Samstag, 6. November 2021

SSR-Porsche greift im Titelkampf der Deutschen GT-Meisterschaft an

  • Mathieu Jaminet Schnellster im ersten Freien Training beim Saisonfinale
  • Drei Porsche auf den ersten drei Plätzen

Mathieu Jaminet Schnellster im ersten Freien Training
Foto: Jens Hawrda

Porsche-Teams legten am Freitagvormittag vor und dominierten das erste Freie Training des Saisonfinales der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Nürburgring. Werksfahrer und Titelkandidat Mathieu Jaminet (27/F, SSR Performance) gelang vor zwei Markenkollegen die Bestzeit in der 45-minütigen Sitzung. Der Tabellendritte, der sich den 911 GT3 R mit der Startnummer 92 mit Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) teilt, kam am besten mit den kühlen Bedingungen und der abtrocknenden Strecke zurecht. Insgesamt haben am Nürburgring noch 13 Fahrer von Audi, Mercedes-AMG, Porsche und Lamborghini Chancen, die Deutsche GT-Meisterschaft zu gewinnen. Die beiden Finalrennen der Deutschen GT-Meisterschaft werden am Samstag und Sonntag ab 15 Uhr live bei NITRO gezeigt, online sind die Rennen im kostenlosen Stream bei RTL+ (rtlplus.com) und adac.de/motorsport zu sehen.

Jaminet, ADAC GT Masters-Champion von 2018, setzte seine Bestzeit bereits knapp vor der Halbzeit der 45-minütigen Sitzung. „Wir waren anfangs nicht sicher, wie die Streckenbedingungen sind“, so Jaminet. „Vor allem am Anfang war es noch nass, vor allem im ersten Sektor. Wir sind etwas überrascht, dass es niemandem am Ende noch gelungen ist, die Rundenzeit zu schlagen. Wir haben seit dem Test gestern das Auto noch einmal ziemlich umgebaut und es sieht so aus, als hätte sich dies bezahlt gemacht. Es ist immer noch Raum für Verbesserungen, aber das war schon mal ein guter Beginn. Mal sehen, wo wir heute Nachmittag stehen, wenn die Strecke komplett trocken ist.“ Die beiden Fahrer von SSR Performance liegen in der Tabelle 17 Punkte zurück, Ammermüller hat die Chance, als erster Fahrer in der Geschichte des ADAC GT Masters den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Auf Platz zwei fuhren die Porsche-Markenkollegen Sven Müller (29/Bingen am Rhein) und Robert Renauer (36/Vierkirchen, beide Precote Herberth Motorsport). Müller war nur 68 Tausendstelsekunden langsamer als Jaminet. Rang drei ging mit einer Zeit von 1.28,260 Minuten an den „Elfer“ von Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (23/A, beide Küs Team Bernhard). Auf Platz vier folgten die Tabellenvierten Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, 1.28,041 Minuten) im schnellsten Mercedes-AMG. Die Top fünf komplettierten beim Heimspiel ihres Rennstalls Phoenix Racing Jusuf Owega (19/Köln) und Ex-Meister Patric Niederhauser (30/CH).

Die Spitzenreiter der Meisterschaft hielten sich dagegen noch zurück. Die Tabellenzweiten Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT) fuhren auf Platz 14, direkt dahinter platzierten sich die Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (32/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) mit ihrem Audi R8 LMS. „Die Sitzung war für uns etwas unrhythmisch“, bilanzierte Mies. „Am Anfang haben wir uns auf Hausaufgaben wie Bremsen einfahren konzentriert. Als wir dann gute Rundenzeiten fahren wollten, gab es eine Full Course Yellow. Aber alles ist gut. Das ist kein Drama, da wir ja schon gestern viel gefahren sind.“

