 in der nordamerikanischen IMSA-Serie und holte dort unter anderem einen Klassensieg beim „Petit Le Mans“-Rennen. Audi belohnte die Leistungen mit werksunterstützten Einsätzen vor allem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wo Land 2017 den Gesamtsieg einfuhr. Nun legte das Team auch im ADAC GT Masters mit dem zweiten Dreifachtriumph noch einmal nach. Insgesamt drei Mal standen Land-Fahrer in dieser Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft ganz oben auf dem Podium und holten zwei weitere Podestplätze.

Eine wichtige Rolle spielte bei Land im ADAC GT Masters von Anfang an die Förderung von jungen Talenten. Dies spiegelte sich auch im diesjährigen Aufgebot wider: Neben dem Fahrzeug für Mies und Feller setzte Land noch ein weiteren Audi R8 LMS ein. Auch hier bestand das Fahrerduo aus einem Nachwuchstalent und einem erfahrenen Audi-Sport-Fahrer. Pilotiert wurde er von ADAC GT4-Aufsteiger Luca-Sandro Trefz (19/Wüstenrot) und Ex-Meister Christopher Haase (34/Kulmbach). „Wir wollen junge und schnelle Fahrer fördern, das ist bei uns schon immer ein wichtiger Faktor“, sagt Christian Land. „Ich denke, dass wir da einen ganz guten Job machen. Dabei ist uns wichtig, dass sie bei einem Auto auch technische Funktionsweisen verstehen. Denn wenn sie nach oben wollen, müssen sie das wissen.“ Feller ist nach Connor De Phillippi (2016), Sheldon van der Linde (2018) und Max Hofer (2019) bereits der vierte Land-Pilot, der die Pirelli-Junior-Wertung gewinnt.

Rund 25 Mitarbeiter sind an den ADAC GT Masters-Wochenenden für den Rennstall aus Niederdreisbach im Westerwald im Einsatz. Für Christian Land spielt dabei der Teamgedanke eine entscheidende Rolle: „Wir wollen professionell arbeiten, aber trotzdem darf Menschlichkeit und das Familiäre nicht fehlen. Jeder, der im Team ist, muss sich auf die Rennstrecke und die Kollegen freuen. Und das merkte man in diesem Jahr extrem. Jeder schätzt jeden, jeder springt für den anderen ein, wenn er Hilfe braucht. Das ist wirklich toll mit anzusehen und das gibt es im Fahrerlager selten.“

Teamchef Wolfgang Land lobte nach dem Titelgewinn: „Dieser Erfolg unterstreicht die unglaubliche Mannschaftsleistung. „Jeder einzelne unserer Crew – vom Catering-Personal über unsere Mechaniker und Ingenieure bis hin zu unseren Partnern – hat einen großen Anteil daran. Dafür möchte ich meinen tiefsten Dank aussprechen.“