Fahrerwechsel beim Küs Team Bernhard

Porsche-Routinier Marco Holzer (33/Bobingen) teilt sich auf dem Nürburgring beim Küs Team Bernhard einen Porsche 911 GT3 R mit dem Schweden Joel Eriksson (23). Holzer vertritt Stammpilot Dylan Pereira, der an diesem Wochenende beim Saisonfinale der FIA WEC in Bahrain an den Start geht. Der Deutsche bestritt zu Saisonbeginn mehrere Läufe der Deutschen GT-Meisterschaft im Porsche des Team Joos Sportwagentechnik. „Mit der Startnummer 74 wird wegen der Terminverlegung Marco Holzer starten“, sagt Teamchef Timo Bernhard. „Er kennt die Serie und das Auto gut. Damit haben wir mit ihm und Joel Eriksson ein fahrerisch sehr starkes Duo.“


Freitag, 5. November 2021

Testbestzeit für Jules Gounon am Donnerstag

 

Jules Gounon
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG-Pilot Jules Gounon (Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) fuhr im Donnerstagstest vor dem Finalwochenende der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Nürburgring die beste Rundenzeit.

In zwei Sessions – einmal morgens, einmal nachmittags über insgesamt vier Stunden – bekamen die Teams die Möglichkeit, sich auf das Saisonfinale vorzubereiten. In der ersten Sitzung bestimmten zwei Titelkandidaten das Tempo: Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet, vor dem Finale mit Vorjahreschampion Michael Ammermüller Gesamtdritter, war im SSR-Porsche mit 1.28,003 Minuten Schnellster. Dahinter folgten die Tabellenführer Ricardo Feller/Christopher Mies mit 1.28,347 Minuten. Rang drei ging an die Audi-Markenkollegen Charles Weerts und Dries Vanthoor (Team WRT).

Am Nachmittag fuhr dann Mercedes-AMG-Werksfahrer Gounon, der sich das Fahrzeug mit Igor Walilko teilt, mit 1.26,950 Minuten die Tagesbestzeit. „Das Auto hat sich bei allen Bedingungen gut angefühlt“, so Ex-Meister Gounon. „Am Morgen war es sehr nass und kalt, später ist die Strecke dann abgetrocknet, aber es ist sehr kalt geblieben. Wir haben viel am Set-up für niedrige Temperaturen gearbeitet, da es in den beiden Qualifyings am Samstag- und Sonntagmorgen auch kalt sein wird. Wir sind an diesem Wochenende die Außenseiter im Titelkampf, daher werden noch einmal angreifen und dann mal sehen, was herausspringt.“

Zweite wurden diesmal die Markenkollegen und Tabellenvierten Raffaele Marciello und Maximilian Buhk vom Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, die nur 15 Tausendstelsekunden langsamer waren. Rang drei holten Titelverteidiger Christian Engelhart und Thomas Preining im besten Porsche des Küs Team Bernhard mit 1.27,166 Min.

Am Freitag geht für das ADAC GT Masters mit zwei Freien Trainings à 45 Minuten weiter, ehe am Samstag und Sonntag die Qualifyings und Rennen anstehen.

Quelle: adac-motorsport.de

Große Spannung, große Show bei der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Nürburgring

  •      Meisterehrung mitten im Fahrerlager
  •     eBay Tower und eBay Box für besondere Momente
  •     ADAC Vorteilswelt Lounge für Mitglieder und Promotion von Porsche

Foto: Jens Hawrda


Eine Meisterehrung inmitten der Fans, Autogrammstunden, eine offene Boxengasse und vieles mehr: Auch beim großen Finalwochenende auf dem Nürburgring gibt es für die Besucher im offenen und fanfreundlichen Fahrerlager der Deutschen GT-Meisterschaft viel zu entdecken und zu erleben. Tickets für das Rennwochenende gibt es online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport. Das Tagesticket kostet für ADAC Mitglieder ab 22,50 Euro (für Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

Meisterfeier mit den Fans

Das besondere Highlight am Finalwochenende sind die Meisterehrungen in der Event Area des Fahrerlagers beim eBay Tower. Die Zuschauer sind hautnah dabei, wenn am Sonntag die neuen Champions des ADAC GT Masters sowie der ADAC GT4 Germany, der ADAC TCR Germany und der ADAC Formel 4 gekürt werden.

Anziehungspunkte: eBay Box und eBay Tower

Auch am Nürburgring können sich die Fans im Fahrerlager auf die populäre eBay Box und den einzigartigen eBay Tower freuen. In der eBay Box haben die Fans eine einmalige Sicht in die Boxengasse – auch während der Trainings und Rennen auf der Strecke. Am Sonntag wird dort während des Pitwalk die neueste Ausgabe des Online-Magazins „ADAC GT Masters Backstage“ gesendet, Fans sind dabei willkommen. Ein echter Höhepunkt ist der knapp neun Meter hohe eBay Tower. Von der Aussichtsplattform haben die Besucher einen spektakulären Blick auf die traditionsreiche Rennstrecke in der Eifel.

Für Mitglieder: die ADAC Vorteilswelt Lounge

Ein Anlaufpunkt für ADAC Mitglieder im Fahrerlager ist die ADAC Vorteilswelt Lounge. Clubmitglieder bekommen dort kostenlos Kaffee von Vorteilsweltpartner Eni, können ihr Handy aufladen oder kostenlos im WLAN surfen. Außerdem gibt es detaillierte Informationen über das umfangreiche Angebot der ADAC Vorteilswelt. Autogrammsammler kommen am Samstag ab 17:00 Uhr beim „Meet the Drivers“ an der ADAC Hospitality auf ihre Kosten. Dort gibt es auch Interviews mit den Stars der Deutschen GT-Meisterschaft.

Nicht verpassen: die offene Boxengasse

Während des Pitwalks (Samstag 12.00 Uhr und 17.30 Uhr sowie Sonntag 12.55 Uhr) können die Fans aus der Boxengasse den Rennställen des ADAC GT Masters bei der Rennvorbereitung der Supersportwagen zuschauen. Ab 20.00 Uhr wird am Samstagabend aus der Open Pitlane die Onlineshow „PS on Air – Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk“ gesendet, Besucher können bei der Livesendung zuschauen. Moderator Patrick Simon analysiert dabei mit Gästen die spektakulärsten Szenen des ersten Rennens der Deutschen GT-Meisterschaft.

eSport im ring°boulevard

Im RaceRoom Cafe im ring°boulevard des Nürburgrings können die Fans in die virtuelle Motorsport-Welt eintauchen und kostenlos selbst Runden auf dem Eifelkurs drehen. Dort stehen für SimRacer gleich mehrere Geräte mit der auch in der ADAC GT Masters eSports Championship powered by EnBW mobility+ verwendeten Simulation zur Verfügung.

Porsche mit Stand im Fahrerlager

Der Porsche Carrera Cup Deutschland hat sich zuletzt in Hockenheim bereits in die Winterpause verabschiedet, die Partnerserie des ADAC GT Masters ist dennoch am Nürburgring im Fahrerlager präsent. Porsche zeigt auf einer Ausstellungsfläche beim eBay Tower verschiedene Fahrzeuge, darunter zwei Porsche 911 GT3 Cup und mehrere Serienfahrzeuge. Dort werden die Zuschauer kulinarisch mit Gratis-Waffeln versorgt.

Rennsporttalente zeigen ihr Können

Reichlich Motorsportaction bietet am Nürburgring auch der Motorsportnachwuchs. Am Samstag gibt es im alten Fahrerlager das DMSJ-Finale im Kartslalom, im Fahrerlager wird der ADAC Slalom Youngster Bundesendlauf ausgetragen. In dieser Disziplin wird dort sonntags auch das DMSJ-Finale ausgetragen.

Tickets online erhältlich

Eintrittskarten für das Finalwochenende des ADAC GT Masters sind bequem zum Selbstausdrucken im Vorverkauf unter adac.de/motorsport erhältlich. Das Tagesticket gibt es für ADAC Mitglieder ab 22,50 Euro, das Wochenendticket ab 36 Euro (Nicht-Mitglieder 25 Euro und 40 Euro). Für Familien gibt es ein besonderes Angebot: Kinder bis einschließlich zwölf Jahre zahlen in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen keinen Eintritt. Ausschließlich an der Tageskasse gibt es am Samstag und Sonntag limitierte Zusatztickets für die Startaufstellung des ADAC GT Masters. Mehr Informationen und ein ausführliches FAQ zu den Ticketkäufen gibt es unter adac-motorsport.de/adac-gt-masters/faq-ticketing.

Donnerstag, 4. November 2021

Lokalmatadore auf dem Nürburgring: Titelkampf, Heimsieg und Achtungserfolge

  •     „Local Heroes“ wollen in der Eifel für Furore sorgen
  •     Phoenix Racing startet beim Heimspiel mit zwei Audi R8 LMS
  •     Zakspeed mit Außenseiterchancen im Titelkampf

Phoenix Racing startet beim Heimspiel mit zwei Audis R8 LMS
Foto: Jens Hawrda


Zu Hause ist es am schönsten: Wenn die Deutsche GT-Meisterschaft am kommenden Wochenende (5.–7. November) auf dem Nürburgring ihr Saisonfinale austrägt, sind zahlreiche Lokalmatadore am Start, die beim Heimspiel glänzen wollen – darunter Erfolgsmannschaften wie das Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing oder Phoenix Racing. Aber auch die Titelkandidaten Christopher Mies (32/Düsseldorf, Montaplast by Land-Motorsport) und Luca Stolz (26/Brachbach, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) oder Sportwagen-Routinier Pierre Kaffer (44/Schlieren, Rutronik Racing by Tece) starten in der Eifel vor der eigenen Haustür. Tickets für das große Finalwochenende gibt es online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport. Das Tagesticket kostet für ADAC Mitglieder ab 22,50 Euro (für Nicht-Mitglieder 25 Euro), Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag ab 15 Uhr live bei NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei RTL+ und auf adac.de/motorsport zu sehen.


Phoenix Racing mit zwei Audi R8 LMS

Einer der erfolgreichsten Rennställe aus der Eifel ist Phoenix Racing. Unter anderem gewann die Mannschaft, die ihren Teamsitz in Meuspath direkt an der Nordschleife hat, fünfmal das 24-Stunden-Rennen. Beim diesjährigen Heimspiel verdoppelt Phoenix das Aufgebot. Neben dem Fahrzeug für die Stammpiloten Jusuf Owega (19/Köln) und Patric Niederhauser (30/CH) setzt das Team einen zweiten Audi R8 LMS für den Kölner Youngster Salman Owega, mit 16 Jahren der jüngste Pilot im Feld, und Audi-Sport-Fahrer Mattia Drudi (23/I) ein. „Auf dem Nürburgring zu fahren ist natürlich immer besonders für uns“, sagt Teammanager Jean-Luc Tille. „Entsprechend groß ist die Vorfreude, zumal wir zuletzt in Hockenheim unser bisher bestes Ergebnis eingefahren haben. Daran wollen wir anknüpfen und mit beiden Autos um gute Ergebnisse kämpfen. Jusuf und Patric haben das Zeug zu Spitzenplatzierungen. Wir freuen uns, zum Finale ein zweites Auto einzusetzen. Die erste Saison von Salman im GT3-Auto findet damit einen krönenden Abschluss. Auf dem Nürburgring kann er sich nun noch einmal gegen die besten Fahrer aus dem GT3-Bereich etablieren. Mit Mattia Drudi hat er zudem einen erfahrenen Teamkollegen, von dem er viel lernen kann.“

Ebenfalls mit einem Audi am Start ist Werksfahrer Pierre Kaffer. Für den 44-Jährigen, der gebürtig aus Bad Neuenahr-Ahrweiler stammt und sich einen R8 mit Elia Erhart (33/Röttenbach) teilt, ist das Wochenende nicht nur wegen des Heimspiels etwas Besonderes: „Ich habe am Sonntag Geburtstag, deswegen werden auch Freunde und Fans vor Ort sein. Unsere Formkurve hat zuletzt stark nach oben gezeigt, daran möchten wir natürlich anknüpfen und mit einem schönen Ergebnis in die Winterpause gehen. Das Wetter könnte am Wochenende eine wichtige Rolle spielen. Bei den zu erwartenden niedrigen Temperaturen kommt es vor allem darauf an, die Reifen auf die richtige Temperatur zu bringen, was sicher eine Herausforderung werden wird.“

Zakspeed bereits mit zwei Saisonsiegen

Auch das traditionsreiche Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing startet am Wochenende in heimatlichem Gefilde. Der Teamsitz in Niederzissen liegt nur rund eine halbe Stunde vom Nürburgring entfernt. Mit dem Fahrerduo Igor Waliłko (24/PL) und Jules Gounon (26/F), ADAC GT Masters-Champion von 2017 und Mercedes-AMG-Werksfahrer, hat Zakspeed nach zwei Siegen sogar noch Außenseiterchancen im Titelkampf. Im Schwesterauto sitzt ein echter Lokalmatador: Serienneuling Hendrik Still aus Kempenich. „Ich freue mich riesig darauf, die Saison auf meiner Heimstrecke zu beenden“, so der 34-Jährige, der sich das Fahrzeug mit dem Österreicher Constantin Schöll (23) teilt. „Ich kenne den Nürburgring in- und auswendig, denn dort habe ich meine Karriere begonnen. Die Strecke sollte dem Mercedes-AMG gut liegen. Mein Ziel ist es, im Qualifying in die Top 10 zu fahren und dann auch ein gutes Rennergebnis zu holen. Das wäre ein schöner Saisonabschluss.“

Mit Montaplast by Land-Motorsport, Toksport WRT und dem Mann-Filter Team Landgraf – HTP-WWR zählen bei ihrem Heimspiel drei weitere Rennställe zu den Titelkandidaten. Land-Motorsport führt in der Fahrer-Wertung mit Audi-Sport-Pilot Christopher Mies und Ricardo Feller (21/CH). In der Team-Wertung liegt die Mannschaft aus Niederdreisbach nur einen Punkt hinter den Führenden. Mitten im Meisterschaftskampf ist auch Mercedes-AMG-Fahrer Luca Stolz. Dem 26-Jährigen und Partner Maro Engel (36/Monte Carlo) fehlen nur vier Punkte auf Mies und Feller. Was käme da gelegener als beim Heimspiel den ersten Saisonsieg einzufahren? Ihr Rennstall Toksport WRT hat eine der kürzesten Anreisen zur Rennstrecke. Von der Werkstatt in Kelberg sind es keine zehn Kilometer. Die rheinland-pfälzische Mannschaft Landgraf Motorsport aus Gensingen liegt mit ihrem Fahrerduo Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) auf dem vierten Tabellenrang.

Mittwoch, 3. November 2021

DTM Classic 2022: Gleich zwei neue Rennserien für die faszinierenden Tourenwagen und GT-Boliden von 1972 bis 2007

  •  Ausschreibung eines DTM Classic Cup und eines DTM Classic DRM Cup 2022
  •  Die ITR würdigt dabei die DNA der DTM in all ihren Ausprägungen
  •  Gerhard Berger: „Diese Säule der DTM ist extrem beliebt und mir sehr wichtig“

DTM Classic 2022 mit Tourenwagen und GTs von 1972 bis 2007 © DTM


Die DTM-Geschichte lebt, und sie lebt weiter! Für 2022 weitet die DTM-Organisation ITR das Classic-Angebot mit gleich zwei eigenständigen Rennserien für legendäre Tourenwagen und GT-Sportwagen von 1972 bis 2007 weiter aus. Im „DTM Classic Cup“ werden faszinierende Fahrzeuge der historischen DTM-Jahrgänge 1984 bis 1996 sowie aus der Neuzeit von 2000 bis 2007 an den Start gehen, im „DTM Classic DRM Cup“ Fahrzeuge der DTM-Vorgänger-Serie Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM) von 1972 bis 1981. Die DTM Classic ist eine von fünf Säulen der DTM-Plattform neben dem Top-Event DTM, der Nachwuchsserie DTM Trophy sowie DTM Esports und der zukunftsorientierten DTM Electric.

„Die DNA der DTM spielt für uns eine große Rolle“, so DTM-Chef Gerhard Berger. „Ob der Vorgänger Deutsche Rennsport-Meisterschaft, die Anfänge mit der Produktionswagen-Meisterschaft oder die ‚echte‘ DTM bis in die 2000-er Jahre – so eine Historie kann abseits der Formel 1 kaum eine andere Rennserie aufweisen. Diese Säule der DTM ist bei den Fans extrem beliebt und mir auch persönlich sehr wichtig.“

Ob bullige 911er Porsche oder Gruppe-5-Capri aus den Siebzigern, klassische M3, 190er und Sierras aus den Achtzigern oder infernalisch hochdrehende Alfa Romeo, Mercedes und Opel aus den Neunzigern und Nullerjahren – Rennwagen, die Geschichte geschrieben haben, präsentieren sich vor großer DTM-Kulisse. Bei vier Events wird der DTM Classic Cup an den Start gehen, bei drei Events der DTM Classic DRM Cup. Die historischen Renner werden neben einem 30-Minuten-Training am Freitag jeweils am Samstag und Sonntag in einem 20-minütigen Qualifying und in einem 25-minütigen Rennen auf der Strecke zu sehen sein. Darüber hinaus können die Fans die Schätze der Rennsport-Geschichte und ihre Piloten natürlich im Fahrerlager bewundern. Alle Qualifyings und Rennen werden zudem im Video-Stream DTM Grid (grid.dtm.com) zu sehen sein – live und on-demand.

„Strietzel“ Stuck: beeindruckt von den von den Fans, plant Starts in der DTM Classic 2022

„Die DTM Classic passt wunderbar in das umfassende Programm eines DTM-Wochenendes. Die Begeisterung bei den Fans für diese tollen Rennwagen und auch für die namhaften Profis vergangener Tage ist wirklich eindrucksvoll. Das habe ich selbst am Norisring erlebt, das war einfach großartig. Deshalb steht für mich auch fest, dass ich 2022 möglichst oft bei den Rennen der DTM Classic am Start sein will. Darauf freue ich mich jetzt schon“, so Hans-Joachim Stuck, einer der Spitzenpiloten sowohl der DRM als auch der DTM, in der er 1990 den Titel eroberte.

„Wir sind sehr froh, dass wir unser Classic-Konzept bereits so früh bekannt geben können. Das schafft Planungssicherheit. So hoffen wir, das ganze Potenzial an Fahrzeugen und Fahrern nutzen zu können. Wir sehen immer wieder, wie positiv die Fans an der Strecke auf die Helden von früher und die Fahrzeuge reagieren und freuen uns auf ähnliches Feedback in der neuen Saison“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR GmbH. Peter Oberndorfer, Serien-Manager der DTM Classic, ergänzt: „Mit dem DTM Classic Cup decken wir das große Feld von DPM bis zur modernen DTM ab, mit dem DRM-Cup schaffen wir eine neue Bühne für die faszinierenden Rennwagen der Siebziger. Die DTM Classic wird 2022 Fans und Teilnehmern damit noch mehr hochwertigen historischen Rennsport als bisher bieten.“